Podcast #5: Was der Gott Pan mit Panik zu tun hat

Podcast #5: Was der Gott Pan mit Panik zu tun hat

 

Die wenigsten Menschen mit Panikattacken wissen, dass das Wort Panik vom Gott Pan und seiner Wut, die oftmals in Panik endete, stammt. Laut griechischer Mythologie ist Pan der Gott der Natur, Tiere und Hirten. Lass uns etwas tiefer in seine Geschichte eintauchen und entdecke mit mir, was Menschen, die unter Panik leiden, vom Gott Pan lernen können.

Aufgrund der EU-Datenschutzgrundverordnung sind deine Daten gesichert(er), wenn ich diesen Podcast nicht direkt einbinde. Du kannst ihn dir (sowie alle anderen meiner Podcasts) kostenfrei ohne Account auf Soundcloud anhören >>

 

Pan & Panikattacken: Über seine Geschichte

Pan (wie in PANik) war von seiner Natur her sehr gutartig und wohlwollend. Halb Mensch (Oberkörper) und halb Ziegenbock/Widder (Unterkörper) wird sich erzählt, in einer möglichen Abstammungsgeschichte, seine Mutter hätte sich beim Anblick seiner Ziegenfüße so erschrocken, dass sie ihn loswerden wollte und er deshalb in den Olymp gebracht wurde, in dem man ihn nicht wollte. Eine andere Geschichte besagt, seine Mutter wäre selbst eine Himmelsziege namens “Aix” gewesen. Zu seiner möglichen Abstammung existieren zahlreiche Erzählungen.

Geschichte Mythologie Gott Pan Panikattacken und PanikEinig sind sich die Abstammungsgeschichten bei Pans Charakter: Pan wurde von vielen Hirten vergöttert, weil er ihre Herden schützte und über die Natur wachte. Ihre Verehrung ging so weit, dass sie ihm sogar Opfer darbrachten. Doch sie fürchteten seinen Anblick. Pan mochte die Menschen hingegen sehr: Abends gab er gesellige Feste mit Speis und Trank, schöner Musik und ausgelassenem Tanz. Er hatte einen Heidenspaß daran, Menschen zu unterhalten, zum Beispiel mit seiner Flöte (daher auch Panflöte). Er war ein frohmütiger und geselliger Charakter, der soziale, ausgeglichen harmonische und gegenseitige Verbindungen schätzte. Deswegen, und um sich wieder aufzuladen, brauchte er seine ausgeprägte Ruhe zur Mittagszeit: Wurde er währenddessen von kläffenden Hirtenhunden oder blökenden Schafen bzw. den Hirten selbst gestört, war man lieber woanders. Er versetzte nämlich die Herden in Angst und Schrecken und scheuchte sie in Massen auf (daher stammt auch die Massenflucht = Panik). Vorbei war es dann mit dem sonst gewährten Schutz und liebenswürdigen Charakter.

 

Pan im Vergleich zu Menschen mit Panikattacken: Bedürfnisse und Grenzverletzungen

Pan war anders: Er sah am Oberkörper aus wie ein Mensch, aber er hatte etwas Tierisches an sich. Das Animalische seiner Natur mag seine wilde und natürliche Seite symbolisieren. Immerhin war er auch für seine Wollust bekannt. Gleichzeitig zeigt sie, dass er nicht so war, noch sein konnte, wie andere ihn wollten. Er passte eben mit seinem Sein nicht in die bekannten Gefüge. Er wäre überall aufgefallen. Er war besonders – so besonders, dass er einen eigenen Sinn in die Welt trug und für Hirten schuf. Der Sinn war ein mächtiger und wichtiger, beschützte er doch sowohl Menschen als auch Tiere und sorgte für Gleichgewicht im Sozialen und Natürlichen. Er hätte nicht so mächtig werden können, wenn er sich selbst für seine Merkmale abgestempelt hätte oder sich aufgrund einer gesellschaftlichen Ansicht versucht hätte, ein- und anzupassen. Stattdessen wuchs er über sich hinaus und lebte sowohl seine menschliche als auch animalische Seite aus. Diese wiederum bestand aus einem Gleichgewicht aus Mensch und Tier, vom Wesen her sowohl gefügig und leistungsstark als auch unbändig, frei, ausgelassen und unangepasst.

Gott der Hirten und Herden Pan und was Panikattacken mit Pan zu tun habenEr mochte es, gemocht zu werden. Er war gern Gastgeber und ein sehr guter dazu. Er wollte, dass es allen gutgeht und tat viel dafür. Doch wer ihn und das, was er vermochte, ausnutzte oder seine Taten nicht wertschätzte, zog seinen Groll auf sich. Er wusste um seinen Wert und Abwertung oder Obrigkeitshörigkeit (besonders die selbst ernannte anderer) waren ihm zuwider. Wer ihn kleinmachen oder -halten wollte, bekam es mit seiner wahren Größe zu tun. Weder Mensch noch Tier, weder klein noch groß, weder schwach noch stark, wog er gegeneinander auf. In seinen Augen – immerhin stand er Symbol dafür – waren alle gleichwertig. Alle verdienten es, dass sie wie würdige Lebewesen angemessen und mit Respekt behandelt wurden – besonders für ihre Taten. Vor allem verdienten es alle – er voran – dass das Leben genossen werden durfte. Er sorgte immerhin für Schutz genug und nahm den Hirten ihre Angst um ihre Herden.

