3 Minuten ungefähre Lesezeit >>

Quod me nutrit me destruit

Am ehesten bekannt durch Angelina Jolies Tattoo. Das lässt sich auf viele Lebensbereiche beziehen. Ich beziehe es in diesem Blogpost auf das Thema Ernährung, die jedem am Herzen liegen sollte.

Je mehr wir in uns hineinstopfen, desto mehr versuchen wir, ein (belastendes) Gefühl zu kompensieren, um uns etwas zu geben (Befriedigung, Hochgefühle). In Stresszeiten vergessen wir schnell, regelmäßig zu essen, uns gesund zu ernähren, ausreichend Wasser zu trinken. Stattdessen naschen wir vermehrt, kaufen uns hier und da mal was Konserviertes, hauen es schnell mal in die Mikrowelle, trinken literweise Kaffee oder einige Gläser Alkohol zu viel.

Was wir statt Erleichterung erreichen, ist noch mehr Ballast, auch im Sinne von Ballaststoffen. Unser Körper mag uns zwar signalisieren, dass wir jetzt eine Erhöhung unseres Blutzuckerspiegels brauchen, was per se auch stimmen mag, aber dieser temporäre Mangelzustand führt langfristig zu einer Anhäufung von Giftstoffen, die dein Körper auch wieder loswerden muss. Er bringt also Energie über Energie auf, um diese Gifte wieder loszuwerden, während wir ihn weiter vergiften. Das ist anhaltende Last für unseren Körper. Falsche Ernährung entzieht uns (unserem Körper, unserem Gehirn) damit soviel Energie, die wir brauchen, um gesund zu bleiben und genug Ressourcen für schlechtere Tage zu haben. Wir verbraten alles, was wir in schlimmen Momenten von Stress und Alltag bräuchten, damit wir uns dennoch gut fühlen.

Gift für die Angst

Also: Lieber in solchen Momenten gesunde Nahrung zu sich nehmen und so wenig Schädliches an Giften wie Kaffee, Fleisch, Nikotin und Alkohol. Das bedeutet wenigstens:

  • viel Wasser,
  • Suppen,
  • Obst und Gemüse,
  • wenig Mehlerzeugnisse (wenn dann Vollkorn),
  • wenig Zucker,
  • totaler Verzicht auf Fertigprodukte!

Unser Gehirn und unser Darm kommunizieren miteinander. Der Darm sendet gute und schlechte Nachrichten, die im Gehirn umgewandelt werden, ihm quasi sagen: Hey, jetzt sind wir gut drauf! oder aber auch Null Energie. Das war zu viel. (vgl. auch Giulia Enders: Darm mit Charme. Ullstein Verlag, 2014)

Ich esse stattdessen Nahrungsmittel, die nachweislich Glückshormone produzieren (Dopamin, Serotonin) bzw. die Konzentration deiner Stresshormone senken:

  • Datteln!,
  • Feigen!,
  • Cashewkerne!,
  • Weintrauben!,
  • Bananen! (besonders vor dem Schlafengehen),
  • Rosinen,
  • Kartoffeln,
  • Gerstengras(saft),
  • Lachs,
  • Spinat,
  • Brokkoli,
  • Makrele,
  • Walnüsse,
  • Eigelb,
  • rote Beete,
  • Linsen,
  • Parmesan.

Wer nicht auf Fleisch verzichten möchte, der sollte (kleinere Mengen) GUTES (d. h. nichts vom Discounter) Hühner- und Rindfleisch bzw. Fisch bevorzugen. Sollte erstklassiges Fleisch nicht erschwinglich sein, dann lieber darauf verzichten. Ein Mangel an Vitamin B, Omega-3-Säuren und Einweiß erhöht jedoch die Gefahr, sich weniger glücklich zu fühlen nachweislich.

Eine Anmerkung noch zu Fleisch: Ich esse auch gelegentlich Fleisch und achte genauso wenig, wenn ich auswärts esse, darauf, woher das Fleisch kommt. Ich nehme stattdessen, was ich bekomme. Moderat Fleisch zu verzehren, wäre der beste Weg, wenn man sich nicht allzu sehr einschränken möchte.

Wer übrigens für buddhistische Sichtweisen ist, dem sei hier noch eine Information daraus mitgegeben: Im Buddhismus geht man davon aus, dass man die Behandlung/das Leben des Gegessenen durch den Verzehr in sich aufnimmt und es im Körper abspeichert. Übersetzt heißt das, man würde die Qualen, die schlimmen Lebensumstände von in Massen gehaltenen Tieren und ihren dadurch vorherrschenden Gefühlen der Angst, Wut, des Ärgers, der Trauer in sich aufnimmt.

Zahlreiche Studien haben in den letzten 40 Jahren ergeben, dass ein moderater Fleischverzehr bzw. ein Verzicht auf tierische Produkte nachweislich den Blutzuckerspiegel, das Blutfett und den Herzrhythmus stärken, während das Krebsrisiko vermindert wird (vgl. auch einen Artikel in der Time).

LG
Janett

Janett

 

 

 

Ähnliche Beiträge

F
9 Shares
Teilen9
+1
Twittern
Pin
WhatsApp
E-Mail
Lesen Sie den vorherigen Eintrag:
authentisch sein und zu dir stehen
Die Ehrlichkeit wird gebeten, herauszukommen!

Die Angst vor dem NEIN: Wieso haben wir Angst vor der Konfrontation - Angst davor, "nein" zu sagen und unsere...

Schließen