Wie mir der Mond half, meine Angst und Panik zu überwinden

Wie mir der Mond half, meine Angst und Panik zu überwinden

 

Der Mond und ich – eine wahre Liebesgeschichte – denn er half mir aus meiner Angst und Panik heraus. Es ist eine Geschichte, die ich gern als Inspiration erzähle. Denn sie zeigt, dass wir auch ohne Menschen, nur aus eigener Kraft und mit Hilfe von Leidenschaften, Angststörungen bzw. Angstzustände, sogar mit Panikattacken, überwinden können.

 

Wie mir der Mond half, meine Angst und Panik zu überwinden

finde deine leidenschaft als waffe gegen die angstAugust 2013: Gemeinsam mit meiner Mutter und einem Freund war ich nach Ibiza geflogen. Ich hatte am 19. Mai des Jahres wieder meine erste Panikattacke seit Jahren erlebt, in der U-Bahn, und saß zwei Tage später, an meinem Geburtstag, beim Arzt. Meine Therapie hatte ich im Juni begonnen – ich dachte, es würde ausreichen, um Ende August meinen Urlaub angstfrei genießen zu können. Doch das sollte ein Traum bleiben.

Als ich weinend im Flieger saß, musste mir meine Mutter die Hand halten, weil ich nicht zur Ruhe kam. Als mein Körper völlig geschwächt von der Angst und Panik war, schlief ich schließlich ein. Auf Ibiza angekommen, half mir zuerst das Meer, mich etwas geerdeter zu fühlen. Es ist bis heute einer meiner Lieblingsorte, egal, wo auf dieser Welt. Es beruhigt mich.

Was ich nicht wusste, war, dass ich eine genauso große Liebe finden würde. An einem Abend saß ich draußen auf der Terrasse des Hotels und dachte darüber nach, wie ich mein Leben weiterführen würde. Ich war müde, hoffnungslos und wusste nicht mehr, was ich noch tun sollte, um die Angst und Panik zu überwinden. Sie begleitete mich von früh bis spät und es schien, als würde nichts so recht als Hebel wirken. In diesem Moment, mit meiner Kamera  auf dem Schoß, blickte ich in den Himmel und fotografierte schließlich den Mond. Und schon war ich verliebt und bin bis heute besessen.

Ich fand schnell heraus, dass

  • in den Himmel schauen
  • von der Erde (wo es so vieles gab, was mich belastete) wegschauen
  • eine Leidenschaft haben, die einen beseelt
  • etwas, was man (fast) immer machen kann, ohne Geld und ohne Abhängigkeit von Menschen

bislang nicht auf meiner Liste der möglichen Wege aus der Angst und Panik gestanden hatte. Ich schrieb “Mond fotografieren” gedanklich dazu. Denn im Vergleich zum Meer, das ich nur vier, fünf Mal im Jahr sehen kann, ist der Mond fast immer sichtbar, je nach Zeit und Phase.

 

Jeder mit Stress, Angst oder Panik braucht eine ruhige Leidenschaft

Ich bin mir unsicher, ob es am Unterschied zwischen introvertierten und extravertierten Menschen liegt, dass die einen im Innen und die anderen im Außen nach Wohlgefühl suchen. Während man die introvertierten/ambivertierten mit einem Buch oder einer Kamera glücklich machen kann, brauchen extravertierte Personen andere Personen. Sie suchen nach Bestätigung im Außen, während introvertierte Frieden in sich suchen. Was mir bislang in der Beschäftigung mit Stress-Ängsten, Angstzuständen und Panikattacken aber auffiel, ist, dass Stille, Ruhe (Entschleunigung) und kreative Neugierde – im Alleingang – unterstützend wirken können. Sie stärken die Resilienz, weil sie die Unabhängigkeit fördern. Sie richten die Aufmerksamkeit von normalen Alltag und so von den Problemen weg, auch weg von Menschen, egal, ob wir mit ihnen zurechtkommen oder nicht.

Wer so eine ruhige und beruhigende Beschäftigung hat, der kann sich dabei in sich zurückzuziehen. Ob man nun alles andere ausblenden will oder nur etwas für sich tun möchte: KEINEN Menschen zu brauchen, der einem Bestätigung, Zuwendung oder Wertschätzung schenkt, stärkt den Charakter.

