Wieso ein Vision Board nicht ausreicht, um deine Ziele umzusetzen: Was du noch brauchst

Wieso ein Vision Board nicht ausreicht, um deine Ziele umzusetzen: Was du noch brauchst

 

Vision Boards sind beliebt, um sich seine Ziele und Träume vor Augen zu halten. Diese Zielcollage wird dann sichtbar aufgehängt, um seine Wünsche und Träume nicht mehr aus den Augen zu verlieren. Sie sind also Zielcollagen, die deine Motivation schüren sollen, damit du deine Ziele umsetzt. Man erstellt sie mit Papier, Schere, Klebstoff, Ausschnitten aus Zeitungen und Magazinen oder Ausdrucken digitaler Bilder. Oder man wählt eine der unzähligen Apps und Software im Internet, u. a. Pinterest zur Erstellung seines Vision Boards, auch Dream Board genannt.

Doch wie erreicht man seine Ziele auf diesem Vision Board und was genau blockiert dann trotzdem, wo das Vision Board doch so schön geworden ist? Es sind, wie sollte es anders sein, Ängste – getreu dem Sprichwort: Sei vorsichtig mit dem, was du dir wünschst. Es könnte wahr werden (und macht dir deshalb schon im Vorfeld eine Heidenangst).

 

Das Vision Board: Deine große Vision für deine Zukunft

kläre die Ängste hinter deinen Träumen und Wünschen

Beispiel für ein Vision Board | Foto: www.dabble.co

Oberflächlich betrachtet ermöglicht ein Vision Board nicht nur die Rückerinnerung an vergangene oder verdrängte Ziele, sondern auch an Träume, die im Alltag in Vergessenheit gerieten. Neurowissenschaftlich gesehen ist so ein Board ein erstaunlich kraftvolles Instrument, denn es beinhaltet deine Werte und Ideale. Es fungiert als visualisierte Bucket List: Dinge bzw. Erlebnisse, die man in seinem Leben noch erreichen möchte, bevor man stirbt. Gleichzeitig ist sie weit mehr als nur eine Collage, denn sie reduziert dein Leben auf eine sogenannte Big Vision, eine große Vision: deine.

Es bleibt nicht erspart, sich mit seinen Zielen und Bedürfnissen auseinanderzusetzen: Was man sich sehnlichst wünschte, früher, als man noch jung war, unverheiratet oder kinderlos. Oder das Board beinhaltet Pläne und Ziele für das aktuelle Jahr. Ein Vision Board ist ganz allein deins und du entscheidest, wie du es gestaltest. Es hilft dir dabei, deine gesetzten Ziele zu erreichen.

Definiere deine Ziele.

Manchmal fällt es schwer, sich an seine vergessenen Ziele, Träume und Bedürfnisse zu erinnern. Was hilft, ist sich inspirieren zu lassen. Nimm ein paar alte Zeitschriften, Magazine oder „blättere“ im Internet in kostenfreien Fotobörsen wie z. B. unsplash.com oder pixabay.com. Nutze dir Bildersuche, falls du ein Ziel benennen, aber nicht so recht visualisieren kannst.

Definiere einen oder mehrere Leitsätze.

Mit diesen Bildern formulierst du nun Leitsätze.

Wenn du dir eine geborgene und liebevolle Beziehung wünschst, aber häufig an den „falschen“ Partner gerätst, könnte dir mein folgender Leitsatz nutzen: Ich halte Ausschau nach emotional erfüllenden, sanften, zärtlichen, geborgenen, ehrlichen und nahen Momenten mit einem neuen Partner, in denen ich liebe und von dem ich mich lieben lasse.

Falls du einen beruflichen Wunsch hast, zum Beispiel eine Neuorientierung, aber nicht so recht weißt, wo du anfangen sollst, könnte dir dieser Leitsatz helfen: Ich lebe meine Bestimmung und vertraue darauf, dass sich mir die nächsten Schritte von allein zeigen.

Falls du auf Wohlstand oder mehr finanzielle Fülle aus bist, könnte dieser helfen: Ich bin umgeben von Reichtum. Geld fließt aus allen Richtungen zu mir. Ich bin bereit, das mir bestmögliche Leben zu leben. 

Die Leitsätze sind nie mit Modalverben gefüllt: kein müssen, sollen, wollen, möchten, hätte, könnte usw. Du formulierst sie in der Gegenwartsform, nicht in der Zukunftsform mit „werde“, sondern mit „bin, habe, tue/mache, kreiere, liebe, erschaffe, handle usw.“.

Solche Leitsätze kannst du entweder im Kopf formulieren oder aufschreiben, hinten auf das Vision Board kleben oder mit Erinnerungswörtern wie „Liebe“, „Erfolg“, „finanzielle Fülle“ etc. als Teil der Collage versehen, zum Beispiel durch Überschriften aus Zeitschriften.

Spätestens, wenn die Collage fertiggestellt wurde, fragen sich die meisten Menschen, wie sie nun die dortigen Ziele und Träume verwirklichen können. Wo also ist die feine Grenze zwischen Traum und Realität, Wunsch und Handeln, Hirngespinst und Wirklichkeit?

 

Das Fear Board: Ängste als Schwellenwächter deiner Träume

Lloyd Burnett, US-amerikanischer Coach, und sein Fear Board zur Klärung der Ängste, die mit deinen Zielen und Wünschen einherkommen

Das sogenannte Fear Board stammt (meines Erachtens) vom US-amerikanischen Coach Lloyd Burnett. Er rät jedem, der Blockaden bei der Umsetzung seiner Träume und Wünsche verspürt, sich nebst dem Vision Board eine eigene Collage über die mit den Träumen und Wünschen verbundenen Ängste anzufertigen.

Zwar haben die meisten seiner Klienten und Klientinnen exakte Vorstellungen von dem, was sie in ihrer Zukunft manifestieren möchten. Doch scheinbar stehen ihn immer wieder unsichtbare Hürden im Weg, die sie von der endgültigen Verwirklichung abhalten.

„Sei vorsichtig, was du dir wünscht. Es könnte wahr werden.“ So sagt ein chinesisches Sprichwort.

  • Es könnte sein, dass du dir der Kehrseite nicht bewusst bist.
  • Es könnte sein, dass du mit den Konsequenzen nicht umgehen könntest.
  • Es könnte sein, dass du nur einen kleinen Teil des Bildes siehst, statt des großen Ganzen.
  • Es könnte sein, dass dein Ziel mit Opfern verbunden ist.
  • Es könnte sein, dass für deine Zufriedenheit nach der Erfüllung deiner Träume noch einiges zu erledigen ist,

zum Beispiel Ängste zu überwinden.

 

Beispiele sind diese:

Sagen wir, du träumst von einem Haus am Meer. Dafür müsstest du deine jetzige Stadt verlassen und damit auch deinen Freundes- und Bekanntenkreis, deine Arbeitsstelle. Vielleicht würde dein Partner/deine Partnerin nicht mitkommen (wollen/können). Dort am Meer bräuchtest du so oder so bald neue soziale Kontakte, sonst wärst du ziemlich einsam. Auch wenn das Meer zutiefst befriedigt, so ersetzt es keinen warmen Kakao mit einer Freundin, wenn alles brennt. Außerdem ist ein Haus immer mit Kosten verbunden, für die du finanziell gewappnet sein musst. Du bräuchtest auch einen neuen Job und müsstest obendrein eventuell noch saisonale Urlauberstürme ertragen. Möchtest du, dass dein Haus am Meer dann auch noch in einer warmen Region liegt, müsstest du sehr sicher in den tiefen Süden von Europa, wo du eine neue Sprache bräuchtest, um dich zu verständigen. Falls du ein Kind hast, müsstest du es aus seiner Umgebung reißen und bei getrennt lebenden Eltern würde das andere Elternteil sein Kind sehr viel weniger sehen, was mindestens zwei Beteiligte (ihn und das Kind) wehtun könnte. Sie könnten wütend auf dich sein oder dir Ärger machen, den du fürchtest. Du könntest zu glauben beginnen, dass du einzelne Neubeginne nicht bewältigen könntest.

Oder sagen wir, du wärst gern selbstständig, aber weißt nicht, „ob es wirklich etwas für dich wäre“. Du träumst davon, einen eigenen kleinen Laden in der Innenstadt zu haben oder als digitaler Nomade die Welt bereisen zu können, wann und wie lange du möchtest. Erneut zieht es Konsequenzen nach sich, für die du gewappnet sein solltest, z. B. Existenzängste, weil irgendwoher der Lebensunterhalt kommen muss oder bislang fehlende Akquise- und Marketing-Kenntnisse.

Jeder Traum birgt Herausforderungen. Einige meistert man währenddessen, Schritt für Schritt. Für andere wiederum braucht man einen Plan B, falls der Plan A nicht aufgehen sollte. Als ich mich selbstständig als freie Autorin machte, hatte ich einige Monate ohne Schlaf bewältigen müssen, weil ich fürchterliche Angst hatte, finanziell nicht überleben zu können. Dabei hatte ich bereits einen sehr guten Grundstock. Dennoch bringt auch das Veröffentlichen über einen Verlag seine Hürden mit sich, zum Beispiel Medienarbeit, für die man bereit sein muss. Sich zeigen, eventuelle Kritik einstecken und wegstecken können, unterwegs zu Lesungen sein, währenddessen man Betreuung für die Kinder oder Tiere braucht, sich einer breiten Öffentlichkeit stellen, Rede- und Auftrittsangst überwinden usw.

Welche Hürden auf dem Weg zur Erfüllung deiner Träume fallen dir ein? Was bringt dein Traum an Opfer mit sich? Welche kannst du bewältigen? Bei welchen wird dir übel? Welche Menschen kennst du, die dir helfen könnten, bestimmte Ängste zu überwinden, die mittendrin auftauchen?

Unser Unterbewusstsein ist ein schillerndes Feld aus Erfahrungen und verborgenem Wissen. Es weiß genau, was du glaubst, zu können, wo es hapert oder was dir mehr als nur schwerfällt und was dich verletzen würde. Die inneren Blockaden kommen nicht nur vom inneren Kind, wie es die Psychologie oft meint. Wir kennen uns tatsächlich besser, als wir meinen. Haben wir erst einmal unsere Ängste, die mit dem Ziel, der großen Vision, in Verbindung stehen, extrahiert, können wir uns an die Lösungen und Bewältigung machen.

Für den Moment bitte ich dich, dich deinen Ängsten zu widmen. Schreibe sie alle auf. Gehe bewusst mental einmal in die „erfüllte Welt deines Traumes“.

  • Welche Aufgaben bringt er mit sich?
  • Wie steht es dann um dein soziales Umfeld?
  • Was würdest du ggf. verlieren?
  • Welche Bereiche deines Lebens müssten sich ändern, damit dein Traum sich entfalten kann?
  • Wozu bist du (noch) nicht imstande?
  • Wobei bräuchtest du dringend Unterstützung?
  • Was müsstest du noch lernen, bevor es richtig losgehen kann?

 

Das Solution-Board: Lösungen für Ängste

Das zu den vorherigen Boards passende Solution Board, eine Lösungscollage, ist eine Erweiterung von mir. Ich entwickelte diese Idee, als ich mich auf die Suche nach Möglichkeiten begab, wie ich meine Herausforderungen und Ängste in Bezug auf meine Träume überwinden könnte. Bei dieser Lösungscollage stellt man

seine Visionen – seine Ängste in Verbindung mit den Visionen – passende Lösungen

gegenüber. Das kann man sowohl tabellarisch machen oder als Mindmap oder formlos und in Stichpunkten. Der Fokus bei diesem Board liegt auf gezielten Maßnahmen und Möglichkeiten der Unterstützung in Bezug zu jeder einzelnen Vision, nicht der gesamten, und der damit verbundenen Angst.

