Solltest du Panikattacken zulassen oder verhindern? Holistisch erklärt

Solltest du Panikattacken zulassen oder verhindern? Holistisch erklärt

Es ist ein qualvolles Paradoxon: Die Panik will raus, macht sich durch Herzrasen, Schluck- und Atembeschwerden, Enge in der Brust und weichen Knien bis hin zu starkem Schwindel oder gar Ohnmachtsgefühlen in deinem Körper breit. Aber alles, was du spürst, ist der Drang, die Panikattacke abzuwehren und zu vermeiden. Kaum etwas fühlt sich schlimmer an, als die Angst, wirklich eine Panikattacke zu bekommen. Was ist nun aber richtig? Die Panikattacke zu vermeiden und sich der Angst vor der Angst zu fügen oder die Angst zuzulassen? In diesem Blogartikel berichte ich von meinen Erfahrungen und gebe dir ein paar wertvolle Tipps an die Hand.

Was Panik so intensiv macht, was sie als Energie ist und ich ewig nicht verstand

wenn wir uns stressen, machen wir uns Angst

Panikattacken sind nicht mehr als angestaute Energie: Ein wilder Mix aus allerlei Hormonen. Es sind Stresshormone, oder wenn du eine Frau bist, könnte deine Angst auch vom Östrogen herrühren. Unentdeckte Schilddrüsenerkrankungen und ihre hormonelle Schieflage als Ergebnis können ebenso die Ursache sein. Was es auch ist: In deinem Körper herrscht Stress. Und es ist sehr wahrscheinlich, dass auch in deinem äußeren Leben oder in deinem Kopf und Herzen zumindest emotionaler Stress herrscht. Sei es, dass du dir diesen Stress selbst gemacht hast oder machst oder dass es Lebensumstände gibt, die Stress zu dir schieben.

Je mehr Stress in deinem Leben vorhanden ist, desto höher dein Stressniveau. Logisch, oder? Genauso logisch wie die Tatsache, dass sich die Stresshormone in deinem Körper nur wieder absenken, wenn der Stress verringert wird. Je weniger Stress du hast/empfindest, desto weniger Angst wirst du haben. Das ist eine einfache Rechnung. Nun gibt es viele Betroffene von Angst/Panik, die sagen: Ich habe aber gar keinen Stress! Dein Leben ist super und du bist ausgeglichen, aber trotzdem hast du Panikattacken? Wenn dem WIRKLICH so ist, dann bleibt nur eine körperliche Ursache als Erklärung für deine Angstzustände übrig (wie z. B. zu viele Toxine wie Koffein, industrieller Zucker, Alkohol oder Tabak). Aber bei den meisten sind es dann doch eher verdrängte oder ignorierte Herausforderungen im Leben und belastende emotionale Belange. Viele von denen werden vor allem selbst gemacht: Trennungen, die man sich nicht zutraut, Co-Abhängigkeit, die man nicht auflöst, die Angst vor dem Alleinsein, emotionale oder psychische Überforderungen im Job oder in engen Beziehungen (vor allem auch der Familie), Perfektionismus und die Angst vor Verlust oder Versagen, der Drang zum Nachdenken und Lösen aller Probleme (vor allem bei Hochbegabten zu finden), auch die Probleme anderer Personen, Empathie-Overkill (wenn die Gefühle anderer das eigene Selbst zu verdrängen drohen) oder Hochsensitivitäts- und Hochsensibilitäts-Overkill (wenn zu viele Eindrücke/Einflüsse deine persönlichen Toleranzgrenzen sprengen) usw.

Was die Ursache deiner Panikattacken mit der Frage, ob du sie zulassen oder abwehren solltest, zu tun hat

Was wollen dir Angst und Panikattacken sagen?

Es ist unfassbar wichtig, die Ursache für deine Angst zu kennen. Warum? Wenn du weißt, was dich triggert, dann weißt du auch, woran du arbeiten kannst/solltest. Das musst du auch nicht allein machen. Du kannst dir Hilfe suchen. Wenn du aber in einer Situation bist, die bei dir Panik auslöst, dann ist die Panikenergie umso intensiver und schwerer abzuwehren, je weniger du dich um den Entstehungsherd kümmerst. Stattdessen addiert sich alles Neue mit dem Alten in dir und wird so von Mal zu Mal nur explosiver. Gehst du deine Ursache und Herausforderung aber an, kannst du nur angstfreier werden. Eine Panikattacke wegzudrücken steht somit nur Synonym für die Macht der Attacke, die du zu verhindern versuchst. Die Frage, ob du Angst zulassen solltest, stellt sich aber nicht mehr, wenn du den Krisenherd erst einmal gefunden hast.

Zwei kurze Erklärungen dazu: Angst taucht in deinem Körper auf, wenn andere Emotionen, die schwerer wiegen, nicht gefühlt werden sollen. Dein Ich hat gelernt, dass es mit ihnen nicht umzugehen weiß – respektive mit dem, was sie auslösen würden. Diese Emotionen sind sehr oft Traurigkeit, Scham und Schuld, aber auch Ekel und Überraschung sowie Furcht (nicht Angst!). Du fürchtest nicht die Panikattacke, sondern das, was sie in dir auslöst.

Als Beispiel: Meine Panikattacken und Ängste wurden getriggert, wenn ich a) nichts zu tun hatte (in Leerlauf-Situationen), denn es förderte das Gefühl zutage, ich wäre allein und niemand da, der bei mir sein wollte. Das wiederum erinnerte mich an meine einsamen Zeiten meiner Kindheit, in denen ich glaubte, es läge an mir, dass ich so viel allein war. Als Kompensation nutzte ich eine Überbeschäftigung meines Geistes/Körpers, um das alte Gefühl zu vermeiden (Arbeit, Freizeitstress, schwierige Beziehungen aus Angst vor gar keinen). Das schwächte mich, laugte mich aus und raubte mir Energie, die mein System zur Erholung/Regeneration brauchte. Auch stets mit Menschen „beschäftigt“ zu sein, fällt in diese Kategorie, ähnlich wie das Gefühl, zu nichts zu gebrauchen zu sein, nicht gebraucht zu werden, nicht gut oder genug zu sein, und somit wenig/nicht geliebt.

Meine Panik wurde b) immer dann getriggert, wenn ich etwas tun musste (Handlungen, die mir aufgezwungen wurden). Hätte ich das nicht getan, wäre ich schuld oder beschämt. Auch, wenn ich in Situationen und/oder mit Menschen zusammen sein musste, die mein System nicht akzeptierte, hatte ich Panikattacken. Die Frage nach dem Warum ist dabei irrelevant. Man kann Schwierigkeiten mit lauten oder leisen, interessanten oder eher weniger interessanten, zurückhaltenden oder übergriffigen Personen haben. Entscheidend ist nur, was als „gefährlich“ vom Gehirn/System eingestuft wird. Am schlimmsten waren für mich Menschen, die die ganze Zeit nur von sich redeten und bei denen ich merkte, dass sie mich nur zu ihrem Zweck benutzten. Das hatte nichts mit Sympathie zu tun oder gar mit Liebe. Verbundenheit, Teilhabe, Aufmerksamkeit/Anerkennung (gesehen werden, wie man ist) waren für mich damit unmöglich.

fehler, die ich machte, als ich meine phobien überwinden wollte

Weil ich selbst unehrlich mir gegenüber und den anderen gegenüber war, bekam ich Angst. Es war für mein Selbst unerklärlich, dass ich lieber mit Situationen/Menschen umgeben sein möchte, die weder mich mochten noch die ich mochte, nur, weil ich das Alleinsein, die Isolation, den Ausschluss, das Gefühl, nicht gebraucht zu werden oder schuld zu sein, so fürchtete. Das löste meine Panikattacken aus.

