Ausgeglichenheit & Balance: Was heute für mich Gleichgewicht bedeutet

Ausgeglichenheit & Balance: Was heute für mich Gleichgewicht bedeutet

 

Gleichgewicht hat heute viele Namen: Balance, Ausgeglichenheit, die goldene Mitte oder überhaupt eine Mitte, kein Oben und kein Unten. Nur ein Gewicht auf beiden Seiten, das die Waagschale in einer Waagerechten hält. Früher wollte ich – wie so viele – von allem Guten möglichst viel. Ich liebte viel gutes Essen, viele gute Stunden mit meinen engsten Bezugspersonen, viel Stille, viel Spaß, viel Anerkennung, viel Freizeit, viele interessante Gebiete, in denen ich mich beruflich und persönlich austoben konnte, und vieles mehr. Heute sehe ich einiges anders. Heute glaube ich zu verstehen, was dieses Sprichwort meint:

Nichts ist so gut, dass man es immer tun sollte. Nichts ist so schlecht, dass man es nie tun sollte.

 

Licht und Schatten im Gleichgewicht: Wieso “zu viel” des Guten doch nicht so gut ist

yin yang schattenseitenIch beschäftige mich seit geraumer Zeit mit Schattenarbeit. Ich wollte wissen, was es da noch gibt, außer das Gute, dem wir hinterherjagen, dem, was uns anzieht. Ich persönlich möchte nicht mehr aus allen Wolken fliegen und mit meinem Hintern auf dem Boden ankommen, nur weil ich dem Irrglauben erlag, dass das Erreichen von Zielen und Verwirklichen von Träumen das Nonplusultra wäre. Ich will keine Trennungen mehr erleben, nur weil ich in meinen Partner etwas hineinprojiziert habe, weil ich ihm das Menschsein angeträumt habe. Ich möchte nicht mehr alles hinschmeißen und aufgeben, nur weil sich kleinere Hürden zeigen. Auf der anderen Seite möchte ich nicht mehr nur alles Schlimme, was mir widerfuhr, als partout schlecht abtun. Mir ist es heute wichtiger, mit dem Schlechten am Guten umgehen zu können, statt enttäuscht zu sein, wenn etwas geschieht, womit ich nicht gerechnet hatte.

Vor allem aber gebe ich mir Mühe, zu verstehen, dass ich nur ein Mensch bin – der eben auch seine Schattenseiten hat und ein Leben lebt, was nicht immer gut sein kann – und auch nicht sollte. Polarität eben. Ich investiere sehr viel Zeit darin, zu beobachten, was ich plötzlich nicht mehr will, weshalb sich Änderungswünsche und Resignation in vormals so tollen Situationen ergeben und woher diese überhaupt kommt. Kurz gesagt: Ich suche und versuche mich in der Akzeptanz von Schwarz neben Weiß, Yin neben Yang, Böse neben Gut und Minus neben Plus.

Doch in Bezug zu allem, was ich hier auf IhaA je thematisierte, steckt der Glaube, dass alles gut ist, so wie es ist und alles Schlechte (ja, besonders die Angst) ein ungeheuer großes Potenzial in sich birgt. Doch wie auch beim Wort ANGST, ist es leichter und wünschenswerter, das Negative loszuwerden und so zu tun, als wäre alles prima. Wie schön es doch gewesen wäre, damals in meiner Agoraphobie mit Panikstörung, einfach über die aus dem Gleichgewicht geratenen Ängste hinwegzusehen und weiterzumachen. Doch heute weiß ich, dass auch Angst ihre guten Seiten hat. Heute erlebe ich täglich, dass selbst die als unerschütterlich gedachten Beziehungen und Glaubensmuster, Ideen und Pläne von Null auf Jetzt ins Negative kippen können. Der Gedanke daran macht mir keine Angst mehr – keine Angst mehr vor dem Ungewissen, keine Angst mehr vor Verlust oder Trennung, vor Veränderung oder dem Gegenteil von dem, was ich für lebenswert halte.

Wie das kam? Eben weil ich wieder lernte, das Negative zu sehen und in jede Situation mit der Gewissheit zu gehen, dass auch sie Tiefen birgt, die (noch) verborgen sind. Eine der größten Erkenntnisse meiner Angstzeit: Nichts ist immer nur gut. Idealerweise ist es ausgewogen. Idealerweise bin ich im Gleichgewicht, kenne meine guten und negativen Seiten, meine Fähigkeiten und noch nicht ausgeprägten Fähigkeiten, weiß, was ich kann und was nicht, was ich möchte und was nicht.

So birgt jedes Glück das Potenzial eines Unglücks und jede Liebe den potenziellen Schmerz, jedes Licht kommt mit Schatten und jeder Job, jede Verbindung, jedes Hoch kann irgendwann ein Tief erleben. Das ist der stete Wandel, von dem alle sprechen – der, der unvermeidbar ist. Heute verstehe ich das. Heute kann ich das mit einem Lächeln akzeptieren.

Heute weiß ich, dass dieser Wandel, die stete Veränderung, auch aus dem vermeintlich Schlechten etwas Gutes zaubern kann – dass dahinter ein Geschenk liegt, was man noch nicht sehen kann. Allein dass ich mehrmals Panikstörungen hatte, führte dazu, dass dieser Blog hier existiert – ein sehr großes Geschenk für mich und viele LeserInnen. Es ist heute das Fundament meiner Selbstständigkeit und mehrerer Bücher, die ich deswegen veröffentlichen konnte. All das nur wegen Panikstörungen, die mich haben völlig verzweifeln lassen. Auch ich dachte, ich würde sie nie loswerden, dass sich nichts Gutes aus so einem Schmerz erschaffen ließe.

 

Wie wir Ausgeglichenheit erreichen können

Ausgeglichenheit Gleichgewicht Balance Nicht alles was schlecht aussieht ist schlecht es hat auch gute SeitenAusgeglichenheit und ein Leben im Gleichgewicht sollte nicht erst angestrebt werden, wenn es im Mangel ist, wenn plötzlich akuter Stress und seine Symptome da sind. Man braucht nicht bis zum Stress und Leid zu warten, um sich an ein fehlendes Gleichgewicht (in sich oder im Außen) erinnern zu dürfen. Wenn es fehlt, muss es wiederhergestellt werden, sonst erledigt es die Natur von allein, bringt anfangs Kopfschmerzen, später Verspannungen, grippale Infekte, Migräne, Verdauungsstörungen bis hin zu Symptomen mit Krankheitswert. Das ist die unbequeme Wahrheit, die man sehen, als solche erkennen und annehmen muss, um den Schritt raus aus Situationen zu gehen. Der Körper und die Seele mag gewaltige (Abwehr)Kräfte haben, aber irgendwann sind diese aufgebracht.

Viele glauben auch, Gleichgewicht hieße ständige Harmonie, müsse erzwungen werden oder könne nur durch Anpassung erreicht werden. Wir alle möchten gern die Regeln machen, die Kontrolle über unser Leben haben, es in unsere gewünschten Bahnen lenken – ohne, dass uns irgendjemand oder irgendwas ein Bein stellt. Du sicher auch, oder? Man vergisst diesen Wunsch nach Macht über sein eigenes Leben (und natürlich auch die Menschen darin) gern. Es gehört sich nicht, narzisstisch zu sein und es sieht meist unschön aus, wenn man einmal nur an sich denkt. Viele bedenken einen dann mit Egozentrik oder Egoismus. Doch jeder Mensch auf dieser Welt hat seit Kindestagen diesen einen Wunsch: Aufmerksamkeit und Anerkennung zu erhalten sowie mit Liebe behandelt zu werden. Trotz aller Fehler, trotz aller Mängel, einfach nur dafür, dass man so ist wie man ist. Doch da es vielen Kindern abtrainiert wird und viele lernen müssen, sich zu verstellen, um Liebe zu bekommen oder wenigstens Teil zu sein, lernen sie gleich mit, ihre Bedürfnisse zu verbergen und still darüber zu trauern, dass sie nicht gesehen werden.

Je mehr man anderen im Erwachsenenalter den Hintern küsst oder wenigstens so tut, als hätte man Spaß daran, im Schatten anderer zu stehen, umso mehr verheimlicht man seine Bedürfnisse und Ziele. Man hat sein Umfeld so daran gewöhnt, dass man das ist, was es sehen will, dass die Menschen tatsächlich aus den Wolken fallen würden, wenn man sich von heute auf jetzt änderte. Doch Gleichgewicht und Ausgeglichenheit bedeutet auf beiden Seiten (auf deiner und der deines Umfelds) eine ausgeglichene Waagschale.

Aber um Gleichgewicht zu erreichen, müssen sowohl die guten als auch negativen Seiten ausbalanciert sein: Das heißt, dass Harmonie auch Disharmonie braucht, Fleiß auch Faulheit, Trubel auch Entspannung, Lautstärke auch Stille, Sitzen auch Stehen und Bewegung usw. Im Yoga würde man jetzt sagen, dass man nach Vorbeugen Rückbeugen machen soll. Im Sport würde man sagen, dass das Trainieren der Bauchmuskeln auch das Trainieren der Rückenmuskeln bedarf, sowie das Herz und der Blutdruck voneinander abhängen. So wie der Tag die Nacht braucht.

 

Unseren Schatten abspalten für zu Ungleichgewicht und Unausgeglichenheit

Polaritäten Gleichgewicht des LebensIst die eine Seite zu weit oben und du zu weit unten oder der eine stärker mit mehr Rechten, gibt es von dem einen zu viel und vom anderen zu wenig, dann sprechen wir von Ungleichgewicht und Unausgeglichenheit. Das geschieht in Beziehungen, Freundschaften, Familie, im Job, im Urlaub, im Alltag bis hin zu Sport, Ernährung, Sexualität, Geld usw. Aber man kann es nicht immer ad hoc ändern. Doch was man ändern kann, ist seine eigene Einstellung zu dem Schlechten, das immer Teil von allem ist.

