Vorzeitige Berufsunfähigkeit: Absicherung bei psychischen Erkrankungen

Vorzeitige Berufsunfähigkeit: Absicherung bei psychischen Erkrankungen

Viele Berufstätige erkranken im Laufe ihres Lebens an einer psychischen Krankheit. Bei manchen Arbeitnehmern ist das seelisch bedingte Leiden so ausgeprägt, dass die Ausübung des erlernten Berufs nicht mehr möglich ist. Vorzeitige Berufsunfähigkeit aufgrund einer psychischen Erkrankung wird damit ein immer wichtigeres Thema, denn aktuell trifft es bereits ganze 31 Prozent aller Berufsunfähigen – der höchste Wert. Doch noch immer benachteiligen Versicherungen Betroffene aufgrund einer Vorerkrankung bereits beim Anschluss einer BU.

Vorzeitige Berufsunfähigkeit: Mobbing und Ausgrenzung im Job häufige Ursache

Zu schweren psychischen Störungen kommt es nach traumatischen Erlebnissen, bei Unfällen oder persönlichen Krisen, die im Extremfall zu einer vorzeitigen Berufsunfähigkeit führen können. Denn Dauerstress, Überlastungen durch Job und Privatleben gipfeln häufig in Depressionen und/oder Angst- und Panikerkrankungen. Nicht selten werden Menschen, die unter psychischen Belastungen leiden, zu Opfern von Vorurteilen und riskieren, am Arbeitsplatz ausgegrenzt zu werden.

Seelische Krankheiten beeinträchtigen nicht nur die Lebensqualität, sondern mindern die Fähigkeit der sozialen Interaktion mit anderen Menschen. Zu den psychischen Krankheiten, die am häufigsten zur Berufsunfähigkeit führen, gehören Depressionen, Angststörungen, Bipolare Störungen, Schizophrenie und Suchtstörungen. Dabei jedem dritten Leistungsfall ist eine schwere psychische Störung ursächlich für die vorzeitige Berufsunfähigkeit. Hoher Leistungsdruck, ständige Erreichbarkeit und Einsatzbereitschaft, Überforderung und Stress begünstigen seelische Krankheiten.

Gleichzeitig steigen die Anforderungen von Arbeitgebern an die psychische Belastbarkeit ihrer Mitarbeiter. Und Krankheit wird zunehmend als Schwäche betrachtet. Da bei häufigen Krankmeldungen Kündigungen drohen, verzichten zahlreiche Arbeitnehmer auf die vom Arzt verordnete Ruhepause. Ständige Überarbeitung begünstigt wiederum psychische Störungen wie Burnout und Depressionen. Ausgrenzung und Mobbing sind weitere Gründe, die viele Angestellte verzweifeln lassen und das Risiko für psychische Krankheiten erhöhen. Die meisten Betroffenen erhalten keine oder zu wenig professionelle Hilfe, sodass es zu ernsthaften psychischen Erkrankungen einschließlich Berufsunfähigkeit kommt.

Wenn es zur vorzeitigen Berufsunfähigkeit kommt: Absicherung durch eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung

wenn im Beruf zu arbeiten und zu leisten angst macht

Seelische Erkrankungen können jeden Arbeitnehmer unabhängig vom Alter, Beruf und Lebenssituation treffen und zu Krankschreibungen und Frühberentung führen. Berufstätige, die infolgedessen ihren Beruf für mindestens sechs Monate nicht oder nur eingeschränkt ausüben können, sind gemäß §172 Versicherungsvertragsgesetz berufsunfähig.

Nachdem die Berufsunfähigkeit durch medizinische Untersuchungen festgestellt und vom Arzt bestätigt wurde, können Versicherte eine Berufsunfähigkeitsrente beantragen. Die staatlich zugesicherte BU-Rente reicht in der Regel jedoch nicht oder nur für die Deckung der Lebenshaltungskosten aus.

Eine zusätzliche private Vorsorge mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist deshalb sehr empfehlenswert. Vor Abschluss einer Berufsunfähigkeitspolice sollte man jedoch verschiedene Tarife vergleichen, am besten auf einem unabhängigen Vergleichsportal für BU Versicherungen. Da Menschen mit einer psychischen Vorerkrankung oft benachteiligt werden, sollten bei einem Versicherungsvergleich unterschiedliche Versicherungsmodelle hinsichtlich Bestimmungen, Leistungsanspruch und Versicherungsleistungen verglichen werden.

Berufsunfähig durch Depressionen, Angst- und Panikzustände: Worauf man achten sollte

Psychische Krankheiten wie Depressionen stellen ernste Erkrankungen dar, können als Vorerkrankungen aber ein Hindernis für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sein. Für die meisten Versicherer zählen Menschen mit psychischen Krankheiten zu den Risikogruppen.

Deshalb sollte bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung besonders auf die Ausschlusskriterien geachtet werden, da einige Versicherer Berufstätige mit psychischen Vorerkrankungen von der Aufnahme in die Versicherung ausschließen. Diese Versicherungsgesellschaften begründen den Ausschluss mit dem hohen Risiko für den Versicherer, da seelische Krankheiten den größten Anteil der Berufsunfähigkeiterenten ausmachen. Wer bereits an einer psychischen Erkrankung leidet, sollte sich deshalb genau über die Aufnahmebedingungen, Voraussetzungen und Grundlagen einer Berufsunfähigkeitsversicherung informieren.

Bei manchen Versicherungsgesellschaften ist der Abschluss einer BU-Versicherung unter diesen Umständen mit einem Risikozuschlag verbunden. Falls ein Leistungsausschluss für psychische Erkrankungen besteht, kann sich der Antragsteller zwar versichern. Sollte es jedoch zur Berufsunfähigkeit aufgrund einer seelischen Krankheit kommen, ist die Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente durch den Versicherer ausgeschlossen. Experten empfehlen, in diesem Fall nach einer Versicherung zu suchen, die den Berufstätigen mit einem angemessenen Risikozuschlag aufnimmt.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Steffi Schmidt.

Angst im Nacken: Muskelverspannungen, Angstzustände & Panikattacken

Angst im Nacken: Muskelverspannungen, Angstzustände & Panikattacken

Viele Betroffene von Angstzuständen mit und ohne Panikattacken klagen über schmerzhafte Muskelverspannungen – besonders im Bereich des Nackens, der Halswirbelsäule und Schultern. Und fragen sich zurecht: Können Angststörungen diese Schmerzen auslösen? Vor allem: Kann man Panikattacken durch Nacken- und Schulterverspannungen bekommen?

Muskelverspannungen durch Angstzustände & Panikattacken?

verspannter Nacken und Schultern können Angst vor der nächsten Panikattacke auslösen

Ich bin keine Medizinerin, aber hatte mehrfach Angstzustände mit Panikattacken und weiß deshalb: Ja, das funktioniert beides sehr gut. Ich hatte monatelang, sogar noch über meine Panikstörung hinaus, Angst, durch meine Muskelverspannungen im Hals- und Nackenbereich eine Panikattacke zu bekommen. Und anfangs war diese Angst dermaßen präsent, dass ich teilweise nur beim Bewegen meines Halses eine Panikattacke hatte. Selbst wenn diese ausblieb, war es eine Angstattacke – nur eben ohne Panik-Fluchtreaktion.

