Austherapiert & therapieresistent: Weshalb Therapien versagen

Austherapiert & therapieresistent: Weshalb Therapien versagen

 

Betroffene von Angst, Panik, Burnout und Depression machen oft mehr als nur eine Therapie und dennoch scheint keine zu funktionieren. So tragen sie sich teilweise Jahrzehnte mit Panikattacken oder Angststörungen und depressiven Verstimmungen herum. Sie lernen, irgendwie damit zu leben, in dem Wissen, dass sie – oder ihre Therapie – versagt haben. Denn während bei einigen auch nachhaltige Erfolge zu sehen sind, springt bei anderen die Angst, Panik oder Depression auf etwas Anderes über. Oder sie verbessern mittels Antidepressiva die Symptome ihrer Depression, bekommen aber als Nebenwirkung Panikattacken. Bei wiederum anderen fällt das leidvolle Gefühl kurze Zeit nach Therapieende/Klinikaufenthalt wie aus dem Nichts erneut vom Himmel – und alles beginnt von vorn.

Woran liegt es, dass Therapien manchmal nur bedingt oder gar nicht funktionieren? Liegt es am Therapeuten? Sind die Krankenkassen mit ihren Restriktionen schuld? Geben sie dem Individuum nicht genug Raum, um in seinem Tempo zu heilen? Sind einige Patienten nur therapieresistent (sprechen nicht auf die eine Therapie an)? Mangelt es ihnen – wie an vielen Stellen vermutet – an der Motivation, wieder zu heilen? Oder sind sie austherapiert, wenn sie auf keine der Therapiemöglichkeiten ansprechen? Was geschieht, wenn keine Therapieform funktioniert?

 

An wem oder was liegt es, wenn die Therapie versagt?

austherapiert therapieresistent wenn die therapie nicht funktioniertViele Betroffene von Angststörungen und Depressionen erhalten eine kognitive Verhaltenstherapie. In ihr lernt der Patient, wie er sich in Momenten der Angst, Scham, Schuld, Panik und Depression davon befreien kann, zum Beispiel durch körpertherapeutische Interventionen wie Atemtechniken und  Konfrontationsstrategien. Er lernt, dass ihn seine Gefühle nicht umbringen und wie er sie steuern kann. Eine legitime Herangehensweise. Weniger angebracht finde ich, dass der Patient lernt, wieder zu funktionieren. Es geht der Verhaltenstherapie verstärkt um die Zukunft, nicht um die Vergangenheit und Erkenntnis jener Ursachen, die zur psychischen Belastung geführt haben.

Es muss also am Patienten liegen, wenn diese Therapie scheitert, oder? Er erhält doch alles, was er braucht und im Alltag umsetzen kann. Denn Therapeuten verfahren streng nach Vorschrift und Expertise. Sie haben ihr Fach von der Pike auf gelernt und wissen psychische Störungen und Belastungen einzuschätzen. In den probatorischen Sitzungen (jene zwei bis vier Stunden vor Beginn der Therapie) stellten sie eine Diagnose und beschlossen ein geeignetes Therapieverfahren, schätzten die ausreichende Therapiemotivation des Patienten und die Therapeuten-Patienten-Beziehung als ggf. tragfähig ein. Anschließend gaben sie ihr Wissen weiter, um dem Patienten bei der Umsetzung seines Anliegens zu unterstützen.

Und trotzdem kamen die Panikattacken, Depressionen oder Ängste zurück. Davon erfährt der Therapeut selten. Ich habe mit vielen Betroffenen gesprochen, die z. B. in der Therapie vorgaben, es würde ihnen besser gehen. In Wahrheit aber wollten sie nur nicht getadelt werden, weil sie die Strategien nicht umsetzen konnten. Sie wollten den Therapeuten nicht enttäuschen, wollten nicht als Versager dastehen und für ihre “Schwäche” be- bzw. verurteilt werden. Dass sich die Betroffenen häufig die Schuld geben, wenn ihre Therapie nicht funktioniert, ist eine Denke, die auch Therapeuten mitunter haben: Immerhin kennen sie die Erfolge anderer Patienten und glauben an die Wirksamkeit der Therapie(form).

 

Therapien, wie sie im Lehrbuche stehen: Die Kluft zwischen Theorie und Praxis

therapie nach lehrbuchTherapeuten sind vor allem Experten auf ihrem Gebiet – einer bestimmten Therapieform, die eigene Verfahrensweisen bereithält. Sie haben ein Repertoire an Interventionen, die Betroffenen helfen könn(t)en. Müssen sie aber nicht – auch wenn das der Idealfall wäre. Besonders Krankenkassen halten einige Therapieformen für wirksamer, immerhin beenden die Patienten die Therapie oft mit dem Vermerk: erfolgreich geheilt. Dass die Betroffenen aber, wie oben erwähnt, danach entweder rückfällig werden, neue Belastungen entwickeln oder in Wahrheit gar nicht geheilt worden sind, erfassen die Statistiken nicht. Entsprechend hanebüchen ist die Grauzone.

Einige Betroffene sehen die Verantwortung bei Therapeuten. Sie haben jahrelange Berufserfahrung und wissen, was sie tun. Unter ihnen gibt es natürlich auch welche, die glauben, per definitionem zu wissen, was dem Patienten guttäte und was nicht. Sie wollen ihm ihr Wissen aufzwingen. Andere hingegen versuchen, ein Lehrbuch an jedem Menschen und jeder Lebenssituation anwendbar zu machen. Beide Auffälligkeiten übersehen das Individuum Mensch hinter dem Patienten. (Natürlich gibt es Therapeuten, die den Menschen hinter dem Patienten erkennen und würdigen.)

In meinen Augen ist weder der Patient noch der Therapeut “schuld”. Ich glaube vielmehr, dass sich die Therapielandschaft ändern muss. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte und der fachlich unwissende Patient kann in seiner Notlage nicht verstehen, welche Therapieform für ihn die beste wäre. Es braucht jemanden, der genau hinschaut. Die Kassen erlauben zwei bis vier Sitzungen für die Diagnostik und das Kennenlernen, Einschätzen, Beziehung aufbauen, Entscheidungen treffen usw. Es braucht zudem einen Therapeuten, der offen sagen kann, dass sein Spezialgebiet weniger wirksam sein könnte. Es braucht einen Patienten, der bei einem unguten Bauchgefühl sagen kann, dass ihm der Therapeut oder die Therapie nichts ist. Gäbe es nicht so lange Wartezeiten auf einen Therapieplatz, weniger verkomplizierte Bürokratiehindernisse bei der Kostenübernahme nicht zugelassener Therapeuten und schulmedizinische Engstirnigkeiten, könnte vielen Betroffenen schneller und effektiver geholfen werden. Besonders dann, wenn die eine Therapieform nicht die passende war.

 

Boom “Selbsthilfe”: So verändert sich der Umgang mit psychischen Herausforderungen

Es ist für mich keine Überraschung, dass das Thema Selbsthilfe so boomt. Jeder versucht, sich zuerst selbst zu helfen, solange er noch kann. Wir kaufen uns stapelweise Bücher und belesen uns, um noch andere Möglichkeiten zu finden. Wir sprechen im Internet mit anderen Betroffenen, um von ihrem Weg zu erfahren. Du liest Blogger und Autoren wie mich, die über ihre Zeit sprechen und holst dir Einsichten, Ansichten und Impulse. Einige meiner Kollegen bieten eigens erstellte Angstbewältigungsangebote an, so zum Beispiel Sebastian in seiner Anti-Angst-Akademie gegen Angst- und Panikattacken.

Wir verbinden uns mittlerweile auf einer Ebene, die fern ab jeder Krankenkasse und Therapieform Halt und Unterstützung bieten. Wir werden selbstwirksamer und lernen voneinander. Das ist nicht nur ein gutes Zeichen. Es signalisiert vor allem, dass sich die Therapieformen endlich mischen dürfen, dass die Gesetzeslage und Krankenkassen wieder Menschlichkeit zulassen, neue (bzw. bislang nicht anerkannte) Heilverfahren zugelassen werden und Menschen eben nicht (immer) nach Buch therapiert werden können.

Falls du ebenfalls seit Jahren nach einem Ausweg aus deiner Belastung suchst, möchte ich dir meinen damaligen Ansatz mit auf den Weg geben. Er ist nicht ganz schmerzfrei, aber hat bei einigen große Erkenntnisse nach sich gezogen.

 

Was wäre, wenn dir deine psychische Störung in Wahrheit etwas erlaubt…

das geschenk in einer psychischen störung bei angst depressionen panikattackenAlles hat seine guten und schlechten Seiten, auch Angst. An deiner Angst ist es dran, das dir etwas erlaubt bzw. dich von etwas abhält. Darin liegt ein “Geschenk”, das dein Geist für wichtig, schön und erleichternd empfindet. Dein Geist möchte dieses Geschenk nicht loslassen. Hinter jeder “Störung” steckt damit etwas, was dir vermeintlich Gutes tut.