Wenn jemand Beziehungsangst hat oder Angst vor Trennungen, Angst vor Verlust oder allein zu sein/bleiben, dann spricht hieraus genau dieselbe Ablehnung des Schlechten wie auch aus Menschen, die sich immer so präsentieren, als wäre alles wunderbar und als täte nichts weh. Natürlich ist man selbst der/die Beste, würde nichts verkehrt machen, wäre am Ziel angekommen und blablablubb. Doch hinter der Saubermann- und Gutsmensch-Fassade lauert eine Gefahr, die man in der Psychologie Schatten nennt. Je mehr wir vom Schlechten an uns abspalten, uns verwehren, verheimlichen, nicht eingestehen, desto mehr bilden wir diesen besagten Schatten aus. Und es kommt der Zeitpunkt, an dem uns unserer Körper und unser Geist diesen Schatten um die Ohren haut.

Je mehr ich früher so tat, als würde ich mit allem zurechtkommen, desto mehr Panikattacken hatte ich. Je mehr ich vorgab, dass ich xyz unglaublich fantastisch fand und ein Glück, dass ich ihn getroffen hatte, desto mehr Angst und innere Abwehr entwickelte sich. Je mehr ich vorgab, etwas zu sein, was ich nicht war, je mehr ich so tat, als gäbe es keine Probleme, als hätte ich keine Bedürfnisse oder Werte oder Ziele, als würde mich nur das interessieren, was meinen Gegenüber, Kollegen oder vermeintliche Freunde anging, desto mehr erlebte ich Panik.

Desto mehr verlor ich mich.

Ich wurde von meiner Angst gezwungen, mir einzugestehen, dass es mich gibt, dass ich etwas in meinem Inneren hatte, das genauso lebenswert und liebenswert war und dass ich genauso große Ziele und Bedürfnisse hatte. Genauso viel wusste (oder mehr), genauso viel Anerkennung für meine Arbeit brauchte, genauso viel Stolz empfinden wollte, wenn ich in meinen Augen etwas sehr gut gemacht hatte, genauso viel Unterstützung und Rat brauchte, wenn ich einmal nicht weiterwusste. Mir wurde zudem bewusst, dass es vieles gibt, was ich nicht konnte, wo meine Grenzen lagen und was ich nie können würde. Diese Liste könnte ich endlos fortsetzen.

 

Schritt 1 auf dem Weg zu Gleichgewicht und Ausgeglichenheit: Sag, dass du zu dir stehst!

zu sich selbst stehen als gleichgewicht des lebens für mehr ausgeglichenheitEs ist zwingend und dringend, dass sich jeder aufrichtet und daran erinnert, wie fähig und wertvoll er ist. Lerne damit umzugehen, dass du JEMAND WERTVOLLES bist. Lies auch gern meinen vorherigen Blogpost zum Thema Schattenseiten und Respekt vor sich selbst. Die Erkenntnisse sind manchmal gar nicht so leicht, die ganze Wut und Traurigkeit aus dem Kopf zu werfen und die Gedanken zum Schweigen zu bringen. Mein damaliges Motto (gelernt von meiner Therapeutin) war deshalb: Lerne zu sehen und zu lieben, dass nichts und niemand auf dieser Welt je perfekt sein wird. Nicht einmal du selbst. Begib dich in deine eigenen Abgründe und sieh dir erst dann die Abgründe anderer Menschen und Situationen an. Trotz Angst. Aber beginne bei deinen eigenen. 

Mir half es, (und ja, ich hatte Panikattacken, die so heftig waren, dass ich bis heute keine Worte dafür finde), aber es half. Es half zu sehen, wie weit ich mich vergaß. Ich bin nicht mehr böse über die Erfahrung. Ich habe die Lektion gut verstanden: Ein gesundes Maß an Du und Ich, an Viel und Wenig, an Kalt und Heiß, an Drinnen und Draußen ist essentiell. Auch, wenn andere darunter leiden könnten.

Menschen, die intensivste Angst kennen, sind unglaublich wertvoll für unsere Gesellschaft. Sie wissen, was es bedeutet, aus seinem eigenen Körper fliehen zu wollen, wenn sie Gleichgewicht im Geben und Nehmen und Wollen und Bekommen außer Acht lassen, ihre Entität (also sie als Wesen, das existiert) vergessen, weil ignorieren (wollen/sollen). Sie kennen die Missstände im Inneren und werden sich immer daran erinnern können, wie schwer es ist und war, wenn man keine Kontrolle mehr über seinen Körper und Geist hat. Sie werden es nie vergessen und werden sehr wahrscheinlich jeden, der gerade denselben Weg weg von sich geht, ermahnen, es zu lassen. Menschen, die Angst erlebt haben, sind wertvolle Wegbegleiter und Gefährten und kennen die wahre, dunkle Tiefe der menschlichen Gefühle. Die Seite, die die meisten Menschen da draußen so gern wegreden und ignorieren.

Sie wissen einfach, dass Flucht und Kampf aufgrund vermeintlicher Gefahren immer eine Reise zurück zum Eigenen ist, da wo wir leben, da wo wir verdrängen und so tun, als könne sich jeder seiner Verantwortung gegenüber sich selbst entziehen. Menschen wie du und ich haben eben eine Lektion erhalten, auf die wir sicher gern verzichtet hätten, aber die wir brauchten, um wieder zurück zu uns zu finden.

Liebe Grüße,
Janett

Janett Menzel Angst Blog

 

 

Work-Life-Balance: Wie ein Gleichgewicht zwischen Beruf & Leben gelingt

Work-Life-Balance: Wie ein Gleichgewicht zwischen Beruf & Leben gelingt

 

Work-Life-Balance kommt aus dem Englischen und heißt wörtlich übersetzt Arbeit-Leben-Gleichgewicht. Gemeint ist, wie man ein erfülltes Leben mit einer guten Position im Beruf in Einklang bringen kann – oder wie es im Duden definiert wird: ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen beruflichen Anforderungen und privaten Bedürfnissen herstellen. Doch wie kann diese Balance gelingen und was braucht es, um auch langfristig zu wirken?

Die Weinheimer Therapeutin Terry Ann Larsen erklärt, welche Schritte dafür nötig sind und was du kannst, wenn du bereits starke Stresssymptome hast.

 

Was für eine Work-Life-Balance nötig ist

Das im deutschem Sprachgebrauch verwendete Schlagwort Vereinbarkeit von Beruf und Familie umfasst nicht die ganze Komplexität der Work-Life-Balance. Zur Work-Life Balance gehören weitergreifende Komponenten wie z.B. Gesundheit, soziale Aktivitäten/Freunde, Zeit für sich, das Leben genießen (können), Bewegung/Sport, Entspannung/Ruhe usw.

Das in die Tat umzusetzen kann mitunter schwierig sein. Die individuellen Verhältnisse müssen berücksichtigt werden:

  • Wie geht es dem Arbeitnehmer gesundheitlich?
  • Welche zeitlichen Ressourcen gibt es?
  • Wie groß ist die Familie?
  • Wie viel Unterstützung bekommt man von ihr?
  • Ist sie eventuell belastend? Was kann man tun, um dennoch Unterstützung von ihr zu erzielen?
  • Hat der Betroffene gemeinsame Hobbys mit Familienmitgliedern und/oder Freunden?
  • Wie ist es im Allgemeinen um die freundschaftlichen Kontakte bestellt?
  • Was kann der Betroffene an seinem Arbeitsplatz positiv für sich verändern?

Für jeden Einzelfall ergeben sich verschiedene Fragestellungen, deren Auswertung in der Work-Life-Balance berücksichtigt werden müssen.

 

Tipps, wie du eine gute Work-Life-Balance schaffen kannst

so funktioniert work-life-balanceDie folgenden Fragen sollte sich jeder Arbeitnehmer stellen, wenn er sich abgespannt, übermüdet, energielos und überfordert fühlt, an Schlaflosigkeit leidet und/oder keine Freude mehr an Aktivitäten hat, die ihm früher Spaß bereitet haben:

  1. Könnte ich mir in der Arbeitszeit Pausen einrichten, um mich zu entspannen, z. B. spazieren gehen, um wieder Energie zu tanken? Könnte ich zum Abschalten Entspannungsübungen machen oder Powernapping?
  2. Könnte ich nach Feierabend oder im Urlaub mein Diensthandy abschalten, um nicht in Versuchung zu kommen, dienstliche E-Mails, SMS oder Telefonate entgegenzunehmen?
  3. Könnte ich zu meiner Entlastung meine Familie und einen guten Freund ins Vertrauen ziehen und mich über meinen beruflichen Stress aussprechen? Oft erleichtert es, wenn man sich aussprechen kann. Zusätzlich erhält man gute Tipps, wie man sich in der Situation am besten verhält. Und außerdem hat man so Vertraute, die einen an den Vorsatz, weniger zu arbeiten, erinnern werden.
  4. Könnte ich meinen Vorgesetzten ansprechen, um gemeinsam eine Lösung zur Entlastung im Berufsalltag zu finden?
  5. Könnte ich Aufgaben delegieren?
  6. Könnte ich meinen Aufgabenbereich besser strukturieren? Könnte ich andere Prioritäten setzen?
  7. Könnte ich die Meetings so terminieren, dass zwischen zwei Terminen so viel Zeitraum ist, dass ich nicht unter Druck wegen des Folgetermins gerate?
  8. Könnte ich Multitasking vermeiden und viel effizienter arbeiten, wenn ich mich nur auf eine Tätigkeit konzentriere und die Arbeiten nacheinander verrichte?
  9. Könnte ich Urlaub nehmen, um Aktivitäten zu unternehmen, die ich gerne mache, um Energie zu tanken?
  10. Könnte ich mit meinem Arbeitgeber vereinbaren, dass ich im Urlaub nicht erreichbar bin, egal ob ich verreise oder meinen Urlaub zu Hause verbringe?
  11. Könnte ich mich in meiner Freizeit auf die Unternehmungen konzentrieren, mit denen ich mich gerade beschäftige und keinen Gedanken an die Arbeit verschwenden, da ich mich dann viel besser erholen kann?
  12. Könnte ich einen Kurs zum Entspannen belegen, um meine dadurch zurückgewonnenen Kräfte wieder optimal einsetzen und nutzen zu können?