Es ist nicht zuletzt eine bewusste Selbstabgrenzung, in seine eigenen Welten hineintauchen zu können – oder abzutauchen. Ich bin bis heute ganz und gar von der Schönheit des Mondes fasziniert. Wann immer er am Firmament erscheint, hole ich meine Kamera und fotografiere ihn. Ich liebe Mondfotos, bin in etlichen Gruppen auf Facebook und in Foren. Dort habe ich meinen Tribe (meine Gleichgesinnten). Posten sie ein Mondfoto, und viele haben Teleskope im Wert von Tausenden Euros (ein Traum!), freue ich mich aus den Tiefen meiner Seele. Der Mond macht mich einfach – sorry – scheißglücklich. Da spielt es dann keine Rolle mehr, wenn mir etwas den Tag vermiest hat, mich jemand verletzt hat oder das Leben gerade nicht so fluffig wie sonst läuft. So eine Leidenschaft zu haben, trägt einen über (fast) alles hinweg.

  • Hast du so etwas in deinem Leben?
  • Oder ist dein Wohlgefühl noch an andere Menschen geknüpft?
  • Falls ja, was kannst du unternehmen, was dich ähnlich glücklich machen würde, wie mich der Mond?

Oder kann ich dich mit der Mond-Fotografie anstecken? Wenn dich das interessiert, würde ich mich freuen, wenn du mich in meiner Arbeit mit einem Affiliate-Kauf* unterstützt: Die Kamera, die ich für das Mondfoto bei Tag und das letzte Nachtfoto benutzt habe, ist eine Coolpix mit optischen Zoom. Das Nachtfoto des Titelbildes wurde mit einer Canon EOS 600D Spiegelreflexkamera + 18-135mm-Objektiv gemacht.

Was auch immer du für dich als Rückzugsort und Fluchtmöglichkeit aus dem Alltag und der Angst findest: Es wird dich immer tragen, wenn es das richtige für dich ist! Verlierst du aber zwischendrin das Interesse, war es nicht das richtige. In dem Falle, suche einfach weiter. Was dir bestimmt ist, wird dich ohnehin finden.

Liebesgrüße vom Mond,
Janett

 

Körperweisheit: Focusing als Brücke zwischen Körper, Geist und Seele

Körperweisheit: Focusing als Brücke zwischen Körper, Geist und Seele

 

Focusing ist eine wissenschaftlich erprobte Methode, die das körperliche Innere, sein Erleben, ermöglicht und mittels Sprache hervorbringt – eine Körperweisheit, die leicht erfahrbar ist und im Prozess des Focusing verständlich wird. Mit ihr kannst du erkennen, was dich belastet und wo es sich im Körper eingenistet hat, genauso wie die Ursache einzelner Blockaden und psychogener Schmerzen.

 

Was ist Focusing?

selbsthilfemethode focusing körperweisheit körperintelligenzDie Selbsthilfemethode Focusing entstand aus der Frage heraus, wieso Therapien bei einigen Menschen erfolgreich und bei anderen erfolglos sind. Die Tatsache, dass sich einige leichter ihrem Körper zuwenden und „nach innen gehen“ können, um anschließend ihre Worte entsprechend zu wählen und auszudrücken und andere nicht, ließ den Psychologen und Psychotherapeuten Eugene T. Gendlin hellhörig werden. Er gilt heute als Begründer der Focusing-Methode. Er erfuhr, dass sich körperlich-zugängliche Patienten häufig Gefühlswörtern zuwandten, wie zum Beispiel

  • „Ich fühle mich … “
  • „Es ist, als würde … “
  • „Es ist so ein Gefühl von … “
  • usw.

Dieses Fokussieren (engl. focusing) auf den Körper und seine Empfindungen erleichtert dem Menschen, sein Inneres anzuzapfen und so schneller zu Ergebnissen, aber auch zur Bewältigung von Herausforderungen zu gelangen. In der deutschen Ausgabe wurde Gendlins Buch „Focusing“ folgerichtig mit dem Untertitel „Technik der Selbsthilfe bei der Lösung persönlicher Probleme“ versehen.[1] Denn Menschen, die stärker verkopft leben und weniger ihre Gefühls- und Empfindungswelten betreten oder an sich heranlassen (können), haben es nicht nur in Therapien schwerer. Es muss offensichtlich einst Gründe gegeben haben, wieso sie das Spüren und Erfühlen minimierten. Nicht nur die Artikulation dessen, was in ihnen vor sich geht, auch wie sie einzelne Lebensherausforderungen empfinden, was sie in ihnen auslösen, wie sie diese interpretieren (Folgegefühle) – geistig, emotional, körperlich – erscheint blockiert/er.