Bei mir war es so, dass ich mit meiner Agoraphobie und Panikstörung sowie den Burnout-Symptomen erwirken konnte, stets zu arbeiten, Zuhause, wo ich noch stückweit Distanz zu anderen Menschen hatte. (Ich kann in lauten Büros nur schwer arbeiten und kaum kreativ sein.) Ich konnte mich Zuhause auch gut verstecken. Da ich anfangs keine sehr gesunde Auseinandersetzung mit Konflikten und meiner wahren Größe hatte, ermöglichte mir meine Angst, dass ich nicht auf Menschen traf, bei denen ich diese Kompetenzen gebracht hätte. Panik gab mir außerdem die Erlaubnis, dass ich meine Wut nicht an meinen Kollegen auslassen musste, sondern verschweigen durfte. Die inneren Explosionen richteten sich gegen mich. Ich ging damals auch davon aus, dass ich diejenige sei, die Fehler beging, nicht etwa andere. Ich dachte: Andere müssen in Ordnung sein, sonst wären sie nicht hier. Wenn sie also sauer sind oder mich beschuldigen, muss es wohl an mir liegen. Dass es auch Menschen gibt, die in ihrem Verhalten mehr als zweifelhaft sind, einem einfach nicht guttun bzw. kaum jemandem, war mir nicht so klar. Dass ich wütend sein durfte und ihnen meine Wut zumuten durfte, wusste ich auch nicht so recht.

Agoraphobie erlaubte mir, dass ich drinnen sein konnte, wo mich niemand ablehnte. In der Zeit hatte ich zudem eine heimliche Liebschaft, die mir das Gefühl gab, dass mich niemand entdecken durfte und meine wahren Gefühle verheimlicht werden mussten. Just dasselbe Gefühl begleitete mich auch im Job, in dem ich große Angst hatte, der Herausforderung nicht gerecht zu werden. Stattdessen war ich gefügig – anfangs jedenfalls – und versuchte mein Bestes, nirgends anzuecken und MICH nicht zu zeigen. Ich wollte nicht versagen. Arbeit gab mir das Gefühl, dass ich dagegen steuern konnte. Währenddessen lief mein Privatleben gen Null. Die Symptomatik festigte sich. Ab Start meiner Therapie gab es dann kein Zurück mehr: Ich musste auch meine nicht so bequemen Seiten zeigen. Ich musste lernen, dass es okay ist, Nein zu sagen und Menschen auf ihre Fehler hinzuweisen. Ich musste lernen, dass nicht alles sofort und perfekt geht, wie ich es von mir gewohnt war. Und viele andere, wertvolle Lektionen steckten in dem Geschenk.

 

Dein Geschenk

zu viel input zu wenig output reize außen panikattacken angstEs kann sein, dass du wegen deiner Panik rund um die Uhr für deine Kinder da sein kannst, damit du sie nicht enttäuscht – so wie du enttäuscht worden bist, weil deine Eltern zu wenig Zeit mit dir verbrachten. Oder dass du dadurch eine nicht verarbeitete Trennung oder einen Verlust nicht erneut erleben musst (etwas, das geschah, als du dich trenntest, einmal nicht anwesend warst usw.). Deine soziale Angst meint dich davon zu befreien, eine gefürchtete Ablehnung zu erfahren – so wie du in deiner Kindheit oder Jugend abgelehnt worden bist. Es kann sein, dass dein Burnout dich aus einem miesen Job befreien möchte. Es kann sein, dass dir deine Belastung helfen möchte, deine Selbstaufopferung endgültig abzulegen, damit du den Blick frei für dich hast. Es kann sein, dass deine Agoraphobie dich befähigen möchte, dass du alles zusammenhältst, was sonst zu zerbrechen drohen würde, z. B. deine Familie oder Partnerschaft. Es kann sein, dass sie dich davon abhält, noch mehr Verantwortung schultern zu wollen – fremde Verantwortung, die du nicht tragen kannst, weil sie nicht deine ist. Vielleicht trägst du auch eine Schuld, die sich auf die Taten einer anderen Person bezieht.

Solch ein Nutzen findet sich oft in psychischen Herausforderungen – es ist eine Hilfe deines Körpers. Gleichzeitig – und das weißt du sicher – zeigt dir dein Körper, dass genau da etwas nicht stimmt. Viele sind es gewohnt, wie in ihrer Kindheit und Jugend, der/die Stärkere zu sein. Viele sind ebenso plötzlich mit dem Erwachsensein und der Bedeutung überfordert, weil sie bestimmte Fähigkeiten nicht gelernt haben, zum Beispiel an sich und ihre Stärke zu glauben oder an ihr Recht, Fehler zu machen oder Nein zu sagen. Viele verbinden mit Erwachsensein eine Verantwortung, die sie sich scheuen, in ganzer Größe in Besitz zu nehmen.

Umso wichtiger erscheint es mir, dass alle, die weniger gut auf Therapien ansprachen, in sich selbst nach den möglichen Ursachen suchen. Mit den vielen Erfahrungen aus dem therapeutischen Repertoire kannst du selbst in zwei Jahren noch in dich gehen und entscheiden, welche Therapie am ehesten helfen könnte. Es ist nie zu spät, sich durch neue Erkenntnisse eine größere Wahrscheinlichkeit des Erfolges zu ermöglichen.

Wenn du dich gefunden hast und weißt, womit du (und deine Angst) es zu tun hat.

Alles Liebe,
Janett Menzel

Janett Menzel Angst Blog

 

 

Durch Burnout, Angst & Panik zum wahren Lebenssinn und zur Berufung

Durch Burnout, Angst & Panik zum wahren Lebenssinn und zur Berufung

 

Viele fragen sich: Wieso ausgerechnet ich? Wieso sind sie so psychisch belastet mit Stress, Burnout, Depression, Angst oder Panik? Auch ich habe mich das jahrelang gefragt. Bei mir ging es durch einen Job los, in den ich nicht hineingehörte und in dem Menschen an meiner Seite waren, die mich an manchen Tagen durch ihre Launen zur Verzweiflung brachten. Ich war (und bin es noch) ein Leistungstier. Was ich anfasse, mache ich richtig oder gar nicht. Aber in Zeiten von flachen Hierarchien, gewissenloser und allesfressender Ellenbogen-Teams hat das seinen Preis. Doch ich hörte nicht auf…meinen Körper. Meine Symptome mit Panikattacken begannen 2007 und zeigten sich auch noch Jahre später immer und immer wieder, bis ich eines Tages verstand, dass sie (ausgelöst durch Überarbeitung/Burnout) Symptome waren, die einen viel größeren Sinn und Zweck verfolgten.

 

Wenn’s schnell gehen muss: Lebenssinn & Berufung durch Burnout, Angst und Panik?

symptome entziffern entschlüsseln was bedeutet angst burnout depression stress panikattackenMeine Symptome wollten, dass ich ihnen zuhöre, damit ich endlich aufhöre, eine Rolle zu spielen, die mir schon lange nicht mehr stand. Angst und Burnout, Panikattacken und heftiger Stress im Vorfeld sind – so lernte ich – wie eine alte, längst vergessene Schrift, die man entziffern muss. Ich fand zum Schreiben zurück, eine Leidenschaft, die ich zuletzt in meiner Jugend auslebte. Ich erinnerte mich wieder an meine Träume und an das, was ich wirklich wollte und brauchte, ohne Fremdbestimmung. Eine der wichtigsten Erkenntnisse aber war, dass ich selbst Enttäuschungen auf allen Wegen erlebte, weil ich ungewollte Dinge tat, um niemanden zu enttäuschen. Aus meiner Angst vor Schmerz, Getrenntsein und Einsamkeit handelte ich für andere und rannte eigentlich direkt zu meinen Hauptthemen hin, während ich glaubte, ich könnte sie so vermeiden.

Wenn ich heute zurückdenke, müsste ich mich eigentlich bei meinem damaligen Arbeitgeber und den zeitweilig so verhassten Kollegen bedanken: Denn sie brachten mich direkt an einen Punkt, an dem auch mein Körper sagte, dass es Zeit war, loszulassen und mich und meine Wahrheit zu erkennen. Durch die Wellen an Panikattacken, meine totalen Erschöpfungszustände und all die daraus resultieren Gefühle war ich gezwungen, hinzusehen. Es ging gar nicht mehr anders. (Deshalb bin ich auch kein Freund der kognitiven Verhaltenstherapie im alleinigen Sinne, sondern ein Verfechter der Gesprächstherapie, Psychoanalyse, Familienaufstellungen, energetischen Verfahren, Körper-, Kunst- und Musiktherapie, Licht- und Aromatherapie und alle anderen Verfahren, die weniger üblich sind. Weil sie dich DICH erfahren lassen, in einer Tiefe, die die kognitive Verhaltenstherapie bewusst ignoriert. Diese fokussiert den Weg, wie du schnell wieder lebensfähig und funktional wirst. Für die, die erst einmal wieder funktionieren müssen (für Kinder, ihren Lebensunterhalt u. Ä.) ist sie ein guter erster Schritt, mit dem es aber nicht getan sein sollte.) Ich erkannte in meiner Gesprächs- und Schreibtherapie zum Glück, dass es mir um mich gehen durfte, nicht darum, wie ich fix wieder fertig für andere werden könnte.

 

Symptome zeigen dir den Weg zu deinem wahren Ich

Als ich diese Strukturen und Bedeutungen hinter meinen Symptomen verstand, wusste ich, dass ich vieles in der Tiefe meiner Persönlichkeit los- und hinter mir lassen musste. Ich machte nicht nur Bereiche (Liebe & Partnerschaft, Job, Familie, Freundschaften) aus, in denen ich unzufrieden war. Ich trennte mich nicht “einfach” und kündigte auch nicht “nur”. Ich erkannte vielmehr, wieso und wozu ich diese Schritte gehen musste/wollte und welche weiteren folgen müssten, um meine Ziele zu erreichen. Es ist auch nicht nur mit Trennungen und neuen Jobs getan.

