Von Menschen, die mit Tieren leben, oder die Tiere sogar mehr lieben als Menschen

Von Menschen, die mit Tieren leben, oder die Tiere sogar mehr lieben als Menschen

Manche Menschen lieben Tiere mehr als Menschen. Nicht selten werden sie abschätzig bestaunt, gelten als unsozial und müssen sich vielen Schimpfwörtern aussetzen. “Katzenmuttis” ist eins davon, auch wenn es mehr solcher Namen für Frauen gibt als für Männer, was wohl unter anderem daran liegt, dass Männer häufiger als aggressiv oder unkuschelig geltende Tiere halten wie Hunde, Reptilien und mehr. Frauen hingegen fühlen sich eher zu zarten und kuscheligen Tieren hingezogen, wie Katzen beispielsweise. Abgesehen von dieser sozialen Rezeption und beschränkten Wahrnehmung sowie Be- und Verurteilung, haben tierliebe Menschen aber einige Gemeinsamkeiten, die sie – zumindest in meinen Augen – zu sehr wertvollen Personen der Gesellschaft machen. Und darüber hinaus ist der Einfluss, den Tiere auf Menschen haben, nicht zu unterschätzen.

Eigenschaften von tierlieben Menschen, Tieren und deren Verbindung

die positiven Auswirkungen von Tieren auf die menschliche Psyche

Alle in der Beziehung Mensch-Tier bringen ihre individuellen Eigenschaften mit sich, die wiederum die Verbindung charakterisieren. Aber ich meine doch, Menschen, die Tiere lieben und/oder mit ihnen leben – das jedenfalls sind meine Beobachtungen -, sind in fast allen Fällen

  • empathisch
  • verantwortungsbewusst
  • fürsorglich
  • liebevoll/herzlich/freundlich
  • empfänglich
  • sensibel/zart/sanft
  • verständnisvoll
  • geduldig
  • respektvoll
  • zurückhaltend
  • aufopferungsvoll
  • wenig egoistisch
  • aber doch oft eigen und nicht selten freiwillige Außenseiter oder anti in Anbetracht bestimmter sozialer “Auflagen”
  • freidenkerisch
  • brauchen viel Zeit für sich (zur Reflexion, zum Rückzug oder für ihre Hobbys und Innenwelten bzw. für ihren Selbstausdruck)
  • doch bedingt gefügig (dort, wo sie müssen)

Wenigstens diese kleine Liste sollte zeigen, dass Menschen, die Tiere lieben, alles, aber nicht asozial oder verkorkst wären, wie es einen so mancher einzureden versucht. Im Gegenteil: Sie vermögen es, sich einem Wesen ganz hinzugeben, und das, obwohl es nicht einmal biologisch zur selben Rasse gehört, sondern evolutionär als untergeben und weniger “hoch” gilt. Das bringt eine weitere Eigenschaft mit sich: Tierliebe Menschen haben oft die Fähigkeit, alle Menschen (erst einmal) als gleich und wertig zu betrachten, wenn auch nur solange, bis der Mensch seinen Respekt nicht mehr verdient. Doch bis dahin gibt es wenige Schwächen und Fehler, die ihn in seinen Augen nichtig machen würden.

Tiere hingegen sind je nach Charakter eben schön oder ein Charaktertier, wie man so schön sagt. Und doch haben alle ihre eigene Schnauze oder ihren ganz eigenen Kopf. Meine Tiere zu Beispiel (zwei Katzen, weil ich befürchtet hatte, die eine wäre eventuell einsam, wenn ich zum Arbeiten außer Haus bin) sind beides. Während die Eine fast ohne Charakter auskommt und schon peinlich genau typisch Katze ist, ist die andere so eigen, dass man selten die Abstammung Katze benutzen würde. Sie gurrt wie eine Taube (weil sie nicht schnurren kann), holt Spielzeug, das man durch den Raum wirft zu dir zurück (wie ein Hund) und benimmt sich ansonsten wie ein Mensch. Oder vielleicht denkt sie auch nur, ich wäre eine komische, große und fast haarlose Katze … Man weiß es nicht genau. Aber hat man sich auf das Tier erst einmal eingestellt, bringt es ganz besondere – wenn nicht sogar wunderbare, neue Aspekte in das Leben, denn Tiere

  • strafen nicht, sondern lieben
  • vergleichen dich nicht mit anderen
  • meckern nicht (oder selten, z. B. wenn man sie schlecht behandelt oder nicht füttert), sondern verzeihen sekündlich
  • wenden sich nicht ab, wenn jemand vermeintlich Besseres um die Ecke kommt, sondern sind treu und dir ergeben
  • bewerten nicht, sondern mögen den, der sie mag und gut behandelt
  • kümmern sich (siehe auch der neueste Trend der Therapietiere)
  • haben heilsame Eigenschaften, fühlen, dass du leidest oder Schmerzen hast bzw. krank bist und weichen in solchen Momenten nicht von deiner Seite (Katzen beispielsweise senken nachweislich den Blutdruck und Herzschlag) und Hunde werden bei Depressionen und gegen das Alleinsein angeraten
  • sind bei dir, was auch immer in deinem Leben vor sich geht, egal, wie es dir geht und selbst dann, wenn alle sich abgewandt haben
  • passen sich meist deinem Tagesrhythmus an und verbringen so deinen Tag mit dir gemeinsam
  • gehören zur Familie und sind gleichwertige Mitglieder
  • sind dankbar
  • u. v. m.