Heute wird die Methode des Focusing sowohl in Therapien als auch in Coachings und auf privater Lösungsebene verstanden und genutzt. Der Ausgangspunkt: Was wir in unserem Leben erfahren, hallt in unserem Körper nach. Die Informationen, die wir als einschneidend positiv oder negativ erleben, werden gespeichert und idealerweise mittels unseres Gehirns kognitiv greifbar. Dramatische oder frühe Erfahrungen werden teilweise verdrängt, weil es unsere Ressourcen überfordern würde. Denn unser Gehirn ermöglicht uns nur, was wir bereit sind, zu verarbeiten, was uns weder geistig schädigen noch körperlich beeinträchtigen würde. Auch wenn wir keinen Zugang zum Unterbewussten haben, so gibt es dennoch „bloße“ Gefühls- und Empfindungserinnerungen, auf die wir zugreifen können. Diese wiederum ermöglichen eine weitere Auseinandersetzung mit unserem Erlebten und somit auch einzelnen Blockaden. Jedes Glaubensmuster beispielsweise, geprägt durch unsere bisherigen Erfahrungen, die wir von der Außenwelt absorbiert haben, um im Leben sicher zu sein, kann sich im Körper festsetzen und manifestieren.

Unser Gehirn übersetzt im Focusing, was unser Körper erfahren hat. Das wiederum ermöglicht es, dass wir das Innere und Erleben unseres Körpers nachfühlen und verbalisieren können. Der dabei erste und wesentliche Schritt jedoch geht über den Körper und dem Zugang zu sonst leicht übersehbaren oder verdrängbaren Empfindungen. Ein eingewachsener Zehennagel kann sehr schmerzhaft sein, doch im Trubel des Alltags vergessen wir den dumpfen Schmerz. Erst, wenn unser Körper seine ganze Kraft verwendet, um uns darauf aufmerksam zu machen, würden wir gezwungen sein, ihn in seiner Intensität wahrzunehmen. Auch Nacken- oder Schulterverspannungen werden erst dann so richtig lästig und blockierend, wenn sie mehr und mehr unsere Bewegungsfreiräume einschränken. Die leisen Stimmen unseres Körpers wahrzunehmen, kann in der heute hektischen Zeit schwierig sein. Denn wir meinen, alles andere sei wichtiger. Besonders bei Gefühlen tun wir uns schwer, sie zuzulassen. Eine latente Angst wird schnell weggedrückt; Scham- oder Schuldgefühle genauso wie Traurigkeit lassen wir meist erst gar nicht zu, außer sie äußern sich in einem Weinanfall, den wir nicht mehr unterdrücken können. Das Zeigen unserer Gefühle scheinen wir Tag für Tag mehr zu verlernen. Und das gewollt. Fühlen ist eben nichts, was sinnig in dieser Zeit erscheint. Funktionieren und Brillieren, Nicht-Auffallen oder Konflikte-Vermeiden und viele andere gesellschaftlich erprobte Verhaltensmechanismen stehen im Vordergrund.

Doch genau diese leisen Stimmen gilt es im Focusing wahrzunehmen und anzuzapfen, wobei das Hinhören auf jede Stimme im Vordergrund steht.

 

Focusing: Vorgehensweise

focusing körperweisheit brücke zwischen körper geist seeleWir wollen uns nun dem Focusing in der Durchführung widmen.[2]

Schließe deine Augen und richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper.

Gehe in dich und höre auf alle Signale deines Körpers. Was fordert die meiste, intensivste Aufmerksamkeit? Du kannst dafür auch die einzelnen Körperregionen abwandern, vom Kopf bis zu den Füßen, pulsierende oder drückende, stechende oder rauschende Körperregionen wahrnehmen.

Versuche nun, das Gefühlte zu thematisieren, also mit einem Thema näher zu beschreiben. Ist es eine Beziehung, eine Angst, ein anderes Gefühl, ein bestimmter Mensch, eine belastende Lebenssituation? Lass dieses Thema auf dich wirken und schaue genau, wo es sich im Körper zeigt.

Welche Worte, Bilder und Gefühle/Empfindungen tauchen auf?

Versuche, das Gefühlte mit einem Satz oder einem Wort so genau wie möglich zu beschreiben. Es muss sich stimmig anfühlen, als wäre es die perfekte Bezeichnung des Gefühlten. Lasse ruhig mehrere Worte oder Sätze zu, solange, bis du das Eine gefunden hast, was räsoniert. Vergleiche auch mit anderen Regionen deines Körpers und ihren Signalen. Was spricht zu dir und was sagt es? Was teilt dir dein Körper mit? Egal, wie unsinnig es sich anhören mag, welche scheinbar unpassenden Worte/Sätze dir in den Sinn kommen, sprich sie laut aus und fühle erneut hinein, ob das Gesprochene endgültig stimmig ist. Finde diese detailgenaue Sprache deines Körpers. Im Focusing nennt man das felt sense.

