Welche Grenzen du immer (wirklich immer!) durchsetzen solltest

Welche Grenzen du immer (wirklich immer!) durchsetzen solltest

Nichts ist schlimmer, als gekränkt, verletzt oder ignoriert zu werden. Das verletzt unser Ego und überschreitet unsere Grenzen, die so hart erkämpft und errichtet wurden. Grenzüberschreitungen sind nicht nur im Job normal geworden. Viele wollen sich hocharbeiten, müssen oder wollen sich beweisen und zeigen, wer wir sind und was sie können. Zu viel wurde investiert, geopfert oder erscheint als Mangel, der behoben werden muss. Hinzu kommen die großen Emotionen wie Neid, Eifersucht, Geiz, Habgier, Böswilligkeit und gar Schlimmeres. Dem sind wir ebenfalls ausgesetzt. Auch im Privatleben sind Grenzüberschreitungen, die Wunden in uns hinterlassen, normal: Hier ein unbedachtes Wort eines Freundes, da die schlechte Laune des Partners, ein wenig Bockigkeit der Kinder, die sich austesten wollen, Diskussionen mit den Eltern, weil sie eine andere Meinung oder Richtung haben… Das alles lässt sich im Rahmen ertragen und wegstecken, wenn es nicht zu heftig und zu oft geschieht.

Doch welche Handlungen und Reaktionen anderer Personen sollten wir keineswegs dulden? Wo sind die Grenzen erreicht und wie können wir uns täglich dazu ermuntern, sie zu wahren, und notfalls auch durchzusetzen?

Überschreitungen deiner Grenzen – Eingriffe in deine Kraft

9 Grenzen, die du dringend wahren und durchsetzen solltest

1) Negative Energien anderer Personen sollten wir abwehren. Häufig sind es ja die kleinen Verstimmungen, die einem richtig zu schaffen machen, eben wie schlechte Launen oder schnippische Worte anderer. Häufig sind die nicht einmal böse gemeint, sondern platzen einfach aus der Person heraus. Aber: Wir bekommen sie ab. Und viele verinnerlichen diese auch. So kann sogar Angst, Traurigkeit, Wut/Ärger u. v. m. von uns aufgenommen werden. Man erkennt das daran, dass wir uns plötzlich in den anderen hineinversetzen können, mit demjenigen fühlen, versuchen, ihn zu schützen oder zu beruhigen. Aber auch anders herum kann es funktionieren: Wenn beispielsweise jemand absichtlich, unbedacht etwas sagt, was uns verletzt, kann das in uns bleiben, zum Beispiel als Ablehnung oder Schuldgefühl. Deshalb sollten wir uns immer daran erinnern, dass es derjenige ist, der gerade eine Schwierigkeit mit sich herumschleppt. Wir nicht.

2) Getuschel und Gerüchteküchen sind voll negativer Energie. Auch hier mischen wir uns in die Leben anderer, in die negativen Gefühle der Tuschler und Gerüchteverteiler. Indem wir Interesse zeigen und Anteil nehmen, teilen wir ihren Neid, ihre Wut und tragen beides so mit. Wir erlauben auch, dass das Gefühl der Abwertung mitgetragen wird. Sphären, in die man hineingezogen wird, die man vermeiden kann.

Empathie und sich abgrenzen

3) Die Meinungen anderer Personen über unsere Ziele oder Meinungen sind nicht wichtig. Natürlich gibt es Menschen, die es gut mit uns meinen und lediglich auf Bedacht spielen, weil sie fürchten,  dass wir verletzt oder enttäuscht werden könnten. Es gibt jedoch auch diejenigen, die unsere Ziele nur aus eigener Angst heraus als Fehlentscheidung oder zweifelhafte Ideen hinstellen. Beim Erfolg anderer Menschen schwingt oft das Gefühl der Leistung, des Wertes mit, wodurch wir uns zu Vergleichen hinziehen lassen. Wer mit einem geringeren Selbstwert hadert, könnte leicht denken, er wäre nicht gut oder nicht genug. Es hinterlässt auch das Gefühl, dass wir im Wettbewerb stünden, uns noch mehr anstrengen müssten, um uns zu beweisen. So motivierend diese Richtung auch sein kann, so destruktiv kann sie werden, wenn wir uns in dem, was andere wollen und tun, verzetteln, statt uns auf Eigenes zu konzentrieren. Wie viel schöner wäre es, wenn wir uns offen und ehrlich für den Anderen freuen, vielleicht einige wissenswerte Vorgänge von ihm lernen würden, uns aber um uns und unseren Weg, unser Ziel kümmern? So nehmen wir teil und schüren kein weiteres Leid, nehmen uns an und erweitern unser Bewusstsein für das Gute und das Gelingen.

4) Wenn Personen uns sagen, was machbar ist und was nicht, so ist es ihre Idee, ihre Meinung oder ihre Einschränkung im Denken. Alle glaubten, die Erde sei eine Scheibe, bis einer einmal herumfuhr und eben nicht ins Weltall plumste. Und er bewies, dass alle falsch lagen. Es gibt etliche Beispiele dafür, die dasselbe zeigen: von der Erfindung der Glühbirne, des Automobils bis hin zu den großen Errungenschaften der Menschheit. Schauen wir nur auf die noch existenten Weltwunder, bei denen nach wie vor Forscher rätseln, wie die alten Kulturen sie erschaffen konnten – mit ihren minimalen Mitteln. Alles ist möglich, wenn man daran glaubt. Oft stehen uns nur eigene, fremde und anerzogene Ängste im Weg. Besonders die Ängste, die entstehen könnten, wenn wir auf dem besten Weg zu unseren Zielen sind. Mögliche Kritik, Neid, Getuschel, Ablehnung, Misserfolg, falsche Entscheidungen etc.: Das alles sind mögliche Barrieren, die mit Erfolg daherkommen können. Sei bereit. Für alles.

5) Sei keine Müllhalde für das Zeug anderer Personen. Auch wenn wir es nur gut meinen, so lässt sich die Sorgenmutter-Funktion ebenso gut ausnutzen. Alles hat und muss eine Grenzen haben, wenn es anfängt, uns einzuschränken oder zu große Opfer fordert. Hier ist auch zu bedenken, dass viele Personen absichtlich ihre Sorgen und Probleme bei anderen abladen: im wahrsten Sinne des Wortes. So stehen sie im Mittelpunkt, bekommen wertvolle Aufmerksamkeit und fühlen sich angenommen. In meinem Online Buch “Ein Gefühl namens Dieter” gehe ich vermehrt darauf ein.

Wenn das im Rahmen bleibt, zum Beispiel bei guten Freunden oder Familienmitgliedern, dieses Geschenk des Mitgefühls gegenseitig ist und man sich ebenfalls aussprechen kann, wunderbar. Aber Obacht ist bei Personen geboten, die einen bei eigenen Sorgen abwürgen oder hängenlassen. Da ist eine Grenze zu ziehen: Es tut mir leid, dass du Sorgen hast, aber ich bin gerade so sehr mit meinem eigenen Leben belastet und beschäftigt. Ich wünsche dir viel Glück. (Und das darf man auch ruhig ehrlich meinen.)