Nur wenige Verbindungen, die ein Mensch eingehen kann, haben diese Eigenschaften, die beständig sind und bleiben. Einige Ehen und Freundschaften habe ich erlebt, von denen ich das behaupten kann, aber der Rest ging im Sand des Lebens unter – wenn auch ungewollt.

Von Männern und ihrer Liebe zu Hunden

Tiere sind gut für die Psyche

Es gibt zuhauf Zitate großer Persönlichkeiten, deren Meinung über ihre liebsten Tiere bekannt ist. Beginnen wir mit Männern und Hunden:

“Wenn es im Himmel keine Hund gibt, gehe ich dort auch nicht hin.” (P. Brown)

“Je mehr ich von den Menschen sehe, umso lieber habe ich meinen Hund.” (Friedrich der Große)

“Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzulächeln und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen!” (Maxim Gorki)

“Hunde kommen in unser Leben, um zu bleiben. Sie gehen nicht fort, wenn es schwierig wird, und auch, wenn der erste Rausch verflogen ist, sehen sie uns noch immer mit genau diesem Ausdruck in den Augen an. Das tun sie bis zu ihrem letzten Atemzug. Vielleicht, weil sie uns von Anfang an als das sehen, was wir wirklich sind: fehlerhafte, unvollkommene Menschen. Menschen, die sie sich dennoch genau so ausgesucht haben. Ein Hund entscheidet sich einmal für den Rest seines Lebens. Er fragt sich nicht, ob er wirklich mit uns alt werden möchte. Er tut es einfach. Seine Liebe, wenn wir sie erst verdient haben, ist absolut.“ (Picasso)

“Ich habe große Achtung vor der Menschenkenntnis meines Hundes. Er ist schneller und gründlicher als ich.” (Otto von Bismark)

“Unter hundert Menschen liebe ich nur einen, – unter hundert Hunden neunundneunzig.” (Marie von Ebner-Eschenbach)

„Wer nie einen Hund gehabt hat, weiß nicht, was lieben und geliebt werden heißt.“ (Arthur Schopenhauer)

“Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen.” (Ernst R. Hauschka )

“Dass mir der Hund das Liebste ist, sagst Du, Oh Mensch, sei Sünde. Der Hund bleibt Dir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.” (Franz von Assisi)

“Wer nie einen Hund gehabt hat, weiß nicht, was Lieben und Geliebt werden heißt.” (Arthur Schopenhauer)

“Wenn ein Hund nicht auf Sie zulaufen mag, nachdem er Ihnen ins Gesicht geblickt hat, sollten Sie nach Hause gehen und Ihr Gewissen überprüfen.” (Thomas Woodrow Wilson)

Von Frauen und ihrer Liebe zu Tieren bzw. zu Katzen

wie uns Tiere bei Angst und Depressionen helfen zu heilen

Natürlich gibt es auch Frauen, die ähnlich über Hunde denken, nur sind hier die Zitate weniger breit gestreut. Man findet Aussagen von Frauen der Welt- und Zeitgeschichte eher über Tiere im Allgemeinen oder Katzen im Besonderen – und das nicht etwa, wie so manch engstirniger Mensch denken mag, weil sie alte Jungfern, ungewollte Spinster oder kinderlose, ungeliebte Weiber ohne Mann wären. (Nicht meine Zitate, sondern dass, was ich bislang gehört und gelesen habe!)

Für Frauen sind Tiere nicht nur (wie bei Männern die Tiere auch) beste Freunde, sondern sie nähren eben die weibliche Sehnsucht nach Fürsorgen und Lieben – egal, ob die Frau eigene Kinder hat oder nicht, einen Partner oder nicht. Für viele Frauen sind Tiere (oder Katzen im Speziellen wie bei mir) vor allem auch ein Ausdruck ihres Selbst. Sie spiegeln sich gegenseitig und fühlen sich am wohlsten in eben dieser Spiegelung. Es ist Verständnis auf einer tiefen Ebene, ob man sie verstehen kann oder nicht.

Denn vergessen wir letzten Endes nicht, was uns ein chinesisches Sprichwort zu lehren versucht: Wer Katzen nicht mag, bekommt keine schöne Frau. Okay, Spaß beiseite. Hier nun ein paar schöne Zitate über die Liebe zu Katzen (nicht nur von Frauen!):

Es gibt zwei Möglichkeiten, vor dem Elend des Lebens zu flüchten: Musik und Katzen. (Albert Schweitzer)

Frauen sind wie Katzen: Beide kann man nur zwingen, das zu tun, was sie selber mögen. (Colette)

Wer eine Katze hat, braucht das Alleinsein nicht zu fürchten. (Daniel Defoe)

Auf leisen Pfoten kommen sie wie Boten der Stille, und sacht, ganz sacht, schleichen sie in unser Herz und besetzen es für immer mit aller Macht. (Eleonore Gualdi)

Respekt vor Katzen ist der Anfang jeglichen Sinnes für Ästhetik. (Erasmus Darwin)

Wirklich großartig ist, dass es Katzen in allen Varianten gibt. Man findet sie passend zu jeder Art der Persönlichkeit und der Laune. Aber unter dem Pelz lebt unverändert eine der freiesten Seelen der Welt. (Eric Gurney)

Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt: durchs Leben zu gehen, ohne Lärm zu machen. (Ernest Hemingway)

Die Menschheit lässt sich grob in zwei Gruppen einteilen: in Katzenliebhaber und in vom Leben Benachteiligte. (Francesco Petrarca)

Katzen sind Hunde mit Hochschulabschluss. (Grace Hodgson)

Ich liebe die Katzen, weil ich mein Heim genieße und sie nach einer Weile dessen sichtbare Seele werden. (Jean Cocteau)

