Wieso du dein Glück nicht von anderen abhängig machen solltest

Wieso du dein Glück nicht von anderen abhängig machen solltest

 

Wie schön die Welt doch wäre, wenn sich jeder um sich und sein Leben kümmern könnte, völlig angstfrei in Bezug zu den Reaktionen anderer! Stattdessen warten wir auf andere, ihre Erlaubnis, ihre Gunst, ihr Handeln, ihre Zuwendung. Wir warten auf die Liebe und dass sich ein Mensch für uns entscheidet, auf den richtigen Moment in der Karriere, um zu wechseln, sich selbstständig zu machen oder nach der Gehaltserhöhung zu fragen, auf den richtigen Zeitpunkt, um in der Partnerschaft oder Familie ein missliches Thema anzusprechen, auf Freunde, dass sie sich melden, auf Geld, um uns unsere Träume zu erfüllen… Am Ende wir sind diejenigen, die sich wundern, ärgern, traurig sind, Angst bekommen oder die Schuld, sich schämen oder gar verletzt werden. Und wieso? Weil wir unsere Zufriedenheit von anderen Personen abhängig gemacht haben, statt selbst zu handeln.

Wieso auch du dein Glück nicht von anderen abhängig machen solltest und wieso ich glaube, dass jeder könnte, wenn er wollte, erzähle ich dir in diesem Blogpost.

 

Wieso du dein Glück nicht von anderen abhängig machen solltest

Wieso du dein Glück nicht von anderen abhängig machen solltest5Dein Kollege macht, was er will, aber statt etwas zu sagen, bleibst du ruhig, obwohl du wütend bist. Du findest deinen Job langweilig oder den Chef zum Würgen, aber bleibst. Jemand sagt, er würde etwas tun, aber handelt dann anders oder gar nicht. Und du schweigst und wartest. Ein Freund hat große Probleme mit seiner Partnerschaft, aber bleibt, statt sie proaktiv zu lösen. Oder du bist dieser Mensch, aber hast Angst, dich zu trennen. Deine neue Liebe will ganz offensichtlich nur eine Affäre oder Freundschaft, aber spricht es nicht offen aus. Und du schweigst und bleibst. Oder deine Familie meint, eine bessere Lösung für dich und dein Leben zu haben, und versucht, dich davon zu überzeugen, indem sie deinen Weg ignoriert. Und du fügst dich. Jemand will es so und nicht anders und wird wütend, weil du bei deiner Meinung bleibst. Und du entscheidest dich um, weil es im Miteinander dann leichter ist:

Alles das erledigt sich, wenn du dein Glück nicht von anderen abhängig machen würdest. Immer dann, wenn wir eher schweigen und nichts tun, statt zu sprechen und zu handeln, stehen wir mit dem Rücken zur Wand. Wir haben uns und unser Leben von der Gunst und den Gefühlen anderer Menschen abhängig gemacht. Wir dürfen uns nun tagtäglich fragen, wann wohl im Außen etwas passiert, damit es uns bessergeht. Wir warten einfach, statt einfach anzufangen.

Verlust von Liebe und Zuwendung droht heute ja an jeder Ecke. Mittlerweile müssten wir uns alle daran gewöhnt haben. Aber es ist und bleibt wohl auch einer der größten Schmerzen, die wir als Menschen ertragen lernen dürfen. Ich glaube fest daran, dass diese Lektion die Goldgrube für einen Jeden ist. Dort liegt unser Schatz begraben. Dort müssen wir hin, um unseren Schatz zu bergen. Erst wenn wir ihn gefunden haben, können wir werden, was wir werden sollen/wollen. Jeder von uns hat diesen einen Sinn und diese eine Aufgabe, gleich, welche es ist. Am einfachsten erkennt man sie, wenn man tut, was man WIRKLICH will. Seiner Angst zu folgen, ist nicht WIRKLICH das, was Menschen wollen. Sie fürchten nur die Konsequenzen. Was sie WIRKLICH wollen, ist so angenommen und geliebt zu werden, wie sie WIRKLICH sind.

Weh tut es nur dann, wenn wir wegen unentwickelter Fähigkeiten glauben, auf externe Anerkennung angewiesen zu sein, oder uns emotional oder existenziell von anderen abhängig gemacht haben. Darum ist es umso drängender, dass wir unnötige Abhängigkeiten und Verstrickungen Schritt für Schritt erkennen und auflösen. Und ja, blöderweise musst du zuerst selbst glauben, dass du viel wert bist und dich aus eigener Kraft in deine Größe erheben kannst, bevor du dich von anderen lösen kannst.

Wieso du dein Glück nicht von anderen abhängig machen solltestDenn hier ist das andere Extrem: Wer sich zu sehr nach den Bedürfnissen anderer richtet, andere in ihrer Lebensweise wegen Traditionen oder „weil man das halt so macht“ imitiert, den ganzen Tag lang nur tut, wie ihm befohlen oder unbewusst verlangt, der vernichtet seine Selbstwirksamkeit sekündlich.

Was man davon vielleicht haben kann, sind leichte bis schwere Depressionen (gern bei Männern wegen schwindender Kräfte im leistungsfordernden Job), emotionaler Burnout (gern bei Frauen, die mehr geben müssen, als sie möchten), Bore-out (zu viel von „zu wenig“), Angstanfälle (drohende Gefahr für das eigene, zufriedene Leben und Lebenskonzept), Panikattacken (eigene Grenzen werden oder wurden lange Zeit nicht gewahrt), Selbstwertzweifel („Liegt es vielleicht gar nicht an dem Anderen, sondern nur an mir?“) oder schlichtweg ein verschwendetes Leben mit unerfüllten Träumen und einer Tasche voller negativer Gefühle, die ihn eines Tages schwer krankmachen werden.

 

Wieso du dein Glück nicht von anderen abhängig machen solltest? Weil deine Eigendrehung für DEIN LEBEN unverzichtbar ist.

Ich bin ein intuitiver Empath: Ich sympathisiere viel und gern mit anderen Menschen, fühle mich häufig in ihre Situationen ein, spüre ihre Angst und Gedanken und helfe gern, wenn es möglich und gewollt ist. Aber ich weiß stets, dass es eben andere Menschen und ihre Lebensumstände sind, nicht meine eigenen.

Natürlich ist man nie gänzlich unabhängig und immer auf die eine oder andere Art auf Menschen, ihre Gunst, Hilfe oder Geld angewiesen. Doch wem wir erlauben, welche unserer Grenzen zu verletzen, entscheiden wir. Wie wir anderen zuliebe unser Leben leben, entscheiden wir. Dass wir das nicht mehr wollen oder es sich für gegenseitiges Glück etwas ändern muss, entscheiden wir. Alles beginnt bei uns. Es bringt nichts, auf andere zu warten oder zu hoffen, dass sie unsere Situation von allein erkennen und verbessern. Wir sind die, die den ersten Schritt gehen müssen - komme, was wolle.

Ich habe in den vergangenen Jahren (durch meine Angst- und Panikststörung, danke dafür!) gelernt, dass niemand so ist wie ich. Niemand betrachtet die Welt und sein Sein wie ich. Und manche wollen keine Wachrüttler, kein Glück, keine neue Chance oder sind (noch) nicht bereit. Es gibt sogar welche, die man mit der Nase ins Glück oder den Durchblick drücken könnte und die sich trotzdem dagegen wehren würden. Sie haben ihre ganz eigenen Gründe, die ich nicht länger interpretiere. Kein Grübeln mehr, wieso X nicht Y tut, obwohl es doch soooooo schön gewesen wäre.

Wieso du dein Glück nicht von anderen abhängig machen solltest

Darum beschloss ich, dass ich mein Glück nicht länger von anderen abhängig mache. Dazu gehörten - wie immer - einige unliebsame Lektionen:

  • Meine Gedanken und Bedürfnisse sind eben MEINE Gedanken und Bedürfnisse.
  • Die Verantwortung für gescheiterte Träume und Projekte muss ich übernehmen, statt die Schuld auf andere zu schieben.
  • Ich muss mir gegenüber Respekt und Akzeptanz zeigen, indem ich mich zuerst gut behandele, statt andere in ihrem Leid zuerst zu sehen.
  • Ich muss meine Grenzen setzen und wahren, statt es zuerst von anderen zu erwarten.
  • Ich brauche mich nicht anhand fremder Meinungen, Lebenseinstellungen oder Handhaben zu bewerten, vergleichen oder gar zu ändern. Das verrät mich.
  • Ich brauche mich nicht wegen anderen neu zu interpretieren und gar zu verurteilen. Das schwächt mich.
  • Ich brauche mich nicht zu verbiegen, damit mich andere mögen.
  • Und es ist für meinen Weg unerheblich, wenn jemand mit mir und meiner Lebensweise nicht zurechtkommt.

