Sich treu bleiben: Wieso du dich nicht verraten solltest

Sich treu bleiben: Wieso du dich nicht verraten solltest

 

Jeder noch so kleine Verrat an uns selbst (meint: Körper – Geist – Herz -Seele) lässt etwas in uns sterben, im Mindesten aber unsere Authentizität, unsere Wahrheit. Sind wir aufgrund von Umständen aber dazu gezwungen, z. B. vorerst im miesen Job zu bleiben, bis wir einen anderen gefunden haben, löst das völlig berechtigt Angst aus. Immerhin arbeiten wir damit gegen unsere Ideale und Werte. Der drohende Verlust von Werten hat eine immense Bedeutung für jedes Individuum. Doch unsere Gesellschaft hat ihre eigenen Vorstellungen davon, wie man als Mensch, Angestellte/r, Mann, Frau, Partner, Partnerin heute zu sein hat.

 

Bleibe dir treu, auch wenn die Gesellschaft sagt, du solltest anders sein

stehe zu dir und deinen wertenDabei gibt es viele kulturell und gesellschaftlich definierte SOLL-Werte, die wir bewusst nicht mehr wahrnehmen, aber unserem Körper-Geist-Herz-Seele-System durchaus ein Dorn im Auge sind. Wenn wir uns nur mit Menschen zusammentun, denen wir nicht ausreichen, die uns stets zu ihren Zielen drängen wollen, während sie unsere ignorieren, für die wir so und so sein müssen, um die Harmonie aufrechtzuerhalten, ist es doch logisch, dass der Geist irgendwann mindestens mit Angst reagiert. Es wäre ja an seiner Funktion vorbei, wenn er es nicht täte.

Sind Konflikte, Trennungen, Verluste von Freunden, der Stress eines Arbeitswechsels usw. deshalb schön? Keineswegs. Doch mit jedem Etwas und Menschen, das/der nicht mehr Teil meines Lebens sein wollte, wurde mein Leben leichter. Klar waren der Verlust und die anfängliche Irritation schwer für mich. Aber ihre Abwesenheit bereinigte mein Leben und ließ mich authentischer werden. Doch um diesen Zugewinn zu erfahren, musste ich sie erst einmal “verlieren”.

Mehr zu nötigen Veränderungen, der Funktion des Weckrufes beim Gefühl Angst und alle Zusammenhänge aus holistischer Sicht findest du in meinem Blogpost zu Veränderungen, die nötig sind, um Stress und Angst zu verringern.

Aber mich würde interessieren, ob ich die Einzige bin, deren Angst auch Positives brachte. Hast du so einen Zugewinn in deinem Leben erfahren?

Schreib es in die Kommentare. Ich bin gespannt!

Alles Liebe,
Janett

Janett Menzel Angst Blog

 

Selbstabgrenzung: Eine wirksame Übung aus meinem Methodenkoffer

Selbstabgrenzung: Eine wirksame Übung aus meinem Methodenkoffer

 

Selbstabgrenzung ist für viele Menschen eines der größten Bedürfnisse und Herausforderungen. Wir meinen es gut mit Menschen und viele Menschen meinen es gut mit uns. Dennoch: Es wird Menschen geben, die es weniger gut meinen, die Güte und Demut ausnutzen oder uns manipulieren. Es sind unbewusste Menschen, die stark im Mangel leben und aufgrund von früheren Ereignissen nur mit sich selbst, statt mit den Konsequenzen für ihr Gegenüber, beschäftigt sind.

 

Selbstabgrenzung üben lernen

Es kann schwerfallen, mit unbewussten oder verletzenden Menschen umzugehen, ohne es als Angriff zu empfinden. Dementsprechend steigt die Bedeutung von Selbstabgrenzung in Zeiten von Stress und Angst, weil man die extremen Gefühle anderer Menschen sensibler wahrnimmt und ihnen – wie ein kleines Boot auf dem großen Ozean dem Wetter – ausgesetzt ist.

Eine meiner liebsten Methoden, die ich auch noch heute nutze, besonders allen mit Stress-Ängsten als Weg der Erleichterung empfehlen kann, sind imaginäre Wände. Wann immer man sich

  • eingeengt
  • belastet
  • mit Fremdansprüchen konfrontiert
  • ohnmächtig
  • wehrlos
  • hilflos
  • gestresst
  • verängstigt
  • ausgeschlossen
  • übergangen
  • überrumpelt
  • manipuliert
  • und vieles mehr

fühlt, stellt man sich eine Szene im Kopf vor, die es binnen weniger Sekunden erlaubt, sich innerlich abzugrenzen, zu sich zurückzufinden, sich zu schützen, Luft zu holen, in sich zu ruhen und auf sich zu besinnen. Auch bei Gedanken, die unwillkommen im Geiste auftauchten, hilft die Methode, ein STOPP zu setzen.

Die Methode ist überall anwendbar. Je mehr man sich trainiert, diese Methode als Fokussierung und Achtsamkeit zu nutzen, desto schneller funktioniert sie praktisch und einfach in allen Situationen. Sei es im Meeting, in der Bahn oder beim Mittagessen mit den Schwiegereltern: Alles, was man benötigt, ist ein Gedanke, der autogen eine Fantasie auslöst, die wiederum für inneren Frieden, Erholung und Abgrenzung sorgt.

 

Selbstabgrenzung durch Die Methode der Imaginären Wände

Schritt 1: Schließe die Augen. Atme ein paar Mal tief ein, sodass sich der Bauch hebt und senkt. Mit jedem Atemzug atmest du reine und unverbrauchte, saubere und gute Luft ein. Stell dir vor, dass diese kühle, unverbrauchte und positiv aufgeladene Luft in deinen Körper strömt. Wo immer du im Körper Verspannungen oder Blockaden spürst, atmest du hin. Beim Ausatmen stößt du alle negative Gedanken, Ärger, Angst und Traurigkeit mit einem Prusten wieder aus deinem Körper aus. Beim Prusten ist Druck enthalten; das Negative wird bewusst und gezielt aus dem Körper hinaus befördert.

Schritt 2: Stell dir nun vor, du stehst in der Mitte eines Raumes. Er ist groß, hell, freundlich und hat hohe Decken. Sieh dich nicht als Beobachter, sondern fühle dich als Besitzer dieses Raumes. Dieser Raum ist ein Symbol für deinen Körper. Sieh, wie du aufrecht stehst, um dich herum ist der Raum. Neben dir – links und rechts – stehen all die Menschen, die Erwartungen, Ansprüche, Belastungen, Verletzungen, Einseitigkeiten, Ärger und Wut mit sich bringen. Es steht in ihren Gesichtern geschrieben, dass sie es auf dich abladen wollen, dich überrennen wollen, dich brauchen, keine Rücksicht nehmen können/wollen, Bedürfnisse haben, diese wichtiger einstufen als deine, dich beladen wollen. In deinem Geiste stehen sie ruhig da und keiner bewegt sich, nur dein Kopf sieht nach links und nach rechts und bemerkt die Menschen mit ihren Erwartungen.

Schritt 3: Du lächelst sie an, vielleicht missmutig, vielleicht schadenfroh, vielleicht mitfühlend, vielleicht entschuldigend. Entscheide selbst darüber, welche Gefühle du ihnen zeigen möchtest. Aber zeige sie ihnen. Erlaube dir in diesem einen Moment, ihnen deine wahren Gefühle zu zeigen. Falls schon eine oder mehrere der Personen in deinem Kopf reagieren oder auf dich losstürmen wollen, sag ihnen:

HALT! Ich möchte das nicht. 

Sprich laut und bestimmt. Bringe sie in deinem Kopf zum Innehalten und Schweigen.