6) Übernimm’ selbst Verantwortung, statt es andere machen zu lassen. Sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen, ist grundsätzlich die beste Idee. So muss man sich im Nachhinein nichts anhören, schürt weder Schuld noch Scham, keine Konflikte, die genauso schwer wiegen können, wie fehlende Verantwortung sich selbst gegenüber. Auch wenn es immer mal nötig ist, sich etwas im Selbstmitleid zu baden, sich seinen traurigen und ängstlichen Gefühlen bewusst zu werden, so sollte und muss irgendwann dieses Gefühl dem Positiven weichen: einen Plan machen, mit jemandem besprechen, wenn es leichter fällt, kleine Ziele setzen, loslegen und sich an kleinen Erfolgen freuen. Diese wiederum aufschreiben, damit man sie schwarz auf weiß sieht, wenn auch mal kleine Rückschläge kommen, kann ein Weg sein. Jeder darf seinen Weg entscheiden.

7) Verwechsele deinen Charakter nicht mit der Denkweise anderer. Wir lernen von unseren Bezugspersonen, wie den Eltern, Lehrern in der Schule, Freunden, Partnern usw. Wir nehmen damit viele ihrer Erfahrungen an, vertrauen ihren Lebensweisen, wenn sie erfolgreich waren (oder besonders erfreulich oder wenig verletzend). So verbuddeln wir unser inneres Potenzial und müllen uns mit Fremd-Ansichten zu. Auch mit fremder Angst. So bildet sich unsere zweite Natur; unsere erste geht den Bach herunter. “Fass’ nicht auf die heiße Herdplatte, sonst verbrennst du dich!” ist eine kluge Angst, die schützen soll. Aber “Mach das lieber nicht! Sonst bekommst du Ärger!” ist konfliktängstlich und verhindert, wie viele andere Ängste, nötiges Wachstum. Wenn man Bock auf etwas hat, etwas ausprobieren möchte, herumexperimentieren will, dann los! So lernt man seine eigenen Handlungen vertrauensvoll zu sehen, Fehler zu erkennen und leichter zu vermeiden. Eigene Erfahrungen sind ohnehin 1000fach mehr wert, als die anderer Personen. Die haben eine andere Vergangenheit, andere Werte, andere Gefühle. Trau dich, anders zu sein!

8) Versuche es dir zuerst rechtzumachen, statt immer nur andere glücklich zu machen. Wer nicht genug Kraft hat, für sich, für sein Leben, wird auch keine für andere haben. Je mehr man für andere tut, desto besser mag es einem vielleicht gehen, wenn man ohnehin keine Lust verspürt, sich um sein eigenes Leben zu kümmern. Das kann hin und wieder richtig dufte sein, sich nicht im eigenen Teufelskreis zu drehen. Aber auf Dauer, hier ist wieder die richtige Mischung gefragt, sollte man sich aus fremden Leben herausziehen, lernen, zuzusehen und den anderen in der Bewältigung ihrer Angelegenheiten trauen. Sie sind erwachsen. Sie schaffen das auch ohne einen. Und wir schaffen es ohne sie.

9) Behalte all deine Kraft für dich; lass dich nicht herunterziehen.

Liebe Grüße,
Janett

Janett

Welche Beziehungsstile gibt es und wie formen sie Bindungs- und Beziehungsangst?

Welche Beziehungsstile gibt es und wie formen sie Bindungs- und Beziehungsangst?

„Die Tugend nistet, wie der Rabe, mit Vorliebe in Ruinen“, sagte einst Anatole France.

Sigmund Freud war es, der feststellte, dass ein Jeder in seinen Bindungen Erlebnisse seiner Vergangenheit wiederholt. So entwickelte sich die Bindungstheorie, die auf Beobachtungen von Kleinkindern beruhen: wie sich ein Kind entwickelt und was geschehen muss, damit es keine Sicherheit in sich und andere Menschen oder Prozesse, um diese Sicherheit herzustellen, ausbildet. Man geht davon aus, dass Beziehungsangst auf der Basis des Bindungsstils in einem sehr frühen Alter geprägt wird. Er kann sich durchaus im Erwachsenenalter ändern, aber das bedarf einer gewissen Reflexion, Arbeit und Wille. Der Bindungsstil zeigt vor allem, wie ein Mensch bei Nähe und Distanz agiert, ob er gut mit anderen auskommt, wie er sie behandelt, ob er eifersüchtig und neidisch oder aber ein Teamplayer ist.

Die vier Bindungsstile und was sie über dich oder deinen Partner und seine Angst verraten (und wie seine Angst entstand)

Viele Menschen, die entweder selbst bindungsängstlich sind oder aber einen Partner/eine Partnerin mit Beziehungsängsten haben, fragen sich, wie diese Ängste entstanden und was genau dahintersteckt. Sie verhalten sich entweder emotional nicht verfügbar, bevorzugen freie, offene oder nicht verbindliche Beziehungen oder sind gefangen in On-Off-Beziehungen. Viele aber wagen es auch gar nicht, eine tiefere Beziehung einzugehen – von Partnerschaft ist nicht zu reden. Allein der Gedanke an Verbindlichkeiten auf emotionaler Ebene lässt sie erschaudern.

Im Folgenden erfährst du die vier Bindungsstile und was sie genau bedeuten.

Diese vier Bindungsstile gibt es – und drei davon bilden Angst gegenüber Beziehungen und Liebe:

  • den sicheren Stil
  • den ängstlich-ambivalenten Stil
  • den gleichgültig-vermeidenden Stil
  • den ängstlich-vermeidenden Stil

Sokol und Carter machen in ihrem empfehlenswerten Buch “die 50 Prozent aller Menschen, die bindungsangstfrei sind und auf bindungsängstliche treffen”, an diesen Bindungsstilen fest:

Der sichere Bindungsstil

50 Prozent aller Menschen wird ein sicherer Bindungsstil nachgesagt. Es verbleiben somit 50 Prozent, die keinen sicheren Umgang mit Bindungen erlernt haben und potenziell auf bindungssichere Menschen treffen könnten. Menschen mit einem sicheren Stil haben weder große Ängste, dass sie verlassen werden könnten, noch haben sie Befürchtungen bei und wegen Liebesgefühlen. Sie besitzen grundsätzlich ein gutes Gefühl sich selbst gegenüber und haben Selbstbewusstsein. Sie wissen sich abzugrenzen, weil sie feste Grenzen gesetzt haben und sich trauen, diese notfalls zu verteidigen. Sie können lieben und sich lieben lassen.