Ich erinnere mich noch genau, wie ich besonders beim Fahrradfahren (also draußen = Horror!) stets im wahrsten Sinne des Wortes “Angst im Nacken” hatte. Angst äußert sich ja im gesamten Körper als Stressreaktion. Es knackte im Bereich rund um meinen Hals herum unentwegt, wann immer ich ihn bewegte. Es fühlte sich an, als würde jemand konstant versuchen, mir meinen Kopf wieder zurechzubiegen – oder abzureißen. Egal wie, dass ich meine offensichtlichen Blockaden in den Muskelgruppen nicht wegrenken konnte, machte mir noch mehr Angst – und rief die Angst vor der nächsten Panikattacke auf den Plan.

Als ich einmal noch mitten in meiner Panikstörung im Flugzeug saß, waren diese Beschwerden so vehement, dass ich fast zwei Stunden lang weinend ausharren musste.

Falls dich diese Beschwerden auch betreffen, möchte ich dir deshalb aus heutiger Sicht einige Aspekte mitgeben, die dir helfen könnten, Abhilfe zu schaffen.

Was bei Muskelbeschwerden im Hals-/Schulterbereich und Angst- bzw. Panikattacken helfen kann

Der Ganz zum Arzt oder Physiotherapeuten kann genauso wie Sport zu Hause oder das Vermeiden von langem Sitzen gegen angstauslösende Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich helfen.

Viele – wenn nicht sogar fast alle – Betroffenen von Angst- und Panikstörungen sind ans Haus bzw. ihre Wohnung gebunden. Vielleicht rennt man mal in die Küche oder steht vom Sofa auf, um ins Bad zu gehen, saugt ab oder wischt den Boden. Aber summa summarum sind die Wege, die man zurücklegt, doch eher gering. Auch die wenigen Male, die man sich nach draußen traut, werden selten ausreichen, um die empfohlenen Bewegungseinheiten von 2,5 Stunden/Woche als Erwachsener zu erreichen (Empfehlung laut WHO). Alles darunter fällt in den Bereich der mangelnden Bewegung und eben diese begünstigt u. a. Muskelverspannungen.

Je mehr ich saß, desto schlimmer wurden meine.

Es ist unerlässlich, selbst wenn man sich kaum nach draußen bewegen kann, so viel Sport zu Hause zu machen, wie möglich. Die entsprechenden Muskeln müssen gestärkt werden. Und es gibt mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten, von zu Hause aus Sport als Liveklassen oder aufgezeichnete Klassen mitzumachen (Gymondo, YouTuber und ihre Klassen … Ich nutze Yogaia.)*. Denn Sport wirkt bei Angst und Panik kleine Wunder.

Ich habe viel Yoga gegen meine Beschwerden gemacht (besonders Sonnengrüße), aber auch einzelne Bewegungen halfen mir (“in den Himmel gucken” bzw. in diesem Falle “an die Decke”, auf die Terrasse/den Balkon zu gehen, und dort nach oben zu schauen).

“Nimm eine andere Position ein, als die sitzende, in der die Schultern und der Kopf hängen. Allein diese Sitzhaltung erinnert an einen traurigen Menschen (gekrümmte, nach vorn zeigende Schultern und gesenkter Kopf). Sie begünstigt Angst und Traurigkeit”, sagte mir einst ein Kollege, der im Bereich Psychotherapie tätig ist.

Selbst beim Fahrradfahren wäre es besser, kein Mountainbike, wo der Nacken eingeknickt ist beim Fahren, sondern ein City Bike zu verwenden, wo er gerade gehalten werden kann, stellte ich früher fest. Sitzen zu Hause ist aber in jedem Fall kontraproduktiv.

Was ich auch noch verwendete, waren Wärmesalben aus der Apotheke und Pferdebalsam (der erst kühlt und dann wärmt), wenn alle Stricke rissen. Ich bin mir unsicher, ob man diese immer bedenkenlos anwenden kann, aber möchte es der Vollständigkeit halber mit erwähnen. Bitte besprich dich in diesem Falle mit einem Arzt deines Vertrauens.

Eine meiner Freundinnen ist Physiotherapeutin. Ich hatte mich früher oft mit ihr darüber unterhalten und weiß daher, dass Physiotherapie eine gutes Behandlungsfeld gegen diese Beschwerden darstellt. Wer den Weg dorthin über sich bringt, wird zielführende Übungen an die Hand bekommen, die zusätzlich helfen, die Angst zu vermindern, und gleichzeitig gegen die Muskelverspannungen wirken.

Dieser kurze Blogpost entstand aufgrund einer eingesandten Frage von einer meiner Leserinnen. Danke für diese Anregung!

*Wegen aktueller Rechtssprechungen muss ich diese als Werbung kennzeichnen, bezahlter oder unbezahlter Natur, da sich Geschäftsbeziehungen durch meine Nennung anbahnen könnten. In diesem Falle: unbezahlte Werbung.


Angst vor Arbeit und Leistung, weil “der Job” krank macht

Angst vor Arbeit und Leistung, weil “der Job” krank macht

In vielen Unternehmen herrscht noch immer der Anspruch, ihre Mitarbeiter müssten täglich herausragende Ergebnisse liefern, besser sein statt nur “gut” und “genug”, Opfer im Privaten erbringen und konstant durch überdurchschnittliche Leistungen, Interesse und Engagement glänzen. Das zeichnet in ihren Augen eine “gute Arbeitseinstellung” aus. Mit dieser – so scheint es bei vielen Arbeitgebern – hätte ihr Personal Respekt und Zugehörigkeit verdient. Viele Arbeitnehmer klagen allein deshalb über Angst vor Leistung und dem Job, der Arbeit an sich, den Chef, den Kollegen – einhergehend mit Symptomen. Was wenig mit Arbeitsmoral zu tun hat, kann vielmehr ein Mix aus individuellen und firmenbezogenen Aspekten sein. Geschehen hier keine Korrekturen, greift der Körper/die Psyche zu natürlichen Abwehrmechanismen, um mögliche Gefahren für die Gesundheit zu vermeiden.

In diesem Blogpost findest du mehr Hintergründe zu dieser Angst und einer einfachen Methode, mit dem du wieder neuen Sinn für dein Berufsleben schaffen kannst – oder feststellst, dass es Zeit für einen neuen Arbeitgeber ist.

Ursachen: Wie Angst vor Arbeit und Leistung im Job entstehen

Angst vor Arbeit zeigt sich gern in einer “miesen Arbeitseinstellung”, ist aber oft eine verschleppte Überforderung, Unterforderung oder Sinnentleerung. Hat der Arbeitnehmer keine Motivation mehr, zu arbeiten, leistet er weniger. Muss er dennoch übermäßig leisten, reagiert der Körper häufig mit Angstzuständen.

Angst vor Arbeit und Leistung entstehen nicht aus dem Nichts. Vieles muss im Vorfeld geschehen sein, damit ein Mensch plötzlich den Sinn in seinem Beruf oder Arbeiten an sich verliert. Oft geht es einher mit vielen Jahren des Beweisstellens, in denen der Arbeitnehmer mit einem starken sog. Leistungsmotiv etwas zu bewirken versucht: für sich, das Unternehmen, die Welt usw. Es kann auch sein, dass seit jeher das Underachiever-Syndrom vorliegt, in denen Menschen dazu erzogen wurden, nichts erreichen zu müssen (weil es ihnen a) ohnehin nichts brächte oder b) es von ihnen nicht abverlangt wurde). Ich gehe hier vom ersteren aus: Es bestand ein starker Drang danach, etwas zu leisten, weil man

  • etwas für sein Leben erreichen wollte (finanzielle Sicherheit/Stabilität bzw. Wohlstand, Lernen, Status, Persönlichkeitsentwicklung, Karriere) und bereit war, dafür vieles zu tun
  • etwas für die Welt tun wollte (Gutes tun, Menschen helfen, Lücken füllen, Ungerechtigkeit ausbalancieren usw.)
  • seinen Platz finden wollte (zu einer Gruppe Gleichgesinnter gehören wollte), das sog. Zugehörigkeitsmotiv
  • durch seine Leistungen an Bedeutung für andere/die Welt gewinnen wollte (Machtmotiv)

Und so ergaben sich die Motivationen: Man ging davon aus, indem man leistet, würde man erreichen/bekommen, was man sich gewünscht hatte. Doch damit Motivationen in uns entstehen können, die uns ins Handeln bringen, müssen wir uns sicher sein, dass das Gewünschte erreichbar ist. Sehen wir uns in unserem Handeln immer wieder scheitern oder kurz davor, erleben immer wieder die Angst, wir könnten versagen, erfahren Kritik oder gar kein Lob, ebbt unsere Motivation von Mal zu Mal ab. Man mag nicht mehr, kann nicht mehr, will nicht mehr. Es bildet sich eine Art innere Front gegen Leistungen jeder Art, gegen Arbeit an sich oder Aufgaben bestimmter Art.