Schritt 4: Lass nun erst links, dann rechts, dann vor dir, und zum Schluss hinter dir, jeweils eine senkrechte Wand von oben herunterfallen. Wie diese aussieht, ob sie aus Ziegelsteinen besteht, Putz oder Tapeten hat, spielt keine Rolle. Sie sollte lediglich dick und trennend sein. Diese Wand trennt die Menschen von dir, grenzt dich von ihnen ab. Sie schließt dich gleichzeitig von allen Seiten ein und schottet dich von fremden Bedürfnissen und Erwartungen ab. Du entscheidest, wie nahe die Wände an dir sind oder wie weit du die Wände von deinem Körper wegschiebst, wie viel Platz dir das Innere der vier Wände bietet.

Meine Wände sind zum Beispiel immer zu 1/4 aus warmen Steinen (die Wand in meinem Rücken) und zu 3/4 aus Glas: einbruchsicher und unkaputtbar, absolutes, megahartes Panzerglas. So kann ich den Menschen, die vor meinen Wänden stehen und mich ansehen, noch in die Augen schauen, habe sie noch bei mir und “trenne” mich nicht gänzlich. Ich unterbinde nur, dass sie mich erreichen. Ich untersage meine Verfügbarkeit für ihre Belange. In diesem Moment erlaube ich mir Rückzug. Ich setze mich dann meist auf den Boden, lehne mich an meine warme Steinwand, sehe die Menschen vor dem Glas, beobachte sie hin und wieder oder ignoriere sie gänzlich: Was auch immer ich brauche, mache ich. Ich strecke meine Beine aus, schlage meine Füße übereinander, falte meine Hände in meinem Schoß, atme, singe, summe oder lese ein Buch. Manchmal hole ich mir die Natur in meine Wände, Tiere oder das Meer.

Schritt 5: Ganz egal, was du dann in deinen vier Wänden tust: Es gibt nur dich. Und das, was mit dir sein soll. Hier eine Blume oder oben am Himmel die Sonne. Gute Musik in der Luft, Schokolade oder gutes Essen deiner Lieblingsküche, vielleicht ein High-End Riesenfernseher mit deiner Lieblingsserie in Dauerschleife oder es ergießt sich vor deinen Augen der wunderbarste Regen in tropischen Wäldern. Vielleicht bringen deine Wände die Natur mit sich und du siehst nur noch einen Wald in der Nähe eines Sees. Vielleicht ist es die Sommerwiese oder der Grand Canyon, der vor deinen Füßen liegt. Oder es ist das Meer, mit deinem Hund neben dir? Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Lass sie leben in deinen vier Wänden. Sieh hin, was dein Geist hervorbringt, was er dir Gutes in deinen Raum legt und wohin auf der Welt er dich reisen lässt.

Bleib dort, solange  du möchtest. Genieße das Gefühl. Spüre es in deinem gesamten Körper. Nimm deine Sinne und spiele mit den “Dingen”, die dir dein Geist schenkt: der warme Sand unter deinen Füßen, die duftende, nach Blumen riechende Luft, der warme Wind auf den Armen, Gegenstände am Boden, die du in deine Hände nimmst … Er-Lebe das Gefühl.

 

Selbstabgrenzung denken und probehandeln

Mir passierte es früher häufig, dass Menschen, die wenig Rücksicht auf mich nahmen, während dieser Übung in meinem Kopf auftauchten. Sie versuchten, meine Wände einzurennen, herüber zu klettern oder schauten mich fordernd an. Es war meine Güte, mein Gewissen, das sich während der Übung meldete. Ich konnte die Wut in ihren Augen sehen, ihre Trauer darüber, dass ich mich abschottete, ihre unbändige Verletzung: Alles, was sie im wahren Leben auch gezeigt hätten, konnte ich während dieser Imaginationstechnik sehen und spüren.

Das ist okay. Zu fühlen, dass du dich dennoch abgrenzen möchtest, es für wichtiger erachtest, als fremden Ballast oder Schmerzen, während du in deinem sicheren, panzerfesten Raum bist, ist gut. Du wirst spüren, trotz Mitgefühl oder gar Mitleid, wie wichtig es ist und wie heilend es sich anfühlt, dass du diese Abgrenzung lebst und durchsetzt. ERLAUBE DIR ABSOLUT ALLES.

Nichts ist bedeutungsvoller, als sich daran zu erinnern, welch schöne Gefühle und wohlige Wärme in einem verborgen sind, wenn man nur umgeben ist von eigenen Grenzen – oder in diesem Falle: eigenen Wänden. Senke dich in dich und deine Seele ab. Komm dort zur Ruhe und kehre wieder ein.

Lust auf mehr Strategien zur Bewältigung der kleinen und großen Herausforderungen des Lebens?

Janett Menzel intuitives Coaching Berlin2Hallo! Falls du mich noch nicht kennst, möchte ich mich dir gern vorstellen: Ich bin Janett Menzel, Inhaberin dieses Blogs. Ich litt jahrelang an verschiedenen Ängsten (wie wir alle) und beizeiten sogar unter Panikattacken und Burnout-Symptomen. Mir blieb nichts weiter übrig, als mir selbst zu helfen. Also folgten verschiedene Ausbildungen (Coaching, Schreibtherapie, Autogenes Training, Betriebliches Gesundheitsmanagement usw.), die ich später meinen Klientinnen und Klienten und heute meinen LeserInnen vermittele. In meinem aktuellen Projekt "Ein Gefühl namens Dieter" vereine ich alle diese Strategien. Es ist kein Onlinekurs, sondern viel mehr als das: ein niemals endendes Buch, online und interaktiv, ausgestattet mit verschiedenen Audios, Anleitungen zu Strategien, Arbeitsblättern, Meditationen, Entspannungstechniken und vieles mehr. Das Highlight daran: Es kommen monatlich neue Strategien hinzu. Und du darfst es mitgestalten. Denn als Autorin mehrerer Ratgeber leide ich unter dem Aspekt, nachträglich nichts weiter in meine Bücher einfügen zu können. Also entwickelte ich dieses neue Format, das ich heute "Kapitel des Lebens" nenne.

Es soll die größte Bibliothek an Selbsthilfestrategien werden, ein Almanach an Wissen für die kleinen und großen Herausforderungen des Lebens. Fällt dir das Leben manchmal auch schwer? Wünschtest du, einfach irgendwo nachschlagen und lesen zu können, was du ausprobieren könntest?

Dann ist "Ein Gefühl namens Dieter" vielleicht genau das Richtige für dich. Noch ist der Einstieg mit einem Festpreis geregelt. Doch bald, mit zunehmender Anzahl der Strategien, werde ich auf monatliche Beiträge setzen müssen, um meine Arbeit zu würdigen und der Idee dienen zu können - dass Menschen wie du Zugang zu möglicher Selbsthilfe haben, wann immer sie welche brauchen.

Hast du Lust, dabei zu sein? 

Hier kannst du mehr darüber erfahren >> (Weiterleitung)

Ein Gefühl namens Dieter Bewältigung von schwierigen Gefühlen und Lebenssituationen Janett Menzel

 

Heilende Hände: Eine Anleitung zum Strömen

Heilende Hände: Eine Anleitung zum Strömen

Einige nennen es heilende Hände oder Impuls-Strömen, andere nur Strömen, wiederum andere Handauflegen. Die alte japanische Heilkunst nennt es Jin Shin Jyutsu, nach Jiro Murai. Diese Glaubenssysteme und Disziplinen haben eines gemeinsam: Sie nutzen die Hände und die Energie, um sich und andere zu heilen, körperliche Beschwerden zu vermindern, Denkmuster durch heilsam erfahrene Berührungen oder Blockaden aufzulösen. In Österreich wird es sogar von den Krankenkassen als Methode anerkannt. Doch streng genommen benötigt man für das Strömen eine Hand, aber keinen Arzt, Heiler oder anderweitig Heilenden, der dir zu helfen vermag. Jede klassische Behandlung wird unnötig; man braucht nicht einmal eine heilende Gabe. Beim Strömen arbeiten wir nur mit unserer eigenen Energie. Dabei spielt es keine Rolle, ob du dich gerade in einer selbstzweifelnden Zeit befindest oder es dir gutgeht. Die heilende Energie ist in dir, egal, was dein Ego dir sagt.