Diese Tipps können step by step umgesetzt werden, damit das Entstressen nicht noch zusätzlich Stress verursacht.

 

Wie kann man eine Work-Life-Balance schaffen, wenn man schon zu weit in den Strudel geraten ist?

In diesem Fall ist eine Pause von der Arbeit angesagt, da es sich jetzt nicht mehr um eine Präventivmaßnahme handelt.

Ein Kurs für autogenes Training, Meditation, Yoga oder progressive Muskelentspannung nach Jacobsen können helfen, die innere Ruhe wiederzufinden. Manche Menschen können sich ihren Frust oder Stress von der Seele schreiben, andere entspannen sich beim Sport. Malen und weitere künstlerischen Tätigkeiten können beruhigend wirken, genauso wie Musik und Licht.

Falls auch du an dem Punkt angelangt bist, dass du keine Eigeninitiative mehr ergreifen kannst, ist es sinnvoll, dich an eine(n) Fachfrau(mann) zu wenden, die (der) sich professionell mit Work-Life-Balance auskennt und weiterhelfen kann.

 

Die wichtigsten Gründe für Burnout, Angst und Panikattacken

Die wichtigsten Gründe für Burnout, Angst und Panikattacken

 

Es wird oft von Stress gesprochen, wenn wir uns auf die Suche nach Auslösern für Angst, Burnout und Panikattacken machen. Doch woher dieser Stress rührt, meint die eine wahre Ursache, die zu innerer Hektik, Getriebensein und Enge führt, bleibt oft unbeachtet. Da ich mich ja selbst mit diesen Themen auseinandersetzen musste, möchte ich im Folgenden gern die wichtigsten Ursachen verdeutlichen.

Sie sind greifbar und erlauben dir, dich einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

 

Die wichtigsten Gründe/Auslöser für Burnout, Angst & Panikattacken

Zu viel drinnen – zu wenig draußen

zu viel drinnen sein nicht draußen sein panikattacken anschluss verlieren isolation angstWir sitzen ja alle viel zu viel und überhaupt sei Sitzen das neue Rauchen. Dennoch verbirgt sich hinter dem Sitzen vor allem eine Gefahr, die ich verheerender finde: Das mehr in den Räumen sein als im Kontakt mit der Natur, an der Frischluft, dem Leben da draußen, dem Teilhaben am Anderen, Kontakt zu Menschen. Dadurch sperren wir uns ein, es nährt Enge in der Brust, es nährt Einsamkeit und das Gefühl, getrennt zu sein, ausgeschlossen und unbeachtet, unwichtig und ohne nährende Kontakte. Es ist einer der wichtigsten Auslöser für Agoraphobie und Panikattacken (wie auch das gegenteilige Extrem, nämlich kein wirkliches, gefühltes “Zuhause” zu haben, keinen Halt in einem geschützten Raum zu haben oder zu spüren). Wir alle brauchen sichere Rückzugsorte, die bestenfalls lärmfrei, giftfrei und ohne emotionale Störquellen beschaffen sind. Wer in seinen Räumen (und auch als Symbol seines Inneren) keine Sicherheit spürt, “nur noch weg will”, der hat seine Grundlage für Panikattacken – bis hin zu Depressionen, in denen man –  metaphorisch gesprochen – am besten gar nichts mehr spürt, weil man sonst nur Leere oder tiefe Trauer fände, handeln müsste, ausbrechen müsste.

Im umgekehrten Fall ist das Außen, draußen sein, mit sich und der Welt, den Geräuschen, ein Ausgleich, der nötig wird, wenn man das Außen zu lange vernachlässigt hat. Agoraphobie, soziale Ängste, Panikattacken und Burnout zum Beispiel werden nicht besser, wenn man drinnen und mit sich allein bleibt. Im Gegenteil: Es ist das neue Lernen des Außen und des Umgangs damit, die Konfrontation und Gewöhnung, ein neues Vertrauen zu lernen, das die Symptome bessert.

 

Deine Aufmerksamkeit ist fehlgeleitet und führt daher zu einem Ungleichgewicht

Deine Energie richtet sich auf andere, zu sehr auf andere. Die Aufmerksamkeit, die du deinen Lieben, Mitmenschen, Kollegen und Freunden schenkst ist im Verhältnis zu der, die du dir schenkst, aus dem Gleichgewicht geraten. Auch ist es möglich, dass du zu sehr den Fokus auf das Leben der Anderen richtest, ihren Situationen und Herausforderungen, Bedürfnisse und Ängste. Du möchtest sie zufriedenstellen, sie beruhigen, da sein, es ihnen rechtmachen, für Harmonie sorgen oder was auch immer deine Motivation ist. Doch der Preis dafür ist – je verstärkter du das machst – irgendwann zu hoch. Damit geht der Blick auf dich und dein Leben, deine Gefühle und Bedürfnisse zwangsweise verloren. Je mehr du dich in deinem Leben von dir entfernst, desto mehr wird das Überlebenssystem in dir anspringen, auf AN stehen bleiben, rebellieren und dich durch Angst und Panikattacken warnen – im Notfall sogar in eine Starre bringen (Angststörung, Panikstörung, Depression, Burnout), damit du mit anderen kaum mehr Kontakt haben kannst (darfst) und dich nur noch dir widmen kannst.

 

Zu viel Input, zu wenig Output

zu viel input zu wenig output reize außen panikattacken angstGegenüber einem meiner Kollegen nannte ich das einmal “zu viel von zu wenig”-Syndrom. Damit meine ich diese Lebensweise: Tun wir zu viel von dem, was uns zu wenig zurückgibt, uns Energie nimmt, aber nicht schenkt, landen wir täglich in einem Mangelverhältnis und hantieren nur noch mit dem Wenigen, das uns übrigbleibt.

Stellen wir uns unser Leben und unsere Energie als ein mit Flüssigkeit gefülltes Glas vor: Je mehr wir an Flüssigkeit brauchen, ohne sie wieder aufzufüllen, desto schneller kommen wir in einen sehr niedrigen Bereich, in dem kaum mehr Ressourcen (also Flüssigkeit) zur Verfügung steht. Haben wir nichts gegen das Leerende gegenzuhalten, was das Glas wieder auffüllt, wird es kritisch für die Aufrechterhaltung unseres Lebens. Je mehr wir also etwas tun, was wir nicht wollen, was uns keinen Sinn stiftet, uns verletzt, aussaugt und ängstigt, desto mehr ziehen wir genau das in unser Leben. Gegenzuhalten bedeutet also etwas ins Leben zu holen (und zwar schnell), was uns wieder füllt. Keineswegs meint das, dass wir losrennen und uns einen anderen Menschen suchen, der uns wieder “heilmacht” mit seiner Energie, Aufmerksamkeit und Zuwendung. Das eine mit demselben zu vergelten, schädigt nur einen weiteren Menschen.

Gemeint sind Werte, die in Aktivitäten, mit den Lieben und Freunden oder neuen Menschen ausgelebt werden können: Das kann vom Kontaktherstellen zur männlichen und/oder weiblichen Seite, der bedingungslosen Liebe von Kindern oder Tieren, dem Kontakt zu seinem Körper durch Sport oder Bewegung bis hin zum Nähren des Geistes durch neue, spannende Themen (Literaturwelten, Weiterbildung, eigene Spiritualität usw.), der Verbindung zu seiner kreativen Seite oder andere, nährende Möglichkeiten reichen. Hauptsache, es erfüllt dich und erlaubt dir, dass du dich wieder fühlen kannst.

 

Unterbrochenwerden

Wer in seinem eigenen Leben zu einem Springer wird, also stets, wenn andere rufen, springen (muss/will/glaubt zu müssen), wird nicht nur in seinem Zeiterleben unterbrochen, wodurch er das Gefühl bekommt, er hätte für sich keine ausreichende Zeit zur Regenerierung oder um in seinem Tempo zu denken, arbeiten, fühlen. Er wird auch in seinen Bedürfnissen unterbrochen, die nötig sind, um im Kontakt mit sich selbst zu bleiben. Das kann zum Beispiel Auszeiten angehen (nur schnell in die Badewanne, bevor… oder ganz schnell einkaufen, bevor… oder nach der Arbeit ganz schnell die Kinder abholen, ohne den Arbeitstag hinter sich lassen zu können). Es kann aber auch die eigenen Leidenschaften betreffen, die in den Hintergrund gerückt werden (müssen/sollen), eben obwohl sie einen nähren und wertvolle Energie zur Regenerierung spenden.

Es müssen zwingend – wenn wir ohne Angst, Depressionen und Panik leben wollen, eigene werte- und sinnstiftende Zeiten in Ruhe ausgelebt werden können. Sollte das schwierig sein, muss man sich auf die Suche nach Unterstützung machen, gegebenenfalls Aktivitäten/Bitten verneinen, den Job wechseln, jemanden für die Kinder oder den Haushalt engagieren, sich aufteilen mit der Betreuung der Kinder oder andere Lösungsstrategien. Aber ein “Es geht nicht!” gibt es nicht. Das steht für deinen Körper nicht zur Debatte, wenn sich Angst und Panikattacken breitgemacht haben.

