Angst und Panik loswerden: Tipps und was du unbedingt wissen musst

Angst und Panik loswerden: Tipps und was du unbedingt wissen musst

 

Als ich schon mehr als zwei Jahren keine Panikattacken mehr hatte und auch meine Agoraphobie überwunden hatte, hatte ich einen kurzen Moment der Angst vor der Angst. Ich hatte mich mit meinem damaligen Partner heftig in den Haaren gehabt. Das führte zu einer ähnlich heftigen Stressreaktion, wie ich sie in Situationen der Angst und Panik erlebt hatte. Bei meiner ersten Panikattacke hatte ich alle wohl bekannten Symptome von Herzrasen, Schluckbeschwerden, weiche Knie, Enge in der Brust, Verdauungsstörungen, Muskelschmerzen und vieles mehr. Aber darüber hinaus erlebte ich noch eine körperliche Empfindung, die selten in Verbindung mit Angst und Panikattacken erwähnt wird: Ich hatte das Gefühl, als ob mir jemand aus dem Inneren meines Kopfes mit einem Hammer gegen die Schädeldecke schlägt. Der Schlag fühlte sich so echt an, dass ich dachte – berechtigterweise -, etwas würde mit meinem Gehirn nicht stimmen. Also suchte ich das ganze Internet ab, um herauszufinden, auf welche Ursache dieses Symptom zurückzuführen war. Ich war nicht auf der Suche nach einer Krankheit. Ich wollte nur wissen, was gerade mit mir geschehen war oder was ich getan hatte, um diese körperliche Empfindung hervorzurufen. Wie immer, wenn man im Internet Symptome googelt, stellt man spätestens bei der dritten Seite fest, dass man entweder bereits halb tot ist oder kurz davor. Aber ich fand keine medizinische Erklärung, die lautete: Panikattacke oder Panikstörung. Nirgends tauchte exzessives Grübeln und dadurch entstehender Spannungskopfschmerz durch anhaltenden Stress auf. Auch der Neurologe, den ich auf Rat meiner Allgemeinmedizinerin aufsuchte, bestätigte mir beste Gehirngesundheit.

Es sind oft die einfachsten Dinge, die wir vergessen zu erwähnen, zu sehen, zu leben und zu verstehen. So wie ich noch nie auch nur ein Wort im Blog über dieses eine Symptom verloren habe. Und das obwohl es der eine Grund war, wieso ich diese Website als Projekt ins Leben rief: Weil ich wollte, dass Menschen, die es ebenso erlebt hatten, eine Antwort fanden.

 

Integrale (ganzheitliche) oder funktionale Therapie? Was ich heute über Angst und Panikattacken weiß

In meinen Augen sind Angst und Panik nur Reaktionen, Muster, auf etwas Einfaches, das sie lieber verdrängen oder schönreden, weil alles andere – nämlich die reine, pure Wahrheit – unbequeme Konsequenzen nach sich zöge. Konsequenzen sind Veränderungen und denen stehen alle Menschen mit Verzagen gegenüber.

Mir half meine selbst bezahlte Gesprächstherapie kurzfristig nicht. Doch ich war keine der Auserwählten, die einen Therapieplatz für Verhaltenstherapie erhalten hatte. Mittel- und langfristig war die Gesprächstherapie dafür das Beste, was mir hätte passieren können. Heute bin ich dankbar dafür. Ich hätte auch zu große Angst gehabt, mich meiner Angst in einer Verhaltenstherapie stellen zu müssen. Das lag auf der einen Seite daran, dass ich meine Angst brauchte, um mein Leben so weiterleben zu können, wie es war. Auf der anderen Seite war der Gedanke, dass ich wieder „funktional“ gemacht würde, grausam und erschreckend. Genau das hielt ich nämlich für „meine Ursache“, gepaart mit hormonellen und ernährungsbezogenen Aspekten, die häufig bei Frauen Angst, Panik und Depressionen (in allen Formen) auslösen.

Während der Gesprächstherapie wurde mir zwar auf beste Weise mein Kopf und bestehende Strukturen zurechtgerückt. Aber ich musste selbst an meiner Panik und Angst arbeiten. Ich musste das Prinzip der Selbstverantwortung und Selbstwirksamkeit neu erkennen und umsetzen. Niemand nahm mich an die Hand, ging mit mir spazieren oder wäre da gewesen, wenn ich eine Panikattacke gehabt hätte. Ich war nicht in einer Klinik und nahm auch keine Medikamente. Ich hatte zu dem Zeitpunkt keinen Partner und die wenigen Freunde, die zu mir gehalten hatten, wollte ich nicht belasten. Ich wollte niemanden merken lassen, dass ich plötzlich wieder vier Jahre jung war und nicht allein einkaufen gehen konnte. Auch wenn ich all das bis heute nicht bereue, so brachte es doch einige Herausforderungen mit sich, zum Beispiel, was ich alles nicht wusste, weil es mir niemand sagte: Aspekte, die ich gern in einem Buch gelesen hätte, bevor ich mich auf den Weg aus meiner Angst und Panik heraus mache.

 

Was muss ich wissen, wenn ich Angst und Panikattacken habe?

Erstens: Angst ist oftmals (wenn nicht spezifisch) diffus und setzt sich fest, irgendwo im Körper. Eine Attacke ist wie der graue, dunkle Himmel vor dem eigentlichen Gewitter. Was die Menschen mit Attacken spüren, ist nur der schwarze Himmel. Das Gewitter bleibt sehr häufig aus – wie üblich in der Natur. Heißt: Die Attacke kommt meistens nicht. Der dunkle Himmel weist nur darauf hin, dass sich dein seelisches Wetter gerade verschlechtert hat, z. B. nach zu viel Hitze (zu viel emotionalen, psychischen, körperlichen Stress, verursacht durch X).

Zweitens: Das menschliche Gehirn reagiert nicht mit Angst, um uns eine reinzuhauen oder weil wir etwas falsch gemacht haben. Es reagiert so, um uns zu schützen. Das ist der Sinn des Gehirns: Schutz des Lebens. Dafür ergreift es Maßnahmen, die hart und eindringlich genug sind, damit der Mensch und sein Körper verdammt nochmal reagiert. Wäre eine Panik- oder Angstattacke wie ein zartes, duftendes Röschen ohne Dornen, würdest du lächeln und weiterhin machen, was dein Leben oder Überleben in dem Konstrukt, das du Leben nennst, gefährdet. Eine wahre Gefahr besteht übrigens nicht nur, wenn wir auf die vielbefahrene, vierspurige Autobahn rennen. Eine Gefahr ist es für unser Gehirn auch dann, wenn bestehende Meinungen (Denkmuster) infrage gestellt werden, die wiederum einen wichtigen Wert in unserem Leben anzweifeln, bedrohen oder uns vor etwas Unbequemes, Lästiges oder Schmerzhaftes stellen, womit wir nicht umgehen gelernt haben. Unsere Gedanken lösen Gefühle aus, die wiederum unser Verhalten lenken können. Wir können diese Muster jederzeit verlernen, aber in dem Moment der Angst wissen wir nichts davon. Unser Gehirn reagiert einfach entsprechend und sagt: STOPP! Das darf jetzt nicht sein, denn sonst müsstest du deine Meinung, deine Einstellung, deine Gedanken ändern. Haderst du auch nur kurz damit, werde ich (dein Gehirn) weiter dagegen angehen und versuchen, dich auf meine Seite zu ziehen – dort, wo du geschützt und sicher bist, ohne etwas ändern zu müssen.

Wir haben alle gelernt, individuell, was für uns sicher und deshalb wertvoll ist. Es sind einstudierte, etwas Wichtiges aufrechterhaltene, Lektionen, z. B. Harmonie, Teilsein/Zugehörigkeit, Bedeutung, Sinn usw. Das haben wir gelernt, weil wir nicht wussten, wie wir mit dem Verlust eines Wertes und die daraus entstehenden Gefühle umgehen sollen. Wenn uns unsere Eltern oder ihre Situationen Angst gemacht haben und sie uns nicht beigebracht haben, damit umzugehen (mit der Situation und mit dem Gefühl in uns), dann wissen wir es nicht besser. Dasselbe lässt sich auf andere Lebensbereiche und -herausforderungen beziehen.

Drittens: Wie häufig im Leben, geben wir bei schlimmen Erfahrungen entweder uns selbst die Schuld oder anderen. Wir konstruieren selten Mischvarianten aus ungünstigen Umständen oder Fehlentscheidungen – geschweige denn geben wir zu, dass die Tatsache, dass wir eben keine Entscheidung getroffen haben, die Ursache für eine Herausforderung war. Was meine ich mit bequem? Es ist bequem, in einer Beziehung, die sich nicht mehr erfüllt anfühlt, zu bleiben oder nichts zu ändern, statt durch die Trennungsphase zu gehen, neu anzufangen oder mit dem Partner ernsthafte und ehrliche, wiederauflebende Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Es ist bequem, den ganzen Tag über den Arbeitsgeber zu meckern, statt sich unter das arbeitssuchende Volk zu mischen, Dutzende Bewerbungen zu schreiben, in der Hoffnung, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden und eventuell mehrmals abgelehnt zu werden.

Die Gefühle, die gegenteilige, mutige Entscheidungen auslösen, sind unbequem. Sie bedeuten Schmerz, Versagen, Reue, Neid, Angst und Ungewissheit, um nur einige zu nennen. Für manche bedeuten sie auch Schuld und Scham – große Leitgefühle, die Angst zu vermeiden versucht.