Ein Haus ohne Katze ist wie ein Aquarium ohne Fisch. (Jean-Louis Hue)

Katzen sind schlauer als Hunde. Du wirst niemals acht Katzen dazu bringen, einen Schlitten durch den Schnee zu ziehen. (Jeff Valdez)

Für blinde Seelen sind Katzen ähnlich. Für Katzenliebhaber ist jede Katze von Anbeginn an absolut einzigartig. (Jenny de Vries)

Jedes Katzentier ist ein Meisterstück der Natur. (Leonardo da Vinci)

Jemand, der nicht bereit ist, seine Katze zu verwöhnen, bekommt niemals die Belohnung, die sie bereit ist, demjenigen zu schenken, der sie verwöhnt. (Mackenzie)

Ich habe nie geheiratet, weil ich drei Haustiere zu Hause habe, die den gleichen Zweck erfüllen wie ein Ehemann. Ich habe einen Hund, der jeden Morgen knurrt, einen Papagei, der den ganzen Nachmittag flucht, und eine Katze, die spät in der Nacht nach Hause kommt. (Marie Corelli)

Hunde kommen, wenn sie gerufen werden. Katzen nehmen die Mitteilung zur Kenntnis und kommen gelegentlich darauf zurück. (Mary Bly)

Katzen lieben Menschen viel mehr, als sie zugeben wollen, aber sie besitzen so viel Weisheit, dass sie es für sich behalten. (Mary E. Wilkins Freeman)

Katzen sind die rücksichtsvollsten und aufmerksamsten Gesellschafter, die man sich wünschen kann. (Pablo Picasso)

Katzen wurden in die Welt gesetzt, um das Dogma zu widerlegen, alle Dinge seien geschaffen, um den Menschen zu dienen. (Paul Gray)

Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe. (Rainer Maria Rilke)

Wo immer eine Katze sich niederlässt, wird das Glück sich einfinden.(Stanlay Spencer)

Wenn Du ihre Zuneigung verdient hast, wird eine Katze dein Freund sein, aber niemals dein Sklave. (Theophile Gautier)

Und wieso? Tiere tun der Seele gut.

Tierliebe die Liebe zwischen Mensch und Tier

Das ist das ganze Geheimnis. Während man sich beizeiten im Beisein von Menschen fehlplatziert, ausgeschlossen, unverstanden oder unwohl fühlt – aus welchen Gründen auch immer -, ist man in der Gesellschaft von Tieren emotional sicher.

“Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund.” (Hildegard von Bingen)

Viele berichten von eben dieser Wirkung, nicht zuletzt wissenschaftliche Studien über Katzen, Hunde und vornehmlich Pferde. Mehr Informationen zur heilsamen Wirkung von Tieren findest du hier in meinem Blogpost >>

Ist ein Leben allein mit Tieren besser?

Wer stark von der Gesellschaft oder einigen Menschen enttäuscht ist/wurde oder sich nur schwer einfügen kann/will, der wird das sicher bejahen. Ich hingegen würde meinen, dass beide Gesellschaften ihre Vor- und Nachteile haben. Menschen vermögen es, einem andere Gefühle zu verschaffen, die Tiere einem so niemals geben können. Auch und besonders die Kommunikation – in Form von verbindenden Gesprächen oder sozialen Unternehmungen – können Tiere nicht ersetzen. Ganz ohne Menschen geht es wohl nur, wer so in sich gefestigt ist, dass er selbst Zeiten des Alleinseins nie mit Einsamkeit in Verbindung bringt oder diese gut zu kontrollieren weiß.

Ganz ohne Tiere hingegen kann man zwar leben, aber welchen Sinn hat das, wenn man sie liebt? Ich selbst habe ein paar Jahre meines Lebens versucht, ohne zu leben. So richtig wiederaufgeblüht bin ich aber erst, als ich mir wieder Tiere ins Haus geholt habe.

Wie geht es dir mit Tieren? Ich freue mich über deine Meinung in den Kommentaren!

Hilft Kamille bei Angstzuständen und Panikattacken?

Hilft Kamille bei Angstzuständen und Panikattacken?

Die einen lieben sie, die anderen hassen sie: die Kamille. Da ich oft gefragt werde, welche natürlichen Heilmittel bei Ängsten wirken können und insbesondere, ob Kamille (Chamomilla recutitain) – sei es als Tee, Sud oder Tinktur – gegen Angstzustände und Panikattacken helfen kann, habe ich einen ausführlichen Bericht dazu verfasst. Nach mehreren eigenen Phobien und fünf Jahren Beschäftigung mit Angststörungen und Betroffenen lautet meine Antwort nämlich: Ja, bei vielen (wie auch bei mir) wirkt die Heilpflanze sehr unterstützend, denn sie gilt als angstlösend. Auch Ratgeber und Studien berichten, sie sei bestens geeignet zur Anwendung bei Stress, Unruhe, Reizmagen und -darm sowie menstruationsbedingt/hormonell verursachte Gefühlsherausforderungen wie Ängste. Wieso und wie du Kamille in verschiedenen Formen für dich verwenden kannst, erfährst du in diesem Blogbeitrag.

Die Wirkung von Kamille bei Angstzuständen, Stress und andere Beschwerden

wirkt kamille gegen stress und angstzustände?
Das Nervensystem liebt Kamille: Ihr wird nicht nur beruhigende und angstlösende Wirkung nachgesagt. Auch bei anhaltender Nervosität und Schlafstörungen wird sie empfohlen.