So bleiben wir mit Menschen zusammen oder treffen uns weiterhin mit ihnen, obwohl wir sie nicht mögen, weil wir zum Beispiel Konflikte nicht gelernt haben, einzugehen und durchzustehen (zu uns zu stehen). Wir fürchten, allein zu sein/auf uns gestellt, weil wir wegen Fehler ausgeschlossen würden. Folgegefühle wie Traurigkeit, Scham oder Schuld wollen wir meiden (weil wir mit ihnen noch viel weniger zurechtkommen als mit Angst). Außerdem wollen wir niemanden verletzen (denn sonst müssten wir an unserem guten Image oder unserer lang entwickelten Identität feilen. Wir sind eben nicht NUR gut und unsere verheimlichten Schwächen oder Gedanken haben hier und da Konsequenzen. Oder wir bleiben im unzufriedenen Job, aus Angst, beim nächsten ebenso nicht durchzuhalten (weil es nach der eigenen Schwäche riecht und das Gefühl, man wäre nicht gut oder genug, nur bestätigt), sich eine Zukunftsangst und ein Pessimismus einstellt, dass nichts besser würde, weil es an einem selbst läge usw.

Frage dich einmal:

  • Woher kommt deine Angst genau? Meint: Was versucht sie zu verhindern, was dich vermeintlich in Gefahr bringen oder verletzen würde?
  • Wann (Situationen) schweigst du dir und anderen gegenüber?
  • Was verschweigst du ihnen und dir?
  • Was müsstest du, um ehrlich zu sein, eigentlich aussprechen und tun? Bzw.: Wie müsste dein Leben aussehen/gestaltet sein, damit du dich frei von Angst, Schuld und Scham fühlst?

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wenn du dein Leben so erschaffst, du keine Angstzustände mehr erlebst. Es gäbe keinerlei Anlass mehr.

Aber du fürchtest lebensverändernde Einschnitte, oder? Wenn die Panikattacke kommt, ruft deshalb das gefürchtete Gefühl

Flucht, Kampf oder Starre setzt ein, um der Gefahr nicht ausgesetzt zu sein und somit sicher zu bleiben.

Was du gegen deine Angstzustände und Panikattacken tun kannst
Möchtest du mehr über meine holistische Herangehensweise bei Angstzuständen und Panikattacken wissen? Dann schau mal hier >>

Ändern wir die Auslöser/Trigger nicht, sondern doktorn nur am Symptom herum, muss es so geschehen, dass wir den Umgang mit dem Trigger verändern, damit er keine Angst mehr auslöst. Wir lassen zu, was sein will und ist und ändern unsere Reaktion darauf, unseren Umgang damit. Panikattacken sind in vielen Fällen nur ein Symptom, das entsteht, weil es durch eine missliche Situation getriggert wurde oder aber weil der Umgang mit einer Situation misslich ist, noch nicht so gelernt von dir, dass du Bescheid weißt, wie sie am besten für dich läuft. Hast du es zum Beispiel einmal geschafft, deine Bedürfnisse anzusprechen, wird es leichter beim nächsten Mal. Die Energie deiner vorherigen Angst vor Konflikten nimmt ab – mit jedem Mal, bei dem du zu dir stehst und offen ansprichst, was du brauchst, statt so zu tun, als wäre alles bestens.

Sich nicht in den Konflikt zu begeben, nicht zu sagen, dass dir etwas nicht passt, nicht zu sagen, was du brauchst, nicht zu sagen, was du nicht kannst, nicht zugeben, dass etwas in dir anders ist, als alle denken, sind die häufigsten Trigger für Panikattacken.

Ein Weg, nicht gleich alle Brücken abzubrechen, ist das Erweitern seines bisherigen Wissens: Persönlichkeitsentwicklung im Sinne einer Aktualisierung.

Zu einem gesunden Umgang mit schwierigen Situationen/Menschen gehören Kompetenzen, die man vielleicht lernen muss, weil sie bisher nicht gebraucht wurden. Viele sind auf Harmonie programmiert und vermeiden Disharmonie (aka Konflikte) und kennen/können oft Durchsetzungsvermögen oder Selbstbewusstsein und Selbstbehauptung nicht. Oder sie wissen gar nicht, dass sie es haben dürfen, dass sie zählen.
Lernt man die fehlenden Kompetenzen für den Trigger nicht, bleibt die Herausforderung ungelöst und unbetrachtet, die körperliche Reaktion gleich und vermeintlich gefährlich.

Kompetenzen neu dazuzulernen ist besser als vor der Herausforderung wegzulaufen

nicht die angst ist das Problem, sondern was sie auslöst

Aber kann ich nicht einfach kündigen oder mich trennen oder mir eine Auszeit nehmen oder zur Kur fahren oder oder …? Dachte ich bei meiner ersten, zweiten und dritten Angststörung auch. Und ja, oft bleibt nur Gehen. In diesem Sinne ist dann Gehen, Loslassen, Verlassen, sich trennen und neu orientieren aber nur eine andere Form der Angstvermeidung. Das kann funktionieren, sehr gut sogar, wenn die Situation ohnehin schädlich für dich ist (z. B. eine destruktive Beziehung oder ein überfordernder Job ohne Perspektive der Besserung). Aber es ist nicht gesagt, dass deine Angst somit auch besänftigt und nicht weiter ausgelöst würde. Sie verschwindet ja nicht, nur weil ein Beispiel deines Angsttriggers weg wäre. Nimm nur einmal Schuld: Dieses Gefühl verschwindet nicht, noch verschwinden Situationen, in denen du dich schuldig fühlen könntest. Oder nimm Scham oder Traurigkeit: Nur, weil man sich zum Beispiel nicht auf Liebe oder eine enge Beziehung einlässt, verschwindet das Gefühl nicht. Im Gegenteil: Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit bleibt und somit auch der Drang, sie zu schaffen. Es liegt dann nicht daran, dass wir wieder den Falschen getroffen hätten. Dasselbe kannst du auf alle anderen Situationen beziehen: Die Angst, schuldig zu sein, weil du keine perfekte Mutter bist, oder die Angst vor deiner Ungenügenheit oder Abweisung, weil du als Mensch oder Frau oder Mann nicht perfekt bist. Der Umgang mit dem Trigger muss verbessert werden, nicht der Mensch, mit dem zusammen bist oder dein Arbeitgeber oder dein Körpergewicht usw.

Bei der nächsten Angst vor der Angst oder Panikattacke, erinnere dich: Die Panikattacke ist NICHT das Problem. Die Schwierigkeit liegt in deiner inneren Abwehr, mit dem Angstauslöser gesund umzugehen. (Lies diesen Satz noch einmal.)

Möchtest du mehr über meine Art, mit Angst und Panikattacken umzugehen, wissen? Dann könnte dich das interessieren:

Wie du dich trennst, obwohl du ihn/sie von Herzen liebst

Wie du dich trennst, obwohl du ihn/sie von Herzen liebst

Ich hatte zwei Beziehungen in meinem Leben, in denen ich meinen Partner über alles liebte – aber ich wusste, ich musste mich trennen. Ich musste eine Trennung schaffen, weil die Partnerschaft niemals so sein würde, wie ich sie gebraucht hätte. Sie wäre nie emotional und psychisch gesund und nährend geworden, hätte meine Bedürfnisse als Mensch, Frau und Partnerin nicht erfüllt. Die Gründe lagen entweder in der emotionalen Nichtverfügbarkeit des Anderen, seien es Bindungs- und Beziehungsangst, oder in verschiedenen Auffassungen von einer Partnerschaft. Aber wir als Paar funktionierten einfach nicht (mehr).