Symptome, die mit Angst vor Arbeit und Leistung einhergehen können

wenn im Beruf zu arbeiten und zu leisten angst macht

Der Körper/die Psyche kündigt Überforderung, die schließlich in Angstzustände fließen kann, und durch konstanten Leistungsdruck (körperlicher, emotionaler und geistiger Art) begleitet wird, in erster Instanz durch “normale” Signale an:

  • Stress
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Einschlaf- und Durchschlafschwierigkeiten
  • unruhiges Wochenende mit einer tiefen Unlust am Sonntag beim Gedanken an den kommenden Montag/Arbeitstag
  • im Urlaub nicht abschalten können bzw. krank werden
  • trockene, unreine, fahl-aussehende Haut mit Juckreiz
  • Verdauungsprobleme
  • verringerte Immunabwehr
  • leichte bis mittlere Unlust am Morgen
  • innere Unruhe unter Menschen
  • latente Aggression, Impulsivität, Wutausbrüche (besonders wenn etwas nicht funktioniert bzw. nicht auf Anhieb klappt)
  • Muskelverspannungen (werden später gern zu Panikattacken)
  • unruhige Beine, Kribbeln in den Gliedmaßen
  • innere Unruhe auch während der Freizeit
  • innere Hektik (“Schnell-Schnell-Syndrom”, besonders bei Frauen)
  • Gefühle entweder extrem sensibel oder immer schwächer wahrnehmen (leicht in Tränen ausbrechen oder kaum mehr etwas spüren)
  • auf zwischenmenschliche Situationen nicht mehr eingehen wollen/können bzw. keine Ruhe für “Probleme” haben (Abwehr des emotionalen Leistungsdrucks)

um nur einige zu nennen. Das sind die häufigsten Begleiterscheinungen, die mir genannt werden.

Auch das Gefühl, man dürfe die Arbeit jetzt noch nicht beenden, obwohl es schon spät am Abend ist, oder man müsse noch in der Freizeit dieses und jenes für den Arbeitgeber tun, fällt darunter. Ständige Erreichbarkeit, E-Mail-Check am Wochenende oder in Gedanken stets im Büro oder in Gesprächen mit Kollegen zu sein gehören auch dazu. Das Gefühl, gebraucht zu werden und nicht ersetzbar zu sein, trifft auf den Drang, alles liegen zu lassen.

Deshalb sieht man das auch im Job/Beruf an der eigenen Leistung:

  • fehlendes Interesse
  • keine Verlässlichkeit mehr gewähren können/wollen
  • kein Pflichtbewusstsein mehr gewähren können/wollen
  • keine Teamfähigkeit mehr gewähren können/wollen (Ungeduld vor allem)
  • keinen Respekt mehr vor Autoritäten
  • keine Folgsamkeit mehr gewähren können/wollen
  • andere Werte als das Unternehmen entwickeln oder bereits haben
  • teilweise eine hohe Fehlerquote bei den Aufgaben
  • Aufgaben scheuen, die lange dauern, eine hohe Qualität oder Konzentration fordern
  • Konzentrationsschwierigkeiten, nur schwer sitzen bleiben können
  • häufiges Fehlen am Arbeitsplatz durch Krankheit

Alle diese Punkte können ambivalent gedeutet werden, entweder als Hinweis auf eine psychische Gefährdung oder als miese Arbeitsmoral.

Was hier passiert: Der innere Richter ermahnt zur Perfektion und Übermenschlichkeit, währen das Selbst um Gnade und Erlass bittet. Werden diese und ähnliche Symptome ignoriert, reagieren viele in nächster Instanz mit einer ausgeprägten Angst vor bzw. wegen Arbeit und Leistung im Job, gern begleitet durch diffuse Angst vor Kontakt mit Menschen (besonders die, die Ansprüche und Erwartungen an einen stellen aka Kunden, Kollegen und Vorgesetzte). So entstanden bei mir Agoraphobie mit Panikattacken. Andere wiederum entwickeln Depressionen bzw. Burnout oder erleben Angstzustände ohne Panikattacken. Wie der einzelne Körper reagiert, ist im Menschen selbst angelegt.

Der Selbsttest bzw. Eine einfache Methode, um sich zu durchschauen

Depressionen und Burnout können sich auch durch Angstzustände und Panikattacken zeigen

Hinter der anfangs nur leichten Angst verbirgt sich oft die Angst zu versagen – eine naheliegende Befürchtung, wenn unermüdliche Versuche, dem Arbeitgeber seinen Wert zu beweisen, im Vorfeld unternommen wurden. Diese Angst kann auch auftreten, wenn man es als Mitarbeiter mit (für einen selbst) sinnentleerten Aufgaben zu tun hat. Der Drive in Richtung Boreout ist ebenso häufig wie der in Richtung Burnout.

Doch liegt es wirklich NUR am Job? Ist es der einzelne Arbeitgeber und würde es dir besser bei einem anderen Unternehmen gehen? Liegt es an vielleicht ganz anderen Ursachen, z. B. daran, dass du unbewusst innerlich gekündigt hast? Bräuchtest du nur andere, interessantere Aufgaben? Oder fehlt es dir im Job an Anerkennung?

Beantworte aus dem Bauch heraus und ehrlich dir gegenüber (radikale Selbstprüfung!) folgende Fragen:

  • Welche Bedeutung hat Arbeit, Leistung für dich?
  • Welche Bedeutung hat “dieser Job” für dich? Gibt es in dem Unternehmen eine Abteilung, bei der du lieber arbeiten würdest?
  • Was müsste das Unternehmen tun, um dich zu motivieren?
  • Wie hast du dich früher selbst motiviert? (Strategien)
  • Und was genau hat dich motiviert, dort zu arbeiten? (Aufgabenbereich, Ziel/Motiv)
  • Wann hat dir die Arbeit das letzte Mal so richtig Freude bereitet? (Zeitpunkt und Arbeitsbereich bzw. Kollegium o. Ä. bestimmen)
  • Wann brach diese Freude weg? (Zeitpunkt bestimmen)
  • Wann und womit traten Unlust bzw. Gereiztheit, emotionale und geistige Überforderung/Unterforderung das erste Mal auf?
    War z. B. ein Kollege oder ein Arbeitsbereich Auslöser bzw. gibt es sich überschneidende Muster, wann immer du in Angst, Panik oder innere Abwehr, Unlust gerätst?
  • Wie reagiert dein Körper/Geist auf das, was im Job geschieht? (z. B. Anerkennung, die dir geschenkt wird oder neue Herausforderungen, Mitspracherecht oder Entscheidungsfreiräume)
  • Welche Bedürfnisse musst du hintenanstellen, um deinen Job gut zu machen?
  • Für die sehr Reflektierten: Wie reagiert dein Körper auf einzelne Aufgaben, nach dem Kontakt mit bestimmen Kollegen/Personen, morgens/mittags/nachmittags/andere Arbeitszeiten, bei Kontakt oder ohne Kontakt zu Kollegen/Vorgesetzte? Wie reagiert er, wenn Kollegen/Vorgesetzte im Urlaub sind? 
  • Wie reagiert er vor Personalgesprächen?
  • Wie reagiert er auf das, was NICHT geschieht? (z. B. Anerkennung, die dir nicht geschenkt wird, oder neue Herausforderungen, Mitspracherecht oder Entscheidungsfreiräume, Gehaltserhöhungen usw.)
  • Hast du noch Hoffnung, dass du in dem Unternehmen zufrieden werden kannst? Wenn ja, was kannst DU tun, um das zu fördern?
  • WILLST du noch hoffen oder ist deine Hoffnung langsam über die Zeit baden gegangen?
  • Halten dich deine Erfahrungen mit diesem Arbeitgeber davon ab, dir einen neuen zu suchen? Wenn ja, welche genau sind das?
  • Wie siehst du dich durch deine Erfahrungen mit diesem Arbeitgeber heute anders, und wie hast du dich früher gesehen? Sind deine geänderten Ansichten zu dir und deinen Fähigkeiten, Befähigungen, Talenten und Charaktereigenschaften geprägt durch diese Erfahrungen?
  • Was ist der Hauptgrund dafür, dir keinen anderen Arbeitgeber zu suchen?
  • Findet sich dieser Hauptgrund als Attribut auch in der Art und Weise, wie du dich als Arbeitnehmer behandelt fühlst? (z. B. nicht qualifiziert genug für andere in deiner Branche & nicht respektiert werden im Job)

Motive und Motivationen

Wenn es noch Motive gibt, aber keine Motivationen mehr, nach ihnen zu handeln, dann haben wir resigniert. Denn innerlich meinen oder wissen wir, dass es nichts brächte, uns zu engagieren oder tätig zu werden. Zu viele Hindernisse stehen zwischen der Arbeit/unserer Leistung und der Erreichbarkeit unseres Ziels. Können wir unser Ziel nicht mehr erreichen, z. B. nichts damit bewirken oder nicht das, was wir damit bewirken wollen, dann besteht auch keine Motivation mehr, diese eine Arbeit zu leisten.

Solltest du dich also fragen, wieso du keine Lust mehr auf deine Arbeit hast oder wieso du dich schlecht konzentrieren oder motivieren kannst, das könnte die Antwort sein: Die Tätigkeit ist für dich sinnentleert. In dir entstehen deshalb keine Impulse mehr, keine Motivationen, aktiv zu werden, denn dein Motiv oder Ziel ist in deinen Augen nicht (mehr) erreichbar. Es kann sein, dass du damit richtig liegst. Es kann aber auch sein, dass einige querschlagende Gedanken zu dieser Hürde führen oder du noch andere Motive hast, die du verdrängst oder die sich immer stärker melden.

Versagensangst zu haben und diese sich selbst gegenüber zu widerlegen ist eine Motivation. Dann würdest du arbeiten, um einer Firma aka dir zu zeigen: Ich schaffe das! Ich kann das! Ich bin gut. Glaubst du aber innerlich nicht wirklich daran, sondern denkst, du würdest es sowieso nicht schaffen oder es wäre an Arbeitspensum zu viel oder zu schwer, dann suchst du in der Firma nach genau dieser Bestätigung: Du kannst es nicht. Du reichst nicht.

Sich zu beweisen in seinem Wert (“Ich bin es wert! Ich habe diese Position/diesen Job verdient!”) verbinden wir mit einer Rückleistung: Was wir dafür bekommen (oder hoffen, zu bekommen), z. B. Ansehen, Status, Geld, Attraktivität, die in eine Partnerschaft führen würde usw. Dieses Ziel rührt oft aus Mangeldenken her (Ich bin es noch nicht wert. Noch habe ich es mir nicht verdient. Ich muss es mir noch verdienen!). Je mehr wir vor etwas fliehen wollen, desto mehr ziehen wir an, was wir schon haben oder – in diesem Fall – glauben, noch nicht zu haben. Wir müssten unser Denken ändern und in uns etablieren, dass wir wertvoll sind, statt andere als unseren Spiegel zu wollen, die uns zeigen: Das bin ich … (also wert)!

Geld und Existenzangst ist ein weiterer Grund, wieso wir unsere Arbeit nicht schätzen. Wenn uns nichts anderes übrigbleibt, als zu Ja und Amen zu sagen, ein für uns unbedeutenden Job zu machen, dann bleibt nur die Motivation: UM GELD ZU VERDIENEN. Vielen reicht dieser Grund. Anderen hingegen wäre es möglich, sich einen ähnlichen Job zu suchen, aber bei einem anderen Arbeitgeber mit besseren Konditionen. Wir nehmen diese Ursache Geld und Existenz leider viel zu oft als Ausrede, um nicht handeln zu müssen – auch weil wir zu faul sind, nach BEDEUTUNG für unser Leben in der Welt Ausschau zu halten.

Wieso wir uns trauen müssen, zu kündigen, wenn es nicht passt oder: Ein Job, den du liebst

Am Ende des Tages entscheidet, was Viktor Frankl einst als Buchtitel wählte: Wer ein “Wozu” hat, erträgt fast jedes “Wie”. Wer seinen Job nicht wechseln kann, dem bleibt nur übrig, sich jede noch so kleine, dankbare Sache in der momentan Situation zu suchen, an der man sich festhalten kann. Wenn etwas im Job Freude bringt, z. B. einige Kollegen oder der kurze Arbeitsweg, dann kann bereits das die Motivation, dort weiterzuarbeiten, nähren. Nach diesen kleinen Freuden muss man dringend suchen; man muss sie dringend finden – was mitunter heißt: zuzulassen, sie zu erkennen.

Wer hingegen Alternativen hätte, um die er sich lediglich nicht kümmern mag, weil sie anstrengend sind, mit Ablehnung verbunden oder mit erneuten Leistungsbeweisen, bei denen man versagen könnte, darf sich das ruhig vor Augen halten. Es ist für kaum jemanden der liebste Zeitvertreib, sich einen neuen Job zu suchen, die vielen Bewerbungsprozesse durchzuhalten, wenn man denn eingeladen wird. Man muss die Ablehnungen und Aufregungen vor Bewerbungsgesprächen ertragen lernen, denn sonst wird sich nichts ändern. Wenn sich nichts ändert, stagniert das Leben. Das kann krank machen, für Unruhe, Lustlosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Fehler und schlaflose Nächte sorgen – weil man Herausforderungen scheut. Wer weiß, was der Impuls für die Jobsuche an Gutem bringt?

Wenn man es nicht versucht, wird man es nie erfahren – weil man zu beschäftigt damit ist, das Ungute ertragen zu lernen.

Vergebung: Dir selbst verzeihen als Schlüssel inneren Friedens

Vergebung: Dir selbst verzeihen als Schlüssel inneren Friedens

Wir alle machen Fehler, sagen oder tun Unbedachtes, was sich oft nicht mehr zurücknehmen und ungeschehen machen lässt. Seien es Beziehungen, die wir bereuen, eigene Handlungen oder Chancen, die wir nicht wahrnahmen: Auf so manche Zeiten und Ereignisse blicken wir mit Reue, Scham, Schuld oder gar Angst zurück, weil wir es nicht schafften, uns zu vergeben – was wir taten und was nicht, was andere uns taten und was sie uns verwehrten. Ich hadere mit dem Thema seit vielen Jahren. Wenn du so bist wie ich, hast du Mühe, dir und anderen zu verzeihen, und spürst in dir sicher den Drang nach Wiedergutmachung und/oder Gerechtigkeit.