Mir fiel auf, wie selbstverständlich wir im Alltag unsere Hände nutzen, eben meist für andere, aber selten für uns:

  • Du legst jemandem die Hand auf die Schulter und zeigst ihm so: Ich fühle mit dir.
  • Du legst jemandem die Hand auf den Rücken und zeigst ihm so: Ich stärke dich. Ich halte dir den Rücken frei.
  • Du legst deine Hand in den Nacken und auf die Schulter, wenn du verspannt bist, um Entspannung herbeizuführen.
  • Bei deinem Partner legst du unbewusst deine Hand auf die Brust (die Herzregion) und zeigst ihm so: Ich liebe dich. Ich gebe dir Liebe. Ich fülle dein Herz.
  • Wir streicheln liebe Menschen und zeigen ihnen so: Ich bin bei dir. Du bedeutest mir viel. Ich will dir nahe sein.
  • Wir streicheln Tiere und Kinder und zeigen ihnen so: Du bist niedlich, süß, liebenswürdig, wertvoll.
  • Wir reichen jemandem die Hand, um ihn zu unterstützen, ihm zu zeigen: Du bist nicht allein.
  • Wir schütteln uns die Hände, um jemandem zu zeigen: Ich schätze dich.

Du siehst: Die Hände kommen überall, wenn auch unbewusst, zum Einsatz, wann immer wir Liebe geben, brauchen oder fühlen. Diesen Ansatz kannst du auch für dich selbst nutzen, denn “Wenn die Hände beschäftigt sind, schweigt der Geist und warme Hände wärmen die Seele”, sagt ein Sprichwort.

 

Sich selbst heilen durch Strömen: Wie ich dazu kam

Ein russisches Sprichwort sagt: “Die Hände sind es, die das Glück schaffen und den Kummer vertreiben.” Wenn man sich selbst lieben kann, kann man sich auch selbst heilen.

Wenn ich mich an meine sorgenvollen Zeiten erinnere, in denen es mir schlecht ging, in denen mich jene Sorgen, die einen am Schlafen hindern und Kopf- oder Magenschmerzen bereiten, plagten, legte ich ab einem bestimmten Zeitpunkt unbewusst, intuitiv, meine Hand auf die Stelle: sei es auf meinen Kopf, der ratterte, weil ich verzweifelt nach Lösungen suchte und mögliche Wege durchspielte oder sei es bei Beschwerden des Körpers, bei denen ich meine Hände auf meinen Bauch legte oder in den Nacken. In Zeiten der Angst legte ich meine Hand auf mein Herz. Das alles machte ich wohl, wie alle Menschen es täten, wenn sie Schmerz fühlen. Wir legen automatisch unsere Hand auf die schmerzende Stelle, geben uns Halt, halten uns selbst fest.

Mir kam der Gedanke: Was wäre, wenn man diesen Automatismus bewusst durchführen würde und für längere Zeit? Ich wusste nicht, dass es bereits Methoden gab, die sich intensiv damit auseinandergesetzt hatten, es zu einer eigenen Kunst gemacht hatten. Diese lässt sich jedoch auch für die Heilung des Selbst nutzen. Man benötigt keinen Dritten: Man ist sein eigener Heiler.

So verwechseln viele Strömen mit Reiki. Während man bei Reiki die Hände nicht auf den Körper legt, ist beim Strömen der direkte Körperkontakt nötig und nützlich. Doch einige traditionelle Anwendungen des Strömens berühren, wie im Reiki, ebenso wenig, sondern halten einen kleinen Abstand zum Körper.

 


“Der Mensch enthält in sich alles Wissen und alle Weisheiten, die zur Heilung erforderlich sind.”

-Paracelsus


 

Ich las zufällig im Buch Burnout (mit CD): Neue Kraft schöpfen, man könne mithilfe von Lavendelöl Ruhe herbeiführen und, auf sein Herz verrieben, durch die wohlige Wärme in der Herzregion, Entspannung und innere Ruhe fördern. Als ich das einer Freundin erzählte (sie ist Physiotherapeutin), meinte sie nur platt: “Also sich selbst berühren, ja”, nickt sie.

Auch eine andere Freundin kannte das Strömen von ihrer Großmutter, die sie immer anhielt, das auch auszuprobieren. Also dachte ich: Gut. Ist einen Versuch wert! und sammelte Informationen.

 

Wie Strömen durchgeführt wird

Strömen bedeutet nicht mehr, als dass durch unsere Hände Energie strömt – dorthin, wo sie liegen/sind. Durch das Auflegen seiner Hände auf bestimmte Körperregionen können wir mit unserer Energie Schmerzen lindern. Im Jin Shin Jyutsu geht man beispielsweise von 26 “Energieschlössern”, also Körperstellen, aus, die durch Berührung mit den Händen aktiviert werden können. Auch durch das sogenannte Fingerströmen, eine noch viel unauffälligere Variante für draußen, lassen sich positive Emotionen auslösen. Diese Methode lässt sich überall nutzen, ist ortsunabhängig und kostenfrei: im Bus, in der Bahn, in der Warteschlange, im Kino, im Meeting oder wo auch immer.

Man nutzt seine Selbstheilungskräfte und bringt so blockierte Energie wieder zum “Strömen”. Blockaden, die durch (Basis)Emotionen wie Ärger, Traurigkeit, Wut und Angst entstanden sind, lassen sich so auflösen. Aber auch unsere Umwelt hat seine Wirkung auf unseren Körper und unsere Energie oder Energielosigkeit. Wenn man sich Verstimmungen, leichte depressive oder deprimierte Phasen und die damit verbundene Leere ansieht, kann man Strömen als Methode betrachten, um sich selbst wieder zu füllen. Mit eigener Körperenergie, die in uns schlummert. Dabei werden jedem Finger Denkmuster bzw. Gefühle zugeordnet, die durch Strömen ausgeglichen werden können:

Heilende Hände

 

Die Anwendung ist denkbar einfach:

1 – Bei Sorgen: Deine Daumen richten sich zueinander und mit der Handfläche umschließt du ihn (als würdest du an ihm ziehen). Du hältst ihn solange, bis du Ausgleich spürst.

2 – Bei Angst: Wieder richtet sich dein Daumen der haltender Hand zum Zeigefinger und mit der Handfläche umschließt du ihn (als würdest du an ihm ziehen). Es ist leichter, wenn der Daumen der haltenden Hand in der Handfläche des gehaltenen Fingers ruht.

3 – Bei Wut und Ärger: siehe 2, nur mit dem Mittelfinger

4 – Bei Traurigkeit und Kummer: siehe 2, nur mit dem Ringfinger

5 – Bei Liebes”mangel”, -kummer und Freudlosigkeit: siehe 2, nur mit dem kleinen Finger

6 – Bei mangelndem Selbstvertrauen: Mit dem Daumen die Handfläche leicht drücken oder aber mit der gesamten Hand halten (wie beim Händchenhalten).

 

Heilende Hände gegen Grübeln, angeschlagenen Selbstwert oder innerer Leere, Spannungs- oder Druckkopfschmerzen und Panik

Wie ich weiter oben bereits erwähnte, kann man Strömen auch bei Einschlafenschwierigkeiten nutzen, um Grübeln, Sorgen oder Traurigkeit abzustellen. Du legst einfach eine Hand auf deinen Kopf und die andere auf eine Stelle deines Körpers, der sich okay anfühlt. Die Überbelastung wird durch die andere Stelle ausgeglichen.

Auch mit dem Herzen lässt sich das machen: Lege deine Hand auf dein Herz und atme ruhig ein und aus. Stelle dir, wenn du magst, als unterstützendes Mittel, vor, wie die Energie deiner Hand in dein Herz hineinströmt. Die Methode aus dem Buch Burnout (mit CD): Neue Kraft schöpfen mit dem Lavendelöl kann ich dabei nur empfehlen.