Wenn du beispielsweise alte Muster bei deiner Partnerwahl auflösen möchtest, könnte die Gegenüberstellung so aussehen:

 Traum Ängste Lösungen
gegenseitige, erwiderte GefühleIch könnte mich wieder verrennen und täuschen.Ich achte von Beginn an auf alle Signale.
 Ich achte auf Offenheit, Klarheit und Taten statt Worte.
 Ich achte auf Gegenseitigkeit.
Wenn ich bemerke, dass der Mensch zögert, könnte ich erneut zu viel geben/ klammern, aus Angst.Ich bleibe ruhig, wenn mir das auffällt.
Ich setze eine Zeitspanne, in der derjenige sich öffnen kann.
Ich suche keine Schuld – nicht bei ihm und nicht bei mir.
Ich akzeptiere, falls derjenige wenig Interesse hat, und löse mich.

 

Wenn du dich zum Beispiel selbstständig machen möchtest, könnte die Gegenüberstellung so aussehen:

 Traum Ängste Lösungen
erfolgreiche Selbstständigkeit als …finanzielle EngpässeIch baue die Selbstständigkeit nebenberuflich auf, bis sie eine stabile Grundlage hat/ich sparen konnte.
Ich konzentriere mich auf passives Einkommen.
Ich erwirtschafte noch durch andere Tätigkeiten Geld.
sich zeigen müssenIch habe Talente, auf die ich stolz bin.
Ich frage meinen Bekannten- und Freundeskreis, wie ich einzelne Hürden meistern könnte.
Ich beauftrage einen Coach, der mir bei der Überwindung meiner Angst hilft.
Ich gehe Schritt für Schritt und lerne, meine Angst auszuhalten.
Ich überlege mir Reaktionsschemata, falls ich Kritik ernten sollte.
VersagensangstIch tue, was in meiner Macht steht.
Ich gebe meinem Leben und meiner Gesundheit Vorrang.
Ich suche mir Unterstützung, zum Beispiel einen Marketing Coach oder eine Agentur.
Ich plane von Vornherein mögliche Interventionen, falls es eng wird, zum Beispiel ein monatliches Budget für Marketing, lese Bücher zum Thema oder erstelle einen Aktionsplan. So bleibe ich in entscheidenden Momenten ruhig.
Ich vernetze mich mit Gleichgesinnten und bitte sie um ihre Erfahrungen und was ihnen hilft.
Ich akzeptiere Loslassen, falls ich alles getan habe, was in meiner Macht stand.

So eine Übersicht lässt sich für alle Träume erstellen, auch für alltägliche Aspekte, wie beispielsweise die Integration von Sporteinheiten in die Woche. Vom Hausanbau über berufliche Ambitionen, dem Haus am Meer, Ferrari oder Partner fürs Leben, dem erfüllten Kinderwunsch oder der besseren Kommunikation mit Vorgesetzten, Kollegen oder Kunden: Die drei vorgestellten Boards/Collagen können monatlich, jährlich oder lebensbezogen das Tool zur Wahrung und Erfüllung deiner echten Ziele sein.

Die folgende Übersicht soll es dir erleichtern, dir dieser drei Bereiche bewusstzuwerden. Du kannst sie dir hier als druckbare Version herunterladen.

 

Und nun zur Umsetzung

Entweder du erstellst drei Boards, je nach Zeit und Lust, ein Vision Board, ein Board für deine Ängste und ein Lösungsboard. Diese Vorgehensweise wird etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Allein das Finden und Zusammenstellen der einzelnen Elemente kann aufwendig werden. Doch falls du in kreativen Aufgaben aufgehst oder dir bezüglich deiner Träume noch etwas unsicher bist, kann diese Herangehensweise sehr produktiv sein. Entscheide selbst.

Wähle ein passendes Format für dein/e Board/s. Die Boards brauchen einen gut sichtbaren Platz in deiner Lebens- bzw. Arbeitsumgebung. Nur, wenn du sie stets vor Augen hast, vergisst du deinen Weg nicht. Wo kannst du es hinhängen, wo du es stets siehst? Wähle ein Format, was auch seinen Platz in deiner Umgebung finden kann.

Möchtest du es rahmen oder nur mit Klebestreifen oder Fixiergummi an die Wand hängen? Entscheide über diese Schritte.

Entscheide auch, wie „bunt“ oder wie „minimalistisch“ es aussehen soll. Soll die Collage aus vielen Bildern bestehen oder aus wenigen? Möchtest du viele Schriftzüge oder einzelne Wörter selbst auf die Collage schreiben?

Eine andere Möglichkeit, wie alle drei Boards in eins integriert werden können, ist eine Collage zu erstellen. Es hat sich bewährt, zuerst den Traum visuell darzustellen, daneben die Lösung und darunter die damit verbundene Angst. Wie du es anordnest, ist natürlich dir überlassen. Es muss mit deinem Herzen räsonieren und für dich stimmig sein.

Ich wünsche dir viel Spaß bei der Erstellung!

 

Meine erste Panikattacke: Wie sie sich anfühlte

Meine erste Panikattacke: Wie sie sich anfühlte

 

Ich kann mich kaum mehr daran erinnern, was ich letzten Freitag zum Frühstück aß oder was ich meiner Freundin am Samstag beim Spazierengehen erzählte. Aber ich weiß noch genau, wie sich meine erste Panikattacke anfühlte, wann und wo sie sich abspielte und wie es mir im Nachhinein damit ging.

Irgendwann 2017 hatte ich einmal kurz den Gedanken, meine gesamte Zeit voller Agoraphobie und Panikattacken (ein Zeitraum zwischen 2008 und 2013) in einen Roman zu verwandeln. Dieser Blogpost war als zweites Kapitel gedacht. Im ersten Kapitel hatte ich Überstunden gemacht, weil ich meiner damaligen Vorgesetzten Aufgaben abgenommen hatte, damit sie nach einem stressigen Tag früher Hause gehen konnte – obwohl es mir genauso dreckig gegangen war.

 

Wie sich meine erste Panikattacke anfühlte

Als ich vor die Tür des Bürogebäudes trete, schlägt mir die Hitze entgegen. Sie versucht, mich zu erwürgen, aber ich schaffe es, sie mühsam herunterzuschlucken. Die Demse ist eine unsichtbare Wand, gegen die ich renne – jede Sekunde einmal stoße ich gegen sie und werde vom Aufprall zurückgeworfen auf mich selbst. Die Autos auf der Torstraße brüllen so laut, als hätten sie Angst, nicht gehört zu werden. Ich möchte schreien, aber es würde nichts nützen. Keiner würde mich bemerken. Meine kleine Stimme würde quiekend verstummen im Getöse der wichtigen Menschen. Ich denke: Ich bin auch wichtig, auch wenn ich nicht so laut bin wie ihr! Aber eigentlich glaube ich mir selbst nicht.

Panikattacke nach einem stressigen Tag mitten im Hochsommer in Berlin - ein ErfahrungsberichtDas Bürogebäude schlägt Schatten. Und ich stehe mittendrin. Mir ist kalt, obwohl die heiße Luft mich einnebelt. Nur dort drüben auf der anderen Straßenseite, wo die Sonne scheint, wo ich nicht bin, da laufen die Menschen ohne Jacke. In der Luft schwirren flimmernde Lichtfäden. Wenn ich blinzele, verschwinden sie kurz. Doch kaum mache ich die Augen wieder auf, sind sie erneut da – nur zahlreicher und tanzender als vorher.

Ich zünde mir eine Zigarette an. Dann lässt sich das Lärm-Hitze-Gewitter leichter ignorieren, vermute ich. Das funktioniert seit Jahren. Wenn ich aus einer Situation flüchten will, die mir die Luft zum Atmen nimmt, in der ich weder geborgen noch willkommen bin, in der ich bin, weil ich sonst nicht wüsste, wohin ich sollte, rauche ich. An meiner Zigarette halte ich mich fest. An meiner Zigarette sauge ich wie an der Brust meiner Mutter, in der Hoffnung, nährende, fürsorgliche Liebe zu erhalten, während sie mich in ihren Armen wiegt. Ich kann ihre Stimme mit jedem Zug hören: Ja, mein Liebling. Ich bin bei dir. Wie schön es wäre, wenn sie jetzt neben mir gehen würde, bei mir wäre. Doch wenn man aus dem Schoß seiner Mutter gekrochen ist, ungefragt in dieses Leben gepresst wird, scheint man den Anspruch auf bedingungslose, immerwährende Liebe – egal, was man sagt, egal, wie man ist – zu verlieren. Ob man es erträgt oder nicht. Andere trinken oder nehmen Drogen, um sich mit diesem erwachsenen Dilemma zu arrangieren. Aber meine Mutter hat mir verboten zu trinken, weil mein Onkel dem Alkohol verfiel und mit 29 an einer Leberzirrhose verstarb. Alkohol ist böse, nur Zigaretten, die sind okay. Die raucht sie auch. Wie gern ich jetzt ein kühles Bier hätte. Ich würde alles dafür geben, um mir etwas einzuflößen, dass mich vom Großstadtlärm und Druck in meinem Kopf ablenkt, jener Druck, der wie ein Schraubstock im Inneren meines Schädels unaufhörlich gegen meine Schädelwände drückt – mehr, mehr, immer mehr. Er gibt nicht auf.

Mein Nacken knackt bei jedem Schritt. Zum Glück kann es niemand hören. Hier auf dem schmalen Bürgersteig ist niemand außer mir. Nur auf der anderen Straßenseite, der Sonnenseite, drängeln sich Menschen. Sie haben es genauso eilig wegzukommen, nur dass sie lachen. Ich kann sie kaum ansehen, so sehr engt mich ihre Freude ein. Ich … will nur meine Ruhe, mein Tempo, völlige Stille, aber mit diesen Menschen hier geht das nicht, auch nicht mit den Autos, nicht mit der Hitze, nicht mit der Weite von Berlins Mitte. Ich will hier weg. Schnell, denke ich.

 

Ich bin doch nicht Jeanne D’Arc

Meine Zigarette ist aufgeraucht und ein warmer Nebel steigt von meinen Füßen hoch in mein Becken, verdunkelt sich, ballt seine gesammelte Energie und schießt mir ruckartig in den Bauch. Mein Magen knurrt und rumort. Hektisch sucht sich der schwarze Nebel Raum in meiner Brust und als mein Herz wild stolpert, rauscht ein Schreck durch meinen Körper.

Was war das denn?

Abrupt bleibe ich stehen und lege eine Hand auf mein Herz, horche in mich hinein, versuche zu verstehen, was gerade geschieht.

Was geschieht hier mit mir?

Meine Knie werden weicher und weicher, als würden meine Beine jeden Moment ihren Job hinschmeißen. Irgendwo neben meiner Angst, in Ohnmacht zu fallen, rast mein Herz, immer und immer schneller, als wollte es einen 100 m-Lauf gewinnen. Als bliebe ihm nichts Anderes übrig, außer als Gewinner aus diesem Wettkampf hervorzugehen. Hier steht etwas auf dem Spiel; ich weiß nur nicht, was. Ich wusste nicht einmal, dass wir es spielen – jetzt, wo ich auf dem Weg nach Hause bin, in meine kühle und stille Wohnung, wo ich ich ich sein kann, mich um niemanden scheren muss, mich um mich kümmern kann, wenn es schon sonst niemand tut.

Ich beschließe, meinen Körper machen zu lassen und einfach weiterzugehen. Hier stehen zu bleiben, bringt ja doch nichts, denke ich. Aber mein Körper scheint Gefallen daran zu finden, sich mit merkwürdigen Empfindungen zu Wort zu melden. Ja, es ist heiß und trotzdem friere ich. Ja, es ist laut und dennoch habe ich das Gefühl, in meinen Ohren würde ein eigenes Lied klingen, lauter als das der Straße und Menschen. Jemand in mir dreht die Anlage hoch; ich halte mir die Ohren instinktiv zu, um den Lärm in meinem Kopf abzustellen. Plötzlich singt meine Vorgesetzte Tina mit und sie schreit zwischen den Strophen und meine Wut brüllt zurück:

Ich hasse dich! Das ist deine Schuld! Das waren deine Aufgaben, wegen denen ich Überstunden machen musste! Das ist dein Leben. Du hättest Nein sagen müssen, als ich dich aus Anstand gefragt habe, ob ich sie machen soll.