Wenn du diese genaue Bezeichnung gefunden hast, reagiert dein Körper und das Gefühlte wahrscheinlich mit einem Impuls, der bestätigend sagt: „Ja!“ oder „Genau!“ oder „Das ist es!“ Vielleicht musst du husten, seufzen, schlucken, weinen, dich schütteln oder bewegen, tief einatmen oder dein Körper sackt etwas vor Erleichterung in sich zusammen, will sich fallenlassen oder anlehnen. Er wird instinktiv reagieren. Das ist die Veränderung, der sogenannte Shift, der stattfindet, weil du das Gefühl aufgespürt und benannt hast.

Nun kannst du mit deinem Körper, mit dem Gefühlten, ins Gespräch gehen und ihm Fragen stellen. „Was ist der Grund, dass dieses Gefühl da ist?“, „Was soll ich sehen, bemerken, verändern?“, „Wieso stellt sich durch eine Situation, einen Menschen, ein Thema in meinem Leben dieses Gefühl ein?“.

Nimm alles wahr, was sich dir als Erkenntnis bietet: jedes Bild, jedes Wort, jede Regung und Interpretation, die dein Gehirn formt, jede Wärme und Kälte, jedes Schauern, wenn du ein Gefühl wahrnimmst.

Wie könnten deine nächsten Schritte aussehen? Diese Frage ist im Prozess zwar optional, aber das Gefühlte soll ja transformiert werden. Deshalb kannst du dein Gefühl auch fragen, was ratsam wäre, als Nächstes zu unternehmen. Aber auch eigene Überlegungen im Nachgang sind nützlich, um das Erlebte zu reflektieren und neue Schritte für die Zukunft zu formulieren.

Erkenntnisreiche Freude wünsche ich dir!

Dies ist ein Auszug aus meinem neuesten Online Buch “Ein Kurs namens Dieter”. Das Online Buch vereint meine Schriften, gepaart mit geführten Anleitungen, Audios zum Download bei Entspannungstechniken, druckerfreundlichen Arbeitsblättern und vieles mehr. Lust, mehr zu erfahren oder eine weitere, kostenfreie Strategie auszuprobieren?

Ein Gefühl namens Dieter - MEINE BISLANG WIRKSAMSTEN STRATEGIEN ZUR BEWÄLTIGUNG VON SCHWIERIGEN GEFÜHLEN UND LEBENSSITUATIONEN

Alles Liebe,
Janett

Janett Menzel Angst Blog

 

[1] vgl. Gendlin, 2004

[2] Die folgende Beschreibung kann gut im Alleingang durchgeführt werden, insofern keine klinischen Hintergründe bestehen, keine Belastung einen Krankheitswert, der behandlungswürdig ist, darstellt. Doch für tiefergehende Erfahrungen und Belastungen sollten medizinische bzw. fachmännische Begleitungen gesucht werden.

 

Erschöpfungssyndrom: Wenn man ständig müde ist

Erschöpfungssyndrom: Wenn man ständig müde ist

 

Wer seit mehr als sechs Monaten unter ständiger Müdigkeit leidet, erfüllt das Hauptsymptom des sogenannten chronischen Erschöpfungssyndroms (Chronic Fatigue Syndrom) und Fatigue-Syndroms. Beide lassen sich nur schwer unterscheiden, weil sie ähnliche Beschwerden bei Betroffenen hervorrufen, mit Ausnahme eines Aspekts.

 

Das chronische Erschöpfungssyndrom

Man geht davon aus, dass das chronische Erschöpfungssyndrom (kurz CFS) eine eigene Krankheit ist, wobei die Entstehungsgründe nach wie vor ungeklärt sind. Das Centers for Disease Control and Prevention nennt es deshalb die “unsichtbare Erkrankung”.

Einige Experten meinen, dass es durch Infekte hervorrufen würde. Die WHO hat es bereits als Krankheit des Nervensystems eingestuft. Aber da noch immer entsprechende Untersuchungen und Ergebnisse fehlen, ist nichts zu 100 Prozent gewiss. Einige Studien zeigten leichte Erfolge durch sportliche Aktivitäten in Verbindung mit einer kognitiven Verhaltenstherapie. Diese Erfolge wurden durch andere Studien schnell widerlegt. Bislang können demnach nur die Symptome behandelt werden, nicht aber die Ursache. Fest steht jedoch, dass zum Beispiel Erkrankungen am Herzen oder der Schilddrüse ausgeschlossen werden müssen, um vom CFS zu sprechen.