Lust auf mehr Strategien zur Bewältigung der kleinen und großen Herausforderungen des Lebens?

Janett Menzel intuitives Coaching Berlin2Hallo! Falls du mich noch nicht kennst, möchte ich mich dir gern vorstellen: Ich bin Janett Menzel, Inhaberin dieses Blogs. Ich litt jahrelang an verschiedenen Ängsten (wie wir alle) und beizeiten sogar unter Panikattacken und Burnout-Symptomen. Mir blieb nichts weiter übrig, als mir selbst zu helfen. Also folgten verschiedene Ausbildungen (Coaching, Schreibtherapie, Autogenes Training, Betriebliches Gesundheitsmanagement usw.), die ich später meinen Klientinnen und Klienten und heute meinen LeserInnen vermittele. In meinem aktuellen Projekt "Ein Gefühl namens Dieter" vereine ich alle diese Strategien. Es ist kein Onlinekurs, sondern viel mehr als das: ein niemals endendes Buch, online und interaktiv, ausgestattet mit verschiedenen Audios, Anleitungen zu Strategien, Arbeitsblättern, Meditationen, Entspannungstechniken und vieles mehr. Das Highlight daran: Es kommen monatlich neue Strategien hinzu. Und du darfst es mitgestalten. Denn als Autorin mehrerer Ratgeber leide ich unter dem Aspekt, nachträglich nichts weiter in meine Bücher einfügen zu können. Also entwickelte ich dieses neue Format, das ich heute "Kapitel des Lebens" nenne.

Es soll die größte Bibliothek an Selbsthilfestrategien werden, ein Almanach an Wissen für die kleinen und großen Herausforderungen des Lebens. Fällt dir das Leben manchmal auch schwer? Wünschtest du, einfach irgendwo nachschlagen und lesen zu können, was du ausprobieren könntest?

Dann ist "Ein Gefühl namens Dieter" vielleicht genau das Richtige für dich. Noch ist der Einstieg mit einem Festpreis geregelt. Doch bald, mit zunehmender Anzahl der Strategien, werde ich auf monatliche Beiträge setzen müssen, um meine Arbeit zu würdigen und der Idee dienen zu können - dass Menschen wie du Zugang zu möglicher Selbsthilfe haben, wann immer sie welche brauchen.

Hast du Lust, dabei zu sein? 

Hier kannst du mehr darüber erfahren >> (Weiterleitung)

Ein Gefühl namens Dieter Bewältigung von schwierigen Gefühlen und Lebenssituationen Janett Menzel

 

Lichtwecker Test 2018: Die besten Lichtwecker für die Psyche

Lichtwecker Test 2018: Die besten Lichtwecker für die Psyche

 

Millionen von Menschen haben Probleme, morgens aufzustehen. Sie quälen sich und kommen nur schwer aus dem Bett. Man sagt: Mit einem Lichtwecker würde man sanft geweckt. Ich war skeptisch. Ich gehöre zu denen, die abends nur schwer einschlafen, fest durchschlafen und morgens lange und viel Kaffee brauchen, um in die Gänge zu kommen. Ich habe mich gefragt, ob Lichtwecker wirklich so gut sind und vor allem, wie sie funktionieren. Der Lichtwecker, so die einzelnen Hersteller und Studien, simuliert einen Sonnenaufgang im Schlafzimmer, der sich positiv auf den menschlichen Organismus auswirke. Pünktlich zur Weckzeit würde man munter, da man sanft aus den Träumen geholt würde statt mit einem schrillen Beep Beep Beep.

Aber worauf kommt es beim Kauf eines Lichtweckers an? Welche Funktionen bringt er mit? Im nachfolgenden Ratgeber mit Lichtwecker Test liste ich die wichtigsten Informationen, z. B. Funktionen und Hintergründe auf, sowie die – in meinen Augen – besten drei Geräte unter den Lichtweckern und eines für alle, die keinen Wecker, aber Licht für eine bessere Psyche haben möchten.

 

Wie funktioniert der Lichtwecker?

lichtwecker wirken positiv auf die hormone und fördern so die schlafqualitätWie bei einem „normalen“ Wecker, stellst du bei einem Lichtwecker die gewünschte Weckzeit ein. Die modernen Modelle simulieren den Sonnenaufgang am Morgen, in dem du durch das immer heller werdende Licht geweckt wirst. Etwa eine halbe Stunde vor der regulären Weckzeit beginnt der Wecker das Licht anzuschalten. Beliebt sind die Modelle, die sogar das Farbspektrum der Sonne aufnehmen und in den Farben Orange, Gelb und Weiß laufen. Die stetig wachsende Helligkeit wird unbewusst von deinen Lidern wahrgenommen, sodass sich dein Gehirn darauf einstellt, bald aufzuwachen. Und aufwacht.

In der Zeit wird die Produktion des Melatonins (Hormon, welches den Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen steuert) gestoppt und mehr Cortisol (Stresshormon, das munter macht, aber auch gestresst und hektisch) ausgeschüttet. Wer noch einen Beep Beep Beep-Wecker besitzt, der wird sein Cortisol mit Wirkung kennen. Dank eines simulierten Sonnenaufgangs durchläuft der Körper jedoch alle natürlichen Aufwachphasen. Erfahrungsgemäß liegt diese Zeit zwischen 30 Minuten und 90 Minuten.

Am Abend stellt der Lichtwecker den Sonnenuntergang dar, indem er nach und nach das Licht dimmt. Bei Menschen mit Schlafproblemen soll der Lichtwecker gut geeignet sein. Bei den meisten Modellen lässt er sich so programmieren, dass die Aufwachphase in 30, 60 oder 90 Minuten einstellbar ist. Während der Aufwachphase wird die Lampe im Wecker dann kontinuierlich heller. Die Dauer des Einschlafprozesses kann man nach Wunsch einstellen. 30, 60 oder 90 Minuten sind auch am Abend einstellbar. Im Gegenzug zum Morgen wird das Licht am Abend stetig dunkler. Sobald deine Einschlafphase beendet ist, erlischt das Licht komplett.

Einige Modelle lassen sich zudem dimmen und eignen sich gut für Kinder, die im Dunkeln Angst haben oder denen es leichter fällt, mit Licht einzuschlafen.

 

Die Anwendungsbereiche eines Lichtweckers

lichtwecker wirken positiv auf die hormone und fördern so die schlafqualitätDas sanfte Aufwachen am Morgen ist einer der größten Vorteile, die ein Lichtwecker bieten kann. Die herkömmlichen Modelle wecken mit einem schrillen Ton, bei dem man abrupt aus dem Schlaf gerissen wird. Anders ist es bei der Nutzung eines Lichtweckers: Durch die zunehmende Helligkeit wird der Sonnenaufgang nachgeahmt und der Körper weiß, dass die Tiefschlafphase beendet ist. Es gibt einige Lichtwecker, die das heller werdende Licht mit Naturklängen verbinden. Ein rauschendes Meer, das Zwitschern der Vögel oder das Plätschern eines Baches sind Beispiele. Bei meinem Test der Modelle hatte ich Bedenken, ob ich aufwachen würde, wenn nur Licht und ein paar Vogelgesänge zu hören wären. Zudem schlafe ich mit Ohropax, was meine Zweifel verstärkte. Aber ich wachte trotz vorheriger Zweifel auf und das genauso leicht wie üblich.

Die Lichtwecker eignen sich auch für Personen, die unter leichten bis mittelmäßig schweren Schlafstörungen leiden, so die Hersteller. Möchte man bewusst Einfluss auf seinen Schlaf nehmen, wäre der Lichtwecker eine gute Möglichkeit. Durch die Simulation des Tagesrhythmus würde auch die Hormonproduktion positiv beeinflusst werden und das gezielt. Dadurch würde sich die Schlafqualität erheblich bessern. Tatsächlich wiesen mehrere Studien nach (Finnland, UK), dass eine Verbesserung des Schlafes um bis zu 35 Prozent stattfand. (Quelle unten) Besonders Menschen wie Kinder, Senioren und Berufstätige, die vor dem Sonnenaufgang aufstehen, würden somit von einem Lichtwecker profitieren. In der Regel benötigen Senioren nur sechs Stunden Schlaf in der Nacht, dennoch haben sie Probleme am Abend einzuschlafen.