 

Unterdrückte oder offensichtliche Einsamkeit

wie du deine angst allein zu sein überwinden kannstVon der Flucht vor Leere durch Arbeit, Alkohol, Sport, Sex oder andere Kompensationen bis zur inneren Verneinung/Abwehr einer nötigen Veränderung (lieber eine angenehme, erwartete Rolle spielen, Flucht vor sich und seinen Herausforderungen aus Angst vor den Konsequenzen): Einsamkeit zeigt sich auf vielfältige Weise und ist in meinen Augen die Ursache für alle psychischen Belastungen. Häufig wird sie durch den Verlust von geliebten Menschen hervorgerufen (Tod, Umzug, Auszug der Kinder). Aber auch fehlende Werte in seinem täglichen Leben oder verlorengegangene Werte führen oft zu einem Gefühl des Überwältigtseins durch das leere Nichts. Keine Zuwendung, keine Teilhabe, keine Wertschätzung, nicht gebraucht werden, das Gefühl der Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit: Selbst in Partnerschaften oder im Beruf sind wir nicht vor Einsamkeit gefeit.

Was hilft, ist entweder das Aussöhnen mit den Umständen, durch Vergebung und Neuverbindung mit dem, was einst Halt und Sinn verlieh. Oder man stellt sich der Herausforderung und löst das “Problem”, in dem man sich (aus dem Umstand) löst. Lösen heißt auch, die Angst vor Einsamkeit oder vor Verletzungen loszulassen. Viele geraten in die Einsamkeit durch Isolation, weil sie meinten, diese würde sie vor Verletzungen schützen. Aber auch Passivität, also das Warten darauf, dass von allein etwas geschieht, ohne dass man etwas tun muss, man gefunden würde oder das Glück vor der Tür stünde, kann einsam machen. Sich nicht zu trauen, ist selten ein funktionierender Weg aus der Einsamkeit. Ob man seine Einsamkeit für sicher hält, erkennt man leicht daran, ob man bei Gelegenheiten, die einem gefallen würden/könnten, dann doch einen Rückzieher macht und vermeintliche Gründe sucht, wieso etwas “nicht geht”.

Wir waren alle einmal da. Auch ich. Als Autorin des Buches “Über die Kunst, allein zu sein” empfehle ich dir in diesem Fall mein Buch zu lesen.

Mit den besten Wünschen,
Janett Menzel

Janett Menzel Angst Blog

 

 

Durch Burnout, Angst & Panik zum wahren Lebenssinn und zur Berufung

Durch Burnout, Angst & Panik zum wahren Lebenssinn und zur Berufung

 

Viele fragen sich: Wieso ausgerechnet ich? Wieso sind sie so psychisch belastet mit Stress, Burnout, Depression, Angst oder Panik? Auch ich habe mich das jahrelang gefragt. Bei mir ging es durch einen Job los, in den ich nicht hineingehörte und in dem Menschen an meiner Seite waren, die mich an manchen Tagen durch ihre Launen zur Verzweiflung brachten. Ich war (und bin es noch) ein Leistungstier. Was ich anfasse, mache ich richtig oder gar nicht. Aber in Zeiten von flachen Hierarchien, gewissenloser und allesfressender Ellenbogen-Teams hat das seinen Preis. Doch ich hörte nicht auf…meinen Körper. Meine Symptome mit Panikattacken begannen 2007 und zeigten sich auch noch Jahre später immer und immer wieder, bis ich eines Tages verstand, dass sie (ausgelöst durch Überarbeitung/Burnout) Symptome waren, die einen viel größeren Sinn und Zweck verfolgten.

 

Wenn’s schnell gehen muss: Lebenssinn & Berufung durch Burnout, Angst und Panik?

symptome entziffern entschlüsseln was bedeutet angst burnout depression stress panikattackenMeine Symptome wollten, dass ich ihnen zuhöre, damit ich endlich aufhöre, eine Rolle zu spielen, die mir schon lange nicht mehr stand. Angst und Burnout, Panikattacken und heftiger Stress im Vorfeld sind – so lernte ich – wie eine alte, längst vergessene Schrift, die man entziffern muss. Ich fand zum Schreiben zurück, eine Leidenschaft, die ich zuletzt in meiner Jugend auslebte. Ich erinnerte mich wieder an meine Träume und an das, was ich wirklich wollte und brauchte, ohne Fremdbestimmung. Eine der wichtigsten Erkenntnisse aber war, dass ich selbst Enttäuschungen auf allen Wegen erlebte, weil ich ungewollte Dinge tat, um niemanden zu enttäuschen. Aus meiner Angst vor Schmerz, Getrenntsein und Einsamkeit handelte ich für andere und rannte eigentlich direkt zu meinen Hauptthemen hin, während ich glaubte, ich könnte sie so vermeiden.

Wenn ich heute zurückdenke, müsste ich mich eigentlich bei meinem damaligen Arbeitgeber und den zeitweilig so verhassten Kollegen bedanken: Denn sie brachten mich direkt an einen Punkt, an dem auch mein Körper sagte, dass es Zeit war, loszulassen und mich und meine Wahrheit zu erkennen. Durch die Wellen an Panikattacken, meine totalen Erschöpfungszustände und all die daraus resultieren Gefühle war ich gezwungen, hinzusehen. Es ging gar nicht mehr anders. (Deshalb bin ich auch kein Freund der kognitiven Verhaltenstherapie im alleinigen Sinne, sondern ein Verfechter der Gesprächstherapie, Psychoanalyse, Familienaufstellungen, energetischen Verfahren, Körper-, Kunst- und Musiktherapie, Licht- und Aromatherapie und alle anderen Verfahren, die weniger üblich sind. Weil sie dich DICH erfahren lassen, in einer Tiefe, die die kognitive Verhaltenstherapie bewusst ignoriert. Diese fokussiert den Weg, wie du schnell wieder lebensfähig und funktional wirst. Für die, die erst einmal wieder funktionieren müssen (für Kinder, ihren Lebensunterhalt u. Ä.) ist sie ein guter erster Schritt, mit dem es aber nicht getan sein sollte.) Ich erkannte in meiner Gesprächs- und Schreibtherapie zum Glück, dass es mir um mich gehen durfte, nicht darum, wie ich fix wieder fertig für andere werden könnte.

 

Symptome zeigen dir den Weg zu deinem wahren Ich

Als ich diese Strukturen und Bedeutungen hinter meinen Symptomen verstand, wusste ich, dass ich vieles in der Tiefe meiner Persönlichkeit los- und hinter mir lassen musste. Ich machte nicht nur Bereiche (Liebe & Partnerschaft, Job, Familie, Freundschaften) aus, in denen ich unzufrieden war. Ich trennte mich nicht “einfach” und kündigte auch nicht “nur”. Ich erkannte vielmehr, wieso und wozu ich diese Schritte gehen musste/wollte und welche weiteren folgen müssten, um meine Ziele zu erreichen. Es ist auch nicht nur mit Trennungen und neuen Jobs getan.

Symptome zeigen dir den Weg zu deinem wahren IchDer Charakter eines ängstlichen Menschen ist so symptomatisch für verborgene und verdrängte Potenziale und Gefühlswelten. Es gibt so viel zu erkennen und zu entdecken, wenn man Angst und Panikattacken, Burnout und Erschöpfungszustände erlebt. Wenn du hinter die Symptome schaust, wirst du unweigerlich deinen Kern finden. Dieser Kern sagt dir, wer du bist und was dein Sinn in diesem Leben ist. Für mich ist er die Seele. Andere nennen diesen Kern das höhere Selbst. Egal, welche Begriffe man verwendet:

Er ist unkaputtbar und sorgt dafür, dass du alles und jeden für seinen (deinen) Sinn in den Wind schießen würdest. Jedes Wort, jede Handlung und jedes Gefühl beschreibt deinen Wegweiser, deine eigene Landkarte zu deiner wahren Bestimmung in diesem Leben auf dieser Welt. Sie liegt verborgen hinter viel stinkendem Müll aus alten Erfahrungen, fremden Bedürfnissen und Ansprüchen, geschürter Angst und gefürchteter Trauer, Schuld und Scham. Hinderlich bei der Ausübung deiner Bestimmung ist nur, dass wir Einsamkeit und das Gefühl des Getrenntseins, der Nicht-Zugehörigkeit fürchten. Nur deshalb sind und waren wir bereit, zu tun, was wir nie wollten und zu sagen, was wir nicht meinten, still zu bleiben, als wir eigentlich laut “Scheiße!” und “Nein!” brüllten wollten. Deshalb sollte dieses abwehrende Verhalten zuerst weg.

Traut man sich, diese Erkenntnisse zu erlangen, sich in die eigene (Un)Tiefe zu wagen, steht einem die ganze Welt offen. Ich sage nicht, dass damit keine neuen Ängste an die Oberfläche dringen (und folglich Symptome). Ich sage auch nicht, dass es leicht (für mich) war (oder gerade ist). Es ist kein kurzer Weg zu sich und seiner Berufung, seiner Bedeutung für diese Welt und seiner Bestimmung in diesem Leben. Auch ich spüre Tag für Tag, dass ich zwar auf meinem Weg bin, aber es noch eine kleine Weile bis zum Ziel ist. Ich bleibe noch zu oft stehen und schaue mich um. Aber meinen Kern spüre ich täglich.