Es fiel mir unendlich schwer, schlusszumachen – und bei einer Beziehung brauchte ich Dutzende Anläufe. Kennst du diese Situation? Suchst du auch nach Wegen, wie du dich befreien kannst aus einer Beziehung, die dir nicht mehr gut tut? Dann hoffe ich, dass dir meine Erfahrungen in diesem Blog weiterhelfen.

Scheiden tut weh: Die eine bestimmte Angst, die verhindert, dass man sich trennt

den partner nicht verletzen wollen
Scheiden tut bekanntlich weh, nicht nur dem, der verlassen wird, sondern auch dem, der verlässt. Was wirklich dahintersteckt, ist eine bestimmte Angst: Trennungsangst.

Es ist eine bestimmte Angst, die mit weiteren Ängsten in Verbindung steht, die dich abhält, dich aus deiner Beziehung zu lösen und von jemandem trennen – obwohl du weißt, dass es besser ist und obwohl du ihn/sie liebst. Diese Angst heißt passenderweise Trennungsangst. Sie beschreibt die Befürchtung, dass eine Trennung schwere Gefühle auslöst oder belastende Ereignisse folgen (soziale Isolation, Ausstoß, Alleinsein/ Einsamkeit, Diffamierung usw.). Diese Gefühle sind:

  • Scham
  • Schuld
  • Traurigkeit
  • und Furcht (nicht Angst).

Diese Gefühle sind sowohl auf deiner Seite möglich als auch auf der Seite der Person, von der du dich trennen willst/würdest. Du würdest sie also nicht nur bei dir selbst spüren können, sondern müsstest auch ertragen, sie bei deinem Herzenspartner zu sehen. Denn üblicherweise ist man extrem traurig, wenn man verlassen wird, neigt vielleicht sogar zu Wut (nur ein Mantel der Traurigkeit, eine Art Sprachrohr und Ventil). Oder der Verlassene fragt sich: Warum? Was habe ich falsch gemacht? Bin ich nicht mehr liebenswert? Ist jemand anderes besser, schöner, interessanter etc. als ich? Die letzten Fragen gehen in Richtung Schuld und Scham. Die kann man auch empfinden, wenn man sich selbst trennt. Dabei brauchen Trennungen keine Erlaubnis.

Auch was nach einer Trennung folgen könnte, besonders im sozialen Umfeld, lässt viele den Schritt der Trennung nicht wagen: Sie fürchten den Ausschluss aus der Familie oder dem Freundes- und Bekanntenkreis, die Schuld, mit der man betrachtet wird, sogar die Diffamierung seitens des verlassenen Partners. Hinzu kommen die eigenen Ängste vor dem Alleinsein (Werde ich je wieder jemanden kennenlernen? Wie lange werde ich allein sein? Ist der Spatz in der Hand nicht vielleicht doch besser als die Taube auf dem Dach?).

Gleich an dieser Stelle frage dich, wie du mit diesen vier Gefühlen gelernt hast umzugehen. Hast du es überhaupt so gelernt, dass du sie dir zutraust? Denn wenn nicht, dann liegt es nicht an der Trennung an sich, sondern am nicht gelernten Umgang. Viele Menschen haben es nicht gelernt – auch ich wusste es früher nicht – und müssen es in ihrem Erwachsenenleben nachholen. Das ist machbar, wenn man ehrlich zu sich ist und sich Einsicht und Lernen erlaubt.

  • Was machen diese vier Gefühle mit mir?
  • Wer waren meine Vorbilder für diese Gefühle (Eltern, Geschwister, LehrerInnen, erste PartnerInnen usw.)?
  • Wie haben sie mir den Umgang mit diesen Gefühlen beigebracht?
  • Wie reagierten sie auf diese Gefühle?
  • Was sind meine eigenen Impulse bei diesen Gefühlen? Wie würde ich eigentlich reagieren, wenn es die Anderen nicht gegeben hätte?

Ich liebe ihn/sie so sehr. Ich kann mich nicht trennen!

woran erkennst du, ob er/sie nur sex will

Trennungsangst hat viele Dimensionen: Sie beginnen beim bekannten Credo “Man trennt sich nicht” (vom Elternhaus übernommen) und reicht bis zu “Ich kann ihn/sie nicht verlassen – Es würde ihn/sie nur verletzen” (Angst vor den Gefühlen des Anderen, besonders deine eigene oder deren Uneigenständigkeit).

Ich sehe bei meinen Klientinnen immer wieder fehlende Kompetenzen, die hier den Ausschlag geben, wie fehlgesteuerte Verantwortung (Fremdverantwortung wiege mehr als Selbstverantwortung z. B.). Augenscheinlich sind es allerdings oft externe Gründe, die diese gelernten Denk- und Verhaltensmuster verbergen:

  • gemeinsame Kinder
  • gemeinsames Eigentum oder Geldanlagen
  • finanzielle Abhängigkeiten
  • Krankheiten und Pflegebedürfnisse
  • fehlende Kompetenzen des Partners/der Partnerin
  • andere Abhängigkeiten usw.

Doch der am häufigsten genannte Grund, wieso sich viele nicht trennen, ist noch immer: LIEBE. Sie wollen/können sich nicht trennen, obwohl sie unglücklich sind. Sie wollen/können es nicht, weil die Chemie so stark ist. Sie wollen/können es nicht, weil es ja manchmal auch gute Zeiten gibt oder er/sie auch nett und liebevoll sein kann. Sie nehmen wiederholt verletzte Gefühle und unerfüllte Bedürfnisse in Kauf und rechtfertigen es mit LIEBE. Ich verstehe das. Ich war dort auch. Mehrfach.

Frage dich: Kann man jemanden lieben, obwohl man nicht mehr mit ihm/ihr zusammen ist? Wenn ja, dann kann man sich auch von jemandem trennen, obwohl man ihn/sie liebt? Kann man sich sogar von jemandem trennen, weil man ihn/sie liebt? Deine Antworten zeigen dir nicht nur deine Glaubensmuster; sie vermitteln dir auch einen ersten Einblick in (d)eine neue oder fehlende Definition von Liebe.

Wissenschaftler auf der ganzen Welt forschen und versuchen seit Jahrzehnten Liebe zu erklären. Aber niemand hat es bislang geschafft, eine allgemeingültige Definition zu geben. Denn Liebe ist für alle etwas anderes, bringt oder fordert Unterschiedliches. Auch deine Definitionen von Liebe und Partnerschaft könnten sich im Lauf der Jahre geändert haben oder fordern eine schon lang ausstehende Wandlung. Um zu erfahren, ob dem so ist, frage dich einfach: Was bedarf eine Partnerschaft für mich? Wann glaube ich, dass es Liebe ist? Wann liebe ich? Wann liebt mein Partner/meine Partnerin? Fühle ich mich in meiner jetzigen Beziehung entsprechend meiner Definitionen?

Hier ein Insight aus meinen Coachings: Für viele (Frauen) bedeutet Liebe, wenn jemand (hin und wieder) bei ihnen sein will oder erlaubt, dass man bei ihm sein darf. Wenn jemand manchmal etwas gibt, was an Liebe erinnert oder sich (ein wenig, kurz) gut anfühlt. Das allein fördert ein Gefühl der Zugehörigkeit und des Gewolltseins, auch wenn viele Entbehrungen damit verbunden sind oder es immer auf Sparflamme bleibt. Mit dieser Form der Liebe/Partnerschaft sind also Schmerzen, Distanz (Alleinsein gefühlt als Verlassensein), Misstrauen, Verletzungen, Zwänge und Kontrollverhalten verbunden. Kennst du diese Formen aus deinem Leben, vielleicht sogar aus deinem Elternhaus? Wenn du die letzte Frage mit Ja beantwortest, lies unbedingt weiter. Denn dann herrschen unbewusste Muster in dir, die deine Aufmerksamkeit fordern.