Ich erinnere mich ungern an meine Angst, aber ich weiß noch sehr genau, dass ich hochdosierten Kamillentee trank – in Massen, um die Intensität meiner Ängste zu lindern. Ohne zu ahnen, welche Wirkung den gelben Blüten bei den verschiedensten Beschwerden nachgesagt wird, trank ich ihn vor, während und nach heftigen Angstzuständen, teilweise auch abends vor dem Schlafengehen.

Kamille enthält eben den Neurotransmitter GABA, der maßgebend bei der Reduktion von Stress und Ängsten ist. Das ahnte mein Körper wohl unbewusst. Das beliebte Naturheilmittel gegen Bauchschmerzen, Erkältungen und Entzündungen aller Art ist aufgrund seines ätherischen Öls so wirksam. Es gilt daher als

  • antibakteriell
  • beruhigend
  • entzündungshemmend
  • krampflösend
  • geruchsmindernd
  • schmerzlindernd und
  • reinigend.

So soll die Kamille gut wirken bei

  • niedrigem Blutdruck
  • Diabetes
  • Angstzuständen
  • depressiven Verstimmungen
  • Überforderung
  • nervöser Unruhe
  • psychischen und emotionalen Stress
  • stressbedingten, nervösen Verdauungsstörungen sowie Reizmagen, Reizdarm, Blähungen, Durchfall, Verstopfung
  • Magen- und Darmschleimhautentzündungen und Magenkrämpfen
  • Candida-Entzündungen (im Mund- und Genitalraum)
  • bakterielle Hautentzündungen und -erkrankungen (äußere Anwendung) wie Akne und Wunden im Allgemeinen
  • Körpergeruch (äußere Anwendung)
  • Entzündungen der Mundhöhle, des Zahnfleisches und der Mundschleimhaut
  • Erkrankungen der Atemwege (Inhalationen), besonders Rachenentzündungen, Schnupfen, Heiserkeit, Sinusitis
  • Entzündungen im Genital- und Analbereich
  • Schlafstörungen
  • menstruationsbedingter Unruhe und Angst (Sitzbäder).

Und selbst Pflanzen, so glaubte man früher, könne die Kamille heilen: Man pflanzte sie deshalb in die unmittelbare Nähe zu kranken und schwachen Pflanzen, so sehr war man von der Wirkung der Heilkraft der Kamille überzeugt.

Studienergebnisse und nachgewiesene Wirkungen der Kamille

wirkt kamille gegen stress und angstzustände?

Besonders glücklich kann die Wirkung der Kamille bei darmbasiertem Stress, nervösen Verdauungsbeschwerden und dadurch entstehende Ängste sein. In der Psychologie ist die Existenz von darmbasierten Depressionen und substanzinduzierter Angst hinlänglich bekannt. Auch Giulia Enders verwies in ihrem Klassiker “Darm mit Charme” darauf, dass Personen mit Reizdarm oder Darmschleimhautentzündungen übermäßig hoch von Angstzuständen und Depressionen betroffen seien. Intoleranzen und Unverträglichkeiten können ihr Übriges tun. Kamille aber verhindert Entzündungen im Körper, vermindert das Wachstum von Bakterien und wirkt auf die Muskeln im Magen-Darm-Trakt krampflösend.

Krampflösend ist Kamille auch bei Menstruationsbeschwerden. Eine Studie im Iranian Journal of Obstetrics, Gynecology and Infertility berichtete im Jahre 2010, dass die Studienteilnehmerinnen durch Kamillentee weniger Ängste und Stress empfanden (und weniger Krämpfe). (1)

Studien aus dem Jahr 2010 und 2017 zeigten die besondere Wirkung von Kamille gegen Schlafstörungen. In der 2010er Studie berichteten 10 von 12 Teilnehmer, schneller nach der Einnahme von Kamille eingeschlafen zu sein. Forscher fanden heraus, dass sich der Wirkstoff Apigenin an denselben Rezeptor im Gehirn heftet wie Benzodiazepin (und entsprechender Rezeptor). (3) 2017 hatten ältere Menschen Kamillenextrakt (2 x täglich, 400 mg) eingenommen. Nach nur einem Monat zeigten sie einen erheblich besseren Schlaf als Personen der Kontrollgruppe. (3) Kamille vermag zwar in der Intensität nicht vergleichbar sein mit Schlafmitteln oder Beruhigungsmedikamenten, aber wer Kamille mag, könnte sie u. a. bei Ein- und Durchschlafproblemen sowie Ängsten testhalber ausprobieren. (Bei ernsthaften und anhaltenden gesundheitlichen Herausforderungen sollte man dennoch vorher seinen Arzt des Vertrauens konsultieren.)

Mit Mutti Natur gegen unruhige und angstvolle Zeiten: So kannst du Kamille verwenden

kamille gegen angst, stress und unruhe

Viele Menschen denken, es wäre schwer oder aufwendig, seine eigenen Naturheilmittel oder Hausmittelchen herzustellen. Dabei braucht man, je nach Form, nur die Pflanze selbst und ggf. ein, zwei kleinere Beigaben, wenn es Cremes oder Tinkturen werden sollen. Wichtig zu wissen ist nur, dass die Wirkstoffe abhängig von der Form der Zubereitung beeinflusst werden. Die beste Wirkung erzielt man mit Kamille in wässeriger bzw. mit alkoholischer Zugabe als Form.

Kamille eignet sich zur äußeren und inneren Anwendung als

  • Tee (in Beuteln, fertig zubereitet)
  • Aufguss (frischer Blüten) und kräftiger, hochdosierter Sud
  • Tinktur (mit Alkohol)
  • Salben
  • Badezusätze (mit Badekamille)
  • Inhalationszusätze (am besten mit Kamillan oder Produkten mit standardisierter Herstellung für eine hohe Reinheit)
  • u. v. m.

