Selbstsabotage & Blockaden: Welche Geschichte erzählst du dir?

Selbstsabotage & Blockaden: Welche Geschichte erzählst du dir?

 

So wie du, haben alle Menschen, auch ich, eine Geschichte, die sie sich erzählen. Aus dieser Geschichte, auf die ich im Blog eingehen werde, erwachsen alle – ALLE – Blockaden, die zur Selbstsabotage werden und dich hindern, zu werden, wer du wirklich bist. Diese Geschichte sorgt dafür, dass du dich versteckst, deine Bedürfnisse ignorierst oder dass andere sie ignorieren.

 

Was Blockaden und Selbstsabotage mit deiner Geschichte zu tun haben

löse blockaden auf und stoppe die selbstsabotageUnsere Geschichten sind immer besonders – besonders gut oder besonders schlecht. Doch diese Geschichte ist nicht die reine Wahrheit, nämlich eine, in der Menschen menschlich sind und Fehler machen. In unseren Geschichten soll es wie im Märchen einen magischen Anfang, einen spannenden Hauptteil und ein gutes Ende geben, einen Helden und eine Heldin, die alle Hürden überwinden. Es gibt versinnbildlicht Könige und Königinnen, böse Hexen, gute Zauberer und sprechende Tiere, einen Prinzen, eine Prinzessin. Es gibt Drachen sowie verwunschene Wälder voller guter Elfen und Feen. Wir sind der Held oder die Heldin dieser Geschichte und werden vor eine Aufgabe gestellt, die wir erfüllen müssen – solange, bis wir siegen. Und hier beginnen die Blockaden und auferlegte Schicksale.

Wir alle haben und brauchen Geschichten, die wir uns und anderen erzählen können. Doch welche wir erzählen, das entscheiden wir allein. Wir schmücken unsere Geschichte mit allerhand Symbolen und Personen aus – solange, bis wir sie verstehen – bis sie gut klingt oder Sinn ergibt.

Die Geschichte, die du dir erzählst, hat mit hoher Sicherheit nichts mit den Ereignissen deines Lebens zu tun. Sie besteht stattdessen aus deinen Interpretationen, deinen Ausschmückungen, Symbolen und Personen, deinen Hoffnungen – angereichert mit vielen Gefühlen und Gedanken. Deine Geschichte beinhaltet auch die Geschichten, die dir andere über dich und sich erzählen. Sie besteht außerdem aus den Geschichten deiner Eltern, Großeltern, Urgroßeltern und weiterer Ahnen. Sie lieferten dir den Rahmen für deine Geschichte. Und nur du weißt, wer in deiner Geschichte die Guten sind, jenseits welcher Grenzen das Böse lauert. Nur du weißt, wie sie enden wird. Denn du bist dein eigener Geschichtenerzähler, du allein schreibst deine Geschichte.

Du kannst dich nicht mehr daran erinnern, aber schon seit deiner Geburt spinnst du dir deine Geschichte über die Welt, dein Leben, deinen Körper, deine Fähigkeiten und die Menschen um dich herum zusammen. Damit es nicht langweilig wird, hast du dir früh angewöhnt, stets an deiner Geschichte zu arbeiten, große Teile umzuschreiben, Sinnzusammenhänge herzustellen, neue Charaktere einzuführen, Kapitel hin- und herzuschieben, das Ende zu streichen oder die Kapitelüberschriften zu ändern. Vielleicht liest du sie hin und wieder Korrektur und entfernst die Rechtschreib- und Grammatikfehler. Vielleicht gibst du sie beizeiten jemand anderem zum Lesen, der dir Feedback gibt, dir sagt, ob er sie gern gelesen hat, ob ihm deine Geschichte gefällt.

Ganz sicher hast du einige Menschen kennengelernt, die kein Teil deiner Geschichte sein wollten oder denen deine Geschichte Angst gemacht hat. Vielleicht wollten sie, dass du ihre Geschichte viel schöner findest als deine oder fanden gar, dass du keine eigene Geschichte verdient hättest. Vielleicht sahen sie dich nicht als Held oder Heldin, der bzw. die du bist und sein möchtest. Oder sie schafften es, dass du dein Buch weglegst und stattdessen in ihrem blätterst, ihnen ihre Geschichte schöner schreibst und gut enden lässt, statt an deiner eigenen zu arbeiten und zu feilen. Vielleicht versuchst du bis heute, die Geschichte eines anderen Menschen irgendwie mit deiner in Einklang zu bringen.

 

Welche Rolle hast du dir geschrieben?

immer die Gute, Liebe, Hilfsbereite sein?Welche Rolle man sich selbst und seinen Mitmenschen in der Geschichte, die man sich erzählt, verleiht, ist das wirklich Spannende. Ist man ein Königskind oder der König bzw. die Königin selbst? Oder ist man eine bettelarme, gefügige und gepeinigte Magd, die mit Verachtung bestraft und ausgelacht wird? Ist man ein Kriegs- oder Finanzminister, eine gute Fee oder eine böse Hexe? Wird sich der Prinz beim ersten Blick in deine Augen in dich verlieben? Oder wird er dich nur dann mögen, wenn du schöne Kleider trägst und 10 kg abgenommen hast? Wirst du zum König ernannt, wenn du die Feinde des Königreichs vertrieben hast oder der Vater erst einmal gestorben ist? Wirst du dann endlich zeigen können, was in dir steckt? Wirst du dann endlich jemand sein oder so, wie du in Wahrheit bist? Oder wirst du dich erst noch beweisen müssen, schuften und kämpfen müssen, um zur königlichen Gesellschaft dazuzugehören? Bist du der immer unterhaltsame Hofnarr oder die Tochter der Köchin, die die Prinzessin um ihre Schönheit und Anerkennung beneidet? Oder bist du die Prinzessin, die einem wohlhabenden Prinzen versprochen ist, aber in Wahrheit den schönen, aber armen Stalljungen liebt? Bist du der gute Sohn in den Augen deiner Eltern oder die vernachlässigte, ungeliebte Tochter, das schwarze Schaf, das nur darauf wartet, in ihrem Wert erkannt zu werden oder alt genug zu sein, um zu flüchten?

Welchen Charakter wir uns geben, womit und mit wem wir uns identifizieren, ist ein entscheidender Aspekt für den Verlauf unserer Geschichte. Denn unsere Geschichten müssen Sinn ergeben. So sind wir Menschen gestrickt. Wir würden nie einer Geschichte glauben, in der der Finanzminister plötzlich zum Hofnarren degradiert wird, weil er so viel besser Witze erzählen kann, als Finanzen zu verwalten. Wir würden nie glauben, dass der Prinz vom bösen Trank der Hexe bis zum Ende seines Lebens verzaubert bliebe, statt durch die Kraft der Liebe von der Prinzessin mit einem einzigen Kuss aufgeweckt zu werden. Wir wollen Geschichten, die gut ausgehen, in denen das Gute über das Böse siegen wird. Wie spielt keine Rolle für uns. So mögen wir unsere Märchen. So schreiben wir unsere Geschichten. Und so erzählen wir sie uns und allen, die sie hören wollen.

Das kleine Mädchen in dir, der kleine Junge in dir, mag im Moment nicht glauben, dass die Geschichte gut enden wird. Er sieht, dass der Mittelteil von Kriegen, hinterhältigen und ungerechten Machenschaften, Ablehnung und Versagen, Einsamkeit und Machtlosigkeit dominiert wird. Und was geschieht, wenn wir uns immer wieder nur ein Kapitel, in dem der Held oder die Heldin zum Weitermachen gezwungen wird, dem Ruf des Lebens folgend, sich erfolglos zur Wehr setzt, vorlesen? Wir vergessen den Anfang, die schönen Kapitel zuvor, die schönen Kapitel danach, das Ende. Wir vergessen vor allem, dass wir diese Kapitel geschrieben haben und wir sie stets neu schreiben könnten – wenn wir bereit sind, unsere Geschichte mit anderen Augen zu sehen.

Wieso das so ist? Weil wir eines von Märchen zu glauben wissen: nämlich, dass sie zu schön sind, um wahr zu sein oder wahr zu werden.

 

Zu schön, um wahr zu sein

Probleme kennt man, Glück und Zufriedenheit nichtMenschen, die sich deshalb keine Märchen erzählen, sondern erwachsene Geschichten – Geschichten für Erwachsene, gibt es zuhauf. Dann sind es eben keine dunklen Mächte, bösen Hexen und Zauberer mit Tränken und Stäben, die einem vom Glück abhalten. In erwachsenen Geschichten sind die kleinen Jungen und Mädchen, die die Geschichtenerzähler einmal waren, auch nicht mehr blauäugig oder gutgläubig. Sie haben ihre Lektionen gelernt, denn das Buch ihres Lebens war in ihrer Wahrheit ein Schulbuch, Krimi, Drama, Horror oder eine Geschichte, die sie weder verstehen noch mögen.

All diese Geschichten haben eines gemeinsam: Sie fordern Opfer. Menschen leiden, vereinsamen und sterben, weil sie nicht ausreichen, nicht klug, reich, mächtig oder schön genug sind. Und wo es Opfer gibt, gibt es auch Täter, mindestens einen, in den meisten Geschichten aber sind es gleich mehrere. Wir übersehen, dass wir um der Spannung willen Fehler machen oder extra lange leiden, bis wir uns aus den Fängen unserer Peiniger befreien können. Wir weigern uns, zu erkennen, dass wir selbst unsere Geschichte schreiben, uns unsere Täter suchen und uns selbst zum Opfer ernennen – damit wir kämpfen und triumphieren können.