Einige Modelle der Lichtwecker sind mit einer Nachtlampe ausgestattet. Diese sorgt für ein leichtes Licht, bei dem sich Menschen oder Kinder in der Nacht leichter zurechtfinden oder – so wie ich – wunderbar einschlafen.

 

Welche Arten von Lichtweckern gibt es?

Lichtwecker unterscheiden sich in ihren Weckarten. Während die einen lediglich durch Licht aufwecken, bieten andere Naturtöne als musikalische Untermalung an. Wiederum andere bieten eine Radiofunktion an. Was sich für mich als klarer Vorteil herausstellte: Durch die Kombination von Licht und Musik werde ich schneller wach und bin fröhlicher (ohne, dass ich es erklären kann).

Wake-up-Lights heißen die Modelle, welche die Farben der Sonne simulieren. Diese Lichtwecker arbeiten mit einem orangen, gelben und weißen Licht. Einige der Modelle bieten eine Pure Twilight Version an, die ausschließlich für weißes Licht sorgt. Die neueren Lichtwecker ermöglichen sogar das Wecken mit dem eigenen Lieblingslied.

Sehr beliebt, wie ich bei vielen Rezensenten merkte, sind die Lichtwecker mit einer manuellen Farbeinstellung, die als Stimmungsleuchten bekannt sind. Diese Leuchten sind nicht nur als Wecker nutzbar, sondern bieten zusätzlich eine Dekorationsidee für die Wohnung, wenn man den Tag ausklingen lassen möchte oder die letzte Zeit extrem stressig war. Diese Wecker funktionieren damit wie Licht- und Farbtherapie, die nachweislich einen höchst positiven Einfluss auf unsere Psyche haben.

In der Optik der Lichtwecker liegt jedoch ein erheblicher Unterschied. Bei der Auswahl orientierte ich mich an meinem Geschmack. Während der eine lieber eine runde Form bevorzugt, mögen andere die zylinderförmigen Modelle. Manche der moderneren Lichtwecker stehen zum Beispiel auf einem Sockel, in dem die Uhrzeit zu sehen ist.

 

Die Hilfe eines Lichtweckers bei Schlafstörungen und Winterdepressionen

Winterdepression oder dunkle Jahreszeiten mit Licht eines Lichtweckers überwindenMenschen, die einen gesunden Schlaf haben, durchleben in der Nacht drei Schlafphasen. Diese unterteilen sich in die Tiefschlafphase, den leichten Schlaf und dem Traumschlaf. Der Körper verarbeitet im Schlaf die täglichen Erlebnisse und generiert sich langsam. Deshalb ist die erste Schlafphase auch die wichtige. Denn: Wer regelmäßig gut schläft, lebt länger. Dies haben schon viele Studien bewiesen. (Quelle unten) Erwachsenen reichen sechs Stunden am Stück aus, auch wenn acht die bessere Zahl ist. Säuglinge brauchen bis zu 16 Stunden Schlaf am Tag.

Doch viele kennen das Problem der Schlafstörungen. Besonders beim Einschlafen fällt es vielen Menschen schwer, weil Probleme belasten und wachhalten. Sollten die Schlafstörungen mehrere Monate anhalten, ist es wichtig, einen Arzt zu konsultieren. Der Lichtwecker als Therapeut wäre nur eine zusätzliche Unterstützung. Denn wer an Schlafmangel leidet, den kann die innere Uhr völlig aus dem Gleichgewicht bringen. Dies kann zu psychischen Problemen, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Muskelverspannungen und chronischen Gelenkbeschwerden führen. Ein Lichtwecker mit Dämmerungsfunktion könnte deshalb beim Einschlafen helfen, wenn man sich rechtzeitig zu Bett begibt.

Selbst die immer kürzer werdenden Tage im Winter führen dazu, dass sich das Schlafhormon Melatonin vermehrt. Bei einigen Menschen kann dies zu Winterdepressionen führen. Leidest du darunter, bist du ständig müde und extremen Stimmungsschwankungen ausgesetzt. Viele Ärzte empfehlen in so einem Fall noch immer eine Lichttherapie – ein Ruf, den die Industrie willkommen mit Lichtweckern beantwortete. Denn diese kann durch die Funktion eines Lichtweckers durchgeführt werden.

 

LED, Tücke und Leistung der Lichtwecker

Die meisten Lichtwecker funktionieren mit LEDs. Nur wenige Ausnahmen enthalten Halogenlampen. Die LED Lampen kannst du nicht wechseln. Allerdings halten sie deutlich länger als andere Lampen. 10.000 Leuchtstunden versprechen die Hersteller bei den LEDs. Bei einem täglichen Einsatz deines Leuchtweckers entspricht das einer Lebensdauer von 28 Jahren. Ganz ordentlich für einen Wecker.

Die meisten Lichtwecker haben leider keine Pufferbatterie enthalten. Bei einem Stromausfall fällt der Wecker aus, da er nicht mehr mit Energie versorgt wird. Positiv jedoch ist, dass sich viele Modelle die Zeit und Einstellungen merken, wenn es ein ein kurzer Stromausfall war – eine zufällige, aber begrüßenswerte Entdeckung. Die meisten Lichtwecker merken sich jedoch die eingestellte Lichtintensität und Lautstärke nicht, sodass man diese manuell zurückstellen muss. Nur bei dem Hersteller Philips ist dies nicht der Fall. Nach einer kurzen Zeit hat er sich alle Einstellungen und Bedienungsfehler gemerkt.

 

Die besten Lichtwecker – 3 Lichtwecker im Test

Philips HF3520/01 Wake-Up Light

Der Hersteller Philips bietet einen Lichtwecker mit heller werdendem Licht in fünf Farbstufen an. Die Lichtintensität ist zwischen 20 Minuten und 40 Minuten variabel einstellbar und geht von einem morgendlichen Rot bis hin zu einem hellen Gelb über. Die Lichtintensität bei dem Philips Wake-Up-Light kann bis zu 300 Lux betragen und auf deine Bedürfnisse abgestimmt werden. Zu der Simulation des Sonnenaufganges kommen fünf natürliche Wecktöne hinzu, welche nach eineinhalb Minuten lauter werden, bis die festgelegte Lautstärke erreicht wurde. Du kannst zwischen Vogelsang, Waldtönen, Klaviermusik, Meeresrauschen und Zen-Garden wählen.

Die Smart Snooze-Funktion – kluge Schlummerfunktion – kann durch einfaches Berühren betätigt werden. Nach etwa neun Minuten wird dein eingestellter Weckton erneut wiedergegeben. Du kannst mit dem Lichtwecker von Philips deinen Lieblingssender hören, da das Modell mit einem UKW-Radio ausgestattet ist. Die Senderfrequenz kann man am Display nachlesen. Das gedimmte Licht kann schrittweise auf den eigenen Einschlafrhythmus eingestellt werden. Das Licht nimmt in diesem Fall am Abend in der von dir festgelegten Zeit ab.

Die Helligkeit des Displays passt sich zudem automatisch der Raumhelligkeit an. Du kannst den Lichtwecker außerdem zusätzlich als Nachttischlampe bzw. Leselampe benutzen.