Meine Schultern fühlen sich steinhart an, als hätte jemand meinen Muskeln jede Elastizität geraubt. Ich klemme meine Arme eng an meinen Körper, will die Angriffsfläche verkleinern, so wie man es im Winter macht, damit einen der eiskalte Wind nicht so sehr schneidet.

Du musst genauso leiden wie ich! Dir darf es nicht bessergehen als mir! murmelt Tina in mir.

Hätte ich sie doch nur nicht gefragt …

panikattacke erfahrungsbericht einer betroffenenMeine Gedanken verfolgen mich unentwegt mit jedem Schritt, als wären sie ein Mann, der mich im Dunkeln auf menschenleerer Straße jagt, um mich zu missbrauchen oder zu töten, nur so zum Spaß, weil im Fernsehen nichts Gutes läuft oder er seine Mama auch vermisst – während die Anwohner hinter ihren Fenstern auf der Couch sitzen und während Stirb Langsam Chips essen. Sie fühlen sich sicher, weil Bruce Willis im dreckigen Unterhemd gerade die Welt rettet. Nur hier auf der Torstraße ist niemand, der mich rettet. Nur meine Angst und ich, kurz vor sechs im Hochsommer in Berlin. Trotzdem kommt es mir so vor, als würde jeden Moment eine Hand aus dem Himmel greifen, um mich hinaufzuziehen.

Fühlt sich so Sterben an?

Bleib ruhig!
Ruhig bleiben!
Aaaatmeeeeee!
Atmen!
Nochmal!
VERDAMMT! Atme ruhiger!

Nach nicht einmal einem Drittel des Weges bis zum U Rosa-Luxemburg-Platz kauere ich mich vor einem Hausaufgang zusammen. Es ist unmöglich, mich noch länger auf den Beinen zu halten, ohne dass mein Kreislauf kollabiert. Ich ziehe meine Knie eng an meinen Körper und wippe leicht im Takt meiner Angst.

Wie zum Teufel komme ich nach Hause?

Atme!
Gaaaaanz langsam.
Genau.
Ein- und ausatmen.
Bleib ruhig.

Eine Frau mittleren Alters kommt aus dem Haus und erschreckt sich, als sie mich vor der Tür sitzen sieht.

Lass dir nichts anmerken!
Es ist alles in Ordnung!

Sie sagt nichts, sondern schaut nur kurz überrascht, bevor sie einfach an mir vorbeigeht. Hätte ich sie um Hilfe bitten sollen?

Du wirst nicht sterben.
Keine Sorge.

Doch ich sorge mich. Eine Todesangst sitzt mir im Nacken, mit schweißnassen Händen und Füßen, die mich nicht mehr tragen wollen.

Es geht nicht, dieses ruhige Atmen.
Ich werde in Ohnmacht fallen.
Ich werde ersticken.
Ich werde sterben.
Und niemand wird es merken.

Ich sitze sicher auf festem Beton und trotzdem fühle ich mich wie labbriger Schleim, der sich jeden Moment auf dem Boden ergießen wird. Und dann werde ich weg sein. Einfach so. Alles dreht sich in mir. Jede Faser meines Körpers ist weich, jeder Muskel, jeder Knochen ist wie geschmolzene Butter auf einem zu heißen Toast. Ich ertappe mich dabei, wie ich mich innerlich selbst anbrülle: Das ist mein Körper! Scheiße nochmal! Doch wie ferngesteuert macht er sein eigenes Ding. Nichts in mir hört noch auf meine Hilfeschreie und Anweisungen. Und niemand ist da. Ich bin völlig allein damit – allein mit mir.

Okay, höre ich eine Stimme in mir. Was jetzt? Ich versuche, mich zu orientieren und blicke einmal in alle Richtungen.

Da drüben … Schlecker. Ich werde mich da irgendwie hinbringen und mir was zu trinken und zu essen holen. Irgendetwas, vielleicht ein Snickers oder so. Schneller Zucker, damit mein Körper wieder zu Kräften kommt. Ich bin bestimmt nur unterzuckert. Daran wird es liegen. Und getrunken habe ich auch nicht sehr viel. Wasser wird mir guttun. Genau. Dieses verdammte Wetter aber auch. Das tut sein Übriges. Es kommt ja immer alles auf einmal.

Ich suche nach Erklärungen, um mich zu beruhigen. In meinem Kopf reiße ich jede Schublade auf und schaue nochmal in jedes Buch, das ich je gelesen habe, höre auf die Worte meiner Mutter, der Krankenschwester, die mir mein ganzes Leben lang etwas über Gesundheit erzählt hat.

Was ist nur los? Das war doch noch nie so! Ist das wirklich nur mein Kreislauf? Okay, aufstehen, über die Straße gehen und was kaufen. Drei, zwei, eins … los!

Ich hieve mich hoch und gehe langsam mit vorsichtigem Schritt in Richtung Ampel. Ich schaue nach unten, während ich auf jede noch so leise Regung meines Körpers höre und warte. Ich warte darauf, dass etwas in mir etwas tut, worauf ich nicht gefasst bin. Aber ich will es verdammt nochmal mitbekommen, wenn etwas mit mir passiert.

Ich schaffe es schließlich über die Straße. Nur Gott, an den ich nicht glaube, weiß wie. Später im Schlecker sehe ich nicht einmal die Kunden. Ich renne nur an ihnen vorbei, als wäre der Tod direkt hinter mir.

Kaum bin ich wieder draußen, reiße ich meinen Schokoriegel auf und esse ihn hastig, bevor ich einen halben Liter Wasser mit Apfelzusatz herunterkippe. Gleich, gleich geht es dir besser. Du wirst sehen.

Doch nichts passiert. Ich greife mit zittrigen Händen nach meinem Handy und wähle die Nummer meines Freundes. Gestammelte Worte, die nicht einmal in meinem Kopf Sinn ergeben, schlüpfen aus meinem Mund.

„Was? Ich verstehe kein Wort!“ sagt er.

Ich auch nicht. Ich verstehe gar nichts.

„Nochmal von vorn. Aber ruhig!“ fordert er mich auf.

Ich fange von vorn an und gehe währenddessen wie ein Schwerverbrecher, der hofft, nicht entdeckt zu werden, an den Passanten vorbei.

Als ich fertig bin mit Erzählen, sagt er in seiner Seelenruhe: „Gut. Du steigst jetzt in deine Bahn und ich bleibe solange am Telefon, bis du zu Hause bist.“

Johannis ist ein wirklich netter Typ. Er rettet mir mal wieder den Arsch. Das ist nicht das erste Mal. Ich erinnere mich an einen Tag – der Morgen nach seinem 30. Geburtstag – als wir, noch immer sturzbetrunken vom Feiern am Vorabend, aufwachten und mich ein Blick auf den Wecker in wildes Geschrei versetzte. Ich hätte 30 Minuten zuvor im Zug nach Potsdam sitzen müssen, um rechtzeitig in der Uni zu einer Vorlesung zu sein. Wenn ich dort nicht auftauche, erinnere ich mich, bekomme ich keinen Teilnahmeschein und werde nicht zur Zwischenprüfung zugelassen. Doch der Zug war weg. Johannis hatte vorgeplant mitgedacht und sich frei genommen, falls er zu sehr abstürzen würde. Ich wollte gar nicht wissen, wie viel Alkohol er noch im Blut hatte, aber bevor ich mich versah, saßen wir in seinem Auto und rasten über die Autobahn gen Potsdam. Ich betrat eine Stunde und 15 Minuten zu spät den Vorlesungsraum. Mit Ach und Krach und dank einer Kommilitonin, die den Prof lange genug ablenkte, um auf der Anwesenheitsliste noch meinen Kringel zu setzen, bekam ich den Schein.

Nun sitze ich wieder dank ihm irgendwo und komme nur wegen ihm dort an, wo ich ankommen muss, um auch diese Prüfung zu bestehen. Er ist mein Held. Spätestens jetzt bekommt er von mir den Superman-Stempel, ob er will oder nicht.

Nach einer Stunde steige ich aus der Bahn an der S Sundgauer Straße. Noch nie hat sich eine Fahrt so lange angefühlt. Aber langes Unterwegssein in Berlin ist normal, auch wenn ich es abgrundtief hasse. Wie andere das aushalten, ist eines der größten Mysterien für mich.

Johannis ist nicht mehr am Telefon. Auch wenn ich mich in der Bahn genauso schwach gefühlt habe, wie zuvor, fast in die letzte Ecke des Sitzes gekrochen war, damit mich nichts berühren und verletzen kann, sagte ich ihm, den Rest des Weges würde ich schon ohne ihn schaffen. Immerhin wäre ich ja erwachsen, auch wenn ich mich wie ein kleines, hilfloses Kind fühle. Ich setze mich auf die Bank an der Bushaltestelle und trinke den Rest der Flasche Wasser. Es sind nur noch acht Minuten bis nach Hause. Lächerliche acht Minuten, wenn ich schnell gehe, sogar nur sechs.

Ich stehe wieder auf – mutig und ängstlich zugleich – und schaffe es bis in meine Wohnung, hauptsächlich wegen des Apfels, den ich während der S-Bahn-Fahrt in meiner Tasche gefunden hatte. Ich musste vergessen haben, dass ich ihn heute früh eingepackt hatte.

Kaum bin ich zu Hause, ziehe ich alle Vorhänge zu und schmeiße mich aufs Bett. Ich will nichts hören, nichts sehen. Nichts fühlen. In meinem Kopf summt es, aber die kühle, dunkle Stille macht es leichter. Ich bin so müde. Ich gähne seit einer halben Stunde, als wäre jede Energie aus meinem Körper gesaugt worden. Und dann rollen die Tränen in einem Guss über meine Wangen. Meine Augen sind nicht einmal offen. Sie bahnen sich einfach ihren Weg durch die geschlossenen Lider hindurch und landen auf meinem Kopfkissen, das zu einem Meer aus Erleichterung und Traurigkeit wird.

Als ich mich einige Zeit später wieder gefangen habe, rufe ich meine Mutter an. Sie ist keine sehr große Hilfe, obwohl sie Krankenschwester ist. Aber sie arbeitet in der Nephrologie. Hätte ich Diabetes oder sonstwas an den Nieren, wüsste sie mir sicherlich was Beruhigendes zu sagen.

„Das klingt mir wie ein Kreislaufzusammenbruch. Es könnte aber auch etwas Anderes sein. Geh morgen unbedingt zum Arzt.“ Sie ist zu beschäftigt mit ihren Auswanderungsvorbereitungen. Oslo muss es sein. Sie war noch nie dort, aber dort will sie hin.

„Gut!“ stimme ich ein. Gleich bei mir um die Ecke sitzt ein Allgemeinmediziner, Mitte 50, nett und irgendwie frech. Das einzige Mal, das ich ihn brauchte, war nur gut für eine Krankschreibung wegen meiner verpassten Klausur in Latein. Ich googele mit meiner Mutter am Apparat seine Öffnungszeiten und beschließe, gleich morgen um acht vor seiner Praxis zu stehen.

„Ruf mich an, wenn du bei ihm warst!“ sagt sie noch, bevor wir auflegen.

Es vergeht keine Minute, da klingelt mein Telefon erneut. Johannis will wissen, wie es mir mittlerweile geht. Er ist beruhigt und doch verunsichert. Ich glaube, er spürt, wie hilflos ich mich fühle, weil ich nicht weiß, was vorhin mit mir geschehen ist. Doch die Idee mit dem Arzt findet er gut.