Jeder interpretiert das Leben auf seine Art, legt sich als Opfer auf den Boden oder erhebt sich zum Täter. Menschen wie ich waren einst beides, bevor sie sie sich als Mensch kennenlernten - mit Werten, hinter denen man stehen muss - komme, was wolle. Denn es ist meine Lebenszeit und meine Energie. Ich allein entscheide darüber, was ist mit beidem anstelle oder anstellen lasse.

 

Wenn das Unglück anderer zu unserem eigenen Leidensweg wird

Andere suchen genau nach diesem Weg, dieser Einstellung, aber wissen nicht, wie sie sich gegen ihre PartnerInnen, Familie oder Kollegen, Freunde usw. durchsetzen können. Sie fürchten, sie zu verletzen oder verletzt zu werden. Sie haben Angst vor Selbstverlust und Trennung - ihrer oder die anderer.

Wieso du dein Glück nicht von anderen abhängig machen solltestAber: Je mehr man aus Angst die Bedürfnisse anderer in sich hineinstopft, herunterschluckt oder zu befriedigen versucht, indem man sich selbst vernachlässigt, desto schwerer werden die Tage. Vielleicht macht es dich wütend, traurig und ängstlich, weil dein Rückzug jemanden traurig machen würde. Vielleicht hast du Angst, dass du bei Distanz und Fokus auf dich und deinen Willen wieder alleine dastündest. Die Richtungen der Angst sind vielfältig. Aber alle laufen auf einen Kern hinaus:

Du nimmst andere wichtiger als dich. Du hast vielleicht gelernt, dass das dein Wohlbefinden und deine emotionale Sicherheit garantiert oder dass du nicht genug seiest, wenn du es anderen nicht rechtmachst. Vielleicht hast du erfahren müssen, wie schroff und beizeiten unangenehm ätzend Menschen werden können, wenn sie nicht ihren Willen bekommen, weil…Achtung: sie Angst bekommen, wenn sich ihnen jemand entzieht oder ihr Lebenskonzept infragestellt. Die Krux an solchen Situationen ist nämlich immer, dass man ein anderes, vielleicht besseres oder schlechteres Licht auf die Person zurückwirft, wenn man Nein sagt. Traut man sich, zu sich und seinen Bedürfnissen zu stehen, bleibt den Menschen meist nichts anderes mehr übrig, als

a) sich zu fügen,
b) solange Tamtam zu machen, bis du so viel (von ihrer) Angst intus hast, dass du dich umentscheidest (gern durch Androhungen von Trennungen - reine BLUFFS!) oder
c) sich von dir WIRKLICH zu verabschieden (wozu man einige Kraft braucht!!!).

Klar, die meisten - unreflektierten - Menschen geben dir dann noch (ihre) Schuldgefühle, (ihre) Scham und (ihre) Verantwortung dafür, dass du dein Leben nicht nach ihrem Konzept und ihren Werten leben möchtest. Sie verstehen nicht, dass man auch anders leben kann, als sie es seit Jahren tun. Sie, nein wir alle, lernen unsere Lebenswelten durch unsere Ahnen und Erfahrungen, die wir im Laufe unserer Jahre machen dürfen. Diese entscheiden wiederum, wie wir denken, fühlen und handeln. Haben wir nicht gelernt, uns durchzusetzen, unsere Grenzen anzusprechen und andere aufzufordern, sie zu wahren, tun wir es auch nicht. Aber das ist nichts Irreversibles. Wir können jederzeit und immer alles, was wir bisher gelernt haben, ansehen und ändern. Doch den ersten Schritt müssen wir machen. Niemand kann für uns diese Schritte gehen. Handeln müssen wir.

Erlauben wir anderen, dass unsere Selbstwirksamkeit weiterhin so eingeschränkt bleibt, ändert sich nichts. Haben wir zu viel Angst vor den Reaktionen unserer Lieben, Freunde, Familie, Kollegen oder Kunden, bekommen wir genau das: Angst (statt Vertrauen und Freude) - Reaktionen (statt Aktionen) - andere (statt uns). 

 

Die unangenehmen Gefühle der anderen lassen dich wissen, was es in dir zu überwinden gilt

Dabei darf man nicht vergessen, dass du ja auch noch eigene Gefühle hast: Wut (auf dich und andere), Traurigkeit (wegen deiner Überforderung und anderen), Scham (weil du glaubst, etwas falsch zu sein), Schuld (weil du glaubst, etwas Falsches zu machen, wenn du…). Die Angst davor, zu werden, was wir werden sollen, sich in seiner ganzen Größe zu zeigen und stehen zu bleiben, auch wenn uns jemand (emotional oder verbal) angreift, statt die Flucht zu ergreifen (durch Isolation, Stille, Dulden etc.), haben wir alle. Wie wir damit umgehen aber, entscheiden erneut wir.

Es bedarf etwas mehr Selbstliebe und Ruhe, sich seiner Entwicklungspotenziale bewusst zu werden. Immerhin muss man sich dazu erst einmal eingestehen, dass man welche hat, man nicht perfekt ist und bislang eventuell zu freundlich oder zuvorkommend, rücksichtslos oder konfliktscheu war. Dann kommt gleich der nächste Schwung: Man wirft sich vor, man hätte seine Zeit verschwendet oder lange, lange Zeit einen riesigen Fehler gemacht. Hätte…hätte…Fahrradkette.

In jedem Fall muss man sich vor sich selber offenbaren und mit Akzeptanz und Gnade trauen, anzusehen - ganz ohne Verurteilungen und Kleinmachen. Man braucht in solchen ehrlichen Momenten auch nur einen Gedanken:

Nie wäre man dort angekommen, wo man heute ist, wenn man nicht X getan/gelassen/geduldet/unterbunden hätte. Das war dein Weg. Der Sinn ist es, ihn zu verlassen oder erhabener zu gehen. Der Sinn ist es, einen anderen Weg zu gehen oder gar zu ebnen. Aber der bisherige Weg war deine unbewusste oder bewusste Entscheidung. Und weil kein Mensch die Vergangenheit ändern kann, bleibt einem nur, sie so zu akzeptieren, wie sie ist - mit sich und seinen Handlungen mittendrin.

Selbstvorwürfe und Kritik, Angst und Wut, Traurigkeit und Schuld bringen nichts, wenn man die Lektion dahinter nicht verstehen möchte. Die Lektion ist zum Glück leicht: X löst das Gefühl aus; als ist X des Messers Klinge, vor der wir unsere Angst verlieren müssen. Unsere Gefühle können und wollen uns nicht mehr zeigen, als dass wir welche haben und JETZT anfangen dürfen, sie wahrzunehmen und zu respektieren, statt noch einmal auf ihnen herumzuspringen oder anderen zu erlauben, das für uns zu tun. Damit eben andere Schuld sind, nicht wir.

Aber es funktioniert schneller, als man denkt. Ich habe es ausprobiert und mache es täglich, weil mir nichts anderes übrigbleibt, als mich zu lieben, so wie ich bin. Mit aller Angst und den Millionen Abfallprodukten meiner Vergangenheit. Irgendwo liegt immer etwas Müll herum, wenn wir es nicht wagen, aufzuräumen. Aber mir ist die andere Seite zu destruktiv. Getreu dem Motto: Ich sterbe lieber stehend, als dass ich kniend lebe.

 

Wie man mit der Angst anderer umgeht, ohne sie und sich zu verletzen

Wäre da nicht die Angst anderer Menschen, meistens die, deren Liebe und Zuwendung, Gunst und Anerkennung wir am meisten brauchen oder uns wünschen. Es sind oft genau die Personen, die sich selbst nicht zeigen, so wie sie sind, oder zutrauen, in ihre wahre Größe zu kommen, die noch größere Angst haben, dass sie oder du verletzt werden, sie dich verletzen könnten oder du sie. Es sind Menschen, mit denen du dich (bewusst oder unbewusst) identifizierst, die dir leidtun, die Ähnliches durchmachen, wie du einst oder noch immer, denen du helfen möchtest, aber nur noch schwer kannst. Es sind auch oft Menschen, die eher klagen, aber selbst nur wenig WIRKLICH-Eigenes tun, die wollen, dass du handelst, damit sie nicht handeln müssen, weil sie voller Angst sind und (noch) nicht bereit für das, was du vorhast. Oder es sind oft Menschen, die dich warten lassen, ihr Leid mit dir teilen wollen, aber übersehen, dass sie deine Lebenszeit verschwenden - weil sie dich von deinem Leben abhalten.

Damit sind es Menschen, die dir Sorgen bereiten, dich nachts wachhalten oder die ständig in deinem Kopf sind; Menschen, die nicht aussprechen, was in ihnen vor sich geht, oder die dich bewusst im Trüben fischen lassen; Menschen, die dich so wollen, wie du nicht bist, damit sie sich wohler fühlen und sich keine Gedanken machen müssen. Menschen, die dich mögen, aber nicht zu ihren Gefühlen stehen; Menschen, deren Angst du fühlen kannst, weshalb du extra vorsichtig bist, um sie nicht zu verletzen (damit sie dich weiterhin mögen). Menschen, die dich nicht so, wie du WIRKLICH bist, wollen können, weil sie deine Andersartigkeit, deine Individualität mit ihrem Lebenskonzept nicht in Einklang bringen können (sonst bräuchten sie vielleicht ein anderes, würden sich schuldig fühlen oder selbst infragestellen).