Es fühlt sich so viel besser an, zu tun, was man wirklich aus tiefstem Herzen tun möchte und nur die Verbindungen zu pflegen, die ohne Pflicht und Sich-beweisen-Müssen auskommen. Natürlich sind Kunden auf Leistungen aus; immerhin zahlen sie Geld für dein Produkt. Natürlich brauchen Partnerschaften und Verbindungen Gegenseitigkeit und Geborgenheit, um erfüllt und zufrieden zu sein. Aber wenn dein Kern, deine Seele, dein höheres Selbst rebelliert, dann heißt es entweder Prüfe den Umstand/die Person! oder Prüfe dich!. In den meisten Fällen ist es ein Mix aus beidem: die Angst vor Ausschluss und die Angst vor sich selbst. Zu sich zu stehen – ganz frei von Angst vor der Reaktion anderer. Keine leichte Sache – für niemanden.

 

Wie es sich anfühlt, wenn du auf dem richtigen Weg bist

 Viele fragen sich, wieso ausgerechnet sie so psychisch belastet sind mit Stress, Burnout, Depression, Angst oder Panik. Auch ich habe mich das jahrelang gefragt. Bei mir ging es durch einen Job los, in den ich nicht hineingehörte und in dem Menschen an meiner Seite waren, die mich bremsten und an manchen Tagen durch ihre Launen zur Verzweiflung brachten. Ich war (und bin es noch) ein Leistungstier. Ich liebe Arbeit und Geld und Arbeit und Geld lieben mich: Ich bin extrem gut darin, es für andere zu verdienen. Was ich anfasse, mache ich richtig oder gar nicht. Aber in Zeiten von flachen Hierarchien, gewissenloser und allesfressender Ellenbogen-Teams hat das seinen Preis. Doch ich hörte nicht auf...meinen Körper. Meine Symptome mit Panikattacken begannen 2007 und zeigten sich auch noch Jahre später immer und immer wieder....bis ich eines Tages verstand, dass sie (ausgelöst durch Überarbeitung/Burnout) Symptome waren, die einen großen Sinn und Zweck verfolgten. Wenn's schnell gehen muss: Lebenssinn & Berufung durch Burnout, Angst und Panik Meine Symptome wollten, dass ich ihnen zuhöre, damit ich endlich aufhöre, eine Rolle zu spielen, die mir schon lange nicht mehr stand. Angst und Burnout, Panikattacken und heftiger Stress im Vorfeld sind - so lernte ich - wie eine alte, längst vergessene Schrift, die man entziffern muss (und sollte!). Ich fand zum Schreiben zurück, eine Leidenschaft, die ich zuletzt in meiner Jugend auslebte. Ich erinnerte mich wieder an meine Träume und an das, was ich wirklich wollte und brauchte, ohne Fremdbestimmung. Eine der wichtigsten Erkenntnisse war, dass ich selbst Enttäuschungen auf allen Wegen erlebte, weil ich ungewollte Dinge tat, um niemanden zu enttäuschen. Aus meiner Angst vor Schmerz, Getrenntsein und Einsamkeit handelte ich für andere und rannte eigentlich direkt zu meinen Hauptthemen hin, während ich glaubte, ich könnte sie so vermeiden. Wenn ich heute zurückdenke, müsste ich mich eigentlich bei meinem damaligen Arbeitgeber und den zeitweilig so verhassten Kollegen bedanken: Denn sie brachten mich direkt an einen psychischen und physischen Punkt, an dem auch mein Körper sagte, dass es Zeit war, loszulassen und mich und meine Wahrheit zu erkennen. Durch die Wellen an Panikattacken, meine totalen Erschöpfungszustände und all die daraus resultieren Gefühle war ich gezwungen, hinzusehen. Es ging gar nicht mehr anders. (Deshalb bin ich auch kein Freund der kognitiven Verhaltenstherapie im alleinigen Sinne, sondern ein Verfechter der Gesprächstherapie, Psychoanalyse, Familienaufstellungen, energetischen Verfahren, Körper-, Kunst- und Musiktherapie, Licht- und Aromatherapie und alle anderen Verfahren, die weniger üblich sind. Wieso? Weil sie dich DICH erfahren lassen, in einer Tiefe, die die kognitive Verhaltenstherapie bewusst ignoriert. Sie fokussiert den Weg, wie du schnell wieder lebensfähig und funktional wirst. Für die, die erst einmal wieder funktionieren müssen (für Kinder, ihren Lebensunterhalt u. Ä.) ist sie ein guter erster Schritt, mit es aber nicht getan sein sollte.) Ich erkannte in meiner Gesprächs- und Schreibtherapie zum Glück, dass es mir um mich gehen sollte, nicht darum, wie ich fix wieder fertig für andere werden könnte. Symptome zeigen dir den Weg zu deinem wahren Ich Als mir diese Strukturen und Bedeutungen hinter den Symptomen klar wurden, verstand ich, dass ich vieles in der Tiefe meiner Persönlichkeit los- und hinter mir lassen musste. Ich machte nicht nur Bereiche (Liebe & Partnerschaft, Job, Familie, Freundschaften) aus, in denen ich unzufrieden war. Ich trennte mich nicht "einfach" und kündigte auch nicht "nur". Ich erkannte vielmehr, wieso und wozu ich diese Schritte gehen musste/wollte und welche weiteren folgen müssten, um meine Ziele zu erreichen. Es ist nicht nur mit Trennungen und neuen Jobs getan. Der Charakter eines ängstlichen Menschen ist so symptomatisch für verborgene und verdrängte Potenziale und Gefühlswelten. Es gibt so viel zu erkennen und zu entdecken, wenn man Angst und Panikattacken, Burnout und Erschöpfungszustände erlebt. Wenn du hinter die Symptome schaust, wirst du einen Kern finden. Dieser Kern ist dermaßen unkaputtbar, dass du alles und jeden dafür in den Wind schießen würdest. Andere nennen diesen Kern Seele oder das höhere Selbst. Jedes Wort beschreibt deinen eigenen Wegweiser, deine eigene Landkarte zu deiner wahren Bestimmung in diesem Leben auf dieser Welt. Sie liegt verborgen hinter viel stinkendem Müll aus alten Erfahrungen, fremden Bedürfnissen und Ansprüchen, geschürter Angst und gefürchteter Trauer, Schuld und Scham. Im Endeffekt aber läuft alles darauf hinaus, dass wir Einsamkeit und das Gefühl des Getrenntseins, der Nicht-Zugehörigkeit abwehren, weil fürchten. Nur deshalb sind und waren wir bereit, zu tun, was wir nie wollten und zu sagen, was wir nicht meinten, still zu bleiben, als wir eigentlich laut "Scheiße!" und "Nein!" brüllten wollten. Wie es sich anfühlt, wenn du auf dem richtigen Weg bist Durch die mutige Nähe zu deinem Kern wirst du dich plötzlich trennen können, auch wenn es dir vorher immer schwerfiel. Du wirst ad hoc so konflikt- und durchsetzungsfähig wie noch nie zu vor in deinem Leben. Du wirst zu deinem eigenen Superman/deiner eigenen Superwoman, weil dir dieser Kern den Weg weist. Dein Kern pumpt konstant Vertrauen und Glücksgefühle in dich hinein. Er ist wie dein zweites Herz, ein Organ, das eigenständig warme, pure und essentielle Wahrheit in deine Adern pumpt. Er schlägt von allein, wenn du ihn achtest. Er bringt deinen Körper auf ein vollkommen neues Niveau an Energie und Belastbarkeit. Es wird keine Nahrungsunverträglichkeiten oder sonstige Stresssymptome mehr geben, keine Schlaf- oder Konzentrationsschwierigkeiten. Nichts mehr von all dem, was uns vorher abhalten wollte - von den Dingen, die eben nicht unserem Kern entsprechen. Traut man sich, diese Erkenntnisse zu erlangen, sich in die eigene (Un)Tiefe zu wagen, steht einem die ganze Welt offen. Ich sage nicht, dass damit keine neuen Ängste an die Oberfläche dringen (und folglich Symptome). Ich sage auch nicht, dass es leicht (für mich) war (oder gerade ist). Es ist kein kurzer Weg zu sich und seiner Berufung, seiner Bedeutung für diese Welt und seiner Bestimmung in diesem Leben. Auch ich spüre Tag für Tag, dass ich zwar auf meinem Weg bin, aber es noch eine kleine Weile bis zum Ziel ist. Ich bleibe noch zu oft stehen und schaue mich um. Ich sage nur, dass es sich so viel besser anfühlt, zu tun, was man wirklich aus tiefstem Herzen tun möchte und nur die Verbindungen zu pflegen, die ohne Pflicht und Sich-beweisen-Müssen auskommen. Natürlich sind Kunden auf Leistungen aus; immerhin zahlen sie Geld für dein Produkt. Natürlich brauchen Partnerschaften und Verbindungen Gegenseitigkeit und Geborgenheit, um erfüllt und zufrieden zu sein. Aber wenn dein Kern, deine Seele, dein höheres Selbst rebelliert, dann heißt es entweder Prüfe den Umstand/die Person! oder Prüfe dich!. In den meisten Fällen ist es ein Mix aus beidem: das oben genannte Offensichtliche aus Angst vor Ausschluss und die Angst vor sich selbst. Hinter deine Gedanken, Gefühle und Handlungen zu blicken, die Ängste und Trauer wahrzunehmen, die deine (Un-)Taten abwehren sollen, gebietet Respekt und zwingt dich vor allem dazu, deine Wahrnehmung von der Welt und dir als Mensch einem Wohlfühl-Check zu unterziehen. Es ist furchterregend und verletzend, wenn man erkennt, wie oft man sich selbst verletzt hat, nur aus Angst, verletzt zu werden. Es tut wahnsinnig weh, wenn man die Wut, die man sonst auf andere hatte, plötzlich als Wut auf sich selbst erkennt. Aber der Mut zur Unvollkommenheit, die eigenen unperfekten, unangepassten Seiten da sein zu lassen, bringt dir eines: Lebendigkeit. In genau dieser Lebendigkeit wird dir nichts mehr fehlen, was dir nicht steht. Die Gewichtung aller Lebensbereiche und Neuorientierungen in Verbindungen oder Gedanken- und Gefühlsmustern wird so automatisch ablaufen, dass sie dir nicht auffallen werden. Du wirst das, was du vorher so gefürchtet hattest, nicht einmal mehr wahrnehmen. Dir wird kein Rückzug eines vormals so wichtigen Menschen etwas bedeuten, kein Verlust wird dich wirklich verletzen. Ein riesiges Missverständnis: Was du denkst, was dir deine Symptome sagen wollen, ist falsch Es fühlt sich eher so an, als würde alles abprallen, weil du durch deinen Kern eine unverletzbare und unbrechbare Schutzhülle aufgebaut hast - wie ein Schild aus purem Selbst, das alle potenziellen Gefahren und Menschen automatisiert abwehrt. Dein Kern kehrt sich aber erst dann von innen nach außen, weil du entsprechend deiner wahren Gedanken und Gefühle handelst. Und das wird belohnt. Doch um Freude, Sinn, Glückseligkeit, Vertrauen, Selbstbestimmung und -liebe, Potenziale und Verwirklichung potenzieren und maximieren zu können, muss ein Quäntchen davon da sein. LEIDER glauben ja die meisten, die unter starkem Stress, Angst, Panikattacken, Burnout/Depressionen usw. leiden, dass sie nichts können, dürfen, sollten. Sie glauben auch, dass es entweder NIE besser würde oder nur dann besser würde, wenn...xyz...eintreten würde, wenn irgendwer endlich irgendwas getan hätte. ABER und hier kommt der Haken: Wenn du bewusst deine Talente, deine unbequemen Gedanken, unangepassten Gefühle und frei selbstbestimmten Bedürfnisse ignorierst und verneinst, dich weder dafür lobst noch andere für ihre wertschätzt, dich und alles, was in dir ist (so wie andere und ihre inneren Welten) verneinst und abwehrst, kann nichts vermehrt und nichts ans Licht gebracht werden. Alles, was du dann bekommst, ist eine Multiplikation dessen, was du glaubst, nicht zu sein, nicht zu können und nicht zu haben. Deshalb kann ich dich nur ermutigen, alles, was du bislang dachtest, was du nicht dürftest oder nicht solltest, gedanklich so durchzuspielen und zu erleben, visionär zu genießen. Denn dieses Probehandeln, wie es die Psychologie nennt, zapft deinen wahren Kern an und lässt ihn langsam immer stetiger aufleuchten. Gehe erste Schritte, sorge proaktiv für Unterstützung durch Förderer, Menschen, von denen du weißt, dass sie dich nicht ablehnen werden. Handle ganz bewusst in Richtung dieses Kerns und erlaube dir, die wahnsinnige Wirkung zu spüren. Diese Kraft ist in dir - wenn du dich traust, zu glauben. Wieso du unbedingt Glauben brauchst! Ich wurde heidnisch erzogen, kenne mich weder mit Religion aus noch praktiziere ich eine. Aber ich stoße in letzter Zeit immer wieder auf Bücher, die sich eine bestimmte Glaubensrichtung heranziehen, um übergeordnete Glaubensmuster zu beleuchten und zu untermauern. Es spielt in meinen Augen keine Rolle, ob du an Gott, Buddha, Allah, aufgestiegene Meister, Engel, das höhere Selbst, das Universum oder an Schicksal glaubst. Wichtig ist nur, dass du in diesem Glauben einen Halt erfährst, der dich nährt und beizeiten weiterhin in deine Richtung lenkt. Menschen, denen du vertraust, zu glauben, kann wohltuend sein und Geborgenheit mit auf deinen Weg bringen. Aber Menschen sind immer selbst gesteuert durch Altes und Falsch-Vermitteltes ihrer Eltern und Erfahrungen. Sie sind - wie wir alle - stückweit in ihrem Wert und ihren Glauben an das unendliche Potential eines jeden Menschen vergiftet worden. Deshalb würde ich das, was andere sagen, was du tun und nicht tun solltest, immer mit Bedacht betrachten. Prüfe, ob es mit dir und deinem Kern räsoniert oder ob es deine oder nur ihre Angst schürt. Wenn du auf dem richtigen Weg bist, wird es keine Probleme mehr geben, sondern nur noch Herausforderungen, die du meisterst. Es ist zweifellos, dass du alle noch so vermeintlich großen Hürden bewältigen wirst. Alles kommt dir vielmehr wie eine Prüfung, auf die du bestens vorbereitet bist, vor. Aber wenn Angst mit ins Spiel kommt, weil du fehlgeleitet wurdest, dann prüfe nicht deine gesamte Richtung, sondern nur, was und wer (und wozu/warum) sie auslöste. Du erkennst, was "richtig" und nur "gut gemeint" war leicht daran, ob du denkst: "Ne, dann mache ich das nicht." oder aber "Okay. Gut zu wissen. Sollte dieser Fall eintreten, werde ich eine Lösung finden." Der zweite Satz zeigt den Weg und das tiefe Vertrauensgefühl, das in dir herrschen wird, wenn es deinem Kern oder deiner Seele entspricht. Das Erstere hingegen zeigt fremde Angst und fremde Wege. Wie du siehst, ist es eine nicht geringe Fusselarbeit, wenn man versucht, sich und seine Wege von anderen abzugrenzen. Aber je schneller du diese Mechanismen und deiner Intuition kennen- und vertrauen lernst, desto eher wird dich dein Kern dafür belohnen und dich direkt zu deiner Berufung und deinem Lebenssinn bringen. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei! Wer sich "berufen" fühlt und auf der Suche nach einem Förderer ist, dem helfe ich gern in meinen intuitiven Coachings. Alles Liebe, Janett MenzelDein Kern pumpt konstant Vertrauen und Glücksgefühle in dich hinein. Er ist wie dein zweites Herz, ein Organ, das eigenständig warme, pure und essentielle Wahrheit in deine Adern pumpt. Er schlägt von allein, wenn du ihn achtest. Er bringt deinen Körper auf ein vollkommen neues Niveau an Energie und Belastbarkeit. Durch die mutige Nähe zu deinem Kern wirst du dich zum Beispiel plötzlich trennen können, auch wenn es dir vorher immer schwerfiel. Du wirst ad hoc so konflikt- und durchsetzungsfähig wie noch nie zu vor in deinem Leben. Es wird keine Nahrungsunverträglichkeiten oder sonstige Stresssymptome mehr geben, keine Schlaf- oder Konzentrationsschwierigkeiten. Dein Körper wird dich stattdessen symptomfrei unterstützen – und jederzeit wieder abhalten, von den Dingen, die eben nicht deinem Kern entsprechen.