“Deine Liebe tut zwar weh, aber …”: Wenn man lieber etwas vom Falschen nimmt, um überhaupt etwas zu haben/geliebt zu werden

trennungsangst überwinden
Ganz ohne Liebe zu sein oder jemanden, der einen (irgendwie auf seine Art, die nicht genügt) liebt, ist ein häufiger Grund, wieso sich viele nicht trennen. Er spiegelt ein kindliches Bedürfnis nach Zugehörigkeit wider.

Lieber ein bisschen von etwas als gar nichts. Wenn man sich (vom Falschen) trennt, hätte man ja gar nichts mehr. Oder in diesem Fall: niemanden mehr. Dann wäre man allein. Das sind die ersten Ängste, die ich oft von meinen Klientinnen zu hören bekomme. Und sie sind verständlich. Ich kenne sie auch. Sie beruhen auf frühen Erfahrungen und Bedürfnissen nach Zugehörigkeit und Aufmerksamkeit, dem Gefühl, gewollt und geliebt zu sein, die – wie auch immer geartet – unbefriedigt blieben oder unzureichend erfüllt worden sind. Kleiner Lesetipp an dieser Stelle: Mein Buch “Über die Kunst, allein zu sein” (als Taschenbuch bei Amazon oder als E-Book bei mir)

Vielleicht war die Liebe, nach der du heute noch suchst, verbunden mit speziellen Leistungen, die du zu erbringen hattest, zum Beispiel Fürsorge oder jemand anderen wichtiger als dich zu nehmen, erwachsener zu sein, als du warst, weil der Andere es nicht war, Verantwortung zu zeigen, die für dich als Kind zu schwer wog oder Liebe zu geben, obwohl deine Eltern/Geschwister/frühe Partner sie nicht verdient hatten (meint: sie dich schlecht behandelt hatten). Vielleicht warst du gezwungen, deine Wut oder Trauer für dich zu behalten, durftest keine Kritik äußern (Darf ich das überhaupt sagen?) oder warst nie so richtig genug (was Scham auslöste). Vielleicht warst du oft gezwungen, dich zurückzunehmen oder jemand anderes musste/wollte immer im Vordergrund stehen. All diese frühen Erfahrungen sind ausschlaggebend, wenn es um deine heutigen Beziehungsmuster geht. Sie zeigen sich in deinen Partnerschaften, wenn auch unbewusst.

Aber: Man will (bzw. glaubt) sich trennen (zu müssen), weil die eigenen Bedürfnisse nicht mehr erfüllt werden oder im Allgemeinen unbefriedigt bleiben. Der andere ändert sich nicht; alles bliebe beim Alten und man selbst unglücklich. Das betrifft besonders Partnerschaften, die nicht die große Glückswelle erleben, weil einer von beiden Bindungsängste oder Beziehungsangst hat und emotional nicht verfügbar, nicht erreichbar ist. Vielleicht distanziert er/sie sich immer wieder oder kann keine Intimität zulassen oder nur Sex bieten, aber nicht mit emotionaler Verantwortung umgehen. Vielleicht klammert jemand aus Angst, verlassen zu werden, oder versucht, die Bindung zu kontrollieren, überwacht den Anderen oder misstraut im Stillen, ist eifersüchtig oder fordert die Co-Abhängigkeit aka Gehorsam gegen seine eigene Angst vor Verlust.

Auch Trennungen wollen gelernt sein

darf ich mich trennen

In solchen Fällen bleibt dein Bedürfnis nach Wohl und liebevoller Zugehörigkeit unerfüllt, denn sie bedingen psychisch und emotional verletzende Anpassung und erinnern an Eltern-Kind-Dynamiken. Wenn du Schwierigkeiten hast, dich aus solchen Beziehungen zu lösen, frage dich:

  • Wie eigenständig bist du ohne PartnerIn?
  • Was fehlt dir, was dir der Partner/die Partnerin (vermeintlich) bietet?
  • Gab es Aufgaben, die der Partner/die Partnerin erfüllte, die du nicht hättest erfüllen können oder wollen? Wenn ja, welche und wieso fühlst du dich hier nicht handlungsfähig?
  • Welche Kompetenzen sind es genau, die dir fehlen? Erstelle dir eine Liste und finde heraus, wie du sie nachträglich lernen kannst.
  • Traust du dir zu, dein Leben allein und ohne Beistand, ohne vorgegebene Regeln und Wege zu leben?
  • Bist du aufs Alleinsein und ggf. Einsamkeit vorbereitet? Was kannst du währenddessen tun?
  • Hast du Träume und Ziele, die dich nähren, die du bereit bist, umzusetzen – trotz des Risikos, zu versagen? (Meint: Was könnte nach der Trennung kommen, worauf du dich freust? Welche Motivationen hast du? Je motivierter du bist, desto gelingt der Schritt.)
  • Gibt es in dir jemanden (ein Elternteil z. B.), auf das du innerlich/unbewusst noch immer hörst oder sogar wartest? (Es ist dein Eltern-Ich und Kind-Ich, die miteinander rangeln.)
  • Verbindest du Liebe und Beziehung mit dem Willen anderer? Soll heißen: Wartest du darauf, dass dich andere lieben oder irgendwann einmal so lieben, wie du es brauchst, und bist/warst bislang bereit, alles dafür zu tun? Oder bist du daran gewöhnt, stillzuhalten, damit diese Liebe hin und wieder in Krümeln zu dir kommen kann?

Hier kommt die Crux: MAN DARF SICH IMMER TRENNEN, AUCH OHNE GRUND. Als Kind durfte man sich nicht gegen die Eltern stellen oder sie verlassen (weil man wusste, man würde nicht ohne sie überleben). Heute bist du aber erwachsen und überlebst in jedem Fall, so oder so. Du bist groß geworden und hast eine Menge in deinem Leben geschafft, für dich erreicht und das allein. Du brauchst per se niemanden, um zu überleben. Du musst nur mit deinen Gefühlen umgehen lernen und selbst hier bekämst du von jedem Therapeuten oder Coach wie mir Hilfe, wenn du nachfragen würdest.

Auflehnung, offene Wut oder gar ruhige und vernünftige Darstellungen, wieso du dich in einer Beziehung nicht länger siehst oder unzufrieden bist, war verboten als Kind. Aber als Erwachsene ist es sinnig. Denn heute sorgt man für sich selbst. Man hat das Recht zu sagen: Deine Art der Liebe ist nicht meine. Sie verletzt mich. Das passt (mir so) nicht. Es reicht mir nicht. Es macht mich unglücklich. Ich gehe, wenn es so bleibt. Ich werde dich verlassen, denn ansonsten werde ich noch unglücklicher.

Insofern man für sich selbst sagen kann, dass man versucht hat, was man konnte, kompromissbereit war, an sich gearbeitet hat (Prinzip geteilte Verantwortung innerhalb einer Partnerschaft), damit eine Beziehung funktioniert, kann und DARF man jederzeit ohne schlechtes Gewissen gehen. Aber selbst dies wäre nicht nötig, denn Liebe allein reicht oft nicht aus. In Partnerschaften geht es um Kompatibilitäten, darum, zusammenzupassen – ohne sich die Köpfe einzuschlagen oder aber ständig unzufrieden/unglücklich zu sein. Es hilft, sich zu ähneln in vielen Ansichten und dem Lebensstil, in Zukunftsvisionen und wie man mit dem Leben umgeht und ihm begegnet. Man braucht eine gesunde Form der Kommunikation und die Möglichkeit/Offenheit und Bereitschaft zum Austausch, gemeinsame Zeit. Das alles fördert Liebe. Ist aber nur Liebe im Sinne einer Chemie/sexuellen Anziehungskraft, Abhängigkeit oder Angst vor Trennung vorhanden, würde eine Partnerschaft sehr sicher scheitern. Diese Form der Liebe wäre wenigstens in meinen Augen optimierungsfähig und vielleicht eine Aufforderung an dich, WAHRE LIEBE kennenzulernen, deine jetzige Definition über den Haufen zu werfen und dich von dem Gelernten/deiner Vergangenheit zu trennen. WAHRE LIEBE bedeutet Bedingungslosigkeit, Partnerschaft aber meint Bedingungen, die beide gewillt sind, zu ermöglichen. Und ganz oft bedeutet das für Menschen wie dich: dich von deinen Eltern, Denkmustern und Wunden deiner Kindheit zu befreien, loszulassen, was du früher nicht bekommen hast und die Suche nach dem im Heute zu beenden.