Im Vordergrund des Erschöpfungssyndroms steht der andauernde Erschöpfungszustand, der mit starker Müdigkeit einhergeht und langsam ins Chronische übergeht. Selbst ein normaler Schlafrhythmus mit einer ausreichenden Stundenanzahl an Schlaf steuern nicht dagegen. Die Betroffenen fühlen sich wegen der Müdigkeit wie gelähmt, haben schwere Konzentrationsprobleme und sind entsprechend antriebslos.

Auch körperliche Anzeichen wie Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen können auftreten.

 

Chronisches Erschöpfungssyndrom oder Fatigue-Syndrom?

Das Fatigue-Syndrom hingegen, so steht fest, tritt als Nebenprodukt und Begleiterscheinung auf, wenn Menschen zum Beispiel an einer psychischen Krankheit leiden. Auch chronische Erkrankungen können es auslösen. Fatigue bedeutet übersetzt “Müdigkeit” und diese Müdigkeit fühlt sich so schwer an wie Blei.

Bei beiden Erkrankungen ähneln sich die Symptome also stark. Doch es gibt einen Aspekt, der zeigt, um welches Syndrom es sich handeln könnte:

Verringert sich die Müdigkeit, nachdem man für ausgleichende Entspannung gesorgt hat, handelt es sich sehr wahrscheinlich um das Fatigue-Syndrom. Beim CFS jedoch geschieht das Gegenteil. Jede körperliche Belastung führt zu einer tieferen Erschöpfung und Müdigkeit. Statt die Symptome zu lindern, fühlen sich die Betroffenen ausgebrannter denn je.

Weitere Informationen zu Symptomen, Diagnose und Behandlung bietet dir auch der Ratgeber Erschöpfungssyndrom.

 

Liebe Grüße,
Janett Menzel

Janett Menzel Angst Blog

 

 

Die besten Bücher & Kurse gegen Stress, Panik, Angst, Sorgen & Energielosigkeit

Die besten Bücher & Kurse gegen Stress, Panik, Angst, Sorgen & Energielosigkeit

Wie viele Menschen, die durch harte Zeiten gingen, sich heute im Licht (statt unter dem Scheffel) präsentieren, kann man aufgrund der Fülle des Internets gar nicht erfassen. In meiner gesamten Zeit des Blogs habe ich Dutzende wunderbarer Menschen kennengelernt, die sich mit Herz und Seele für die psychische und physische Gesundung der Gesellschaft einsetzen. Mit ihren Erkenntnissen begleiten sie bereits viele Menschen in ganz Europa, um ihnen dabei zu helfen, wieder auf den richtigen, nämlich eigenen Weg, zu kommen. Sie bloggen, schreiben Bücher, erstellen Onlinekurse, Online Konferenzen, Audios mit Meditationen und anderen Entspannungstechniken, Programme und so vieles mehr. Leider versacken alle diese Seelenprojekte entweder in den Googleergebnissen oder irgendwo bei Facebook.

Deshalb möchte ich die in meinen Augen besten Kurse, Programme und Bücher zum Thema Selbsthilfe und Selbstheilung auf einer Seite präsentieren – und freue mich, auf die einzigartige Arbeit meiner Kollegen und Kolleginnen aufmerksam machen zu dürfen.

Die besten Bücher über Angst, Panik, Stress, Depression, Krankheit – Gesundheit, Selbstheilung, Energieheilung, Selbstbestimmung und Selbstfindung

Antidepressiva absetzen

Mit ihrem einzigartigen Buch “Antidepressiva absetzen” haben die Autoren Melanie Müller (Der achtsame Weg) und Mischa Miltenberger (Adios Angst, Bonjour Leben) ein kleines Meisterwerk über ein großes, kritisches Thema geschaffen. In ihrem eBook erzählen die ehemaligen Betroffenen über ihre Krankheitsjahre und wie sie Antidepressiva letzten Endes erfolgreich absetzen konnten. Sie greifen einige sehr ambivalente Betrachtungen der Schulmedizin auf und stellen sie infrage – nicht allein, sondern mithilfe einiger Experten auf dem Gebiet.