„Dann leg dich mal ins Bett und ruh dich aus!“

„In Ordnung. Bis morgen!“ sage ich, so, als wäre alles okay, als wäre das ein Tag wieder jeder andere in Berlin, an dem wir abends miteinander telefonieren. Morgen müsste ich eigentlich wieder zur Arbeit und danach direkt in den Zug zu Johannis. Aber darüber sprechen wir nicht.

„Bis dann, Schatz!“ Er haucht mir noch einen Kuss durch das Telefon ins Ohr.

Der Rest des Abends verfliegt wie in Trance. Alles ist unwirklich. Als gäbe es keine Zeit, die ich freien Willens gestalten könnte. Ich gehe gegen zehn ins Bett und wache morgens, als mein Wecker klingelt, wie eine volle Flasche auf – befüllt mit Steinen statt mit Wasser.

 

Werkzeug für die Arbeit mit dem inneren Kind: Briefe an das Kind in dir

Werkzeug für die Arbeit mit dem inneren Kind: Briefe an das Kind in dir

 

Die Arbeit mit dem inneren Kind fällt vielen schwer. Sie finden keinen Zugang zu ihm oder können es nur schwer bändigen. Nur wenige wissen: Briefe an unser inneres Kind zu schreiben gehört zu den wirksamsten Methoden der Schreibtherapie. Es gibt viele andere Wege, besonders kreative, um das Kind in dir zu nähren, zu beruhigen und zu stärken. Doch ich habe bislang kaum eine so nachhaltige Strategie/Methode, um Kontakt zu meinem Kind-Ich herzustellen, gefunden, wie diese.

Dies ist mein zweiter Brief an mein inneres Kind. Den ersten Brief findest du als Link am Ende dieses Beitrags.

 

Die Arbeit mit dem inneren Kind: Über dein Kind-Ich

so funktioniert und gelingt der Umgang mit dem Kind in mirDas innere Kind – das Kind in dir als Persönlichkeitsanteil – strebt nach Erlebnissen, Anerkennung und Zuwendung, Sicherheit und Struktur. Nach der von Eric Berne etablierten Transaktionsanalyse braucht und will es

Reize (Erlebnisse), Struktur (idealerweise harmonisch) und Anerkennung.

Es will gesehen und gehört werden, will sich erproben im Spiel und daraus lernen. Es braucht Personen, die ihm zeigen, wie die Welt funktioniert, die stolz auf seine Ergebnisse sind und ihn dafür loben. Selbst wenn es Fehler macht, wenn es unbequem ist, meckert, schreit, trotzt: Es will dennoch geliebt werden, fern ab von allen Bedingungen. Jede Einschränkung, jedes noch so unbedachte oder ausgesprochene Gebot und Verbot formt den späteren inneren Kritiker. Das Kind in uns hat also gut aufgepasst und Reaktionsmuster aus früheren Zeiten verinnerlicht. Ist es nicht lieb, fleißig, still, brav, süß, gut im Lernen, beliebt usw., gerät seine Sicherheit in Gefahr und diese schwebt wie eine dunkle Wolke über ihm.

Das innere Kind symbolisiert also deine Gefühle. Es sind u. a. die Gefühle Angst, Traurigkeit, Ekel, Überraschung, Scham und Schuld. Es kann Ängste der Eltern übernommen haben und Schamgefühle seiner MitschülerInnen, es kann Schuld gelernt haben, wenn es sich eine Situation nicht erklären konnte. Es will dennoch Liebe und Sicherheit, ohne dass seine Struktur bedroht wird. Es will dennoch Zuwendung in Form von Reizen. Es verabscheut Langeweile, denn es will wachsen und lernen. Je nach Konstitution und vorhandenen Lebensumständen entwickelt es sich sensibler, empathischer, intuitiver oder begabter. Alle seine Talente können sich nur zeigen, so wie seine Stärken, wenn sie sich entfalten können.

Es ist nicht so, wie viele sagen, dass das innere Kind den unwissenden, nicht erwachsenen, uneinsichtigen und quengelnden Ich-Anteil darstellen würde. Kinder sind höchst aufnahmefähig und sehr viel klüger, als wir “Erwachsenen” meinen … oft sogar klüger als so mancher Erwachsener. Es kennt seine Bedürfnisse und pocht auf ihre Befriedigung. Sie lieben sich und andere bedingungslos und erwarten nichts weniger, als dasselbe zu erfahren. Sie sind verletzt, wenn sie auf Ablehnung stoßen (Anerkennung gefährdet), keine Erlebnisse haben (fehlende Reize wegen z. B. Eltern, die sich nicht mit ihnen beschäftigen) und/oder ihre Sicherheit gefährdet ist (destruktive Strukturen innerhalb der Familie).

Noch eine Anmerkung, bevor es zum Brief geht: Sprich die Sprache deines Kindes, wenn du es zu beruhigen versuchst. Erkläre ihm, wie die Welt funktioniert, dass es fühlen darf, aber es auch andere Wege im Umgang mit dem Leben und Gefühlen gibt. Bringe ihm bei, was dir verwehrt wurde. Lehre es, nicht aufzugeben, sondern selbstwirksam zu werden. Sei dem Kind in dir die bessere Version deiner Eltern oder LehrerInnen.

  • “Hab keine Angst!”
  • “Du musst doch keine Angst haben!”
  • “Wovor hast du denn Angst? Es ist doch alles okay!”

ist keine kindgerechte Sprache. Denn sie verbietet das, was das Kind am besten kann und Heranwachsenden später mehr und mehr abtrainiert wird: Gefühle fühlen. Jemand muss ihnen nur beibringen, wie sie den Umgang mit schweren Gefühlen meistern.

Auch wenn du nicht schreibaffin bist, kann dir mein Brief hoffentlich Stärkung und Erleichterung bieten.

 

Briefe an mein inneres Kind: Nr. 2

Liebling,

ich habe einige Bitten an dich.

Du darfst immer traurig sein, wenn dir etwas Schlimmes widerfahren ist. Du darfst so viel weinen, wie du möchtest. Du darfst vor Wut schreien, um dich selbst zu behaupten und vor Angst zittern. Doch erinnere dich währenddessen daran, dass jedes Gefühl immer auch eine Entscheidung ist. Du entscheidest, ob du ihm Raum gibst oder nicht, was du mit deinen Gefühlen machst. Du entscheidest, ob du dich fürchtest oder nicht. So überwältigend das Leben mitunter auch erscheint: Du bist sicher.

Dein Denken ist ein mächtiges Instrument. Nutze es zu deinen Gunsten, nicht gegen dich. Was du früher gelernt hast, kann morgen schon hinfällig sein oder sogar schädlich.

Je älter du wirst, desto wichtiger ist die Erinnerung daran, wie alt du bist: was du bereits alles in deinem Leben gemeistert hast, worauf du stolz sein kannst und welche Fähigkeiten dich besonders machen. Solltest du auch nichts von dem, was dich ausmacht, nutzen – weder für dich noch für die Welt: Es ist nie zu spät, dein Leben zu verändern. Nimm dir ruhig die Zeit, die du brauchst.

Trennungen aller Art wiegen schwer für jeden Menschen – egal, welchen Alters. Du bist nicht allein. Wenn dich jemand verlässt, sei traurig, weil es schmerzt. Hier ist ein Geheimnis: Du kannst es später lernen oder jetzt, dass alles im Leben zwei Seiten hat, du ebenso dankbar sein könntest, einen Menschen weniger in deinem Leben zu haben, der nicht zu dir gehören will. Es geht darum, jene zu finden, die bei dir sein wollen, weil sie zu dir passen und du zu ihnen.

Deshalb: Wenn dich jemand verletzt, prüfe sorgfältig, ob es dein Ego ist, das weint, oder dein Herz. Dein Kopf und Herz sind mit Grund voneinander entfernt. Beide haben ihre Aufgaben, aber nicht immer haben beide Recht. Gedanken und Gefühle munkeln uns nicht selten Böses. Es kann so aussehen, als würdest du bitter leiden, während es nur eine Kränkung deines Egos ist. Es kann sein, dass du meinst, etwas würde dir nichts anhaben, dir nichts ausmachen, während dein Herz leise bricht. Kenne den Unterschied. Kenne dich.

Wenn du abgelehnt wirst – und das wird geschehen – tritt zurück vom Schmerz, nachdem du ihn gefühlt hast, und bleibe positiv und dankbar. Vertraue den Menschen in ihren Ansichten über dich und sich und euer beider Wohl. Wenn sie dich nicht wollen, so ist es ihre Entscheidung. Respektiere sie. Sie ist richtig, weil sie sich richtig für denjenigen anfühlt. Selbst, wenn sie sich für dich falsch anfühlt, so könnte sie doch richtig für dich sein. Manchmal wollen wir erst recht das, was wir nicht haben können. Und viel zu oft wünschen wir uns, was uns nicht guttäte. Ich weiß, du glaubst, miteinander würde dein Leben so viel besser sein. Aber kannst du das mit Gewissheit sagen? Nein. Es nützt dir wenig, dich täglich für einen Hauch gelogene Sympathie aufopfern und zermürben zu müssen. Es ist ein täglicher Kampf, der dich zeichnen wird. Du wirst noch oft genug verletzt werden auf deinem Weg: Hilf nicht noch nach.

Lerne lieber, Menschen zu verlassen und dich aus destruktiven Situationen zu schälen, ganz egal, wie sehr es jemandem wehtun würde. Dein Leben ist dafür da, gelebt zu werden, in maximaler Freude und mit bestem Gewissen und Wissen. Es ist nicht Teil des Lebens, zu leiden, wenn du dieses Leid vermeiden könntest. Und nein, das ist keine Erlaubnis, andere zu hintergehen. Es ist eine Erlaubnis, zu gehen, wann immer du in einer Verbindung keinen gegenseitigen, erfüllten und liebevollen Nutzen erkennen kannst.

Der Tod, wie auch Verlust, ist unvermeidbar. Sei deshalb Zeit deines Lebens gut zu dir, deinem Körper, deiner Seele und anderen Menschen. Verwunde weder dich noch andere im Kleinen, nicht mit Worten, Rache oder Vermeidung, nicht durch Reaktivität oder Angst, Verachtung oder Aufopferung.

Alleinsein will gelernt sein und Konflikte gemeistert. Du bist genauso wichtig wie andere. Andere sind genauso wichtig wie du. Wer dir hier widerspricht, gehört nicht in dein Leben.

Jeder Mensch, der dich verletzt, ist dennoch ein wertvoller Lehrer für dich. Hasse ihn nicht, sei er noch so unbewusst und verletzend. Vergifte nicht dein Wesen mit so unsinnigen Gedanken und Gefühlen wie Hass. Was dich verletzt, sagt etwas über deine Verletzungen, die, die du so sehr zu lindern versuchst – oder gekonnt verdrängst. Sei nicht tätig, Verletzungen zu vermeiden, die Kontrolle zu behalten oder das Leben gar zu manipulieren. Vertrau dich ihm an. Denn du bist sicher, solange du handlungsfähig bist. Gib dich nicht bloßen Gedanken hin, die aus alten Wunden entspringen. Alt ist, was alt ist. Jetzt ist jetzt. Je häufiger du mit dem vermeintlich Schlimmen in Kontakt kommst, desto eher wirst du lernen, ruhig zu bleiben, dir und deinem Leben zu vertrauen und so deine Ängste überwinden.