Auch Pan erledigte das nicht mit einem Fingerschnippen. Er benötigte seine Ruhe und Pausen, um sich aufzuladen und gleichzeitig abzugrenzen. Er verdiente es, sich zurücklehnen und entspannen zu dürfen, um so Kräfte zu tanken für seine Aufgaben und gern gegebenen Feste. Er war wohltuend für Mensch und Tier: Alles, was er verlangte, war Teilhabe, Wertschätzung und Respekt für seine Bedürfnisse. Ignorierten aber Lebewesen seine wenigen Wünsche, hatte Pan keinerlei Schwierigkeiten, einmal so richtig auszurasten und seinen Standpunkt klarzumachen. Überschritt oder verletzte man seine Grenzen, verweigerte man ihm seine nötigen Pausen oder behandelte man ihn anders, als er es mit seinem Wert verdient hatte, ließ er vom vermeintlich selbstverständlichen Schutz der Herden ab und begann, sie zu jagen und zu verschrecken. So manches Schaf fiel dem zum Opfer. Gab man ihm nicht, was er brauchte, drehte er den Spieß ganz einfach um und verdeutlichte mit seiner Kraft und Eigensinnigkeit seine wahre Größe.

Die Hirten waren abhängig vom ihm. Er wiederum war abhängig von den Hirten. Er brauchte die Menschen, um seine Feste zu feiern und sich im Schoß seines Gefolges wertvoll und aufgehoben zu fühlen. Ohne sie wäre er nicht das gewesen, was er war. Ohne sie hätte er auch keine Macht ausüben können. Die Hirten wiederum brauchten seinen Schutz. Seine Ausgeglichenheit vermochte es, in allen Lebenslagen Schlechtes abzuwenden und wieder zu harmonisieren. Er sorgte für gute Zeiten und Sicherheit im Leben. Ohne Pan wären die Hirten der Unberechenbarkeit der Natur ausgeliefert gewesen. Sie wären auch sehr allein, gelangweilt, gestresst und getrennt gewesen. Doch das achtsame und ehrwürdige Miteinander erlaubte beiden Seiten, voneinander zu profitieren.

 

Was uns Pan über Panikstörungen und Panikattacken lehren kann

PAN PanikattackenMehr wie Pan zu sein, kann Menschen mit Panikattacken nicht schaden. Doch sie besinnen sich selten auf ihre Stärken und Talente, fordern wenig und erlauben sich kaum Rückzug oder Pausen. Sie ignorieren ihre Fähigkeiten und was sie bedürfen, damit sie noch kraftvoller werden. Wenige nutzen sie zudem. Sie beharren auch auf ihre Bedürfnisse nach Ruhe oder Distanz nicht, sondern bleiben meist still, in Gesellschaft und angepasst – je nachdem, wie ihre Lebenssituation aussieht. Sie sind oftmals Kümmerer, Entertainer und Beruhiger und geben gern, was sie geben können – selbst dann, wenn sie kaum zurückerhalten oder andere ihren Wert verkennen. Sie bleiben sogar noch freundlich gegenüber jenen unliebsamen Zeitgenossen, die ihnen ihren Wert aberkennen oder ihn verringert darstellen. Einmal so richtig aus der Haut zu fahren, die angestaute Wut herauszulassen, findet man bei ihnen als Verhaltensweise selten – auch wenn eine solche Reaktion durchaus legitim wäre. Sie fürchten die Ablehnung oder Ausgrenzung anderer und sind sich ihrer Abhängigkeit von der Gnade bewusst. Seine Grenzen selbst zu wahren und auch vor anderen zu verteidigen, ist deshalb eine ihrer Lernaufgaben. Auch sich nicht ausnutzen zu lassen und die gegenseitige Abhängigkeit bzw. Nutzen zweier Parteien zu erkennen, dürfen sie lernen. Wenn dieser Groschen gefallen ist, können sie sich viel leichter in Geborgenheit wiegen. So können sich beide Seiten wieder wertschätzen lernen.

Die mangelhafte Gegenseitigkeit bzw. Einsicht der realen Gesamtsituation sieht man auch an jenen Menschen mit Panikattacken, die sich wie die Hirten verhalten. Sie übersehen, dass zu einer Situation, Verbindung, Beziehung oder einem Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis mindestens zwei gehören – von denen beide Mitspracherecht und Gestaltungsfreiräume haben. Sie empfinden ihre PartnerInnen, Vorgesetzte, Kollegen, Eltern, Familienmitglieder, Freunde, Bekannte übermächtig und verhalten sich nicht selten als wären sie Untertanen. Ihr Gegenüber sehen sie als gottgleich an, während sie ihre und fremde Wutausbrüche fürchten. Sie schrecken entsprechend schnell bei lauten Menschen zurück, auch solche, die nur laut sind, um sich aus Angst vor Unterlegenheit zu behaupten. Das sieht man gut in Situationen an öffentlichen Orten, an denen man andere Menschen fürchtet, ihnen aber zeitgleich nicht zeigen möchte, dass man innerlich gerade explodiert (die Panikattacke, Wut, die man nach innen gegen sich selbst richtet). Wichtig erscheint mir deshalb, dass diese gefolgsamen, hart arbeitenden und angepassten Menschen ihre natürlichen Fähigkeiten zur Führung und Autorität erkennen, wahrnehmen, übernehmen und sich zutrauen, sie auszuleben. Komme, was wolle. Auch anderen ihre Gefühle zuzumuten, so wie der oben erwähnte Wutausbruch, darf sein. Niemand herrscht über jemanden und niemand bestimmt den eigenen Wert. Jedes Leben darf sich am Guten und Freudvollen nähren. Es geht nicht nur um Leistung und Genügsamkeit, nicht nur um Kampf und Funktionieren. Es darf spaßige und feuchtfröhliche Zeiten geben. Bleibt Nehmen und Geben im Gleichgewicht, kehrt die oben erwähnte Gegenseitigkeit ein.

