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Immer mehr Menschen erkranken an Demenz. Das liegt vor allem am demografischen Wandel, da die Bevölkerung immer älter wird. Es gibt jedoch Mittel und Wege, um sich so gut wie möglich vor der Erkrankung zu schützen oder um bereits Betroffenen unter die Arme zu greifen. Dafür ist es wichtig, Demenz zu verstehen, und die verschiedenen Krankheitsstadien zu erkennen.

 

Was ist Demenz?

Im Grunde genommen versteckt sich dahinter ein Oberbegriff für verschiedene Krankheitsbilder, die gewisse Parallelen aufweisen. Sie alle gehen mit dem Verlust der geistigen Funktionen einher. Den Betroffenen fällt es schwer, sich zu konzentrieren; ihre Erinnerungen verschwimmen. Außerdem fehlt es im weiteren Verlauf an der Orientierung. Auch der Alltag kann nicht mehr selbstständig gestaltet werden. Die häufigste Demenzform ist dabei Alzheimer, gefolgt von der Vaskulären Demenz und der Sekundären Demenz.

Da etwa 60 % unter Alzheimer leiden, beschäftigt sich der Artikel primär mit dieser Erkrankung. Mit steigendem Alter erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, die Demenz am eigenen Körper zu erfahren. Etwa 50 % der über 90-Jährigen sind davon betroffen. Alzheimer lässt sich in drei grobe Stadien aufteilen:

  • Anfangsstadium
  • moderates Stadium
  • schweres Stadium.

Gerade die erste Phase findet schleichend Zugang zum Leben, denn es stellt sich zunächst eine Vergesslichkeit ein und es gibt teilweise zeitliche Orientierungsschwierigkeiten. Das moderate Stadium ist durchaus deutlicher in der Symptomatik, denn hier kommen erste Sprachschwierigkeiten auf; es können Wahnvorstellungen auftreten und die Vergesslichkeit steigert sich. Ein normales, selbstbestimmtes Leben wird schwieriger, denn auch das Anziehen oder das Führen des Haushalts fällt zunehmend schwerer. Es gibt Patienten, die die Hygiene vernachlässigen und unter Erkennungsstörungen leiden. Im Endstadium ist ein Leben alleine nicht mehr vorstellbar. Die Menschen können nicht mehr sprechen, verlaufen sich im eigenen Haus und werden inkontinent. Meistens erkennen sie dann auch keine Angehörigen mehr, was sich als besonders hohe Belastung herausstellt – gerade für Außenstehende.

 

Demenz: Präventionsmaßnahmen

Unglücklicherweise gibt es für die Erkrankung keine Heilung; Präventionsmaßnahmen helfen zudem nur bedingt. Doch man kann die Wahrscheinlichkeit verringern, daran zu erkranken, oder Betroffene im Anfangsstadium unter die Arme greifen. Denn in einem gesunden Körper steckt auch ein gesunder Geist.

Daher lautet die erste Devise: so viel Bewegung wie möglich. Gerade körperliche Aktivitäten während des Alltags fördern die vitalen Funktionen des Organismus. Ein ausgelassener Spaziergang am Tag oder die Treppe, statt den Aufzug, zu nehmen, können Wunder wirken. Dreimal wöchentliche sportliche Aktivitäten halten fit und machen zudem glücklich. So wird das Gehirn gut durchblutet und bekommt viel Sauerstoff. Sport lässt sich auch immer gut mit sozialen Aktivitäten kombinieren. Es gibt beispielsweise VHS-Kurse, die interessante Angebote haben. Das Schöne ist, dass die Teilnehmer gleichzeitig auch mit anderen Menschen in Kontakt kommen. Der Alltag muss im Übrigen nicht auf Sport beschränkt werden, auch kulturelle Unternehmungen und Reisen fördern den Geist.

Bewegung und soziale Kontakte sind nicht alles: Auch die passende Ernährung spielt eine große Rolle. Eine ausgewogene Ernährung hilft dem Körper dabei, sich zu regenerieren und liefert zudem Kraft. So steht der körperlichen Ertüchtigung auch nicht mehr viel im Wege. Sollte der Sinn dann doch nach Entspannung und Couch stehen, gibt es unendlich viele virtuelle Möglichkeiten, um das Gehirn zu schulen. Bequem vom eigenen Sofa aus kann das Tablet oder das Smartphone bei dem Training helfen. Gehirnjogging ist eine gute Präventionsmöglichkeit: Mobile Anwendungen wie beispielsweise Kartenspiele, die den Geist trainieren. Hervorragend eignen sich auch die Soduko-Apps, bei denen das logische Denkvermögen gefordert wird. Für diejenigen, die nicht so zahlenaffin sind, gibt es auch andere Gehirnjogging-Apps wie 4 Bilder – 1 Wort. Dabei wird die gesamte Kreativität gefordert sowie die sprachlichen Fähigkeiten.

Anwendungen wie diese gibt es zahlreiche.

Prävention ist das A und O, denn nur so kann man sich vor den Krankheiten dieser Welt schützen. Die Vorsorge bietet eine gute Grundlage für ein langes und erfülltes Dasein. Wichtig ist, dass das Leben in vollen Zügen genossen wird: Unternehmungen, die Spaß machen, leckeres und gesundes Essen und tolle Erlebnisse, die zum Geschichten erzählen einladen.

Quellen Fotos:
Titelbild - pixabay
2. Bild - flickr

 

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