Was dir andere auch sagen mögen: Ängste sind okay. Sie zeigen dir zwei Sachen:

1.) Was du glaubst, nicht zu dürfen/nicht zu sollen/tun zu müssen
2.) Wo es hakt, wo du eingreifen musst, wo es eine Korrektur geben muss

Sie sind nicht da, um dich zu quälen. Sie sind nicht da, um dich deines Glücks zu berauben oder zu benachteiligen. Ängste sind da, um verstanden und akzeptiert zu werden. Je schneller du deine Ängste kennenlernst, desto näher rückst du an dich selbst heran. Hier findest du die Schranken und Weichen.

wie du mit dem kind in dir sprechen solltestSeien die bewussten Verletzungen von Menschen auch noch so eindeutig: Bleibe ruhig und atme. Besinne dich auf dich. Was sie können, kannst auch du. Manchmal lernt es sich am besten von seinem vermeintlich größten Feind, zum Beispiel, wie du nicht bist oder nicht sein willst, wo du nicht hingehörst oder nicht hingehören willst. Es gibt Menschen, die ein Leben lang nach den Antworten auf diese Fragen suchen. Nimm die Gelegenheiten, wie sie kommen, und packe ihre Lektionen am Schopfe. Das spart dir wertvolle Zeit.

Wer versucht, deine Schwachstellen zu finden, um sie gegen dich auszuspielen, hat ebenso Schwachstellen, die er zu verstecken versucht. Hinter jeder Schwäche steckt eine Stärke, so wie hinter jeder Stärke eine Schwäche steckt. Es ist die Balance, die zählt.

Mitunter sind Angriffe anderer auf dich nicht mehr als der Spiegel ihrer Angst. Finde heraus, was sich dahinter verbirgt, dann übe dich in Verständnis und wähle eine geeignete Strategie. Du bist ein Mensch, keine Fußmatte. Erinnere dich daran und wenn nötig, auch die anderen. Mitunter werden/wurden sie selbst so behandelt und kennen keine anderen, gesunden Wege. Aber du kannst sie ihnen beibringen, wenn sie dich lassen.

Sprich die Sprache deines Gegenübers. Sei sanft zu dir und denen, die Sanftheit verstehen. Sei bereit, hart zu jenen zu sein, die nichts als Härte üben. Die größten Verletzungen, Missverständnisse und Kommunikationsfallen entstammen der Unkenntnis und Uneinsichtigkeit. Bleibe bei dir und begib dich nicht auf anderer Menschen Terrain. Du kennst deinen Platz.

Bleibe trotzdem offen Menschen gegenüber, die Charaktereigenschaften haben, die dir fremd sind. Sie wuchsen anders auf als du. Aber sie sind Menschen, so wie du. Was kannst du von ihnen lernen? Was können sie, was du nicht kannst? Was kannst du ihnen beibringen? Was kannst du, was sie nicht können? Welches gemeinsame Ziel habt ihr? Welche Handlungen würden es euch erleichtern, euer Ziel zu erreichen?

Fehler zu machen, heißt nicht, ein Fehler zu sein. Selbst die härteste Kritik ist nichts weiter als Feedback. Frage stattdessen, was du neben dem Fehler gut gemacht hast. Das lenkt aller Aufmerksamkeit ab – besonders deine. Alles im Leben will gelernt werden und die Besten sind die, die sich dabei Zeit ließen, um es in der Tiefe zu verstehen.

Du wirst dein Leben lang lernen und an dir arbeiten dürfen. Nenne es Persönlichkeitsentwicklung oder Potenzialentfaltung: Niemand kommt fertig auf diese Welt. Und fertig heißt nicht perfekt. Jeder Mensch durchläuft seine eigene Evolution in seinem eigenen Tempo.

Keinen einzigen Tag bist du auf dieser Welt, um zu sein, wie es andere von dir erwarten. Es ist das Miteinander, das zählt, das gegenseitige Füreinander.

Es gibt Menschen, die das nicht akzeptieren.

Übe dich in Konfrontation. Es hat noch niemandem geschadet, für sich einzustehen. Es stärkt dein Bewusstsein für das, was du brauchst: das Wissen darüber, wer du bist und wer du sein willst. Da draußen gibt es so manchen, der dich belügt und von dir abbringen will.

Es werden Zeiten kommen, in denen du nicht weißt, wie es weitergehen soll, in denen dir alles sinnlos erscheint und leer. Fehlt dir ein Sinn, fehlt dir in Wahrheit ein Ziel. Es muss dein Ziel sein, erreicht mit deinen Mitteln, minus dem, was andere wollen. Nur so steht unter dem Strich ein Ergebnis, das dir gefallen wird. So überstehst du alle Hindernisse und Zweifel.

Du hast immer das Recht, jemanden nicht zu mögen, so wie jeder andere das Recht hat, dich nicht zu mögen. Dich zu mögen, ist das oberste Ziel – für dich. Du verpasst es, wenn du dir nur dann gefällst, wenn du anderen gefällst.

Prüfe deine eigenen Gedanken und Ansichten über die Welt. Nicht jeder deiner Gedanken ist wahr und nicht jeder, der von außen infrage gestellt wird, ist falsch. Erinnere dich daran, dass jeder seine Einstellungen braucht. Sie geben Halt und versprechen Ordnung. Je flexibler du bleibst und je weniger Glauben du dem schenkst, was du denkst, desto eher wirst du zu dem, was du sein kannst: dein größtmögliches Ich.

Denn du wirst niemals besser sein, als das, was du von dir glaubst und hältst. Glaube stattdessen daran, dass alles möglich ist und alles kann möglich werden. Beschränke dich nicht selbst, nur weil dir die Gedanken anderer in dir dazu raten. Du kannst viele fremde Gedanken verinnerlichen oder dich an deine Wahrheit halten – wenn du sie kennst. Finde sie. Sie wird dir nützlich sein.

Hinterlasse der Welt etwas, was dir am Herzen liegt. Teile. Gebe. Inspiriere. Sprich über deine Niederlagen. Zeige, wie du sie überwunden hast. Liebe. Verletzlichkeit ist Teil des menschlichen Seins. Niemand kommt um sie herum. Sie zu leugnen, ist eine der größten Lügen.

Deshalb bewerte Menschen nicht auf den ersten Blick. Du kannst niemals wissen, was jemand gerade durchmacht, welche Kämpfe er auszustehen hat, welche Ängste. So mancher lächelt und sagt, alles wäre wunderbar, während er in Wahrheit in seinen vier Wänden verzweifelt. Wir haben alle Sorgen.

Schlussendlich ist hier meine letzte Bitte: Bevor du fällst, falle lieber auf! Auch sein Leben nicht in die Hand zu nehmen, ist eine aktive Entscheidung. Sie lautet: „Ich nehme mein Leben nicht in die Hand, sondern lasse es liegen und mache nichts damit.“ Suche dir Hilfe, wenn du welche brauchst. Frage Menschen, die bereits geschafft haben, was du schaffen möchtest. Gehe einen ersten Schritt und probiere etwas Neues, wenn dich das Alte nicht mehr nährt. Aber handele. Sei dir hier am nächsten und kümmere dich gut um dich. Wenn du das tust, wird sich das Leben dankbar zeigen. Das ist ein Versprechen!

In Liebe,
dein erwachsenes Ich

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“Was unser inneres Kind hätte wissen müssen”

Den ersten Brief an das Kind in mir findest du in einem separaten Blogpost >>

 

12 Warnzeichen bei Frauen, von denen Mann lieber die Finger lässt

12 Warnzeichen bei Frauen, von denen Mann lieber die Finger lässt

 

Ich war nie der Überzeugung, dass Männer die “Schlimmen” wären. Ich habe zu oft zusehen müssen, wie Frauen Männern, die mir am Herzen lagen, das Leben zur Hölle machten – und die Männer zu verliebt oder gutgläubig waren, weswegen sie nichts dagegen taten. Nun, wie angekündigt, nach dem Erscheinen des Posts über Männertypen, von denen Frau besser die Finger lassen, hier der Post für Männer über Frauen, von denen sie lieber die Finger lassen mit 12 Red Flags, Warnzeichen und Signale, dass diese Frau nichts für dich ist oder es zumindest nicht gut mit dir meint. 

Auch hier gibt es wegen des Themas etwas mehr Polemik und Polarisierungen, als meine LeserInnen allgemeinhin von mir gewöhnt sind. Doch nach wie vor denke ich, dass auch solche Begegnungen am besten mit Humor genommen werden.

 

12 Warnzeichen bei Frauen, von denen Mann lieber die Finger lässt

Red Flag 1: Sie erlaubt dir kein Privatleben

sie verbietet mir Freunde und FreizeitSie will stets wissen, wo du bist, wem du telefonierst oder dich triffst. Sie ruft dich an, wenn du dich um 15 Minuten verspätest, ohne dich gemeldet zu haben. In ihren Worten schwingt ein Unterton, der Schuldgefühle auslöst und dich zu einem kleinen Kind degradiert, das gemaßregelt wird. Du hast etwas Verbotenes getan, ohne dass dir das bewusst war. Wenn du sie nicht verlieren möchtest, wirst du dich mit der Zeit daran gewöhnen, wie eure “Beziehung” in ihrem Kopf auszusehen hat: Was du wann und wie und vor allem OB zu tun hast, obliegt ihr. Du musst dich fügen, sonst droht Verlust. Natürlich wirst du hin oder wieder versuchen, auszuscheren, dir deine Freiräume gewähren wollen, ohne dass du dich rechtfertigen musst. Und du bist im Recht: Du musst gar nichts. Entweder die Beziehung baut auf Vertrauen und gegenseitiges Wohlwollen oder es ist misslich. Dieser Typ Frau droht häufig mit Trennungen oder du erlebst Diskussionen und Schweigen als Strafe, Seitenhiebe aus dem Nichts, bei denen du dachtest, das Thema wäre bereits gegessen. Sie will deine völlige emotionale Abhängigkeit. Sie vergisst keinen deiner vermeintlichen Fehler. Sie nutzt sie gegen dich, um sich nicht schlecht zu fühlen. Denn wenn du derjenige bist, der “falsch” ist, dann ist sie es nicht.

Einem meiner engsten Freunde geschah das einst. Zum Schluss schaffte er es, sich aufzubäumen und durchzusetzen, weil er ihr Bild einer Beziehung und gemeinsamen Zukunft nicht mehr aushalten konnte. Sie fühlte sich stets ausgeschlossen, auch wenn er sie nicht ausgrenzte. Er durfte rein gar nichts mehr ohne sie tun oder tun wollen. Und fühlte sich eingekerkert wie ein Schwerverbrecher, wenn er auch nur an seine Freunde und Hobbys dachte. Während sie die völlige Verschmelzung wollte, die Auflösung jeder Individualität, versuchte sie nur zu vermeiden, sich ein eigenständiges, unabhängiges und selbstverantwortliches Leben aufzubauen.

 

Red Flag 2: Status ist ihr wichtiger als Charakter

status ist ihr wichtiger sie liebt mich nicht wirklichIch kannte einst einem Mann, bei dem es nie länger als drei Minuten dauerte, bis eine Frau von Stand ihn erblickte. Er selbst war so jemand, der offensichtlich alles hatte, was man sich so wünschen könnte: Geld, beruflicher Erfolg, teure Markenanzüge, gutes Aussehen, Selbstbewusstsein ins Gesicht geschrieben. Ein wahres Alpha-Tier. Die jeweiligen Frauen sahen ihn und erkannten ihn. Er war ihr Beuteschema. Sein Charakter war – darauf würde ich bis heute wetten – nie wirklich ausschlaggebend. Was zählte, war, was er zu geben hatte und ausstrahlte. Er würde die Familie ernähren können, immer verantwortlich sein für den Zusammenhalt, für die Unterhaltung, das Funktionieren, stärker als jedes Familienmitglied und emotional nicht bedürftig. Er würde nichts brauchen und nichts wollen, sondern sich eingliedern und sich um die Rollen kümmern, die ihm zugeschrieben wurden. Von eigenen Bedürfnissen abgeschnitten, würde er der Frau an seiner Seite alle Wünsche von den Lippen ablesen, ihr ein wunderbares Leben ermöglichen und dazu noch Reichtum und Freiheit. Dafür bleibt sie – komme, was wolle. Dafür dürfte so ein Typ Mann gern fremdgehen, solange er sie nicht verlässt.