So hat auch bei Panikattacken etwas zu einem inneren und äußeren Ungleichgewicht geführt, das es wieder auszuhebeln und zu balancieren gilt. Ein bisschen mehr wie der Gott Pan zu werden, könnte uns sicher allen guttun.

Alles Liebe,
Janett Menzel

Janett Menzel Angst Blog

 

Podcast #4: Geschichten, die wir uns erzählen

Podcast #4: Geschichten, die wir uns erzählen

 

Aufgrund der EU-Datenschutzgrundverordnung sind deine Daten gesichert(er), wenn ich diesen Podcast nicht direkt einbinde. Du kannst ihn dir (sowie alle anderen meiner Podcasts) kostenfrei ohne Account auf Soundcloud anhören >>

So wie du, haben alle Menschen, auch ich, eine Geschichte, die sie sich erzählen. Doch diese Geschichte ist nicht die reine Wahrheit, nämlich eine, in der Menschen menschlich sind und Fehler machen. Unsere Geschichten sind immer besonders – besonders gut oder besonders schlecht. In unseren Geschichten soll es wie im Märchen einen magischen Anfang, einen spannenden Hauptteil und ein gutes Ende geben, einen Helden und eine Heldin, die alle Hürden überwinden. Es gibt versinnbildlicht Könige und Königinnen (Ehemänner und Ehefrauen), böse Hexen (Widersacherinnen, fiese Kolleginnen, widerliche Vorgesetzte), gute Zauberer (Förderer, Gönner) und sprechende Tiere (Haustiere), einen Prinzen (dein Herzenspartner), eine Prinzessin (deine Herzenspartnerin). Es gibt Drachen (Blockaden, Ängste, Zweifel, Orte, Krankheiten) sowie verwunschene Wälder (Rückzugsorte) voller guter Elfen und Feen.

Wir alle haben und brauchen Geschichten, die wir uns und anderen erzählen können. Doch welche wir erzählen, das entscheiden wir allein.

Im vierten Podcast erzähle ich dir mehr über unsere Geschichten,

  • warum du dir eine bestimmte Rolle in deiner Geschichte gegeben hast,
  • wieso einige Geschichten so traurig sind,
  • wieso die Lebensgeschichte vieler Menschen einer Horrorgeschichte oder einem Drama ähneln
  • und wozu wir uns unsere Geschichten jeden Tag neu erzählen.

Viel Freude beim Anhören,
Janett Menzel

Janett Menzel Angst Blog

Der Beitrag erschien ursprünglich auf meiner Website für kreative Schreibtherapie.

 

Podcast #3: Was du gegen Stress, Angst & Panik tun kannst – 9 Strategien

Podcast #3: Was du gegen Stress, Angst & Panik tun kannst – 9 Strategien

 

Gleich, ob du Stress, Angst oder gar Panikattacken erlebst: Es gibt einiges, worauf du achten kannst, um die Symptome zu verringern oder gar zu überwinden. Ein neuer Podcast, Folge #3, mit Text für alle die, die keine Kopfhörer parat haben.

Aufgrund der EU-Datenschutzgrundverordnung sind deine Daten gesichert(er), wenn ich diesen Podcast nicht direkt einbinde. Du kannst ihn dir (sowie alle anderen meiner Podcasts) kostenfrei ohne Account auf Soundcloud anhören >>

 

9 Tiefen-Strategien gegen Stress, Angst und Panik

Ich hatte vier Panikstörungen (oder Wellen) mit je zwei Mal Agoraphobie und Burnout. Das ist nun fünf Jahre her. In den damaligen Zeiten erkannte ich zum Glück viele Muster, die diese Symptome begünstigen. Doch beruflicher, emotionaler, körperlicher und sozialer Stress, die Nicht-Bewältigung und unser Dauer-Durchhalten stehen am Anfang einer jeden Angst und Panik.

Deshalb kannst du die folgenden Strategien auch für dann für dich nutzen, wenn du “nur gestresst” bist.