Aber am häufigsten sind es die Menschen, die entweder mehr Angst als Liebe in sich tragen. Oder sie entscheiden sich eher für ihre Angst, als für ihre Liebe zu dir - weil es leichter ist und sie dafür ihr Ego ausschalten müssen.

 

Du brauchst an niemanden denken. Nur an dich. Deine Energie gehört dir.

Die Bedürfnisse anderer und die Angst, die wir fühlen, wenn wir sie nicht befriedigen, verschwindet automatisch, wenn man sich für sich entschieden hat. Schweigen und Nichts-Tun aber bringen niemanden irgendwohin, außer dorthin, wo man schon ist. Also sprich - mit deinen Freunden oder jemand anderen. Handle - probehalber oder schaue jemanden, der schon kann, was du dir wünschst, dabei zu.

Hat man einmal beschlossen, dass der einzige Weg der ist, seinen Wert zu erkennen und seinem Leben zuliebe zu handeln, geht vieles mit Leichtigkeit. Die Menschen, die einen WIRKLICH lieben, werden bleiben. Sie werden erkennen, dass ihre eigene Angst, dich zu verlieren, größer ist, als ihre Angst vor deiner Größe oder vor sich. Wer dich aber straft, weil du deinen Interessen und Gefühlen folgst, der ist nicht bereit für sich selbst - und damit auch nicht für dich.

Reicht es nicht, dass du lange Zeit nicht bereit für dich warst? Hattest du nicht schon erkannt, dass es nun Zeit ist, aufzubrechen? Was muss geschehen, dass du dich von der Angst anderer löst? Wäre es nicht wunderbar, wenn wir alle auch mit kurzzeitigen Trennungen oder Kritik leben lernen würden? Immerhin könnten wir dann alle Menschen so sein lassen, wie sie sind. Denn wir wissen nur dann um ihren Wert und darum, dass wir gleichwertig sind.

Niemand ist wichtiger. Niemandes Meinung ist „richtiger“ oder „falscher“. Wir sind alle gleich. Wichtig. Wertvoll. Auf der Suche. Beizeiten unsicher. Und dann wieder mutig.

Orientiere dich lieber nicht an Menschen, die meinen, es sei das Beste für dich, zu einem billigen Imitat von ihnen zu werden. Nimm deine Intuition und freue dich darauf, dass es Menschen geben wird, die aus heiterem Himmel auf dich zukommen, um dir zu helfen. Die, die dich verstehen und bereit sind für deinen Weg. Das sind meist die, von denen du es nie erwartest hättest. Das sind die Loyalen und die Gönner. Die einzigen, die wir brauchen, wenn wir aus unserem Leben das machen wollen, was wir WIRKLICH wollen.

Schließlich ist es auch eine Frage des Respekts dir gegenüber: Verweigert dir jemand den Respekt gegenüber deinen Bedürfnissen oder hält dich bewusst davon ab, sie dir zu erfüllen, und du nickst das nur ab, dann respektierst du dich selbst nicht.

Bedenke: Es ist deine Lebenszeit. Du entscheidest, wie, mit wem und mit was du sie verbringst. Und vor allem: wie lange noch.

Viel Mut und Tatkraft,
Janett

 

Keine Angst vor Männern, der Liebe und Beziehungen

Keine Angst vor Männern, der Liebe und Beziehungen

 

So wunderschön die Liebe auch sein kann: Sie bringt ihre eigenen Herausforderungen mit sich - besonders, wenn es in der Vergangenheit Ereignisse gab, die einem genug Anlass dazu geben, Angst vor Männern oder Angst vor Liebe an sich zu haben. Aber liegt es tatsächlich an der Liebe und romantischen Beziehungen oder sind es die Männer im Allgemeinen?

 

Was hinter der Angst vor Männern und der Liebe wirklich steckt

Angst vor Männern und der LiebeBei Frauen kann sich die Angst vor Männern und der Liebe unterschiedlich äußern:

Entweder sie sehnen sich nach Liebe (Zuwendung, Bestätigung, Anerkennung) und tun alles, um sie zu bekommen, nur um dann festzustellen, dass sie sie - einmal erhalten und das Herz erwärmt - doch nicht brauchen oder nicht von diesem Mann möchten. Sie glauben schnell, dass sie nicht zueinanderpassen und sind so schnell weg, wie sie da waren. Oder sie spüren die Angst, wenn die erste Nähe stattfindet. Mit jeder Enge in der Brust oder Panik vor der ersten Intimität wollen sie die Flucht ergreifen:

Ich habe Frauen kennengelernt, die krank wurden, weil ihr Körper die Angst durch die geistige und emotionale Überforderung abfangen musste. Einige hatten Panikattacken; andere Frauen verspürten nach kurzer Zeit keine Lust mehr Sex. Vereinzelte Frauen hatten anfangs keine Schwierigkeiten mit Männer, bis sie in eine Beziehung gerieten und emotional abhängig (gemacht) wurden. Mit jedem Tag der Partnerschaft wuchs ihre Angst, dass sie selbst nichts wert waren ohne den Partner. Sie wurden rasend eifersüchtig oder depressiv, ängstlich bis phobisch und immer unzufriedener. Denn eigentlich wollten sie weder abhängig sein noch abhängig machen.

 

Hintergründe & Ursachen: Woher kommt die Angst vor Männern?

(Einige Frauen haben traumatische Erfahrungen mit Männern gemacht. Diese spreche ich im Folgenden nicht an. Es ist in solchen schwerwiegenden Fällen ratsamer, sich dem Thema in einer Therapie zu widmen.)

Doch es liegt nie an den Männern oder der Liebe an sich. Es liegt auch nicht an ihnen als Frau per se. Hinter der Angst vor Männern und der Liebe verbergen sich Muster aus alten Zeiten: Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster, die erlernt wurden, die entweder Angst abwehren sollten oder Angst verursachten. Es sind alte Ängste. Sie stammen nicht selten aus der Kindheit, Jugend oder den ersten Erfahrungen mit der (ersten, großen oder erwachsenen) Liebe.

Viele Frauen haben keine anhaltenden, echten Gefühle der Liebe - gleich, wie sie sich selbst verhielten oder nicht verhielten - gelernt. Sie bringen deshalb in späteren Jahren Liebe nicht in Verbindung mit Freiheit, Glücksgefühl, Geborgenheit oder Zufriedenheit. Sie verbinden sie unbewusst oder bewusst mit Abhängigkeit, Angst, Unterdrückung, Aufopferung, Trennung oder anderweitigem Verlust. Ihre frühen Erfahrungen mit Liebesgefühlen wurden oft schon in ihrer Kindheit von ihren Bezugspersonen unterbrochen, abgewiesen oder an Bedingungen geknüpft.

Bei „normaler“ Angst vor Männern und der Liebe finden wir diese zwei Extreme:

Extrem 1) Fremde Bedürfnisse und Ansprüche an sie waren wichtiger als ihre eigenen. Sie waren in der einschneidenden Lebensphase aufgefordert, sich entsprechend zu verhalten und mehr Rücksicht und Fürsorge für die Mutter, den Vater oder die Geschwister aufzubringen, als sie selbst erhielten oder sich geben wollten. Sie waren überfordert und konnten die emotionalen Leistungen gar nicht erfüllen, bemühten sich aber, um Liebe und Zuwendung zu erhalten. Sie lernten so, dass sie vor allem geben MUSSTEN, um zumindest etwas Liebe zu erhalten.

Oder Manipulationen (Ich liebe dich nur, wenn…) formten ihr Bild davon, wie Liebe aussieht und funktioniert, um sicher und beständig zu bleiben. Das früher Gelernte formte somit das heutige mangelnde Vertrauen in sich selbst versus Männer, Partner, Beziehungen und Liebesgefühle. Um der Angst aus dem Weg zu gehen, leisten sie oft. Sie sind aufopfernd, depressiv, ängstlich oder emotional abhängig.

Extrem 2) Es gab gar keine Forderungen in der Kindheit, Jugend oder in den ersten Liebeserfahrungen. Es fehlte eventuell sogar Liebe von Seiten der Eltern, sei es, weil sie emotional oder lokal abwesend waren. Sie waren so vogelfrei, dass sie zwar machen konnten, was sie wollten, aber dadurch keine (eigene oder fremde) Autorität, Struktur, Grenzen, Umgang mit Nähe und Konflikten oder Kompetenzen kennenlernten.