Einige Gedanken zu diesem Thema und ein einfacher Weg, wie du dir gegenüber Vergebung üben kannst, beschreibe ich in diesem Blogpost.

Vergebungsarbeit: Was es heißt, zu verzeihen

Zu verzeihen bedeutet, Ereignisse und Nicht-Ereignisse (etwas, was wir uns gewünscht, aber nicht bekommen haben) mit all ihren Aspekten gut sein zu lassen. Dazu gehören auch deine Gefühle, Gedanken, Empfindungen und (verzerrte) Erinnerungen. Das bedeutet, alle Interpretationen unseres ungern vergebenden Egos zurückzunehmen und sich einzugestehen, dass wir am Ende des Tage alle nur eines sein: Menschen – mit einer eigenen Biografie, Erfahrungen und Gefühlen, die wir versuchen, so gut wie möglich in den Griff zu bekommen. Das meint Ängste, die uns schützen soll(t)en, Traurigkeit, die verborgen blieb in Schuld, und natürlich auch Schamgefühle.

Wir machen Fehler, lernen dazu oder aus ihnen. Wir können die Ereignisse immer nur so gut tun, wie es gerade als Ressource in uns angelegt ist. Denn: Was wir vermögen, spricht Bände über unser geistiges und emotionales Vermögen. Was wir in unserem Leben erfahren haben, ist ein Teil von uns, aber er muss uns nicht am Weitergehen hindern. Er muss nicht zur Blockade werden, die uns an einer unbeschwerten Zukunft hindert.

vergebungsarbeit
Jede Schuld und seelische Verletzung hinterlässt Spuren am Strand unseres Lebens.

Schuld und Scham sind viel häufiger Teil von verletzenden Erlebnissen, z. B. wenn wir wissen, dass wir einen Menschen verletzt haben – oder er uns durch Wut, Rückzug, Ablehnung oder offene Enttäuschung zumindest in dem Glauben ließ. Ich verzeihe mir, dass ich dich verletzt habe. Es ist wichtig, dass wir uns nicht in einem eigenen Gefängnis halten, uns nicht selbst bestrafen, weil wir einst einen Fehler gemacht haben. Sich zu vergeben bedeutet damit auch: Ich befreie mich von meinen Fehlern und hebe die Schuld, die ich mir bis heute zu zugewiesen habe, auf.

Hat dich jemand im Herzen verletzt? Dann wirst du sicher viele Anklagen in deinem Inneren haben, als hätte dir dieses Ereignis einen Stempel in deine Seele gedrückt. Besonders Angst vor erneuter Traurigkeit wird dann ein Thema für dich sein. Diese Vorwürfe der damaligen Person gegenüber bleiben bei dir und leiten, ja steuern unbemerkt deine Zukunft. Viele haben Schwierigkeiten, einem Menschen zu vergeben, je nach Schwere der Tat und Verletzung. Aber in meinen Augen ist es weniger wichtig, diesem einen Menschen gänzlich verzeihen zu können. Es ist viel unerlässlicher, dass man sich das verzeiht, was wir dem anderen vorwerfen:

  • Du hast mich nie geliebt.
  • Du hast nur mit mir gespielt.
  • Du hast mich hintergegangen, mein Vertrauen ausgenutzt.
  • Ich habe immer alles für dich getan und das war also der Dank!
  • Du hast immer nur an dich gedacht!
  • usw.

um nur einmal den Bereich Beziehung/Partnerschaft zu betrachten. Damit sind auch Interpretationen verbunden, die wir wiederum als Schuld auf uns zurückwerfen:

  • Ich habe nicht gereicht/war nicht gut genug.
  • Ich muss etwas falsch gemacht haben.
  • Andere sind besser/hübscher/fähiger als ich.
  • Ich habe wohl keine Nähe, Liebe, Zuwendung, Anerkennung und Erfolg verdient.

Unsere Erfahrungen spiegeln auch immer unsere Glaubensmuster wieder, die zu einem eigenständigen Lebensskript werden können, wenn wir nicht aufpassen. DASS wir solche anklagenden Gefühle haben, müssen wir uns genauso vergeben wie jede Wut und Traurigkeit über uns selbst, falls wir uns haben verletzen lassen:

  • Ich Idiot!
  • Wie konnte ich nur so dumm sein!
  • Ich hätte es besser wissen müssen!
  • Alle Signale deuteten darauf hin, aber ich wollte sie nicht ansehen.
  • Hätte ich nur auf X gehört, dann wäre das nie passiert.
  • usw.

Eigentlich sagt man sich die ganze Zeit mit diesen Anklagen, dass man nicht gut, nicht genug, nicht liebenswert, nicht würdevoll, nicht würdig, nicht klug, intelligent oder nicht schön, nicht attraktiv, unfähig usw. ist. Das nährt das kleine Selbst, das sich völlig hilflos in seinem Zelt verkrochen hat, um sich dort selbst zu bemitleiden. Es braucht Fürsorge und Aufmerksamkeit, Zuwendung wie ein kleines Kind. Was es nicht braucht, sind weitere Schläge wie “Ja, du blöde Kuh/du Arsch! Wieso zum Teufel hast du das gemacht? Jetzt heul’ nicht herum, genauso wolltest du das doch!” und was wir uns nicht alles an den Kopf werfen.

Zwei Wege/Rituale, wie du dir und anderen vergeben kannst

mit Ho'oponopono verzeihen lernen
Verzeihen auf Hawaiianisch: Ho’oponopono

Ein gutes Ritual, um sich eigene Fehler (denen dir selbst sowie anderen gegenüber) zu verzeihen, ist das hawaiianische Vergebensritual mit vier prägnanten Sätzen, die uns die Übermacht unserer Gefühle in den Griff bekommen lassen.

Ein zweiter Weg geht über das Schreiben. Nimm dir einen Stift und ausreichend Papier und schreibe alles auf, was dir einfällt, was du dir vergeben möchtest. Jeden Selbsthass, jede Form von Selbstzweifeln, alle Zweifel, die du anderen gegenüber hattest, weil einst jemand an dir zweifelte, jeden Fehler und jede Verletzung. Dabei kannst du – kein Muss! – eine Unterscheidung treffen zwischen ECHTER Verletzung und UNECHTER Verletzung, meint Kränkungen, Stolz und Ego, Übergangenwerden usw.

Vielen fällt es leichter, sich erst einmal alles von der Seele zu schreiben und so nach und nach loszulassen. Spüre vor allem dabei in dich hinein, was es mit dir macht, wenn du diese Entscheidungen triffst. Um dir zu verdeutlichen, was ich meine, habe ich im Folgenden einige Beispiele aufgelistet. Während du sie liest, spüre nach, wie dein Körper reagiert, wo er schwer oder leicht wird, ob dein Herz stolpert oder dein Magen grummelt, deine Muskeln angespannt sind usw. Das sind oft Anzeichen, die Sprache deines Körpers, die markiert, wo der geistige/emotionale Schmerz sitzt bzw. wo er im Körper eingeschlossen wurde. All die Redewendungen der deutschen Sprache wie “etwas nicht verdaut haben”, “den Kopf voll haben”, “rasend vor Wut”, “ein schweres Herz” usw. verdeutlichen dasselbe.