 

1. Multitasking ade

Es ist mittlerweile bewiesen, dass man nur eine Sache machen soll statt mehrere gleichzeitig. Das Gehirn kann zwar kurzfristig mehrere Handlungen gleichzeitig steuern, aber auf mittlere bis lange Sicht überfordert es das Gehirn. Eines nach dem Anderen. Wenn du isst, iss, statt zu fernsehen oder auf Facebook zu sein. Wenn du spazierengehst, geh spazieren, statt zu telefonieren oder nebenher zu essen, zu rauchen usw. Wenn du auf dem Sofa liegst und einen Film ansiehst, schau dir den Film an, statt Spiele auf dem Handy zu spielen oder mit jemandem über Messenger zu chatten. Das Motto lautet: Entschleunigung.

 

2. Das Leben der Anderen

Wie oft verrennen wir uns in dem Gedanken, dass unsere Mitmenschen und ihre Bedürfnisse wichtiger seien als wir? Zu oft! Stattdessen sollten wir uns immer zuerst um uns selbst kümmern – nicht um den Job und was wohl der Kollege denken mag, nicht um die Meinungen und Fähigkeiten sowie Unfähigkeiten anderer. Dürfen wir über andere hinauswachsen, unsere eigenen Erfahrungen und Erlebnisse machen, eigene Ansichten haben und vertreten, unsere Gefühle teilen und Ansprüche benennen? Ja. Doch bei Stress, Angst und Panik sind wir im Kopf bei anderen Menschen und was sie wohl denken, wollen und von uns erwarten.

Ich finde kaum Worte, wie essentiell es ist, KEIN GESPRÄCHE mit Menschen im Kopf zu führen, wenn du in der aktuellen Lage aus Stress-Ängsten und/oder Panik bist. Keine Diskussionen, die du hättest führen wollen oder Rechtfertigungen, die dir erst später in den Sinn kamen. Keine Erklärungen, die du verlangt hättest, die nur auf Schuld und Scham basieren. Achte auf deine Gedanken. Lerne vor allem, deine Gedanken und Gefühle in den Momenten auszusprechen, wenn sie da sind.

 

3. Schuld und Scham

Machen wir etwas falsch, unterläuft uns ein Fehler, fühlen wir uns schnell schuldig und bekommen ein schlechtes Gewissen. Bei vielen geht es schon automatisch an, wenn sie nur daran denken, etwas “in ihren Augen Falsches” zu tun. Je öfter wir uns diese übergewissenhaften Gedanken machen, desto mehr falsch fühlen wir uns. So tritt langsam Scham in unser Leben, die uns sagt: Wir sind falsch. Wir sind nicht gut. Wir sind nicht genug. Wir haben nichts zu bieten. Wir sind nichts wert. Doch für Fehler kann man sich entschuldigen. Man kann sie korrigieren. Man kann anderen und sich selbst verzeihen, so wie uns andere vergeben können. Um Verzeihung und Unterstützung zu bitten, ist keine Schande. Sie erleichtert uns den Umgang mit unserer Angst, Schuld und Scham. Auch vor unseren Gefühlen, für die wir uns schämen oder wegen denen wir uns schuldig fühlen – weil wir etwas nicht (mehr) können oder wollen. Sprich darüber und lass den Anderen ihre Gedanken. Wichtig ist nur, dass du deine Ziele und Grenzen kennst – und sie wahrst.

 

4. Wer sitzt am Steuer deines Lebens?

Wir lassen uns oft von außen leiten, vergleichen uns mit anderen (bewusst/unbewusst), schneiden entsprechend unserer Gedanken über uns selbst entweder positiv oder negativ ab, verheimlichen unsere wahren Gedanken, Ansichten und Gefühle – um nicht bloßgestellt und erkannt zu werden. Ist das förderlich, wenn wir unser Leben wieder in vollen Zügen genießen und uns wohlfühlen möchten? Natürlich nicht. Es ist sehr nachteilig, wenn wir uns verstecken oder hinten anstellen, auf andere oder den perfekten Zeitpunkt warten, uns in unserer Größe nicht zeigen, nicht über unsere Gefühle sprechen, uns nicht verletzlich, sondern stets hart und unbrechbar darstellen. Das ist unmenschlich. Es sind Rollen, die wir gelernt haben und die weggeworfen gehören. Wir sind alle nur Menschen und tun unser Bestes. Es darf uns auch einmal nicht so gut gehen. Wenn wir überfordert sind mit einer Situation, dürfen wir darüber sprechen, Nein sagen oder Bitten anderer ablehnen. Wer aber sein Leben in die Hände anderer legt, der wird eben von ihnen geführt – und nicht immer werden dir die fremden Wege und Ziele gefallen. Manche werden für dich falsch sein und sich auch so anfühlen. Dein Körper aber wird dir sehr genau zeigen, wer du wirklich bist und ob die Anderen darüber entscheiden oder nicht. Panik ist ein heftiges Signal dafür, dass die Antwort auf diese Frage NEIN lautet.

Und besonders, wenn deine Antwort eigentlich Nein lautet, solltest du nicht etwa doch Ja sagen – nur, damit es deinem Gegenüber besser ginge oder er es einfacher hätte, weil er so nicht mit deinen Bedürfnissen konfrontiert wäre. Deine Erwartungen, Gefühle und Gedanken, Träume und Wünsche sind und waren nie ein Problem. Sie sind okay. Sie dürfen da sein und sie wollen es.