Mit den ersten (Grenz)Erfahrungen im Umgang mit Männern lernten sie aber schnell, dass andere in einem Rahmen leben, in den auch sie sich pressen müssen, um Liebe in ihrer vermeintlichen Harmonie und Bedingungslosigkeit erleben zu dürfen. Ähnliche Auswirkungen wie beim ersten Extrem zeigen sich hier: Sie werden später oft aufopfernd und depressiv, ängstlich oder emotional abhängig. Sie neigen zu emotionalem Burnout oder ständiger innerer Hektik, um den Bedürfnissen gerecht zu werden. Oder sie verharren in einer inneren Starre, die sie jedes Mal bei Kontakt zu Liebe zurückschrecken lässt und zur Flucht animiert.

Was sich hinter der Angst vor Männern und der Angst vor Liebe verbirgt

Dahinter verbergen sich diese Ängste:

 

Angst vor Trennung und davor, nicht zu genügen

Angst vor Männern und Angst vor TrennungTrennungsangst hat zwei Extreme: die Angst davor, dass man verlassen wird oder davor, sich selbst zu trennen. Hinter diesem Thema versteckt sich auch die Angst, wieder alleine zu sein oder jemanden alleine zu lassen. Aus der eigenen Erfahrung heraus wissen die Frauen, wie es sich anfühlt, verlassen oder missachtet zu werden, wenn sie den Anforderungen anderer nicht genügten. Jemandem dieses Gefühl zu geben, belastet sie. Daher fällt es ihnen oft schwer, offen Kritik zu äußern, dem Mann die eigenen Gefühle zuzumuten, eigene Bedürfnisse anzusprechen und einzufordern, sich Freiräume zu nehmen - oder sei es auch darum, Geschirr an die Wand zu werfen, als Ausdruck ihres emotionalen Zustands.

Sie haben häufig Schwierigkeiten mit Konflikten und Durchsetzung, weil sie damit Verletzung in Verbindung bringen. Sie haben ebenso Angst vor Wutausbrüchen - ihren eigenen und denen anderer. Auf der einen Seite fühlt sich die Kritik des Partners an, als hätten sie versagt. Auf der anderen Seite trauen sie sich nicht, jemandem - meist trotz aller emotionaler Zumutungen des Partners - zu sagen, dass er nicht genügt. Vielen heimlichen Geliebten in Affären geht es so. Viele müssen im Laufe ihres Lebens anhand schwieriger Beziehungskonstellationen lernen, dass es okay ist, nicht zu genügen. Sie dürfen wählen, so wie andere wählen dürfen. Was nicht passt, muss nicht passend gemacht werden. Man darf sich trennen. Was jemand anderes denkt, denkt jemand anderes. Doch kein Partner - und das ist die Lernaufgabe - bestimmt über den Wert der Frau.

 

Angst vor Selbstverlust und davor, überrannt zu werden

Angst vor Nähe und SelbstverlustTrennungsangst kann aber auch bedeuten, dass man sich von sich selbst trennt - oder meint, es zu müssen. Das wiederum nennt sich Angst vor Selbstverlust. „Für die Liebe muss man (sich) opfern.“ Doch was in Romeo & Julia so herzzerreißend schön war, ist ziemlicher Mist im realen Leben. Sich zu opfern, sein Leben in Teilen (Freundschaften, Familie, Beruf/Karriere, Leidenschaften, Zukunftsträume, Bedürfnisse, Grenzen) aufzugeben, entfernt Menschen von sich selbst. Das macht Angst. Natürlich.

Eben weil einige diese Erfahrungen gemacht haben, wissen sie um die Konsequenzen: Bei mir waren es Panikattacken, bei anderen sind es Depressionen. Wiederum andere entwickeln psychosomatische Beschwerden, wenn sie sich der Wucht der Anforderungen nicht zutrauen - oder nicht noch mehr Be-Last-ung tragen können. Viele sind einst blind und vertrauensvoll in den Selbstverlust gestürzt und ahnten nichts Böses, was sich als Trugschluss und große Enttäuschung entpuppte. Liebeskummer ist in ihren Köpfen vorprogrammiert, der bereits früher seine Spuren hinterließ.

Diese Angst soll dementsprechend davor schützen, sich gänzlich zu verlieren - im Dunst anderer Bedürfnisse zu verrennen. Sie ermahnt, dass man zurück zu seiner ersten Natur findet.

 

Angst vor Nähe

Angst vor Männern und der LiebeKommt ein Mann dieser Frau zu nahe, entsteht ein Gefühl der Enge und Einschränkung, als würde man keinen Fluchtweg mehr sehen. Sie stehen mit dem Rücken zur Wand. Aus der vormals als weit empfundenen Freiheit wird urplötzlich ein dunkles, enges Verließ, in dem man festgehalten wird. Liebe wird schnell zu einem Gefängnis und streicht alle Möglichkeiten der Selbstentfaltung und Selbstwirksamkeit mit einem Wisch weg.

Frauen mit Angst vor Nähe meinen, Anforderungen erfüllen zu müssen, die mit ihren Wünschen und Vorstellungen kollidieren, um in der Beziehung bleiben zu dürfen. Man findet diese Angst oft, wenn Liebe und Beziehung überstürzt werden. Viele dieser Frauen brauchen es einfach langsam. Das meine ich nicht sexuell, sondern hinsichtlich der Entwicklung und Wahrnehmung ihrer eigenen, wahren Gefühle. Sie leben mitunter mehr in der aufgedruckten, stempelartigen Gefühlswelt anderer und nehmen fremde Emotionen eher wahr als ihre eigenen. Sie sind auf die Beachtung und Befriedigung fremder Gefühle und Bedürfnisse konditioniert.

Zu nahe an ihre Gefühle heranzukommen, äußert sich bei einigen beim Sex. Frauen mit dieser Angst können sich nur schwer fallenlassen, öffnen sich nur wenig und haben eine Barriere, die sie von der Echtheit ihrer Gefühle abspaltet. Es fällt ihnen schwer, anderen ihre Gefühle anzuvertrauen. Viele von ihnen haben gelernt, dass ihre Gefühlsausdrücke negativ interpretiert werden oder ungewollt sind. Sie fühlen sich als Sexobjekt oder als eine Art Puppe, die ihren Zweck in der Beziehung erfüllen soll (gesellschaftlicher Status, Mutterrolle, Geldgeberin, Wunscherfüllerin, „Freundin von-Syndrom“ usw.). Aufgrund früherer Erfahrungen missverstehen sie sich als Erweiterung des Mannes oder können spüren, dass sie nur X für den Mann sind, weshalb diese Angst in ihnen auftaucht. Andere wiederum schämen sich für ihre Gefühle und dass sie welche haben. Sie haben gelernt, dass sie bei Gefühlsausdruck mit Ablehnung oder Spott behandelt werden, weshalb sie sich schämen, wenn sie ihre Gefühle der Freude, Gelassenheit, Hingabe, Begierde, Befriedigung zeigen.

Viele müssen sich erst einmal überwinden, präsent zu sein, sich trauen, zu wollen, teilzuhaben und zu teilen, um wieder Kontakt zu sich und authentischer Liebe zu finden.

 

Angst vor Liebe und vor Glück

Angst vor Liebe und Angst vor GlückWer eine Menge mieser Erfahrungen gemacht hat, wird nicht selten zum Besserwisser und meint in jedem Menschen, Mann und Frau, jemanden zu erkennen, den man „schon mal hatte“. „Das kenne ich schon! Danke, nicht noch einmal! Damit bin ich durch!“

Wieder neu an die Liebe und die Individualität der Menschen glauben zu lernen, ist nicht für jeden so leicht. Aber es ist möglich, wenn man sich auf die positiven Charaktereigenschaften des neuen Menschen konzentriert, statt auf die negativen eines Verflossenen.

Und auch wenn viele Männer heute versuchen, dem Stereotypen des harten/charmanten/erfolgreichen Kerls oder … (Platz für deine Gedanken) … zu entsprechen, so gleicht doch dem keiner dem anderen. Auch Männer (alle!) haben Ängste. Sie sind menschlich.

 

Angst vor der Zukunft

Eng verbunden mit all den benannten Ängsten ist die Angst vor der Zukunft. Sie konzentriert sich im Wesentlichen auf die Angst vor dem Ungewissen, dem Neuen und Unbekannten. Was, wenn er fremdgeht? Was, wenn ich nach zwei Jahren doch keine Familie mehr will? Was, wenn wir nicht zusammenpassen? Was, wenn wir unsere Unterschiede nicht ausbügeln können?