Deshalb sind die Geschichten, die wir uns erzählen, in vielen Fällen traurig. Vielleicht sehen sie so aus, als würden sie ein gutes Ende nehmen, weil wir einen Partner gefunden haben, eine Familie gegründet haben, befördert wurden oder mehr Gehalt bekommen haben. Vielleicht ist es aber auch umgekehrt: Obwohl wir allen Grund zur Lebensfreude und Mut haben, erzählen wir uns lieber, dass unsere Geschichte böse enden wird oder gar muss – sonst würde es keinen Sinn ergeben. Oder wir erzählen uns, unsere Geschichte klänge noch nicht gut genug. Erst wenn wir x erreicht hätten, wäre unsere Geschichte eine besonders schöne, die wir uns und anderen besonders gern erzählen.

 

Von Horrorgeschichten zur Liebesgeschichte: Schreib deine Geschichte um

Wenn wir bereit sind, unsere Lebensabschnitte und -ereignisse wie ein Buch zu sehen, in dem es weitere Kapitel geben wird und ein Ende, das wir noch nicht kennen, aber gut sein kann, vermag unsere Geschichte, uns neu zu verzaubern. Wir dürfen uns erlauben, unsere Art, wie wir uns unsere Geschichten erzählen, zu ändern. Wenn wir keine Horrorgeschichten mögen, sollten wir auch keine schreiben, lesen und uns und anderen erzählen. Wenn wir keine Dramen mögen, weil sie uns zu sehr ergreifen, sollten wir keine Dramen schreiben, lesen und uns und anderen erzählen. Doch viele tun das Gegenteil und so gehen Menschen, die sich ungern gruseln, abends ins Bett und erzählen sich wieder eine Horrorgeschichte oder eine besonders dramatische und traurige – ihre eigene. Und obwohl diese Geschichte so schlecht ist, erzählen sie sie immer und immer – damit sie sie auch ja nicht vergessen.

Denn eine traurige Geschichte zu haben, die man sich und anderen erzählen kann, ist immerhin besser, als keine Geschichte zu haben. Sie ist auch besser als eine langweilige zu haben, in der nichts passiert, die vor sich hindümpelt und dennoch kein Ende zu nehmen scheint. Geschichten sind da, damit man jemanden zum Zuhören anzieht und selbst etwas zu erzählen hat. Deswegen schmücken wir unsere Geschichten oftmals mit extra üblen Charakteren und Wendungen aus. Damit es spannend bleibt…

Wir alle haben und brauchen Geschichten, die wir uns und anderen erzählen können. Doch welche wir erzählen, das entscheiden wir. Es ist deshalb so wichtig, dass wir uns unsere Geschichte sehr genau auswählen und sie stets korrigieren, um Denkfehler und unstimmige Sinnzusammenhänge zu vermeiden. Wir müssen wissen, welche Art Geschichten uns guttun und welche uns nur noch mehr verletzen. Wir müssen Entscheidungen treffen, was im nächsten Kapitel geschehen soll und was den Lauf der Geschichte behindern würde.

Vor allem aber müssen wir erkennen, welche Geschichte wir uns und anderen seit Jahren erzählen, damit wir sie endlich zu unserem Besten umschreiben können.

 

Werkzeug für die Arbeit mit dem inneren Kind: Briefe an das Kind in dir

Werkzeug für die Arbeit mit dem inneren Kind: Briefe an das Kind in dir

 

Die Arbeit mit dem inneren Kind fällt vielen schwer. Sie finden keinen Zugang zu ihm oder können es nur schwer bändigen. Nur wenige wissen: Briefe an unser inneres Kind zu schreiben gehört zu den wirksamsten Methoden der Schreibtherapie. Es gibt viele andere Wege, besonders kreative, um das Kind in dir zu nähren, zu beruhigen und zu stärken. Doch ich habe bislang kaum eine so nachhaltige Strategie/Methode, um Kontakt zu meinem Kind-Ich herzustellen, gefunden, wie diese.

Dies ist mein zweiter Brief an mein inneres Kind. Den ersten Brief findest du als Link am Ende dieses Beitrags.

 

Die Arbeit mit dem inneren Kind: Über dein Kind-Ich

so funktioniert und gelingt der Umgang mit dem Kind in mirDas innere Kind – das Kind in dir als Persönlichkeitsanteil – strebt nach Erlebnissen, Anerkennung und Zuwendung, Sicherheit und Struktur. Nach der von Eric Berne etablierten Transaktionsanalyse braucht und will es

Reize (Erlebnisse), Struktur (idealerweise harmonisch) und Anerkennung.

Es will gesehen und gehört werden, will sich erproben im Spiel und daraus lernen. Es braucht Personen, die ihm zeigen, wie die Welt funktioniert, die stolz auf seine Ergebnisse sind und ihn dafür loben. Selbst wenn es Fehler macht, wenn es unbequem ist, meckert, schreit, trotzt: Es will dennoch geliebt werden, fern ab von allen Bedingungen. Jede Einschränkung, jedes noch so unbedachte oder ausgesprochene Gebot und Verbot formt den späteren inneren Kritiker. Das Kind in uns hat also gut aufgepasst und Reaktionsmuster aus früheren Zeiten verinnerlicht. Ist es nicht lieb, fleißig, still, brav, süß, gut im Lernen, beliebt usw., gerät seine Sicherheit in Gefahr und diese schwebt wie eine dunkle Wolke über ihm.

Das innere Kind symbolisiert also deine Gefühle. Es sind u. a. die Gefühle Angst, Traurigkeit, Ekel, Überraschung, Scham und Schuld. Es kann Ängste der Eltern übernommen haben und Schamgefühle seiner MitschülerInnen, es kann Schuld gelernt haben, wenn es sich eine Situation nicht erklären konnte. Es will dennoch Liebe und Sicherheit, ohne dass seine Struktur bedroht wird. Es will dennoch Zuwendung in Form von Reizen. Es verabscheut Langeweile, denn es will wachsen und lernen. Je nach Konstitution und vorhandenen Lebensumständen entwickelt es sich sensibler, empathischer, intuitiver oder begabter. Alle seine Talente können sich nur zeigen, so wie seine Stärken, wenn sie sich entfalten können.

Es ist nicht so, wie viele sagen, dass das innere Kind den unwissenden, nicht erwachsenen, uneinsichtigen und quengelnden Ich-Anteil darstellen würde. Kinder sind höchst aufnahmefähig und sehr viel klüger, als wir “Erwachsenen” meinen … oft sogar klüger als so mancher Erwachsener. Es kennt seine Bedürfnisse und pocht auf ihre Befriedigung. Sie lieben sich und andere bedingungslos und erwarten nichts weniger, als dasselbe zu erfahren. Sie sind verletzt, wenn sie auf Ablehnung stoßen (Anerkennung gefährdet), keine Erlebnisse haben (fehlende Reize wegen z. B. Eltern, die sich nicht mit ihnen beschäftigen) und/oder ihre Sicherheit gefährdet ist (destruktive Strukturen innerhalb der Familie).

Noch eine Anmerkung, bevor es zum Brief geht: Sprich die Sprache deines Kindes, wenn du es zu beruhigen versuchst. Erkläre ihm, wie die Welt funktioniert, dass es fühlen darf, aber es auch andere Wege im Umgang mit dem Leben und Gefühlen gibt. Bringe ihm bei, was dir verwehrt wurde. Lehre es, nicht aufzugeben, sondern selbstwirksam zu werden. Sei dem Kind in dir die bessere Version deiner Eltern oder LehrerInnen.

  • “Hab keine Angst!”
  • “Du musst doch keine Angst haben!”
  • “Wovor hast du denn Angst? Es ist doch alles okay!”

ist keine kindgerechte Sprache. Denn sie verbietet das, was das Kind am besten kann und Heranwachsenden später mehr und mehr abtrainiert wird: Gefühle fühlen. Jemand muss ihnen nur beibringen, wie sie den Umgang mit schweren Gefühlen meistern.

Auch wenn du nicht schreibaffin bist, kann dir mein Brief hoffentlich Stärkung und Erleichterung bieten.

 

Briefe an mein inneres Kind: Nr. 2

Liebling,

ich habe einige Bitten an dich.

Du darfst immer traurig sein, wenn dir etwas Schlimmes widerfahren ist. Du darfst so viel weinen, wie du möchtest. Du darfst vor Wut schreien, um dich selbst zu behaupten und vor Angst zittern. Doch erinnere dich währenddessen daran, dass jedes Gefühl immer auch eine Entscheidung ist. Du entscheidest, ob du ihm Raum gibst oder nicht, was du mit deinen Gefühlen machst. Du entscheidest, ob du dich fürchtest oder nicht. So überwältigend das Leben mitunter auch erscheint: Du bist sicher.

Dein Denken ist ein mächtiges Instrument. Nutze es zu deinen Gunsten, nicht gegen dich. Was du früher gelernt hast, kann morgen schon hinfällig sein oder sogar schädlich.

Je älter du wirst, desto wichtiger ist die Erinnerung daran, wie alt du bist: was du bereits alles in deinem Leben gemeistert hast, worauf du stolz sein kannst und welche Fähigkeiten dich besonders machen. Solltest du auch nichts von dem, was dich ausmacht, nutzen – weder für dich noch für die Welt: Es ist nie zu spät, dein Leben zu verändern. Nimm dir ruhig die Zeit, die du brauchst.