Neben zahlreichen Interviews abseits jeder Pharmaheuchelei, zeigen sie allen Menschen, die Antidepressiva einnehmen, aber absetzen wollen, wie es gelingen kann. Dazu gibt es viele wertvolle und motivierende Impulse, Wochenpläne, drei exklusive Video-Interviews und der gewohnte, ehrliche und liebenswerte Charme der beiden Autoren. Zum Buch >>

Ex-Freundin Angst: Hilfe bei Angst und Panikattacken

Sebastian D. Kraemer betreibt mit psog.de eine der großen Websites zur Bekämpfung von Angstzuständen und Panikattacken. Er litt jahrelang an genereller Angst mit Panikattacken und Hypochondrie. Sein Buch “Ex-Freundin Angst – Wie ich die Panik in die Wüste schickte” beschreibt seinen Weg daraus. Es ist teils Autobiografie und teils Ratgeber und nährt den Leser/die Leserin mit Denkimpulsen, Lösungsmöglichkeiten und Tipps direkt aus der Selbstheilung.

Das Buch gibt es als Taschenbuch und e-Book. Mit hinzu bekommen die Leser eine Videoschulung zu den 5 folgenschweren Fehler bei Panikattacken und Zugang zu weiteren, exklusiven Inhalten. Denn neben diesem Buch hat Sebastian auch seine eigene Anti-Angst Akademie gegründet (mehr dazu unter Kurse). Zum Buch >>

49 Wunder von Stefan Hiene

Ich erinnere mich gern an die Zeiten zurück, in denen plötzlich Stefan Hiene überall als Speaker bei den Online Konferenzen auftauchte. Ich saß mit offenem Mund da und dachte nur: “Na endlich noch so einer wie Mischa und ich.” Wer gesellschaftliche Scheuklappen behalten will, sollte sich auf einiges gefasst machen. Wer sich aber denkt: “So sollte das mit meinem Leben nicht laufen!”, der ist gut beraten, sich Stefan “anzutun”. Sein Buch “49 Wunder” beschreibt auf außergewöhnlich ehrliche, offene und einfühlsame Weise, was Menschen eigentlich sein sollten – in den unterschiedlichsten Lebensbereichen: nämlich sie selbst, entgegen allen “Regeln”. Aber es geht nicht um die Gesellschaft, sondern um dich und das Erkennen deines wunderbaren Wertes. Stefan zeigt dir, dass du ein Wunder bist, egal, was andere dir eingetrichtert haben. Eigentlich müsste das Buch “50 Wunder” heißen, denn dieses Buch ist selbst eines. Lesen! Zum Buch >>

Die besten Onlinekurse und Konferenzen über Angstfreiheit, Stressbewältigung, Überwindung von Depression, Gesundheit, Selbstheilung, Selbstbestimmung und Selbstfindung

Anti-Angst Akademie Ängste und Panikattacken überwinden

Sebastian D. Kraemer hat neben seinem Buch auch seine eigene Anti-Angst Akademie gegründet.

Es ist eine reine Online Plattform, die aufgrund ihrer Anonymität europaweit Menschen mit Angstzuständen und Panikattacken dabei hilft, sie zu überwinden.

Er gibt alle seine Erkenntnisse aus eigener Therapie- und Gesundungszeit weiter und zeigt, wie man mit einfachen Übungen psychisch stabiler wird. Außerdem haben Interessierte die Möglichkeit, sich direkt von Sebastian coachen zu lassen.

Wie seine Akademie funktioniert, aber auch, was es Wissenswertes zu Angst und Panik gibt, erklärt er regelmäßig in kostenfreien Webinaren. Zur Anti-Angst Akademie >>

Ganzheitliche Gesundheit Frauen
Ganzheitliche Gesundheit Frauen

Der ganzheitliche Frauen-Gesundheits-Kongress wurde von Antje und Ronny Düwel veranstaltet. Er widmet sich den Themen Leichtigkeit, Liebe, Lebendigkeit und Erfolg.

Der Kongress besteht aus 34 tiefgründigen Video-Interviews, Audios zu den Interviews und Videos mit den wichtigsten Inhalten, einem Handbuch und Bonus-Material wie u. a. Rezepten für eine glückliche roh-vegane Gesundheit und dem e-Book “Einfach anfangen, zu strahlen”.

Als Speaker sind dabei:  Maria Sanchez, Prof. Dr. Ingrid Gerhard, Dr. Rüdiger Dahlke, Silke Leopold, Florian Sauer, Stefan Kutter, Dr. Jordi Campos, Anne Heintze, Anna Trökes, Dr. John Switzer, Barbara Miller, Katharina Tempel, Heike Bauer, Nikolaj Günter, Mojo Di u. v. m. Zum Kongress >>

 

Die besten Entspannungs-Audios gegen Angst, Panik, Stress und Krankheit – hin zu Gesundheit, Selbstheilung, Selbstbestimmung und -findung