Oft tauchen sehr verheerende und Hiobsbotschaft-ähnliche Antworten auf:

„Dann hast du deine Freiheit oder XYZ aufgegeben…
dann ist nichts mehr so, wie es früher war…
dann muss ich wieder von vorn anfangen…
dann habe ich meine besten Jahre verschenkt…
dann kann ich nicht mehr tun (und lassen), was ich möchte…
dann…
dann…
dann…

lasse ich es doch lieber gleich sein und nichts Böses kann geschehen.“

Frauen können diese Angst sehr oft durch erlebte Sicherheit, Geduld und Verständnis des Partners, langsame Schritte und die Gewöhnung (sowie Freude) an der zukünftigen Situation auflösen. Sie wachsen langsam hinein, statt wie in ihrer Angst, ins Dunkle reingeschubst zu werden, ohne den Weg zurück zu finden. Sie dürfen sich auch daran erinnern, dass jedes vermeintlich noch so große „Problem“ eine Lösung birgt, die nur gesucht und umgesetzt werden braucht. Sicher aber sind sie immer. Und sollte doch alles grundsätzlich schlecht und unzufrieden ablaufen, dürfen sie ruhig gehen und ihr Glück woanders suchen. Doch so mancher Versuch hat Schönes und Wertvolles gebracht, wenn man sich einmal getraut hat. Der Preis ist wie so häufig Vertrauen und Zuversicht.

 

Angst vor sich selbst und der eigenen Größe

das böse Mädchen in dir und in mirDoch wer Angst vor der eigenen Größe hat, scheut das Unbekannte an sich. Frauen mit dieser Angst fürchten sich vor allem vor den Reaktionen anderer auf ihre Tiefen und Höhen. Sie möchten weder verletzen noch ihre Glaubensmuster einstürzen sehen. Sie brauchen ihre aufgebauten Sicherheiten, auch wenn einiges Komfortzonen-Material ist. Sie haben zudem oft Angst vor plötzlichen Kehrtwenden. (Wenn ich rundum glücklich wäre, würde bestimmt etwas Böses geschehen, um das wieder auszugleichen.)

Einige von ihnen haben auch gelernt, dass sie nicht rundum glücklich sein dürfen. Dies rührt wieder aus ihrer Kindheit oder Jugendzeit, in der ihnen ihr Glück madig gemacht wurde. Oft zeigen sich solche Signale in Neid/Eifersucht anderer auf ihre Talente und Fähigkeiten, Erfolge oder Lebensbereiche. Viele kennen fremde Schadenfreude oder aber Menschen, die ihnen ihre großartigen Ideen mit Angst ausreden wollten/ausgeredet haben. (Also ich weiß nicht. Mach das lieber nicht. Bleib lieber bei XYZ, dann geht auch nichts schief. Wenn du meinst, das unbedingt machen zu müssen, meinetwegen, aber…Androhung einer Konsequenz...) Solche Worte spiegeln immer wider, dass jemand enttäuscht sein würde, sie schüren Angst und so das Gefühl, man müsse klein bleiben oder dürfe sich nicht vom Leben wünschen und nehmen, wonach man sich zutiefst sehnt.

 

Handlungsempfehlungen bei Angst vor Männern und Angst vor Liebe

Die folgenden Methoden entstammen meiner Praxis. Am besten ist es, man probiert sich einmal durch und schaut, welche am wirksamsten für sich und seinen individuellen Fall sind.

Menschlich sein lassen: Idealbilder auflösen

Wir bilden uns oft ein, dass jemand, den wir toll finden, größer ist als wir. Wir idealisieren denjenigen, sprechen ihm Ängste und Schwächen ab und verstärken stattdessen unsere eigenen. So fühlen wir uns klein, wertloser oder dessen Kontakt und Zuwendung nicht würdig. In Wahrheit ist er mehr und gleichzeitig weniger als du. Er ist ein Mensch mit einer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunftsträumen für verschiedene Lebensbereiche. Es hilft, wenn wir dieses Bild auflösen und uns an den wahren Menschen erinnern. Die Abbildung zeigt, was ich meine: die verschiedenen Facetten eines Menschen.

Dasselbe können auch Frauen tun, die an ihrem Selbstwert zweifeln. Jeder Mensch hat viele Facetten. Im Coaching sprechen wir auch vom Inneren Team. Mit dem kann man arbeiten, hat man erst einmal erkannt, was Richard David Precht mit „Wer bin ich - und wenn ja, wie viele“ ausdrückte:

Oft spricht vor allem das kleine Mädchen aus Frauen, ihr inneres Kind, und lenkt in der Liebe ein. Bei anderen ist es eine strenge Bezugsperson oder die dämliche und neidische Freundin von früher, die ihnen Liebe verwehren und Angst machen wollte. Die Stimmen zu identifizieren aber ist der Schlüssel. Sich dann daran zu erinnern, dass man heute eine erwachsene Frau ist und die Vergangenheit vorbei, bringt dich einen Schritt weiter.

 

Erinnerungen schaffen: Ein Video für Mut aufnehmen

Wer sich in einigen Momenten stark und fähig fühlt, aber in anderen wiederum schwach und unwürdig, dem könnte es helfen, sich starke Sätze auszudenken, die Mut zusprechen. Nimm diese mit deinem Handy auf (entweder als Tonaufnahme oder idealer als Video). Das nächste Mal, wenn du ins Straucheln gerätst, kannst du dir deine Sätze in Erinnerung rufen, indem du dir das Mut-Video ansiehst oder deine mutmachende Stimme anhörst. Es ist gut, wenn du selbst die Person bist, die dir den Mut zuspricht. Die eigene Stimme beruhigt und heilt.

 

Angst entmystifizieren: Gib deiner Angst ein Gesicht

(Bitte diese Übung nur machen, wenn du dich stabil fühlst oder in therapeutischer Begleitung bist.)

In der Schreibtherapie habe ich gern diese Übungen angeboten: Wenn du Angst hast, stelle dir vor, sie sei eine Person. Beschreibe sie so detailliert, wie es dir möglich ist.

  • Welches Gesicht hat deine Angst vor Männern?
  • Ist sie weiblich oder männlich?
  • Klingt sie ruhig, einschüchternd oder schrill?
  • Trägt sie einen Anzug und Krawatte oder Jeans und T-Shirt?
  • Sitzt sie trinkend auf dem Sofa oder mit einer bildhübschen Frau im Café?

Wann immer die Angst erneut auftaucht, erinnere dich an diese Person oder Gestalt und sprich mit ihr Klartext. Schicke sie aus dem Zimmer, aus deinem Kopf, verbanne sie für diesen Tag oder die Nacht, aber halte sie im Zaum. Wer so seiner Angst begegnet, erkennt, dass es sich nicht um eine fremde, übermächtige Angst handelt, sondern um sein ureigenes Gefühl. Doch du bist nicht dein Gefühl. Du bist nicht Angst. Sie abzuspalten, indem man sie separat wahrnimmt, kann helfen, sich neutral zu betrachten.

 

Wie du einen Mann in dich verliebt machst

Wie du einen Mann in dich verliebt machst

Es ist wohl das größte Geheimnis der Menschheit, wie Liebe funktioniert und entsteht. Besonders, wenn wir einen Menschen sehen, der uns interessiert, stellen wir uns die Frage, wie wir ihn in uns verliebt machen können.

Wie spreche ich ihn an?
Was soll ich sagen?
Was sage ich am besten nicht?
Wird er sich überhaupt für mich interessieren?
Bin ich attraktiv genug? 

Ist der erste Kontakt hergestellt, taucht auch gleich die nächste Frage auf: Wie erobere ich diesen Mann oder diese Frau? 

 

Wie du einen Mann in dich verliebt machst

buch wie man einen mann erobert und in sich verliebt machtIch lese gerade ein Buch, das sich genau mit diesem Thema auseinandersetzt. Dieses Buch ist an Frauen gerichtet, die Strategien, Tricks und Tipps wollen, wie sie ein Mann in sich verliebt machen. Solche Ratgeber finden sich ja zuhauf auf dem Buchmarkt. Es gibt sie für Männer, die Frauen nur aufreißen wollen, aber selten für eine Beziehung gewinnen wollen. Für die Frauen existieren überwiegend die Bücher, die sich nicht auf sexuelle Abenteuer beziehen, sondern auf das Gewinnen romantischer Beziehungen. Aus Respekt vor dem Autor erwähne ich den Titel dieses Buches nicht.

Mir geht es um die Message solcher Bücher, nicht um dieses eine. Es werden allgemein immer die typischen, vermeintlich interessanten Themen besprochen: Wie man eine hoch begehrte Frau wird, Erfolgsformeln, um seine eigene Anziehungskraft zu erhöhen, Übungen, um interessant zu bleiben, Körpersignale, wie aus ersten Gefühlen wahre Liebe entstehen kann, wie man mit einem einzelnen Blick, High Heels oder einem bestimmten Tonfall den Mann um den Verstand bringt und vieles mehr.

Aber schon beim Lesen und Querblättern bemerkte ich ein übles Gefühl in der Magengegend. Nach einigen Tagen Bedenkzeit weiß ich nun auch, warum.