Meine eigenen Helferrezepte (Nachmachen auf eigene Faust!)

Tees, Sitzbäder und mehr: Lose Blütenblätter sind oft alles, was du brauchst.

Tee aus Kamillenblüten (zur Beruhigung bei Stress oder zum Einschlafen): 3-5 x täglich 10-15 Gramm (1 TL = rund 1 Gramm) lose Kamillenblüten (am besten in Bio-Qualität) in ein Teesieb oder Teefilter geben und mit kochendem Wasser übergießen. 10-15 Minuten ziehen lassen und schluckweise trinken, am besten mit so viel Ruhe wie möglich.

Sitzbäder gegen Scheidenentzündungen, Krämpfe, verspäteter Menstruation und Unterleibsbeschwerden (z. B. Weißfluss): Pro 10 Liter Wasser verwende ich 50 Gramm lose Badekamille bei einer Wassertemperatur von 37 Grad Celsius für 10-15 Minuten.

Bei nervösen Magenverstimmungen und -beschwerden: 3-5 x täglich zwischen den Mahlzeiten Kamillentee aus 10 Gramm Blüten schluckweise trinken. Bei Blähungen verwende ich bis zu 20 Gramm.

Bei Nieren- und Blasenbeschwerden und zur Anregung des Stoffwechsels: 3 x täglich eine Tasse mit 2-3 Gramm losen Blüten mit kochendem Wasser übergießen, 10-15 Minuten ziehen lassen und trinken.

Fertiges Kamillan (Kamillenextrakt) gibt es natürlich auch in der Apotheke und online zu kaufen. Kamillan ist dabei wohl das bekannteste, wobei es das Produkt sowohl als Spray zur Anwendung im Rachen und der Mundhöhlen gibt, als auch als Flüssigkeit, teils auch mit weiteren Zusätzen wie Schafgarbe.

Zum Schluss: Darf jeder Kamille zu sich nehmen?

Nein. Für Präparate werden die Blüten, das Kraut und die Samen der Kamille verwendet. Kamille sollte also nicht von Personen, die allergisch auf Pollen und/oder Korbblütler im Speziellen reagieren, verwendet werden. Die Blüten können immer verunreinigt sein. Außerdem wird strengstens davon abgeraten, Kamillenpräparate im Augenbereich anzuwenden. Die sehr feinen Haare der Kamille reizen die Bindehaut zu stark, selbst dann, wenn sie höchst penibel abgeseiht wurden.

Leseempfehlungen zum Thema

Johannes Pechatschek.Kamille: Ein grosses Geschenk der Natur. Ennsthaler: 2009, 4. Auflage.

Mannfried Pahlow. Das große Buch der Heilpflanzen: Gesund durch die Heilkräfte der Natur. Nikol: 2013.

Quellen:
(1) Chamomile Tea For Relief of Primary Dsymenorrhea. Iranian Journal of Obstetrics, Gynecology and Infertility. März 2010. https://www.researchgate.net/publication/286965003_Chamomile_tea_for_relief_of_primary_dysmenorrhea (Zugriff am 7.5.2019)

(2) Chamomile: A herbal medicine of the past with bright future. Mol Med Report. Nov 2010. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2995283/ (Zugriff am 7.5.2019)

(3) PhytoDoc-Redaktion. Kamille. https://www.phytodoc.de/heilpflanzen/kamille (Zugriff am 8.5.2019)

Mutti Natur #1: Die Heilpflanze Löwenzahn & ihre Anti-Wut-Wirkung

Mutti Natur #1: Die Heilpflanze Löwenzahn & ihre Anti-Wut-Wirkung

Wir sind es gewohnt, bei den kleinsten Kleinigkeiten zu Medikamenten zu greifen. Sogar Ärzte verschreiben lieber eine Tablette, als sich an die Alternativen zu halten. Die Natur bietet uns Menschen – auch in Großstädten – dabei eine Fülle an pflanzlichen Alternativen. Eines meiner liebsten Wildkräuter ist Löwenzahn in all seinen Bestandteilen. Man findet ihn nicht nur sehr leicht, man kann ihn überraschenderweise vielfältig in der Küche, Naturkosmetik und gegen körperliche und psychische Beschwerden anwenden.

Keine Lust zu lesen?

Dann scrolle einfach herunter und schau dir mein neues Video zu Löwenzahn an!

Der botanische Name von Löwenzahn ist Taraxacum officinale. Im Volksmund wird er auch Pusteblume, Milchblume oder Pfaffendistel genannt. Löwenzahn ist das Wildkraut der Wahl bei vielen Beschwerden und Belastungen – besonders für die Verdauungsorgane, Leber und den Geist bei schlechten Stimmungen und Müdigkeit. Er wirkt entzündungshemmend und krampflösend.

Löwenzahn ist im Handel erhältlich als

  • Pulver
  • Tinktur
  • Essenz
  • Tee
  • Öl
  • Extrakt bzw. Saft
  • Tropfen
  • Samen zum Anpflanzen.

 

Physische und psychische Wirkung von Löwenzahn

Löwenzahn, auch bekannt als Pusteblume, blüht im April Mai und sollte vorher geerntet werdenLöwenzahn kann dem Körper bei

  • Blähungen,
  • Völlegefühl,
  • Verstopfung,
  • sonstige Verdauungsstörungen,
  • Appetitlosigkeit,
  • Stoffwechselbeschwerden,
  • Leber- und Blutreinigung sowie
  • Hautunreinheiten und Hautausschlag

unterstützend helfen. Als Tee können die Blätter und Wurzeln das Immunsystem stärken und gegen Erkältungen helfen. Besonders die oberen Atemwege rege er an, sodass Schleim gut abgehustet werden könne.