Ich verabschiede mich schon an dieser Stelle schon und wünsche dir viele kraftvolle Vergebungsmomente mit den nachfolgenden Sätzen.

Alles Liebe,
Janett Menzel

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Hier die Beispiele:

Ich vergebe mir, dass ich mich aus Angst, noch mehr zu verlieren, neuen Erfahrungen verschlossen habe.

Ich vergebe mir, dass ich mich wegen negativer Erfahrungen in der Liebe mit ….. (Name) von der Liebe und der Möglichkeit, sie zu leben, abgewandt habe.

Ich vergebe mir, dass ich mir unterstellt habe, nicht liebenswert und gut genug zu sein.

Ich vergebe mir, dass ich anderen oft den Vortritt ließ und zu viel Rücksicht übte, nicht zeigte, was ich wirklich kann.

Ich vergebe mir, dass ich dachte, es wäre besser, mich von anderen von meinen wahren Gefühlen abhalten zu halten.

Ich vergebe mir, dass ich zu lange bei anderen (oder einem bestimmten Menschen) verharrte, aus Angst, ihn zu verletzen, schuldig zu sein und allein zu sein.

Ich vergebe mir, dass ich stattdessen mich verletzte.

Ich vergebe mir, dass ich schüchtern, unsicher, ängstlich, zornig, unbeholfen, fehlbar und menschlich bin.

Ich vergebe mir, dass ich andere als wichtiger einstufte und mich nicht durchsetzte.

Ich vergebe mir, dass ich anderen erlaubte, meine Bedürfnisse zu ignorieren.

Ich vergebe mir, dass ich Beziehungen einging, in der Hoffnung, die Liebe und Aufmerksamkeit, Zuwendung und Bestätigung zu bekommen, die ich schon so lange suche und brauche.

Ich vergebe mir, dass ich Angst hatte, Fehler zu machen und nicht zu genügen, und deshalb nichts unternahm – und leer ausging.

Ich vergebe mir, dass ich dachte, ich wäre noch nicht soweit, nicht erfahren genug, nicht herausragend genug, nicht fähig genug.

Ich vergebe mir, dass ich stets versuche, die/den Starke/n zu spielen, damit niemand merkt, dass ich unsicher bin.

Ich vergebe mir, dass ich mich von Meinungen anderer aufhalten ließ.

Ich vergebe mir, dass ich anderen die Schuld daran gab, dass ich mich von ihren Meinungen abhalten ließ.

Ich vergebe mir, dass ich ihnen die Schuld dafür gab, mich nicht zu mögen.

Ich vergebe mir, dass ich ihnen die Schuld dafür gab, dass ich sie nicht mochte – aus Angst, eine eigene, unliebsame Meinung zu haben.

Ich vergebe mir, dass ich versuchte, perfekt zu sein oder zu werden – jeden Tag ein Stück besser als am Tag zuvor, um meinen Selbstwert stabil zu halten.

Ich vergebe mir, was ich mir alles antat, um nicht zu erkennen, dass mein Selbstwert brüchig war.

Ich vergebe mir, dass ich mich so überforderte, mit Leistungen und gespieltem Interesse, nur um gemocht oder anerkannt zu werden.

Ich vergebe mir, dass ich viel zu selten gezeigt habe, wie ich WIRKLICH bin.

Ich vergebe mir, dass ich so lange in meinem vermeintlichen Schicksal herumgesessen habe, gewartet habe, auf die eine Chance, die alles zum Guten ändern würde.

Ich vergebe mir, dass ich nicht verstanden habe, dass ich Chance bin.

Ich vergebe mir, was ich alles aus Angst vor Ablehnung nicht tat.

Ich vergebe mir, dass ich mich vernachlässigte, weil mich andere vernachlässigten.

Ich vergebe mir, dass ich mich nur mochte, wenn mich andere mochten.

Ich vergebe mir, dass ich mich ausschloss, wenn mich andere ausschlossen.

Ich vergebe mir, dass ich vor meinen Gefühlen flüchtete, aus Angst, sie nicht unter Kontrolle zu haben und über mich die Kontrolle zu verlieren.

Ich vergebe mir, dass ich dachte, andere würden mir Gefühle nicht zugestehen.

Ich vergebe mir, dass ich den Lebensweg anderer versuchte zu kopieren, anstatt mir meinen eigenen Weg zu zeichnen und ihn zu gehen.

Ich vergebe mir, dass ich glaubte, andere würden mir durch ihre Worte und Taten bewusst zeigen, was ich wert bin und wer ich bin.

Ich vergebe mir, dass ich Angst davor hatte, Menschen wegen ihres Verhaltens offen und ehrlich abzulehnen.

Ich vergebe mir, dass ich aufgab, wenn mir etwas zu schwer und unbequem erschien.

Ich vergebe mir, dass ich mir so wenig zutraute, aus Angst zu versagen.

Ich vergebe mir, dass ich andere für ihre Ängste und Schwächen verurteilt habe.

Ich vergebe mir, dass ich glaubte, niemanden zu brauchen.

Ich vergebe mir, dass ich glaubte, ‘da draußen’ gehöre ich nicht hin, dass ich kein Teil wäre – wo ich doch einer bin.

Ich vergebe mir, dass ich meinen Träumen nicht folge, aus Angst mich von meinem jetzigen Leben zu trennen oder zu scheitern.

Ich vergebe mir, dass ich mich meiner Weiblichkeit/Männlichkeit beraubte, aus Angst, nicht gewollt zu sein, zu viel zu sein oder nur für Sex zu “taugen”.

Ich vergebe mir, dass ich wichtige Teile meines Selbst abschnitt, weil diese jemand anderem nicht passen könnten.

Ich vergebe mir, dass ich versuchte, jemand anderes zu sein, als ich bin, um Teil sein zu dürfen – nicht allein sein zu müssen.

Ich vergebe mir, dass ich solange brauchte, um all das zu verstehen.

Wieso ein Vision Board nicht ausreicht, um deine Ziele umzusetzen: Was du noch brauchst

Wieso ein Vision Board nicht ausreicht, um deine Ziele umzusetzen: Was du noch brauchst

 

Vision Boards sind beliebt, um sich seine Ziele und Träume vor Augen zu halten. Diese Zielcollage wird dann sichtbar aufgehängt, um seine Wünsche und Träume nicht mehr aus den Augen zu verlieren. Sie sind also Zielcollagen, die deine Motivation schüren sollen, damit du deine Ziele umsetzt. Man erstellt sie mit Papier, Schere, Klebstoff, Ausschnitten aus Zeitungen und Magazinen oder Ausdrucken digitaler Bilder. Oder man wählt eine der unzähligen Apps und Software im Internet, u. a. Pinterest zur Erstellung seines Vision Boards, auch Dream Board genannt.

Doch wie erreicht man seine Ziele auf diesem Vision Board und was genau blockiert dann trotzdem, wo das Vision Board doch so schön geworden ist? Es sind, wie sollte es anders sein, Ängste – getreu dem Sprichwort: Sei vorsichtig mit dem, was du dir wünschst. Es könnte wahr werden (und macht dir deshalb schon im Vorfeld eine Heidenangst).