Quantum WAVE Entspannungsaudios
Quantum WAVE Entspannungsaudios

Christine Hofmann hat mit ihrer QUANTUM-WAVE-Musik als mp3 zum Download eine wunderbare Alternative zu den üblichen Entspannungstechniken im Audioformat geschaffen. Sie wird in vielen Therapie- und Coachingumgebungen angewandt, denn sie wirkt nachweislich beruhigend: Sie löst den inneren Stress und negative Emotionen nachhaltig auf. Wie? Der 2-Klang-Effekt unterstützt die Ausdauer und das Wohlgefühl auf der Gedanken- und Emotionsebene. Dadurch werden negative Emotionen ausgeglichen und sogar Lernen und Arbeiten wird entspannter. Die links-rechts-Töne (sog. Quantum-Wave) bewirken, dass sich Stress im Gehirn reduziert. Dadurch kannst du deine Ängste auf ein Minimum reduzieren, ruhiger und gelassener werden, Erleichterung erleben – Stress und Wut, Trauer und innerer Druck wird einfach losgelassen. Als großer Fan von Musik- und Klangtherapie kann ich Christines Produkt nur empfehlen! Zu QUANTUM-WAVE >>

Die heilende Wirkung der Natur: Wie Bäume uns gesünder machen

Die heilende Wirkung der Natur: Wie Bäume uns gesünder machen

Die heilende Wirkung der Natur ist hinlänglich bekannt. Und doch gibt es einige interessante Fakten über Bäume, die wir bislang nicht wussten. Sie machen einen Waldspaziergang, Zeit in natürlich belassenen Parks oder an anderen Orten der Natur so wertvoll. Nicht umsonst stehen Retreats in der Natur so hoch im Kurs: Umgeben von Bäumen und stillen Landschaften finden Menschen am leichtesten ihre Kraft zurück.

 

Die physiologische Wirkung von Bäumen

bäume wirken erholsam und entspannend auf unsere psycheEin ausgedehnter Waldspaziergang kann unserer Psyche aus verschiedenen Gründen wohltun: Waldluft wirkt sich positiv auf den Puls aus, wie japanische Studien zeigten. Eine geringere Pulsfrequenz versorgt unser Herz besser mit Sauerstoff und verlängert auch die Lebenserwartung.

Die Farbe Grün wirkt zudem erholsam auf die Psyche. Deshalb stehen vor Krankenhäusern oft Bäume, weil es den Heilungsprozess beschleunigt, wenn die Psyche in einem stabilen Zustand ist. Besonders die Baumsorte Zirbe gibt Stoffe ab, die Menschen, die unter Zeit- und Leistungsdruck und innerer Hektik leiden, beruhigt.

Nadelhölzer zudem sollen besonders entspannende, ätherische Öle enthalten, wie der Physiologe Maximilian Moser der faz in einem Interview sagte. Holz senkt also den Pulsschlag und macht es ratsam, in massiven Holzbetten zu schlafen. Sie wirken schlaffördernd. Besonders das Schlafen in Zirbeholzbetten maximiere pro Nacht die Anzahl der Herzschläge um 3600, wie eine Studie des Instituts für Nichtinvasive Diagnostik in Weiz herausfand. Die Anzahl entspricht einer Stunde unserer Herztätigkeit. Das Holz müsse allerdings offenporig oder maximal mit Wachs bzw. Leinöl behandelt worden sein.

Auch die Aktivität des Vagusnerves ist im Kontakt mit Holz hoch. Hoch bedeutet hier gut, denn der Nerv sorgt für Erholung und schütze so das Herz vor Belastungen, sagte Prof. Moser. “Der Vagus verhindert, dass sich Entzündungen im Körper ausbreiten. Denn Arteriosklerose, Arthrosen und sogar Krebs sind häufig die Folge einer nicht richtig abgeheilten Entzündung”, berichtete er weiter.

 

Die psychologische Wirkung von Bäumen

Natürlich haben Bäume auch Meta-Bedeutungen. Bäume sind geerdet. Wenn man Angst oder Stress verspürt, ist man das zwar ebenfalls, nur dass man es nicht fühlt. Sich immer wieder daran zu erinnern, dass man dennoch mit beiden Beinen auf der Erde und im Leben steht, trotz aller Hindernisse und Aufgaben, wirkt beruhigend. Daher umarmen einige Menschen auch Bäume: um sich anzulehnen.

die heilende wirkung der naturBäume haben Wurzeln, die tief ins Erdreich gedrungen sind, um das lebensnotwendige Wasser und die Mineralien zur Aufrechterhaltung ihres Lebens nutzen zu können. So wie wir Menschen. Auch wir benötigen Wasser und Nährstoffe. Nur dass wir Menschen – neben dem Wasser – unsere Nährstoffe nicht nur im Sinne von Nahrung wählen. Auch unser Umfeld und der Ort, an dem wir stehen, an dem wir leben, der Arbeitsplatz, die Wohnung, die Partnerschaft: All das ist wie das Erdreich für den Baum. Ist die Erde vergiftet, dann stirbt auch der Baum langsam. So wie wir Menschen eingehen, wenn etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist und wir dennoch an dem Platz verharren. Im Gegensatz zu Bäumen können wir Menschen uns aber bewegen und stets neue Orte (und Umfelder) wählen.