Auf psychisch-seelischer Ebene wird ihm nachgesagt, dass er positiv auf die

  • Stimmung,
  • Lebendigkeit,
  • Konzentration,
  • gegen Leistungsschwäche, Ärger, Zorn, Wut, Frust, innere Unruhe, latente Aggressionen, Ziel- und Planlosigkeit sowie
  • angestaute Gefühle

wirke. Er wird besonders gegen ein verbittertes Gemüt empfohlen.

 

Verwendung von Löwenzahn und einige Rezepte

Löwenzahn lieber nicht an Wegen oder Straßen pflücken.Löwenzahn nur frisch aus dem Wald oder von Wiesen ernten! Wegen der hohen Schadstoffbelastung lieber nicht am Wegrand oder in der Nähe von Straßen pflücken. Wer Löwenzahn-Anfänger ist, sollte mit den Mengen etwas kleiner beginnen, um seinen Körper an den bitteren Geschmack zu gewöhnen. Wer es so gar nicht bitter-herb mag, der kann den Löwenzahn für ein paar Stunden in Salzwasser legen, sodass die Bitterstoffe entzogen werden. Aber das lässt den Löwenzahn natürlich etwas ungesünder zurück, da die Bitterstoffe die guten Stoffe sind. Mehr dazu weiter unten unter Löwenzahl: Die besondere Wirkung seiner Inhalts- und Vitalstoffe. Grundsätzlich wird empfohlen, Löwenzahn innerlich nur vier bis sechs Wochen anzuwenden.

Vom Löwenzahn verwendet man die Blüte, Blätter und Wurzel – sowohl im frischen als auch getrockneten Zustand. Seine jungen Blätter (5-8 cm) sind in entgiftenden Frühlingssalaten (Ich nehme maximal zehn Blätter pro Salat) zu empfehlen.

 

Verwendung frischer Löwenzahnblätter

Löwenzahnblätter können wir Tees verwendet werden oder im SalatAuch für Tees eignen sich frische Blätter, weil sie nach dem Winter schön detox wirken. Dafür reicht schon ein frisches Blatt, in Streifen schneiden oder zerkleinern und zehn Minuten ziehen lassen. Wer getrocknete Blätter verwenden möchte, nimmt zwei bis drei Teelöffel. Besonders beim Trinken des Tees während des Essens kann er helfen, besonders schwere oder fettige Speisen besser zu verdauen. Hier gilt: Nicht mehr als ein- bis zwei-, maximal dreimal pro Tag zu dir nehmen. Diese Angabe gilt für Tassen, nicht Becher.

Aber auch als frisch gepresster Saft ist er jeden Morgen bedingungslos zu empfehlen. Dem Saft wird nachgesagt, dass er am wirksamsten sei. Deshalb am besten frisch pressen und trinken.

 

Verwendung frischer Löwenzahnwurzeln

Die Wurzeln (für Tees, Säfte oder Tinkturen) sollten idealerweise noch im April (bevor die Blüten gelb werden) oder im Herbst (Oktober) geerntet werden. Sonst haben sie weniger Kraft. Man kann sie unter kaltem Wasser gesäubert und dann geschnitten unter normales Gemüse heben.

Aus nur 1,5 Gramm lässt sich auch ein wirksamer Teeaufguss herstellen. Für einen Liter soll man zwei bis drei gesäuberte Wurzeln verwenden. Dafür über Nacht in Wasser stehenlassen und am Morgen aufkochen, zehn Minuten ziehen lassen und die Kleinteile durch ein Sieb auffangen (und wegwerfen). Den Sud wie Tee trinken. Die Wurzeln eignen sich wie die Blätter gut für Säfte und Tinkturen. Diese Angabe gilt für Tassen, nicht Becher.

 

Verwendung frischer Löwenzahnblüten

Die Blüten sollten vor der Blütezeit (April-Juni sowie Spätsommer) entnommen werden. Dann isst man die Knospen wie Kapern.

Die aufgeblühten Blüten können in Tees verwendet werden. Dafür am besten gleich vormittags ernten, wenn die Blüten bereits aufgegangen sind, und schnell zum Lieblingsprodukt verarbeiten, bevor sie sich aus Gnatz wieder schließen.

 

Für einen Tee oder natürliches Gesichtswasser

Zwei Handvoll Blüten in 250 ml Wasser aufkochen, zehn Minuten ziehen lassen und absieben. Er schmeckt süßlich mit etwas herber Note. Erneut: Nicht mehr als zwei, drei Tassen täglich, keine Becher! Wer den Sud nicht trinken möchte, der kann den Tee auch abkühlen lassen und ihn als natürliches Gesichtswasser oder Erfrischungswasser verwenden. Besonders gut eignet es sich auch im Sommer für Hals und Dekolleté bei Hautunreinheiten. Für das Gesichtswasser verwende ich weniger Wasser (200 ml) und lasse ihn mehrere Stunden ziehen, bis das Wasser gelblich-grün ist. Am besten probiert man das auf einem Wattepad aus.

Es ist für ein paar Tage gekühlt im Kühlschrank haltbar. Die Blüten eignen sich auch gut für Sirups, Gelees und Marmeladen.

 

Weitere Verwertung des Löwenzahns

Blätter und Wurzeln können eingefroren werden. Man kann sie aber auch trocknen, so wie die Blüten. Beim Trocknen entweder ein Dörrgerät verwenden (meine Empfehlung) oder aber an schattigen und nicht stickigen Orten auf einem Blech oder anderen Behältnis legen. Keineswegs in die direkte Sonne stellen! Dann einfach klein schneiden und in einen Behälter füllen. So kann man den Löwenzahn das ganze Jahr über verwenden.