Symptome zeigen dir den Weg zu deinem wahren IchDer Charakter eines ängstlichen Menschen ist so symptomatisch für verborgene und verdrängte Potenziale und Gefühlswelten. Es gibt so viel zu erkennen und zu entdecken, wenn man Angst und Panikattacken, Burnout und Erschöpfungszustände erlebt. Wenn du hinter die Symptome schaust, wirst du unweigerlich deinen Kern finden. Dieser Kern sagt dir, wer du bist und was dein Sinn in diesem Leben ist. Für mich ist er die Seele. Andere nennen diesen Kern das höhere Selbst. Egal, welche Begriffe man verwendet:

Er ist unkaputtbar und sorgt dafür, dass du alles und jeden für seinen (deinen) Sinn in den Wind schießen würdest. Jedes Wort, jede Handlung und jedes Gefühl beschreibt deinen Wegweiser, deine eigene Landkarte zu deiner wahren Bestimmung in diesem Leben auf dieser Welt. Sie liegt verborgen hinter viel stinkendem Müll aus alten Erfahrungen, fremden Bedürfnissen und Ansprüchen, geschürter Angst und gefürchteter Trauer, Schuld und Scham. Hinderlich bei der Ausübung deiner Bestimmung ist nur, dass wir Einsamkeit und das Gefühl des Getrenntseins, der Nicht-Zugehörigkeit fürchten. Nur deshalb sind und waren wir bereit, zu tun, was wir nie wollten und zu sagen, was wir nicht meinten, still zu bleiben, als wir eigentlich laut “Scheiße!” und “Nein!” brüllten wollten. Deshalb sollte dieses abwehrende Verhalten zuerst weg.

Traut man sich, diese Erkenntnisse zu erlangen, sich in die eigene (Un)Tiefe zu wagen, steht einem die ganze Welt offen. Ich sage nicht, dass damit keine neuen Ängste an die Oberfläche dringen (und folglich Symptome). Ich sage auch nicht, dass es leicht (für mich) war (oder gerade ist). Es ist kein kurzer Weg zu sich und seiner Berufung, seiner Bedeutung für diese Welt und seiner Bestimmung in diesem Leben. Auch ich spüre Tag für Tag, dass ich zwar auf meinem Weg bin, aber es noch eine kleine Weile bis zum Ziel ist. Ich bleibe noch zu oft stehen und schaue mich um. Aber meinen Kern spüre ich täglich.

Es fühlt sich so viel besser an, zu tun, was man wirklich aus tiefstem Herzen tun möchte und nur die Verbindungen zu pflegen, die ohne Pflicht und Sich-beweisen-Müssen auskommen. Natürlich sind Kunden auf Leistungen aus; immerhin zahlen sie Geld für dein Produkt. Natürlich brauchen Partnerschaften und Verbindungen Gegenseitigkeit und Geborgenheit, um erfüllt und zufrieden zu sein. Aber wenn dein Kern, deine Seele, dein höheres Selbst rebelliert, dann heißt es entweder Prüfe den Umstand/die Person! oder Prüfe dich!. In den meisten Fällen ist es ein Mix aus beidem: die Angst vor Ausschluss und die Angst vor sich selbst. Zu sich zu stehen – ganz frei von Angst vor der Reaktion anderer. Keine leichte Sache – für niemanden.

 