Trennungen aller Art wiegen schwer für jeden Menschen – egal, welchen Alters. Du bist nicht allein. Wenn dich jemand verlässt, sei traurig, weil es schmerzt. Hier ist ein Geheimnis: Du kannst es später lernen oder jetzt, dass alles im Leben zwei Seiten hat, du ebenso dankbar sein könntest, einen Menschen weniger in deinem Leben zu haben, der nicht zu dir gehören will. Es geht darum, jene zu finden, die bei dir sein wollen, weil sie zu dir passen und du zu ihnen.

Deshalb: Wenn dich jemand verletzt, prüfe sorgfältig, ob es dein Ego ist, das weint, oder dein Herz. Dein Kopf und Herz sind mit Grund voneinander entfernt. Beide haben ihre Aufgaben, aber nicht immer haben beide Recht. Gedanken und Gefühle munkeln uns nicht selten Böses. Es kann so aussehen, als würdest du bitter leiden, während es nur eine Kränkung deines Egos ist. Es kann sein, dass du meinst, etwas würde dir nichts anhaben, dir nichts ausmachen, während dein Herz leise bricht. Kenne den Unterschied. Kenne dich.

Wenn du abgelehnt wirst – und das wird geschehen – tritt zurück vom Schmerz, nachdem du ihn gefühlt hast, und bleibe positiv und dankbar. Vertraue den Menschen in ihren Ansichten über dich und sich und euer beider Wohl. Wenn sie dich nicht wollen, so ist es ihre Entscheidung. Respektiere sie. Sie ist richtig, weil sie sich richtig für denjenigen anfühlt. Selbst, wenn sie sich für dich falsch anfühlt, so könnte sie doch richtig für dich sein. Manchmal wollen wir erst recht das, was wir nicht haben können. Und viel zu oft wünschen wir uns, was uns nicht guttäte. Ich weiß, du glaubst, miteinander würde dein Leben so viel besser sein. Aber kannst du das mit Gewissheit sagen? Nein. Es nützt dir wenig, dich täglich für einen Hauch gelogene Sympathie aufopfern und zermürben zu müssen. Es ist ein täglicher Kampf, der dich zeichnen wird. Du wirst noch oft genug verletzt werden auf deinem Weg: Hilf nicht noch nach.

Lerne lieber, Menschen zu verlassen und dich aus destruktiven Situationen zu schälen, ganz egal, wie sehr es jemandem wehtun würde. Dein Leben ist dafür da, gelebt zu werden, in maximaler Freude und mit bestem Gewissen und Wissen. Es ist nicht Teil des Lebens, zu leiden, wenn du dieses Leid vermeiden könntest. Und nein, das ist keine Erlaubnis, andere zu hintergehen. Es ist eine Erlaubnis, zu gehen, wann immer du in einer Verbindung keinen gegenseitigen, erfüllten und liebevollen Nutzen erkennen kannst.

Der Tod, wie auch Verlust, ist unvermeidbar. Sei deshalb Zeit deines Lebens gut zu dir, deinem Körper, deiner Seele und anderen Menschen. Verwunde weder dich noch andere im Kleinen, nicht mit Worten, Rache oder Vermeidung, nicht durch Reaktivität oder Angst, Verachtung oder Aufopferung.

Alleinsein will gelernt sein und Konflikte gemeistert. Du bist genauso wichtig wie andere. Andere sind genauso wichtig wie du. Wer dir hier widerspricht, gehört nicht in dein Leben.

Jeder Mensch, der dich verletzt, ist dennoch ein wertvoller Lehrer für dich. Hasse ihn nicht, sei er noch so unbewusst und verletzend. Vergifte nicht dein Wesen mit so unsinnigen Gedanken und Gefühlen wie Hass. Was dich verletzt, sagt etwas über deine Verletzungen, die, die du so sehr zu lindern versuchst – oder gekonnt verdrängst. Sei nicht tätig, Verletzungen zu vermeiden, die Kontrolle zu behalten oder das Leben gar zu manipulieren. Vertrau dich ihm an. Denn du bist sicher, solange du handlungsfähig bist. Gib dich nicht bloßen Gedanken hin, die aus alten Wunden entspringen. Alt ist, was alt ist. Jetzt ist jetzt. Je häufiger du mit dem vermeintlich Schlimmen in Kontakt kommst, desto eher wirst du lernen, ruhig zu bleiben, dir und deinem Leben zu vertrauen und so deine Ängste überwinden.

Was dir andere auch sagen mögen: Ängste sind okay. Sie zeigen dir zwei Sachen:

1.) Was du glaubst, nicht zu dürfen/nicht zu sollen/tun zu müssen
2.) Wo es hakt, wo du eingreifen musst, wo es eine Korrektur geben muss

Sie sind nicht da, um dich zu quälen. Sie sind nicht da, um dich deines Glücks zu berauben oder zu benachteiligen. Ängste sind da, um verstanden und akzeptiert zu werden. Je schneller du deine Ängste kennenlernst, desto näher rückst du an dich selbst heran. Hier findest du die Schranken und Weichen.

wie du mit dem kind in dir sprechen solltestSeien die bewussten Verletzungen von Menschen auch noch so eindeutig: Bleibe ruhig und atme. Besinne dich auf dich. Was sie können, kannst auch du. Manchmal lernt es sich am besten von seinem vermeintlich größten Feind, zum Beispiel, wie du nicht bist oder nicht sein willst, wo du nicht hingehörst oder nicht hingehören willst. Es gibt Menschen, die ein Leben lang nach den Antworten auf diese Fragen suchen. Nimm die Gelegenheiten, wie sie kommen, und packe ihre Lektionen am Schopfe. Das spart dir wertvolle Zeit.

Wer versucht, deine Schwachstellen zu finden, um sie gegen dich auszuspielen, hat ebenso Schwachstellen, die er zu verstecken versucht. Hinter jeder Schwäche steckt eine Stärke, so wie hinter jeder Stärke eine Schwäche steckt. Es ist die Balance, die zählt.

Mitunter sind Angriffe anderer auf dich nicht mehr als der Spiegel ihrer Angst. Finde heraus, was sich dahinter verbirgt, dann übe dich in Verständnis und wähle eine geeignete Strategie. Du bist ein Mensch, keine Fußmatte. Erinnere dich daran und wenn nötig, auch die anderen. Mitunter werden/wurden sie selbst so behandelt und kennen keine anderen, gesunden Wege. Aber du kannst sie ihnen beibringen, wenn sie dich lassen.

Sprich die Sprache deines Gegenübers. Sei sanft zu dir und denen, die Sanftheit verstehen. Sei bereit, hart zu jenen zu sein, die nichts als Härte üben. Die größten Verletzungen, Missverständnisse und Kommunikationsfallen entstammen der Unkenntnis und Uneinsichtigkeit. Bleibe bei dir und begib dich nicht auf anderer Menschen Terrain. Du kennst deinen Platz.

Bleibe trotzdem offen Menschen gegenüber, die Charaktereigenschaften haben, die dir fremd sind. Sie wuchsen anders auf als du. Aber sie sind Menschen, so wie du. Was kannst du von ihnen lernen? Was können sie, was du nicht kannst? Was kannst du ihnen beibringen? Was kannst du, was sie nicht können? Welches gemeinsame Ziel habt ihr? Welche Handlungen würden es euch erleichtern, euer Ziel zu erreichen?

Fehler zu machen, heißt nicht, ein Fehler zu sein. Selbst die härteste Kritik ist nichts weiter als Feedback. Frage stattdessen, was du neben dem Fehler gut gemacht hast. Das lenkt aller Aufmerksamkeit ab – besonders deine. Alles im Leben will gelernt werden und die Besten sind die, die sich dabei Zeit ließen, um es in der Tiefe zu verstehen.

Du wirst dein Leben lang lernen und an dir arbeiten dürfen. Nenne es Persönlichkeitsentwicklung oder Potenzialentfaltung: Niemand kommt fertig auf diese Welt. Und fertig heißt nicht perfekt. Jeder Mensch durchläuft seine eigene Evolution in seinem eigenen Tempo.

Keinen einzigen Tag bist du auf dieser Welt, um zu sein, wie es andere von dir erwarten. Es ist das Miteinander, das zählt, das gegenseitige Füreinander.

Es gibt Menschen, die das nicht akzeptieren.

Übe dich in Konfrontation. Es hat noch niemandem geschadet, für sich einzustehen. Es stärkt dein Bewusstsein für das, was du brauchst: das Wissen darüber, wer du bist und wer du sein willst. Da draußen gibt es so manchen, der dich belügt und von dir abbringen will.

Es werden Zeiten kommen, in denen du nicht weißt, wie es weitergehen soll, in denen dir alles sinnlos erscheint und leer. Fehlt dir ein Sinn, fehlt dir in Wahrheit ein Ziel. Es muss dein Ziel sein, erreicht mit deinen Mitteln, minus dem, was andere wollen. Nur so steht unter dem Strich ein Ergebnis, das dir gefallen wird. So überstehst du alle Hindernisse und Zweifel.

Du hast immer das Recht, jemanden nicht zu mögen, so wie jeder andere das Recht hat, dich nicht zu mögen. Dich zu mögen, ist das oberste Ziel – für dich. Du verpasst es, wenn du dir nur dann gefällst, wenn du anderen gefällst.

Prüfe deine eigenen Gedanken und Ansichten über die Welt. Nicht jeder deiner Gedanken ist wahr und nicht jeder, der von außen infrage gestellt wird, ist falsch. Erinnere dich daran, dass jeder seine Einstellungen braucht. Sie geben Halt und versprechen Ordnung. Je flexibler du bleibst und je weniger Glauben du dem schenkst, was du denkst, desto eher wirst du zu dem, was du sein kannst: dein größtmögliches Ich.