 

5. Böse Gedanken

Alles wird so bleiben. Nichts wird sich jemals zum Besseren wenden. Alles ist schlecht. Die Welt ist böse. Ich werde nicht geliebt. Ich soll nicht da sein. Andere Menschen mögen mich nicht. Wir reden uns in Zeiten von Stress, Angst und Panik eine Menge Blödsinn ein. Vielleicht mag Einiges sogar stimmen, was du dir denkst. Aber entscheidend ist nur, wie du über dich denkst. Wenn du die Wut auf andere richtest oder gar so traurig durch deine Gedanken wirst, dass du sie gegen dich richtest, dann läuft etwas falsch. Das Gegenteil müsste der Fall sein: Egal, was andere von dir denken, du bist genug und wirst es immer sein. Vielleicht nicht für alle Menschen, aber für die, die in deinem Leben sein sollen.

Noch eine Anmerkung geht ins Feld der Angst vor der Angst: Sie entsteht nur, weil du nachdenkst. Du denkst zum Beispiel daran, etwas zu tun, was du nicht tun willst. In Gedanken versuchst du dich, darauf vorzubereiten und spürst sofort die Angst, die du eventuell bekommen würdest oder wie sehr es dich stressen würde. Doch in Wahrheit kann niemand die Zukunft vorhersagen. Wenn du mittendrin feststellst, dass du etwas tust, was du nicht tun willst, dann höre auf, es zu tun, statt weiterzumachen. Finde vorher vor allem Gründe, die gut und schön sind, weshalb du etwas doch tun wollen würdest. Wenn du zum Beispiel zu einem Ballett zugesagt hast, aber die Menschenmasse fürchtest und das Stillsitzen oder die lauten Geräusche, finde das Gute daran: die schöne Musik oder wie beeindruckend du Ballett findest. Erinnere dich unentwegt daran, wieso du in dieses Ballett wolltest. Kehre die vermeintlich negative Situation in etwas Gutes.

 

6. Sitzen & Grübeln

Wenn man nichts zu tun hat, denkt man oft als Kompensation – damit man die Leere und das Gefühl des Getrenntseins nicht so stark spürt. Viele, die sich einsam fühlen, grübeln deshalb unbewusst in Gedanken, um aus ihrer Leere zu entfliehen. Hier können Strategien der Achtsamkeit und der Dankbarkeit helfen. Sorgen und Ängste sind zwar eine anfänglich nützliche Flucht aus dem vermeintlichen Kontrollverlust, aber langfristig fördern sie psychische Belastungen und Störungen. Wer sich also dabei ertappt, dass er allein zu Hause sitzt und grübelt, sich in andere Welten aus Kontakt und Durchsetzungsvermögen flüchtet, dem rate ich: Geh raus. Schreibe deine Gedanken der Leere auf. Erinnere dich an Leidenschaften und Hobbys. Übe dich in Achtsamkeit, Meditation, Yoga, Tanzen, Kontakt zur Natur. Beweg dich und bring deinen Körper in Schwung. Wenn der Körper in Bewegung ist, fällt es dem Gehirn schwerer, Angst und Panik zu empfinden.

Besonders das Becken birgt viel Platz für unterdrückte Ängste und Gedanken, Minderwertigkeitsgefühle und Blockaden. Deshalb ist zum Beispiel Tanzen ein wertvoller Schutz gegen Stress-Ängste. Jede Form der Bewegung, die dein Becken wiederbelebt, “reaktiviert” Festsitzendes und Blockierendes in deinem Körper. Auch der Brustraum, der sich durch Muskelanspannungen der Angst nach innen wölbt und so dein Herz “versteckt”, kann zu Atemproblemen wie Kurzatmigkeit, dem Kloß im Hals oder Herzrasen/Herzstolpern führen und nicht zuletzt zu Verspannungen in den Schultern und im Nacken. Denn diese ziehen wir hoch bis an die Ohren, wenn wir uns klein fühlen und klein machen, uns schämen und verstecken wollen. Richte deinen Kopf nach oben an die Zimmerdecke oder in den Himmel, verschränke deine Arme hinter deinem Rücken und ziehe deine Schultern nach unten. Wende deinen Brustraum und dein Herz nach außen und nach oben. Das löst Verspannungen auf – egal, wo du bist.

 

7. Selbstmitgefühl

Alles können und ertragen müssen, nicht “nichts mehr” können/wollen, nicht schwach sein, keine Angst haben, nicht aufgeben. Weiterkämpfen. Durchhalten. Uns fehlt Selbstmitgefühl für alles, was wir erleben und Schweres mit uns herumschleppen. Oft denken wir, wir müssten alles Negative sofort loswerden und ganz schnell jede Sorge und Angst beiseitelegen. Nur wenige können die negativen Gefühle heute noch leicht tragen und durchleben. Wir fühlen viel zu wenig in uns hinein. Kommt dann einmal ein nicht so schönes Gefühl oder türmt sich ein Problem vor uns auf, geraten wir sofort in Panik und suchen nach sofortigen Lösungen. Doch manchmal – besonders bei Stress, Angst und Panikattacken – sind wir die Lösung und die Antwort. Wir dürfen unseren Gefühlen nicht immer die Schuld geben. Wir dürfen nicht böse mit unserem Körper sein, wenn er uns durch Symptome zu Ruhe, Distanz zu Situationen oder Menschen zwingen möchte. Sich trotz allem selbst zu lieben und Hoffnung zu machen, sich zu vertrauen und in Genügsamkeit und Ruhe den Herausforderungen des Lebens zu widmen, sind wichtige Schlüssel zur Resilienz.