Wie es sich anfühlt, wenn du auf dem richtigen Weg bist

 Viele fragen sich, wieso ausgerechnet sie so psychisch belastet sind mit Stress, Burnout, Depression, Angst oder Panik. Auch ich habe mich das jahrelang gefragt. Bei mir ging es durch einen Job los, in den ich nicht hineingehörte und in dem Menschen an meiner Seite waren, die mich bremsten und an manchen Tagen durch ihre Launen zur Verzweiflung brachten. Ich war (und bin es noch) ein Leistungstier. Ich liebe Arbeit und Geld und Arbeit und Geld lieben mich: Ich bin extrem gut darin, es für andere zu verdienen. Was ich anfasse, mache ich richtig oder gar nicht. Aber in Zeiten von flachen Hierarchien, gewissenloser und allesfressender Ellenbogen-Teams hat das seinen Preis. Doch ich hörte nicht auf...meinen Körper. Meine Symptome mit Panikattacken begannen 2007 und zeigten sich auch noch Jahre später immer und immer wieder....bis ich eines Tages verstand, dass sie (ausgelöst durch Überarbeitung/Burnout) Symptome waren, die einen großen Sinn und Zweck verfolgten. Wenn's schnell gehen muss: Lebenssinn & Berufung durch Burnout, Angst und Panik Meine Symptome wollten, dass ich ihnen zuhöre, damit ich endlich aufhöre, eine Rolle zu spielen, die mir schon lange nicht mehr stand. Angst und Burnout, Panikattacken und heftiger Stress im Vorfeld sind - so lernte ich - wie eine alte, längst vergessene Schrift, die man entziffern muss (und sollte!). Ich fand zum Schreiben zurück, eine Leidenschaft, die ich zuletzt in meiner Jugend auslebte. Ich erinnerte mich wieder an meine Träume und an das, was ich wirklich wollte und brauchte, ohne Fremdbestimmung. Eine der wichtigsten Erkenntnisse war, dass ich selbst Enttäuschungen auf allen Wegen erlebte, weil ich ungewollte Dinge tat, um niemanden zu enttäuschen. Aus meiner Angst vor Schmerz, Getrenntsein und Einsamkeit handelte ich für andere und rannte eigentlich direkt zu meinen Hauptthemen hin, während ich glaubte, ich könnte sie so vermeiden. Wenn ich heute zurückdenke, müsste ich mich eigentlich bei meinem damaligen Arbeitgeber und den zeitweilig so verhassten Kollegen bedanken: Denn sie brachten mich direkt an einen psychischen und physischen Punkt, an dem auch mein Körper sagte, dass es Zeit war, loszulassen und mich und meine Wahrheit zu erkennen. Durch die Wellen an Panikattacken, meine totalen Erschöpfungszustände und all die daraus resultieren Gefühle war ich gezwungen, hinzusehen. Es ging gar nicht mehr anders. (Deshalb bin ich auch kein Freund der kognitiven Verhaltenstherapie im alleinigen Sinne, sondern ein Verfechter der Gesprächstherapie, Psychoanalyse, Familienaufstellungen, energetischen Verfahren, Körper-, Kunst- und Musiktherapie, Licht- und Aromatherapie und alle anderen Verfahren, die weniger üblich sind. Wieso? Weil sie dich DICH erfahren lassen, in einer Tiefe, die die kognitive Verhaltenstherapie bewusst ignoriert. Sie fokussiert den Weg, wie du schnell wieder lebensfähig und funktional wirst. Für die, die erst einmal wieder funktionieren müssen (für Kinder, ihren Lebensunterhalt u. Ä.) ist sie ein guter erster Schritt, mit es aber nicht getan sein sollte.) Ich erkannte in meiner Gesprächs- und Schreibtherapie zum Glück, dass es mir um mich gehen sollte, nicht darum, wie ich fix wieder fertig für andere werden könnte. Symptome zeigen dir den Weg zu deinem wahren Ich Als mir diese Strukturen und Bedeutungen hinter den Symptomen klar wurden, verstand ich, dass ich vieles in der Tiefe meiner Persönlichkeit los- und hinter mir lassen musste. Ich machte nicht nur Bereiche (Liebe & Partnerschaft, Job, Familie, Freundschaften) aus, in denen ich unzufrieden war. Ich trennte mich nicht "einfach" und kündigte auch nicht "nur". Ich erkannte vielmehr, wieso und wozu ich diese Schritte gehen musste/wollte und welche weiteren folgen müssten, um meine Ziele zu erreichen. Es ist nicht nur mit Trennungen und neuen Jobs getan. Der Charakter eines ängstlichen Menschen ist so symptomatisch für verborgene und verdrängte Potenziale und Gefühlswelten. Es gibt so viel zu erkennen und zu entdecken, wenn man Angst und Panikattacken, Burnout und Erschöpfungszustände erlebt. Wenn du hinter die Symptome schaust, wirst du einen Kern finden. Dieser Kern ist dermaßen unkaputtbar, dass du alles und jeden dafür in den Wind schießen würdest. Andere nennen diesen Kern Seele oder das höhere Selbst. Jedes Wort beschreibt deinen eigenen Wegweiser, deine eigene Landkarte zu deiner wahren Bestimmung in diesem Leben auf dieser Welt. Sie liegt verborgen hinter viel stinkendem Müll aus alten Erfahrungen, fremden Bedürfnissen und Ansprüchen, geschürter Angst und gefürchteter Trauer, Schuld und Scham. Im Endeffekt aber läuft alles darauf hinaus, dass wir Einsamkeit und das Gefühl des Getrenntseins, der Nicht-Zugehörigkeit abwehren, weil fürchten. Nur deshalb sind und waren wir bereit, zu tun, was wir nie wollten und zu sagen, was wir nicht meinten, still zu bleiben, als wir eigentlich laut "Scheiße!" und "Nein!" brüllten wollten. Wie es sich anfühlt, wenn du auf dem richtigen Weg bist Durch die mutige Nähe zu deinem Kern wirst du dich plötzlich trennen können, auch wenn es dir vorher immer schwerfiel. Du wirst ad hoc so konflikt- und durchsetzungsfähig wie noch nie zu vor in deinem Leben. Du wirst zu deinem eigenen Superman/deiner eigenen Superwoman, weil dir dieser Kern den Weg weist. Dein Kern pumpt konstant Vertrauen und Glücksgefühle in dich hinein. Er ist wie dein zweites Herz, ein Organ, das eigenständig warme, pure und essentielle Wahrheit in deine Adern pumpt. Er schlägt von allein, wenn du ihn achtest. Er bringt deinen Körper auf ein vollkommen neues Niveau an Energie und Belastbarkeit. Es wird keine Nahrungsunverträglichkeiten oder sonstige Stresssymptome mehr geben, keine Schlaf- oder Konzentrationsschwierigkeiten. Nichts mehr von all dem, was uns vorher abhalten wollte - von den Dingen, die eben nicht unserem Kern entsprechen. Traut man sich, diese Erkenntnisse zu erlangen, sich in die eigene (Un)Tiefe zu wagen, steht einem die ganze Welt offen. Ich sage nicht, dass damit keine neuen Ängste an die Oberfläche dringen (und folglich Symptome). Ich sage auch nicht, dass es leicht (für mich) war (oder gerade ist). Es ist kein kurzer Weg zu sich und seiner Berufung, seiner Bedeutung für diese Welt und seiner Bestimmung in diesem Leben. Auch ich spüre Tag für Tag, dass ich zwar auf meinem Weg bin, aber es noch eine kleine Weile bis zum Ziel ist. Ich bleibe noch zu oft stehen und schaue mich um. Ich sage nur, dass es sich so viel besser anfühlt, zu tun, was man wirklich aus tiefstem Herzen tun möchte und nur die Verbindungen zu pflegen, die ohne Pflicht und Sich-beweisen-Müssen auskommen. Natürlich sind Kunden auf Leistungen aus; immerhin zahlen sie Geld für dein Produkt. Natürlich brauchen Partnerschaften und Verbindungen Gegenseitigkeit und Geborgenheit, um erfüllt und zufrieden zu sein. Aber wenn dein Kern, deine Seele, dein höheres Selbst rebelliert, dann heißt es entweder Prüfe den Umstand/die Person! oder Prüfe dich!. In den meisten Fällen ist es ein Mix aus beidem: das oben genannte Offensichtliche aus Angst vor Ausschluss und die Angst vor sich selbst. Hinter deine Gedanken, Gefühle und Handlungen zu blicken, die Ängste und Trauer wahrzunehmen, die deine (Un-)Taten abwehren sollen, gebietet Respekt und zwingt dich vor allem dazu, deine Wahrnehmung von der Welt und dir als Mensch einem Wohlfühl-Check zu unterziehen. Es ist furchterregend und verletzend, wenn man erkennt, wie oft man sich selbst verletzt hat, nur aus Angst, verletzt zu werden. Es tut wahnsinnig weh, wenn man die Wut, die man sonst auf andere hatte, plötzlich als Wut auf sich selbst erkennt. Aber der Mut zur Unvollkommenheit, die eigenen unperfekten, unangepassten Seiten da sein zu lassen, bringt dir eines: Lebendigkeit. In genau dieser Lebendigkeit wird dir nichts mehr fehlen, was dir nicht steht. Die Gewichtung aller Lebensbereiche und Neuorientierungen in Verbindungen oder Gedanken- und Gefühlsmustern wird so automatisch ablaufen, dass sie dir nicht auffallen werden. Du wirst das, was du vorher so gefürchtet hattest, nicht einmal mehr wahrnehmen. Dir wird kein Rückzug eines vormals so wichtigen Menschen etwas bedeuten, kein Verlust wird dich wirklich verletzen. Ein riesiges Missverständnis: Was du denkst, was dir deine Symptome sagen wollen, ist falsch Es fühlt sich eher so an, als würde alles abprallen, weil du durch deinen Kern eine unverletzbare und unbrechbare Schutzhülle aufgebaut hast - wie ein Schild aus purem Selbst, das alle potenziellen Gefahren und Menschen automatisiert abwehrt. Dein Kern kehrt sich aber erst dann von innen nach außen, weil du entsprechend deiner wahren Gedanken und Gefühle handelst. Und das wird belohnt. Doch um Freude, Sinn, Glückseligkeit, Vertrauen, Selbstbestimmung und -liebe, Potenziale und Verwirklichung potenzieren und maximieren zu können, muss ein Quäntchen davon da sein. LEIDER glauben ja die meisten, die unter starkem Stress, Angst, Panikattacken, Burnout/Depressionen usw. leiden, dass sie nichts können, dürfen, sollten. Sie glauben auch, dass es entweder NIE besser würde oder nur dann besser würde, wenn...xyz...eintreten würde, wenn irgendwer endlich irgendwas getan hätte. ABER und hier kommt der Haken: Wenn du bewusst deine Talente, deine unbequemen Gedanken, unangepassten Gefühle und frei selbstbestimmten Bedürfnisse ignorierst und verneinst, dich weder dafür lobst noch andere für ihre wertschätzt, dich und alles, was in dir ist (so wie andere und ihre inneren Welten) verneinst und abwehrst, kann nichts vermehrt und nichts ans Licht gebracht werden. Alles, was du dann bekommst, ist eine Multiplikation dessen, was du glaubst, nicht zu sein, nicht zu können und nicht zu haben. Deshalb kann ich dich nur ermutigen, alles, was du bislang dachtest, was du nicht dürftest oder nicht solltest, gedanklich so durchzuspielen und zu erleben, visionär zu genießen. Denn dieses Probehandeln, wie es die Psychologie nennt, zapft deinen wahren Kern an und lässt ihn langsam immer stetiger aufleuchten. Gehe erste Schritte, sorge proaktiv für Unterstützung durch Förderer, Menschen, von denen du weißt, dass sie dich nicht ablehnen werden. Handle ganz bewusst in Richtung dieses Kerns und erlaube dir, die wahnsinnige Wirkung zu spüren. Diese Kraft ist in dir - wenn du dich traust, zu glauben. Wieso du unbedingt Glauben brauchst! Ich wurde heidnisch erzogen, kenne mich weder mit Religion aus noch praktiziere ich eine. Aber ich stoße in letzter Zeit immer wieder auf Bücher, die sich eine bestimmte Glaubensrichtung heranziehen, um übergeordnete Glaubensmuster zu beleuchten und zu untermauern. Es spielt in meinen Augen keine Rolle, ob du an Gott, Buddha, Allah, aufgestiegene Meister, Engel, das höhere Selbst, das Universum oder an Schicksal glaubst. Wichtig ist nur, dass du in diesem Glauben einen Halt erfährst, der dich nährt und beizeiten weiterhin in deine Richtung lenkt. Menschen, denen du vertraust, zu glauben, kann wohltuend sein und Geborgenheit mit auf deinen Weg bringen. Aber Menschen sind immer selbst gesteuert durch Altes und Falsch-Vermitteltes ihrer Eltern und Erfahrungen. Sie sind - wie wir alle - stückweit in ihrem Wert und ihren Glauben an das unendliche Potential eines jeden Menschen vergiftet worden. Deshalb würde ich das, was andere sagen, was du tun und nicht tun solltest, immer mit Bedacht betrachten. Prüfe, ob es mit dir und deinem Kern räsoniert oder ob es deine oder nur ihre Angst schürt. Wenn du auf dem richtigen Weg bist, wird es keine Probleme mehr geben, sondern nur noch Herausforderungen, die du meisterst. Es ist zweifellos, dass du alle noch so vermeintlich großen Hürden bewältigen wirst. Alles kommt dir vielmehr wie eine Prüfung, auf die du bestens vorbereitet bist, vor. Aber wenn Angst mit ins Spiel kommt, weil du fehlgeleitet wurdest, dann prüfe nicht deine gesamte Richtung, sondern nur, was und wer (und wozu/warum) sie auslöste. Du erkennst, was "richtig" und nur "gut gemeint" war leicht daran, ob du denkst: "Ne, dann mache ich das nicht." oder aber "Okay. Gut zu wissen. Sollte dieser Fall eintreten, werde ich eine Lösung finden." Der zweite Satz zeigt den Weg und das tiefe Vertrauensgefühl, das in dir herrschen wird, wenn es deinem Kern oder deiner Seele entspricht. Das Erstere hingegen zeigt fremde Angst und fremde Wege. Wie du siehst, ist es eine nicht geringe Fusselarbeit, wenn man versucht, sich und seine Wege von anderen abzugrenzen. Aber je schneller du diese Mechanismen und deiner Intuition kennen- und vertrauen lernst, desto eher wird dich dein Kern dafür belohnen und dich direkt zu deiner Berufung und deinem Lebenssinn bringen. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei! Wer sich "berufen" fühlt und auf der Suche nach einem Förderer ist, dem helfe ich gern in meinen intuitiven Coachings. Alles Liebe, Janett MenzelDein Kern pumpt konstant Vertrauen und Glücksgefühle in dich hinein. Er ist wie dein zweites Herz, ein Organ, das eigenständig warme, pure und essentielle Wahrheit in deine Adern pumpt. Er schlägt von allein, wenn du ihn achtest. Er bringt deinen Körper auf ein vollkommen neues Niveau an Energie und Belastbarkeit. Durch die mutige Nähe zu deinem Kern wirst du dich zum Beispiel plötzlich trennen können, auch wenn es dir vorher immer schwerfiel. Du wirst ad hoc so konflikt- und durchsetzungsfähig wie noch nie zu vor in deinem Leben. Es wird keine Nahrungsunverträglichkeiten oder sonstige Stresssymptome mehr geben, keine Schlaf- oder Konzentrationsschwierigkeiten. Dein Körper wird dich stattdessen symptomfrei unterstützen – und jederzeit wieder abhalten, von den Dingen, die eben nicht deinem Kern entsprechen.