Der ängstlich-ambivalente Stil

Zehn Prozent der Weltbevölkerung hätten einen ängstlich-ambivalenten Bindungsstil entwickelt. [i] Sie fürchten am meisten die Ablehnung. Obwohl sie sich eine enge Liebesbeziehung wünschen, haben sie von ihren Bezugspersonen gelernt, dass nur deren Bedürfnisse zählen. Auch emotionale Abhängigkeiten, die diese Personen aufrechterhalten wollten, stießen oft auf den Wunsch, ein eigenes Ich auszuprägen, was aber wegen der Wichtigkeit fremder Bedürfnisse untersagt worden war. Es herrschte sicher eine starke emotionale Unbeständigkeit gepaart mit Abwesenheiten oder Nichtverfügbarkeiten. Vielleicht waren die Personen zu sehr mit sich und dem eigenen Leben beschäftigt, häufig nicht von Zuhause oder abwechselnd gefühlvoll und gefühllos. Menschen mit diesem Bindungsstil lernten Bindungen als unsicher kennen. Sie hatten Mühe, Zuwendung und Aufmerksamkeit zu bekommen, was sich auch im Erwachsenenleben wiederspiegelt. Sie versuchen vielleicht durch Besonderheiten/ Auffälligkeiten im Aussehen oder ihren Eigenschaften Zuwendung von einer Person zu ergattern. Sie beweisen sich durch Leistung im Beruf oder durch Geld. Doch da sie Berg- und Talfahrten hinsichtlich Aufmerksamkeit gewöhnt sind, glauben sie nicht an anhaltende Liebe. Sie haben ihren eigenen Wert in ganzer Größe und Liebenswürdigkeit (noch) nicht entdeckt und wissen sich nur selten zu schätzen. Sie verrennen sich leicht in Beziehungen, in denen sie sich und ihren Wert beweisen und stets untermauern müssen. Es kommt ihnen unglaubwürdig vor, wenn sie einmal nichts leisten müssen, sondern wegen sich selbst geliebt werden – einfach so.

Der gleichgültig-vermeidende Bindungsstil

Der gleichgültig-vermeidende Bindungsstil soll auf 25 Prozent der Bevölkerung zutreffen. Sie haben Angst vor Nähe und viele Ausreden, wieso sie keine bräuchten und wieso auch emotionale Unterstützung und Halt für sie unwichtig sei. Ihnen ist es lieber, sich einzureden, dass sie niemanden bräuchten, sondern viel zu sehr mit ihrem Leben beschäftigt seien. Sie können besonders Menschen, die durchaus Bedürfnisse haben, schwer ertragen. Denn Bedürfnisse zu haben, wirkt in ihren Augen schwach und hinderlich. So sehen sie auch die Menschen. Nur wenn man einen Nutzen für gleichgültig-vermeidende Menschen hat, sind Bedürfnisse in Ordnung, insofern es die des Gleichgültig-vermeidenden sind. Ihnen wurden wahrscheinlich Gefühle und körperliche Nähe in ihrer Kindheit verweigert und – weil man sie nicht „braucht“ – abgesprochen. Häufig sollen Jungen betroffen sein, die nicht weinen dürfen, sondern hart sein müssen, sich durchbeißen und große Leistungen erbringen müssen, um das Idealbild eines „echten Mannes“ zu erfüllen. Hier wären auch ungesund narzisstische Menschen und Recycler anzusiedeln. [ii] Einige von ihnen zeigen deshalb keinerlei Reaktionen auf Gefühle und Empathie, sozialen und emotionalen Stress; andere wiederum erleben heftige psychosomatische Beschwerden. Als würde ihr  Herz/Geist die Verantwortung auf die körperliche Ebene weiterreichen, zeigen sie Symptome [iii] wie Hautreizungen, Nahrungsunverträglichkeiten oder Panikattacken. So verteidigt sich ein Teil von ihnen gegen jedes Gefühl und Bedürfnis, das früher unbeantwortet blieb – was sie nicht haben „sollten“ und heute deshalb besser nicht haben wollen. Sie wehren auch deine Gefühle nur aus Schutz ab.

Der ängstlich-vermeidende Bindungsstil

Der letzte Bindungsstil wird ängstlich-vermeidend genannt und beträfe 15 Prozent [iv] der Bevölkerung. Diese sind angepasst, distanziert, fühlen sich verloren, wirken perfekt und brav, haben große Angst vor Nähe und dem Verlassenwerden, sind sehr misstrauisch gegenüber anderen Menschen und vor allem gegenüber ihren eigenen Liebesgefühlen. Sie haben Schwierigkeiten, positive Gefühle zu entwickeln aufrechtzuerhalten. Sie geben sich zuerst die Schuld daran. Sie fühlen sich im Prinzip als schlecht, aber erhoffen doch, dass sie jemandem genug gefallen werden, auch wenn sie den Rückzug derer fürchten. Sie sind manchmal zorniger Natur, wenn sie enttäuscht werden (und wenn es um Personen geht, die sie enttäuscht haben). Im Grunde sind sie sehr loyal, weil sie wissen, wie schmerzhaft es ist, im Stich gelassen zu werden. Sie suchen Halt und ein Ventil gegen ihre Einsamkeit und Angst, ihr geringes Selbstwertgefühl und die innere Leere. Ihnen ist Lob eher unheimlich, weil sie aus Schutz die Verantwortung für fremde Fehler übernehmen. Das ist ihre Form der Kontrolle, um niemanden zu verlieren, von dem sie sich abhängig fühlen. Sie können gleichzeitig sehr gefühlskalt sein und Mühe haben, eine echte emotionale Verbindung zu ihrem Partner aufzubauen. Sie gehören außerdem zu den „wartenden“, gefügigen und „bewusst flexiblen“ Menschen, die selten jemanden unterbrechen oder stören würden, aus Angst, anzuecken und verlassen zu werden. Sie erfüllen lieber Bedürfnisse aus dieser Angst heraus, als es nicht zu tun und sich ihrer Angst zu stellen. Auch wäre es wieder ein Nähebedürfnis, wenn sie es doch täten. In Wahrheit suchen und brauchen sie jedoch eine stabile Nähe und beständige Zuwendung. Doch sie würden es sich (und anderen) nur selten eingestehen. Sie leben in ihren eigenen Welten und wirken daher häufig abwesend. Deshalb geht man in der Psychologie davon aus, dass sie Bezugspersonen hatten, von denen sie stark vernachlässigt wurden. Auch Depressionen, andere Störungen sowie emotionaler und körperlicher Missbrauch können die Ursachen für diesen Bindungsstil sein. In jedem Fall haben sie dem Betroffenen als Kind große Angst vor Nähe und Verlust gemacht. Einige Menschen dieses Beziehungstypens sind deshalb nicht selten feindselig eingestellt oder passiv-aggressiv.

[i] (Aron, 2015)
[ii] (Aron, 2015)
[iii] (Aron, 2015)
[iv] (Aron, 2015)

Das war ein Auszug aus meinem Buch Du liebst mich, oder doch nicht? Wie Frauen mit beziehungsängstlichen Partnern wirklich umgehen sollten. Erhältlich als E-Book und als Taschenbuch.

Wenn du wissen möchtest, wie du deinen bindungsängstlichen Partner helfen kannst, seine Angst zu mildern (auch damit du selbst zufriedener wirst), könnte mein Onlinekurs zu Beziehungsangst interessant für dich sein >>

was kann ich tun, wenn mein partner beziehungsangst hat
Zum Fühlen gezwungen: Was es heißt, Angst und Panikattacken zu haben

Zum Fühlen gezwungen: Was es heißt, Angst und Panikattacken zu haben

 

Im Anschluss an meinen Beitrag über das immer häufigere Versagen von Therapien, folgt nun ein Beitrag darüber, was Therapeuten, Angehörige und das Umfeld nicht einschätzen können: Wie sich Angststörungen und Panikattacken wirklich anfühlen und welche Wegweiser sie bieten. Interessanterweise meinen die meisten Altklugen und sogar Ärzte ja zu wissen, was es bedeutet und dass es nicht der Rede wert sei, wie “kindisch” Angst doch wäre, dass sie einfach weg müsse, man doch einfach aufhören solle, Angst zu haben. Doch Menschen mit Angststörungen und Panikattacken werden zum Fühlen gezwungen.