 

Das Vision Board: Deine große Vision für deine Zukunft

kläre die Ängste hinter deinen Träumen und Wünschen

Beispiel für ein Vision Board | Foto: www.dabble.co

Oberflächlich betrachtet ermöglicht ein Vision Board nicht nur die Rückerinnerung an vergangene oder verdrängte Ziele, sondern auch an Träume, die im Alltag in Vergessenheit gerieten. Neurowissenschaftlich gesehen ist so ein Board ein erstaunlich kraftvolles Instrument, denn es beinhaltet deine Werte und Ideale. Es fungiert als visualisierte Bucket List: Dinge bzw. Erlebnisse, die man in seinem Leben noch erreichen möchte, bevor man stirbt. Gleichzeitig ist sie weit mehr als nur eine Collage, denn sie reduziert dein Leben auf eine sogenannte Big Vision, eine große Vision: deine.

Es bleibt nicht erspart, sich mit seinen Zielen und Bedürfnissen auseinanderzusetzen: Was man sich sehnlichst wünschte, früher, als man noch jung war, unverheiratet oder kinderlos. Oder das Board beinhaltet Pläne und Ziele für das aktuelle Jahr. Ein Vision Board ist ganz allein deins und du entscheidest, wie du es gestaltest. Es hilft dir dabei, deine gesetzten Ziele zu erreichen.

Definiere deine Ziele.

Manchmal fällt es schwer, sich an seine vergessenen Ziele, Träume und Bedürfnisse zu erinnern. Was hilft, ist sich inspirieren zu lassen. Nimm ein paar alte Zeitschriften, Magazine oder „blättere“ im Internet in kostenfreien Fotobörsen wie z. B. unsplash.com oder pixabay.com. Nutze dir Bildersuche, falls du ein Ziel benennen, aber nicht so recht visualisieren kannst.

Definiere einen oder mehrere Leitsätze.

Mit diesen Bildern formulierst du nun Leitsätze.

Wenn du dir eine geborgene und liebevolle Beziehung wünschst, aber häufig an den „falschen“ Partner gerätst, könnte dir mein folgender Leitsatz nutzen: Ich halte Ausschau nach emotional erfüllenden, sanften, zärtlichen, geborgenen, ehrlichen und nahen Momenten mit einem neuen Partner, in denen ich liebe und von dem ich mich lieben lasse.

Falls du einen beruflichen Wunsch hast, zum Beispiel eine Neuorientierung, aber nicht so recht weißt, wo du anfangen sollst, könnte dir dieser Leitsatz helfen: Ich lebe meine Bestimmung und vertraue darauf, dass sich mir die nächsten Schritte von allein zeigen.

Falls du auf Wohlstand oder mehr finanzielle Fülle aus bist, könnte dieser helfen: Ich bin umgeben von Reichtum. Geld fließt aus allen Richtungen zu mir. Ich bin bereit, das mir bestmögliche Leben zu leben. 

Die Leitsätze sind nie mit Modalverben gefüllt: kein müssen, sollen, wollen, möchten, hätte, könnte usw. Du formulierst sie in der Gegenwartsform, nicht in der Zukunftsform mit „werde“, sondern mit „bin, habe, tue/mache, kreiere, liebe, erschaffe, handle usw.“.

Solche Leitsätze kannst du entweder im Kopf formulieren oder aufschreiben, hinten auf das Vision Board kleben oder mit Erinnerungswörtern wie „Liebe“, „Erfolg“, „finanzielle Fülle“ etc. als Teil der Collage versehen, zum Beispiel durch Überschriften aus Zeitschriften.

Spätestens, wenn die Collage fertiggestellt wurde, fragen sich die meisten Menschen, wie sie nun die dortigen Ziele und Träume verwirklichen können. Wo also ist die feine Grenze zwischen Traum und Realität, Wunsch und Handeln, Hirngespinst und Wirklichkeit?

 

Das Fear Board: Ängste als Schwellenwächter deiner Träume

Lloyd Burnett, US-amerikanischer Coach, und sein Fear Board zur Klärung der Ängste, die mit deinen Zielen und Wünschen einherkommen

Das sogenannte Fear Board stammt (meines Erachtens) vom US-amerikanischen Coach Lloyd Burnett. Er rät jedem, der Blockaden bei der Umsetzung seiner Träume und Wünsche verspürt, sich nebst dem Vision Board eine eigene Collage über die mit den Träumen und Wünschen verbundenen Ängste anzufertigen.

Zwar haben die meisten seiner Klienten und Klientinnen exakte Vorstellungen von dem, was sie in ihrer Zukunft manifestieren möchten. Doch scheinbar stehen ihn immer wieder unsichtbare Hürden im Weg, die sie von der endgültigen Verwirklichung abhalten.

„Sei vorsichtig, was du dir wünscht. Es könnte wahr werden.“ So sagt ein chinesisches Sprichwort.

  • Es könnte sein, dass du dir der Kehrseite nicht bewusst bist.
  • Es könnte sein, dass du mit den Konsequenzen nicht umgehen könntest.
  • Es könnte sein, dass du nur einen kleinen Teil des Bildes siehst, statt des großen Ganzen.
  • Es könnte sein, dass dein Ziel mit Opfern verbunden ist.
  • Es könnte sein, dass für deine Zufriedenheit nach der Erfüllung deiner Träume noch einiges zu erledigen ist,

zum Beispiel Ängste zu überwinden.

 

Beispiele sind diese:

Sagen wir, du träumst von einem Haus am Meer. Dafür müsstest du deine jetzige Stadt verlassen und damit auch deinen Freundes- und Bekanntenkreis, deine Arbeitsstelle. Vielleicht würde dein Partner/deine Partnerin nicht mitkommen (wollen/können). Dort am Meer bräuchtest du so oder so bald neue soziale Kontakte, sonst wärst du ziemlich einsam. Auch wenn das Meer zutiefst befriedigt, so ersetzt es keinen warmen Kakao mit einer Freundin, wenn alles brennt. Außerdem ist ein Haus immer mit Kosten verbunden, für die du finanziell gewappnet sein musst. Du bräuchtest auch einen neuen Job und müsstest obendrein eventuell noch saisonale Urlauberstürme ertragen. Möchtest du, dass dein Haus am Meer dann auch noch in einer warmen Region liegt, müsstest du sehr sicher in den tiefen Süden von Europa, wo du eine neue Sprache bräuchtest, um dich zu verständigen. Falls du ein Kind hast, müsstest du es aus seiner Umgebung reißen und bei getrennt lebenden Eltern würde das andere Elternteil sein Kind sehr viel weniger sehen, was mindestens zwei Beteiligte (ihn und das Kind) wehtun könnte. Sie könnten wütend auf dich sein oder dir Ärger machen, den du fürchtest. Du könntest zu glauben beginnen, dass du einzelne Neubeginne nicht bewältigen könntest.

Oder sagen wir, du wärst gern selbstständig, aber weißt nicht, „ob es wirklich etwas für dich wäre“. Du träumst davon, einen eigenen kleinen Laden in der Innenstadt zu haben oder als digitaler Nomade die Welt bereisen zu können, wann und wie lange du möchtest. Erneut zieht es Konsequenzen nach sich, für die du gewappnet sein solltest, z. B. Existenzängste, weil irgendwoher der Lebensunterhalt kommen muss oder bislang fehlende Akquise- und Marketing-Kenntnisse.

Jeder Traum birgt Herausforderungen. Einige meistert man währenddessen, Schritt für Schritt. Für andere wiederum braucht man einen Plan B, falls der Plan A nicht aufgehen sollte. Als ich mich selbstständig als freie Autorin machte, hatte ich einige Monate ohne Schlaf bewältigen müssen, weil ich fürchterliche Angst hatte, finanziell nicht überleben zu können. Dabei hatte ich bereits einen sehr guten Grundstock. Dennoch bringt auch das Veröffentlichen über einen Verlag seine Hürden mit sich, zum Beispiel Medienarbeit, für die man bereit sein muss. Sich zeigen, eventuelle Kritik einstecken und wegstecken können, unterwegs zu Lesungen sein, währenddessen man Betreuung für die Kinder oder Tiere braucht, sich einer breiten Öffentlichkeit stellen, Rede- und Auftrittsangst überwinden usw.