Hinter deine Gedanken, Gefühle und Handlungen zu blicken, die Ängste und Trauer wahrzunehmen, die deine (Un-)Taten abwehren sollen, gebietet Respekt und zwingt dich vor allem dazu, deine Wahrnehmung von der Welt und dir als Mensch einem Wohlfühl-Check zu unterziehen. Es ist furchterregend und verletzend, wenn man erkennt, wie oft man sich selbst verletzt hat, nur aus Angst, verletzt zu werden. Es tut wahnsinnig weh, wenn man die Wut, die man sonst auf andere hatte, plötzlich als Wut auf sich selbst erkennt. Aber der Mut zur Unvollkommenheit, die eigenen unperfekten, unangepassten Seiten da sein zu lassen, bringt dir eines: Lebendigkeit. In dieser Lebendigkeit wird dir nichts mehr fehlen, was dir nicht steht. Die Gewichtung aller Lebensbereiche und Neuorientierungen in Verbindungen oder Gedanken- und Gefühlsmustern wird so automatisch ablaufen, dass sie dir nicht auffallen werden. Du wirst das, was du vorher so gefürchtet hattest, nicht einmal mehr wahrnehmen. Dir wird kein Rückzug eines vormals so wichtigen Menschen etwas bedeuten, kein Verlust wird dich wirklich verletzen.

Es fühlt sich eher so an, als würde alles abprallen, weil du durch deinen Kern eine unverletzbare und unbrechbare Schutzhülle aufgebaut hast – wie ein Schild aus purem Selbst, das alle potenziellen Gefahren und Menschen automatisiert abwehrt. Dein Kern kehrt sich aber erst dann von innen nach außen, wenn du entsprechend deiner wahren Gedanken und Gefühle handelst. Und das wird belohnt.

 

Ein riesiges Missverständnis: Was du denkst, was dir deine Symptome sagen wollen, ist falsch

entsprechend deiner wahren Gedanken und Gefühle handeln Seele Ruf des HerzensDoch um Freude, Sinn, Glückseligkeit, Vertrauen, Selbstbestimmung und -liebe, Potenziale und Verwirklichung potenzieren und maximieren zu können, muss ein Quäntchen davon da sein. LEIDER glauben die meisten, die unter starkem Stress, Angst, Panikattacken, Burnout/Depressionen usw. leiden, dass sie nichts können, dürfen, sollten. Sie glauben auch, dass es entweder NIE besser würde oder nur dann besser würde, wenn…xyz…einträte, wenn irgendwer endlich irgendwas getan hätte.

ABER: Wenn du bewusst deine Talente, deine unbequemen Gedanken, unangepassten Gefühle und frei selbstbestimmten Bedürfnisse ignorierst und verneinst, dich weder dafür lobst noch andere für ihre wertschätzt, dich und alles, was in dir ist (so wie andere und ihre inneren Welten) verneinst und abwehrst, kann nichts vermehrt und nichts ans Licht gebracht werden. Alles, was du dann bekommst, ist eine Multiplikation (ein Beweis) dessen, was du glaubst, nicht zu sein, nicht zu können und nicht zu haben.

Deshalb kann ich dich nur ermutigen, alles, was du bislang dachtest, was du nicht dürftest, könntest oder solltest, gedanklich ANDERS, NEU und spielerisch vergnügt mit positivem Ausgang durchzuspielen und zu erleben, visionär zu genießen. Denn dieses Probehandeln, wie es die Psychologie nennt, zapft deinen wahren Kern an und lässt ihn langsam immer stetiger aufleuchten. Gehe erste Schritte, sorge proaktiv für Unterstützung durch Förderer, Menschen, von denen du weißt, dass sie dich nicht ablehnen werden. Handele ganz bewusst in Richtung dieses Kerns und erlaube dir, die wahnsinnige Wirkung zu spüren.

Diese Kraft ist in dir – wenn du dich traust, ihr zu glauben.

 

Wieso du unbedingt Glauben brauchst!

Ich wurde heidnisch erzogen, kenne mich weder mit Religion aus noch praktiziere ich eine. Aber ich stoße in letzter Zeit immer wieder auf Bücher, die eine bestimmte Glaubensrichtung heranziehen, um übergeordnete Glaubensmuster zu beleuchten und zu untermauern. Es spielt in meinen Augen keine Rolle, ob du an Gott, Buddha, Allah, aufgestiegene Meister, Engel, das höhere Selbst, das Universum oder an Schicksal glaubst. Wichtig ist nur, dass du in diesem Glauben einen Halt erfährst, der dich nährt und beizeiten weiterhin in deine Richtung lenkt.

halt im glauben an sich und seine wahre bestimmung berufung glaubenMenschen, denen du vertraust, zu glauben, kann wohltuend sein und Geborgenheit mit auf deinen Weg bringen. Aber Menschen sind immer selbst gesteuert durch Altes und Falsch-Vermitteltes ihrer Eltern und Erfahrungen. Sie sind – wie wir alle – stückweit in ihrem Wert und ihren Glauben an das unendliche Potential eines jeden Menschen vergiftet worden. Deshalb würde ich das, was andere sagen, was du tun und nicht tun solltest, immer mit Bedacht betrachten. Prüfe, ob es mit dir und deinem Kern räsoniert oder ob es deine oder du ihre Angst schürt.

Wenn du auf dem richtigen Weg bist, wird es keine Probleme mehr geben, sondern nur Herausforderungen, die du meisterst. Es ist zweifellos, dass du alle noch so vermeintlich großen Hürden bewältigen wirst. Alles kommt dir vielmehr wie eine Prüfung vor, auf die du bestens vorbereitet bist. Aber wenn Angst mit ins Spiel kommt, weil du fehlgeleitet wurdest, dann prüfe nicht deine gesamte Richtung, sondern nur, was und wer (und wozu/warum) sie auslöste. Du erkennst, was “richtig” und nur “gut gemeint” war leicht daran, ob du denkst:

“Ne, dann mache ich das nicht. Hast recht.” oder aber “Okay. Gut zu wissen. Sollte dieser Fall eintreten, werde ich eine Lösung finden.”

Der zweite Satz zeigt den Weg und das tiefe Vertrauensgefühl, das in dir herrschen wird, wenn es deinem Kern oder deiner Seele entspricht. Das Erstere hingegen zeigt fremde Angst und fremde Wege. Wie du siehst, ist es eine nicht geringe Fusselarbeit, wenn man versucht, sich und seine Wege von anderen abzugrenzen. Aber je schneller du diese Mechanismen und deiner Intuition kennen- und vertrauen lernst, desto eher wird dich deine Seele dafür belohnen und dich direkt zu deiner Berufung und deinem Lebenssinn bringen.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!

Wer sich “berufen” fühlt und auf der Suche nach einem Förderer ist, dem helfe ich gern in meinen intuitiven Coachings.

Alles Liebe,
Janett Menzel

Janett Menzel Angst Blog

 

 

Probier’s mal mit Genügsamkeit: Einmal ein einfaches Leben, bitte!

Probier’s mal mit Genügsamkeit: Einmal ein einfaches Leben, bitte!

 

Neulich beschloss ich, dass ich nur noch ein einfacher Mensch sein will und sein werde. Gleich, was andere davon halten. Genügsamkeit klang aber lange Zeit in meinen Ohren, als würde ich mich gegen Großes und Mehr wehren. Aber es hängen Erwartungen und damit auch Enttäuschungen an dem Wort. Ich habe die “böse Bedeutung” deshalb einfach gestrichen. Seitdem genügt mir von Tag zu Tag mehr.

 

Wir sind alle nur Menschen. Müssen wir daran erinnert werden?

Genügsamkeit bedeutet, dass man sich und das, was man hat, genug ist. Immer nur Zielen hinterherzurennen und sie strikt zu verfolgen, kann zwar auch erfüllen, aber es bringt erheblichen Stress. Besonders, wenn wir uns dem Perfektionismus hingeben und dann an unseren Ansprüchen scheitern. Bei sich selbst zu “versagen”, kenne ich auch zu gut. Daher: Ich werde mir keine Gedanken mehr machen, ob jemandem das, was ich tue und bin, reicht oder nicht. (Im Netz und bei oberflächlichen Verbindungen ist das ja immer so eine Sache.) Ich werde mich nicht mehr fragen, wie ich besser in X werde und bedeutungsvoller in Y, nur damit andere meinen Wert erkennen und ihn mir zeigen. Ich kenne meinen Wert. Dieser Entschluss fühlt sich gut an. Der Rest tut mir weh. Er pflanzt Gedanken in meinen Kopf, die mich verletzen und mir eine vermeintliche Bedeutungslosigkeit einimpfen wollen, die völliger Blödsinn ist.