Denn du wirst niemals besser sein, als das, was du von dir glaubst und hältst. Glaube stattdessen daran, dass alles möglich ist und alles kann möglich werden. Beschränke dich nicht selbst, nur weil dir die Gedanken anderer in dir dazu raten. Du kannst viele fremde Gedanken verinnerlichen oder dich an deine Wahrheit halten – wenn du sie kennst. Finde sie. Sie wird dir nützlich sein.

Hinterlasse der Welt etwas, was dir am Herzen liegt. Teile. Gebe. Inspiriere. Sprich über deine Niederlagen. Zeige, wie du sie überwunden hast. Liebe. Verletzlichkeit ist Teil des menschlichen Seins. Niemand kommt um sie herum. Sie zu leugnen, ist eine der größten Lügen.

Deshalb bewerte Menschen nicht auf den ersten Blick. Du kannst niemals wissen, was jemand gerade durchmacht, welche Kämpfe er auszustehen hat, welche Ängste. So mancher lächelt und sagt, alles wäre wunderbar, während er in Wahrheit in seinen vier Wänden verzweifelt. Wir haben alle Sorgen.

Schlussendlich ist hier meine letzte Bitte: Bevor du fällst, falle lieber auf! Auch sein Leben nicht in die Hand zu nehmen, ist eine aktive Entscheidung. Sie lautet: „Ich nehme mein Leben nicht in die Hand, sondern lasse es liegen und mache nichts damit.“ Suche dir Hilfe, wenn du welche brauchst. Frage Menschen, die bereits geschafft haben, was du schaffen möchtest. Gehe einen ersten Schritt und probiere etwas Neues, wenn dich das Alte nicht mehr nährt. Aber handele. Sei dir hier am nächsten und kümmere dich gut um dich. Wenn du das tust, wird sich das Leben dankbar zeigen. Das ist ein Versprechen!

In Liebe,
dein erwachsenes Ich

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“Was unser inneres Kind hätte wissen müssen”

Den ersten Brief an das Kind in mir findest du in einem separaten Blogpost >>

 

Unerfüllte Bedürfnisse bei Angst, Panikattacken, Burnout inkl. GROßER TEST

Unerfüllte Bedürfnisse bei Angst, Panikattacken, Burnout inkl. GROßER TEST

 

Würden Menschen ihre Grundbedürfnisse nicht regelmäßig aus den Augen verlieren, ginge es ihnen schneller und nachhaltiger besser. Leider sind wir uns meist nicht bewusst, was wir alles brauchen, um uns zufrieden zu fühlen. Je unbewusster (und unerfüllter) unsere Wünsche und Bedürfnisse sind, desto eher neigen wir zu Depressionen, Burnout, Angst oder Panikattacken. Aber auch im “normalen” Bereich erschwert es den Umgang mit Stress z. B. auf der Arbeit oder in der Familie.

Seine Bedürfnisse zu kennen und sie zu erfüllen ist ein Bestandteil jeder Selbsthilfe und elementar bei z. B. Stress, Angst und Panik, Burnout (emotionale und/oder körperliche Erschöpfung), depressive Verstimmungen, Sorgen, Grübeleien usw.

 

Abraham Maslows Bedürfnispyramide gegen Burnout, Stress, Angst/Panik, Sorgen und mehr

Mein Test und die herunterladbare Karte für unterwegs beruht auf der Bedürfnispyramide von Abraham Maslow (1908-1970). Er war Mitbegründer der Humanistischen Psychologie, die sogenannte dritte Kraft der Psychologie (neben der Verhaltenstherapie und der Psychoanalyse).

Die ersten vier der fünf Bereiche der Bedürfnispyramide nennt Maslow die “Defizitbedürfnisse”. Je höher man seine Bedürfnisse auf der Pyramide eintaktet, desto besser sind die Grundbedürfnisse gedeckt. Je besser die Grundbedürfnisse gedeckt sind, desto gesünder ist der Mensch. Je mehr man höhere Bedürfnisse (Bereich 2-4 zzgl. 5) erfüllt, desto zufriedener und gesünder wird man, ergo besser geschützt gegen Burnout, Angstzustände, Panikattacken und Belastungen. Man bleibt solange in einem Bedürfnis verhaftet, bis es von außen erfüllt wurde oder man es selbst erfüllt hat.

Je niedriger die Bedürfnisse auf der Pyramide anzusiedeln sind, desto eher wird Krankheit (psychisch und physisch) möglich. Unerfüllte Bedürfnisse rufen auch das Gefühl hervor, dass man etwas geopfert hätte und es erhebliche Mängel gäbe.Unerfüllte Bedürfnisse äußern sich besonders gern als Sehnsüchte und Gegenstand von Tagträumereien. Soziale bzw. existentielle Ängste und Sorgen können zudem entstehen.

Maslow unterschied diese fünf Bedürfnisebenen:

  1. Physiologische Bedürfnisse: Hunger, Durst, Sexualität, Sauerstoff, Licht, Vitamine, Mineralien, Aktivität, bestimmte Temperatur, Ruhe, Schlaf, Schmerzfreiheit (Symptome: Schlafprobleme, häufiges Erkranken, Empfindsamkeit, innere Unruhe, Temperaturempfindlichkeit, Atemschwierigkeiten, geringe Energie usw.)
  2. Bedürfnis nach Schutz & Sicherheit: Angstfreiheit: sichere Umgebung, Stabilität, Wohlbehalten, Struktur, Ordnung, wohltuende Grenzen (Symptome: angstbesetztes Leben, Verlustangst, überall Bedrohungen sehen, körperliche Erschöpfung, sich mit Entspannung schwer tun, das Gefühl, keine Zeit zu haben, Verwirrung und den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, sich eingeengt fühlen, Herzrasen, Muskelverspannungen, innere Unruhe, starke Unlust und Angst vor und während der Arbeit, das Gefühl, fremdgesteuert zu sein, sich unfähig fühlen, sich ohne Hilfe sehen usw.)
  3. Bedürfnis nach Liebe und Zugehörigkeit: Freiheit von Einsamkeit & sozialen Ängsten: Freude, Bindung, Kinder, liebevolle Beziehungen, Gemeinschaft (Symptome: Einsamkeit, emotionale Erschöpfung, mehr geben als annehmen können, mehr geben als Hilfe und Geborgenheit zu empfangen, wenig nährende Beziehungen, Angst vor Langeweile, innere Leere usw.)
  4. Bedürfnis nach Achtung und Selbstachtung: Respekt, Status, Ruhm, Ehre, Dominanz, Aufmerksamkeit, Selbstvertrauen, Leistung, Kompetenz, Freiheit, Unabhängigkeit, Selbstwert (einzelne Symptome von Burnout und Depressionen wie Nutzlosigkeit, Sinnlosigkeit, außerdem wie bei 2. Langeweile (Boreout), starke Unlust und Angst vor und während der Arbeit, das Gefühl, fremdgesteuert zu sein)
  5. Bedürfnis nach Selbstverwirklichung und Wachstum: Wachstum, Sinn, Selbst, Potenziale ausschöpfen, ein höheres Gut, Dienen, gesellschaftliche/weltliche Dienste (Symptome: Sinnlosigkeit, Nutzlosigkeit beruflicher Arbeiten, Drang nach Wissen und Erkenntnis, Suche nach Sinn und Erleuchtung, spirituelles Wachstum und Berufung)

 

Manfred Max-Neef (Ökonom) benannte in den 1990er Jahren 9 menschliche Grundbedürfnisse

1. Überleben, existentielle Lebensgrundlage, Lebenserhaltung als Bedürfnis nach körperlicher und geistiger Gesundheit, im Gleichgewicht sein, Nahrung, Behausung, Fortpflanzung; geeignetes Lebensumfeld

2. Schutz, Sicherheit als Bedürfnis nach Fürsorge, Geborgenheit, Selbstständigkeit, soziale Sicherheit, Absicherung, Vorsorge, Rechte, kooperative Kontakte, Helfen

3. Zuneigung, Zuwendung, Liebe als Bedürfnis nach Selbstachtung, Solidarität, Respekt, Toleranz, Partnerschaft, Familie, Freundschaft, Fürsorge für sich und andere, Gemeinschaft, Wertschätzung, Gefühle ausdrücken können (ohne Angst vor der Reaktion anderer)

4. Verstehen, Verständnis als Bedürfnis nach Neugier und ihre Befriedigung, Vernunft, Aufnahmebereitschaft, Forschung, Analyse, sich ausprobieren, Lernen, andere anleiten (bilden)

5. Teilnahme als Bedürfnis nach Anpassung, Solidarität, Engagement, Hobbys, Übernahme von Verantwortung, Leistung, Kooperieren, Meinungsaustausch, sich mitzuteilen, mitzubestimmen, Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft/Gruppe/zu einem anderen Menschen

6. Muße, Müßiggang als Bedürfnis nach Ruhe, Innenschau, Sorglosigkeit, Tagträumen, Spiele, Spaß, Feiern, Nostalgie, Freizeit

7. Kreativität als Bedürfnis danach, etwas zu schaffen/erfinden, sich zu beschäftigen, eigene Fähigkeiten/Fertigkeiten auszuleben. produktiv zu sein, Feedback, freie Zeit haben

8. Identität als Bedürfnis nach Abgrenzung, Selbstachtung, -behauptung, -entwicklung, -erkenntnis, Platz in einer Gruppe haben, sich kennenlernen, Weiterentwicklung

9. Freiheit als Bedürfnis nach Freiraum, Autonomie, Mut;, Gleichberechtigung, Risiken, Unterschiedlichkeit

 

Wichtig zu wissen

Alle Bedürfnisse der einzelnen Bereiche bestehen gleichzeitig und nebeneinander, sind ab Bereich 2-4 gleichwertig und gleich wichtig. Kein Bereich ist wichtiger als Bereich 1, denn das reine Überleben sowie das Vorhandensein einer Lebensgrundlage ist Voraussetzung für weitere Bedürfnisse. Natürlich können deine Handlungen nicht nur ein Bedürfnis, sondern mehrere Bedürfnisse auf einmal befriedigen.  Wird nur ein Bedürfnis befriedigt, kann ein anderes Bedürfnis unbefriedigt bleiben.