Erde gibt Energie.
Nicht umsonst sagt man dem Gärtnern nach, das es entspannt und die Nerven beruhigt. Aber du musst keinen Garten besitzen, um der Natur nahe zu sein. Schnapp dir Google Maps und sieh dir auf der Karte an, was in der nahen Umgebung ist. (Nimm ein Fahrrad, falls dir der Weg dorthin zu lang dauert.) Und dann sei Teil der Natur. Gehe langsam. Schau nach oben in die Baumkronen (nicht auf den Boden). Reck deinen Hals so sehr und dreh dich beim Anblick der Wolken und Baumkronen und sieh, wie hoch sie in den Himmel ragen. Du bist genauso nah an den Wolken; nichts mehr ist über dir, nur der Himmel. Erinnere dich daran, auch wenn Stress, Sorgen oder Ängste dein Selbstwertgefühl in die Knie gezwungen haben. Es gibt nichts, was dich begrenzt, einengt oder kleinhält – nur deine eigenen Gedanken über die Vergangenheit und Zukunft. Die meisten unserer Gedanken sind Annahmen, Ideen, Befürchtungen, Vermutungen. Die wiederum erzeugen Angst. Denk zum Beispiel an Lösungen, anstatt an die furchterregende Situation in Prüfungen, Trennungen, im Job, draußen, drinnen.

Bäume stehen zwar für sich allein, aber Forschungen haben gezeigt, dass alle Pflanzen regelmäßig untereinander und miteinander kommunizieren. Auch wenn du dich isolierst oder isoliert fühlst, kannst du dennoch mit allen anderen kommunizieren. Kommunikation ist lebenserhaltend. Einsamkeit hingegen macht krank (vgl. Dr. med. Lissa Rankin in “Mut zur Angst”). Die Kommunikation sollte von dir kommen. Mit wem willst du dich unterhalten? Und wer unterhält sich mit dir? Lerne beides voneinander zu unterscheiden und wähle jemanden, dem du dich anvertrauen kannst. Bitte verzichte in Momenten der Angst aus Rücksicht auf dich selbst auf Menschen, denen du Aufmerksamkeit schenken musst oder deren Redeanteil (vielleicht grundsätzlich?) größer ist als deiner.

wie das grün der bäume und ihre stoffe uns heilenBäume sind ebenfalls – wie wir Menschen – der Umwelt und ihren Einflüssen ausgesetzt. Wenn es stürmt und blitzt, kann es sein, dass ihre Äste brechen, sie gänzlich entwurzeln oder aber sie gespalten werden. Der Unterschied zu dir besteht darin, dass niemand kommt und dich ausreißt, wegwirft oder stutzt. Du bist immer Herr deiner Lage. Verlasse die Opferbereitschaft und die damit verbundenen, leidvollen Gedankengänge. Wir haben nur verlernt, unser eigenes Leben zu bestimmen. Obwohl wir es jederzeit können. Bäume können sich nicht gegen Schläge, Tritte, Gifte oder Unwetter wehren. Du schon. Mit jedem Scheitern, mit jeder neuen Angst und jeder neuen Sorge, kannst du beruhigt und herzlich zu dir selbst stehen, dir vergeben und morgen einen neuen Schritt wagen. Bäume hingegen müssen bleiben, wo sie sind. Bäume sind abhängig. Menschen nicht.

Schau dir die Bäume an und lerne von und mit ihnen. Am Anfang klang das selbst in meinen Ohren kitschig, aber ich kann aus eigener Erfahrung heraus sagen, dass ein bewusster Umgang mit der Natur mir sehr half, einen ebenso bewussten Umgang mit mir selbst und meinem Umfeld zu ermöglichen. Das ist das Thema Achtsamkeit. Mir fiel es leichter, Achtsamkeit zuerst „draußen“ zu lernen und zu üben, bevor ich es in meinem Leben und meinem Innern umsetzen konnte.

Geh aus dir raus, verlasse das Haus und finde in der Natur zu deiner eigenen Natur. Atme und sei und lass die heilende Wirkung der Natur ihre Arbeit machen.