Viertens: Je nachdem, wie und ob wir gelernt haben, mit unbequemen Gefühlen umzugehen, gestaltet sich unsere Reaktionskette. Normal läuft es so ab, dass wir etwas denken, oft hervorgerufen durch einen unbemerkten Gefühlsimpuls, der zu bestimmten Gedanken führt, die uns wiederum zu entsprechenden Handlungen veranlassen oder uns davon abhalten. Dementsprechende Ergebnisse – positiver oder negativer Natur – werden in unserem Leben sichtbar. Ich zum Beispiel war ein Mensch, der, wenn etwas nicht funktionierte oder ich einmalig Kritik oder Verachtung für etwas erfuhr, es sofort niederlegte und nie wieder tat. Ich hinterfragte nicht die anderen, die eventuell überreagiert oder weniger Kompetenz hatten oder denen ich unabsichtlich auf die Füße getreten war, weswegen sie mit Verachtung feuerten, um ihre eigene Angst abzuwehren. Ich hinterfragte auch mich nicht, konnte eigene Fehler nicht eingestehen, wollte nicht „noch mehr machen müssen“, hatte keine Geduld, keinen Glauben, wusste nichts über Lernprozesse.

ganzheitliche therapie oder funktionale therapieHeute weiß ich, dass meine Entscheidungen aufgrund der Reaktionen anderer auf mein Verhalten und Denken völliger Blödsinn waren. Wenn man nur bedenkt, wie viele Menschen es mit wie vielen unterschiedlichen Meinungen auf der Welt gibt! Es hätte gut und gern sein können, dass niemanden genau das, was X kritisiert hatte, aufgefallen wäre oder es nicht kritisch gesehen hätte oder nichts dazu gesagt hätte, es sogar gefallen hätte. Aber mein nicht erlernter Umgang mit Fehlern und Kritik führte damals dazu, dass ich dieses Reaktionsmuster abspulte. Dadurch verhinderte ich auch die erwünschten Ergebnisse in meinem Leben. Als Ergebnis hatte ich stattdessen viele angefangene Projekte, viele Ideen, die nie zum Leben erwachten, viele Meinungen, die ich für mich behielt, minder gute, eher übergriffige und fremdgesteuerte Verbindungen, viele Eigenschaften und Talente, die ich ebenso verheimlichte – nur aus Angst vor Kritik und Ablehnung. Ablehnung bedeutete: keine Zugehörigkeit, keinen Sinn, keine Bedeutung, keine Wertschätzung und Aufmerksamkeit. Macht jedem Angst, der ein Herz hat.

Fünftens: Je mehr Angst man hat, desto mehr ändert sich deine Frequenz, deine Energie. Angst ist eine sehr starke und überwältigende Energie. Anfangs sind es kleine Funken wie die eines Lagerfeuers. Aber, wenn nur genug Stroh in der Nähe liegt, wird es nicht lange dauern, mit jedem neuen Funken, der springt, bis sich das Stroh lichterloh entfacht. So ist es auch bei Angst und Panik: Es wird zur Explosion kommen bzw., wie ich immer sage, zur Implosion. Es wird durch die anhaltende Angst, den Stress, dem dein System ausgesetzt ist, so unendlich viel Energie produziert und nicht freigelassen, dass diese irgendwo gebunkert wird. Im Körper. Im Geist. Im Herzen. In der Seele. Irgendwo muss sie hin. Deshalb: Sei vorsichtig, was du denkst. Überlege dir während deiner Grübeleien genau, ob du einen mentalen Waldbrand riskieren willst. Du solltest ihn nur dann riskieren, wenn du damit umgehen kannst. Jeder negative Gedanke ist so ein Funke, der alle anderen Gedanken entfachen kann, um mit ihm gesunde Fläche des Lebens zu verbrennen.

Ich hatte zweimal Agoraphobie mit Panik und zwei weitere Episoden mit ausschließlichen Panikattacken, die einmal kamen und dann wieder verschwanden. Wenn ich eins weiß, dann: Halte deine anderen Gedanken sauber. Komme nicht auf die Idee, dass Attacken oder psychische Belastungen ewig bleiben würden. Verliere nie deine hoffnungsvollen Gedanken, nie deine dankbaren für den Rest deines Lebens und der Menschen darin. Verliere nie deinen Mut und nie deine Selbstwirksamkeit, so angeschlagen sie auch sein mag.

Sechstens: Alles hat zwei Seiten. Auch Angst und Panik. Es gibt Situationen, in denen Angst sinnig ist und welche, in denen Angst nur eine Reaktion, ein gewohntes Reaktionsmuster auf etwas ist. (Mehr dazu in Punkt 7.)

Siebtens: Der eingangs erwähnte, nicht erlernte Umgang mit unbequemen Gefühlen wird deshalb gern mit anderen Gefühlen ersetzt. In der Psychologie spricht man dann von Ersatzgefühlen. Viele Menschen reagieren zum Beispiel mit Verachtung, wenn sie sich verletzt fühlen. Manchmal sind wir aber auch wütend und reagieren statt mit offener Wut mit stiller Angst. Gefühle, wenn wir sie nicht fühlen wollen, springen also gern über. Wut finden wir häufig in solchen Ersatzmomenten, besonders, wenn wir verletzt werden. Statt zu weinen oder unsere Traurigkeit über die Verletzung auszudrücken, brüllen wir oder werfen Kaffeetassen an die Wand. Viele sagen nicht: „Du hast mich verletzt. Du tust mir gerade weh. Hör auf damit!“ Auch zeigen sie keine Schwäche oder Verwundbarkeit. Sie verbieten sich stattdessen ihre Verletzlichkeit und demonstrieren mit (offener oder stiller) Wut z. B. ihre Härte, ihre Stärke, ihre Unverwundbarkeit und gehen in die Offensive. Sie entziehen demjenigen die Sympathie, schlagen zurück oder behaupten sich lautstark. Wut ist eben eines der wirksamsten Instrumente der Selbstbehauptung – außer, sie richtet sich gegen dich selbst, wenn du still wütend bist, ohne die Energie herauszulassen, z. B. weil du Angst vor deiner Wut und ihren Konsequenzen hast.

Sei achtsam und bewusst im Umgang mit dir und deinem Leben. Verarsche dich nicht selbst. Manchmal sind eiskalte, aber klare Worte an sich selbst der beste und leichteste Weg, um wieder zurück zu seinem wahren Ich zu kommen.

In diesem Sinne wünsche ich dir viel Erfolg auf dem Weg raus aus deiner Angst und Panik!

Janett

 

Introversion: Sind introvertierte Menschen unsozial? Nein. Nur introvertiert.

Introversion: Sind introvertierte Menschen unsozial? Nein. Nur introvertiert.

 

Ich liebe Zeiten des Alleinseins. Am Wochenende mal nicht unterwegs zu sein, sondern mit einem guten Buch oder Film die Zeit zu verbringen. Ausspannen, entspannen, Frieden und Verbindung zu mir selbst spüren. Ist das unsozial? Nein. Nur introvertiert. Mich kümmert die Umwelt und ich liebe es, allein in der Natur zu sein, allein am Meer zu sitzen, allein spazieren zu gehen, am liebsten dort, wo niemand sonst ist. Um mit mir zusammen zu sein. Ich will dort keine Gesprächspartner. Bin ich deshalb ein Menschenhasser? Nein. Nur introvertiert. So ist das eben mit Introversion.

Ich habe mit Menschen nur ein Problem, wenn sie unnötig laut sind und mir im wahrsten Sinne des Wortes auf die Nerven gehen. Am liebsten sind mir leise Menschen. Deshalb lege ich mich auch nicht in überfüllte Berliner Parks, wo niemand so recht seinen Platz hat, wo man kaum mehr sein eigenes Wort versteht oder sich nicht ausruhen kann. Deshalb kann ich Flüge nicht leiden, weil meistens kreischende Personen mitfliegen. Ich brauche manchmal einfach Stille. Menschen, die unnötig laut sind, unnötig Aufmerksamkeit wollen oder sich um die Bedürfnisse anderer nicht so kümmern, sind in meinen Augen rücksichtslos. Unnormal? Nein. Nur introvertiert.

Ein Plädoyer für die Introversion, bestückt mit meinen Erfahrungen und Erkenntnissen. Vielleicht helfen sie auch dir!?

 

Introvertierte Menschen sind zwar anders, aber keineswegs schlechter als extravertierte

Introvertierte Menschen sind zwar anders, aber keineswegs schlechter als extravertierteViele extravertierte Menschen rollen über introvertierte Menschen die Augen. Nicht nur im Beruf, auch bei der Partnersuche, scheiden sich hier zumeist die Geister. Mittlerweile hat sich zwar der Begriff „ambivertiert“, also die Mischung aus beiden, etabliert. Aber das hat leider wenig an den Vorurteilen und Bewertungen geändert. Witzigerweise kommen die immer nur von den extravertierten Menschen.

  • „Sei nicht so sensibel.“
  • „Geh doch mal mehr unter Menschen.“
  • „Geh mehr raus.“
  • „Sei nicht so unsozial.“
  • Sei nicht dies, sei nicht jenes.

Ich habe mir in den letzten Monaten schon fast angewöhnt, zu ihnen zu sagen: „Sei nicht ständig unter Menschen.“ „Lerne doch mal, allein zu sein.“ „Schenke dir doch mal selbst die Aufmerksamkeit, die du dir wünschst.“ Aber ich werde komisch beäugt. Sie glauben noch immer, dass ich das gesellschaftliche Problem sei.

„Ich finde, dass meine Art richtig ist und du bist falsch, wenn du nicht so bist. Also ändere dich“, schreien sie innerlich.

Was sie aber nicht verstehen, ist, dass sich introvertierte Menschen nicht nur nicht ändern können. Ihre Gehirne sind anders strukturiert. Sie wollen sich auch in den meisten Fällen gar nicht anpassen. Sie sehen keinen Sinn darin.

Ich aus meiner Warte kann sagen, dass es schon einige Dinge gibt, die ich gern wollen würde, wenn ich sie nur könnte. Ich habe es einige Male ausprobiert, aber bin stets gescheitert. Ich würde gern mal auf ein Konzert in der Waldbühne, wo Tausende Menschen hineinpassen und mich null um die Energie anderer scheren, einfach weil ich sie gar nicht bemerke. Ich würde gern in der Oper ohne Ohropax sitzen, weil es mir nicht zu laut wäre, sondern je lauter, desto besser. Ich wäre gern völlig entspannt damit, wenn mein Nachbar hustet, 200 Flugzeuge am Tag über meinen Kopf hinwegrauschen, draußen die Anwohner grölen und in den Öffis eine Art Privattreffen stattfindet – immerhin weiß ich über einige Fahrgäste nach der Fahrt mehr als über meinen Nachbarn. Ich hätte am liebsten keine Probleme damit. Habe ich aber. Manchmal kann ich mich zwar ablenken und nicht hinhören, aber nur wenn ich gerade im Flow mit mir bin.