Welche Hürden auf dem Weg zur Erfüllung deiner Träume fallen dir ein? Was bringt dein Traum an Opfer mit sich? Welche kannst du bewältigen? Bei welchen wird dir übel? Welche Menschen kennst du, die dir helfen könnten, bestimmte Ängste zu überwinden, die mittendrin auftauchen?

Unser Unterbewusstsein ist ein schillerndes Feld aus Erfahrungen und verborgenem Wissen. Es weiß genau, was du glaubst, zu können, wo es hapert oder was dir mehr als nur schwerfällt und was dich verletzen würde. Die inneren Blockaden kommen nicht nur vom inneren Kind, wie es die Psychologie oft meint. Wir kennen uns tatsächlich besser, als wir meinen. Haben wir erst einmal unsere Ängste, die mit dem Ziel, der großen Vision, in Verbindung stehen, extrahiert, können wir uns an die Lösungen und Bewältigung machen.

Für den Moment bitte ich dich, dich deinen Ängsten zu widmen. Schreibe sie alle auf. Gehe bewusst mental einmal in die „erfüllte Welt deines Traumes“.

  • Welche Aufgaben bringt er mit sich?
  • Wie steht es dann um dein soziales Umfeld?
  • Was würdest du ggf. verlieren?
  • Welche Bereiche deines Lebens müssten sich ändern, damit dein Traum sich entfalten kann?
  • Wozu bist du (noch) nicht imstande?
  • Wobei bräuchtest du dringend Unterstützung?
  • Was müsstest du noch lernen, bevor es richtig losgehen kann?

 

Das Solution-Board: Lösungen für Ängste

Das zu den vorherigen Boards passende Solution Board, eine Lösungscollage, ist eine Erweiterung von mir. Ich entwickelte diese Idee, als ich mich auf die Suche nach Möglichkeiten begab, wie ich meine Herausforderungen und Ängste in Bezug auf meine Träume überwinden könnte. Bei dieser Lösungscollage stellt man

seine Visionen – seine Ängste in Verbindung mit den Visionen – passende Lösungen

gegenüber. Das kann man sowohl tabellarisch machen oder als Mindmap oder formlos und in Stichpunkten. Der Fokus bei diesem Board liegt auf gezielten Maßnahmen und Möglichkeiten der Unterstützung in Bezug zu jeder einzelnen Vision, nicht der gesamten, und der damit verbundenen Angst.

Wenn du beispielsweise alte Muster bei deiner Partnerwahl auflösen möchtest, könnte die Gegenüberstellung so aussehen:

 Traum  Ängste  Lösungen
gegenseitige, erwiderte Gefühle Ich könnte mich wieder verrennen und täuschen. Ich achte von Beginn an auf alle Signale.
  Ich achte auf Offenheit, Klarheit und Taten statt Worte.
  Ich achte auf Gegenseitigkeit.
Wenn ich bemerke, dass der Mensch zögert, könnte ich erneut zu viel geben/ klammern, aus Angst. Ich bleibe ruhig, wenn mir das auffällt.
Ich setze eine Zeitspanne, in der derjenige sich öffnen kann.
Ich suche keine Schuld – nicht bei ihm und nicht bei mir.
Ich akzeptiere, falls derjenige wenig Interesse hat, und löse mich.

 

Wenn du dich zum Beispiel selbstständig machen möchtest, könnte die Gegenüberstellung so aussehen:

 Traum  Ängste  Lösungen
erfolgreiche Selbstständigkeit als … finanzielle Engpässe Ich baue die Selbstständigkeit nebenberuflich auf, bis sie eine stabile Grundlage hat/ich sparen konnte.
Ich konzentriere mich auf passives Einkommen.
Ich erwirtschafte noch durch andere Tätigkeiten Geld.
sich zeigen müssen Ich habe Talente, auf die ich stolz bin.
Ich frage meinen Bekannten- und Freundeskreis, wie ich einzelne Hürden meistern könnte.
Ich beauftrage einen Coach, der mir bei der Überwindung meiner Angst hilft.
Ich gehe Schritt für Schritt und lerne, meine Angst auszuhalten.
Ich überlege mir Reaktionsschemata, falls ich Kritik ernten sollte.
Versagensangst Ich tue, was in meiner Macht steht.
Ich gebe meinem Leben und meiner Gesundheit Vorrang.
Ich suche mir Unterstützung, zum Beispiel einen Marketing Coach oder eine Agentur.
Ich plane von Vornherein mögliche Interventionen, falls es eng wird, zum Beispiel ein monatliches Budget für Marketing, lese Bücher zum Thema oder erstelle einen Aktionsplan. So bleibe ich in entscheidenden Momenten ruhig.
Ich vernetze mich mit Gleichgesinnten und bitte sie um ihre Erfahrungen und was ihnen hilft.
Ich akzeptiere Loslassen, falls ich alles getan habe, was in meiner Macht stand.

So eine Übersicht lässt sich für alle Träume erstellen, auch für alltägliche Aspekte, wie beispielsweise die Integration von Sporteinheiten in die Woche. Vom Hausanbau über berufliche Ambitionen, dem Haus am Meer, Ferrari oder Partner fürs Leben, dem erfüllten Kinderwunsch oder der besseren Kommunikation mit Vorgesetzten, Kollegen oder Kunden: Die drei vorgestellten Boards/Collagen können monatlich, jährlich oder lebensbezogen das Tool zur Wahrung und Erfüllung deiner echten Ziele sein.

Die folgende Übersicht soll es dir erleichtern, dir dieser drei Bereiche bewusstzuwerden. Du kannst sie dir hier als druckbare Version herunterladen.

 

Und nun zur Umsetzung

Entweder du erstellst drei Boards, je nach Zeit und Lust, ein Vision Board, ein Board für deine Ängste und ein Lösungsboard. Diese Vorgehensweise wird etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Allein das Finden und Zusammenstellen der einzelnen Elemente kann aufwendig werden. Doch falls du in kreativen Aufgaben aufgehst oder dir bezüglich deiner Träume noch etwas unsicher bist, kann diese Herangehensweise sehr produktiv sein. Entscheide selbst.

Wähle ein passendes Format für dein/e Board/s. Die Boards brauchen einen gut sichtbaren Platz in deiner Lebens- bzw. Arbeitsumgebung. Nur, wenn du sie stets vor Augen hast, vergisst du deinen Weg nicht. Wo kannst du es hinhängen, wo du es stets siehst? Wähle ein Format, was auch seinen Platz in deiner Umgebung finden kann.

Möchtest du es rahmen oder nur mit Klebestreifen oder Fixiergummi an die Wand hängen? Entscheide über diese Schritte.

Entscheide auch, wie „bunt“ oder wie „minimalistisch“ es aussehen soll. Soll die Collage aus vielen Bildern bestehen oder aus wenigen? Möchtest du viele Schriftzüge oder einzelne Wörter selbst auf die Collage schreiben?

Eine andere Möglichkeit, wie alle drei Boards in eins integriert werden können, ist eine Collage zu erstellen. Es hat sich bewährt, zuerst den Traum visuell darzustellen, daneben die Lösung und darunter die damit verbundene Angst. Wie du es anordnest, ist natürlich dir überlassen. Es muss mit deinem Herzen räsonieren und für dich stimmig sein.

Ich wünsche dir viel Spaß bei der Erstellung!