 

Blanke Angst und Panik: Zum Fühlen gezwungen

Blanke Angst und Panik: Zum Fühlen gezwungenNiemand, der unter Angst und Panik leidet, hat gern Angst und Panikattacken. Keiner von ihnen steht darauf, sich ständig Sorgen zu machen, übermäßig “schüchtern” zu sein, sich zu isolieren, zu verstellen oder kaum noch bei der Sache zu sein. Niemand von ihnen mag es, wenn der Himmel auf sie herunterfällt (Agoraphobie), sich die Wände wie in schlechten Horrorfilmen auf einen zubewegen und zu zerquetschen drohen (Klaustrophobie), aus seinem eigenen Körper verdrängt zu werden, währen eine leise Stimme “Du darfst nicht hier sein!” murmelt (Panikattacken), sich in blanker Angst dem Tode stets nahe zu fühlen (Hypochondrie), sich stets ungenügend, fehl am Platz und klein zu fühlen (soziale Phobie) oder ständige Angst vor allem, besonders der Unberechenbarkeit des Lebens, zu haben (generelle Angst).

Was Menschen mit Angst- und Panikstörungen eigentlich aushalten und aushalten müssen, können nur Menschen einschätzen, die es kennen. Die, die wissen, wie es sich anfühlt, wenn sich der eigene Körper gegen einen richtet – als würde er unsere Seele ausspucken wollen. In einem Interview mit dem Frauenmagazin MYSELF nutzte ich das Bild von Exorzistenfilmen, in denen sich das schwarze Böse im Körper eines hilflosen und unschuldigen Menschen breitmacht und in Besitz nimmt. Man selbst wird zu einem völlig anderen Menschen. Nichts ist mehr so, wie es war. Nichts. Das beschreibt in meinen Augen Angst und Panik sehr gut.

 

Ursachen und Auslöser von Angst und Panik oder Was die Welt nur schwer verstehen möchte

Natürlich geht allem voran Stress. Das war/ist der Start, was auch immer den Stress auf zellulärer Ebene und die Stressreaktion Angst/Panik auslöste, zum Beispiel ein unverarbeitetes Ereignis wie Krankheit oder Tod/Verlust eines geliebten Menschen, Dauerkonflikte in der Liebe und im Beruf, Einsamkeit, unbefriedigte Bedürfnisse, sozialer Stress, Hektik im Job, Masken und Rollen als Preis für Zugehörigkeit und Anerkennung.

Auch wenn es schön(er) klingt, zu sagen, dass Betroffene einfach nur kindlich oder schwach seien, weil es die misslichen gesellschaftlichen Herausforderungen unschuldig zeichnet: Es ist nicht die Schwäche der Menschen, es sind nicht die völlig kaputten oder vorgespulten Gene, es liegt nicht an uns und unserer Unfähigkeit, mit dem Leben umzugehen. Nur an unseren Stressreaktionen und wie wir Herausforderungen begegnen (und glauben, am besten begegnen zu können, um etwas zu erhalten, was uns wichtig ist). Könnte heute jeder rechtschaffend, aber individualistisch handeln und sagen, lassen und verneinen, wie er möchte, ohne Ausschluss oder emotionale und existentielle Zusammenbrüche zu fürchten, gäbe es sehr viel weniger Angst und Panik. Würden wir uns im Heute nichts ständig beweisen und kämpfen müssen, es anderen recht machen oder ihnen gefallen müssen, mit Ellenbogen und Plan B bis Z gewappnet, sähe die Statistik anders aus. Da bin ich mir sehr sicher.

Je mehr ich über die Ursachen der verschiedenen Ängste, im Kleinen und Großen, sinniere, desto mehr festigt sich der Gedanke, Angst wäre der Weg des Körpers, sich ENDLICH dem Fühlen hinzugeben: weg vom Funktionieren und Vorspielen einzelner Rollen, die gut einstudierten, die wir seit jeher aus Kindheit und Jugend kennen. Weg von dem allseits beliebten und geschätzten Wesen, auf das stets Verlass ist, obwohl es innerlich an den Belastungen zu brechen droht. Weg von Duldungen und Leistungsbeweisen, die nur bewirken sollen, dass wir nicht ausgeschlossen werden. Weg von allem, was uns schlecht tut oder schon seit langem nicht mehr zu uns gehört.

Weg von: Alles ist wunderbar. Nichts tut mir weh.

 

Dem alten Leben unbemerkt entwachsen? Die Botschaften von Angst und Panik

gib deiner angst panik und depression was sie will sei wie du bistWir entwicklen uns oft unbemerkt weiter: Hier und da ein kleiner, aber neuer Impuls, der uns umdenken lässt; eine Idee für unsere Zukunft, die unvereinbar mit ihrer Gegenwart scheint; ein Gedanke abends vor dem Einschlafen, der uns zum Lächeln bringt, aber nichts mit unserem Leben zu tun hat. Wir wachsen aus Situationen und Lebensumständen heraus, ohne den Startknopf gedrückt zu haben. Viele meiner LeserInnen – und ich kenne es von mir selbst – standen eines Morgens überrascht auf, weil sie eine Veränderung spürten. Ohne ersichtlichen Grund war es ihnen plötzlich egal, was andere von ihnen dachten oder ob sie sich einen neuen Job suchen würden. Sie wussten plötzlich, dass sie ihren Partner verlassen würden und die Konsequenzen einer nötigen Handlung schon tragen könnten.

Ich habe lange darüber nachgedacht, was uns Angst und Panik WIRKLICH vermitteln möchte. Ich will einfach nicht glauben, dass etwas, was unser Körper produziert, nicht auf von uns wieder geheilt werden könnte, solange es auf geistiger Ebene stattfindet. Die landläufige Meinung ergibt für mich deshalb schlichtweg keinen Sinn. Sie geht gegen die Gesetze der Biologie und Physik und damit unnütz. Wir wissen zumindest: Angst und Panik ist – insofern nicht körperlich und/oder substanzbedingt – die Folge von Stress und somit ein Symptom mindestens eines misslichen Lebensumstandes. Sie ist Signal für das, was nicht stimmt und gleichzeitig für das, was vermeintlich schützenswert wäre oder beibehalten werden müsste. Was wir glauben schützen zu müssen, tun zu müssen, muss nach der Theorie unseres Körpers weg. Denn es löst Stress aus. Idealerweise ändern wir unsere Stressreaktionen, aber das hieße nicht zwingend, dass die leidige Situation, ob wir sie nun bemerken oder nicht, besser würde.

Wenn wir so einer Situation entwachsen, ohne es zu merken, ruft unser Körper also: Sag mal, merkst du es denn nicht? Was muss ich denn noch tun, damit du endlich aufhörst?