Ernte des Löwenzahns: Bei der Ernte sollten Menschen, die leicht zu Hautreizungen neigen, am besten Handschuhe tragen, damit der Kontakt mit dem Milchsaft in den Stängeln des Löwenzahns keine Probleme macht.

 

Rezept: Löwenzahn-Kaffee

Die Wurzeln lassen sich zudem rösten und als Kaffeeersatz verwenden. Dieses Rezept stammt von Claudia Ludwig. Sie berichtet, dass diese Sorte Muckefuck schon zu Kriegs- und Nachkriegszeiten als Kaffeeersatz genutzt wurde.

Und so geht’s:

Sammele 8-10 Löwenzahnwurzeln (bzw. Pflanzen). Entferne die Wurzeln von der Pflanze, reinige sie unter kaltem Wasser und schneide sie anschließend in kleine Stücke (0,3-0,5 cm). An einem schattigen und gut gelüfteten Ort trocknest du sie für 24 Stunden (bzw. bis trocken) oder benutzt ein Dörrgerät. Wenn man die Stücke anschneidet, merkt man, ob sie wirklich trocken sind. Ist das erreicht, werden die Wurzelstücke in einer Pfanne auf niedriger Temperatur erhitzt (ohne Fette) und so geröstet. Achtung, dass sie nicht anbrennen! Am besten mehrfach durchrühren. Wer es etwas süßer und nicht ganz so bitter möchte, kann gern einen halben Teelöffel Zucker hinzugeben. Die Wurzeln anschließend mahlen bzw. pulverisieren. Das geht in Hochleistungsmixern genauso gut wie mit einem Mixstab (dauert nur länger). Auch extra Mahlgeräte, wer eines hat, erleichtern den Prozess. Auch hier bitte nur in Maßen trinken, maximal dreimal pro Tag als Tasse, nicht Becher.

 

Wissenswerte Hinweise zur Verwertung

Bei der Frage nach dem Trocknen, Waschen und Mahlen der Wurzeln scheiden sich die Geister. Einige Quellen meinen, sie dürften in der Sonne getrocknet werden, aber keineswegs gewaschen, sondern nur geputzt. Andere wiederum sagen, dass sie keinesfalls in einer elektrischen Mühle gemahlen werden sollten, da ansonsten die Inhaltsstoffe zerstört würden. Sie raten zu einem Mörser. Wiederum andere sagen, sie sollten mit heißem Wasser nicht in Berührung kommen, obgleich man sie in Tee trinken kann, aber die Wirkstoffe würden durch die Erhitzung drastisch minimiert.

Ich persönlich wasche sie sehr gründlich und lasse die Wurzeln anschließend in einem Dörrgerät trocknen (38 Grad Celsius ohne Wasser). Danach mahle ich sie in einem Mörser. Die Blätter und Blüten verwende ich nur frisch.

 

Löwenzahl: Die besondere Wirkung seiner Inhalts- und Vitalstoffe

Bitter ist das neue GesundBitter ist das neue Gesund. Löwenzahn ist als traditionelle Heilpflanze vor allem bekannt für sein Taraxin, einen seltenen Bitterstoff. Zusammen mit anderen soll er deshalb entwässernd wirken sowie den Stoffwechsel und die Gallentätigkeit anregen (Bitte sieh dir auch die Nebenwirkungen an, um Ausnahmen zu erfahren.).

Außerdem schützt er die Leber und ist deshalb seit jeher blutreinigend. Aber auch die Nieren, Blase und Verdauungsorgane kurbelt er an und wirkt somit höchst entschlackend und harntreibend. Ihm wird auch nachgesagt, dass er gut für die Gelenke sei.

Im Löwenzahn stecken viele Mineralstoffe:

  • Kalium
  • Calcium
  • Magnesium
  • Natrium
  • Silicium
  • Schwefel

Auch viele Spurenelemente finden sich im Löwenzahn, darunter

  • Eisen
  • Kupfer
  • Mangan
  • Zink

Löwenzahn enthält außerdem viele Vitamine, darunter besonders Vitamin B1, B2, B6, C und D sowie einen hohen Gehalt an Vitamin A und K.

Sonstige Inhaltsstoffe sind:

  • Flavonoide (gut für die Stimmung, Anti-Wut und Anti-Lethargie)
  • Carotinoide (am bekanntesten: Beta Carotin).

Die Wurzel ist reich an Inulin: gut für die Knochen und wie ein Präbiotikum für den Darm, denn es hilft beim Aufbau einer gesunden Darmflora und förderlich bei der Gewichtsabnahme (Fettverdauung).

 

Nebenwirkungen von Löwenzahn

Löwenzahn sollte nur in Absprache mit dem Arzt oder gar nicht verwendet werden bei: Darmverschluss, Leberfunktionsschäden, Gallenverschluss, Entzündungen an der Galle und Gallensteinen sowie Gelenkentzündungen. Wer auf Korbblütler allergisch reagiert, sollte unbedingt Löwenzahn meiden. Auch bei erhöhtem Blutdruck sollte man laut Quellen auf Löwenzahn verzichten, weil er ihn noch weiter anhebt.

 

Löwenzahn in der Küche: Meine Empfehlungen (mit Rezepten)

Rezepte Löwenzahn Salat und KräuterbutterDa ich extrem mit dem Darm zu tun habe und mein Körper sehr gut auf basische Ernährung reagiert, verwende ich Löwenzahn ab April in Salaten, zu Kartoffeln und in Kräuterbutter. Ich esse ihn nicht als Spinat, weil ich an die Minimierung der Wirkstoffe durch extreme Hitze glaube.