Ein Bekannter von mir meinte einst nach unserem dritten Glas Wein auf meiner Couch, dass wir doch am Ende des Tages alle nur Menschen sind, die irgendwie versuchen, zurechtzukommen. Ich verstehe jetzt, was er meinte.

Auch ich habe mein ganzes Leben lang versucht, besser und größer zu leben, existenziell abgesichert und von allen gemocht – damit ich ja nie auf die Idee kommen würde, dass ich oder jemand anderes nicht ausreichen würde, dass mein Leben nicht lebenswert sei oder ich nichts für mich erreicht hätte. Es war ein ständiges Gedrehe im Kreis darum, zu funktionieren und nach außen hin so zu tun, als hätte ich einen Wert, den andere nur erkennen müssten. Eine Bedeutung.

Wozu muss heute alles so bedeutend sein? Was wurde aus einem einfachen Leben, in dem wir nur morgens aufstanden, uns auf den Tag vorbereiteten und ihn verbrachten?

 

Über das Schöne an einem einfachen Leben

Unsere Ahnen waren weder unzufrieden, wenn nichts geschah noch waren sie unzufrieden, wenn etwas geschah. Sie freuten sich noch über die kleinen Dinge. Sie arbeiteten zwar hart und viel, aber sie stellten um einiges seltener ihren Lebenssinn infrage. Sie warfen nicht alles sofort hin, nur weil es einmal schwer wurde. Sie kannten ihre Aufgaben, kamen ihnen nach und verbrachten damit ihr Leben. Als Leben noch fern ab von Selbstverwirklichung und -optimierung einfach nur „lief“, schien nichts mehr oder weniger bedeutungsvoll zu sein. Ein einfaches Leben hatte dieselbe Bedeutung wie ein komplexes.

Doch heute will jeder bedeutend sein – auch, wenn er es nicht zugeben mag. Menschen werden täglich durch die Medien daran erinnert, dass sie „gefälligst“ etwas aus ihrem Leben machen sollten, etwas erreichen müssten, etwas Erinnerungswertes schaffen und sich einen Namen machen sollten – sonst…ja, sonst wäre man wohl normal, in den Augen anderer nicht genug, würde still belächelt, verspottet oder ausgeschlossen…ein einfacher Mensch, der ein einfaches, unbedeutendes Leben führt.

Wann wurde das eigentlich verwerflich?

 

Weshalb Selbstoptimierung und Selbstwert so gar nicht zusammenpassen

weshalb selbstoptimierung so schädlich istMir wurde die letzten Tage bewusst, wie wir alle unser Leben und beinahe jede Aktivität als Pflichtkür bedeutungsschwängern. Wenn der Job einem keine Aufstiegschancen bietet oder wir schon lange meinen, dass wir etwas Besseres verdient hätten, müssten wir kündigen. Was sollen auch zukünftige Arbeitgeber sonst von unserem einfachen Lebenslauf denken? Wir wären nicht gut genug, wenn wir Loyalität, Integrität, Fokussierung und Genügsamkeit zeigten. Nein, heute muss man den ganzen Tag nur an sich denken und daran, wie man noch besser werden kann…weil man erst dann den Wert zugesprochen bekäme, etwas oder jemand zu sein.

Wenn wir auf einfache und eingesessene Art und Weise lieben, es nicht mehr kribbelt und wir nicht mehr tägliche Blumensträuße oder Aufmerksamkeit bekommen, kriegen wir Angst, beginnen Affären oder grübeln darüber, ob wir noch geliebt werden. Andere wiederum trennen sich sogar. Nicht täglich zu spüren, dass wir geliebt werden, so, wie wir meinen, es verdient zu haben, schmälert schon beim Gedanken unseren Wert für den Partner und den Wert des Partners. Weil es „einfach“ nicht mehr reicht.

All diese fiesen und verzeih, dummen Interpretationsansätze fingen erst damit an, dass uns jemand einredete, wir müssten besser sein (gut reicht nicht) und anders (so ist es nicht gut) und gesehen, gehört und erfolgreich – tagtäglich müssten wir im Außen unseren Wert bestätigt bekommen und fühlen. Und wir glauben es auch noch!

 

Sind wir uns nur dann wertvoll, wenn wir von anderen als wertvoll gesehen werden?

Was aussieht wie Zugehörigkeit, hat in Wahrheit nichts mit Wert zu tun. Es ist die Angst davor, normal und einfach zu sein. Im Vergleich stünden wir vor anderen „einfach“ (und) dumm da. Und weil uns deren Meinung wichtiger ist, als unsere, schneiden auch wir vor uns selbst schlecht ab.

gute böse menschen wieso in jedem ein arschloch steckt schatten karmaObwohl uns der Buddhismus schon seit Jahrzehnten verrät, dass es eben das Nicht-Anhaften ist, das uns Zufriedenheit schenkt, sind wir täglich auf der Suche nach eben dieser Sache oder dieser Person, die uns Bedeutung verleiht. Es schafft einen Sinn, der sich damals noch zu Oma- und Opazeiten einfach nur „Leben“ nannte. Das war der Sinn. Heute aber definieren wir unseren Selbstwert darüber, was wir sind, nicht sind, dürfen, nicht dürfen, können und nicht können. Jeder Gegenstand in unserem Leben verrät unseren vermeintlichen Wert. Haben wir aber vermeintlich zu wenig, z. B. kein Haus, sondern nur eine 2-Zimmer- Wohnung, keinen Partner, keinen mörderischen beruflichen Erfolg, keine B-Promi-Bedeutung, zu wenige Likes unter dem Facebook-Post oder Kommentare im Blog, sind wir angeblich nicht von Bedeutung. Wie viele ich kenne (und ich bis eben auch), die gleich darüber nachdachten, alles hinzuschmeißen, traurig oder wütend wurden, nur weil die erhoffte Anerkennung ausblieb und ihnen Bedeutungslosigkeit vorgaukelte.

 

Große Erwartungen

Ich frage mich ernsthaft, ob das ein Leben ist, das lebenswert ist. Ich verzettele mich ebenso ständig in allem, was ich soll und muss, dass ich in letzter Zeit immer mehr an meine Grenzen geriet. Sie zeigten mir deutlich, dass ich begrenzt bin – in dem, was ich will und in dem, was ich nicht will. Bedeutung baut Erwartungen auf und Erwartungen sind Ansprüche, die eine Verantwortung und Pflicht mit sich bringen. Wie viele an diesen brechen, sehen wir an der Zahl der psychischen Störungen wie Panik, Angststörungen, Depressionen und mehr. Sollte die einzige Verantwortung und Pflicht in einem Leben nicht die sein, dass man seine Lebenszeit gesund und dankbar erlebt?

Mir wäre es so viel lieber, wenn wir alle ganz entspannt dieselbe Bedeutung hätten und unsere Tage ebenso zufrieden in Gleichheit verbrächten, ohne uns Gedanken über unsere Bedeutungslosigkeit oder Bedeutung zu machen – ohne jede Handlung oder Nicht-Handlung, jedes Wort oder Schweigen und jede körperliche Regung gleich als Unwert zu interpretieren.

Was meinst du: Ist es heute noch möglich, zurück zu einem einfachen Leben zu kehren?

Mir liegt dieses Thema gerade sehr am Herzen und ich würde mich freuen, wenn du mich an deinen Gedanken dazu teilhaben lässt.

Liebe Grüße,
Janett

Janett Menzel Angst Blog

 

 

Burnout: Bist du emotional erschöpft & ausgebrannt? (mit Test)

Burnout: Bist du emotional erschöpft & ausgebrannt? (mit Test)

 

Burnout ist eine besondere Sache. Es gibt keine einheitliche Definition, was ein Burnout ist, wie er entsteht, welche Symptome ihn signalisieren. Manche Wissenschaftler bestreiten sogar, dass es ihn gibt. Viele Ärzte verstehen unter der Diagnose jedoch einen Zustand physischer und seelischer Erschöpfung. Er entsteht durch lange Zeit anhaltende, negative Gefühle, die sich in der Berufstätigkeit, im Privatleben und im Selbstbild des Menschen entwickeln. Man ist im wahrsten Sinne des Wortes: ausgebrannt.

 

Burnout: Wie es zum Ausgebranntsein kommen kann

Einige Wissenschaftler verstehen unter dem Burnout eher einen Sinn-Verlust und einen Mangel an positiven Emotionen. Der kann entstehen, wenn sich der eigene Anspruch nicht mit den realen Möglichkeiten oder Ressourcen deckt.

eher Männer in beruflichen Situationen bei BurnoutDas zeigt sich ihrer nach Meinung darin, dass häufig Symptome eines Burnout bei Personen auftreten, die in pflegenden oder helfenden Berufen arbeiten und damit emotional überfordert sind. Doch dieses Muster beschränkt sich nicht auf den Beruf: Auch Menschen, die gern helfen oder glauben, helfen zu müssen, um fremden Ansprüchen gerecht zu werden, leiden verhältnismäßig oft unter emotionaler Erschöpfung. Ihnen wird dann alles zu viel.

Ein Burnout bezieht sich nicht nur auf berufliche, sondern auch auf private Situationen, die auslaugend erlebt werden. Es trifft einfach “nur” viel öfter die engagierten und leidenschaftlichen Menschen. Frauen sind dabei überdurchschnittlich oft von privaten Situationen überfordert, wohingegen sich bei Männern der klassische Berufsbezug eher zeigt.