 

Introvertierte Sensitivität und Sensibilität

Leben mit extrovertierten und introvertierten Partnern

Die Angst vor Lautstärke (die übrigens, Achtung!, bei ALLEN Menschen angeboren ist), scheint bei introvertierten Menschen stärker ausgeprägt zu sein. Nicht zuletzt weisen sie eine erhöhte Sensitivität auf, was wir spätestens seit Elaine Arons Entdeckungen im Bereich der Hochsensibilität wissen und wissenschaftlich bewiesen anerkennen durften. Unsere Sinne sind schärfer. Das ist eine Wahnsinnssache, wenn man beruflich sinnlich (visuell, auditiv, haptisch, gustatorisch, olfaktorisch) unterwegs ist. Höhen und Frequenzen in der Musik nehmen wir ganz anders wahr. Wir können Tiefgänge in so manchem auch viel tiefer und intensiver wahrnehmen, wo sich andere nur wundern. Deshalb sind Großraumbüros oder ständig klingelnde oder piepsende Handys, Pings der E-Mailprogramme, grelles Licht, abartige Gerüche, die bestimmte Konsistenz eines Nahrungsmittels oder kratzende, zwickende und enge Kleidungsstücke nichts unseres.

Auch in der Sparte der psychischen und emotionalen Sensibilität haben wir andere Vorstellungen als extravierte. Als King Kong im gleichnamigen Film auf dem Empire State Building minutenlang von Flugzeugen beschossen wurde, habe ich zwei Taschentuchpackungen verheult. Wenn ich wütend bin, ist man lieber woanders. Wenn ich brülle, steht die Uhr nicht auf 5 vor 12, sondern auf halb 1. Wenn ich einmal Nein sage, heißt das klar Nein, nicht Vielleicht, nicht „Versuche mich noch weiter zu überzeugen. Ja, bitte! Geh mir auf den Keks!“ Essen, Parfums und Temperaturen können bei mir Wunder bewirken oder eines nötig machen. Freunde sind Familie. Stundenlange, gute Gespräche können Wochen voller Stress wegzaubern. Eine Umarmung oder ein „Wie geht es dir?“ hat eine Bedeutung. Und Sex ist weit mehr als „nur Sex“.

Nicht selten dachte ich, dass Introvertierte per se „komplex“ seien, auch wenn sie wenig oder weniger von sich preisgeben. Sie brauchen einfach ihre Zeit, um Vertrauen zu schöpfen und sich bei jemandem zurücklehnen zu können.

 

Introversion: Sinne und Emotionen in Verbundenheit

Wir haben zudem eine außergewöhnliche Neigung dazu, unsere Sinne mit den Emotionen in Einklang zu einer wahren Pracht zu bringen: Wir fühlen Farben, riechen Angst (oft modrig, schlammig), sehen anderen ihre geheimen Gedanken an der Nasenspitze an und wissen, wie die Jahreszeiten schmecken. In Gesprächen mit Konfliktnatur nehmen wir alles wahr und saugen es auf, speichern es ab und können es später mit unseren Gefühlen und Emotionen erneut in uns aufrufen, wie ein Buch, das wir wieder an einer bestimmten Seite aufschlagen.

Wir fallen oft erst zwei bis drei Tage später aus allen Wolken, weil unser Gehirn erst dann alles verarbeitet hat, bis hin zu kleinsten Notlügen und versteckten Gemeinheiten. Wir brauchen aber nicht aus Unfähigkeit länger; wir haben mehr Informationen aufgenommen und hatten deshalb mehr zu verarbeiten. Ausgeblendet wird bei uns gar nichts. Eine wunderbare Sache, wenn man sich in Gefilden befindet, die von Informationsverarbeitung, -aufarbeitung, Mustererkennung und -verbindung befindet. Wir sind eben die für das große Ganze, während extravertierte meist nur einen Teil bearbeiten. Wir sind – in den meisten Fällen – auch empathisch, wenn nicht sogar hochempathisch, was extravertierte Menschen selten sind. Wir stehen für Gegenseitigkeit, Ehrlichkeit, Freiraum, Individualität.

 

Das nicht so Schöne an der Introversion

Introvertierte Menschen sind oft hochsensibel und empathischAber natürlich gibt es auch Seiten, die wir deshalb weniger draufhaben: Unsere Ideen sind weniger schnell aufrufbar. In Brainstormings brillieren wir entweder nicht schnell genug, gar nicht oder aber sind total genervt, weil wir schon wissen, was zu tun wäre. Weil wir in manchen Dingen unser eigenes Tempo haben, können wir uns in Liebesdingen schnell überrannt fühlen. Extravertierte lassen sich schneller auf jemand Neues ein, wo wir noch darüber nachdenken, wie derjenige wohl diesen einen Satz gemeint haben könnte.

Wir stehen ungern im Mittelpunkt, was bei einigen bis hin zu Prüfungsangst, Redeangst oder Auftrittsangst geht. Wir sind kritischer in Hinblick auf unsere Leistungen, was uns zwar zu wandelnden SWOT-Analytikern (Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken-Analysen) macht. Aber wir vertrauen uns oftmals nicht genug. Wir brauchen deshalb auch etwas länger, bis wir zu einer Entscheidung kommen. Besonders im emotionalen Bereich kann oftmals wie Misstrauen oder gar Misanthropie aussehen. In Wahrheit aber grooven unsere Gehirne noch, sind noch nicht fertig mit der Bearbeitung der Situation oder Herausforderung. An überfüllten oder lauten Plätzen findet man uns eher selten. Wir können mitunter Oberflächlichkeit ertragen – kurz. Aber am liebsten sind uns tiefsinnige, weil interessante Gespräche. Gute Small talker sind wir deshalb auch nicht von Beginn an.

Einige dieser Herausforderungen lassen sich antrainieren. Ich habe es ausprobiert. Andere wiederum – schon erwähnt – lassen sich nur ertragen lernen. Das funktioniert am besten, je weniger gestresst man ist. Außenumstände können besonders lästig werden, wenn Introvertierte in ihre Gedanken versunken sind, zum Beispiel arbeiten, schreiben, kreativ sind, sich bewusst entspannen wollen, ihren Gedanken freien Lauf lassen wollen. Jede Unterbrechung kann schnell an die Grenze zum Genervtsein schlagen. Mit Melancholie hat nichts zu tun. Wir empfinden eben alle Gefühle und Emotionen tief und schwimmen da auch gern einmal drin.

Mir fiel in meiner bisherigen Arbeit mit Menschen auf, dass gestresste Introvertierte noch sensitiver und sensibler reagieren auf ihnen leidige Umstände, wenn sie allgemein gerade gestresst waren oder bislang noch keine Möglichkeit hatten, sich wieder herunterzufahren.

Auf Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Treffen zum Beispiel brauchen sie bewusste Zwischendrin-Pausen, bevor sie sich wieder ins Getümmel werfen. Auch mit der neurologisch sinnvollen Frequenz von 90min je Arbeitseinheit, gefolgt von einer Minipause, kommen sie oft nur schwer zurecht. Je nach individueller Konstitution brauchen sie alle 30 oder 45, spätestens aber 60 Minuten eine Pause von mindestens 10-20 Minuten.

Eine noch leidigere Sache bei der Introversion ist, dass introvertierte Menschen es nicht so sehr mögen, zu warten. Sie sind es aufgrund ihres Lebensstils gewohnt, dass sie sich so wenig wie möglich externen Umständen und Menschen anpassen müssen. Bekommen sie also nicht wie üblich schnell Zugriff auf etwas, können sie leichter nervös und gestresst werden. Wenn es zum Beispiel alles, was ich zum Leben brauche, auch in den Berliner Spätis zum selben Preis gäbe, würde man mich nie wieder in einem Riesensupermarkt sehen. Aber zwischen Introvertierten gibt es auch „Niveaustufen“, also Ebenen der Intensität, wie ich erfahren durfte. Einige sehen Umstände, die ich so gar nicht abkam, entspannter als ich, während andere noch viel kritischer sind. In eine einzige Schublade passen wir also nicht.

 

Was Introvertierte noch wissen dürfen

Ich mag etwas extrem sein, wenn es um Anpassung geht. Dennoch habe ich für mich seit langer Zeit einen beiderseits guten Weg gefunden. Wenn zwei sich in ihrer -iertheit unterscheiden und partout keine Kompromisse finden, schadet es der Seele desjenigen, der sich „deshalb“ freiwillig ändert oder anpasst. Lieber Alles Gute wünschen und sich so sein lassen, wie man ist. Auch wenn es bedeutet, dass derjenige dann nicht Teil des Lebens ist oder du Teil seines Lebens, so ist es auf lange Sicht gesünder und wohltuender, weil vorprogrammierte Konflikte gar nicht erst entstehen konnten.

Auf der anderen Seite können Introvertierte einiges von Extravertierten lernen (umgekehrt auch). Begib dich deshalb lieber nicht so schnell in dieselbe Vorurteils- und Bewertungsschublade wie andere. Sondern beobachte, was dir am extravertierten Lebensstil zugute käme. Studiere die Menschen, die mit Bravur und Leichtigkeit etwas können, was du beneidest oder bräuchtest. Schau, ob dein Körper, Geist und deine Seele das willkommen heißt oder ob es sich, wie bei mir und der Lautstärke, um eine Duldungssache handelt. Frage bewusst deine extravertierten Freunde oder Familienmitgliedern, wie sie es machen. Gehe ihn auf den Nerv, bis sie es ausspucken. Oft machen sie es so intuitiv und unbewusst, dass sie nur schwer sagen können, wie sie es tun. Aber wenn man ihnen erklärt, wieso man das wissen möchte oder gar muss, dann öffnen sich viele schnell und gehen in sich.