Vorteile:

  • sehr schönes Licht
  • einfache Bedienung per Touch-Funktion
  • Schlummerfunktion
  • Simulation des Sonnenaufgangs
  • Simulation des Sonnenuntergangs
  • rutschsichere Gummifüße unter dem Lichtwecker
  • zwei Weckzeiten, eine für werktags und eine am Wochenende, wer geweckt werden möchte (z. B. linke und rechte Taste)

Nachteile:

  • keine Steuerung per App möglich
  • keine Aufladung per Smartphone möglich
  • kein USB Anschluss vorhanden
  • Weckfunktion muss vor den Wochenenden manuell deaktiviert werden
  • Naturgeräusche wirken etwas “gewollt”
  • Klang könnte besser sein
  • gehobene Preiskategorie

 

Medisana WL 450 Lichtwecker mit künstlichem Sonnenaufgang

Der Medisana WL 450 Lichtwecker bietet neben zwei Weckzeiten ein integriertes Radio und einen Anschluss für einen MP3-Player an. Ein extragroßes Display inklusive Dimmfunktion ermöglicht die Sicht auf Uhrzeit und weitere Funktionen. Insgesamt wartet das Gerät mit acht Naturklänge auf, die dich beim künstlichen Sonnenuntergang wecken und für ein harmonisches Erlebnis sorgen.

Die individuellen Einstellungen des Medisana WL 450 stehen für verschiedene Weckvarianten. Nach deinen eigenen Vorlieben stellst du deinen Lieblingssong oder einen Radiosender ein. Mit der eigenen Zizz-Kurzschlaffunktion kannst du ein individuelles Intervall zwischen 15, 30, 45 und 90 Minuten einstellen. Der Wecker hat außerdem eine Schlummer-Snooze-Funktion.

Vorteile:

  • Klänge nehmen an Lautstärke zu, um auch wirklich aufzuwachen
  • integriertes Radio
  • benötigt kaum Stellfläche
  • Snooze-Taste
  • Zizz-Funktion für kurze Schlafeinheiten
  • gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • als Nachtlicht oder Leselampe nutzbar mit einstellbarer Lichtintensität

Nachteile:

  • Bedienung teilweise etwas umständlich (sehr kleine Knöpfe)
  • unnötige Doppelbelegungen der Tasten
  • kein fließender Farbwechsel
  • Verarbeitung ist nicht die beste
  • Snooze-Funktion beträgt nur 5 Minuten

 

Withings Aura Sleep System: Lichtwecker und Schlafzyklustracker

Das Withings Aura Sleep System sorgt für ein mehrfarbiges, dimmbares LED-Licht, welches deinen optimalen Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. Um ein leichtes Einschlafen zu ermöglichen, verwendet dieser Lichtwecker ein rotes Licht. Aura steigert die Helligkeit beginnend mit einem blauen Licht, damit man sanft aufwacht.

Das Sleep System bietet weitere Funktionen, wie eine intelligente Smart Wake-Up-Funktion an. Dieses Weckprogramm passt sich automatisch an die innere Uhr deines Körpers an. Dazu verwendet die Funktion einen Schlafsensor in der Nacht, der die gesammelten Daten verwertet. Während du dich in der leichten Phase des Schlafes befindest, weckt dich das System.

Man kann mit dem Withings Aura Sleep System also dauerhaft seinen Schlaf überwachen. Dazu muss man den Schlafsensor unter der Matratze oder an einem anderen Ort platzieren. Der Sensor misst deine Herzfrequenz, den Atemzyklus und die Körperbewegungen in der Nacht. In einem leicht verständlichen Diagramm werden dir die Daten am Morgen angezeigt. Zusätzlich kannst du verschiedene Schlafprogramme einstellen. Aura ist deutlich mehr als nur ein reiner Lichtwecker. Dieses Modell lässt sich als Leselampe nutzen oder um eine kleinen Mittagsschlaf zu machen.

Vorteile:

  • App (iOS und Android) zum Einstellen
  • sehr naturgetreue Wecktöne
  • Wecken auch mit Webradio, zum Beispiel Spotify (Account nötig) oder einem übertragbaren Lieblingslied
  • Verfolgung der Schlafzyklen
  • Sanftes Aufwachen durch Blaulicht
  • Steuerung per Smartphone möglich
  • komplette Überwachung der Schlafphasen
  • Übertragung der Schlafphasen, Temperaturen und Lautstärken auf dein Smartphone

Nachteile:

  • gehobener Preis
  • braucht etwas mehr Platz
  • Leider kann der Sensor nur an Matten oder Matratzen angebracht werden, sodass er am Rande des Bettes zu sehen ist.
  • Steuerung funktioniert über das Smartphone und ist etwas gewöhnungsbedürftig

 

Fazit – Mein Urteil

Platz 1

Im direkten Vergleich der Lichtwecker sticht das Withings Aura Sleep System natürlich besonders heraus, da er deutlich mehr Funktionen hat als nur eine Weckfunktion. Das Withings Aura Sleep System ist ein sicheres und sinnvolles Gerät, welches beim Einschlafen und Aufwachen hilft. Der Schlafsensor ist ideal und weckt einen in der richtigen Schlafphase. Anhand des Diagramms kann man seine Schlafdaten einsehen und vergleichen. Diese Funktion bietet von den oben genannten Lichtweckern lediglich der Withings Aura. Außerdem kann man sich bei diesem Lichtwecker von einem Webradio wie Spotify wecken lassen. Diese Funktionen sind der Grund für ein besonders positives Urteil bei diesem Modell. Lediglich der Preis sticht gegenüber der anderen Modelle heraus, der etwas teurer ist. Für die vielseitigen Funktionen und der Schlafanalyse ist der Preis aber mehr als angemessen.

Platz 2

Wem es aber nur um Licht und Radio geht, der sollte meines Erachtens zum Wake-up Light von Philips greifen. Dort hat man in einem Gerät ohne viel Schnulli, was man braucht. Die Naturtöne sind zwar etwas blechern, aber wer ohnehin gern mit Musik geweckt wird, der fährt mit dem Gerät besser. Auch die 9 Minuten-Snooze-Funktion, im Vergleich zu 5, finde ich sehr viel tauglicher. Zuletzt überzeugte mich dieses Gerät auch, weil es wissenschaftlich nachgewiesen wirkt. Es ist zudem preiswerter als das Withings Aura Sleep System.

Platz 3

Der Medisana Lichtwecker ist natürlich vom Preis her eine gute Alternative. Aber er ist in der Verarbeitung und Klangqualität sowie der Größe schon eher gewollt, als gelungen. Nichtsdestotrotz erfüllt er seinen Zweck. Wer weniger auf Qualität setzt, sondern nach geringeren Funktionen und Preis schaut, ist mit diesem Modell gut bedient.

 

Eine schöne Option: Lichttherapie ohne Weckfunktion – Philips Living Color Iris

Mit dem Living Color Iris bietet der Hersteller Philips eine LED-Tischleuchte an, deren Farbtemperatur sich durch eine Fernbedienung wechseln lässt. Der Vorteil ist, dass die Fernbedienung im Auslieferungszustand mit der LED-Lampe verbunden ist. Man muss keine weiteren Einstellungen tätigen. Knapp 16 Millionen Farben bietet die Living Color Iris an, von denen du zwei speichern kannst. Das Licht ist dimmbar und lässt sich ebenfalls per Fernbedienung einstellen. Zusätzlich gibt es einen automatischen Farbwechsel, der das gesamte Spektrum durchläuft. Die LED-Leuchte bringt aufgrund des Verbrauchs von 10 Watt eine Lebensdauer von 20.000 Stunden mit.