Doch, ob Frau oder Mann: Ein Burnout trifft vermehrt zwei Persönlichkeitstypen.

Zum einen sind es Personen mit einem eher schwach ausgebildeten Selbstbewusstsein, die sich angepasst und passiv wohler fühlen. Der andere Typ ist sehr dynamisch, zielstrebig und ehrgeizig. Er verfügt über viel Energie und Idealismus und zeigt ein überdurchschnittliches Engagement bei der Arbeit oder bei gesellschaftlichen Aufgaben. Beide Typen sind sehr unterschiedlich.

Ihre Gemeinsamkeit liegt in ihrer Schwierigkeit, a) Gefühle auszudrücken und b) in dem Wunsch nach Anerkennung.

Für eine dritte Gruppe von Wissenschaftlern ist nicht die Persönlichkeit oder der Beruf ausschlaggebend. Vielmehr sind die Umstände, die die Person vorfindet, ursächlich für den Burnout:

  • Schlechte Arbeitsbedingungen,
  • wenig eigene Gestaltungsmöglichkeiten,
  • kaum Unterstützung und Lob
  • kaum emotionaler Rückhalt,
  • zu viele und zu schwere Aufgaben,
  • ungenügende Ausbildung (Aufgaben nicht erfüllen können),
  • und ungesunder Stress, der sich auch körperlich zeigte, aber ignoriert wurde,

wären demnach die Hauptauslöser eines Burnout.

 

Die Phasen eines Burnouts

Phasen des BurnoutsBurnout ist ein schleichender Prozess, der lange und in mehreren Phasen der Erschöpfung verläuft. (Weiter unten im Artikel findest du den Bezug zu nicht-beruflichen Situationen, de sich besonders häufig bei Frauen zeigt.) Die Entwicklung und Symptomatik erkläre ich am “gestandenen” Modell, der beruflichen Überforderung.

Die trifft überdurchschnittlich viele Männer, aber auch Frauen, die Karriere machen wollen bzw. für ihren Beruf (und seinen Sinn) leben (oft Weltverbesserer). Bei ihnen ist aufgrund der Belastung die Stress-Hormon-Achse aus dem Gleichgewicht geraten; ein handfestes Erschöpfungssyndrom hat sich entwickelt. Es fehlt vorwiegend das Stresshormon Cortisol, was die Müdigkeit und Mattheit erzeugt, und die Glückshormone Serotonin und Dopamin.

Häufig spüren die Betroffenen zuerst ein Gefühl der Unlust ihrer beruflichen Tätigkeit gegenüber, die sie früher nicht kannten. Sie gehen nicht mehr gern zur Arbeit, haben immer häufiger das Gefühl, ihre Aufgaben gar nicht mehr erfüllen zu können. Am Anfang versuchen sie, die Defizite, die sie spüren, mit noch mehr Einsatz, mit der Verleugnung eigener Bedürfnisse und Interessen, mit der Verdrängung von Misserfolgen zu kompensieren und Probleme auszublenden.

Später kommt es zu einem Mangel an Energie (fehlendes Stresshormon Cortisol), zu Ratlosigkeit, zu Fehlern bei der Arbeit, zu Stress, zu Schlaflosigkeit und zur Anfälligkeit für verschiedene Krankheiten wie zum Beispiel chronische Kopfschmerzen, Migräne und Magenbeschwerden. Auch Infektionen und Allergien treten auf. In dieser Phase schwindet der Idealismus, den gerade Burnout empfindliche Personen haben, völlig. Die Betroffenen fühlen sich ungerecht behandelt, zu wenig wertgeschätzt und unterdrückt. Klassisch tritt hier die Montags- und Sonntagabend-Demotivation auf, also die latente, innere Abwehr bei dem Gedanken an die Arbeit bzw. Situation.

Manche geben daran allen anderen die Schuld, andere eher sich selbst. Mangelnde Motivation, innere Unruhe, das Gefühl, keine Zeit und keinen Raum für sich zu haben, sich gefangen fühlen, Kraftlosigkeit allein beim Gedanken an bestimmte Aufgaben: All diese Symptome deuten auf einen Erschöpfungszustand hin.

Im ersten Fall kommt es zur Aggression (andere sind schuld), im zweiten zur Depression (ich bin schuld). In beiden Fällen folgt der emotionale Rückzug, und zur Aufgabe von Hobbys. Aber auch körperliche Symptome treten jetzt vermehrt auf. Sie finden nicht mehr ausreichend Schlaf, leiden unter hohem Blutdruck und Herzbeschwerden. Auch Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, sexuelle Störungen, Muskelverspannungen und erhöhter Alkohol-, Nikotin- oder Tabletten-Konsum können auftreten.

Im letzten Burnout-Stadium haben die Betroffenen das Gefühl von Hoffnungslosigkeit und geraten sehr häufig in eine Depression.

 

Weitere Risikofaktoren für einen Burnout

  • chronische Zweifel am Sinn der eigenen Tätigkeit/SituationRückzug aus dem Freundeskreis bei Burnout
  • zu hoch gesteckte Ziele
  • Schwierigkeiten, Kritik auszuhalten
  • Schwierigkeiten, konstruktive Kritik als Hilfestellung zu erkennen
  • Schwierigkeiten, um Hilfe zu bitten
  • Schwierigkeiten, Problematische offen anzusprechen
  • Schwierigkeiten, Forderungen zu stellen
  • Schwierigkeiten in der Definition und Gewichtung von “Gut” und “Böse” (Wenn ich x tue, geschieht y. X ist zwar besser für mich, aber könnte andere dazu verleiten, dass sie mich nicht mehr mögen oder ich schlechter dastehe als vorher. Deshalb vermeide ich x und finde Gründe, wieso es besser ist, x nicht zu tun. Stattdessen dulde ich meine Unzufriedenheit.)
  • emotionale Abhängigkeit von einer ganz bestimmten, selbst gewählten Rolle, die mit der Realität oft nicht übereinstimmt
  • ein hoher Gerechtigkeitssinn
  • fehlende Autonomie/Mitgestaltungsrecht (in der ausbrennenden Situation)
  • zu hohe Anforderungen (starker Druck und Leistungsforderungen durch andere, z. B. Vorgesetzte, Familienmitglieder, Kunden, Mitarbeiter, Hilfebedürftige, Welt- und Sinndruck)
  • ungenügende Belohnung
  • fehlende immaterielle Anerkennung
  • bürokratische Hemmnisse
  • fehlende soziale Unterstützung durch Familie und Freunde

Weitere Ursachen, Warnsymptome und Risikofaktoren für Burnout >>

 

Die Symptome eines Burnouts

  • keine psychischen, mentalen Kapazitäten mehr
  • mangelnde Motivation, Konzentration sowie Interesse
  • (chronische) Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kraftlosigkeit (dumpfes Gefühl, wie taub)
  • keine Verantwortung mehr tragen können
  • keine “Lust” mehr
  • innere Unruhe, leichte Reizbarkeit
  • Gefühl von Sinnlosigkeit, Hoffnungslosigkeit
  • starke Selbstzweifel
  • Versagensängste bei Fremdansprüchen
  • hilflose Gefühle (Macht- und Wehrlosigkeit), vermeintlich fehlende Eigenwirksamkeit: keine Chance zur Veränderung sehen
  • schlechte Gedächtnisleistung
  • Ärger und innere Aggressionen (bei Forderungen anderer, richtet sich vorwiegend gegen einen selbst)
  • Schlafstörungen (beim Einschlafen und Durchschlafen)
  • Depressionen
  • Panikattacken
  • Angstzustände
  • starke Stimmungsschwankungen
  • Muskelverspannungen (meist im Bereich des Kopfes, der Schultern, des Nackens und Rückens)
  • Magen-Darm-Beschwerden (Durchfall, plötzliche Nahrungsunverträglichkeiten)
  • Schwindelgefühle
  • Herz-Kreislauf-Probleme (Herzrasen, Blutdruckprobleme)
  • Anfälligkeit für Infekte aller Art
  • Verschlimmerung von Allergien
  • Tinnitus und Hörsturz
  • frei gewählte Isolation und Rückzug von vormals freudvollen Aktivitäten
  • u. v. m.

Die Symptome eines Burnouts sind von denen einer Depression nur sehr schwer zu unterscheiden.

 

Wie lässt sich ein Burnout Syndrom behandeln?

Ist die Diagnose zweifelsfrei bestätigt (z. B. wie mit im Video erwähnten Speicheltest der Stress-Hormon-Achse oder die Messung der Neurotransmitter im Urin), kann es an die Behandlung gehen. Vor allem sollte der Gedanke, wie Robert Betz es ausdrückt, “immer nur leisten, damit andere zufrieden sind”, hinterfragt und geändert werden. Man muss lernen, wieder das Leben zu genießen und nährende Auszeiten zu schaffen.

was gegen burnout tun behandlung und wieder glücklich werdenDie deutliche Veränderung im bisherigen Leben ist zwar die schwerste, aber beste Behandlung. Wie Dr. Bieger im Video erklärt, ist es essentiell wichtig, “die Lebensbedingungen zu überprüfen und die Rahmenbedingungen, aus denen der Burnout entstand, zu verändern”. Eine berufliche Neuorientierung, ein Arbeitsplatzwechsel, ein neues Hobby, ein funktionierendes soziales Netz, Unterstützung durch Partner, Eltern, Kinder und Freunde sowie mehr Ruhe können den Prozess oft noch stoppen.