Beide Seiten bewusst anzugleichen, macht einen zwar noch lange nicht ambivertiert. Denn das hieße in meinen Augen, dass beide inneren Tendenzen eigens als Impulse in dir auftauchen. Aber es ermöglicht auf jeden Fall eine Entwicklung deiner Persönlichkeit und deiner Kompetenzen im beruflichen und/oder sozialen Kontakt. Es bewusst auszubalancieren, bedeutet ja nicht zwingend, dass wir etwas vom Überwiegenden wegnehmen, sondern nur, dass man es ergänzt.

 

Wie man sich selbst als Introvertierter sieht, ist entscheidend

Gott weiß: Ich habe lange Jahre mit meiner Natur gekämpft und meine Introversion nicht selten zum Teufel jagen wollen. Ich wollte alles können, was andere konnten – der Anpassung wegen und um nicht aufzufallen, um alles das zu bekommen, was andere hatten, um immer Teil sein zu können statt allein. Aber ich merkte schnell, dass meine Introversion ihre Vorteile hatte, dass Exklusion und Alleinsein Gutes innehatte. Allein im Erleben und Erfahren des Lebens, innerer Weisheit, Achtsamkeit (wir können das eher) und menschlicher Gefühle, bergen einzelne, wenige Anker so viel Kraft, dass sie dich nähren und über einiges hinwegtragen können.

Nur wenn es sich um Angst, Scham und Schuld handelte, habe ich Schwierigkeiten, mich dort hineinfallen zu lassen. Aber zum Glück durfte ich lernen, dass auch Extravertierte ihre Probleme damit haben. Manchmal sogar mehr als die, die die Weiten ihres Bewusstseins nicht scheuen, sondern lieben. Wenn man sie denn lieben gelernt hat: Eine unbedingte Empfehlung für alle Introvertierten.

Leise Grüße,
Janett Menzel

 

Meine 8 Wegweiser für die Erfüllung eines Traums & Herzenswunsches

Meine 8 Wegweiser für die Erfüllung eines Traums & Herzenswunsches

 

In 2017 traute ich mich, das zu tun, was ich schon immer tun wollte: schreiben und vom Schreiben leben. Das war für mich so normal wie Essen und Trinken. Dennoch gehöre ich – wie ich mir sagen lassen musste – damit zu den Wenigen, die angeblich mehr wissen als der Rest (nämlich das “Wie man seinen Traum verwirklicht”) und denen das “Glück” hold gewesen ist, weil ich es geschafft habe, mir meinen Lebenstraum zu erfüllen. Ich habe lange darüber nachgedacht. Deshalb mal auf ein Wort dazu:

 

Um deinen Traum und Herzenswunsch zu erfüllen und zu leben…

…MUSST du lernen, auf dich und deine innere Stimme zu hören, statt auf andere und ihre Strategien. Deren Gleichung geht für dich nicht auf. Unzählige Menschen erzählen dir nur, dass du deinen Weg gehen, deiner wahren Berufung folgen, der Stimme deiner Seele zuhören und deine Träume verwirklichen sollst. Sie sagen dir aber selten, wie du das anstellst. Um genau zu sein, habe ich noch keinen erlebt, der eine genaue Blaupause dafür hatte. Und das darfst du mir glauben: Ich kenne alle diese Webinare. Und wer eine Blaupause hat, der verkauft sie für Tausende von Euros. Es ist eben eine Nische. Heutzutage sind Nischen das Mittel, um das, was Menschen suchen, zu erzielen: Freiheit und Selbstbestimmung, innerer Frieden und Losgelöstsein vom Müssen und Sollen, (finanzielle und existentielle) Unabhängigkeit und Glückseligkeit. Entscheidend ist in meinen Augen nur, dass du dich erkennst und dich einem Fluss hingibst, der dein WIE ist. Du musst nichts weiter wissen als das: Folge DIR.

Mir fiel in der Reflexion des letzten Jahres << meine Blaupause >> auf, die ich dir gern weitergeben möchte. Vielleicht ist bei meinen WIE’s etwas dabei, das auch dir hilft.

 

Meine 8 Wegweiser für die erfolgreiche Erfüllung eines Traums

Wegweiser Pfeiler Erfüllung Traum erfüllen Herzenswunsch1.) Dein WAHRER Weg zeigt sich dir von allein – die Themen finden dich, die Menschen kommen auf dich zu (ob im Privaten oder im Beruflichen), deine Intuition zeigt dir den Weg und die richtige Richtung. Dein Traum und Weg ist nichts, was du dir bei einem Kaffee überlegst.

2.) Das Ziel ist irrelevant, weil selbst ein kleiner Schritt, der sich schon wie das Ziel anfühlt, nur ein Schritt von vielen sein kann. (Nehmen wir das Schreiben bei mir: Es ist ein Schritt hin zu einem Ziel, das ich (noch) nicht kenne.) Es ist okay, das Ziel nicht zu kennen. Du brauchst Vertrauen in das Ungewisse. Niemand ist in jedem Moment bereit für alles auf einmal. Es darf sich in Ruhe entwickeln, damit du mit deiner Größe und deinen Fähigkeiten wachsen kannst. Sich langsam in alles fallen zu lassen, schenkt dir Zeit zu werden, was du werden sollst.

3.) Wenn du dir etwas wünschst, musst du dafür Platz in deinem Leben schaffen. Wer sich einen Partner wünscht oder ein Haus im Grünen weit weg von der Stadt, eine selige Selbstständigkeit oder finanziellen Erfolg, der muss sein Leben entsprechend danach einrichten. Leider muss dafür oft einiges (oder manche Menschen) weg. Und das Platzschaffen sollte nicht geschehen, nachdem man es erreicht hat, sondern JETZT. So ist es leichter, denn es beseitigt Blockaden und hinderliche Energien.

4.) Dein WAHRER Weg geht sich von allein, wie ich es auch in meinem letzten Blogpost zu Berufung und Lebenssinn geschrieben hatte. Wer darüber nachdenkt oder versucht, es zu steuern, hat schon verloren, weil sich der Fluss von alleine bewegt. Es braucht kein Ego und kein Hinterhergerenne, keine Kontrolle und keine Strategien. Es braucht nur deine Weichen, damit der Fluss dorthin laufen kann, wo er hin will. Es ist blöderweise so, dass wir unser Leben nach einem dürftigen, gesellschaftlichen Katalog einrichten, der auch Emotionen wie Angst oder Gefühle wie Schuld und Scham liefert. Doch genau dieser Katalog schafft Blockaden. Dann heißt es nämlich: Wenn ich x erreiche, dann könnte y geschehen, sich jemand trennen, ich müsste mich trennen/kündigen/wegziehen, was wiederum z auslösen würde und mich traurig machen würde und so weiter und so weiter. Man muss einfach bereit sein, um seinen Traum zu leben. Das erfordert Mut und Vertrauen, die wir oft nur schwer aufbringen – aus Angst.

Ganz ehrlich: Hätte ich auf irgendwen gehört (sogar auf meine Freunde und Familie), dann wäre ich heute nicht, wo ich bin. Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass dein OKAY zum Erfüllen deines Traumes automatisch Willensstärke mitbringt – als Geschenk deiner Seele – als Cupcake für zwischendurch.

5.) Dein Traum ist immer EINFACH zu erreichen. Alles, was schwer ist, geht nach hinten los. Alles, was Tausende von Euros kostet und dir vorgaukelt, das wäre der Weg, ist alter Käse. Arbeit muss nicht hart sein, um Erfolg zu bringen. Liebe muss nicht schmerzen, um echt zu sein. Das Gegenteil ist der Fall. (Beispiel: Mein Testbuch, um mal zu gucken, wie das mit Amazon läuft und wie man das so macht als Self-Publisher, ist momentan das Buch, was mir die Hälfte bis Dreiviertel meines Monats von allein “sichert”. Mein 2. und 3. Buch, die ich beide mit Strategie schrieb, erzielen nicht einmal die Hälfte. Mein 4. Buch, dass ich “einfach so” ohne Strategie schrieb, rennt genauso los wie mein Testbuch.) Intuition und Herz sind alles; Strategie kannst du anwenden, wenn es um das noch weitere, noch erfolgreichere Ausleben deines Traums geht.

seinen traum erfüllen leben berufung liebe geld erfolg6.) Sei bereit für Rückschläge, Kritik, Anfeindungen, Gelächter und schlaflose Nächte. Aber: Wer seinen Traum gefunden hat, den, den er ausleben möchte, der lebt ihn trotz allem. Das ist ein Ziel! Es ist diskussionslos. Es steht nicht zur Debatte, ihn fallen zu lassen und aufzugeben, wenn er ECHT ist. Du wirst immer weitermachen. Gibst du zwischendrin auf, war es nicht echt. Vielleicht war es Ego oder was anderes, was dich deinem Ziel näherbringen könnte.

7.) Ein Traum ist nur dann Schaum, wenn du etwas brauchst, um aus deinem beschwerlichen oder langweiligen Alltag auszubrechen. Es ist kein Schaum mehr, sondern wahre Absicht und Zweck, wenn du ihn umsetzt – meint: handelst. Wer nur tagträumt, der will nur träumen, was völlig in Ordnung ist. Aber wer wirklich seinen Traum erfüllen und leben will, der handelt zu seinem Traum hin. Da gibt es kein Wenn und kein Aber und kein Gezimper. Es gibt schlichtweg keine Barrieren mehr, wenn du deinen Weg gefunden hast. Das Ding läuft von allein – es bringt dich von ganz allein zum Laufen. Keine Beschlüsse, keine langen Überlegungen, keine Ratlosigkeit. Du machst einfach, was dir dein Bauch und Herz in Impulsen vorgibt (die kommen übrigens schrittweise). Du wirst es nicht einmal merken.