Die 4 besten Achtsamkeitstechniken und wie sie funktionieren

Die 4 besten Achtsamkeitstechniken und wie sie funktionieren

In unserer hektischen Zeit ist immer wieder von Achtsamkeit die Rede. Aber was ist Achtsamkeit eigentlich? Und vor allem: Wie setzt man Achtsamkeit um? Immer, wenn Achtsamkeit besonders hilfreich wäre, weil der Alltag stresst, hat man am wenigsten Zeit dafür. Gerade deshalb ist es wichtig, sich Techniken anzueignen, mit deren Hilfe man zu jeder Zeit Achtsamkeit praktizieren kann, um sich so eine kleine Oase der Ruhe zu schaffen. Nicht zuletzt reduzieren Achtsamkeitstechniken das Stressniveau und können so schon kurzfristig für inneren Ausgleich und langfristig für Resilienz sorgen.

Wie wirkt Achtsamkeit?

Achtsamkeit bei Angst, Panik und Depressionen, Borderline, Essstörungen, Süchte

Die Wirkung von Achtsamkeit – insofern die entsprechende Technik richtig ausgeführt und wiederholt trainiert wird – ist sogar wissenschaftlich nachgewiesen. So kann sie zum Beispiel bei folgenden seelischen Ungleichgewichten und Störungen hilfreich sein:

  • Depressionen
  • Angsterkrankungen
  • verschiedene Formen von Essstörungen
  • Burnout-Syndrom
  • Suchterkrankungen
  • Borderline

Eines der wichtigsten Prinzipien der Achtsamkeit ist, im Hier und Jetzt präsent zu sein, ohne dabei die Situation an sich zu bewerten. Bei Achtsamkeit geht es sehr oft um die Akzeptanz dessen, was ist. Dabei kann es sich durchaus um eine negative, scheinbar ausweglose Situation handeln wie beispielsweise chronische Schmerzen, mit denen du leben musst oder eine sehr schmerzhafte Trennung. Dennoch kann das Gehirn sich Akzeptanz als erste Reaktion auf alle Umstände antrainieren, wenn man sie zulässt. Denn Achtsamkeit ist eine bewusste Entscheidung. Sie muss von dir erlernt und geübt werden.

Ich stelle dir im Folgenden die vier besten Achtsamkeitstechniken vor, mit deren Hilfe du im Alltag wieder zu dir finden kannst, egal, welche Umstände dich in die Knie zwingen.

1. Achtsamkeit durch Atmung

Atemübungen sind eine der schnellsten und einfachsten Techniken, um deine Achtsamkeit zu schulen. Du konzentrierst dich bei dieser Achtsamkeitspraxis voll und ganz auf deine Atmung.

  • Nimm die Atembewegungen bewusst wahr und spüre, wo in deinem Körper sich der Atem gerade befindet.
  • Spiele mit den Zeiträumen, die du zum Einatmen und Ausatmen benötigst: Wann beginnen und enden deine Atemzüge?
  • Atme durch die Nase oder den Mund. Verschließe auch einmal die Nasenlöcher im Wechsel mit einem Finger.
  • Dabei lässt du deine Gedanken kommen und gehen, wie die Wolken am Himmel tauchen sie auf und verschwinden wieder. Eine schöne Affirmation, die du dir währenddessen im Geiste vorsagen kannst, dazu: Meine Gedanken kommen und gehen wie die Wolken am Himmel.
  • Wichtig ist eine aufrechte Haltung in der idealen Balance aus Anspannung und Entspannung.

Du kannst die Konzentration auf deine Atmung an jedem Ort ganz unauffällig als Achtsamkeitsübung einsetzen.

2. Achtsamkeit mit Dankbarkeitsritualen durchführen

Dankbarkeitstagebuch schreiben

Sei dankbar für das, was du hast: Richte deine Aufmerksamkeit einmal nicht auf den Mangel, sondern auf die Fülle. Was in deinem Leben hast du, was anderen fehlt? Was flog dir einfach zu? Wann musstest/musst du dich nicht anstrengen? Was ist einfach? Bei wem kannst du einfach sein? Oder beende diesen Satz, falls dir die Antworten schwerfallen: Zum Glück habe ich … / Zum Glück bin ich …

Schnell wandeln sich deine Gedanken in eine positive Richtung. Der Hypothalamus beginnt damit, den Neurotransmitter Dopamin auszuschütten, der für einen Belohnungseffekt sorgt. Vergiss dabei nicht, auch dir selbst zu danken und stolz auf das zu sein, was du erreicht hast.

Eine Dankbarkeitsmeditation ist ein unkompliziertes Verfahren, das du überall durchführen kannst: Lasse  positive Dinge in deinem Leben Revue passieren und konzentriere dich selbst auf die kleinen Details.

Wenn du deine Gedanken lieber verschriftlichst, ist ein Dankbarkeitstagebuch der ideale Weg für dich. Schreibe abends alles nieder, wofür du an diesem Tag dankbar warst. Auch morgens lässt sich diese Übung gut durchführen, besonders, wenn du weißt, dass der Tag voll mit unliebsamen Aufgaben sein wird.

In schwierigen Zeiten kannst du immer wieder die geschriebenen Seiten hervorholen und lesen.

IDEE: Richtet sich deine Dankbarkeit an eine bestimmte Person? Schreibe ihr einen Brief – und zwar mit der Hand! Du zeigst damit deine Wertschätzung und steigerst die Qualität der Beziehung.

3. Steuere dein Unterbewusstsein mit Affirmationen

durch positive sätze negative glaubensmuster überschreiben

Wie denkst du? Wie redest du mit dir selbst? Welche Botschaften haben dir deine Eltern und Lehrer von Kindesbeinen an mitgegeben? Von den Glaubenssätzen, die du verinnerlicht hast, wird zu einem großen Teil dein Handeln und schließlich dein Leben bestimmt. Deshalb ist es besonders wichtig, in diesem Punkt sehr achtsam zu sein. Da sie in erster Linie in deinem Unterbewusstsein wirken, ist es sinnvoll, diese negativen Gedankenmuster ans Licht zu holen, anzunehmen und durch bessere zu ersetzen. Denn zum Glück funktioniert dieser Effekt auch umgekehrt. Mit positiven Affirmationen kannst du dein Unterbewusstsein beeinflussen – und durch Achtsamkeit verhindern, dass sich wieder negative Muster etablieren.

Affirmationen sind einfache und klare Sätze mit einer positiven Formulierung. Du kannst sie laut oder leise sprechen und dadurch deine Empfindungen oder dein Verhalten beeinflussen. Je direkter die Formulierung, desto besser, aber vermeide Konjunktive und Passivsätze. Wähle lieber Formulierungen mit „Ich bin …“, „Ich darf …“ oder „Ich kann …“.