 

Was Frau alles falsch macht, weshalb sich ein Mann nicht in sie verliebt

Diese Ratgeber erzählen uns, was wir anders machen müssen, um doch noch einen Mann für uns zu interessieren. Sie plaudern aus dem Nähkästchen und lüften das Geheimnis für alle Frauen, die sich in Sachen Liebe bislang schwer taten. Sie nennen sich Love Coaches und spielen Dr. Hitch(, aber sehen selten wie Will Smith aus). Folgen wir aber ihren Strategien, 6-Stufen-Programmen, geheimen Tipps und manipulativen Tricks, geschieht es ganz problemlos und superschnell, dass wir ans Ziel unserer Träume gelangen: Wir machen den Mann in uns verliebt.

Und ab da wird alles gut!

tipps tricks um einen mann in sich verliebt zu machenDafür bräuchten wir nur den richtigen Augen-Blick, die richtige Pose, einige Gesten, eine sinnliche Stimme oder wir sagen am besten gar nichts, was den Mann denken lassen könnte, dass wir eine eigene Persönlichkeit besitzen. Denn laut diesen Ratgebern dürfen wir keine Individualität besitzen. Laut diesen Büchern müssen wir eine angepasste Persönlichkeit entwerfen, schauspielern, eine schöne Maske aufsetzen, die so unwiderstehlich ist, dass uns einfach niemand widerstehen kann.

Das ist ein schöner Gedanke, dass wir Menschen und besonders Männer in der Liebe manipulieren könnten, wenn wir nur unser Verhalten änderten. Wenn wir nicht so wären, wie wir sind, dann können wir alles haben und alles sein. Dann werden wir glücklich und zufrieden. Dann bekommen wir, was wir uns immer so sehnlichst gewünscht haben.

Ein Trugschluss. Denn in Wahrheit sind diese Ratgeber nichts weiter als die Manipulation ihrer Leserinnen. Sie stärken weder unser Selbstwertgefühl, noch helfen sie uns, zu verstehen, wieso es brüchig werden konnte. Sie reden Frauen stattdessen ein, dass sie alles falsch machen würden, nur anders sein müssten, um in der Liebe Erfolg zu haben. Als wäre Liebe ein Produkt, eine Position, für die sich Frauen qualifizieren müssten. Alle, die bislang keine Liebe gefunden haben, hätten damit versagt. Sie tragen die Verantwortung für ihr Scheitern. Sie waren nicht genug und so, wie sie sind, sind sie nicht in Ordnung.

 

Was Frauen aus diesen Ratgebern lernen können

Wäre das Buch, das ich gerade lese, wirklich so schlecht, hätte ich den Titel und Autor preisgegeben. Doch natürlich hat auch dieses Buch seinen Wert. Der Wert ist etwas verborgen, aber dafür eine wichtige Lektion für alle Frauen, die nur Schwierigkeiten in der Anfangsphase mit Männern haben.

Wie man den Mann eventuell dazu bewegt, dass er dich anspricht. Vielleicht lassen sich die Bücher auch dafür zurate ziehen, wenn man herausfinden will, welchen Typ Mann man nicht anziehen möchte. Eventuell taugen sie auch, um ein wenig in das Unterbewusste zu tauchen und herauszufinden, was es dort zu entdecken gibt.

Lektion 0 aber bleibt: Du bist, was du ausstrahlst. Und was du ausstrahlst, kommt aus deinem Inneren.

In der Liebe (und im Beruf) braucht man Respekt für sich selbst und Wertschätzung gegenüber seiner Person und Persönlichkeit. Aber viele tun sich eben deshalb mit sich selbst schwer, weil sie negative Erfahrungen in der Vergangenheit gesammelt haben. Weil Beziehungen nicht so gut liefen, interpretierten sie ihren Wert neu. Das schürte Angst und bei manchen auch depressive Verstimmungen oder Panik. Sie maßen ihren Wert schließlich an den verflossenen Partnern oder an Menschen, die sie abwiesen. Aber seinen Wert bestimmt in Wahrheit ein jeder allein.

Doch befolgt man die Tipps der Ratgeber, strahlt man das aus: Ich bin das, was du möchtest, was ich bin. Ich drehe und wende und bücke mich, wenn du es willst. Hauptsache ist: Du willst mich.

 

Mein Geheimnis Nummer 1: Die Farbe deines Nagellacks ist nicht wichtiger, als die Farbe deiner Seele

Ich hatte auch einmal so einen Mann, der mich in High Heels, dem richtigen Nagellack und sexy Unterwäsche an der Tür wollte, als Vorzeigeobjekt und bessere Mutti in Krisensituationen und in allen anderen Situationen als gefügige, stille und nichtsmeinende Frau, die brav nickend in den Kreis seiner Freunde lächelte. (Ich muss wohl nicht erwähnen, wie oft wir uns gestritten haben, weil ich anderer Meinung war, als er.) Was ich aus den sechs Jahren mit dem Mann gelernt habe, steht aber nicht in diesen Ratgebern: Die gespielte, sexy Wärme in deiner Stimme ist nicht wichtiger, als die Wärme in deinem Herzen. Die Höhe deiner Absätze sagt auch nichts über die Augenhöhe in deiner Beziehung aus.

Ein Mann ist nur dann gut für dich, wenn du ihn magst, wie er ist. Und wenn er dich nur mag, wenn du anders bist, als in Wirklichkeit, dann magst du dich selbst nicht. Gib dein Geld in diesem Fall lieber für ein Selbstwert-Coaching oder einen tollen Ratgeber über Selbstvertrauensaufbau oder den freudvollen Umgang mit dem Alleinsein aus.

Aber investiere es nicht in Bücher, die dir noch mehr eintrichtern, dass irgendetwas mit dir nicht stimmen würde. Kauf dir lieber eine geile Jeans oder ein paar Birkenstocks, in denen du dich pudelwohl fühlst. Denn wahre Attraktivität kommt wirklich nur von innen. Je mehr man in sich selbst ruht, sich mag, wie man ist, und je mehr man die Meinungen anderer eben die Meinung anderer sein lässt, desto stärker wirkt man auf andere: anziehend.

 

Nie mehr du: Wie man einen Mann nicht erobert

wie man einen mann in sich verliebt machtIn den Ratgebern geht es aber um pure Manipulation der Männer, sportliche Strategien und gerissene, aber oberflächliche Taktiken, als wäre die Liebe ein Fussballspiel und der Gewinn eine vermeintlich authentische Beziehung.

Doch was geschieht, wenn wir diese Strategien und Taktiken durchgezogen, den Mann in uns verliebt gemacht haben und nach einer Weile Beziehung wieder so werden, wie wir sind? Das thematisieren dieser Ratgeber natürlich nicht. Feststeht, dass es dem Mann wohl sicher auffallen wird. Außer er ist ein Trottel.

Nennt mich verrückt, aber wenn ein Mann mich nicht so mag, wie ich bin, dann sollte ich ihn auch nicht mögen. Wenn ich einem Mann nicht genüge, dann genügt auch er mir nicht. Wenn ich mich immer verstellen muss, um dem Mann zu gefallen, dann belüge ich nicht nur den Mann, sondern auch mich. Was bringt es mir, dass ein Mann in mein falsches Ich verliebt ist, aber nicht in mich? Was bringt mir die Liebe eines Mannes, wenn ich meine Liebe für mich dafür aufgeben muss?

Ist Liebe und Beziehung zu einem Partner wirklich wichtiger, als man selbst?

Nein. Du bist am wichtigsten. Und so ist es richtig. Mit dir stimmt alles. So, wie du bist, bist du vollkommen richtig. Aber du wirst falsch, wenn du dich verstellst, in der Hoffnung, dass du dann nicht mehr allein wärst. Damit magst du vielleicht Männer für ein oder zwei Dates gewinnen, aber eine gesunde und funktionierende, anhaltende Beziehung gewinnst du so nicht.

 

Das Geheimnis Nummer 2: Homogamie

Ob sich ein Mann in dich verliebt, hat im Wesentlichen etwas mit dem Mann zu tun. Ob du dich in einen Mann verliebst, hat im Wesentlichen etwas mit dir zu tun. Ob ihr beide zusammenkommt und zusammenbleibt, hat im Wesentlichen mit der sogenannten Homogamie zu tun: die Ähnlichkeit zweier Partner in puncto Bildung, soziale Stellung, (emotionale) Intelligenz, moralische Werte, Zukunftsträume, Charakter, Interessen, Aussehen, Einstellungen zum Leben und der Liebe. Einige Experten nennen hier sogar das Lungenvolumen und die Länge der Ohrläppchen.