8.) Und zu guter Letzt: Du musst daran glauben, dass du es schaffst. Wer kein Vertrauen hat oder sich solchen Blödsinn einreden lässt wie “Das machen doch schon 1000 andere.” oder “Ach, das klappt doch niemals!”, der hat schon verloren. Dein Traum braucht keine Erlaubnis deiner Mitmenschen. Du musst ihm erlauben, sich zu zeigen und zu erfüllen – als wäre er ein eigenständiger Mensch. Du musst dir vor allem erlauben, etwas zu haben und zu dürfen, was andere anzweifeln. Aber die Sorgen und Zweifel der Anderen, weißt du, ganz ehrlich, sind eben deren. Du hast deine eigenen. Ich nehme mal an, dass die dir deine bereits ausreichen, wenn du ein normales Leben führst. Also: Geh raus aus den Köpfen anderer. Zur Not verschweige deine Wege erst einmal. Aber folge den Wegen, die sich dir zeigen.

Hattest du Angst, Janett?

Klar! Nicht in Worte zu fassen. Monatelang, angsterfüllte Nächte, schlaflos, müde, besorgt. Ich habe mich gegen Menschen, gesellschaftliche Regeln, Zugehörigkeit und sogar gegen Liebe entschieden. Ich habe alles in Kauf genommen, nur um meinen Traum zu verwirklichen. Und mir fiel dabei etwas Wichtiges auf: Die Angst, dass mein Traum platzt, war ein Signal und vielleicht das einzige Mal in meinem Leben, das Angst mich weitermachen ließ, statt abhielt.

Die Angst sagte niemals: “Hör lieber auf!”

Sie schrie stattdessen: “Mach weiter. Mach es anders. Sieh nochmal genauer hin – damit du nicht aufgibst.”

Ich wünsche auch dir das Beste für deinen Weg! Solltest du Unterstützung brauchen, helfe ich dir gern im Rahmen meiner intuitiven Coachings weiter.

Alles Liebe und Gute,
Janett

Janett Menzel Angst Blog

 

 

Durch Burnout, Angst & Panik zum wahren Lebenssinn und zur Berufung

Durch Burnout, Angst & Panik zum wahren Lebenssinn und zur Berufung

 

Viele fragen sich: Wieso ausgerechnet ich? Wieso sind sie so psychisch belastet mit Stress, Burnout, Depression, Angst oder Panik? Auch ich habe mich das jahrelang gefragt. Bei mir ging es durch einen Job los, in den ich nicht hineingehörte und in dem Menschen an meiner Seite waren, die mich an manchen Tagen durch ihre Launen zur Verzweiflung brachten. Ich war (und bin es noch) ein Leistungstier. Was ich anfasse, mache ich richtig oder gar nicht. Aber in Zeiten von flachen Hierarchien, gewissenloser und allesfressender Ellenbogen-Teams hat das seinen Preis. Doch ich hörte nicht auf…meinen Körper. Meine Symptome mit Panikattacken begannen 2007 und zeigten sich auch noch Jahre später immer und immer wieder, bis ich eines Tages verstand, dass sie (ausgelöst durch Überarbeitung/Burnout) Symptome waren, die einen viel größeren Sinn und Zweck verfolgten.

 

Wenn’s schnell gehen muss: Lebenssinn & Berufung durch Burnout, Angst und Panik?

symptome entziffern entschlüsseln was bedeutet angst burnout depression stress panikattackenMeine Symptome wollten, dass ich ihnen zuhöre, damit ich endlich aufhöre, eine Rolle zu spielen, die mir schon lange nicht mehr stand. Angst und Burnout, Panikattacken und heftiger Stress im Vorfeld sind – so lernte ich – wie eine alte, längst vergessene Schrift, die man entziffern muss. Ich fand zum Schreiben zurück, eine Leidenschaft, die ich zuletzt in meiner Jugend auslebte. Ich erinnerte mich wieder an meine Träume und an das, was ich wirklich wollte und brauchte, ohne Fremdbestimmung. Eine der wichtigsten Erkenntnisse aber war, dass ich selbst Enttäuschungen auf allen Wegen erlebte, weil ich ungewollte Dinge tat, um niemanden zu enttäuschen. Aus meiner Angst vor Schmerz, Getrenntsein und Einsamkeit handelte ich für andere und rannte eigentlich direkt zu meinen Hauptthemen hin, während ich glaubte, ich könnte sie so vermeiden.

Wenn ich heute zurückdenke, müsste ich mich eigentlich bei meinem damaligen Arbeitgeber und den zeitweilig so verhassten Kollegen bedanken: Denn sie brachten mich direkt an einen Punkt, an dem auch mein Körper sagte, dass es Zeit war, loszulassen und mich und meine Wahrheit zu erkennen. Durch die Wellen an Panikattacken, meine totalen Erschöpfungszustände und all die daraus resultieren Gefühle war ich gezwungen, hinzusehen. Es ging gar nicht mehr anders. (Deshalb bin ich auch kein Freund der kognitiven Verhaltenstherapie im alleinigen Sinne, sondern ein Verfechter der Gesprächstherapie, Psychoanalyse, Familienaufstellungen, energetischen Verfahren, Körper-, Kunst- und Musiktherapie, Licht- und Aromatherapie und alle anderen Verfahren, die weniger üblich sind. Weil sie dich DICH erfahren lassen, in einer Tiefe, die die kognitive Verhaltenstherapie bewusst ignoriert. Diese fokussiert den Weg, wie du schnell wieder lebensfähig und funktional wirst. Für die, die erst einmal wieder funktionieren müssen (für Kinder, ihren Lebensunterhalt u. Ä.) ist sie ein guter erster Schritt, mit dem es aber nicht getan sein sollte.) Ich erkannte in meiner Gesprächs- und Schreibtherapie zum Glück, dass es mir um mich gehen durfte, nicht darum, wie ich fix wieder fertig für andere werden könnte.

 

Symptome zeigen dir den Weg zu deinem wahren Ich

Als ich diese Strukturen und Bedeutungen hinter meinen Symptomen verstand, wusste ich, dass ich vieles in der Tiefe meiner Persönlichkeit los- und hinter mir lassen musste. Ich machte nicht nur Bereiche (Liebe & Partnerschaft, Job, Familie, Freundschaften) aus, in denen ich unzufrieden war. Ich trennte mich nicht “einfach” und kündigte auch nicht “nur”. Ich erkannte vielmehr, wieso und wozu ich diese Schritte gehen musste/wollte und welche weiteren folgen müssten, um meine Ziele zu erreichen. Es ist auch nicht nur mit Trennungen und neuen Jobs getan.

Symptome zeigen dir den Weg zu deinem wahren IchDer Charakter eines ängstlichen Menschen ist so symptomatisch für verborgene und verdrängte Potenziale und Gefühlswelten. Es gibt so viel zu erkennen und zu entdecken, wenn man Angst und Panikattacken, Burnout und Erschöpfungszustände erlebt. Wenn du hinter die Symptome schaust, wirst du unweigerlich deinen Kern finden. Dieser Kern sagt dir, wer du bist und was dein Sinn in diesem Leben ist. Für mich ist er die Seele. Andere nennen diesen Kern das höhere Selbst. Egal, welche Begriffe man verwendet:

Er ist unkaputtbar und sorgt dafür, dass du alles und jeden für seinen (deinen) Sinn in den Wind schießen würdest. Jedes Wort, jede Handlung und jedes Gefühl beschreibt deinen Wegweiser, deine eigene Landkarte zu deiner wahren Bestimmung in diesem Leben auf dieser Welt. Sie liegt verborgen hinter viel stinkendem Müll aus alten Erfahrungen, fremden Bedürfnissen und Ansprüchen, geschürter Angst und gefürchteter Trauer, Schuld und Scham. Hinderlich bei der Ausübung deiner Bestimmung ist nur, dass wir Einsamkeit und das Gefühl des Getrenntseins, der Nicht-Zugehörigkeit fürchten. Nur deshalb sind und waren wir bereit, zu tun, was wir nie wollten und zu sagen, was wir nicht meinten, still zu bleiben, als wir eigentlich laut “Scheiße!” und “Nein!” brüllten wollten. Deshalb sollte dieses abwehrende Verhalten zuerst weg.

Traut man sich, diese Erkenntnisse zu erlangen, sich in die eigene (Un)Tiefe zu wagen, steht einem die ganze Welt offen. Ich sage nicht, dass damit keine neuen Ängste an die Oberfläche dringen (und folglich Symptome). Ich sage auch nicht, dass es leicht (für mich) war (oder gerade ist). Es ist kein kurzer Weg zu sich und seiner Berufung, seiner Bedeutung für diese Welt und seiner Bestimmung in diesem Leben. Auch ich spüre Tag für Tag, dass ich zwar auf meinem Weg bin, aber es noch eine kleine Weile bis zum Ziel ist. Ich bleibe noch zu oft stehen und schaue mich um. Aber meinen Kern spüre ich täglich.

Es fühlt sich so viel besser an, zu tun, was man wirklich aus tiefstem Herzen tun möchte und nur die Verbindungen zu pflegen, die ohne Pflicht und Sich-beweisen-Müssen auskommen. Natürlich sind Kunden auf Leistungen aus; immerhin zahlen sie Geld für dein Produkt. Natürlich brauchen Partnerschaften und Verbindungen Gegenseitigkeit und Geborgenheit, um erfüllt und zufrieden zu sein. Aber wenn dein Kern, deine Seele, dein höheres Selbst rebelliert, dann heißt es entweder Prüfe den Umstand/die Person! oder Prüfe dich!. In den meisten Fällen ist es ein Mix aus beidem: die Angst vor Ausschluss und die Angst vor sich selbst. Zu sich zu stehen – ganz frei von Angst vor der Reaktion anderer. Keine leichte Sache – für niemanden.