Es gibt verschiedene Arten von Affirmationen, bei denen es um Selbstbewusstsein, Gesundheit oder selbst Geld gehen kann. Hier einige Beispiele für Affirmationen:

  • Ich bestimme mein Leben zu jedem Zeitpunkt selbst.
  • Ich bin so in Ordnung, wie ich bin.
  • Ich bin gut genug.
  • Ich bin wertvoll.
  • Ich reiche.
  • Ich bin bereit, mir und anderen zu vergeben.
  • Ich bin für Veränderungen bereit.
  • Das Universum sorgt für mich.
  • Das Leben trägt mich.
  • Die Welt ist freundlich zu mir.
  • Ich bin genauso wichtig wie alle anderen.
  • Ich habe Liebe verdient.
  • Ich schaffe das.

Dir fallen bestimmt noch mehr Affirmationen ein, die zu deiner persönlichen Situation passen. Du merkst schon: Hier ist wieder eine bewusste Auseinandersetzung mit deiner Situation und dessen, was ist, erforderlich. Gib dir ruhig einige Tage oder Wochen Zeit, um die Affirmationen wirken zu lassen. Wiederhole sie regelmäßig im Geiste oder laut, wenn du in einer Situation bist, in der negative Gedanken hochkommen. Übe dich darin, dein Gehirn mit dem positiven Satz reagieren zu lassen.

4. Reduziere deinen Stress mit MBSR

mindful-based stress reduction krankenkasse

Wie wäre es mit einem ausgklügelten und erprobten Framework? Der frühere Arzt und Universitätsprofessor Jon Kanbat-Zinn hat die Achtsamkeit aus dem ihm vertrauten Zen herausgelöst und zu einem Verhaltenstraining umgeformt. Die Methode, die als MBSR bekannt ist, ist im Laufe der Jahrzehnte sogar wissenschaftlich erforscht worden und weithin anerkannt.

MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction) ist eine Methode, die sogar von den gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland bezuschusst wird. Eine Voraussetzung für einen Zuschuss bei der Teilnahme an MBSR-Kursen ist, dass der MBSR-Lehrer zertifiziert ist. Es gibt zahlreiche Verbände, Institute und Trainer, die MBSR anbieten, sodass du bestimmt auch in der Nähe deines Wohnortes einen Kurs findest, falls dich diese Methode interessiert.

MBSR kommt mittlerweile zum Beispiel in

  • Unternehmen
  • Schulen
  • Universitäten
  • Gefängnissen
  • Gesundheitszentren
  • der US-Armee und
  • psychotherapeutischen Behandlungen

zum Einsatz.

Aber was ist MBSR und wie funktioniert diese Form von Achtsamkeitstraining? Die Elemente entstammen zum Teil dem Hatha Yoga, Vipassana und Zen. Die Grundlage entsteht durch ein achtwöchiges Gruppentraining, bei der sich die Teilnehmer im Wochenrhythmus treffen und auch einen „Tag der Achtsamkeit“ durchführen. Verschiedene Arten der Meditation werden in den Sitzungen eingeübt, darunter

  • Body Scan
  • Sitzmeditation
  • Gehmeditation
  • Essmeditation und
  • Yoga.

Darüber hinaus tauschen die Teilnehmer sich darüber aus, wie sie die neu erlernte Achtsamkeitspraxis erleben. An den übrigen Tagen führen sie die Meditationen bereits zu Hause in Eigenregie durch – ein wichtiges Element, damit die Meditationspraxis auch im Alltag gefestigt wird.

Das Hauptziel von MBSR ist, mit sich selbst in Kontakt zu kommen. Die Wahrnehmung des Körpers wird ebenso gestärkt wie die der Gedanken. Selbstfürsorge und nicht nur das Erkennen von, sondern auch der Umgang mit Stress werden so erlernt.

Welche Erfahrungen hast du mit Achtsamkeit bislang gemacht? Gibt es noch Techniken, die du jemandem raten würdest, die ich hier nicht gelistet habe? Ich freue mich auf einen regen Erfahrungsaustausch!

Liebe Grüße
Janett

Trennung von der Dualseele: Warum Loslassen wichtig ist

Trennung von der Dualseele: Warum Loslassen wichtig ist

Der perfekte Partner, der wie ein Puzzleteil zu einem passt: Wer wünscht sich das nicht? Doch hat man seine Dualseele gefunden, bedeutet das nicht, dass man für immer zusammenbleiben wird. So ideal zwei Dualseelen sich ergänzen können, so sehr können sie einander auch verletzen. Dualseelenliebe kann unheimlich schwer sein, denn nicht immer sind beide Partner bereit für das gemeinsame Glück. Der Weg dorthin ist von Hindernissen gepflastert und nicht selten muss man vorerst wieder auseinandergehen. Das ist sogar wichtig, um später noch einmal zusammenfinden zu können – dann unter besseren Vorzeichen. Was bedeutet es, sich von seinem Seelenpartner zu trennen?

Dualseelenliebe: Was ist das eigentlich?

aber bleiben sie auch für den rest des lebens zusammen?
Dualseelen: vorherbestimmte Partner.

Dualseelen entstammen ein und derselben Ur-Seele. Sie wurde vor langer Zeit in zwei Teile gespalten, die jeder für sich auf die Welt kamen. Ihr ganzes Leben lang und über alle Inkarnationen hinweg zieht es die getrennten Dualseelen wieder zueinander hin. Sie sehnen sich danach, mit ihrem Partner vereint zu werden. Viele Menschen spüren eine solche Sehnsucht in sich, noch bevor sie überhaupt wissen, dass es diesen anderen Part gibt, der untrennbar zu ihnen gehört. Wenn sie ihm jedoch begegnen, empfinden sie eine innige Verbindung, die stärker ist als alles, was sie zuvor erlebt haben. Sie haben das Gefühl, erst diese andere Person könne sie und ihr Leben vollständig machen. Aus einer solchen Begegnung entstehen leidenschaftliche Beziehungen.

Im Idealfall sind beide Partner im perfekten Einklang und erleben eine intensive, authentische und liebevolle Beziehung – aber ein solches Traumpaar sind sie nicht von Anfang an. Das große Glück wird erst ganz zum Schluss erreicht: nämlich dann, wenn beide ihre Lernaufgaben gemeistert haben. Zwar können die Seelen auch vorher schon zusammenfinden, dann jedoch gibt es häufig Probleme. Viele Dualseelenpartnerschaften zeichnen sich durch starke Gefühle und Leidenschaft, aber auch durch Streit und Krisen aus. Die Liebe wird zu einem harten Kampf, der mit viel Leid verbunden ist.

Warum ist Dualseelenliebe so schwer?

dualseelenliebe ist schwierig - aber warum?
Die Liebe zwischen Dualseelenpartner ist oft mit großem Schmerz, Angst und vielen Krisen verbunden.

Ein Grund, warum Dualseelenliebe so kompliziert ist, besteht darin, dass sie die Schattenseiten eines jeden Partners zum Vorschein bringt. Noch dazu unterscheiden sich die Seelen sehr voneinander: Ein Part ist meist ein Gefühls-, der andere ein Verstandesmensch. Ersterer möchte in Emotionen schwelgen und sucht Nähe, während Letzterer sich überfordert fühlt und abblockt. Der emotionale Partner investiert stark in die Beziehung und ist bereit, sich dafür aufzuopfern, wohingegen der andere eher auf sich selbst achtet und sich vor zu viel Innigkeit schützen möchte. Die enorme Kraft der Dualseelen-Verbindung macht ihm Angst.

Diese Dynamik lässt ein Ungleichgewicht entstehen, das zu Leid, Angst und Verletzungen führt. In einem solchen Fall ist es besser, sich zu trennen. Erst wenn jeder Partner auch die ihm fehlenden Eigenschaften erlangt hat und in sich selbst ein Ganzes bildet, können die Seelen erneut zusammenfinden und die große Liebe leben, die für sie vorgesehen ist. 