Maslow glaubte, die Nichterfüllung von Bedürfnissen würde Krankheit hervorrufen. Wenn du

  1. Mangel in einem Bereich siehst und dir dort die Bedürfnisse nicht erfüllst, obwohl du sie hast,
  2. gleichwohl deine anderen Bedürfnisse missachtest, sie ignorierst oder verdrängst,

könnte es Folgen für deine Gesundheit haben. Er vertrat auch die Meinung, dass sich unerfüllte Bedürfnisse als Sehnsüchte oder Entbehrungen/ Opfer anfühlen, unter denen der Mensch unweigerlich leiden wird/unbewusst leidet.

 

Großer Selbst-Test: Bedürfnisse und Defizit-Bedürfnisse – Die Bestandsaufnahme deines Lebens bei Sorgen, Kummer, Angstzuständen, Panikattacken und Erschöpfung

Ausgehend davon habe ich einen umfangreichen Test erstellt, anhand dessen du deine Bedürfnis-Situation erkennen kannst. Es heißt, Bedürfnisse seien in ihrer unerfüllten Variante Ursache aller psychischer/physiologischer Krankheiten. Interessanterweise ist es der vierte Bereich -Wertschätzung & Geltung -, der laut Maslow die meisten Schwierigkeiten auf physischer und psychischer Ebene vorrufen würde.

Der von mir entwickelte Test kann wichtige Mängel aufzeigen und Bereiche, in denen Handlungsbedarf besteht. Die Auswertung liefert außerdem Impulse zu Handlungen.

  • Wie erfüllt sind deine Bedürfnisse?
  • Welche Bedürfnisse sind nicht erfüllt?
  • Wo gibt es hauptsächlichen Handlungsbedarf?
  • Was würde dich zufriedener machen?

Druckbares PDF-Format, 13 Seiten.

Nach dem Kauf erhältst du eine E-Mail mit dem Download des Zugangslinks, der dich direkt zum Test führt.

Hinweis: Der Test ersetzt weder einen Arzt- bzw. Therapeutenbesuch noch stellt er eine valide Grundlage für Diagnosen dar. Er dient der Selbstreflexion und als Instrument der Selbsthilfe und kann Impulse liefern, die eigene Lebensgestaltung in die Hand zu nehmen bzw. zu reflektieren.

 

Kostenfreie Bedürfnis Karte zum Drucken und Erinnern

Auf der downloadbaren Karte für die Geldbörse, den Badezimmerspiegel oder als Erinnerung auf dem Schreibtisch sind die ersten vier (grau hinterlegt) die erwähnten Defizitbedürfnisse.

Die Karte besteht aus zwei Seiten:

  • Seite 1 dient der Einschätzung der Motivation und Bedürfnisse für etwas oder eine Tätigkeit. (wie man das Ausüben der Tätigkeit empfindet, welche Gefühle beim Gedanken und der Tat hochkommen, ob/wann Abwehr & Unlust entsteht usw.)
  • Seite 2 zeigt die Bedürfnispyramide und liefert verschiedene Bedürfnisse als Impuls. Was sticht dir ins Auge? Was entpuppt sich nach Bedenkzeit als abwesend, mangelhaft oder unbefriedigend?

Die Karte (am Ende der Seite) lässt sich herunterladen und ausdrucken.

Der Effekt: Man erkennt seine Motivation und kann selbst bestimmen, in welchen Bedürfnisbereichen man Ungleichgewichte aufweist und was es zu tun gilt. Die Informationen des Selbsttests dienen dazu, Ursachen für die eigenen Gefühle zu entdecken.

  1. Schätze deine Gefühle auf einer Intensitäts-Skala von 1-10 ein.
    1a) Bestimme dein Motiv für die Tätigkeit oder Unlust.
    1b) Bestimme dein Bedürfnis bei der Tätigkeit oder Unlust.
  2. Was empfindest du beim Gedanken an die Tätigkeit/Unlust? Wie möchtest du dich fühlen? Wie hast du dich früher dabei gefühlt?
  3. Welche Bedürfnisse werden nicht erfüllt? Was verhindert es? Wie wäre dein Leben idealerweise? (Was fehlt zum Glück?)

Überlege allein oder gemeinsam mit einem Vertrauten mögliche Schritte, um diese Bedürfnisse zu decken.

In meinen Augen eignet sich die Bedürfniskarte hervorragend für schlechte Zeiten, um seine eigene Gesundheit und Zufriedenheit im Blick zu behalten. Erfüllen wir uns weitestgehend alle Bedürfnisse, umso besser geht es uns. Wir würden harte oder akut stressige Zeiten weniger belastend empfinden.

Download zum Drucken: Bedürfnis Karte

 

Angst vor Lautstärke: Was wir von lauten Menschen lernen können

Angst vor Lautstärke: Was wir von lauten Menschen lernen können

 

Die Angst vor lauten Geräuschen bzw. erheblicher Lautstärke ist angeboren. Als Introvertierte, Hochsensible, Intuitive und Empathin weiß ich, wie schwierig deshalb laute, sich in den Mittelpunkt drängende Menschen sein können. Sie zehren an den Nerven. Vor allem aber machen sie uns wütend. Sie werden eine Last, die wir in Zeiten, in denen wir uns nach Ruhe und Stille sehnen, kaum ertragen können. Während wir in Verbindung zu uns sein möchten, lenken sie uns ab und unseren Blick – erzwungen – auf sie. Wir wollen nichts von ihnen mitbekommen, wollen nicht hören, mit wem sie telefonieren, was sie heute erlebt haben. Nicht selten sind es völlig unwichtige, im Vergleich zu unserem Leben, vermeintlich sinnlose Gesprächsthemen, die sie uns in Bussen, Bahnen, Zügen, Flugzeugen und Öffis aufdrängen. Wir können nicht fliehen. Immerhin müssen auch wir an unser Ziel. Bei einigen lösen laute Geräusche und Menschen sogar Angst- und Panikattacken aus. Je sensibler die Seele durch Stress oder Konstitution ist, zum Beispiel durch Hochsensibilität oder Hochempathie, desto heikler kann es für die psychische Gesundheit werden.

 

Die Psyche & Lautstärke: Durch laute Geräusche und laute Menschen getroffen

lärm und wie er der psyche schaden kannÜberreizung durch Lautstärke, wie zum Beispiel Baulärm, hellhörige Wohnungen, (Großraum)Büros, Geräusche des Partners/der Familie oder fremde, laute Menschen: Mehrere Studien zeigen, dass Lautstärke in jeder Form die Psyche nachhaltig schädigen kann. Die Folgen können u. a. Konzentrationsmangel, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Migräne, Lernschwierigkeiten, Schlafstörungen bis hin zu psychischen Erkrankungen wie Angstzustände und Panikattacken sein.

Sozialer, emotionaler oder psychischer Stress (egal, durch was hervorgerufen) bedeutet, dass der Körper Stresshormone ausschüttet, die er auch wieder abbauen muss, damit wir gesund bleiben. Bleibt die Lärmbelästigung aber anhaltend, wird es schwer, denn der Körper schüttet schneller aus, als er abbauen kann. Einmal mehr ist Resilienz ist gefragt, wenn wir dem Körper helfen wollen. Wir müssen Wege finden, um entstehenden Stress durch Lautstärke oder Lärm auch wieder verringern zu können. Hochsensible, empathische oder allgemein gestresste Menschen können besonders von einem neuen Umgang mit Stress durch Lautstärke oder laute Menschen profitieren.

Auch die charakterliche Konstitution – Introversion versus Extraversion – zeigt unsere Befangenheit und Bedürftigkeit. Doch während extravertierte Menschen es selten merken, dass sie introvertierte oder hochsensible Nerven belasten, werden Introvertierte erneut auf ihre Gefühle zurückgeworfen. Unsere in uns, durch sie ausgelösten, Folgegefühle belästigen uns. Selbst böse Blicke, um diesen Menschen zu signalisieren, dass wir uns in die Ecke gedrängt fühlen, bringen selten etwas. Die Wut, die sie in uns auslösen, verbleibt auch in uns. Insofern wir nicht offen sprechen und unserer Verletzung durch sie Luft machen, sind wir mitten in ihrem Leben, ihrer Agenda, ihren Bedürfnissen, ihrer Persönlichkeit. Ohne es zu wollen. Und wir geraten mehr und mehr in den Hintergrund: mit unseren Bedürfnissen, unseren Gefühlen und unserer Natur. So geht es nicht nur Introvertierten. Auch Menschen, die wenig Zeit für Selbstfürsorge hatten/haben, und solche, die stark gestresst oder eingebunden sind in zehrende Themen, erleben diese Belastung.