 

Hör auf! (sagen) Deine Gefühle – Hör auf! (sagt) Deine Angst

was dir dein Körper mit Angst und Panik sagen willAngst und Panik weisen uns darauf hin, was wir alles nicht können. Ist sie einmal manifestiert, wiederholt sie diese Erinnerungen in einer Endlosschleife – bis wir es verstanden haben, bis wir agiert haben, bis wir endlich getan haben, was für uns besser ist. Doch womit sollen wir aufhören? Was ist in deinem Leben eine Bürde und Hürde, an der du dennoch festhältst? Bestimmte Lebensumstände bedeuten und so viel, weil wir etwas damit verbinden, zum Beispiel für uns wichtige Werte. Wir haben alle gelernt, was sich bewährt hat, um unser Leben so leben zu können, wie wir es “für am besten” halten. Oft sind es genau diese Lektionen, die aufgebrochen werden sollen.

Hier einige Ideen. Vielleicht räsonieren sie mit dir und deinem Leben:

  • glauben, dich nicht trennen zu dürfen
  • glauben, nicht genug zu sein, um seine Träume und Wünsche zu leben
  • glauben, Einsamkeit wäre eine Strafe oder ein Preis für etwas
  • glauben, etwas nicht allein zu können
  • glauben, zu versagen
  • glauben, eine Rolle spielen zu müssen, um teilhaben zu dürfen
  • glauben, von Anderen immer eine Erlaubnis haben zu müssen, bevor man etwas (für sich) tut
  • glauben, anders sein zu müssen, um geliebt zu werden
  • glauben, alle glücklich machen zu müssen, bevor man selbst glücklich sein zu dürfte
  • glauben, immer Gründe für alles, was einem am Herzen liegt, haben zu müssen
  • glauben, keine Fehler machen zu dürfen
  • glauben, es würden sich keine Lösungen für Herausforderungen finden
  • glauben, man wäre abhängig von jemanden, aus Angst, sich selbst zu vertrauen
  • glauben, man wäre nichts wert, wenn man anderen nur wenig wert ist

Diese Glaubensmuster holen einen ein, wenn man Angst- und Panikattacken hat. Sie sind wie schwingende Energie in den panischen Zellen unseres Körpers. Als hätten sie alle eine Fernbedienung in den Händen, sehen sie eine alarmierende Situation und drücken auf Start. Die Angst- oder Panikattacke wird ausgelöst und bahnt sich ihren Weg durch den Körper. Völlig fremdgesteuert, will die angestaute Energie entweichen – durch die Panikattacke. Es ist jene Energie, die ungenutzt blieb, weil du in einer Lebenssituation bleibst oder aber etwas Bestimmtes, was du für dein Wohl tun müsstest, nicht getan hast.

 

Angst- und Panikattacken: Energie für einen Lebenswechsel?

Doch dein Körper hat dir diese Energie bereitgestellt. Wenn sie zwecklos und ziellos bleibt, ist sie immer noch in deinem Körper. Sie muss irgendwohin, auch wenn die Zeit für einen Kaltstart oder eine nötige Änderung noch nicht gekommen ist. Stelle dir einmal vor, die ganze ungenutzte Energie bliebe in deinem Körper gebunkert. Du würdest entweder zu einem Marathonläufer werden müssen, um sie freizulassen oder andere Wege finden, um sie zu kanalisieren. Nichtsdestotrotz würde sie sich ihren Weg bahnen – in die richtige Richtung, dorthin ins Dunkle, wo du das vermeintlich Böse lauern siehst. Die Angst vor dem Ungewissen und Unbekannten, alte Erfahrungen und was früher schon einmal geschehen war, was dich daran erinnert, hält dich davon ab, diese Energie für dich zu nutzen. Dass du auch andere Menschen in deinem Leben befreien würdest, dein Schritt etwas Gutes für sie bringen könnte, übersiehst du sicher genauso, wie ich es damals übersah.

* Mit der Ausnahme körperlicher Ursachen.

Lust auf mehr? Willst du es endlich angehen? Dann könnte mein Wissens-Bundle “Hör auf! Deine Angst” interessant für dich sein (klick aufs Bild):

Gegen Panik, Angst und Stress: Mit den Sinnen arbeiten

Gegen Panik, Angst und Stress: Mit den Sinnen arbeiten

 

Meiner Meinung nach sind die Ursachen für Stress, Panik- und Angststörungen unterdrückte, unausgesprochene Gefühle. Es ist die eigene Entfremdung von seinen Gefühlen wie unerwiderte Liebe, Ärger, Wut, Trauer, Angst und Freude in Verbindung mit den eigenen, aber verneinten Bedürfnissen, die zu Überhitzungen im Geiste führen. Das schließt Panik- und Angstzustände ein. Aus Angst vor Ablehnung, Schuld, Scham, Strafe, Liebesentzug oder wegen einer Selbstunsicherheit oder handfesten Selbstzweifeln halten viele ihre Gefühle und Bedürfnisse zurück oder verneinen und verdrängen sie. Man wird folgsam und passt sich an, was noch mehr Angst und Stress schürt.

Eine meiner liebsten Methoden dagegen ist die Stimmarbeit, die Arbeit mit unseren Sinnen.

 

Angst und Panik: Nutzen und Recht

rückzug ist der grund für angst und panikAngst, Panik und Stress macht sich breit, wenn man über eine gewisse Zeit Gefühle verdrängt. Da unsere Gefühle irgendwohin müssen, idealerweise “raus”, wir uns unseren Gefühlsausdruck und Selbstverwirklichung aber verbieten, bunkern wir sie in unseren Körpern und füllen ein Fass mit Angst, Traurigkeit über unerfüllte Bedürfnisse und Wünsche, angeblicher, eigener Bedeutungslosigkeit und Wut. In normalen Stresssituationen erscheinen diese Gefühle weniger prekär, jedoch finden wir auch dort einen Kampf zwischen dem, was wir wollen und dem, was wir sollen. Wenn unsere Gefühle sich immer mehr anhäufen, solange bis das Fass voll ist, entlädt sich unser Geist. Bei Angst- und Panikattacken signalisiert der Körper, dass gerade das “interne” Fass überläuft, ein Gefühl oder ein Bedürfnis ausgesprochen werden müsste, wir diesen Impuls aber aus Rücksicht oder Sicherheitsdenken verneinen, verdrängen und dann plötzlich: Explosion.

In meinen Augen ist Angst und Panik ein Signal dafür, dass wir bereits verletzt sind, wenn nicht sogar “klein fühlen”, mit unserer wahren Natur konfrontiert werden (die, die wir uns verschweigen: wir sind nicht ganz so unabhängig, unverletzbar oder erwachsen) oder aber uns zugunsten eines anderen klein machen sollen. Das weiß unser Kopf und unser Herz ebenfalls.