 

Wie es sich anfühlt, wenn du auf dem richtigen Weg bist

 Viele fragen sich, wieso ausgerechnet sie so psychisch belastet sind mit Stress, Burnout, Depression, Angst oder Panik. Auch ich habe mich das jahrelang gefragt. Bei mir ging es durch einen Job los, in den ich nicht hineingehörte und in dem Menschen an meiner Seite waren, die mich bremsten und an manchen Tagen durch ihre Launen zur Verzweiflung brachten. Ich war (und bin es noch) ein Leistungstier. Ich liebe Arbeit und Geld und Arbeit und Geld lieben mich: Ich bin extrem gut darin, es für andere zu verdienen. Was ich anfasse, mache ich richtig oder gar nicht. Aber in Zeiten von flachen Hierarchien, gewissenloser und allesfressender Ellenbogen-Teams hat das seinen Preis. Doch ich hörte nicht auf...meinen Körper. Meine Symptome mit Panikattacken begannen 2007 und zeigten sich auch noch Jahre später immer und immer wieder....bis ich eines Tages verstand, dass sie (ausgelöst durch Überarbeitung/Burnout) Symptome waren, die einen großen Sinn und Zweck verfolgten. Wenn's schnell gehen muss: Lebenssinn & Berufung durch Burnout, Angst und Panik Meine Symptome wollten, dass ich ihnen zuhöre, damit ich endlich aufhöre, eine Rolle zu spielen, die mir schon lange nicht mehr stand. Angst und Burnout, Panikattacken und heftiger Stress im Vorfeld sind - so lernte ich - wie eine alte, längst vergessene Schrift, die man entziffern muss (und sollte!). Ich fand zum Schreiben zurück, eine Leidenschaft, die ich zuletzt in meiner Jugend auslebte. Ich erinnerte mich wieder an meine Träume und an das, was ich wirklich wollte und brauchte, ohne Fremdbestimmung. Eine der wichtigsten Erkenntnisse war, dass ich selbst Enttäuschungen auf allen Wegen erlebte, weil ich ungewollte Dinge tat, um niemanden zu enttäuschen. Aus meiner Angst vor Schmerz, Getrenntsein und Einsamkeit handelte ich für andere und rannte eigentlich direkt zu meinen Hauptthemen hin, während ich glaubte, ich könnte sie so vermeiden. Wenn ich heute zurückdenke, müsste ich mich eigentlich bei meinem damaligen Arbeitgeber und den zeitweilig so verhassten Kollegen bedanken: Denn sie brachten mich direkt an einen psychischen und physischen Punkt, an dem auch mein Körper sagte, dass es Zeit war, loszulassen und mich und meine Wahrheit zu erkennen. Durch die Wellen an Panikattacken, meine totalen Erschöpfungszustände und all die daraus resultieren Gefühle war ich gezwungen, hinzusehen. Es ging gar nicht mehr anders. (Deshalb bin ich auch kein Freund der kognitiven Verhaltenstherapie im alleinigen Sinne, sondern ein Verfechter der Gesprächstherapie, Psychoanalyse, Familienaufstellungen, energetischen Verfahren, Körper-, Kunst- und Musiktherapie, Licht- und Aromatherapie und alle anderen Verfahren, die weniger üblich sind. Wieso? Weil sie dich DICH erfahren lassen, in einer Tiefe, die die kognitive Verhaltenstherapie bewusst ignoriert. Sie fokussiert den Weg, wie du schnell wieder lebensfähig und funktional wirst. Für die, die erst einmal wieder funktionieren müssen (für Kinder, ihren Lebensunterhalt u. Ä.) ist sie ein guter erster Schritt, mit es aber nicht getan sein sollte.) Ich erkannte in meiner Gesprächs- und Schreibtherapie zum Glück, dass es mir um mich gehen sollte, nicht darum, wie ich fix wieder fertig für andere werden könnte. Symptome zeigen dir den Weg zu deinem wahren Ich Als mir diese Strukturen und Bedeutungen hinter den Symptomen klar wurden, verstand ich, dass ich vieles in der Tiefe meiner Persönlichkeit los- und hinter mir lassen musste. Ich machte nicht nur Bereiche (Liebe & Partnerschaft, Job, Familie, Freundschaften) aus, in denen ich unzufrieden war. Ich trennte mich nicht "einfach" und kündigte auch nicht "nur". Ich erkannte vielmehr, wieso und wozu ich diese Schritte gehen musste/wollte und welche weiteren folgen müssten, um meine Ziele zu erreichen. Es ist nicht nur mit Trennungen und neuen Jobs getan. Der Charakter eines ängstlichen Menschen ist so symptomatisch für verborgene und verdrängte Potenziale und Gefühlswelten. Es gibt so viel zu erkennen und zu entdecken, wenn man Angst und Panikattacken, Burnout und Erschöpfungszustände erlebt. Wenn du hinter die Symptome schaust, wirst du einen Kern finden. Dieser Kern ist dermaßen unkaputtbar, dass du alles und jeden dafür in den Wind schießen würdest. Andere nennen diesen Kern Seele oder das höhere Selbst. Jedes Wort beschreibt deinen eigenen Wegweiser, deine eigene Landkarte zu deiner wahren Bestimmung in diesem Leben auf dieser Welt. Sie liegt verborgen hinter viel stinkendem Müll aus alten Erfahrungen, fremden Bedürfnissen und Ansprüchen, geschürter Angst und gefürchteter Trauer, Schuld und Scham. Im Endeffekt aber läuft alles darauf hinaus, dass wir Einsamkeit und das Gefühl des Getrenntseins, der Nicht-Zugehörigkeit abwehren, weil fürchten. Nur deshalb sind und waren wir bereit, zu tun, was wir nie wollten und zu sagen, was wir nicht meinten, still zu bleiben, als wir eigentlich laut "Scheiße!" und "Nein!" brüllten wollten. Wie es sich anfühlt, wenn du auf dem richtigen Weg bist Durch die mutige Nähe zu deinem Kern wirst du dich plötzlich trennen können, auch wenn es dir vorher immer schwerfiel. Du wirst ad hoc so konflikt- und durchsetzungsfähig wie noch nie zu vor in deinem Leben. Du wirst zu deinem eigenen Superman/deiner eigenen Superwoman, weil dir dieser Kern den Weg weist. Dein Kern pumpt konstant Vertrauen und Glücksgefühle in dich hinein. Er ist wie dein zweites Herz, ein Organ, das eigenständig warme, pure und essentielle Wahrheit in deine Adern pumpt. Er schlägt von allein, wenn du ihn achtest. Er bringt deinen Körper auf ein vollkommen neues Niveau an Energie und Belastbarkeit. Es wird keine Nahrungsunverträglichkeiten oder sonstige Stresssymptome mehr geben, keine Schlaf- oder Konzentrationsschwierigkeiten. Nichts mehr von all dem, was uns vorher abhalten wollte - von den Dingen, die eben nicht unserem Kern entsprechen. Traut man sich, diese Erkenntnisse zu erlangen, sich in die eigene (Un)Tiefe zu wagen, steht einem die ganze Welt offen. Ich sage nicht, dass damit keine neuen Ängste an die Oberfläche dringen (und folglich Symptome). Ich sage auch nicht, dass es leicht (für mich) war (oder gerade ist). Es ist kein kurzer Weg zu sich und seiner Berufung, seiner Bedeutung für diese Welt und seiner Bestimmung in diesem Leben. Auch ich spüre Tag für Tag, dass ich zwar auf meinem Weg bin, aber es noch eine kleine Weile bis zum Ziel ist. Ich bleibe noch zu oft stehen und schaue mich um. Ich sage nur, dass es sich so viel besser anfühlt, zu tun, was man wirklich aus tiefstem Herzen tun möchte und nur die Verbindungen zu pflegen, die ohne Pflicht und Sich-beweisen-Müssen auskommen. Natürlich sind Kunden auf Leistungen aus; immerhin zahlen sie Geld für dein Produkt. Natürlich brauchen Partnerschaften und Verbindungen Gegenseitigkeit und Geborgenheit, um erfüllt und zufrieden zu sein. Aber wenn dein Kern, deine Seele, dein höheres Selbst rebelliert, dann heißt es entweder Prüfe den Umstand/die Person! oder Prüfe dich!. In den meisten Fällen ist es ein Mix aus beidem: das oben genannte Offensichtliche aus Angst vor Ausschluss und die Angst vor sich selbst. Hinter deine Gedanken, Gefühle und Handlungen zu blicken, die Ängste und Trauer wahrzunehmen, die deine (Un-)Taten abwehren sollen, gebietet Respekt und zwingt dich vor allem dazu, deine Wahrnehmung von der Welt und dir als Mensch einem Wohlfühl-Check zu unterziehen. Es ist furchterregend und verletzend, wenn man erkennt, wie oft man sich selbst verletzt hat, nur aus Angst, verletzt zu werden. Es tut wahnsinnig weh, wenn man die Wut, die man sonst auf andere hatte, plötzlich als Wut auf sich selbst erkennt. Aber der Mut zur Unvollkommenheit, die eigenen unperfekten, unangepassten Seiten da sein zu lassen, bringt dir eines: Lebendigkeit. In genau dieser Lebendigkeit wird dir nichts mehr fehlen, was dir nicht steht. Die Gewichtung aller Lebensbereiche und Neuorientierungen in Verbindungen oder Gedanken- und Gefühlsmustern wird so automatisch ablaufen, dass sie dir nicht auffallen werden. Du wirst das, was du vorher so gefürchtet hattest, nicht einmal mehr wahrnehmen. Dir wird kein Rückzug eines vormals so wichtigen Menschen etwas bedeuten, kein Verlust wird dich wirklich verletzen. Ein riesiges Missverständnis: Was du denkst, was dir deine Symptome sagen wollen, ist falsch Es fühlt sich eher so an, als würde alles abprallen, weil du durch deinen Kern eine unverletzbare und unbrechbare Schutzhülle aufgebaut hast - wie ein Schild aus purem Selbst, das alle potenziellen Gefahren und Menschen automatisiert abwehrt. Dein Kern kehrt sich aber erst dann von innen nach außen, weil du entsprechend deiner wahren Gedanken und Gefühle handelst. Und das wird belohnt. Doch um Freude, Sinn, Glückseligkeit, Vertrauen, Selbstbestimmung und -liebe, Potenziale und Verwirklichung potenzieren und maximieren zu können, muss ein Quäntchen davon da sein. LEIDER glauben ja die meisten, die unter starkem Stress, Angst, Panikattacken, Burnout/Depressionen usw. leiden, dass sie nichts können, dürfen, sollten. Sie glauben auch, dass es entweder NIE besser würde oder nur dann besser würde, wenn...xyz...eintreten würde, wenn irgendwer endlich irgendwas getan hätte. ABER und hier kommt der Haken: Wenn du bewusst deine Talente, deine unbequemen Gedanken, unangepassten Gefühle und frei selbstbestimmten Bedürfnisse ignorierst und verneinst, dich weder dafür lobst noch andere für ihre wertschätzt, dich und alles, was in dir ist (so wie andere und ihre inneren Welten) verneinst und abwehrst, kann nichts vermehrt und nichts ans Licht gebracht werden. Alles, was du dann bekommst, ist eine Multiplikation dessen, was du glaubst, nicht zu sein, nicht zu können und nicht zu haben. Deshalb kann ich dich nur ermutigen, alles, was du bislang dachtest, was du nicht dürftest oder nicht solltest, gedanklich so durchzuspielen und zu erleben, visionär zu genießen. Denn dieses Probehandeln, wie es die Psychologie nennt, zapft deinen wahren Kern an und lässt ihn langsam immer stetiger aufleuchten. Gehe erste Schritte, sorge proaktiv für Unterstützung durch Förderer, Menschen, von denen du weißt, dass sie dich nicht ablehnen werden. Handle ganz bewusst in Richtung dieses Kerns und erlaube dir, die wahnsinnige Wirkung zu spüren. Diese Kraft ist in dir - wenn du dich traust, zu glauben. Wieso du unbedingt Glauben brauchst! Ich wurde heidnisch erzogen, kenne mich weder mit Religion aus noch praktiziere ich eine. Aber ich stoße in letzter Zeit immer wieder auf Bücher, die sich eine bestimmte Glaubensrichtung heranziehen, um übergeordnete Glaubensmuster zu beleuchten und zu untermauern. Es spielt in meinen Augen keine Rolle, ob du an Gott, Buddha, Allah, aufgestiegene Meister, Engel, das höhere Selbst, das Universum oder an Schicksal glaubst. Wichtig ist nur, dass du in diesem Glauben einen Halt erfährst, der dich nährt und beizeiten weiterhin in deine Richtung lenkt. Menschen, denen du vertraust, zu glauben, kann wohltuend sein und Geborgenheit mit auf deinen Weg bringen. Aber Menschen sind immer selbst gesteuert durch Altes und Falsch-Vermitteltes ihrer Eltern und Erfahrungen. Sie sind - wie wir alle - stückweit in ihrem Wert und ihren Glauben an das unendliche Potential eines jeden Menschen vergiftet worden. Deshalb würde ich das, was andere sagen, was du tun und nicht tun solltest, immer mit Bedacht betrachten. Prüfe, ob es mit dir und deinem Kern räsoniert oder ob es deine oder nur ihre Angst schürt. Wenn du auf dem richtigen Weg bist, wird es keine Probleme mehr geben, sondern nur noch Herausforderungen, die du meisterst. Es ist zweifellos, dass du alle noch so vermeintlich großen Hürden bewältigen wirst. Alles kommt dir vielmehr wie eine Prüfung, auf die du bestens vorbereitet bist, vor. Aber wenn Angst mit ins Spiel kommt, weil du fehlgeleitet wurdest, dann prüfe nicht deine gesamte Richtung, sondern nur, was und wer (und wozu/warum) sie auslöste. Du erkennst, was "richtig" und nur "gut gemeint" war leicht daran, ob du denkst: "Ne, dann mache ich das nicht." oder aber "Okay. Gut zu wissen. Sollte dieser Fall eintreten, werde ich eine Lösung finden." Der zweite Satz zeigt den Weg und das tiefe Vertrauensgefühl, das in dir herrschen wird, wenn es deinem Kern oder deiner Seele entspricht. Das Erstere hingegen zeigt fremde Angst und fremde Wege. Wie du siehst, ist es eine nicht geringe Fusselarbeit, wenn man versucht, sich und seine Wege von anderen abzugrenzen. Aber je schneller du diese Mechanismen und deiner Intuition kennen- und vertrauen lernst, desto eher wird dich dein Kern dafür belohnen und dich direkt zu deiner Berufung und deinem Lebenssinn bringen. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei! Wer sich "berufen" fühlt und auf der Suche nach einem Förderer ist, dem helfe ich gern in meinen intuitiven Coachings. Alles Liebe, Janett MenzelDein Kern pumpt konstant Vertrauen und Glücksgefühle in dich hinein. Er ist wie dein zweites Herz, ein Organ, das eigenständig warme, pure und essentielle Wahrheit in deine Adern pumpt. Er schlägt von allein, wenn du ihn achtest. Er bringt deinen Körper auf ein vollkommen neues Niveau an Energie und Belastbarkeit. Durch die mutige Nähe zu deinem Kern wirst du dich zum Beispiel plötzlich trennen können, auch wenn es dir vorher immer schwerfiel. Du wirst ad hoc so konflikt- und durchsetzungsfähig wie noch nie zu vor in deinem Leben. Es wird keine Nahrungsunverträglichkeiten oder sonstige Stresssymptome mehr geben, keine Schlaf- oder Konzentrationsschwierigkeiten. Dein Körper wird dich stattdessen symptomfrei unterstützen – und jederzeit wieder abhalten, von den Dingen, die eben nicht deinem Kern entsprechen.