 

Wie man mit der Angst vor lauten Geräuschen und Menschen umgehen kann

rücksichtslose laute Menschen und solche, die sich in den mittelpunkt drängenNeben der Nutzung von allen Entspannungstechniken und Sport, Meditation oder Yoga, um seine Belastbarkeit zu stärken bzw. sich nach der Lautstärke-Belastung wieder zu fangen, bleibt nicht viel.

Ich denke seit langer Zeit darüber nach, wie man aufdringliche Lautstärke bzw. laute Menschen meistern kann. Jedes einzelne Mal gerate ich an den Punkt, an dem es nichts gibt, was ich im Außen tun könnte, außer es anzusprechen und sie darauf zu verweisen, Rücksicht auf die anderen Anwesenden und ihre Bedürfnisse zu nehmen. Das wäre ein Weg. Doch gehen den nur wenige. Auch ich nur selten. Es bringt Konfrontation und eventuelle Auseinandersetzungen mit sich. Das Herz schlägt Purzelbäume und die Knie zittern. Die Wut ist dennoch da, denn immerhin ermutigt sie uns zur Selbstbehauptung.

Doch gerade hochsensible, gestresste, empathische oder intuitive Menschen vermeiden oft ehrliche und offene Konfrontationen. Alles, was sie wollen, ist Ruhe und Harmonie. Sie trennen sich von ihrer Seele oder ihrem Herzen, wenn sie andere auf ihre Fehler oder ihr verletzendes Verhalten aufmerksam machen. Sie wollen weder „die oder der Böse“ sein noch sind sie interessiert daran, die Gefühle eines anderen zu verletzen. Insofern aber der Mut nicht aufgebracht wird, aus welchen Gründen auch immer, bleibt nur eins: herausfinden, was uns diese Situation sagen und zeigen möchte. Worauf könnten bzw. wollen uns extravertierte oder laute, in unseren Augen rücksichtslose, Menschen hinweisen?

Vorab-Vorschläge für den Umgang sind:

  1. es (laut) ansprechen und sie darauf hinweisen
  2. akzeptieren, dass sie anders sind als du und du anders als sie
  3. ihnen vergeben und erkennen, dass sie um der Aufmerksamkeit wegen in Kauf nehmen, die Gefühle anderer zu verletzen, sie zu belästigen und somit – zumindest bei einigen – auch Antisympathie schüren
  4. den Sinn ihres Verhaltens einmal anders wahrnehmen, nämlich, dass sie weder Ablehnung noch Kritik fürchten und im Interesse ihres Wohlbefindens und ihrer Persönlichkeit, ihres Lebens, tun, was sie möchten (und dich das nervt)

Als aufmerksamer Mensch, und wenn du ein wenig so bist, wie ich, wird dir vielleicht aufgefallen sein, dass dieses Verhalten in dir Wut auslöst. EIGENTLICH willst du sie zum Schweigen bringen. Doch dieser Wunsch hat eine Kehrseite: Du willst sie zum Schweigen bringen, weil es deine Weltsicht ist, dass man sich wie sie nicht verhält,

  • sonst bist du oder jemand verletzt,
  • sonst bist du oder jemand wütend,
  • sonst wird du oder jemand gestört, dessen Bedürfnisse wichtiger sind als die eines anderen,
  • sonst wird die Harmonie zwischen euch gestört,
  • sonst kann sich jemand nicht von seinem stressigen oder belastenden Tag erholen,
  • sonst erzwingst du oder jemand Interesse und Aufmerksamkeit,
  • sonst unterbrichst du oder jemand ein Bedürfnis und wird zu einem „Problem“

Kommt dir einer dieser Aspekte bekannt vor? Kennst du jemanden, der das in deinem Verhalten unterband? Wünschst du dir, dass das jemand Bestimmtes in der Vergangenheit bei dir unterbunden hätte?

 

Was wir von lauten Menschen lernen können

angst und wut wegen lauter menschen abstellenSchauen wir uns die Situation noch tiefer an: Jemand oder eine Gruppe im öffentlichen Raum verursacht in uns Betroffenheit, Unruhe und Ärger, sogar Angst und Panik. Hervorgerufen wird das durch ein bestimmtes Verhalten: Lautstärke, Gespräche, eine Handlung (ohne Kopfhörer Musik hören z. B., sehr viel Raum einnehmen, stark aufdringliches Parfüm oder forcierte Blicke, Desinteresse/Rücksichtslosigkeit, Annahme, andere würden ihre Art dulden oder begrüßen, Gleichgültigkeit gegenüber den Gefühlen anderer). Diese Menschen ziehen automatisch durch ihr Verhalten unsere und andere Aufmerksamkeit auf sich und stellen sich – zumindest bei einigen Menschen – dadurch in den Mittelpunkt. Einige Menschen aber können laute, aufdringliche Menschen gut ignorieren/ausblenden. Sie bleiben dennoch im Kontakt zu sich selbst.

Die, die laute Menschen aber als nervig empfinden, nehmen sie nur deshalb wahr, weil die Wahrnehmung anderer als Verhaltensmerkmal Teil ihrer Persönlichkeit ist. Selbst bei völlig Fremden, die sie ignorieren könnten.

Doch für die, die es gewohnt sind, dass schlichtweg jeder ihre Aufmerksamkeit bekommt, löst es verständlicherweise Wut und tiefe Betroffenheit, geschädigte Nerven und eine Menge psychische Belastung aus, die Ich-Zeiten und Wiederverbindung mit sich immens stören. Denn laute Menschen scheinen zu sagen: „Ob dir das gefällt oder nicht, spielt in diesem Moment keine Rolle für mich. Wie du damit umgehst, spielt keine Rolle. Für mich ist es gleichgültig, was du jetzt darüber denkst. Es wird an meinem Verhalten nichts ändern. Männer sind mir egal, die mein Verhalten störend finden könnten. Frauen sind mir egal, die mein Verhalten störend finden könnten. Kinder sind mir egal, die mein Verhalten störend finden könnten. Mein Augenmerk liegt auf mir und dem, was ich bin, will, fühle, welche Menschen es in meinem Leben gibt, was ich kann, was ich nicht kann, wie ich der Welt begegne. Ob es dir oder jemand anderem passt oder du es ablehnst, wie ich mich in der Welt bewege, wie ich ihr begegne, spielt keine Rolle für mich. Du wunderst dich darüber, dass ich so bin, wie ich bin und wie ich mich verhalte. Ich wundere mich darüber, dass du nicht so bist, wie ich und wie ich mich verhalte. Du magst anders sein als ich, gerade etwas Anderes brauchen, aber darauf kann ich keine Rücksicht nehmen. Ich mache dennoch das, was ich für richtig erachte.“

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber nebst der Wut, die in mir in solchen Situationen stets hochstieg, geschah vor allem eins in mir: Ich empfand es deshalb als rücksichtslos, weil es für mich – so habe ich es gelernt – eine Anmaßung, eine Dreistigkeit, darstellte, so zu sein und so zu denken. Ich erntete (in meinen jungen Jahren) viel Ablehnung und Konflikte mit einem ähnlichen Verhalten. Es sorgte für Ausgrenzung in Schulzeiten und für Disharmonie Zuhause. Daraus schlussfolgerte ich: Laut zu sein und andere während ihrer Bedürfnisse wegen meiner eigenen zu unterbrechen oder zu stören, ist ab sofort tabu. Zudem lernte ich, dass es anderen so viel bessergeht, wenn ich still bleibe und sie machen lasse – was es auch sein mag. Ich lernte gleichermaßen, meine Bedürfnisse zurückzustellen oder ganz für mich zu behalten.

Neben Wut, lösten laute Menschen auch diese Reaktion in mir aus: Allein die Tatsache, dass sie offen und ungeniert ihre Bedürfnisse und Persönlichkeit, ihr Leben, zur Schau stellten, ohne sich über die Reaktion und Gefühle anderer Gedanken zu machen, sich der anderen bewusst zu werden, empfand ich als Last. Hinzu kam meine eigene Unfähigkeit, mit ihnen und ihrem Verhalten umzugehen. Denn das machte mich außerdem wütend. Grundsätzlich war ich selten erfreut, wenn mich jemand bedrängte, mir meine Zeit stahl, meinen Fokus unterbrach oder gegen meine Werte ging. Besonders dann, wenn derjenige nicht davon abließ, mich von seiner Weltsicht oder seinen Bedürfnissen überzeugen zu wollen, sie mir aufzwang, nur um zu bekommen, was er wollte, kein Nein akzeptierte, nur sich und seine Ziele im Kopf hatte.

Doch dieses Gedankengut bringt nur wenig und ändert nichts am eigenen Unwohl, wenn laute Menschen in unserem Umfeld sind.

Ich schaute mir meine inneren Anweisungen an. Vielleicht lösen diese Sätze auch etwas in dir aus? Mach den Test: Wurdest du zum Leisesein erzogen? (pdf)

 

Reflexionsfragen zur eigenen Betroffenheit durch Lautstärke bzw. laute Menschen

So stark, wie ein Bedürfnis nach Stille und Ruhe auch sein kann: Erstens muss man sich fragen, woher es kommt. Welche Lebensweise oder welche Situation im Leben stärkt das Bedürfnis? Wann tauchte dieses Bedürfnis zum ersten Mal auf (der früheste Zeitpunkt, an den man sich erinnern kann)? Ist es ein wiederkehrendes oder immer präsentes Bedürfnis bzw. ist man zum ersten Mal damit konfrontiert? Welche anderen Bedürfnisse, die das Bedürfnis nach Ruhe/Stille auslösen, sind nicht erfüllt? Zu den einzelnen Fragen:

 

Welche Lebensweise oder welche Situation im Leben stärkt das Bedürfnis nach Ruhe/Stille?