Kurzum: Angst, Panik und Stress hat in meinen Augen den Nutzen der Distanz, des eigenen Rückzugs aus Situationen, die schlecht für einen Menschen sind, aufgrund der Rechte, die man freiwillig nicht wahrnimmt und freiwillig verdrängt. Rückzug vor allem aber auch von Verhaltensweisen, die für einen schlecht sind, die wir aber trotzdem in unserem Alltag wiederfinden. Laut Literatur trifft das zumeist Frauen bzw. Menschen, die allgemeinhin eher gehorsam, brav und anpassungsfähig sind. Das klingt hart, ich weiß. Aber selbst ich habe mir eingestehen müssen, dass ich zu den Menschen respektive Frauen gehörte, die eher JA statt NEIN sagen (sollen und es deshalb auch machen), die ihre Gefühle eher zurückhalten (sollen und es deshalb tun), die aufgrund der entstehenden Wut auf sich selbst und andere, diese legitimen Gefühle irgendwo im eigenen Körper bunkern (müssen), um ja keinen Ärger zu machen oder zu unbequem zu werden oder gar “unerzogen” zu sein. Die Angst vor dem Ärger und dem Konflikt bekommt je nach Situation, sei es familiär, existentiell bzw. beruflich, partnerschaftlich seine eigene Dimension und – Tragweite. Lange Rede, kurzer Sinn:

 

Die Methode gegen Angst, Panikattacken und akuten Stress: Summen

summen mit der stimme gegen angst stress panikattacken stimmarbeit klangtherapie körperarbeitWenn die eigene Stimme (im übertragenen, als auch wörtlichen Sinne) verstummt bzw. zu leise ist, um gehört zu werden, man sich nicht traut, sie zu erheben, müssen andere Wege des aus-Drucks gefunden werden. Denn aus Druck der Gefühle, die verdrängt werden, entsteht Stress, Angst und Panik. Gedankenkarusselle, Grübeln, Selbstächtung/Schuld, Zweifel, Sich-Selbst-Kleinhalten. Hey, aber ich bin doch etwas wert! sagt diese leise Stimme der Panik, die die anderen (fremden) Stimmen übertönen möchte, aber uns und den Körper braucht, damit wir etwas gegen die Umstände, die Angst/Panik auslösten, tun. Deine Angst/Panik braucht Dich! DICH. Stress ist das erste Signal dafür.

In meinen eigenen Zeiten der Panik erfand ich eine Methode, die ich auch noch heute in belastenden oder nervigen Phasen anwende. Diese Methode ermöglicht es mir,

  • a) meine Stimme nutzen
  • b) mich auszudrücken und
  • c) mich aus dem Grübeln herauszuholen.

 

Und so geht’s

Anwendungsgebiete:

– immer, wenn Grübeleien über ärgerliche oder angsteinflößende Situationen/Menschen im Kopf beginnen bzw. nur noch schwer zu stoppen sind,

– bei Stress, Belastungen, Angst oder anrollender Panik,

– man draußen ist und zu viel Lärm, Menschen und sonstiges (Reizüberflutung) aushalten muss.

Vorgehen

Wähle Dir ein Kinderlied aus frühen Tagen oder aber Dein aktuelles Lieblingslied, was in Verbindung mit einer POSITIVEN Situation steht. Bei dem Gedanken an das gewählte Lied musst Du Dich automatisch wohl- und geborgen fühlen. Hast Du Dich für ein Lied entschieden, beginnst Du bei jedem einsetzenden Grübelkonzert Dein eigenes, in dem Du dieses Lied summst. Du kannst leise oder lauter summen, je nachdem, wo Du bist und wie viel “Lärm” Du Dich traust zu machen.

Abwandlungen

Es gibt Menschen, und solche kennst Du sicher auch, die pfeifend, singend, laut telefonierend durch die Straßen schlendern oder im Bus neben Dir sitzen. Das ist das eine Extrem. Das andere Extrem bist Du, nämlich Menschen, die still daneben stehen, sich genervt fühlen, mit ihren Gefühlen über diese “Belästigung” schwer zurechtkommen oder aber einfach nur, weil sie es nicht fassen können :-), diesen Menschen anstarren, in der Hoffnung, dass er es von allein merkt.

Und dazwischen ist das Summen. Es ist steuerbar. Du entscheidest, ob es jeder merkt oder niemand.

Man kann sowohl leise summen, als auch laut. Man kann mit seiner Stimme summen, als auch mit seinem Atem. Probiere alle diese Summmöglichkeiten mal aus:

  1. Summen und Deine Stimme ist hörbar
  2. mit dem Atem summen, du erweckst nur das Gefühl, Du würdest summen, aber in Wirklichkeit benutzt Du nur die Stimmbänder, die Du zum Klingen/Vibrieren bringst.
  3. leise summen.

Variante 1 ist also überall anwendbar, wo man laut sein kann, z. B. Zuhause, an der frischen Luft, unterwegs.

Variante 2 überall dort, wo man eher weniger auffallen möchte, z. B. im Supermarkt, im Meeting, in Warteschlangen.

Variante 3 an Orten, an dem es leichte Hintergrundgeräusche gibt, z. B. im Bus, Bahn, Tram, Zug.

 

Der Hintergrund: Wozu summen?

Summen, also die Aktivierung Deiner Stimme, aktiviert Dich. Es setzt Dich in den Mittelpunkt, statt anderer Menschen oder Fahrten in die Stadt oder Geräuschkulissen oder gefährlich erscheinende Körperreaktionen wie Herzstolpern und -rasen, schweißnasse Hände, Muskelverspannungen, weiche Knie, Enge in der Brust, Schluckbeschwerden usw. Es hält Deine Konzentration über die Länge des gesummten Liedes bei Dir, statt durch Grübelkarusselle wieder von Dir abgelenkt zu werden.

Es stärkt zudem Dein Selbstvertrauen, denn die Benutzung deiner eigenen Stimme ist ein wesentliches Element bei der Selbstheilung. Du hörst Dich, Du merkst: Es gibt mich. Ich bin. Es aktiviert außerdem Deine Selbstkontrolle und Selbstwirksamkeit: Ich kann mich ausdrücken. Ich entscheide, wann ich spreche und wie.

Es aktiviert zu guter Letzt eine korrekte Atmung. Bei der typischen Angst- und Panikatmung versucht der Betroffene so viel Luft wie möglich einzuatmen, während das Ausatmen des Kohlendioxids verkürzt wird. Folge: Wir behalten mehr Kohlendioxid in uns, ringen um Luft. Das erschwert die Symptome ungemein. Wenn wir aber summen oder singen oder sprechen, dann müssen wir ausatmen. Es geht gar nichts anders.

 

Bonusmethode “Ent-sinn-ung”

entsinnung als methode gegen angst und panikattackenAls Zusatz habe ich oft die Methode der Ent-sinn-ung genutzt (Das ist mein Name dafür.): Augen schließen, Ohren zuhalten, aber Hauptsache immer nur einen Hauptsinn öffnen.

Bei Panik hat man eine niedrige Reizschwelle bzw. die Anfälligkeit einer schnellen und heftigen Reizüberflutung ist hoch. Durch Entsinnung lässt sich das mindern. Wenn Du also summend zum Briefkasten oder der U-Bahn gehst, summend in der Schlange im Supermarkt stehst, schließ Deine Augen und sperre alle visuellen Reize, die sonst mit in Deinem Fass landen, aus. Die Konzentration liegt nur auf den akustischen Signalen. Wenn Du dann Deine Augen wieder öffnest, konzentriere Dich ausschließlich auf die Akkustik, auf deine Ohren und nimm sie vorwiegender wahr, als das Visuelle. Umgekehrt funktioniert Entsinnung auch. Halte Dir die Ohren zu (oder tu so, als hättest Du Ohrenschmerzen und verschließe Deine Ohrmuscheln mit Deinen Händen). Senke am besten den Kopf, wenn Du das tust und schotte Dich kurz visuell von deinem Umfeld ab, um Deinen Sehsinn zu fokussieren. Wenn Du den Kopf wieder hebst, sperre alle Geräusche, die noch teilweise da sein werden, aus der Konzentration aus. Nimm nur das Visuelle wahr. Wenn Du dann die Ohren “wieder aufmachst”, fokussiere nur das, was Du siehst.