Wann und warum ist eine Trennung wichtig?

Wenn zwischen euch ständig Streit herrscht, ihr von einer Krise in die nächste rutscht oder gemeinsam mehr schlimme als schöne Momente erlebt, ist eine Trennung notwendig – auch wenn ihr euch lieben. Zieht ein Partner sich vom anderen zurück und bricht den Kontakt ab, dann ist Klammern ebenfalls die falsche Lösung. Jetzt ist es wichtig, die Dualseele loszulassen

Jeder Einzelne muss nun erst einmal seine Lernaufgabe erfüllen und zu sich selbst finden. Das Verhalten, welches in der Beziehung störend war, muss überwunden werden – das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Es kann viele Jahre dauern. Während beide Seelen getrennt sind, arbeiten sie an sich, lernen und wachsen an ihren Aufgaben. In dieser Zeit stehen andere Dinge im Vordergrund und auch andere Partnerschaften können jetzt gut und richtig sein. 

Die Trennung bedeutet nicht das Ende der Dualseelenliebe 

Einander loszulassen, bringt die beiden Seelen ihrem gemeinsamen Glück einen großen Schritt näher. Nur so ist es möglich, dass sie sich zu einem späteren Zeitpunkt wiederbegegnen und ihre Liebe endlich in Harmonie leben können. Dass diese erneute Begegnung stattfinden wird, ist sicher – denn nichts kann Dualseelen endgültig entzweien. Sie bleiben verbunden und gehören zusammen, egal, was geschieht.

Da der entscheidende Entwicklungsprozess jedoch nicht innerhalb der Beziehung stattfinden kann, ist es notwendig, getrennte Wege zu gehen. Nur indem man loslässt, gibt man der Liebe die Chance, irgendwann zu einer erfüllenden, glücklichen Partnerschaft zu werden. Finden beide Dualseelen später wieder zusammen, sind sie noch immer zwei verschiedene Persönlichkeiten – doch nun sind sie weiser, haben mehr Verständnis füreinander und ergänzen sich perfekt.

Loslassen erfordert Mut und Kraft 

loslassen der dualseele
Liebeskummer hoch 10: Wieso die Trennung von der Dualseele so unendlich viel schmerzhafter ist

Sind andere Trennungen schmerzhaft, dann sind Dualseelentrennungen fast unerträglich. Sie bringen extreme Trauer und Verlustgefühle mit sich. Man fühlt sich einander so nah, dass man glaubt, ein Teil von einem würde fehlen. Um den Schmerz zu überwinden, gilt es, positiv nach vorn zu schauen. Tue Dinge, die dir Freude bereiten, sprich mit Menschen, die dich unterstützen, und verliere nicht die Hoffnung: Die Zeit heilt alle Wunden – auch diese. Es wird leichter.

Viele tappen jetzt in eine Falle: Sie hoffen insgeheim, den Seelenpartner bald zurückzugewinnen. Der Versuch, sich weiterzuentwickeln, geschieht mit dem Hintergedanken, sich irgendwann wieder mit der Dualseele zu vereinen. Doch diese Motivation hindert dich daran, wirklich loszulassen. Bedenke: Es kann viel Zeit vergehen, bevor ihr beide einander wiederfindet. Möglicherweise geschieht das auch erst im nächsten Leben. Darauf zu warten, ist also nicht sinnvoll.

Die Dualseele loszulassen, heißt, sich selbst zu finden 

extreme Trauer nach Trennung von Dualseele ist normal

In erster Linie geht es nun darum, zu wachsen. Kümmere dich um dich, dann wird sich vieles von selbst ergeben. Wenn du Kraft und Lebenslust in dir findest, erkennst, was dir guttut, was dir Freude schenkt, woran du arbeiten möchtest und welche Aufgaben du im Leben erfüllst und zu erfüllen hast, kommst du mit dir ins Reine. Nimm dir dafür Zeit und sei offen für alle Erfahrungen, die du auf deiner Reise machst. So tankst du Selbstvertrauen und wirst immer mehr du selbst. Das ist die Voraussetzung für ein glückliches Leben – und schließlich auch für eine erfüllende Dualseelenliebe.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Lisanne Heine.

Du darfst: 21 Wege, um glücklich zu sein

Du darfst: 21 Wege, um glücklich zu sein

“Ich habe beschlossen, glücklich zu sein, weil es besser für die Gesundheit ist”, sagte schon Voltaire. Doch einfach glücklich sein – wenn das so leicht wäre. Die Suche nach dem Glück ist für viele Menschen eine Lebensaufgabe. Für andere stellt sich die Frage: Darf ich denn überhaupt glücklich sein? Habe ich Glück verdient? Solche Gedanken können zu einer regelrechten Angst vor dem Glück führen.

Glück und glücklich sein: ein- und dasselbe?

Natürlich darfst du glücklich sein, so, wie jeder Mensch. Glück ist nicht einfach die Abwesenheit von Unglück oder das, was nur anderen geschieht. Während wir Glück oft mit etwas Zufälligem wie den Lottogewinn oder die große Liebe in Verbindung bringen, meint es eigentlich: Zufriedenheit. Zufrieden mit dem Leben, das wir führen, unter welchen Umständen auch immer. Dankbar sein für das, was man hat. Und das Leben leben, wie es kommt.

Glück kommt auch nicht automatisch durch ein bestimmtes Ereignis. Das wäre gegen die Naturgesetze: Denn das Leben an sich bewegt sich zwischen Polaritäten, guten und schlechten Zeiten, hell und dunkel, leicht und schwer, Yin und Yang. Es geht um Balance, das Gleichgewicht, und nicht um das ewige Hoch, wonach heute so viele streben.

Menschen, die schwere Schicksalsschläge erlitten haben, sind oft trotzdem glücklich – auch wenn sie sich ihr Lebensglück zurückerkämpfen mussten. Andere Personen haben fast alles im Leben, was man sich wünschen kann, ohne größeren Sorgen – und doch fühlen sie sich unglücklich und wissen oft nicht einmal, warum. Vielleicht haben sie so viel in ihrem Leben erreicht, dass das Weiter – Schneller – Höher – Mehr ihnen Probleme bereitet: Sie wissen nicht, was sie sonst noch tun könnten, um … für immer glücklich zu sein. Materielle Dinge vermögen nur für kurze Zeit Glück zu schaffen, das zeigten ausreichend Studien mit Lottogewinnern, von denen viele im Endeffekt unglücklicher waren als vorher – trotz ihres Reichtums. Und sehr oft auch depressiv/er. Genauso wie es auch in einer Partnerschaft immer zu Krisen oder kleinen Auseinandersetzungen kommen wird.

Das Leben und das Glück sind wie eine Sinuskurve. Es kommt in Wellen, und mal geht es hoch und dann wieder runter. Nur wenn wir es schaffen,

  • unseren Mut zu behalten
  • an uns und das Gute zu glauben
  • Lösungen für Herausforderungen zu suchen
  • uns in Akzeptanz zu üben
  • und trotz Rückschlägen weiter zu machen,

können wir dauerhaft zufrieden sein.

Ich habe dir viele Wege zusammengestellt, wie du aktiv an deinem Glücklichsein arbeiten kannst – nicht nur, um deiner Gesundheit Gutes zu tun!