Dieser Typ Frau würde unendlich lang kämpfen, dass sie Teil hat an dem, was er schuf und täglich schafft. Denn sonst würde wenig für sie übrig bleiben, weil es ihr an einem eigenen Leben mangelt. Sie definiert sich über ihre Partner und dem, was sie besitzen. Besitz ist das, was sie verlangt. Besitzt man dann weniger oder will seinen eigenen Rahmen sprengen, sinkt man sofortig im Wert, außer ihre Sicherheit ist gewährt, außer sie darf dabei sein und wird nicht verlassen. Ihr tut es am meisten weh, wenn sie mit Schweigen gestraft und mit Ehrlichkeit konfrontiert wird. Standing (Standhaftigkeit) ist das Brecheisen ihres Stolzes. Denn sie funktioniert über Gefallen: Wenn sie nicht gefällt, beginnt sie, sich Sorgen zu machen und zu ändern. Deshalb sind viele dieser Frauen auch der Überzeugung, dass sie etwas Besseres wären oder verdient hätten. Mit “normalen” Männern geben sie sich selten zufrieden.

 

Red Flag 3: Sie ist nicht stark, wenn du schwach bist

Es gibt Zeiten im Leben, in denen alles hart auf hart kommt. Im Beruf geht es bergab, das Geld wird knapper oder du möchtest, dass sich etwas ändert und sorgst für Ungewissheit, was deiner Partnerin Angst macht. Die Gesundheit lässt zu wünschen übrig oder du hattest einen Unfall, bist aus heiterem Himmel seit geraumer Zeit erkrankt, brauchst Ruhepausen und Rückzug, Hilfe, Verständnis und jemanden, der für dich da ist. Und plötzlich stellst du fest, dass ausgerechnet die eine Person, von der du emotionale und psychische Unterstützung erwartest hättest, Nein sagt, lethargisch oder wie gelähmt ist. Sie kann weder für dich einspringen noch bemüht sie sich. Sie weigert sich, flüchtet aus der Wohnung oder in ihre Welten, geht ihren gewohnten Rollen und Funktionen nach, aber beharrt auf das Gewohnte – und damit auch auf Unflexibilität und Unsensibilität.

Nach Fritz Riemann würde dieser Typ Frau zu den Hysterischen gehören. Nicht im normalen Verständnis des Wortes “hysterisch” übrigens, sondern als Reaktionsmuster auf Veränderungen und der damit verbundenen Unsicherheit, sich neu anpassen und wandeln zu müssen. Überhaupt eine funktionierende Rolle für sich gefunden zu haben, einem Mann, bei dem sie “passt”, ist in ihren Augen wertvoll. Diese Identität bedeutet Stabilität. Alles Ausufernde oder Ändernde bereitet ihr Angst und lässt sie “unpassend” werden. Ich schätze aus eigenen Erfahrungen diesen Typ so ein, dass er bereits nach weniger Zeit zusammenbrechen, ausbrechen und flüchten würde. Hier sind also keine Fälle gemeint, die durch mangelnde Kommunikation (Ich kann nicht mehr, wir brauchen eine Lösung.) und langer Zeit (Aufopferung oder Dulden über Jahre hinweg), in der man in einer Herausforderung verharrt, ohne etwas gegen sie zu unternehmen, als Partnerin schlichtweg nicht mehr (zusehen) kann. Sie empfindet ihren Partner schneller (< 3 Monate) unwürdig oder unpassend, weil er nicht oder nur noch wenig geben kann. In den meisten Fällen bleibt der Mann der Schuldige, der “nichts mehr auf die Reihe bekam”.

 

Red Flag 4: “Du liebst mich doch gar nicht! Wenn du mich lieben würdest, dann…”

Frauen, von denen man solche Sätze hört, projizieren meistens ihre eigenen Ängste auf dich oder aber ihr zwei hattet von vornherein dieselben Herausforderungen. Misstrauen Liebe und Beziehungen gegenüber, miese Beziehungserfahrungen und viele Zweifel, ob man für eine neue Beziehung bereit ist, mit der Person, die man getroffen hat, zeigen sich recht schnell. Meistens ist es der Mann, der sich zurückzieht und die Frau, die dann in sich zusammenbricht, dir hinterherläuft oder ins Diskutieren gerät. Nach anfänglichem Verständnis, Dulden und Hingabe, werden irgendwann unweigerlich Vorwürfe folgen, wieso du sie nicht so liebst, wie sie es verdient hätte.

Diese Frauen können sich in meinen Augen leichter ändern als andere, außer ihre Angst hat einen Nutzen, der traumatische Erfahrungen verdeckt lassen soll. Das ist deshalb von allen der harmloseste Typ, weil sich zwei Menschen treffen, die in der Tiefe ein- und dasselbe Bedürfnis haben und sich gleichzeitig davor fürchten. Aber der eine ist der aktive Beziehungsängstliche, während die Frau meist die passive ist. Sie will oder kann aus eigenen Gründen ihre Angst vor einer tiefen Partnerschaft nicht ausdrücken, weshalb sie das den Mann “erledigen lässt”. So kann man seine eigene Angst vor sich verheimlichen und sich um den Anderen kümmern, sich über seine Angst kennenlernen und sie in der Tiefe erfahren. Es vermeidet nicht ganz die Auseinandersetzung mit seinen eigenen Herausforderungen. Viele merken ohnehin irgendwann, dass es wohl etwas mit ihnen zu tun haben muss, wenn sie stets denselben Typ Partner anziehen.

 

Red Flag 5: Du spielst den Ersatzvater oder Ernährer, weil der Eigentliche nicht verfügbar ist

sie will mich nur als ersatzvater und ernährerDa der ehemalige Partner nicht mehr da ist, fehlt der Vater für ihr Kind/ihre Kinder und ein Mann, der sich am Haushalt, an der Familie, am Geldverdienen und Wohlfühlen beteiligt. Sie glaubt, es allein nicht zu schaffen, fühlt sich überfordert und erwartet Unterstützung vom ihrem Partner – auch in der Kennenlernphase deutet sich das bereits offensichtlich an. Mann wird zum Ersatz für einen, der nicht mehr da ist. Von ihm wird oftmals viel Verständnis für ihre Lage gefordert, während sie allerdings kaum Verständnis zeigt.

In einer ungeplanten Umfrage auf einer Berliner Singlebörse nannten die Männer diesen Typ exzentrisch, eigenwillig und knallhart, beizeiten auch egoistisch und narzisstisch. Sie fühlten sich ausgenutzt und waren nur dann wertvoll als Mensch und Mann, wenn es dem Typ Frau “in den Kram passte” (Zitat). Hatte der Mann einen unsicheren Job oder lebte ein unstetes Leben bzw. war arbeitssuchend, lagen die Karten von vornherein schlecht. Anrechte hatten sie keine, auch wenn das Kind bereits eine Verbindung zu dem Mann aufgebaut hatte. Dafür aber hatten sie sehr klischeehafte Rollen zu erfüllen, was den meisten misslang. Für alles Andere, was sie sich noch von der Frau gewünscht hätten, reichten sie offenbar nicht.

 

Red Flag 6: Sie will nur Sex, aber erlaubt keine emotionale Nähe

Ja, unter Frauen verbreitet sich das mehr und mehr. In meiner ungeplanten Umfrage fand ich einige Männer, die das regelrecht schockierte. Darunter waren sowohl solche, die selbst nur nach sexuellen Abenteuern suchten, als auch welche, die eben genau das nicht mehr wollten. Dieser Typ Frau ist ziemlich direkt, wenn es darum geht, jemanden fürs Bett zu finden/zu haben. Mann braucht da keine tiefen Gewässer zu suchen. Es geht um kurzfristige und oft einseitige, harte und emotional kalte Anerkennung. Sie nehmen sich, was sie wollen, um sich kurz gewollt zu fühlen. Danach sind sie schnell wieder weg. Kommunikation, Nähe, Kuscheln oder Kennenlernen steht nicht im Programm. Im Bett lassen sie sich auch eher bedienen, als Anteil zu nehmen. Sie wollen eben bekommen und nicht geben – von Teilen ganz zu schweigen.

 

Red Flag 7: Niemand weiß von dir

sie stellt mich ihren freunden und familie nicht vorIhr knutscht wild, wenn keiner guckt. Sie ist so anders und süß, wenn ihr allein seid. Aber in der Öffentlichkeit verwandelt sie sich in ihren bösen Zwilling. Sie möchte weder, dass du ihre Freunde und Familie kennenlernst, noch, dass du zu viel Zugriff auf ihr Leben hast. Sie möchte alles von dir wissen oder stellt gar keine Fragen. In jedem Fall ist die Beziehung für sie keine, die je öffentlich werden soll. Die Gründe kennt nur sie. Falls du sie fragst, mag sie dir beschwichtigend sagen, dass es nicht an dir liegt, sondern an ihr. Aber außer, dass sie sich noch nicht sicher wäre und die Zeit noch nicht passend, kommen selten tiefergehenden Erklärungen. Einige rechtfertigen sich auch mit miesen Beziehungserfahrungen. Aber falls doch Gründe genannt werden, sind sie in deinen Augen sicher fragwürdig. Je nach Dauer dieses Zustandes kann man zwischen anfänglicher Unsicherheit bzgl. der Zukunftstragfähigkeit und absichtlicher Distanz wild interpretieren. Im Endeffekt ist entscheidend, dass es beide ehrlich und offen wollen, bevor mindestens einer leidet. Entscheidend ist auch, wie lange man einen Menschen in seinem Leben möchte, der sich offensichtlich nicht binden will und nicht zu einem stehen würde.

Aus meinem eigenen Umfeld kannte ich jemanden, der nur solche Frauen anzog. Sie ließen sich von ihm verwöhnen, er schenkte ihnen Gefühle und Anerkennung, sie genossen, dass er sie in den Mittelpunkt stellte. Aber sie gaben nie etwas zurück. Wenn er ihnen seine Beziehungsambitionen zeigte oder offen ansprach, blieb er als derjenige zurück, der sich erdreistet hatte, Gefühle zu haben und einzufordern. Irgendwie war er immer in der Position, dass er zu geben hatte. Nur zurückfordern durfte er nie. Er sprengte das Beziehungsmuster erst, als er aufhörte, Frauen, die von vornherein verlangten, zu “bedienen”. Er bewies sich nicht mehr. Frauen, die keine Anerkennung und Interesse an ihm zeigten, sondern die er erst wochenlang von sich überzeugen musste, ließ er gleich links liegen.

 

Red Flag 8: Sie kann nicht sagen, ob sie in vier Monaten mit dir in den Urlaub fahren würde

Am Anfang einer Beziehung oder nach drei Dates sollte man so eine Frage ohnehin nicht beantworten müssen. Aber nach einer Weile, wenn es legitim wird, dass man auch Urlaube gemeinsam verbringt, schon. Kann die Frau dann aber noch immer nicht, nur widerwillig oder zögerlich eine Antwort darauf geben, ist das ein Zeichen für Bindungsprobleme. Sie will den Moment genießen, aber keine Versprechen machen. Sie will, dass sie sich kaum bewegen muss für das Gute, das man in einer Partnerschaft erhält. Sie hasst Leistungen aller Art, den Beziehungsalltag und Geben-Müssen, jedenfalls bei dir.

Bei einigen ist es eine vergangene Beziehung, die noch quer liegt und unverarbeitet ist. Sie können sich noch nicht auf etwas Neues einlassen und müssten erst in die neue Beziehung hineinwachsen. Bei anderen aber ist es ein klares Zeichen von “Gib mir alles, aber verlange nichts. Erst recht keine Gefühle.”. Sie will weder zum Gefühle-Haben gezwungen werden noch sie stets zeigen und demonstrieren. Sie will nicht in der Position sein, in ihren Schattenseiten, die sie bislang von dir verbarg, erkannt zu werden. Sie will nicht so tun, als wäre alles Hoffnung verheißend. Erst recht nicht will sie dir Versprechen geben, die sie nicht vorhat, zu halten. Intuitiv weiß sie es bereits. Nur dies auszusprechen, könnte dazu führen, dass sie niemanden mehr hätte, der sie will. Es gibt leider Frauen wie Männer, die sich lieben lassen können, aber nicht zurücklieben wollen.