Hinter deine Gedanken, Gefühle und Handlungen zu blicken, die Ängste und Trauer wahrzunehmen, die deine (Un-)Taten abwehren sollen, gebietet Respekt und zwingt dich vor allem dazu, deine Wahrnehmung von der Welt und dir als Mensch einem Wohlfühl-Check zu unterziehen. Es ist furchterregend und verletzend, wenn man erkennt, wie oft man sich selbst verletzt hat, nur aus Angst, verletzt zu werden. Es tut wahnsinnig weh, wenn man die Wut, die man sonst auf andere hatte, plötzlich als Wut auf sich selbst erkennt. Aber der Mut zur Unvollkommenheit, die eigenen unperfekten, unangepassten Seiten da sein zu lassen, bringt dir eines: Lebendigkeit. In dieser Lebendigkeit wird dir nichts mehr fehlen, was dir nicht steht. Die Gewichtung aller Lebensbereiche und Neuorientierungen in Verbindungen oder Gedanken- und Gefühlsmustern wird so automatisch ablaufen, dass sie dir nicht auffallen werden. Du wirst das, was du vorher so gefürchtet hattest, nicht einmal mehr wahrnehmen. Dir wird kein Rückzug eines vormals so wichtigen Menschen etwas bedeuten, kein Verlust wird dich wirklich verletzen.

Es fühlt sich eher so an, als würde alles abprallen, weil du durch deinen Kern eine unverletzbare und unbrechbare Schutzhülle aufgebaut hast – wie ein Schild aus purem Selbst, das alle potenziellen Gefahren und Menschen automatisiert abwehrt. Dein Kern kehrt sich aber erst dann von innen nach außen, wenn du entsprechend deiner wahren Gedanken und Gefühle handelst. Und das wird belohnt.

 

Ein riesiges Missverständnis: Was du denkst, was dir deine Symptome sagen wollen, ist falsch

entsprechend deiner wahren Gedanken und Gefühle handeln Seele Ruf des HerzensDoch um Freude, Sinn, Glückseligkeit, Vertrauen, Selbstbestimmung und -liebe, Potenziale und Verwirklichung potenzieren und maximieren zu können, muss ein Quäntchen davon da sein. LEIDER glauben die meisten, die unter starkem Stress, Angst, Panikattacken, Burnout/Depressionen usw. leiden, dass sie nichts können, dürfen, sollten. Sie glauben auch, dass es entweder NIE besser würde oder nur dann besser würde, wenn…xyz…einträte, wenn irgendwer endlich irgendwas getan hätte.

ABER: Wenn du bewusst deine Talente, deine unbequemen Gedanken, unangepassten Gefühle und frei selbstbestimmten Bedürfnisse ignorierst und verneinst, dich weder dafür lobst noch andere für ihre wertschätzt, dich und alles, was in dir ist (so wie andere und ihre inneren Welten) verneinst und abwehrst, kann nichts vermehrt und nichts ans Licht gebracht werden. Alles, was du dann bekommst, ist eine Multiplikation (ein Beweis) dessen, was du glaubst, nicht zu sein, nicht zu können und nicht zu haben.

Deshalb kann ich dich nur ermutigen, alles, was du bislang dachtest, was du nicht dürftest, könntest oder solltest, gedanklich ANDERS, NEU und spielerisch vergnügt mit positivem Ausgang durchzuspielen und zu erleben, visionär zu genießen. Denn dieses Probehandeln, wie es die Psychologie nennt, zapft deinen wahren Kern an und lässt ihn langsam immer stetiger aufleuchten. Gehe erste Schritte, sorge proaktiv für Unterstützung durch Förderer, Menschen, von denen du weißt, dass sie dich nicht ablehnen werden. Handele ganz bewusst in Richtung dieses Kerns und erlaube dir, die wahnsinnige Wirkung zu spüren.

Diese Kraft ist in dir – wenn du dich traust, ihr zu glauben.

 

Wieso du unbedingt Glauben brauchst!