 

8. Begrenztheit

Weil wir mit unserem hektischen oder erwartungsvollen Lebensstil und unechten Gefühlsleben (Es ist alles ok, obwohl gar nichts ok ist.) “Probleme” fördern, können wir auch durch eine innere Wandlung diese wieder beheben. Die Wahrheit ist nun einmal, dass der Körper und die Psyche, das Herz und die Seele Grenzen hat und damit sind sie begrenzt: in dem, was sie können und nicht können. Das heißt: Wir können nicht alles und sollten auch nicht alles können oder wollen. Sich das einzugestehen, ist ein erster und wichtiger Schritt. Dann sollte entsprechend gehandelt werden: Aufgaben streichen, delegieren, nach Unterstützung Ausschau halten, gezielt nach Lösungen suchen, die nicht wir selbst sind. Wir sollten uns bei allem, was wir tun, genau überlegen, was wir in der Situation für uns wollen und was nicht. Doch zu oft sind wir an Orten und bei Menschen, die uns fordern, etwas diktieren oder dort haben wollen – nicht wegen uns, sondern wegen ihnen. Doch solange wir Teil dessen sind, haben wir ein Mitspracherecht.

 

9. Fülle statt Mangel

Unsere Konzentration darf stets auf dem liegen, was wir uns wünschen. Doch es ist hilfreicher, wenn wir nicht unsere Gefühle oder unseren Selbstwert an etwas knüpfen, was wir noch erhalten, gewinnen und bekommen wollen: “Wenn ich erst einmal eine Gehaltserhöhung bekommen habe, werde ich…”, “Wenn wir geheiratet haben, werde ich…”, “Wenn das Jahr rum ist, werde ich…” Wir verbinden zu sehr unseren Wert an Äußerlichkeiten wie Geld, Haus, Hund, Hof, Job, Auto, Partner usw. Dabei sagen sie ganz wenig über unsere Charakterstärke, wahre Persönlichkeit, unser Herz oder unsere Fähigkeiten. Motivieren sollten uns deshalb auch immer die Dinge, die wir wollen und nicht etwa die, die wir nicht wollen. Wir ackern uns ab, um zu… und sind extra lieb und gefügig, um zu… und sagen lieber nichts, aus Angst, dass… Doch deine Energie folgt deinen Gedanken und landet so immer im Mangel, wenn sie aus dem Mangel gekommen sind. Kommen sie aber aus der Fülle und dem Glauben an dich, dann werden sie dich (und viele andere) auch erfüllen.

Aber nicht nur Gedanken sind der Schlüssel zu dem, was wir bekommen. Auch unsere Worte und vor allem unser Glauben an das, was wir denken und sagen, spielt ins Gewicht. Denn wenn wir uns nicht glauben, wenn wir nur träumen, ohne an die Verwirklichung dessen zu glauben, verpufft die Energie ins Nichts. Stattdessen handele anhand deiner Gedanken, Worte und Gefühle. Deshalb sprechen Therapeuten auch stets davon, dass man so tun soll, als ob man keine Stress-Ängste und/oder Panik hätte.

Ich hoffe, dir einige Impulse gegeben zu haben, wie du diese Zeit besser überstehst.

Wenn du dir noch mehr Impulse und einen endlich angstfreien Weg wünschst, kann ich dir die Anti-Angst-Akademie von meinem Kollegen Sebastian D. Kraemer empfehlen. Er hat zum Abschluss des Jahres noch ein besonderes Angebot.

Alles Liebe,
Janett Menzel

 

Podcast #2: Tipps gegen Schlafprobleme und nächtliches Grübeln

Podcast #2: Tipps gegen Schlafprobleme und nächtliches Grübeln

 

In den letzten Monaten litt ich unter starken Existenzängsten, die mir über Monate hinweg Schlafprobleme bereiteten. Was ich gegen sie tat, was auch du gegen deine Ein- und Durchschlafprobleme tun kannst und was sie mit Angst zu tun haben, erfährst du im zweiten Podcast von www.ich-habe-auch-angst.de:

Aufgrund der EU-Datenschutzgrundverordnung sind deine Daten gesichert(er), wenn ich diesen Podcast nicht direkt einbinde. Du kannst ihn dir (sowie alle anderen meiner Podcasts) kostenfrei ohne Account auf Soundcloud anhören >>

 

Allgemeine Tipps gegen Schlafprobleme und nächtliches Grübeln

Die kürzlich verstorbene Louise Hay, prominent für die Verbreitung von Affirmationen, empfand Schlaflosigkeit und Schlafprobleme als Zeichen von Angst. Sie interpretierte entsprechend, dass man sich dem Prozess des Lebens nicht anvertrauen, sondern eventuell sogar unter Schuldgefühlen leiden würde, wie sie in ihrem Buch “Gesundheit für Körper & Seele” schrieb. Auch ich musste in den letzten Monaten stark mit mir und meinen Schuldgefühlen ringen. Ich hatte nicht selten das Gefühl, nicht genug zu sein oder eventuell sogar einen Fehler gemacht zu haben, weil ich mich für die Selbstständigkeit entschieden hatte. Gleichzeitig fürchtete ich, es nicht zu schaffen und finanziell “zu versagen”. Ganz normale Ängste, die mir aber leider den Schlaf raubten.