 

Red Flag 9: Sie will gar keinen Sex

sie will keinen Sex mit mir aber beziehungHier meine ich keine Frauen, die körperlich bedingt keine Lust auf Sex haben. Bei einigen Frauen sind es hormonelle Hintergründe. Dieser hier gemeinte Typ aber will sich entweder nicht fallen lassen oder sich dir nicht hingeben, will keine Gefühle spüren oder fürchtet, mit dir verschmelzen zu müssen. Sie verbinden damit etwas. Sex macht ihnen zum Beispiel Angst. Viele empfinden Scham wegen ihres Körpers. Andere empfinden Ekel und verbinden mit Sexualität, zu einem Objekt zu werden.

Von einigen Frauen weiß ich, dass sie mit vorherigen Männern schlechte Erfahrungen mit Sex gemacht hatten. Ihre Ex-Partner haben sich entweder beim Sex nur um sich selbst gekümmert und ließen die Befriedigung der Frau völlig aus den Augen, ohne sich zu reflektieren. Oder sie erwarteten Sex als Gegenleistung dafür, dass sie mit der Frau zusammenblieben – aber im Droh-und-Trennungs-Modus: “Schlaf mit mir, wann immer ich es will, sonst bist du nichts wert in meinen Augen.” (Ja, das ist leider Realität statt Klischee.) Tiefe Verbundenheit und ein erfüllendes Sexualleben bedingen sich zwar nicht. Doch da viele Männer, laut Statistik, Beziehungen vorwiegend wegen einer regelmäßigen Sexualität eingehen (Frauen übrigens auch!), kann dieser Typ Frau schmerzen, wenn er sich entzieht. Von seiner Partnerin begehrt zu werden und seinem Partner bedingungslos vertrauen, kann Mann hier weniger erwarten. Was einen Versuch wert ist, sind Gespräche und Vertrauensarbeit, die sehr fruchtbar sein können. Bleiben die Erfolge aber aus, muss Mann damit umgehen können bzw. andere dankbare Seiten an der Partnerin/Beziehung schätzen.

 

Red Flag 10: Sie redet viel, aber hört nie zu

Du bist die Projektionsfläche ihres Bedürfnisses, geliebt und gewollt zu werden. Sie nimmt sich, was sie braucht. Solange sie es will, solange es ihr Spaß macht. Umgekehrt, wenn du deine Bedürfnisse anmeldest, wird es schwierig. Spätestens dann, wenn du sie unterbrichst oder auch Erlebnisse und Gefühle aus deinem Leben teilen möchtest, bagatellisiert sie deine Worte und Erfahrungen, versucht dich mit etwas Besserem oder Schlimmeren aus ihrem Leben zu übertrumpfen oder wird schlagartig bockig und still. Sie steht im Mittelpunkt oder sie ist nicht da und du hast niemanden, der gern bei dir ist. Aber das hat eben seinen Preis.

 

Red Flag 11: Sie will geheiratet werden

sie will nur geheiratet werden abr liebt mich gar nichtWohl jede Frau war einmal ein verträumtes Mädchen, dass sich in einem schönen Brautkleid, umringt von Rosen und Tauben, an der Seite eines gut aussehenden und gestandenen, liebevollen und fürsorglichen Mannes vor dem Traualtar stehen sah. Sie wollen die Hochzeit, das einmalige Ereignis mehr als das, was diese Heirat besiegelte: eine Ehe, die ein lebenslanger Bund werden soll. Jeder, der einmal verheiratet war und sich dann scheiden ließ, wird bezeugen können, dass Ehen auch Opfer abverlangen und ihre Tiefen haben. Ich bin zwar kein Freund des Sprichwortes, dass Beziehungen immer harte Arbeit wären. Aber ich glaube zutiefst daran, dass niemand perfekt ist und im Laufe seines Lebens dazulernen kann, wenn er dafür offen ist. Sich aufeinander einzustellen, Freiräume zu lassen, dem anderen Weiterentwicklung und Selbstverwirklichung zu ermöglichen, sich selbst um sich kümmern zu lernen und zu pflegen, das eigene Glück nicht vom Partner abhängig zu machen, sind beispielsweise Lektionen einer Ehe. Menschen, die sich diesem Gedanken aber gar nicht erst öffnen, sondern in ihrem Kopf bereits “genügen”, sind welche, die meinen, durch eine Heirat nichts mehr tun zu müssen, keine Angst mehr haben zu müssen. Bis zum Moment der Eheschließung beweisen sie sich und sind die treuesten, liebenswertesten und gütigsten Frauen. Wurden sie aber erst einmal geheiratet, ist ihr Ziel erreicht. Dass die schönen Erinnerungen an den einen Tag der Hochzeit aber schnell verblassen und danach noch viele Jahre der Ehe übrig sind, übersehen sie oft.

 

Red Flag 12: Sie sucht einen Vater und keinen Partner

Als Mädchen waren sie Papas kleine Prinzessinnen, denen alles vergeben wurde und die nie eigens aktiv oder verantwortlich gemacht wurden, die man vor dem bösen Leben beschützte und selbstlos liebte bis in den Tod, ja, die sogar wichtiger waren als ihre Mütter. Oder sie hätten sich das gewünscht, aber der Vater war abwesend, verstorben oder dafür verschlossen. Sie suchen bis heute danach, wollen keine erwachsenen Frauen werden, die die volle Wucht der erwachsenen Verantwortung und Pflicht tragen können sollten – für sich und ihr Leben, für ihren Partner und ihre Kinder. Mit ihnen ist eine Beziehung auf Augenhöhe selten möglich, weil sie dem Mann mehr Pflichtbewusstsein und Verantwortungsgefühl abverlangen, als sie je bereit wären, selbst zu geben. Sie wollen Mädchen bleiben, bewundert werden und immer genügen.

 

12 Signale: Diesen Typ Mann nimmt Frau besser nicht

12 Signale: Diesen Typ Mann nimmt Frau besser nicht

 

Ich erlebe seit Beginn meiner Singlezeit Männer, und mit ihnen verbunden Geschichten, die mir die Haare zu Berge stehen lassen. Ich meine nicht nur Kleinigkeiten, über die man hinwegsehen darf, die natürlich sind und menschlich, die man bald schon lieben oder ignorieren lernt. Ich meine Männer, die es ganz offensichtlich sehr gut mit sich meinen und sehr schlecht mit Frauen. Unehrliche, verletzte, manipulative und sogar kindische Männer, von denen dir selbst dein bester männlicher Freund dringend abraten würde. Männer, die sich für undurchschaubar halten.

Da ich den weltbesten Meister hatte: Hier meine gesammelten 12 Red Flags bei MännernWarnzeichen und Signale, bei denen du lieber das Weite suchen solltest – von ungesund narzisstischen bis hin zu höchst beziehungsunfähigen Männern – einmal schön aus teils küchenpsychologischer und teils ernstzunehmender Sicht betrachtet. Denn solche Erfahrungen nimmt man am besten mit einer Menge Humor.

(Und ja. Ähnliche Red Flags gibt es auch bei Frauen.)

 

10 Signale, das Weite zu suchen: Von diesem Typ Mann lässt du lieber die Finger

Erste rote Flagge: Er sagt dir, was du tun sollst

männer von denen du die finger lässt wenn du nicht verletzt werden möchtest vorschriften machenTrink diesen Wein und mach das so, lass das lieber bleiben, denn das ist wirklich nicht schön oder klug. Mit einem falschen Lächeln zum passenden Augenaufschlag und einer besonders ernstzunehmenden, erwachsenen Stimme lässt dieser Typ Mann den Vater heraushängen, während er dir erste Übergriffe zeigt. Ein bitterer Vorgeschmack auf das, was kommen wird: Im besten Fall wird es eine kurze, aber stürmische Liaison, im schlimmsten Fall eine emotional unterdrückende Beziehung, in der die Dinge so zu laufen haben, wie es ihm sein Weltbild diktiert. Sagst du Nein, gehst du lieber gleich mit deinen Freundinnen was trinken. Denn er wird schmollen und dich mit Schweigen strafen, bis du seiner Meinung bist. Oder er wird so sehr diskutieren, dass sogar wir Frauen vor Neid erblassen würden. (Daran sieht man aber sehr schön, wie schwer es Männer mitunter haben, wenn wir Frauen sie um Kopf und Kragen diskutieren.)

 

Zweite rote Flagge: Schöne Worte sind nicht wahr, wahre Worte sind nicht schön

Lügner sind ohnehin schwer zu ertragen. Aber notorische Lügner, die sich das Leben oder ihren Eigensinn freihalten wollen und das durch Lügen versuchen, hat niemand verdient. Einmal so richtig eingegroovt, sind Lügner kaum mehr aufzuhalten, weil sie diese Verhaltensweise mit der Zeit ausbauen und perfektionieren. Sie verheimlichen eine ihrer Seiten mit dem bewussten Ziel, den Anderen im Dunkeln zu lassen und ihn auszuschließen, statt offen und ehrlich zu den eigenen Bedürfnissen zu stehen – und ggf. die Konsequenzen zu tragen. Aber dieser Typ hat wirkliche Angst vor Trennung und dem Gefühl der Wertlosigkeit. Isolation, Ablehnung, Verlassenwerden und Einsamkeit als Strafe zeigen ihm deutlich, wieso er einst beschloss, zu lügen. Seine Lebensweise und er selbst können in seinen Augen nicht liebenswert sein. Das hat ihm auch die Vergangenheit gezeigt. Meistens stimmt das sogar, besonders wenn es sich um häufige Untreue oder mehrere Beziehungen gleichzeitig handelt. Ein Teufelskreis, den man als Frau, auch wenn man schwer verliebt ist, ohne seine Hilfe und sein Wollen nicht gebrochen bekommt. Lieber weitergehen.

 

Dritte rote Flagge: Er beschließt, dass und wann du mit ihm schläfst

narzisstische männer selbstverliebt und verletzend emotional brutalMeine besten Geschichten, mit denen ich ein ganzes Buch füllen könnte, fallen in diesen Sektor: Besonders beliebt bei diesem Typ Mann sind Clubs, Tanzbars und Singlebörsen, wo die Auswahl an Frauen besonders hoch ist. So kann er leicht weitergehen, wenn es ihm nicht passt oder er dir nicht. Wahrscheinlich hast du ihn dort auch kennengelernt. Motto: Ist es abends und redet sie länger als 60 Minuten mit mir, stehen die Chancen gut, dass ich nach spätestens einer weiteren Stunde in ihrem Bett liege. Wenn es richtig dumm läuft, für fünf Minuten. Sie beschließen gern, dass sie mit zu dir gehen. Wann und dass du mit ihnen zu schlafen hast, obliegt ihnen, besonders morgens, wenn sie aufgewacht sind und dich mit einer Matratze verwechseln, ganz ohne “Guten Morgen!” und einen Kuss in den Nacken. Mein absoluter Favorit unter all meinen Erfahrungen: “Janett, du zerstörst den ganzen Moment. Das kannst du doch jetzt nicht machen.” Ich konnte, drehte mich um und ging. Zwei Tage später meldete er sich bei mir und sagte, ich hätte lange genug Zeit gehabt, um darüber nachzudenken.