Vorteile:

  • LED Lampen sind einzeln per Fernbedienung ansprechbar
  • erzeugt schönes Licht in verschiedenen Varianten
  • funktioniert ohne Probleme mit der Hue-App

Nachteile:

  • keine Weckfunktion
  • eignet sich nicht als Leseleuchte
  • keine Anleitung

 

Lichtvolle Grüße,
Janett

Janett Menzel Angst Blog

Quellen:
www.meinschlaf.info/der-gesunde-schlaf/hormonhaushalt
www.lichtwecker-experte.de/funktion/wirkung-von-lichtweckern-wirksamkeitsstudien-zum-lichtwecker
www.informer-online.de/2016/03/schlaf
www.netdoktor.at/krankheit/schlafstoerungen-8022

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Nicht wie die anderen: Vom Mut, anders und eigen-ART-ig zu sein

Nicht wie die anderen: Vom Mut, anders und eigen-ART-ig zu sein

 

Wir sind es gewohnt, dass die Dinge, das Leben und was es ausmacht, auf eine bestimmte Weise geschehen sollen/müssen. Wie das auszusehen hat, lernen wir früh. Wer es dennoch anders macht, es wagt, das Leben anders und auf seine Weise zu leben und dabei übermäßig auffällt, wird eigenartig beäugt. Er gehört – eben wie das Wort es bereits sagt – nicht zu dieser, anerkannten, Art, sondern zu einer eigenen, fremden. Vermeintlich sei die Zugehörigkeit zum “Normalen” eine gute Sache. Doch eine der größten Erkenntnisse meiner Angst- und Panikzeit bestätigte mir das Gegenteil. Für manche gibt es dieses “normal” nicht. Für manche ist das Normale nicht besser und oftmals nicht einmal gut oder genug. Nicht wie andere zu sein, kann auch eine Erleichterung bedeuten und Pforten öffnen, die die Selbstverwirklichung in Gang setzen.

Ein Blogpost über den Mut, anders und beizeiten auch eigenartig zu sein.

 

Stäbchen, Stäbchen in der Hand: Wie geht normal in diesem Land?

etwas nicht können nicht genug und nicht gut sein“Echt witzig, dass du mit Stäbchen essen kannst, obwohl du sie völlig falsch hältst!” staunte einmal jemand, als ich mit ihm bei meinem Lieblingsvietnamesen in Berlin zum Abendessen saß. Ich fühlte mich ertappt. Für mich normal und mittlerweile routiniert, hatte ich seit über 15 Jahren in Asiarestaurants “falsch” gegessen, in der Hoffnung, niemand würde es bemerken. Trotz der “falschen” Haltung der Stäbchen gelang es mir erfolgreich, dass das Essen in meinem Mund landete, statt auf dem Tisch. Wie man richtig” mit Stäbchen isst, weiß ich aber bis heute nicht. Doch da ich nicht imstande war, auf diese bestimmte Art und Weise “normal” zu sein, lernte ich eben meine eigene Art, Stäbchen zu halten. So auch mit anderen Lebenslektionen.

Als meine Mutter versuchte, mir als Kind beizubringen, wie ich Schuhe zuschnüre, verstand ich nicht, wie das mit einmaligem Herumbinden der Schnürsenkel funktionieren sollte. Ich band sie also zweimal herum, bis heute. Wieder falsch gemacht, aber auch diese eigene Art habe ich mittlerweile perfektioniert. Erst nachdem ich sie Jahrzehnte falsch gebunden hatte, eignete ich mir die richtige Bindeart an. Meine Eigenartigkeit, Dinge auf eine bestimmte Art und Weise zu tun, erlaubte mir, sie gegebenenfalls auch “richtig normal” zu machen – wenn ich es wollte. Witzigerweise war meine frühere Bestrebung, nicht aufzufallen, wenn und weil ich etwas nicht wie andere konnte, nie gleichbedeutend mit unfähig. Sie versteckte auch nie meine Unfähigkeit, Dinge normal zu machen. Meine Erfahrungen standen im Gegensatz zum bekannten Sprichwort: “Lerne erst die Regeln und dann brich sie.” Ich machte es einfach nur anders als andere, während andere sahen, dass es auch anders ging – und das offensichtlich und sehr gut.

 

Was ist “normal”, “richtig” und “gut” und wer zum Teufel hat’s festgelegt?

regeln lernen und menschen erziehen glaubensmuster auf das leben vorbereiten

Viele der Menschen, die ich seit Bestehen des Blogs kennenlernen durfte, ob mit oder ohne Angst, sind anders, fühlen sich seit ihrer Kindheit/Jugend vermeintlich falsch und versuchen, sich und ihre eigene Art, mit dem Leben umzugehen, zu verstecken. Aus dem “Falschen” wurde oft ein Gewirre an Glaubensmustern wie “Ich bin nicht richtig. Wenn ich nicht richtig bin, bin ich falsch. Wenn ich falsch bin, bin ich nicht gut. Bin ich nicht gut, bin ich schlecht. Und schlecht zu sein, heißt, nicht geliebt zu werden.” So begaben sie sich auf eine Reise ins “Besser-werden-Land”, in dem man sich an anderen abschauen und lernen konnte, wie das Leben “richtig” funktioniert.

Wir haben uns in ein Leben leiten lassen, anhand dem, was andere Personen sagten, die selbst nur von Anderen gelernt haben. Was sie gelernt haben, muss nicht einmal richtig sein – erst recht nicht unserem Rechtsempfinden entsprechen. Wir haben alle eigene Werte und Ideale, Persönlichkeiten, so verschüttet sie auch sein mögen. Das sollte schon wertgeschätzt werden. Doch Menschen, die uns erziehen und meinen zu wissen, was gut für uns sei, können sich auch irren. Nehmen wir zum Beispiel Eltern oder Freunde: Sie meinen es nicht schlecht und wollen uns nicht verletzen, wenn sie uns ihre Meinung sagen oder beschützen wollen. Je nach Härtegrad aber ignorieren viele, dass andere eben anders sind oder anders aufwuchsen oder anders empfinden. Nur in offenen Gesprächen könnte es gelingen, dass man beide Meinungen unterbreiten kann und so für Verständnis sorgt. Aber dazu muss schon eine Bereitschaft bestehen, die ziemlich häufig fehlt. Dafür gilt zu sehr ein Kodex, der sich seit Generationen “durchzieht” und uns Menschen lenkt. Eigene Bedürfnisse dürfen so gut wie gar nicht mehr sein. Erfolg wird (still oder laut) beneidet und durch Vergleiche, in denen der Wertende schlecht abschneidet, mit offener Ablehnung und Verachtung gestraft. All das nur, weil der Gegenüber es sich selbst wünscht und es dem Erfolghabenden nicht gönnt. Heute will einfach jeder der Beste sein und leidet nach meinem Empfinden unter den eigenen Bedürfnissen, die unbefriedigt blieben. Das wiederum erzeugt Traurigkeit, Wut, Frustration, Angst und führt letzten Endes zur Ellenbogengesellschaft, wie sie existiert, samt Mobbing, Untreue, Persönlichkeitsstörungen und mehr.

 

Angst vor dir selbst? Über die Angst, nicht nur anders, sondern sogar besser zu sein

Unter meinen LeserInnen, in vielen Fällen Menschen mit Angst, Panik, Depressionen oder Selbstzweifel und Sorgen/Stress, lernte ich einige kennen, die sich nicht trauten, besser zu sein, weil sogar dieses “Besser” ihnen das Gefühl gab, dass sie anders und damit nicht genug wären. Dabei hatten sie große Talente, die sie dennoch lieber unter den Scheffel stellten, um nicht aufzufallen und bei niemandem anzuecken. Menschen wie wir haben es nicht so mit Kritik. Das muss gelernt werden und täglich geübt. Denn anders zu sein wird von uns (als Ergebnis anderer) negativ interpretiert. Dann wären wir weniger für andere da und würden eventuell deren Bedürfnissen weniger Beachtung schenken. Wir hätten mehr erreicht oder etwas, was sie nicht erreicht haben. Sie würden sich schlecht fühlen und traurig werden. Aus Angst davor, andere zu verletzen, halten sich Menschen mit Angst und Panik deshalb absichtlich klein und scheren nicht aus. Sie ignorieren eher ihre Talente. Diese Ereigniskette und ihre eventuellen Konsequenzen macht vielen – verständlicherweise – bis heute eine Heidenangst. Wenn sie sich anpassen müssen/sollen oder aber mehr von ihnen verlangt wird, sie zeigen sollen, was sie drauf haben, geschieht es dennoch nicht selten, dass sich eine Panikattacke ankündigt. Als würde der Sensor im Inneren, die Seele oder das Herz, der Geist oder das höhere Ich wie ein schlafender Hund aufschrecken und bellen.