Hinter deine Gedanken, Gefühle und Handlungen zu blicken, die Ängste und Trauer wahrzunehmen, die deine (Un-)Taten abwehren sollen, gebietet Respekt und zwingt dich vor allem dazu, deine Wahrnehmung von der Welt und dir als Mensch einem Wohlfühl-Check zu unterziehen. Es ist furchterregend und verletzend, wenn man erkennt, wie oft man sich selbst verletzt hat, nur aus Angst, verletzt zu werden. Es tut wahnsinnig weh, wenn man die Wut, die man sonst auf andere hatte, plötzlich als Wut auf sich selbst erkennt. Aber der Mut zur Unvollkommenheit, die eigenen unperfekten, unangepassten Seiten da sein zu lassen, bringt dir eines: Lebendigkeit. In dieser Lebendigkeit wird dir nichts mehr fehlen, was dir nicht steht. Die Gewichtung aller Lebensbereiche und Neuorientierungen in Verbindungen oder Gedanken- und Gefühlsmustern wird so automatisch ablaufen, dass sie dir nicht auffallen werden. Du wirst das, was du vorher so gefürchtet hattest, nicht einmal mehr wahrnehmen. Dir wird kein Rückzug eines vormals so wichtigen Menschen etwas bedeuten, kein Verlust wird dich wirklich verletzen.

Es fühlt sich eher so an, als würde alles abprallen, weil du durch deinen Kern eine unverletzbare und unbrechbare Schutzhülle aufgebaut hast – wie ein Schild aus purem Selbst, das alle potenziellen Gefahren und Menschen automatisiert abwehrt. Dein Kern kehrt sich aber erst dann von innen nach außen, wenn du entsprechend deiner wahren Gedanken und Gefühle handelst. Und das wird belohnt.

 

Ein riesiges Missverständnis: Was du denkst, was dir deine Symptome sagen wollen, ist falsch

entsprechend deiner wahren Gedanken und Gefühle handeln Seele Ruf des HerzensDoch um Freude, Sinn, Glückseligkeit, Vertrauen, Selbstbestimmung und -liebe, Potenziale und Verwirklichung potenzieren und maximieren zu können, muss ein Quäntchen davon da sein. LEIDER glauben die meisten, die unter starkem Stress, Angst, Panikattacken, Burnout/Depressionen usw. leiden, dass sie nichts können, dürfen, sollten. Sie glauben auch, dass es entweder NIE besser würde oder nur dann besser würde, wenn…xyz…einträte, wenn irgendwer endlich irgendwas getan hätte.

ABER: Wenn du bewusst deine Talente, deine unbequemen Gedanken, unangepassten Gefühle und frei selbstbestimmten Bedürfnisse ignorierst und verneinst, dich weder dafür lobst noch andere für ihre wertschätzt, dich und alles, was in dir ist (so wie andere und ihre inneren Welten) verneinst und abwehrst, kann nichts vermehrt und nichts ans Licht gebracht werden. Alles, was du dann bekommst, ist eine Multiplikation (ein Beweis) dessen, was du glaubst, nicht zu sein, nicht zu können und nicht zu haben.