Ich wurde heidnisch erzogen, kenne mich weder mit Religion aus noch praktiziere ich eine. Aber ich stoße in letzter Zeit immer wieder auf Bücher, die eine bestimmte Glaubensrichtung heranziehen, um übergeordnete Glaubensmuster zu beleuchten und zu untermauern. Es spielt in meinen Augen keine Rolle, ob du an Gott, Buddha, Allah, aufgestiegene Meister, Engel, das höhere Selbst, das Universum oder an Schicksal glaubst. Wichtig ist nur, dass du in diesem Glauben einen Halt erfährst, der dich nährt und beizeiten weiterhin in deine Richtung lenkt.

halt im glauben an sich und seine wahre bestimmung berufung glaubenMenschen, denen du vertraust, zu glauben, kann wohltuend sein und Geborgenheit mit auf deinen Weg bringen. Aber Menschen sind immer selbst gesteuert durch Altes und Falsch-Vermitteltes ihrer Eltern und Erfahrungen. Sie sind – wie wir alle – stückweit in ihrem Wert und ihren Glauben an das unendliche Potential eines jeden Menschen vergiftet worden. Deshalb würde ich das, was andere sagen, was du tun und nicht tun solltest, immer mit Bedacht betrachten. Prüfe, ob es mit dir und deinem Kern räsoniert oder ob es deine oder du ihre Angst schürt.

Wenn du auf dem richtigen Weg bist, wird es keine Probleme mehr geben, sondern nur Herausforderungen, die du meisterst. Es ist zweifellos, dass du alle noch so vermeintlich großen Hürden bewältigen wirst. Alles kommt dir vielmehr wie eine Prüfung vor, auf die du bestens vorbereitet bist. Aber wenn Angst mit ins Spiel kommt, weil du fehlgeleitet wurdest, dann prüfe nicht deine gesamte Richtung, sondern nur, was und wer (und wozu/warum) sie auslöste. Du erkennst, was “richtig” und nur “gut gemeint” war leicht daran, ob du denkst:

“Ne, dann mache ich das nicht. Hast recht.” oder aber “Okay. Gut zu wissen. Sollte dieser Fall eintreten, werde ich eine Lösung finden.”

Der zweite Satz zeigt den Weg und das tiefe Vertrauensgefühl, das in dir herrschen wird, wenn es deinem Kern oder deiner Seele entspricht. Das Erstere hingegen zeigt fremde Angst und fremde Wege. Wie du siehst, ist es eine nicht geringe Fusselarbeit, wenn man versucht, sich und seine Wege von anderen abzugrenzen. Aber je schneller du diese Mechanismen und deiner Intuition kennen- und vertrauen lernst, desto eher wird dich deine Seele dafür belohnen und dich direkt zu deiner Berufung und deinem Lebenssinn bringen.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!

Wer sich “berufen” fühlt und auf der Suche nach einem Förderer ist, dem helfe ich gern in meinen intuitiven Coachings.

Alles Liebe,
Janett Menzel

Janett Menzel Angst Blog

 

 

6 Lektionen des Lebens, die ich durch schlechte Zeiten & Schmerz lernte

6 Lektionen des Lebens, die ich durch schlechte Zeiten & Schmerz lernte

 

Menschen kommen nicht in unser Leben, um uns zufrieden zu machen. Sie bringen uns eine Weisheit.

lektionen des lebensEinige kommen, um uns beizubringen, wie man sich trennt. Oder sie kommen, um uns etwas über unseren Wert beizubringen (den, den wir haben und nicht den, den wir uns absprechen). Sie sind Freunde, Bekannte, Kollegen, Chefs, Lieben oder Förderer, die uns dabei unterstützen, verschüttete Schätze zu finden und zu bergen. Wiederum andere sind da, um uns in unserer Lebensaufgabe sicher ans Ziel zu bringen. Jeder Moment, ob wohltuend oder schmerzhaft, birgt eine Lektion. Man kann vor ihr weglaufen, die Schuld und die Verantwortung auf andere schieben, projizieren oder alles bagatellisieren.

Schlussendlich ist niemand auf der Welt, um wiedergutzumachen, was eine Person unserer Vergangenheit versaubeutelt oder unabsichtlich getan hat. Wir sind nicht für die Taten anderer verantwortlich, aber wir tragen die Pflicht, uns um unsere Gefühle und Interpretationen der Vergangenheit zu kümmern. Nicht, um weniger schuldig oder ängstlich zu sein, sondern um uns von ihnen zu befreien. Dankbarkeit für die Anwesenheit von Menschen und ihre Lehre kann ein Weg sein. Aber auch bedingungslose Selbstliebe trotz größter Verletzungen ist ein Pflichtprogramm. Es ist nicht das Ziel, andere für unsere Lebenssituationen in die Verantwortung zu ziehen. Erlaube dir deshalb den Gedanken, dass auch du Menschen Lehren brachtest und noch immer bringst.

 

Liebe bedeutet nicht die Abwesenheit von Schmerz.

Erfolg ist nicht die Freiheit von Misserfolg, Anerkennung nicht die Abwesenheit von Kritik, Zuwendung nicht die Abwesenheit von Alleinsein oder Distanz, eine funktionierende Beziehung nicht immer das, was man “verdient”. Man bekommt zu jeder Zeit das, was man braucht. Vor allem Lernaufgaben. Die helfen uns, in unsere Mitte zu kommen und unsere Handlungen in Übereinstimmung mit unseren wahren Überzeugungen zu bringen. Doch was wir für unsere Mitte halten, muss nichts mit der Erfüllung unserer Träume oder einem ständigen Hoch zu tun haben.

 

Was wirklich zählt, weiß das Ego nicht.

Menschen mit Beziehungsangst, Angst vor Nähe und Selbstverlust verstehenEin fettes Auto zu fahren oder Millionen Follower auf Instagram macht den Umgang mit den großen und kleinen Gefühlen nicht weniger wett. Eine wunderschöne Eigentumswohnung mit Dachterrasse und Blick über die Skyline macht dich nicht weniger einsam. Was zählt, sind die Erfahrungen und das, was wir aus ihnen machen. Wenn uns etwas Schlimmes geschieht, wie eine Trennung, Insolvenz, Scheidungs- und Sorgerechtsstreitigkeiten, Jobverlust oder Krankheit, fällt auf, was wir wirklich brauchen.

Wir müssen nicht warten, bis uns etwas Schlimmes widerfährt, um dann die Schönheit der kleinen Dinge des Lebens zu lernen. Leider ist unser Ego ein Scharlatan und redet uns so manchen Blödsinn ein. Man sollte nicht darauf hören, sondern auf die Stimme, die am leisesten flüstert, die, die am stärksten von Angst in Schach gehalten wird: Wir sind nicht unsere Gedanken, nicht unsere Wohnung, unser Bankkonto, die Meinung oder Ziele anderer Personen. Wir sind wir: individuell, Mensch, Mann, Frau. Wir brauchen keinen Schmerz oder Stress, um uns daran zu erinnern, was wirklich zählt.

 

Jeder hat eine Aufgabe, vor der er nicht fliehen kann.

Es gibt so viele, die sich von ihrer Lebensaufgabe abhalten lassen oder ihr freiwillig aus dem Weg gehen. Sie beschäftigen sich lieber mit Nichtigkeiten (z. B. Jobs, die ihnen nichts bedeuten) oder mit fremden Angelegenheiten. Sie haben aufgehört, sich zu fragen, wie sie durch ihre Fähigkeiten dienen können. Sie wiederholen tagtäglich, was ihnen jemand Angsterfülltes gelehrt hat: “So musst du sein, damit..” und “Das musst du machen, um zu…” Was sie wirklich wollten und wollten, können und sind, liegt irgendwo versteckt oder vergraben. Aber man ist nicht, was die Mutter sagte, werden zu müssen. Man ist nicht, was der Vater von einem erwartet. Man ist nicht die Probleme anderer. Stattdessen darf man sich von allem befreien, was nicht Teil der eigenen Lebensaufgabe ist.

 

Das Leben rächt sich von ganz allein.

Als ich frisch aus der Schule mit dem Abi in der Tasche in ein Praktikum ging, sagte mir meine damalige Chefin diese Worte: “Janett, wenn du hier nichts lernen solltest, merke dir eins: Verschwende deine Zeit nicht mit Rache. Das Leben rächt sich von ganz allein.”

 

Angst, Stress, Schmerzen und Krankheiten sind keine friedliche Lösung.

Manchmal ziehen wir auch aus schlechten Situationen Vorteile, sogar aus Angst und Panikattacken: zum Beispiel, weil man dann nicht mehr zu diesem blöden Arbeitgeber gehen und so tun muss, als würde man seine Werte teilen. Oder weil wir dann nicht die Schwiegermutter ertragen brauchen, weil wir uns wegen Angst nicht trennen müssen, obwohl wir schon lange die Nase voll haben oder oder oder… Angst, Stress und Krankheiten sind da, um uns vor dem Schritt, der uns befreien würde, zu bewahren. Dieser Schritt würde uns aus der belastenden Situation herauszuhelfen. Psychische und körperliche Beschwerden ebenso. Aber wir entscheiden oft für Angst und ihre Wirkungen. Eine sehr radikale Lösung des Körpers, die es nicht einfacher, sondern schwerer macht.

Deshalb: Finde eine andere und friedliche Lösung. Oder finde jemanden, der sie kennen könnte. Sag nicht: “Das klappt nicht!” Das geht nicht!” “Das wird immer so bleiben!” Glaube nicht alles zu wissen, wenn die Wahrheit die ist, dass niemand auf dieser Welt alles weiß.

Trau dich, dazu zu stehen, dass du dir etwas anderes als diesen Job wünschst, einen anderen Partner, keine Kraft mehr für Opfer hast oder keine Lust mehr auf “Leistung” für Zuwendung und Anerkennung (müssen, müssen, müssen, sonst sei man nicht zu gebrauchen und dieser ganze Schmu, den wir freiwillig glauben). Du brauchst keine Angst oder Schmerzen, die dich und andere vor deinen Bedürfnissen schützen. Der Schutz bist DU. Deine Bedürfnisse sind ja da, weil du da bist und weil es dich gibt. Weil es dich gibt, zählen deinen Bedürfnisse. Du darfst dir nehmen, was du verdienst. Schauspielerei und sein, wer du bist, passen einfach nicht zusammen.

Ermögliche dir, die Lösung deines Problems zu sein. Oder finde jemanden, der sie kennt. Denn eine friedliche und gesunde Lösung existiert immer.

Alles Liebe,
Janett

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