Und weiter geht’s…

 

Vierte rote Flagge: Er darf Spaß haben, du nicht

Männer, die sich das Recht herausnehmen, ein erfülltes Leben mit Freunden und schönen Abenden, viel Spaß und Lachen, Reisen und Abenteuern oder extrem viel Sport zu haben, erlauben es mitunter ihrer Partnerin nicht. Sie mögen nur ihre eigenen Freiräume. Ihnen gefällt der Gedanke, dass du Zuhause gelangweilt auf dem Sofa sitzt, dich vor Sehnsucht zermürbst und auf eine Nachricht wartest. Sie mögen ihre Frauen am liebsten hörig und versuchen das durch viel Distanz zu erreichen – in der Hoffnung, dass sie dich aufgrund ihres Rarmachens so richtig traurig und willig gemacht haben. Kommt er dann wieder an, wird Frau so froh darüber sein, dass sie ihm jeden Wunsch von den Augen ablesen wird und alles verzeiht. Ansprüche zu stellen gefällt diesem Mann nur gut, wenn sie von ihm selbst kommen. “Gezicke” gibt ihm aber das Gefühl, dass du ihn einschränken möchtest. Es ist für ihn ein Zeichen, dass etwas mit dir nicht stimmt, nicht etwa mit ihm und seinem einseitigen, unverbindlichen Verhalten.

 

Fünfte rote Flagge: Er will alles von dir wissen

Geschichte die du dir erzählst geschichte ändern schicksal abwenden“Den Namen deiner ersten Freundin, mit der du in den Urlaub fährst, kenne ich ja, aber wie heißt die 2. Freundin?” fragte mich einst jemand, mit dem ich mich zweimal getroffen hatte. Hätte ich gewusst, dass ich ihn kennenlernen würde, hätte ich trotzdem meinen Jahresurlaub gebucht. Aber ihm schmeckte es nicht, dass er in Spanien keine Kontrolle über mich haben würde und so stellte er mir auf Facebook nach. Entweder Vertrauen ist da oder nicht. Jemand, der dir von vornherein misstraut, weil er in etwas völlig Menschliches böse Absichten und gezielten Hinterhalt unterstellt und Beweise einfordert, um dir vertrauen zu können, ist offensichtlich verletzt. Da stimmt etwas gewaltig nicht: vielleicht aus einer unverarbeiteten Beziehung, vielleicht etwas Charakterliches. Doch dieser Typ Mann wird sich immer rückversichern wollen und dir kaum Luft zum Atmen lassen. So einen Tick Urvertrauen muss schon vorhanden sein, wenn man sich verlieben möchte und zurückgeliebt werden will. Immerhin soll die Beziehung ja angenehm für beide Seiten werden.

 

Sechste rote Flagge: Du bist für sein Glück verantwortlich

Ist er unglücklich, musst du es beheben. Höchstwahrscheinlich gibt er dir sogar die Schuld daran oder du bist im Mindesten dafür verantwortlich, dass du seine Laune besserst. Ist das nicht erreicht, dreht die Welt sich nicht weiter. Dann sind auch Termine oder Verabredungen, die du hast, unwichtig. Er schafft es, sich wie ein kleines Kind aufzuführen, der ganz dringend von einer Ersatzmutter getüdelt werden möchte. Dass jeder einmal schwach ist oder einen miesen Tag hat, sich nur eine warme Umarmung oder ein wenig Zärtlichkeit, Zeit, ein offenes Ohr und eine Schulter zum Anlehnen wünscht, ist normal. Aber dieser Typ Mann holt seine schlechte Laune oder schwierige Themen just dann heraus, wenn du dich von ihm entfernst: weil du verabredest bist, arbeiten musst oder einfach nur mal deine Ruhe haben willst. In seinen Tiefen ist er meist einsam und wünscht sich jemanden, dringend, der für ihn da ist, wenn es sonst niemand ist. Er fühlt sich oft wenig liebenswürdig, weswegen er heftige Probleme in sein Leben zieht. Diese wiederum ermöglichen ihm, dass er sich um die Leere im Inneren weniger kümmern muss, aber dafür Mitleid und Aufmerksamkeit von dir bekommt. Dieser Mann ist ein wahres Sorgenkind und wird dich nach kurzer Zeit völlig einnehmen, dein Leben übernehmen, während du – Überraschung! – nicht schwach sein darfst. Versuch einmal dasselbe bei ihm, halte ihn vom Leben ab, gib ihm die Verantwortung für dein Glück und dreh den Spieß um: Du wirst sehen, was ich meine.

 

Siebte rote Flagge: Du bist sein Vorzeige-Spielzeug

Beziehungen was bei hochsensible empathen Bindungsangst auslöstBei ihm wirst du immer den richtigen Nagellack tragen und stets mit Negligee an der Tür stehen müssen. Es gibt diese Männer, denen Charakter und Individualität nicht in ihr Konzept einer Frau passt. Auch sie mögen ihre Frauen so, wie sie sie gern hätten – eben bitte ohne Ecken und Kanten. Idealerweise lässt du ihnen alles durchgehen, was sie versaubeuteln. Es zählt allein, dass du an ihrer Seite glänzt und sie durch deinen Glanz schöner und beneidenswerter machst. Sie bügeln ihr Image und ihren Selbstwert mit dir auf. Oft sind sie sehr eitel und gebildet oder bilden sich viel auf ihre offensichtlichen oder weniger offensichtlichen Erfolge ein. In jedem Fall brauchen sie etwas, was sie aufwertet: dich. Und das war es auch schon mit der Motivation. Sonntagnachmittage in Schlabberpulli und mit fettigen Haaren sieht er eher ungern.

 

Achte rote Flagge: Er entscheidet, wie die Beziehung aussieht und ob ihr eine führt

“Ich habe dir von Anfang an gesagt, dass ich so bin und X nicht will!” ist ein sehr beliebter Spruch von ihnen. Sie kommen und gehen, wie sie wollen und halten das für natürlich und legitim. Sie geben dir weder einen Grund dafür noch erlauben sie dir die Nähe, ihn zu erfragen, damit du ihr Verhalten verstehen könntest. Sie antworten ewig nicht auf Nachrichten. Sie müssen vor allem stets lange nachdenken, bevor sie sich einlassen. Diesem Typ Mann, das muss man wissen, ist Liebe und Beziehung ohnehin ein Graus und Mysterium, kaum und schwer zu fassen und noch weniger kontrollierbar. In diesen Typ fallen die meisten Beziehungsängstlichen. Sie wollen zwar eine liebevolle Beziehung. Aber eine zu haben, lässt ihnen das Gefühl da, sie wären gefangen und eingezwängt. Tief in ihrem Inneren leiden sie wie Hund, außer sie schützen sich mit Verachtung und Missachtung. Beide sind jedoch nur da, um sich von den eigenen Ursachen ablenken zu können. Sie haben auch nichts mit dir zu tun. Sei dir dessen gewiss.

 

Neunte rote Flagge: Er will Teil deines Lebens sein, aber lässt dich nicht in seines

Eheberatung Paartherapie Therapeut Chancen Beziehung retten1Er will alle deine Freunde und am Wochenende am besten noch deine Eltern kennenlernen, wohnt nach drei Tagen schon fast bei dir und bestimmt deinen gesamten Tagesablauf. Anfangs freust du dich, endlich einen Mann kennengelernt zu haben, der keine Probleme mit Nähe hat. Bis du feststellst, dass sein Problem Distanz ist: Jede Entfernung macht ihn kirre. Ohne dich kann und will er nicht mehr sein. Hintergrund: Er glaubt, ohne eine Partnerin nichts zu sein. Bist du einmal nicht mit ihm zusammen und hast dich durchgesetzt, wird er dich das spüren lassen. Er wird dir auch weniger seine Freunde und Familie vorstellen. Es geht ihm eher darum, dass er jemanden findet, der ihn lässt. Derjenigen zu vertrauen und sie an sich und sein Leben heranzulassen, steht auf einem anderen Blatt Papier. Kein sehr guter Start in eine erfüllte Beziehung.

 

Zehnte rote Flagge: Er spricht zu schnell und zu oft von großer Liebe und lebenslangem Bund

“Du bist die Frau meines Lebens!” Er will und wird dich nie wieder gehen lassen. “Auf dich habe ich mein ganzes Leben gewartet!” Bis du so bist, wie du wirklich bist und nicht so, wie er dachte, dass du es wärst. Bis du Kritik übst, weil er doch versprochen hatte, einkaufen zu gehen, damit du es nach dem langen Meeting nicht mehr machen muss. Dann sieht die Welt plötzlich ganz anders aus. Dieser Typ Mann war einfach nur froh, jemanden gefunden zu haben, der passen könnte, der oberflächlich seine Bedingungen erfüllt. Er wird nicht viele kennenlernen, die ihm passend erscheinen. Deshalb trifft es ihn auch stark, wenn seine Illusionen zerbrechen und er feststellt, dass er sich getäuscht hat. Er wird dir seine Enttäuschung (über dich) auch offen zeigen. Er dachte doch immerhin, dass sich das Unpassende schon noch geben würde. Er würde das schon machen, dich so zum Drehen und Biegen bringen, dass es für ihn passt. Was dieser Typ Mann will, ist irgendwen, den er steuern kann, keinen Menschen aus Fleisch und Blut.

 

Elfte rote Flagge: Es ist nicht so schlimm, wenn du nicht in ihn verliebt bist

ständig müde erschöpfungssyndrom fatigue syndromHauptsache ist doch, dass du mit ihm zusammen bist. Das allein reicht ihm aus, um sich wohlzufühlen. Ein Mann, der eine Beziehung möchte, weil er sich ohne schlecht fühlt. Und wieder ein Typ, der nur irgendwen, der oberflächlich passt, sucht. Ein Mann, bei dem du Funktionen und Rollen übernehmen wirst/musst, statt du selbst sein zu dürfen: eine gute Mutter, eine, die nicht so emotional ist, eine, die keine Karriere machen will, die intelligent ist, aber genügsam, wenig fordert und viel gibt usw. Aber hörst du einmal auf, zu funktionieren, und hast deinen eigenen Kopf, wird auch diese Blase platzen und er ziemlich enttäuscht sein. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Wenn du dann nicht mit erhobenem Haupt dastehst und zu dir und deinen Einstellungen, geht das Gespräch definitiv nach hinten los. Was ich an dem Typ Mann aber mochte, war, dass man mit ihm sprechen konnte, wenn es hart auf hart kam. In meinen Fällen nützte das zwar wenig, weil sie keine andere Meinung zuließen und wenig von Kompromissen hielten. Aber immerhin könnten ihn eine Vielzahl solcher Erfahrungen dazu bringen, in einer einsamen Minute länger darüber nachzudenken, wieso er immer dieselben Frauen als Partnerinnen in sein Leben zieht (und ziehen möchte).

 

Zwölfte rote Flagge: Seine sexuelle Befriedigung steht weit über deiner

Kurz und emotional schmerzhaft. Ich meine hier übrigens absichtliches Desinteresse an der sexuellen Befriedigung der Frau. Es gibt Männer, die wenig mit Frauen anfangen können, die Sex lieben und ihn gern haben, die verschmelzen, sich ausprobieren und sich und ihrem Partner spüren und erforschen wollen. Sie empfinden den Sex eher als kurzfristige Bedürfnisbefriedigung statt als Form der Verbundenheit oder tiefe Intimität, die Partnerschaften erfüllen und über viel Schweres hinwegtragen kann. Doch dieser Typ ist eher so: Wenn du den Sex genießen möchtest, auch etwas davon haben möchtest, Fantasien oder Vorlieben hast, wird ihm unheimlich, weil er dann für dich da sein muss. Das scheint unvereinbar für ihn zu sein, weil er eher das Objektive an Frauen sieht, statt euch als zwei Menschen, die sich mögen und sich deshalb körperlich und intim nahe sein wollen.

Wie gesagt, es gibt auch Frauentypen, die ich kennenlernen durfte, bei denen sich mir alle Haare sträubten. Jeder meiner männlichen Freunde hatte mal so eine Dame in seinem Leben, bei der wirklich alle rot sahen. Aber dazu im nächsten Blogpost.

Für diesen Moment wünsche ich dir viel aufrichtige Liebe,
Janett

Janett Menzel Angst Blog