Wer also zusammengehört und wer nicht, entscheiden wir unbewusst, keineswegs aber lässt es sich steuern. Und wer weiß, was für Männer du anziehst, wenn du den vielen ausgeklügelten Tipps der Hitch-like-Date Doctors und Love Coaches befolgst? Ganz sicher keinen, der dich morgens im Pyjama mit zerzausten Haaren oder abends auf dem Sofa in Kuschelpulli und Wollsocken anlächelt und sich denkt: „Mein Gott, wie ich dich liebe.“

So jemanden findet man nicht, indem man ihn manipuliert. So jemand ist abgestoßen durch Spielchen, Schmollmünder und kleines Mädchen-Image oder Sexy Vamps. Wer dich wirklich lieben wird, liebt dich, weil er dich so, wie du bist, authentisch und wahr, gern sieht und mag. So jemand spürt, dass du besonders bist, eben, weil du anders oder so, wie du, bist.

Also sei anders, unbequem, wagemutig, offen, verschlossen, introvertiert, kreativ, still, laut, fordernd oder abwartend. Aber sei du selbst. Sei eine Person, die du selbst toll fändest. Mach es dir in deinem Körper und deinem Leben so bequem und attraktiv, wie es dir gefällt. Aber lass dir nie von einem Menschen einreden, dass du dich ändern müsstest, um für unpassende Männer kurzzeitig interessant zu sein.

Alles Liebe,
Janett Menzel

 

Weil andere Meinungen egal sind und du nur dir selbst vertrauen solltest

Weil andere Meinungen egal sind und du nur dir selbst vertrauen solltest

Dir selbst vertrauen: Was lösen diese drei Worte in dir aus? Als ich mich das fragte, wusste ich sofort meine Antwort: Hat zu lange gedauert und war bitter nötig. Wir missachten unsere Intuition und Überzeugungen heute nur zu gern, wenn jemand selbstbewusst und selbstsicher an ihnen rüttelt, weil er seine für „richtiger“ hält. Die Angst vor der Ablehnung, Ausgrenzung und Missachtung ist zu groß, um gegenzuhalten. Aber Selbstvertrauen hat nichts mit Anpassung zu tun, sondern mit dem Wissen um seinen inneren Kritiker und wie man ihn im Zaun hält - so wie Menschen, die nicht an dich glauben. Selbstvertrauen ist der unbedingte Glaube an dich und deine Fähigkeiten, deine Schönheit und Einzigartigkeit, auch wenn diese Andersartigkeit mit sich bringt. Wer sich selbst vertraut, hat keine Angst, Fehler zu machen.

Die Welt braucht mehr davon. Hätte sie sie, würde es Depressionen, Angst, Stress und Unglück auf so vielen Ebenen gar nicht geben.

 

Dir selbst vertrauen heißt deine Einzigartigkeit anzunehmen

Sich selbst zu vertrauen heißt ja, dass man sich selbst etwas traut, zutraut und an das Ich im Herzen und in der Seele mehr glaubt, als den Worten anderer.

Das ist nicht immer leicht in einer Welt, die das Besondere so wenig schätzt und streckenweise gar verbietet. Menschen mögen es berechenbar und einheitlich. So gibt es keine großen Überraschungen und alles kann weiterhin einfach funktionieren. Wir leben eben in einem System des einheitlichen Glücks, formuliert und definiert von irgendwem. Kein Mensch weiß, wer sich diesen Scheiß hat einfallen lassen, aber wir folgen stumm. Wer nichts macht, macht eben auch nichts falsch. Und richtig zu sein, was auch immer das bedeutet, ist Menschen so viel wichtiger, als sie selbst zu sein. Viel zu viel Risiko, irgendwo anzuecken oder von irgendwem nicht gemocht zu werden. Dieses leidige Thema Ablehnung und Zurückweisung, über das ich schon so oft schrieb.

 

Selbstvertrauen und die große Frage: „Schaf oder Rose?“

du bist etwas besonderes vertraue dir selbst und sei kein schaf Ich liebe Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ aus tiefstem Herzen. Eine meiner Lieblingsstellen ist das Gespräch über den Sinn der Dornen an Rosen. Es geht so:

„Wenn ein Schaf Sträucher frisst, so frisst es doch auch die Blumen?“
„Ein Schaf frisst alles, was ihm vors Maul kommt.“
„Auch die Blumen, die Dornen haben?“
„Ja. Auch die Blumen, die Dornen haben.“
„Wozu haben sie dann die Dornen?“
Ich wusste es nicht.

Es steckt so viel Wahrheit in dieser kleinen Textpassage. Schafe sind wie die Menschen, die jeden Tag brav funktionieren. Rosen sind diejenigen, die einfach nur sein wollen, was sie sind. Und dabei in Ruhe gelassen werden wollen.

Schafe sind Tiere, die sich in einer Herde bewegen und die man kaum voneinander unterscheiden kann. Sie sind alle mehr oder minder gleich, sehen auf einem Blick auch so aus und tun den ganzen Tag lang ein- und dasselbe, ohne den Sinn infragezustellen. Sie lassen sich ihr Fell scheren, damit es anderen zum Wärmen oder als Wohnzimmer-Kamin-Vorleger dient, auf dem man nie Sex haben werden. Aber es sieht schön aus. Sie lassen sich von ebenso trainierten Hunden antreiben und in die richtige Richtung lenken, um irgendwo zu weiden und der Natur etwas Gutes zu tun. Was für die Schafe wie Freiheit aussieht, ist in Wahrheit ein hingebogenes, geheucheltes Leben in Freiheit. Und dann gibt es Blumen, wunderschöne und teure Blumen, wie zum Beispiel Rosen. Sie wachsen nur an geeigneten Stellen oder werden mit viel Aufwand und Liebe herangezüchtet, um das zu werden, was sie sind: einzigartig und schön. Zu ihrem Schutz haben sie Dornen, damit ihnen niemand ihre Schönheit und Einzigartigkeit zu nehmen wagt. Jedenfalls nicht so leicht und nicht ohne Folgen.

immer mehr menschen erkennen die Rose in sichZum Glück stellen immer mehr Menschen fest, dass sie keine sehr gute Figur als Schaf machen. Sie haben ihre Fähigkeiten und Individualität kennengelernt, entdecken sich stets neu und hören nie auf, sich aus dem Dickicht aus 9-to-5-Jobs und lieblosen Beziehungen, alltäglichem Funktionieren und scheinheiligem „Mein Leben ist wirklich ganz toll!“ zu winden. In ihrem Herzen sind sie eben Rosen. Einige brauchten dafür einen langen und steinigen Weg. Das Schafsein machte sie krank. Doch es war ein gutes Zeichen dafür, dass die Zeit gekommen war, eine neue Entscheidung zu fällen, statt brav weiterzumachen. Was sie zu können hatten und mit Bravur kultivierten, zehrte nur noch an ihnen, ohne sie zu nähren.

Doch wie in der „Der kleine Prinz“ müssen sie ihre Dornen zu nutzen wissen, denn nicht jedes Schaf erkennt ihre wunderbaren Seiten. Und nicht jedes Schaf erlaubt, dass sie sich nicht fressen lassen. Schafe glauben eben, dass das, was sie tun, auch andere tun müssten.

 

Wie du dir dein Selbstvertrauen bewahrst

Wer sich einmal Selbstvertrauen erkämpft hat, der sollte es mit allen Waffen schützen und verteidigen. Selbstvertrauen ist so ein seltenes Gut geworden, zwischen all den Schafen und Schäfern und Hunden. Vertrauen in dich selbst gibt dir den nötigen Halt, wenn das Leben einmal wieder seine eigenen Wege geht. Es schenkt dir Kraft und Standhaftigkeit, Konsequenz und Durchhaltevermögen und ist unerlässlich, wenn du Ziele hast, die nicht nur Träume bleiben sollen. Es beseitigt Selbstzweifel und Angst und schenkt dir ein sicheres Gefühl, wenn du bislang unbewanderte Wege beschreiten möchtest.

Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und der Glaube an deine Selbstwirksamkeit sind die Schlüssel zu einem Leben, was du nicht bereuen wirst. Diese Begriffe werden deshalb so oft in den Onlinemedien erwähnt, weil wir sie als Charaktereigenschaften kaum noch haben und pflegen. Wir vergessen unseren Wert viel zu schnell und es ist gut, wenn wir stets daran erinnert werden. Es zählt nur, was du dir selbst erlaubst und zusprichst.

du bist so schön wie rose glaube an dich und deinen wertUnd wer das nicht erlaubt oder glaubt, der sollte deine Dornen zu spüren bekommen. Ich bin kein Freund von Angstgehasche, aber wenn es jemand nicht verstehen will und aus mir unbedingt ein Schaf machen möchte, der muss mit einiger Gegenwehr rechnen. Und so darf das auch sein: Wer dich kleinmachen will, seinen Wert über deinen stellen oder aber dir deinen absprechen will, der möchte ein Schaf bleiben. Denn er hat es so entschieden. Aber wenn du beschlossen hast, dir dein eigenes Glück als Rose zu definieren, die ihre eigenen Wege sucht und beschreitet, dann hat das niemand infragezustellen.