Deshalb kann ich dich nur ermutigen, alles, was du bislang dachtest, was du nicht dürftest, könntest oder solltest, gedanklich ANDERS, NEU und spielerisch vergnügt mit positivem Ausgang durchzuspielen und zu erleben, visionär zu genießen. Denn dieses Probehandeln, wie es die Psychologie nennt, zapft deinen wahren Kern an und lässt ihn langsam immer stetiger aufleuchten. Gehe erste Schritte, sorge proaktiv für Unterstützung durch Förderer, Menschen, von denen du weißt, dass sie dich nicht ablehnen werden. Handele ganz bewusst in Richtung dieses Kerns und erlaube dir, die wahnsinnige Wirkung zu spüren.

Diese Kraft ist in dir – wenn du dich traust, ihr zu glauben.

 

Wieso du unbedingt Glauben brauchst!

Ich wurde heidnisch erzogen, kenne mich weder mit Religion aus noch praktiziere ich eine. Aber ich stoße in letzter Zeit immer wieder auf Bücher, die eine bestimmte Glaubensrichtung heranziehen, um übergeordnete Glaubensmuster zu beleuchten und zu untermauern. Es spielt in meinen Augen keine Rolle, ob du an Gott, Buddha, Allah, aufgestiegene Meister, Engel, das höhere Selbst, das Universum oder an Schicksal glaubst. Wichtig ist nur, dass du in diesem Glauben einen Halt erfährst, der dich nährt und beizeiten weiterhin in deine Richtung lenkt.

halt im glauben an sich und seine wahre bestimmung berufung glaubenMenschen, denen du vertraust, zu glauben, kann wohltuend sein und Geborgenheit mit auf deinen Weg bringen. Aber Menschen sind immer selbst gesteuert durch Altes und Falsch-Vermitteltes ihrer Eltern und Erfahrungen. Sie sind – wie wir alle – stückweit in ihrem Wert und ihren Glauben an das unendliche Potential eines jeden Menschen vergiftet worden. Deshalb würde ich das, was andere sagen, was du tun und nicht tun solltest, immer mit Bedacht betrachten. Prüfe, ob es mit dir und deinem Kern räsoniert oder ob es deine oder du ihre Angst schürt.

Wenn du auf dem richtigen Weg bist, wird es keine Probleme mehr geben, sondern nur Herausforderungen, die du meisterst. Es ist zweifellos, dass du alle noch so vermeintlich großen Hürden bewältigen wirst. Alles kommt dir vielmehr wie eine Prüfung vor, auf die du bestens vorbereitet bist. Aber wenn Angst mit ins Spiel kommt, weil du fehlgeleitet wurdest, dann prüfe nicht deine gesamte Richtung, sondern nur, was und wer (und wozu/warum) sie auslöste. Du erkennst, was “richtig” und nur “gut gemeint” war leicht daran, ob du denkst:

“Ne, dann mache ich das nicht. Hast recht.” oder aber “Okay. Gut zu wissen. Sollte dieser Fall eintreten, werde ich eine Lösung finden.”

Der zweite Satz zeigt den Weg und das tiefe Vertrauensgefühl, das in dir herrschen wird, wenn es deinem Kern oder deiner Seele entspricht. Das Erstere hingegen zeigt fremde Angst und fremde Wege. Wie du siehst, ist es eine nicht geringe Fusselarbeit, wenn man versucht, sich und seine Wege von anderen abzugrenzen. Aber je schneller du diese Mechanismen und deiner Intuition kennen- und vertrauen lernst, desto eher wird dich deine Seele dafür belohnen und dich direkt zu deiner Berufung und deinem Lebenssinn bringen.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!

Wer sich “berufen” fühlt und auf der Suche nach einem Förderer ist, dem helfe ich gern in meinen intuitiven Coachings.

Alles Liebe,
Janett Menzel

Janett Menzel Angst Blog

 

 

Podcast #3: Was du gegen Stress, Angst & Panik tun kannst – 9 Strategien

Podcast #3: Was du gegen Stress, Angst & Panik tun kannst – 9 Strategien

 

Gleich, ob du Stress, Angst oder gar Panikattacken erlebst: Es gibt einiges, worauf du achten kannst, um die Symptome zu verringern oder gar zu überwinden. Ein neuer Podcast, Folge #3, mit Text für alle die, die keine Kopfhörer parat haben.

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9 Tiefen-Strategien gegen Stress, Angst und Panik

Ich hatte vier Panikstörungen (oder Wellen) mit je zwei Mal Agoraphobie und Burnout. Das ist nun fünf Jahre her. In den damaligen Zeiten erkannte ich zum Glück viele Muster, die diese Symptome begünstigen. Doch beruflicher, emotionaler, körperlicher und sozialer Stress, die Nicht-Bewältigung und unser Dauer-Durchhalten stehen am Anfang einer jeden Angst und Panik.

Deshalb kannst du die folgenden Strategien auch für dann für dich nutzen, wenn du “nur gestresst” bist.

 

1. Multitasking ade

Es ist mittlerweile bewiesen, dass man nur eine Sache machen soll statt mehrere gleichzeitig. Das Gehirn kann zwar kurzfristig mehrere Handlungen gleichzeitig steuern, aber auf mittlere bis lange Sicht überfordert es das Gehirn. Eines nach dem Anderen. Wenn du isst, iss, statt zu fernsehen oder auf Facebook zu sein. Wenn du spazierengehst, geh spazieren, statt zu telefonieren oder nebenher zu essen, zu rauchen usw. Wenn du auf dem Sofa liegst und einen Film ansiehst, schau dir den Film an, statt Spiele auf dem Handy zu spielen oder mit jemandem über Messenger zu chatten. Das Motto lautet: Entschleunigung.

 

2. Das Leben der Anderen

Wie oft verrennen wir uns in dem Gedanken, dass unsere Mitmenschen und ihre Bedürfnisse wichtiger seien als wir? Zu oft! Stattdessen sollten wir uns immer zuerst um uns selbst kümmern – nicht um den Job und was wohl der Kollege denken mag, nicht um die Meinungen und Fähigkeiten sowie Unfähigkeiten anderer. Dürfen wir über andere hinauswachsen, unsere eigenen Erfahrungen und Erlebnisse machen, eigene Ansichten haben und vertreten, unsere Gefühle teilen und Ansprüche benennen? Ja. Doch bei Stress, Angst und Panik sind wir im Kopf bei anderen Menschen und was sie wohl denken, wollen und von uns erwarten.

Ich finde kaum Worte, wie essentiell es ist, KEIN GESPRÄCHE mit Menschen im Kopf zu führen, wenn du in der aktuellen Lage aus Stress-Ängsten und/oder Panik bist. Keine Diskussionen, die du hättest führen wollen oder Rechtfertigungen, die dir erst später in den Sinn kamen. Keine Erklärungen, die du verlangt hättest, die nur auf Schuld und Scham basieren. Achte auf deine Gedanken. Lerne vor allem, deine Gedanken und Gefühle in den Momenten auszusprechen, wenn sie da sind.

 

3. Schuld und Scham

Machen wir etwas falsch, unterläuft uns ein Fehler, fühlen wir uns schnell schuldig und bekommen ein schlechtes Gewissen. Bei vielen geht es schon automatisch an, wenn sie nur daran denken, etwas “in ihren Augen Falsches” zu tun. Je öfter wir uns diese übergewissenhaften Gedanken machen, desto mehr falsch fühlen wir uns. So tritt langsam Scham in unser Leben, die uns sagt: Wir sind falsch. Wir sind nicht gut. Wir sind nicht genug. Wir haben nichts zu bieten. Wir sind nichts wert. Doch für Fehler kann man sich entschuldigen. Man kann sie korrigieren. Man kann anderen und sich selbst verzeihen, so wie uns andere vergeben können. Um Verzeihung und Unterstützung zu bitten, ist keine Schande. Sie erleichtert uns den Umgang mit unserer Angst, Schuld und Scham. Auch vor unseren Gefühlen, für die wir uns schämen oder wegen denen wir uns schuldig fühlen – weil wir etwas nicht (mehr) können oder wollen. Sprich darüber und lass den Anderen ihre Gedanken. Wichtig ist nur, dass du deine Ziele und Grenzen kennst – und sie wahrst.

 

4. Wer sitzt am Steuer deines Lebens?

Wir lassen uns oft von außen leiten, vergleichen uns mit anderen (bewusst/unbewusst), schneiden entsprechend unserer Gedanken über uns selbst entweder positiv oder negativ ab, verheimlichen unsere wahren Gedanken, Ansichten und Gefühle – um nicht bloßgestellt und erkannt zu werden. Ist das förderlich, wenn wir unser Leben wieder in vollen Zügen genießen und uns wohlfühlen möchten? Natürlich nicht. Es ist sehr nachteilig, wenn wir uns verstecken oder hinten anstellen, auf andere oder den perfekten Zeitpunkt warten, uns in unserer Größe nicht zeigen, nicht über unsere Gefühle sprechen, uns nicht verletzlich, sondern stets hart und unbrechbar darstellen. Das ist unmenschlich. Es sind Rollen, die wir gelernt haben und die weggeworfen gehören. Wir sind alle nur Menschen und tun unser Bestes. Es darf uns auch einmal nicht so gut gehen. Wenn wir überfordert sind mit einer Situation, dürfen wir darüber sprechen, Nein sagen oder Bitten anderer ablehnen. Wer aber sein Leben in die Hände anderer legt, der wird eben von ihnen geführt – und nicht immer werden dir die fremden Wege und Ziele gefallen. Manche werden für dich falsch sein und sich auch so anfühlen. Dein Körper aber wird dir sehr genau zeigen, wer du wirklich bist und ob die Anderen darüber entscheiden oder nicht. Panik ist ein heftiges Signal dafür, dass die Antwort auf diese Frage NEIN lautet.