Rezept: Löwenzahn-Kräuterbutter mit Kümmel

Zutaten:

1 Stück Butter, 3 junge Löwenzahnblätter (5-8 cm lang), Petersilie, Schnittlauch, andere Kräuter (frisch oder getrocknet) nach Belieben, Kümmel (nach Belieben), Salz

Butter in einem Topf erhitzen. Vom Herd nehmen, wenn die Butter flüssig ist. Etwas abkühlen lassen, sodass die Butter nur noch lauwarm, aber noch immer flüssig ist. In der Zwischenzeit drei Löwenzahnblätter waschen, in Streifen schneiden, übrige Kräuter wie Petersilie und Schnittlauch oder fertige, getrocknete Kräuter in die Butter geben. Kümmel nach Belieben hinzugeben. Mit Kräutersalz oder Meersalz, Kristallsalz oder Salz deiner Wahl abschmecken. In einen Behälter füllen und abkühlen lassen. (Wer frische Kräuter und Kümmel hinzufügt, wird feststellen, dass sie durch die Schwerkraft auf den Boden des Gefäßes sinken.)

 

Rezept: Kartoffeln mit Löwenzahnsalat

Zutaten:

5-8 junge Löwenzahnblätter (5-8 cm lang), 200 g Kartoffeln, 3-4 Radieschen, Blattsalat bzw. Wiesensalat oder Salatmischungen, zusätzliche Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch (nach Belieben), Salz

200 Gramm Kartoffeln kochen, je nach Vorliebe als Pellkartoffeln oder gleich geschält. Fünf bis acht Löwenzahnblätter waschen, in Streifen schneiden und unter den anderen Salat mischen. (Am besten schmeckt er zu Blattsalat, Salatmischungen und Wiesensalat.) Radieschen in Scheiben schneiden. Salat am Rand des Tellers anrichten. Kartoffeln in die Mitte platzieren. Klein geschnittene, zusätzliche Kräuter darüber streuen. Kräuterbutter auf die Kartoffeln geben und guten Appetit! Die Kartoffeln neutralisieren übrigens den bitteren Geschmack des Löwenzahns.

Löwenzahn-Produkte im Handel

Viele Zubereitungen von Löwenzahn können eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Ich schätze die Zeit in der Natur sowie die Herstellung der Produkte. Für mich ist es wie Meditation: Es macht mich einfach glücklich. Wer sich jedoch die Zeit sparen möchte oder fertige Produkte bevorzugt, dem habe ich eine Liste guter Produkte zusammengestellt. (Bitte unbedingt auf die Angaben der Hersteller zur Verwendung und Häufigkeit der Produkte achten.)

Pulver der Löwenzahnwurzel, auch in Bio-Qualität erhältlich

Fluid bzw. Tropfen (aus den Blättern und der Wurzel), enthält Alkohol (zur direkten Einnahme)

Löwenzahn Tinktur (Extraktionsverhältnis: 1:3 Alkoholgehalt: 25%), zur Einnahme in Wasser oder Fruchtsäfte

Saft (zum Direkttrinken): Löwenzahn Heilsaft

Extrakt (zur täglichen Einnahme): Löwenzahnwurzel als Extrakt in Kapseln (10:1 Extrakt)

Geschnitten (z. B. für Teeaufgüsse):
Löwenzahnwurzel im Beutel
Löwenzahnblätter (getrocknet), meine 2. Wahl
Löwenzahnblätter (getrocknet), meine 1. Wahl

Löwenzahnsamen zum Anpflanzen

Dörrgerät zum Selbertrocknen der Blätter, Wurzeln und Blüten: Es ist recht preiswert und anhaltend funktionstüchtig, ohne dass die Ebenen mit der Zeit kaputtgehen, im Vergleich zu vielen anderen Geräten.

Entsafter (um die für einige schwer verdaulichen Fasern zu umgehen, besonders bei Reizdarm-Kandidaten wie mir): Dieser ist im Übrigen mit rund 70 Euro noch preiswert im Vergleich zu seinen 200 Euro-und-aufwärts-Freunden. Aber ich empfehle ihn bedenkenlos. Er hält einfach, was er verspricht.

 

Quellen:

  • https://www.gartenjournal.net/loewenzahn-ernten
  • https://bewusst-leben-gestalten.de/2017/03/15/heilkraeuter-wissen-das-portraet-eines-loewenzahn/
  • https://www.zentrum-der-gesundheit.de/inulin-praebiotikum.html
  • https://www.phytodoc.de/heilpflanzen/loewenzahn
  • https://www.smarticular.net/kaffee-aus-loewenzahnwurzeln-regional-gesund-und-einfach-herzustellen/
  • https://www.health4life.ch/heilmittel/loewenzahn.html
  • https://baeren-apotheke-rheda.de/loewenzahn-unkraut-oder-arzneipflanze/
  • https://liebeisstleben.com/2015/10/22/heilwirkung-tinktur-loewenzahn-die-alternative-im-kampf-gegen-krebs/
  • https://www.cancertutor.com/dandelionroot/

 

Disclaimer: Dieser Artikel dient zur Information, was man alles mit Löwenzahn machen kann. Er ersetzt keinen Gang zum Arzt und dient nicht der Selbstmedikation bei Beschwerden mit Krankheitswert. Was bei mir gut funktioniert, muss nicht bei dir funktionieren. Alle Angaben ohne Gewähr.