Eine Therapie hilft, Strategien für die Verarbeitung von Stress, seelischer Belastung und zu hohen Anforderungen zu entwickeln, unter anderem mit dem Beginn von:

  • Meditation
  • Sport
  • Bewegung
  • Yoga
  • Hobbys und Leidenschaften ausüben

Haben sich schon Depressionen ausgeprägt, braucht der Betroffene umfassendere Hilfe, ggf. durch Medikamente, Psychotherapie und andere Behandlungsformen. Auch die Zufuhr von Aminosäuren kann helfen, um das fehlende Serotonin wieder zu stabilisieren.

Fest steht, dass nicht wenige Menschen in ihrem Leben mindestens einmal eine völlige körperliche und emotionale Erschöpfung erleiden. Die Frage, “Habe ich tatsächlich einen Burnout?” ist dabei nur individuell zu beantworten.

Unter Zuhilfenahme meines Burnout Test können Betroffene versuchen, ihre Symptome zu ordnen und sich so etwas mehr Klarheit zu verschaffen. Wenn sich der Verdacht auf die Diagnose erhärtet, sollte unbedingt ein (Fach)Arzt die Behandlung übernehmen.

 

Burnout Test: Prüfe deine Gefährdung und Beschwerden

Der nachfolgende Selbsttest ist nur ein Anhaltspunkt und stellt keine Diagnose dar. Er ist angelehnt an wissenschaftlich erprobte Tests, um die Burnout-Gefährdung herauszufinden.

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Zeigen deine Ergebnisse eine behandlungswürdige Burnout-Belastung? Der Klinikfinder bietet Betroffenen weiterführende Informationen und kann dir helfen, eine geeignete Klinik in deiner Umgebung zu finden >>

 

Entspannt statt ausgebrannt – Im Gespräch mit Robert Betz

Das Expertengespräch mit Robert Betz ist sehr interessant. In dem Video liefert er wertvolle Hinweise und Handlungsimpulse, wie man in ausgebrannten Zeiten etwas für sich und seine Gesundheit tun kann: zum YouTube-Video

 

Hormone verursachen Angst: Diese 4 natürlichen Heilmittel helfen

Hormone verursachen Angst: Diese 4 natürlichen Heilmittel helfen

 

Nicht immer sind schwere Zeiten oder labile Gemütszustände die Ursachen für Angst. Dass auch die Hormone Cortisol, Östrogen und Insulin Angstzustände verursachen können, wird in der Medizin und Psychologie noch immer weitestgehend ignoriert. Wer vermehrt, sei es durch Stress oder unerklärliche Gründe, zu diffuser Angst, eventuell begleitet mit Panikattacken, neigt, der sollte die gewaltige Wirkung seiner Hormone nicht unterschätzen.

 

So verursachen Hormone Angst

Alisa Vitti, eine US-amerikanische Ernährungswissenschaftlerin und Expertin auf dem Gebiet Hormone, unterscheidet drei hormonell bedingte Ängste:

Cortisolbedingte Angst

hormonell bedingte angst und angstzuständeCortisol ist ein Stresshormon, welches dafür sorgt, dass wir morgens aus dem Bett kommen oder innerlich unruhig und gestresst auf vermeintlich gefährliche Situationen reagieren. Während bei Depressionen häufig ein geringer Cortisolwert ausschlaggebend ist, ist das Niveau an Cortisol bei Angst stark erhöht. Kann das Cortisol nicht abgebaut werden bzw. bleibt es aufgrund von Stress und anderen Belastungen über einen längeren Zeitraum stark erhöht, ist Angst eine ganz natürliche Folge. Normalerweise steigt unser Cortisolwert zwischen 8:00 Uhr und 9:00 Uhr automatisch an, weswegen Experten dazu raten, in dieser Zeit keinen Kaffee zu trinken. Auch direkt vor dem Schlafengehen ist Cortisol in erhöhter Konzentration schlecht für unsere Schlafgewohnheiten. Ist Cortisol zu wenig vorhanden, so erleben wir Erschöpfungszustände, bis hin zu einer Nebennierenschwäche oder Burnout. Ist Cortisol nicht im Gleichgewicht, fühlen wir uns deshalb häufig ausgelaugt, ängstlich und depressiv.

Wir müssen unseren Körper also dringend dabei unterstützen, dass Cortisol abgebaut wird. Das können wir fördern, indem wir bewusste Entspannungszustände und Sport nutzen.

Insulinbedingte Angst

Über die Bedeutung und Wichtigkeit von Insulin hatte ich bereits im Artikel Sport und seine körperlichen und psychischen Auswirkungen geschrieben. Insulin regelt den Abbau von Zucker im Körper. Deshalb ist hier entscheidend, was wir essen, denn was wir essen, entscheidet darüber, wie wir uns fühlen. Nehmen wir beispielsweise zu viel Zucker zu uns bzw. Lebensmittel, die im Körper in Zucker umgewandelt werden (Weißbrot, Pasta, Kartoffeln, Süßigkeiten und Industriezucker, zuckerhaltiger Alkohol), muss unser Körper sehr viel arbeiten, um den Zucker wieder abzubauen. Eine enorme Menge an Insulin ist dafür nötig. Übertreiben wir es mit einer stark zuckerhaltigen Ernährung, kann diese Überproduktion des Insulins eine Unterzuckerung auslösen (Hypoglykämie). Dies wiederum führt zu Symptomen wie Zittern, Müdigkeit, innere Unruhe und Angst. Der vom Körper als gefährlich eingestufte geringe Blutzuckerwert verursacht ebenso einen Anstieg an Cortisol. Und dieser wiederum dramatisiert die Symptome weiter.

Östrogenbedingte Angst

Ist Östrogen auf einem optimalen Niveau, hat es einen beruhigenden Effekt auf das Gehirn. Doch ist es zu niedrig oder zu hoch (zum Beispiel während der Menstruation und Menopause) bzw. besteht ein Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron (Sexualhormon), kann es erhebliche Angstzustände auslösen.

Während bei Stress, Schlafstörungen, Ängsten, Panikattacken und depressiven Verstimmungen häufig zu Medikamenten gegriffen wird, die das Serotonin- und Dopaminniveau steuern, lassen sich auch natürliche Heilmittel verwenden. Denn Medikamente wie Antidepressiva abzusetzen, braucht Kraft. Sie können ebenfalls Beschwerden mit dem Darm auslösen und somit weitere Symptome.

 

Natürliche Heilmittel für ausgeglichene Hormone und weniger Angst

Zimtzimt hilft gegen angst

Zimt ist besonders wirksam zur Stabilisierung des Blutzuckers, da es sich auf die Verdauung nach einer Mahlzeit auswirkt. Deshalb ist es ratsam, Zimt überall in Gerichten zu verwenden (auf dem Müsli, in Marmeladen, im Kaffee) oder aber als Zusatz im Tee zu trinken. Auch als Nahrungsergänzungsmittel (Zimtextrakt) kann Zimt zu sich genommen werden.

Ashwagandha

Ashwagandha ist eine Pflanze, die auch als Schlafbeere bekannt ist. Sie kommt in Indien, Pakistan und Afghanistan vor und spielt eine besondere Rolle in der Ayurveda-Medizin. Sie ist für ihre betäubende und schlaffördernde Wirkung bekannt. Sie unterstützt das Nervensystem, sorgt für innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Bei Erschöpfungszuständen und Überforderung hilft sie Menschen wieder zu neuer Lebenskraft. Ihre betäubende Wirkung ist besonders bei Angst, Stress und Panik hilfreich: Sie verringert Angstzustände und beruhigt die Nerven bei Stress. Sie ist ebenfalls höchst wirksam bei Schwindelanfällen. Sie wirkt außerdem gegen Schlafprobleme, Impotenz, Entzündungen aller Art und als Aphrodisiakum.

Indisches BasilikumHoly Basil hilft gegen hormonell bedingte Angst

Indisches Basilikum, auch heiliges Basilikum (Holy Basil) genannt, ist ein Adaptogen, ein biologisch aktiver Pflanzenstoff. Dieser bewirkt eine ausgleichende Anpassung bei geistigen und körperlichen Stressreaktionen. Die körpereigene Fähigkeit, Stress abzuwehren, wird stabilisiert. Daher wirkt indisches Basilikum beruhigend und ausgleichend. Am besten genießt man ihn als Tee.

Haferstroh

Haferstroh ist in Deutschland weniger bekannt. Doch dieses Ergänzungsmittel stabilisiert den Cortisolwert und unterstützt den Abbau weiterer Stresshormone wie Adrenalin. Es existiert als Tinktur und in Pulverform und wird idealerweise als Zusatz in Tees zu sich genommen.

In Verbindung mit einer ausgeglichenen und gesunden Ernährung, die den Wasser-, Vitamin- und Mineralhaushalt unterstützt, können solche natürlichen Heilmittel wunderbar helfen, die Hormone zu stabilisieren und so Stress und Ängste abzubauen.

Liebe Grüße,
Janett

 

Quelle:
[1] Alisa Vitti: Why hormones are at the root of your anxiety + 4 natural ways to heal. mindbodygreen, 7. September 2016. Abgerufen am 5. Juni 2017