Und besonders, wenn deine Antwort eigentlich Nein lautet, solltest du nicht etwa doch Ja sagen – nur, damit es deinem Gegenüber besser ginge oder er es einfacher hätte, weil er so nicht mit deinen Bedürfnissen konfrontiert wäre. Deine Erwartungen, Gefühle und Gedanken, Träume und Wünsche sind und waren nie ein Problem. Sie sind okay. Sie dürfen da sein und sie wollen es.

 

5. Böse Gedanken

Alles wird so bleiben. Nichts wird sich jemals zum Besseren wenden. Alles ist schlecht. Die Welt ist böse. Ich werde nicht geliebt. Ich soll nicht da sein. Andere Menschen mögen mich nicht. Wir reden uns in Zeiten von Stress, Angst und Panik eine Menge Blödsinn ein. Vielleicht mag Einiges sogar stimmen, was du dir denkst. Aber entscheidend ist nur, wie du über dich denkst. Wenn du die Wut auf andere richtest oder gar so traurig durch deine Gedanken wirst, dass du sie gegen dich richtest, dann läuft etwas falsch. Das Gegenteil müsste der Fall sein: Egal, was andere von dir denken, du bist genug und wirst es immer sein. Vielleicht nicht für alle Menschen, aber für die, die in deinem Leben sein sollen.

Noch eine Anmerkung geht ins Feld der Angst vor der Angst: Sie entsteht nur, weil du nachdenkst. Du denkst zum Beispiel daran, etwas zu tun, was du nicht tun willst. In Gedanken versuchst du dich, darauf vorzubereiten und spürst sofort die Angst, die du eventuell bekommen würdest oder wie sehr es dich stressen würde. Doch in Wahrheit kann niemand die Zukunft vorhersagen. Wenn du mittendrin feststellst, dass du etwas tust, was du nicht tun willst, dann höre auf, es zu tun, statt weiterzumachen. Finde vorher vor allem Gründe, die gut und schön sind, weshalb du etwas doch tun wollen würdest. Wenn du zum Beispiel zu einem Ballett zugesagt hast, aber die Menschenmasse fürchtest und das Stillsitzen oder die lauten Geräusche, finde das Gute daran: die schöne Musik oder wie beeindruckend du Ballett findest. Erinnere dich unentwegt daran, wieso du in dieses Ballett wolltest. Kehre die vermeintlich negative Situation in etwas Gutes.

 

6. Sitzen & Grübeln

Wenn man nichts zu tun hat, denkt man oft als Kompensation – damit man die Leere und das Gefühl des Getrenntseins nicht so stark spürt. Viele, die sich einsam fühlen, grübeln deshalb unbewusst in Gedanken, um aus ihrer Leere zu entfliehen. Hier können Strategien der Achtsamkeit und der Dankbarkeit helfen. Sorgen und Ängste sind zwar eine anfänglich nützliche Flucht aus dem vermeintlichen Kontrollverlust, aber langfristig fördern sie psychische Belastungen und Störungen. Wer sich also dabei ertappt, dass er allein zu Hause sitzt und grübelt, sich in andere Welten aus Kontakt und Durchsetzungsvermögen flüchtet, dem rate ich: Geh raus. Schreibe deine Gedanken der Leere auf. Erinnere dich an Leidenschaften und Hobbys. Übe dich in Achtsamkeit, Meditation, Yoga, Tanzen, Kontakt zur Natur. Beweg dich und bring deinen Körper in Schwung. Wenn der Körper in Bewegung ist, fällt es dem Gehirn schwerer, Angst und Panik zu empfinden.

Besonders das Becken birgt viel Platz für unterdrückte Ängste und Gedanken, Minderwertigkeitsgefühle und Blockaden. Deshalb ist zum Beispiel Tanzen ein wertvoller Schutz gegen Stress-Ängste. Jede Form der Bewegung, die dein Becken wiederbelebt, “reaktiviert” Festsitzendes und Blockierendes in deinem Körper. Auch der Brustraum, der sich durch Muskelanspannungen der Angst nach innen wölbt und so dein Herz “versteckt”, kann zu Atemproblemen wie Kurzatmigkeit, dem Kloß im Hals oder Herzrasen/Herzstolpern führen und nicht zuletzt zu Verspannungen in den Schultern und im Nacken. Denn diese ziehen wir hoch bis an die Ohren, wenn wir uns klein fühlen und klein machen, uns schämen und verstecken wollen. Richte deinen Kopf nach oben an die Zimmerdecke oder in den Himmel, verschränke deine Arme hinter deinem Rücken und ziehe deine Schultern nach unten. Wende deinen Brustraum und dein Herz nach außen und nach oben. Das löst Verspannungen auf – egal, wo du bist.

 

7. Selbstmitgefühl

Alles können und ertragen müssen, nicht “nichts mehr” können/wollen, nicht schwach sein, keine Angst haben, nicht aufgeben. Weiterkämpfen. Durchhalten. Uns fehlt Selbstmitgefühl für alles, was wir erleben und Schweres mit uns herumschleppen. Oft denken wir, wir müssten alles Negative sofort loswerden und ganz schnell jede Sorge und Angst beiseitelegen. Nur wenige können die negativen Gefühle heute noch leicht tragen und durchleben. Wir fühlen viel zu wenig in uns hinein. Kommt dann einmal ein nicht so schönes Gefühl oder türmt sich ein Problem vor uns auf, geraten wir sofort in Panik und suchen nach sofortigen Lösungen. Doch manchmal – besonders bei Stress, Angst und Panikattacken – sind wir die Lösung und die Antwort. Wir dürfen unseren Gefühlen nicht immer die Schuld geben. Wir dürfen nicht böse mit unserem Körper sein, wenn er uns durch Symptome zu Ruhe, Distanz zu Situationen oder Menschen zwingen möchte. Sich trotz allem selbst zu lieben und Hoffnung zu machen, sich zu vertrauen und in Genügsamkeit und Ruhe den Herausforderungen des Lebens zu widmen, sind wichtige Schlüssel zur Resilienz.

 

8. Begrenztheit

Weil wir mit unserem hektischen oder erwartungsvollen Lebensstil und unechten Gefühlsleben (Es ist alles ok, obwohl gar nichts ok ist.) “Probleme” fördern, können wir auch durch eine innere Wandlung diese wieder beheben. Die Wahrheit ist nun einmal, dass der Körper und die Psyche, das Herz und die Seele Grenzen hat und damit sind sie begrenzt: in dem, was sie können und nicht können. Das heißt: Wir können nicht alles und sollten auch nicht alles können oder wollen. Sich das einzugestehen, ist ein erster und wichtiger Schritt. Dann sollte entsprechend gehandelt werden: Aufgaben streichen, delegieren, nach Unterstützung Ausschau halten, gezielt nach Lösungen suchen, die nicht wir selbst sind. Wir sollten uns bei allem, was wir tun, genau überlegen, was wir in der Situation für uns wollen und was nicht. Doch zu oft sind wir an Orten und bei Menschen, die uns fordern, etwas diktieren oder dort haben wollen – nicht wegen uns, sondern wegen ihnen. Doch solange wir Teil dessen sind, haben wir ein Mitspracherecht.

 

9. Fülle statt Mangel

Unsere Konzentration darf stets auf dem liegen, was wir uns wünschen. Doch es ist hilfreicher, wenn wir nicht unsere Gefühle oder unseren Selbstwert an etwas knüpfen, was wir noch erhalten, gewinnen und bekommen wollen: “Wenn ich erst einmal eine Gehaltserhöhung bekommen habe, werde ich…”, “Wenn wir geheiratet haben, werde ich…”, “Wenn das Jahr rum ist, werde ich…” Wir verbinden zu sehr unseren Wert an Äußerlichkeiten wie Geld, Haus, Hund, Hof, Job, Auto, Partner usw. Dabei sagen sie ganz wenig über unsere Charakterstärke, wahre Persönlichkeit, unser Herz oder unsere Fähigkeiten. Motivieren sollten uns deshalb auch immer die Dinge, die wir wollen und nicht etwa die, die wir nicht wollen. Wir ackern uns ab, um zu… und sind extra lieb und gefügig, um zu… und sagen lieber nichts, aus Angst, dass… Doch deine Energie folgt deinen Gedanken und landet so immer im Mangel, wenn sie aus dem Mangel gekommen sind. Kommen sie aber aus der Fülle und dem Glauben an dich, dann werden sie dich (und viele andere) auch erfüllen.

Aber nicht nur Gedanken sind der Schlüssel zu dem, was wir bekommen. Auch unsere Worte und vor allem unser Glauben an das, was wir denken und sagen, spielt ins Gewicht. Denn wenn wir uns nicht glauben, wenn wir nur träumen, ohne an die Verwirklichung dessen zu glauben, verpufft die Energie ins Nichts. Stattdessen handele anhand deiner Gedanken, Worte und Gefühle. Deshalb sprechen Therapeuten auch stets davon, dass man so tun soll, als ob man keine Stress-Ängste und/oder Panik hätte.

Ich hoffe, dir einige Impulse gegeben zu haben, wie du diese Zeit besser überstehst.

Wenn du dir noch mehr Impulse und einen endlich angstfreien Weg wünschst, kann ich dir die Anti-Angst-Akademie von meinem Kollegen Sebastian D. Kraemer empfehlen. Er hat zum Abschluss des Jahres noch ein besonderes Angebot.

Alles Liebe,
Janett Menzel