Jeder kann selbst für sich probieren, was wirksamer ist. Grundsätzlich lässt sich mittels eines leichten Tests, der dem Lerncoaching entstammt, herausfinden, auf welche Sinne man stärker anspringt, also welcher Lernkanal für Dich am geeignetsten wäre.

 

Der Sinne-Test

Schließ Deine Augen und stell Dir vor, Du bist am Meer. Es ist ein wunderbarer Tag, Du fühlst Dich wohl. Was nimmst du zuerst wahr?

Den Sand unter Deinen Füßen? Den Wind auf Deiner Haut? Das Salz auf Deiner Zunge? Siehst Du zuerst das Meer und die Wellen? Oder hörst Du sie als Erstes?

  • Wenn Du fühlst, ist das ein Hinweis auf Haptik als dominanter Kanal.
  • Wenn Du hörst, ist es Dein akustischer Kanal, der ausgeprägter bei Dir ist.
  • Wenn Du siehst, zählst Du zu den visuellen Menschen.
  • Wenn Du riechst, steht das Olfaktorische im Vordergrund.
  • Wenn Du schmeckst, ist es das sogenannte Gustatorische, was bei Dir eher wirkt.

Man kann  sich also den ersten und zweiten Sinn, der am stärksten ausgeprägt ist, suchen und diese beiden entweder aussperren, wenn man in Paniksituationen gerät oder aber bewusst einen der beiden aktivieren, fokussieren, während der andere ausgesperrt wird. Du kannst auch einmal schauen, ob es nicht einer der beiden stärksten Sinne ist, der Dich in Stress-, Angst- und Paniksituationen “triggert”. Sollte dies so sein, dann empfehle ich erst recht die Methode der Ent-sinn-ung in Verbindung mit Summen. Notfalls auch Ohropax.

LG,
Janett

Janett

 

 

Noch mehr Strategien aus 5 Jahren Anti-Angst- und Panik-Suche findest du hier:

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Ausschlusserklärung: Alle Inhalte und Techniken sind gewissenhaft recherchiert bzw. erprobt. Dennoch ersetzt jede hier beschriebene Strategie gegen Stress, Angst und Panik keine professionelle Psychotherapie. Für jeglichen Personenschaden wird keine Haftung übernommen.

Schreibblockaden, Kreativblockaden & Schaffenskrisen: Was du als Künstler & Schriftsteller tun kannst, wenn dir Ideen oder Worte fehlen

Schreibblockaden, Kreativblockaden & Schaffenskrisen: Was du als Künstler & Schriftsteller tun kannst, wenn dir Ideen oder Worte fehlen

Als Autorin, Künstlerin und Kreative kenne ich lästige, aufwühlende Schreibblockaden und Schaffenskrisen zu gut: wenn man vor dem leeren, weißen Computerbildschirm sitzt oder man zwar Ideen für sein Werk hat, aber keine (richtigen) Worte, Töne oder Striche findet, um sie auszudrücken. Künstler erleben das im Allgemeinen hin und wieder. Niemand ist gänzlich als kreative Seele vor solchen künstlerischen Krisen gefeit. Kreative Blockaden drücken auf die Seele, wenn das Künstlerische eine Passion ist – man ihn als Weg zum Ausdruck seines Selbst (ge)braucht. Dann tut es weh, nicht zu schreiben, komponieren, malen oder anderweitig künstlerisch tätig sein zu können – denn es fehlt ein Stück des Selbst zum Wohlgefühl und zur Balance, das nach und nach verkümmert.

Wie du als Autor/Schriftsteller, Maler, Komponist, Designer – Künstler – wieder in den Flow kommen und Angst, Frust und Resignation überwinden kannst, zeigen dir eventuell meine Methoden, die ich im Laufe der letzten Jahre für mich als Notfallkoffer zusammengestellt habe.

Blockade beim Schreiben & Schaffenskrisen: Ideen fehlen oder Versagensängste schlagen zu und nichts geht mehr?

Bei jedem Künstler und kreativen Menschen machen sich Angst, Frust und Sorgen breit, wenn man beim Schreiben, Komponieren, Zeichnen oder Erschaffen an sich nicht vorankommt.

Heinrich Böll wurde einst bezüglich einer Neuerscheinung gefragt, ob er als Autor in einer Krise wäre. Daraufhin sagte er, Autor sein und in einer Krise sein sei ein- und derselbe Zustand. Ich sehe das ähnlich, ist doch das Erschaffen, ob nun mit Worten, Pinselstrichen oder auf anderen Wegen, ein Ausdruck einer in sich schlummernden Wahrheit, ein Stück des Selbst, das befreit werden will – oder muss. Es ist verbunden mit einer extrinsischen oder intrinsischen Belohnung, die gleichzeitig auch eine Motivation für das Schaffen darstellt.

Ist man blockiert, fürchtet man entweder, dass diese Belohnung ausbleiben könnte oder man ist aus anderen Gründen demotiviert (das ist meine heutige Meinung nach vielen Jahren des Schreibens und Schaffens). Man sitzt vor dem leeren Blatt oder Textdokument, Striche funktionieren nicht oder Worte fehlen, Ideen kommen nur spärlich oder gar nicht – oder die, die vorhanden sind, wollen sich einfach nicht formieren. Am schlimmsten empfinde ich es, wenn ich eine Idee habe und eine genaue Vorstellung davon, wie sie auszusehen hat, aber ich diese einfach nicht umgesetzt bekomme. Es sieht schrecklich aus oder klingt schrecklich, mein Stil ist zwischendrin verlorengegangen oder ich finde meine Stimme nicht (wieder). Was mir aufgefallen ist: Perfektion, der Anspruch der anderen, wiederholtes Versagen bei jedem neuen Versuch, das Gefühl, es brächte sowieso nichts oder würde eh nicht funktionieren, lässt unser künstlerisches Schaffen dann oft sinnlos und nutzlos erscheinen. Bei vielen ist es eine fehlende Anerkennung oder aber zu viel Anerkennung durch die vorherigen Arbeiten, die Blockaden auslösen – die Angst, dem vorherigen Erfolg zukünftig nicht gerecht zu werden. Andere wiederum benötigen diesen Druck und die öffentliche Aufmerksamkeit als Motivation für ihren Schaffensprozess. Bleibt diese aus, fehlt auch die innere Motivation. Inspiration, Selbstvertrauen beim Schaffen, unaufhörliches Trial-and-Error durch die bewusste Befreiung von Ängsten funktionieren nur leider nicht auf Knopfdruck, wenn man blockiert ist.

Inspiration finden & Motivation schaffen: Meine Wege gegen kreative Blockaden beim Schreiben und Zeichnen

Es ist ein eigenständiges Thema, ob Inspiration von außen kommt oder in uns liegt. Ob wir die Inspiration „verlieren“ oder wie aus anderen Gründen blockiert sind im Schreiben/Schaffen: Ich habe ein paar meiner Wege zusammengefasst, die du ausprobieren kannst, wenn du dich gerade in einer Schreibblockade/Kreativblockade oder gar Schaffenskrise befindest.