Wer es doch tut, braucht Dornen. Das hat nichts mit Überheblichkeit oder Eigennützigkeit zu tun. Wer bereit ist, dich für seine Überzeugungen zu verletzen, der betritt nun einmal ein Terrain, was allein dir gehört: deine Selbstachtung. Für die lohnt es sich immer zu kämpfen. Denn sie formt ein positives Selbstbewusstsein und ist in einer Welt voller Schafe das einzige, was dich werden lässt, was du sein willst. An dich zu glauben und zu lernen, dich selbst zu lieben, so, wie du bist, ist schon schwer genug. Da brauchst du nicht noch andere, die an deinem Selbstbewusstsein sägen.

Einstein sagte einst, um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, müsse man vor allem ein Schaf sein. Es ist eine wichtige Entscheidung, die jeder für sich treffen darf: Bist du Schaf? Oder um die Metapher von Antoine de Saint-Exupéry zu verwenden: Willst du lieber ein Schaf sein oder eine Rose?

Wie lautet deine Antwort?

Ich bin gespannt!

Liebe Grüße,
Janett Menzel

 

Die besten Bücher & Kurse gegen Stress, Panik, Angst, Sorgen & Energielosigkeit

Die besten Bücher & Kurse gegen Stress, Panik, Angst, Sorgen & Energielosigkeit

Wie viele Menschen, die durch harte Zeiten gingen, sich heute im Licht (statt unter dem Scheffel) präsentieren, kann man aufgrund der Fülle des Internets gar nicht erfassen. In meiner gesamten Zeit des Blogs habe ich Dutzende wunderbarer Menschen kennengelernt, die sich mit Herz und Seele für die psychische und physische Gesundung der Gesellschaft einsetzen. Mit ihren Erkenntnissen begleiten sie bereits viele Menschen in ganz Europa, um ihnen dabei zu helfen, wieder auf den richtigen, nämlich eigenen Weg, zu kommen. Sie bloggen, schreiben Bücher, erstellen Onlinekurse, Online Konferenzen, Audios mit Meditationen und anderen Entspannungstechniken, Programme und so vieles mehr. Leider versacken alle diese Seelenprojekte entweder in den Googleergebnissen oder irgendwo bei Facebook.

Deshalb möchte ich die in meinen Augen besten Kurse, Programme und Bücher zum Thema Selbsthilfe und Selbstheilung auf einer Seite präsentieren - und freue mich, auf die einzigartige Arbeit meiner Kollegen und Kolleginnen aufmerksam machen zu dürfen.

Die besten Bücher über Angst, Panik, Stress, Depression, Krankheit - Gesundheit, Selbstheilung, Energieheilung, Selbstbestimmung und Selbstfindung

Mit ihrem einzigartigen Buch „Antidepressiva absetzen“ haben die Autoren Melanie Müller (Der achtsame Weg) und Mischa Miltenberger (Adios Angst, Bonjour Leben) ein kleines Meisterwerk über ein großes, kritisches Thema geschaffen. In ihrem eBook erzählen die ehemaligen Betroffenen über ihre Krankheitsjahre und wie sie Antidepressiva letzten Endes erfolgreich absetzen konnten. Sie greifen einige sehr ambivalente Betrachtungen der Schulmedizin auf und stellen sie infrage - nicht allein, sondern mithilfe einiger Experten auf dem Gebiet.

Neben zahlreichen Interviews abseits jeder Pharmaheuchelei, zeigen sie allen Menschen, die Antidepressiva einnehmen, aber absetzen wollen, wie es gelingen kann. Dazu gibt es viele wertvolle und motivierende Impulse, Wochenpläne, drei exklusive Video-Interviews und der gewohnte, ehrliche und liebenswerte Charme der beiden Autoren. Zum Buch >>

Sebastian D. Kraemer betreibt mit psog.de eine der großen Websites zur Bekämpfung von Angstzuständen und Panikattacken. Er litt jahrelang an genereller Angst mit Panikattacken und Hypochondrie. Sein Buch „Ex-Freundin Angst - Wie ich die Panik in die Wüste schickte“ beschreibt seinen Weg daraus. Es ist teils Autobiografie und teils Ratgeber und nährt den Leser/die Leserin mit Denkimpulsen, Lösungsmöglichkeiten und Tipps direkt aus der Selbstheilung.

Das Buch gibt es als Taschenbuch und e-Book. Mit hinzu bekommen die Leser eine Videoschulung zu den 5 folgenschweren Fehler bei Panikattacken und Zugang zu weiteren, exklusiven Inhalten. Denn neben diesem Buch hat Sebastian auch seine eigene Anti-Angst Akademie gegründet (mehr dazu unter Kurse). Zum Buch >>

Ich erinnere mich gern an die Zeiten zurück, in denen plötzlich Stefan Hiene überall als Speaker bei den Online Konferenzen auftauchte. Ich saß mit offenem Mund da und dachte nur: „Na endlich noch so einer wie Mischa und ich.“ Wer gesellschaftliche Scheuklappen behalten will, sollte sich auf einiges gefasst machen. Wer sich aber denkt: „So sollte das mit meinem Leben nicht laufen!“, der ist gut beraten, sich Stefan „anzutun“. Sein Buch „49 Wunder“ beschreibt auf außergewöhnlich ehrliche, offene und einfühlsame Weise, was Menschen eigentlich sein sollten - in den unterschiedlichsten Lebensbereichen: nämlich sie selbst, entgegen allen „Regeln“. Aber es geht nicht um die Gesellschaft, sondern um dich und das Erkennen deines wunderbaren Wertes. Stefan zeigt dir, dass du ein Wunder bist, egal, was andere dir eingetrichtert haben. Eigentlich müsste das Buch „50 Wunder“ heißen, denn dieses Buch ist selbst eines. Lesen! Zum Buch >>

Die besten Onlinekurse und Konferenzen über Angstfreiheit, Stressbewältigung, Überwindung von Depression, Gesundheit, Selbstheilung, Selbstbestimmung und Selbstfindung

Sebastian D. Kraemer hat neben seinem Buch auch seine eigene Anti-Angst Akademie gegründet.

Es ist eine reine Online Plattform, die aufgrund ihrer Anonymität europaweit Menschen mit Angstzuständen und Panikattacken dabei hilft, sie zu überwinden.

Er gibt alle seine Erkenntnisse aus eigener Therapie- und Gesundungszeit weiter und zeigt, wie man mit einfachen Übungen psychisch stabiler wird. Außerdem haben Interessierte die Möglichkeit, sich direkt von Sebastian coachen zu lassen.

Wie seine Akademie funktioniert, aber auch, was es Wissenswertes zu Angst und Panik gibt, erklärt er regelmäßig in kostenfreien Webinaren. Zur Anti-Angst Akademie >>

Der ganzheitliche Frauen-Gesundheits-Kongress wurde von Antje und Ronny Düwel veranstaltet. Er widmet sich den Themen Leichtigkeit, Liebe, Lebendigkeit und Erfolg.

Der Kongress besteht aus 34 tiefgründigen Video-Interviews, Audios zu den Interviews und Videos mit den wichtigsten Inhalten, einem Handbuch und Bonus-Material wie u. a. Rezepten für eine glückliche roh-vegane Gesundheit und dem e-Book „Einfach anfangen, zu strahlen“.

Als Speaker sind dabei:  Maria Sanchez, Prof. Dr. Ingrid Gerhard, Dr. Rüdiger Dahlke, Silke Leopold, Florian Sauer, Stefan Kutter, Dr. Jordi Campos, Anne Heintze, Anna Trökes, Dr. John Switzer, Barbara Miller, Katharina Tempel, Heike Bauer, Nikolaj Günter, Mojo Di u. v. m. Zum Kongress >>

 

Die besten Entspannungs-Audios gegen Angst, Panik, Stress und Krankheit - hin zu Gesundheit, Selbstheilung, Selbstbestimmung und -findung

Christine Hofmann hat mit ihrer QUANTUM-WAVE-Musik als mp3 zum Download eine wunderbare Alternative zu den üblichen Entspannungstechniken im Audioformat geschaffen. Sie wird in vielen Therapie- und Coachingumgebungen angewandt, denn sie wirkt nachweislich beruhigend: Sie löst den inneren Stress und negative Emotionen nachhaltig auf. Wie? Der 2-Klang-Effekt unterstützt die Ausdauer und das Wohlgefühl auf der Gedanken- und Emotionsebene. Dadurch werden negative Emotionen ausgeglichen und sogar Lernen und Arbeiten wird entspannter. Die links-rechts-Töne (sog. Quantum-Wave) bewirken, dass sich Stress im Gehirn reduziert. Dadurch kannst du deine Ängste auf ein Minimum reduzieren, ruhiger und gelassener werden, Erleichterung erleben - Stress und Wut, Trauer und innerer Druck wird einfach losgelassen. Als großer Fan von Musik- und Klangtherapie kann ich Christines Produkt nur empfehlen! Zu QUANTUM-WAVE >>

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