Ich drifte kurz in diese Richtung für alle meine LeserInnen, die unter Angst- und Panikattacken leiden:

 

Dein Körper weiß sehr viel besser, was du unterbewusst festgelegt hast – und unterstützt dich

dein körper folgt deinen glaubensmustern bei angst und panikDein Körper verweist dich auf die richtige Antwort, wenn es um die Frage geht: “Was ist normal, gut und richtig?” In den meisten Fällen verspüren wir entweder ein dumpfes Bauchgefühl, die Stimme unserer Intuition, oder unser Körper reagiert ganz eigens mit Angst, Panik oder anderen Symptomen wie Bauchgluckern, Verkrampfungen der Muskulatur, Holzstolpern, feuchte Hände usw. Da sich unser Körper dem fügt, was wir unterbewusst festgesetzt haben, handelt er entsprechend unterstützend.

Wenn du es für sicherer hältst, aus bestimmten Gründen Zuhause zu bleiben, weil du dort arbeitest oder so stets in der Nähe eines Elternteils, Partners oder Kindes sein kannst, geschieht es oft, dass dich dein Körper unterstützt und so “Anflüge” von Ausbrüchen und Trennungen verhindert. Die würden dein Leben instabil machen oder bei dir für ein bestimmtes Gefühl sorgen, was in deinem Unterbewusstsein als “falsch” eingestuft wurde. Irgendwann in deinem Leben entwickelten sich für alle möglichen Bereiche diese Landkarten, die als Glaubenssätze benannt werden. Aber es sind streng genommen weit mehr als nur Sätze, die unseren Glauben widerspiegeln. Sie sind Landkarten aller möglichen Konsequenzen, die eintreten könnten/würden, wenn du X tätest. So macht es dir dein Körper leichter und unterbreitet dir die Möglichkeit, nicht länger zweifeln zu müssen, sondern dich zu fügen.

Ich zum Beispiel bekam immer dann Angst und Panik, wenn ich freundlich sein musste, obwohl ich meinen Gegenüber unsympathisch fand oder einfach nicht mit ihm warm wurde, wenn ich an Orten oder zu Events war, bei denen ich nicht sein wollte, aber zu denen ich mich hatte überreden lassen, um jemanden nicht abweisen zu müssen. Mein Körper reagierte auch, wenn ich mit den Bedürfnissen anderer konfrontiert war, die meinem Weltbild nicht entsprachen. Entweder ich wurde krank oder bekam Angst und Panik. Wenn ich überarbeitet war, aber versuchte, noch durchzuhalten, geschah dasselbe. Der Stress, den Menschen auslösen, was heute als sozialer Stress anerkannt wird, ist immens und absolut unterschätzt in der Ursachenforschung bezüglich Angst und Panik. Unsere Rollen, die wir glauben spielen zu müssen, um nicht unbequem zu werden, aufzufallen, im Extrem ausgegrenzt zu werden oder um etwas, was uns am Herzen liegt, bewahren zu können, bringt uns näher an Angst und Panik heran und sehr, sehr weit weg von Authentizität und Mut, anders und eigenartig zu sein.

 

Wie du authentisch anders und eigenartig leben kannst

mut authentisch anders eigenartig eigensinnig zu seinUnweigerlich gehört zu einem authentischen Leben vor allem Willenskraft und der unbedingte Glaube an sich selbst. Dass du alles durchstehen würdest, womit dich dein Leben konfrontiert, zum Beispiel, oder dass du Anhänger fändest, eben WEIL du anders und eigenartig bist. Als ich gezwungen war (in meiner Angst- und Panikzeit), mich dem hingeben zu müssen, was und wer ich WIRKLICH war, verlor ich Menschen, von denen ich nie geglaubt hatte, dass ausgerechnet sie sich abwenden würden. Interessanterweise aber waren es genau die Personen, bei denen ich Rollen zu spielen hatte. Dafür gewann ich Menschen, bei denen ich nicht im Leben gedacht hätte, Eindruck zu machen. Meine Unbequemlichkeit zum damaligen Zeitpunkt zeigte ihnen, dass ich Werte hatte, die im Einklang mit ihren Zielen standen und dass ich bereit war, auf Teufel komm heraus, für diese einzustehen – und nach mir die Sintflut. Alles in allem war es eine sehr turbulente Zeit, aber sie zeigte mir einmal mehr, dass es sich lohnte, keine “Krankheit” zu brauchen, um sich vor Situationen und Menschen zu schützen – oder vor sich selbst.

Die Angst vor sich und seiner natürlichen Gewalt ist im Übrigen eine der größten Herausforderungen, die ich seither erlebe – nicht nur bei mir, sondern bei allen meinen LeserInnen. Instinktiv – nicht intuitiv – fahren sie immer wieder aus ihrer Haut und damit aus ihren wohl einstudierten Rollen, aber sie fallen genauso schnell wieder in das alte Schema zurück. Als würden sie die ersten Gehversuche machen und sich erproben. Ohne sich sofortig schlagartig ändern zu müssen, tasten sie sich langsam vor und machen es hier und da anders als sonst. Bewusst und gezielt schauen sie an den Reaktionen der verschiedenen Menschen, bei wem sie Rückhalt erwarten dürfen und bei wem nicht. Man kann verschiedene Verhaltensweisen ausprobieren, wenn die erste weniger erfolgreich war, um eine zu finden, die mehr Erfolg verspricht. Im Endeffekt bleibt einem aber wenig übrig, als diese Versuche anzugehen. Im eigenen Tempo wohlgemerkt.

Besonders erfolgversprechend fand ich, sich mit Menschen zu vernetzen, die auf dergleichen Wellenlänge sind wie man selbst. In den heutigen Zeiten, in denen es für alles ein Internet-Forum oder eine Facebook-, LinkedIn- oder Xing-Gruppe gibt, ist das wahnsinnig leicht. Man muss nicht einmal in der Nähe des eigenen Wohnortes fündig werden. Allein der Rückhalt durch die Erkenntnis, dass man nicht allein ist mit seinen Bedürfnissen oder Empfindungen, ist unbezahlbar. Es gibt einem das Gefühl, dass es richtig, gut und normal sein kann, so zu sein, wie man ist. Im Alltag aber ist man umgeben von Menschen, denen man sich angepasst hat, während man sein wahres Ich verheimlicht, um nicht für Aufruhr zu sorgen. Es fällt nur schwer, DU zu sein, weil es bislang keine Plattform mit Menschen gab, die nicken und sagen: “Verstehe dich völlig. Geht mir genauso.” oder “Super. Weiter so!” So etwas braucht man aber, wenn man versucht, sich seinem wahren Selbst anzunähern.

Ich beispielsweise habe es mir angewöhnt, nicht im deutschen Sprachraum, sondern im englischen, nach solchen Foren und Netzwerken zu schauen. Bei den Amis ist es irgendwie normaler, nicht normal zu sein. Selbst als ausstudierte Amerikanistin kann ich bis heute keinen Grund dafür benennen. Aber man wird herzlich willkommen geheißen, während man hier in Deutschland komisch beäugt wird. Wir Deutschen sind einfach sehr kritisch. Ich bin zum Beispiel in allen großen Facebook-Gruppen für Empathen, in Übungsgruppen für Spiritualität und mehr. Dort fühle ich mich wohl und verstanden, gesehen und ich weiß durch die vielen Posts anderer, dass ich bei einer Frage oder einer Unsicherheit nur etwas posten muss, zum Beispiel: Was andere in Fällen von XY machen, um sich besser zu fühlen. Man bekommt so viel Unterstützung und Geborgenheit geschenkt, die ich im normalen Leben und Alltag hier in Berlin nur bedingt habe.

Was tust du, um authentisch und wohlig anders zu leben? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Alles Liebe bis dahin,
Janett

Janett Menzel Angst Blog