Ob es ein besonders nervenzehrender, lauter, überfüllter, fremdgesteuerter, einseitiger Job oder es eine solche Beziehung ist, ob du zu wenige soziale Kontakte hast, unter deinem Singledasein leidest oder eher der Mülleimer für anderer Leute Agenda, Leben und Sorgen bist: Etwas im Leben führt dich dazu, dass Ruhe und Stille von deinem System Körper-Geist-Herz-Seele als nützlich und nötig empfunden wird. Dieses Etwas zu eliminieren oder sich dort zu sich und seinen Bedürfnissen zu bekennen, kann das Ruhe/Stille-Bedürfnis abklingen lassen.

 

Wann tauchte dieses Bedürfnis zum ersten Mal auf (der früheste Zeitpunkt, an den man sich erinnern kann)? Ist es ein wiederkehrendes oder immer präsentes Bedürfnis bzw. ist man zum ersten Mal damit konfrontiert?

Wenn etwas bereits da war, man es von früher kennt, zum Beispiel aus der Kindheit in bestimmten Situationen oder aus dem Studium/der Ausbildung, als man stark gestresst war oder von harten Arbeitstagen, an denen man über seine körperlich-geistigen Grenzen gegangen war, schließt auf Folgendes: Es ist ein vom System etabliertes Reaktionsmuster auf Stress. Dieser kann emotionaler, psychischer oder körperlicher Natur sein.

Kennst du jedoch dieses Bedürfnis noch nicht und ist es jetzt erstmals aufgetaucht, so ist es wahrscheinlich, dass es ein Weg deines Systems ist, um auf etwas relativ Neues, Junges in deinem Leben zu reagieren, das an dir zehrt. Es kann eine Schwierigkeit deines Geistes sein, sich an das Neue anzupassen. Es kann aber auch aufzeigen, wie du mit Stress oder den Tiefen des Lebens umgehst (mit welcher Reaktion).

War dieses Bedürfnis jedoch schon immer vorhanden, so ist es Charakter- bzw. Konstitutionsfrage. Dann kann es durchaus Hochempathie, Hochsensibilität bzw. -sensitivität oder -begabung sein. Besonders im letzten Fall spult sich ein Schema ab: Das normale Leben, das einfache und selbstbezogene, vereinte, menschliche Leben mit all seinen Facetten vom Saubermachen bis sozialem Kontakt wird als trennend und unwichtig empfunden. Doch hier greift die Psychologie herein und sagt: Wenn etwas zählt, dann dass man sein Leben (aus)lebt. Lebt man jedoch im Geiste, so wie Hochbegabte, dann gibt es Gedanken und Projekte, die wichtiger erscheinen als so mancher Lebensaspekt. Mit Leben ist alles gemeint: laute und stille Freude, laute und leise Bedürfnisse, Nachgeben, Durchsetzung und Konfrontationen, Harmonie und Disharmonie usw.

Diesen Ansatzpunkt kann man auch verwenden, wenn man sich zu keiner dieser Kategorien zählt. Wo (in welchem Lebensbereich) gibt es ein Ungleichgewicht im Selbstausdruck, im Äußern deiner Bedürfnisse, im Erfüllen deiner Bedürfnisse?

 

Welche anderen Bedürfnisse, die das Bedürfnis nach Ruhe/Stille auslösen, sind nicht erfüllt?

Partnerschaft, soziale Kontakte (Freunde, Feiern, Treffen, vertrauensvolle Gespräche bzw. Ansprechpartner), Selbstausdruck in Hobbies und Leidenschaften, passendes Umfeld (lokal in Bezug zum Wohnort als auch der Familien-, Bekannten-, Freundes- und Kollegenkreis): All diese Bereiche geben uns etwas. Sollten sie jedenfalls. Sonst ist es verständlich, wenn wir uns nicht wohlfühlen und lieber unsere Ruhe erfahren möchten. Doch was sie uns geben (sollten), hat selten etwas mit Ruhe zu tun: Es ist wahrscheinlicher, dass es der Ausdruck und das Fühlen von Respekt, Teilhabe bzw. Mitgestaltungsraum, Zugehörigkeit, Ansehen, Anerkennung, Wahrgenommenwerden/ Aufmerksamkeit oder Zeit ist, um nur einige zu nennen. Sind diese nicht erfüllt, tendieren viele dazu, sich zurückzuziehen, weil sich ihre Art der Offensive als unwirksam herausstellte. Schaut man sich dann Menschen an, mit denen man alternativ und ersatzweise ein „Problem“ hat, weil sie zu laut sind oder rücksichtslos erscheinen, fällt eins auf: Sie machen es dennoch. Sie ziehen sich nicht zurück. Im Gegenteil: Sie suchen weiter und bleiben weiterhin, was sie sind. Sie kümmern sich weder um andere und was sie denken. Noch schränken sie ihre Stimme ein. Es ist deren Art der Offensive, um sich ein Bedürfnis zu erfüllen. Auch ihr Bedürfnis wird sich unter den eben genannten als Ausdruck finden.

 

Jetzt könnte es etwas wehtun

das Einzige, was stört, sind die Anderen und was sie von mir denkenWir haben also mindestens zwei „Sorten“ Mensch mit verschiedenen Ausdrucksformen ihrer Bedürfnisse. Während die einen „so“ sind, sind die anderen anders. Wir haben zudem mindestens zwei „Sorten“ Mensch mit verschiedenen Herangehensweisen ans Leben, an unerfüllte Wünsche oder Ziele sowie Umgangsweisen mit anderen. Beides lässt sich weder als gut noch schlecht bezeichnen. Im Gegenteil: Beide könnten voneinander lernen.

Erinnern wir uns erneut, was ich eingangs schrieb:

„Ob dir das gefällt oder nicht, spielt in diesem Moment keine Rolle für mich. Wie du damit umgehst, spielt keine Rolle. Für mich ist es gleichgültig, was du jetzt darüber denkst. Es wird an meinem Verhalten nichts ändern. Männer sind mir egal, die mein Verhalten störend finden könnten. Frauen sind mir egal, die mein Verhalten störend finden könnten. Kinder sind mir egal, die mein Verhalten störend finden könnten. Mein Augenmerk liegt auf mir und dem, was ich bin, will, fühle, welche Menschen es in meinem Leben gibt, was ich kann, was ich nicht kann, wie ich der Welt begegne. Ob es dir oder jemand anderem passt oder du es ablehnst, wie ich mich in der Welt bewege, wie ich ihr begegne, spielt keine Rolle für mich. Du wunderst dich darüber, dass ich so bin, wie ich bin und wie ich mich verhalte. Ich wundere mich darüber, dass du nicht so bist, wie ich und wie ich mich verhalte. Du magst anders sein als ich, gerade etwas Anderes brauchen, aber darauf kann ich keine Rücksicht nehmen. Ich mache dennoch das, was ich für richtig erachte.“

Welche dieser Fragen treffen dich am meisten?

  • Warum nehmen sich andere wichtiger als (m)ich?
  • Wieso achten andere nicht auf mich und meine Bedürfnisse?
  • Wieso ist es ihnen gleichgültig, was ich fühle, denke und brauche?
  • Wieso darf ich mich nicht danebenbenehmen, während andere es doch auch dürfen?
  • Wieso bin nicht ich laut und aufdringlich, wenn mir danach ist?
  • Wieso trage ich das, was mir Spaß und Freude bereite, nicht nach außen?
  • Wieso nerve ich Menschen nicht auch einmal mit meinen Bedürfnissen und setze mich durch?

Wir können jeder Herausforderung auf unterschiedlichste Weise begegnen. Wir können uns reflektieren und unser Denken, unsere Interpretationen ändern. Vielleicht lernen wir so, das, was uns als Kind verboten war, als Erwachsener wieder zurück zu integrieren. Wut allein, ohne sie auch auszudrücken, bringt allerdings wenig. Sie würde sich nur gegen uns selbst richten und so den Stress erhöhen. Die resultierenden Stressshormone blieben in unserem Körper und könnten dort ihren Schaden anrichten. Wenn wir in einer lauten Umgebung sind, müssen wir also Wege finden, sei es auch durch Kündigung, Umzug oder Ausdruck der empfundenen Belästigung.

 

Wenn “normal” nicht gut genug ist: Die Angst, nichts Besonderes zu sein

Wenn “normal” nicht gut genug ist: Die Angst, nichts Besonderes zu sein

 

Wir sind alle nur Menschen. Wir werden geboren, erzogen, lieben, lachen, weinen, verlassen. Wir haben alle Angst vor etwas. Unsere Körper werden unweigerlich krank, unsere Körperfunktionen schwächer und irgendwann sterben wir. Keiner kann sagen, wie, aber dass wir sterben, ist unvermeidbar. In der Zwischenzeit werden wir getrieben von Bedürfnissen: Essen, Trinken, Fürsorge, Zugehörigkeit, Bewegung, Selbstausdruck, Spiritualität, Sex, Klarheit, Selbstvertrauen, Macht, Freude, Gesundheit. Darin sind wir alle gleich.