Statt mich mit meinen Ängsten auseinanderzusetzen, leistete ich und arbeitete sieben Tage die Woche. Ich tat und machte, um gegen die Angst zu wirken und wieder Kontrolle über mein Leben zu spüren. Doch meine Angst verstärkte sich nur. Besonders, wenn man Gedanken und Gefühle tagsüber verdrängt und ignoriert, beginnt der Kopf nachts bzw. beim Einschlafen, laut zu sprechen, indem er grübelt. Es dauerte zum Glück nicht lange, bis ich das erkannte. Ich erinnerte mich an alle Beiträge, die ich je geschrieben hatte und natürlich an alle Tipps und Tricks gegen Schlafprobleme:

  1. Um zu vermeiden, dass du nachts noch einmal “hoch musst”: Trinke so wenig Flüssigkeit abends, wie es geht. Oder höre einfach rechtzeitig – eine Stunde mindestens – vor dem Schlafengehen auf, Flüssigkeiten zu dir zu nehmen.
  2. Vermeide stimulierende, koffeinhaltige oder alkoholische Getränke. Trinke stattdessen zum Abend hin beruhigende Tees oder einfach Wasser.
  3. Nimm so wenig schweres Essen zu dir wie möglich. Sonst “beschäftigst” du deinen Magen und Darm unnötig. Das erschwert es dem Körper, zur Ruhe zu kommen.
  4. Vermeide Zucker am Abend. Zucker hält die Nerven intakt. Auch Milchprodukte sollten drei bis vier Stunden vor dem Schlafengehen nicht mehr zu sich genommen werden. Sie verschleimen und nicht wenige
  5. Vermeide technische Geräte am Abend so gut, wie es nur geht. Sie geben dir nur noch mehr Input (nebst dem Alltagsinput) und (über)fordern deinen Geist zusätzlich. Nachts muss der Geist sie verarbeiten und schon, wenn du zur Ruhe kommst, die Geräte aus sind, beginnt dein Kopf mit der Verarbeitung. Sorge deshalb dafür, dass die Inhalte am Abend positiver Natur sind (für die Ausschüttung von Glückshormonen), zum Beispiel schöne, freudige Filme, statt Gewalt oder Horror oder andere Medieninhalte, die dich beschweren oder seelisch mitnehmen.
  6. Zusätzlich spenden technische Geräte meist eine Menge Licht, oft auch blaues, welches dem Körper suggeriert, es sei Tag. Deshalb installiere am besten sogenannte Blaufilter oder lege deinen Night Shift-Modus im Handy fest, um deinen Körper bei der Produktion von Melatonin, dem Schlafhormon, zu unterstützen.
  7. Besser als Fernsehen ist übrigens Lesen. Es ist mittlerweile wissenschaftlich belegt, dass das Abtauchen in fiktionale Inhalte (ein toller Roman oder eine spannende Geschichte, ein Thema, was dich mitreißt), den Geist beruhigt und Stress reduziert.
  8. Temperiere dein Schlafzimmer. Mach es nicht zu warm und nicht zu kalt. Besonders, wenn man Angst und Panikattacken hat, kann Kälte helfen. So ist auch bewiesen, dass es schlaffördernd ist, so wenig Sachen wie möglich zu tragen. Zusätzlich reduziert Kälte das Herzrasen. Deshalb kann es bereits helfen, keine Socken im Bett zu tragen.
  9. Eine schwere Bettdecke, auch kürzlich bewiesen, kann helfen, Oxytocin, das Kuschelhormon, auszustoßen. Das ist eine gute Möglichkeit für Menschen, die zu Traurigkeit und depressiven Symptomen neigen. Es reichen auch zwei Bettdecken, um dich noch mehr einzukuscheln und ein wohliges Gefühl herzustellen.

 