Alles rund um das Endergebnis

Mir fiel in den letzten Jahren auf, dass wenn ich das Endergebnis nicht als Klares vor meinem geistigen Auge sehe, dann fällt mir das Arbeiten am Ergebnis schwerer. Wann immer ich uninspiriert oder unmotiviert bin, werkele ich sodann am Buchcover, an Marketingmaterialien wie Social Media Posts oder Begleittexten zum Werk. Das hält meine Motivation oben und gibt mir das Gefühl, dass das Ergebnis zum Greifen nahe ist.

Musik

Ich höre sehr oft (die ganze Zeit) Musik, während ich schreibe und zeichne. Es ist grundsätzlich Musik, die zum jeweiligen Thema passt oder mich in die richtige Stimmung bringt. Wenn ich mich konzentrieren muss, ist es Klassik (fördert die Konzentration). Ich wähle andere Musik, wenn ich in einem speziellen Gefühl sein will oder kommen will, Titel, die dieses Gefühl für mich transportieren. Und es gibt einzelne Songs, die ich speziell für Themen/Bücher/Charaktere auswähle, weil sie für mich einen Zugang zu ihnen herstellen. Sitze ich also an einer Geschichte, erhält fast jeder Charakter zumindest einen solchen Song, wenn nicht sogar eine ganze Playlists. So kann ich meine Ideen und das, was die Figur ausmacht, besser steuern.

Filme und Bücher

Je nach Thema und Genre wähle ich außerdem andere Medien, die mich anregen können, weil sie sich mit etwas auseinandersetzen, worüber ich schreibe. Was ich hingegen nicht mache, ist Konkurrenz zu konsumieren, weil mich das meist zu sehr in die Gedanken- und Schaffenswelt des Anderen versetzt. (Aber das ist jedem selbst überlassen.) Stattdessen konzentriere ich mich auf Fotografien, Studien, Artikel, Dokumentationen, Spielfilme usw. Ich liebe zudem Zitatbilder und Lyrics, die ich mir anhand von meinen  Stichwörtern bei Google, Pinterest & Co. anzeigen lasse. So habe ich einzelne Bildordner und Pinnwände zu einzelnen Büchern/Werken.

Position ändern – Bewegung

Die besten Ideen kommen mir immer noch, wenn ich vom Schreibtisch oder Sofa aufstehe, mich auf den Balkon stelle oder anderweitig bewege. Sport hilft mir auch, aber zieht mich oft körperlich zu sehr in eine Tiefenentspannung/Ausgelaugtheit, in der ich nicht mehr kreativ sein kann – sondern nur noch ausgepowert bin. Kurze Spaziergänge hingegen helfen mir sehr. Die Farbe Grün der Natur beruhigt zusätzlich.

Sonne

Licht und frische Luft entspannt, hebt die Stimmung und regt an. Draußen zu schreiben/zu schaffen, könnte helfen, genauso wie ein kurzer Gang in den Garten oder auf den Balkon, um von Bildschirm oder dem Arbeitsmedium wegzukommen.

Sich mit etwas beschäftigen, was Thema/Figuren angeht

Wer an einem Roman oder Bild arbeitet, der kann sich in seine zentrale Idee (z. B. anhand von Figuren) hineinvertiefen, indem er lebt oder handelt wie sie. Das verringert die Distanz und lässt neue Sichtweisen entstehen – und somit Ideen. 

Das Medium ändern

Manchmal, wenn ich zeichne oder schreibe, stelle ich fest, dass mich die Konstante des Mediums auf einmal blockiert. Dann wähle ich statt des Macbook mein iPhone/Pad und die dortige Schreibsoftware oder verwende für eine Weile eine Diktiersoftware statt zu schreiben.

Wenn ich zeichne, erlebe ich es oft, dass mir das Blatt zu klein oder zu groß wird usw. Also nehme ich eine andere Größe zur Probe oder andere Stifte (Pastell statt Bleistift, schwarzes Papier statt weißes etc.), um mich zu entblocken.

Vergangene Werke zu dir sprechen lassen

Wenn ich es “nicht mehr fühle” oder mir Ideen fehlen, ich das Gefühl habe, etwas stimmt nicht oder sollte anders sein, ich Angst vor dem Scheitern/Versagen/Schlechtsein bekomme, nehme ich mir oft vergangene Werke/Bücher von mir und lasse mich neu inspirieren und vom guten Gefühl mitreißen. Meine Angst, dass ich etwas Schlechtes erschaffen könnte, kritisiert werden würde oder es niemand mögen würde, schwindet recht schnell auf diesem Wege.

Notizen und Schreibmethoden zur Ideenfindung

Am Ende des Tages bin ich immer noch ein Handschriftmensch. Ohnehin hat die Forschung/Wissenschaft hinreichend belegen können, dass sich blockierte Gedanken (auch Gedankenkarusselle) besser durch das Niederschreiben mit der Hand lösen. Hinzu kommt, dass das Aufschreiben seiner angstbesetzten Gedanken die Angst löst (Schreibtherapie-Erkenntnis der 80er Jahre an Angst- und Depressionserkrankten in Großbritannien). Ich erwähne das, weil auch vor Prüfungen (und ich persönlich finde, jeder Schaffensprozess hat etwas Prüfendes an sich) das Niederschreiben seiner Gedanken die Prüflinge besser abschneiden ließ und die Angst nahm. Ich mache alle meine Notizen rund um das, was geschaffen werden soll, Inhalte meiner Kapitel oder was ein Bild transportieren soll, in einem kleinen Notizbuch, was ich eigens dafür besitze. Für grobe Ideen nutze ich immer noch die Notiz-App meines Handys. Aber wenn es um Blockadenlösung und Schaffenskrisen geht, arbeite ich nur noch handschriftlich. Ich verwende vor allem häufig Mindmaps. So vergesse ich nichts und kann gleichzeitig mehrere Lösungswege verdeutlichen, um dann am Ende die beste zu wählen. Es zieht mich bei Büchern auch aus der Angst/der Starre heraus, wenn ich meine, ein Ablauf der Geschichte müsste es sein. Ich kann per Mindmaps stattdessen viele verschiedene Variationen finden. Bei Zeichnungen hingegen doodle ich: Ich skizziere verschiedene Stile, bis ich den gefunden habe, der mir am ehesten zusagt.

Zerstreuung

Zerstreuung muss sein. Nicht nur, weil bewiesen wurde, dass Kreativität/Flow dann am ehesten auftaucht, je entspannter man ist. Es zieht einen auch weg aus dem Lösungs-Zirkel. Wenn ich keine Ideen habe, macht es mich mürbe und ich fühle mich unsagbar schlecht. Lenke ich mich ab, sodass meine Gedanken woanders hingleiten und weg aus dem Bisherigen meines Buches/Werkes, dann gelingt mir das Denken/Entscheiden später oder am kommenden Tag besser.

Empfandest du einen meiner Wege, um Schreibblockaden und Schaffenskrisen besser zu bewältigen, als hilfreich? Dann freue ich mich über einen Kommentar.

Viele Grüße
Janett