Doch es gibt Menschen, die wir besonders finden, oder die von sich glauben, sie wären etwas Besseres. Einige bleiben authentisch dabei, andere brauchen die erhöhte Stellung, um sich gut zu fühlen. Besäßen sie sie nicht, würden sie Angst bekommen: Angst, nichts Besonderes zu sein. Vielleicht wünschst du dir insgeheim, auch etwas Besonderes zu sein und die alltäglichen Dinge und lästigen Aufgaben, Menschen zu dienen, Arbeiten usw. nicht machen zu müssen, stattdessen in deinen Fähigkeiten, in deinem Wert erkannt zu werden. Auch darin unterscheiden sich andere nicht von dir.

 

Wenn “normal” nicht gut genug ist: Die Angst, nichts Besonderes zu sein

Wunsch, etwas Besonderes zu seinIn Wahrheit hegen alle den Wunsch, etwas Besonderes zu sein und in dem Besonderen, das wir sind bzw. können, erkannt und unterstützt zu werden. Bei denen, die sich deshalb über andere stellen, finden wir verhältnismäßig oft Züge/Dimensionen eines ungesund narzisstischen Verhaltens. Deshalb schreit im Netz auch alles Narzisst!, wenn sich jemand über einen anderen Menschen stellt und ihn herabwürdigend, missbräuchlich, emotionslos (lieblos und rücksichtslos) behandelt. Ihnen ist gemeinsam, dass sie ein geringes Selbstwertgefühl besitzen, welches sie konstant anheben müssen, meist auf die Kosten anderer, die sich diese “besonders = wertvoll ” und “nicht besonders = wertlos”-Kategorien unreflektiert haben einreden lassen. Solltest du auch so denken, dann ist dir diesen Denken antrainiert worden (in deiner Erziehung, Erfahrungen, durch die Gesellschaft/Kultur).

Einigen wurde es in die Wiege gelegt, dass sie erst gar nicht versuchen bräuchten, besonders zu werden. Sie würden ohnehin nichts Besonderes können. Und obwohl sie viele wertvolle Fähigkeiten haben, stellen sie sich nie in den Vordergrund oder verbergen ihre Kompetenzen. Anderen wird seit ihrer Kindheit eingeredet, dass sie anders, nämlich besser und besonders, wären. Wiederum anderen wird eingebläut, dass sie besser zu sein haben, um entsprechend behandelt zu werden.

Wir bewegen uns auf dieser Skala hin und her und die Balance entscheidet. Pendeln wir stets um ein Extrem, fühlen und verhalten wir uns auch extrem. Dabei haben wir alle unsere Anflüge von Selbstzweifeln und Größenwahn, zum Beispiel, wenn wir uns darüber aufregen, wieso jemand, den wir für weniger wertvoll halten, so viel wertvoller behandelt wird oder jemandem etwas leichter fällt als uns.

  • Wieso hat der so viel Geld und ich nicht? (Ich kann es genauso gut/besser und verdiene viel weniger.)
  • Wieso hat sie diesen Job und ich nicht? (Ich leiste noch viel mehr als sie.)
  • Wieso hat der diese wunderschöne Frau und ich bin Single? (Ich sehe doch viel besser aus oder bin viel liebenswerter.)
  • Wieso erfährt der so viel Aufmerksamkeit und Anerkennung und ich nicht? (Mein Beitrag ist viel wertvoller.)

Wir messen uns und dadurch entsteht Angst, die im besten Fall dazu motiviert, dass wir unsere Ziele verwirklichen. Im ungünstigen Fall lähmt sie uns und lässt uns gar nichts erst versuchen oder sie schiebt uns direkt in den Burnout.

Mit der Angst davor, nichts Besonderes zu sein, lähmen wir uns vorwiegend selbst. Es sind solche Gedanken, die dazu führen: Du bist nichts, wenn

  • du nichts Besonderes bist
  • nicht besser als X
  • nicht herausstichst
  • nicht schön, schlank, charismatisch usw. bist
  • nicht in einer Partnerschaft lebst (keinen Partner findest)
  • nicht Top-Karriere mit Familie und liebevoller Partnerschaft balanciert bekommst
  • nicht 5.000 Euro monatlich verdienst
  • nicht im eigenen Haus mit Hund und Hof und dickem Auto lebst
  • nicht deine Berufung lebst
  • u. v. m.

Die Angst, nichts Besonderes zu sein, flankiert durch unsere Gesellschaft wie ein Wirbelsturm und kaum einer prangert es an. Stattdessen werden Vergleiche noch gefördert.

Wo liegt nun der Unterschied zwischen denen, die vermeintlich viel mehr haben und denen, die kämpfen müssen oder sich schon ergeben haben?

 

Vermeintlich besondere Menschen denken nur “besonders”

Angst, nicht zu genügen, wenn man nur normal istSie verfügen vielleicht über mehr Mittel und Ressourcen, aber vor allem besaßen/besitzen sie den Glauben, sie wären (mindestens oder auf jeden Fall) genauso gut wie alle anderen und könnten genauso erreichen, was andere erreichten, zum Beispiel die hohe Position im Unternehmen, das hohe Gehalt, den Partner usw. Punkt. Das ist das ganze Geheimnis.

Doch (wahrer) Glaube ist nicht zu verwechseln mit Wert: Wer meint, mehr wert zu sein wegen seiner Besitztümer (auch Partner, Familie, Freunde, Anerkennung usw.), vergisst, dass er doch ein sterblicher und verletzlicher Mensch bleibt, der sich in nichts Wesentlichem von jemandem unterscheidet, der diese „Bereicherungen“ (momentan) nicht besitzt. Immerhin bringt jede Bereicherung auch ihre Nachteile mit sich: alles Gute kann auch schlecht werden oder von heute auf morgen ändert sich das Leben schlagartig. Nichts auf dieser Welt ist wahrhaftig sicher. Nicht einmal Selbstzweifel oder Angst.

Selbst, wenn man etwas besonders gut kann, man Jahre seines Lebens investiert hat, sich in der Fähigkeit zu perfektionieren, ist einem die höchste Treppe keineswegs sicher. Andere werden einem folgen und ebenso Anerkennung für ihre Fähigkeiten ernten. Während man nicht vergessen wird, wird man aber sicher kurz verblassen. Man muss am Ball bleiben, sich als gleichwertig ansehen, den Glauben an sich und sein Ziel im Fokus behalten, sich für andere (wie für sich) freuen und sich im besten Fall weder mit Neid, Gier, Frust noch Eifersucht bekleckern.

Wenn du das nächste Mal traurig oder zweifelnd bist, wieso einige Menschen mehr haben als du oder es dich ärgert, dass dich jemand vermeintlich Besseres von oben herab behandelt, erinnere dich daran:

Neid ist okay. Neid zeigt dir deine Wünsche. Gönne sie dir. Gönne sie den anderen Menschen ebenso. Doch Menschen, die dich wertloser behandeln, haben Angst davor, nicht besonders zu sein und nicht besser als alle anderen. Wenn du andere abwertest, begibst du dich auf dieselbe ängstliche Ebene, aus deiner eigenen Angst heraus, nichts Besonderes zu sein. Vielleicht kennst auch du diese Angst bewusst von dir und magst sie so gar nicht leiden? Wenn wir etwas nicht mögen, wehren wir es ab. So bewältigen Menschen ihre Angst. Aber eventuell heißt Bessersein für dich/die anderen “genug”. Denn nur “gut” zu sein, ist eventuell unzureichend? Dann tut es ihnen gut, das zu glauben, denn es schürt keine Ängste. So haben sie das Gefühl, dass sie eher den Herausforderungen und Stürmen des Lebens gewappnet wären. Es ist ihre Art, dem Leben und sich zu begegnen. Nur in dieser unterscheiden wir uns.

Werden die Stürme deshalb ausbleiben? Nein.

Werden sie weniger stark ausfallen? Nein.

Werden sie leichter mit ihnen umgehen können? Keineswegs.

 

Was du von besonderen Menschen lernen kannst

Es tut gut, zu verstehen, dass wir alle gleich sind und niemand wertvoller bzw. wertlos.

Jeder muss durch eigene Lernprozesse hindurch, beschreitet seine Wege zu seiner Begabung/Befähigung/Perfektion, so mancher hatte Gönner oder ein wenig mehr Atem. Aber kein Mensch kommt besser oder wertvoller oder besonderer auf die Welt.

Es sind immer unsere Taten und wie wir sie für unser Leben und diese Welt einsetzen, die unseren Wert bestimmen. Die Entscheidung zu diesen Schritten kommt dabei von dir. Ein hochbegabtes Kind wird lernen müssen, dass ihm seine Begabung wenig nützen wird, wenn es sie nicht einsetzt. Lässt es sie unbeachtet und glaubt, das Glück würde schon vom Himmel fallen, wird es eher aus allen Wolken fallen. Wenn du deine Fähigkeiten unausgereift lässt oder die Lernprozesse, die nötig sind bis zur Expertise, abwehrst, bleibst du auf deiner jetzigen Treppe stehen. Das ist okay, wenn es für dich okay ist. Du bestimmst deinen Wert – kein anderer, auch die nicht, die Angst davor haben, selbst nur ein normaler, sterblicher und verletzlicher Mensch zu sein.

Expertise ist aber nie nur beruflich, sondern immer auch persönlich. Werde zuerst ein Experte in Bezug zu deinem Selbstbild und Selbstwert. Vertraue dir zuerst und prüfe die Worte anderer. Erkenne die Angst des Anderen, bevor du dir die Notwendigkeit zu Selbstzweifeln einredest. Werde ein Experte für dich und widme dich dann deine Fähigkeiten.