Meine Tipps gegen Schlafprobleme und nächtliches Grübeln

  1. Arbeite mit deiner eigenen Stimme, indem du dir Tonaufnahmen machst, die du beim Einschlafen hörst. Ob es positive oder ermutigende Affirmationen sind oder wichtige, liebevolle Worte an dich selbst: Deine Stimme zu hören, wird dir das Gefühl geben, dass es dich gibt und du wertvoll bist. Wer dazu neigt, sich zurückzunehmen oder für unwichtiger als andere zu sehen, dem kann die eigene Stimme helfen, zu realisieren, dass es dich GIBT und du bedeutungsvoll bist. Nimm deine Stimme mit dem Handy auf oder mit anderen Tonaufnahmegeräten und spiele sie ab, wenn du im Bett liegst.
  2. Eine neuere Strömung aus den Staaten, namens ASMR (Autonomous Sensory Meridian Response), kann dir helfen. Es handelt sich hierbei um Klänge, Töne, Rollenspiele (mit dir als “Aufmerksamkeit bekommende” Person), märchenähnliche Sprache, Geflüstere usw. Sie sind allesamt sehr liebevoll und beruhigen gerade Tausende von Menschen. Meine Favoriten sind – wie im Podcast versprochen – die von Maria (englischsprachig) mit ihrem ASMR-YouTube-Kanal sowie Annas (deutschsprachig) Kanal auf YouTube. Zusätzlich auch LIEBE ich dieses Rollenspiel mit einer eigens erfundenen Sprache. Es sind alles Videos, ABER du solltest sie mit geschlossenen Augen hören!!! Nur so erzielen sie ihre eigentliche Wirkung.
  3. Vollbäder beruhigen, besonders mit Meersalz oder basischem Badesalz (auch Epson Bad). Es entzieht dem Körper Toxine und entgiftet den Körper, macht ihn schwerer und ruhiger. So lässt es sich schnell leichter einschlafen, weil er mit anderen Prozessen beschäftigt ist.
  4. Auch tägliche Bewegungseinheiten helfen, besonders denen, die viel am Tag sitzen und Büroarbeit leisten. Seien es Spaziergänge in der Natur, die zusätzlich der Psyche helfen, oder aber einfach nur leichte Sporteinheiten, die dir Freiheit und Raum bieten.
  5. Mantras können gegen Grübeln helfen. Man benutzt sie meist in der Meditation, um seine Gedanken in die Leere zu fokussieren, statt sich von den einströmenden Gedanken ablenken zu lassen. Mantras erleichtern auch die Stimmen in deinem Kopf, die dir alles Mögliche einreden wollen.
  6. Nutze auch andere Stimmen in deinem Kopf, wenn du keine Mantras magst. Wann immer deine kleinhaltende Stimme auftaucht, hole eine andere, fürsorgliche und mütterliche Stimme, die die “kleine” Stimme zum Verstummen bringt.
  7. Komplett das Gegenteil zu machen, wenn man Schlafprobleme und Angst hast, kann außerdem helfen. Sorge für Freude in deinem Leben, unternimm etwas mit deinen Freunden oder sei einfach nur den ganzen Tag draußen, wenn du sonst viel in Räumen bist. Mache schlichtweg das Gegenteil von dem, was du sonst tust.

 

Woher kommt die Angst? Was ist die Ursache für dein Grübeln?

Diese Fragen kannst du dir stellen, um wenigstens an der Oberfläche zu kratzen:

  • Hast du Schuldgefühle dir selbst gegenüber, jemandem gegenüber, gegenüber deinem Leben?
  • Wo hast du dich verlassen?
  • Was wirfst du dir vor?
  • Wovon in dir hast du dich distanziert?
  • Wem willst du etwas beweisen?
  • Welche Stimme in dir regiert dein Grübeln?
  • Glaubst du falsch zu sein oder etwas falsch gemacht zu haben? (meint: Ist es Scham oder Schuld, die überwiegt?)

Ich konnte bald für mich entdecken, was in mir quer lag. Doch jeder tickt bekanntlich anders und hat seine eigenen Herausforderungen. Deshalb wünsche ich dir, dass du deine Knöpfe schnell findest, um noch schneller nachts wieder ruhig und tief zu ein- und durchzuschlafen.

Alles Liebe,
Janett

Janett Menzel Angst Blog

 

 

 

Podcast: Wie ein fehlender Sinn in deinem Leben Angst verursachen kann

Podcast: Wie ein fehlender Sinn in deinem Leben Angst verursachen kann

 

Aufgrund der EU-Datenschutzgrundverordnung sind deine Daten gesichert(er), wenn ich diesen Podcast nicht direkt einbinde. Du kannst ihn dir (sowie alle anderen meiner Podcasts) kostenfrei ohne Account auf Soundcloud anhören >>

Wir alle haben mindestens einen Lebensbereich, der kaum mehr Sinn ergibt: Der einstige Zweck hat sich selbst verloren, wir möchten nicht mehr Zeit und Energie in einen Job, eine Partnerschaft oder Freundschaft investieren. Statt uns aufzurappeln und loszulegen, Veränderungen anzuschieben und unser Leben in die Hand zu nehmen, tun wir nichts – aus Angst vor den Konsequenzen.

Wie können wir vorgehen, wenn wir wieder sinnerfüllt leben möchten?
Und was kann geschehen, wenn wir unserem Leben den Sinn verweigern?

In diesem Podcast spreche ich auch über Menschen, die durch unsere Entscheidungen für mehr Sinn (was auch Trennung, Konflikte usw. mitbringen könnte) beeinflusst werden und sich dagegen stemmen, uns vermeintlich abhalten wollen vom Wachsen: Sie sind sogenannte Schwellenhüter.

Was bedeuten diese Menschen für unser Leben?
Wollen sie etwa nicht, dass wir mit Herz und Sinn leben?

Die Antwort darauf und viele Strategien aus der Coaching- und Schreibtherapie-Praxis, um Richtung Sinn zu leben, erfährst du in meinem ersten Podcast (mit Schnupfen-Stimme, verzeih!).

Viel Spaß beim Zuhören und ich würde mich unendlich freuen, wenn du mir einen Kommentar dalässt und schreibst, ob Reden hier nur Silber oder vielleicht doch hin und wieder Gold sein könnte. :0)

Alles Liebe,
Janett Menzel

Janett Menzel Angst Blog