21 Wege, um glücklicher zu sein: Das kannst du tun, um dein Glücksgefühl zu steigern

Manchmal will sich kein Glücksgefühl einstellen, obwohl die Rahmenbedingungen doch stimmen. Oder dir ist zum Heulen zumute, aber irgendwie muss es ja weitergehen. Für diese Situationen gibt es einige Rezepte, mit denen du Zufriedenheit aus dem Versteck lockst

1.Trage ein Lächeln auf den Lippen

Auch wenn dir nicht zum Lachen zumute ist, kannst du deinen Mund dazu zwingen: Ziehe die Mundwinkel nach oben. Automatisch gehen Glückssignale an dein Gehirn. Glückshormone werden ausgeschüttet. Fake it until you make it – das geht auch körperlich!

2. Höre deine Lieblingsmusik

Musik kann eine Zeitmaschine sein. Sie bringt glückliche Erinnerungen an besondere Menschen, Orte oder Erlebnisse zurück. Gönne dir diese kleine Reise und tauche ab in gute Zeiten und andere Welten. Lass deinen Geist wandern und träume einfach mal wieder.

3. Sing a Song

Singen ist gut für die Seele. Studien haben nachweisen können, dass Singen Angst reduziert. Außerdem wird beim Singen das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, das beruhigend und anregend zugleich wirkt – und zu den Glückshormonen zählt. Es fördert deine Geborgenheit.

4. Treibe Sport

Auch wenn du nur wenige Minuten investieren kannst: Lege so oft wie möglich eine kleine Sporteinheit ein. Die Konzentration auf die Übungen und Bewegungen lenkt dich von unangenehmen Gedanken ab. Im Anschluss hast du nicht nur das gute Gefühl, etwas für dich getan zu haben. Ausdauersport kann depressiven Verstimmungen vorbeugen und auch ein Angsthemmer wird während des Sports ausgeschüttet – neben vielen Glückshormonen und der Senkung von Stresshormonen!

5. Bewege dich schwungvoll

Eine negative Haltung findet ihren Ausdruck oft im Gang: langsam und schlurfend. Steuere bewusst dagegen und lege ein paar schwungvolle Schritte in aufrechter Haltung ein. Netter Nebeneffekt: Du wirst von deinem Umfeld als positiver und dynamischer wahrgenommen. Wenn du diese Technik noch körperlich untermauern willst, dann nutze die Erkenntnisse von Amy Cuddy, die bei bestimmten Körperposen herausfand, dass sie sich auf die Selbstsicherheit, Angstfreiheit und Zufriedenheit auswirkte.

6. Geh an die frische Luft

Sauerstoff und Tageslicht beleben deinen Körper sofort – selbst an trüben Tagen entfalten sie ihre Kraft. Schon der Weg nach draußen sorgt für Ablenkung. Die Natur hat eine beruhigende Wirkung und erdet dich.

7. Schlafe genug

Schlafmangel ist ein Energieräuber. Nur mit genügend Schlaf – für die meisten Menschen sieben bis neun Stunden – hast du dauerhaft Energie, um deine Tage erfolgreich zu bewältigen. Wenn dir das Einschlafen schwerfällt: Verkneife dir den abendlichen Snack und verzichte auf elektronische Geräte, bevor du ins Bett gehst. Schreibe lieber auf, welche Gedanken dich bewegen – so kannst du sie ablegen und dich entspannen, statt dich in den Schlaf zu grübeln.

8. Iss dich glücklich

Serotonin gilt als Glückshormon. Es wird zum Beispiel produziert, wenn wir dunkle Schokolade essen. Nüsse, Samen, Bananen und Pilze, aber auch Fisch, der reich an Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren ist, kurbeln die Serotoninproduktion an. Hingegen kann eine falsche Ernährung Angst und Depression auslösen.

9. Umgib dich mit positiven Menschen

Kennst du Menschen mit einer positiven Grundeinstellung? Verbringe mehr Zeit mit ihnen und lerne, wie sie das machen. Es heißt, die fünf Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen, haben den größten Einfluss auf uns. Entscheide selbst, wer dich beeinflussen darf!

10. Lerne neue Freunde kennen

Positive soziale Kontakte tun dir gut. Mit neuen Menschen kommen neue Impulse und neue Ansichten in den Leben – für neue Perspektiven auf deine Zukunft.

11. Kontaktiere alte Freunde

Alte Erinnerungen an schöne Zeiten werden wach. Das Gefühl von ewiger Verbundenheit tut gut. Zudem lenkt es dich von dem Gedanken ab, dass das Leben schlecht wäre, wenn du dich bewusst daran erinnerst, dass es wirklich tolle Zeiten gab, die sich wiederaufleben lassen!

11. Renoviere oder räume deine Wohnung um

Der sprichwörtliche Tapetenwechsel hilft, Schwung ins Leben und eine neue Perspektive zu entwickeln. Gleichzeitig hilft das körperliche Tun beim Abschalten.

12. Engagiere dich ehrenamtlich

Wenn du anderen Menschen hilfst, tust du auch dir selbst etwas Gutes: Du fühlst dich integriert und freust dich mit ihnen zusammen. Außerdem wird dir ihre Dankbarkeit ein wohliges Gefühl geben.

13. Vergib denen, die dir Unrecht getan haben

Wenn du Groll gegen jemanden hegst, stellen sich automatisch negative Gefühle ein. Damit triffst du die falsche Person: dich selbst. Das Vergeben mag dir nicht leichtfallen, macht aber dein Leben um einiges leichter. Mehr dazu hier >>

14. Sei achtsam

Bist du gedanklich im Hier und Jetzt? Nimmst du die kleinen Wunder um dich herum wahr? Je bewusster und klarer deine Wahrnehmung ist, desto leichter kannst du Stress und vermeintlich schwierige Situationen meistern. Du bist in der Lage, deine Impulse besser zu kontrollieren und wirklich SELBST-bestimmt zu handeln. Dabei kann dir meine Mini-Serie zum Thema Achtsamkeit weiterhelfen >>

15. Schreib auf, was an deinem Leben gut ist

Negative Dinge werden stärker wahrgenommen als das, was positiv ist. Schreibe bewusst positive Erlebnisse und Gründe für Dankbarkeit auf. Führe ein Dankbarkeitstagebuch oder mache dir einfache Listen mit den besten Eigenschaften an dir. Du wirst sehen, dass in der Summe viel Gutes zusammenkommt, und vor allem, wie gut sich das anfühlt.

16. Erinnere dich an den dahinterliegenden Zweck deines Tuns

Manchmal musst du in den sauren Apfel beißen und Dinge tun, die dir widerstreben. Denke daran, wofür du es tust: Du ernährst eine Familie. Du bildest dich für eine bessere Zukunft weiter. Oder du sparst für den Urlaub. Und schon erscheinen vermeintlich sinnlose Tätigkeiten in einem neuen Licht. Getreu dem, was Viktor Frankl sagte: Wer ein WOZU hat, erträgt fast jedes WIE. Wenn es diesen Zweck jedoch nicht gibt, solltest du einen Schlussstrich ziehen.

17. Halte deinen inneren Kritiker in Schach

… aber das kann ich nicht! … Das macht man doch nicht! … und darf man auch nicht!

Der innere Kritiker macht uns klein und versucht, uns einzureden, dass wir Dinge nicht schaffen können oder nicht tun sollten. Erinnere dich daran, dass alle nur mit Wasser kochen und niemand perfekt sein muss. Habe Achtung vor dir selbst – und zwar zuerst. Befreie dich von negativen Gedanken und komme einfach ins Tun!

18. Erreiche deine Ziele

Mache konkrete Pläne mit Zeitvorgaben und halte sie schriftlich fest. Wenn du ein Ziel erreicht hast, macht dich das Setzen des Hakens stolz. Oder belohne dich doch einfach mal wieder!

19. Nimm professionelle Hilfe in Anspruch

Du fühlst dich immer wieder depressiv und merkst, dass du alleine nicht auf einen grünen Zweig kommst? In einer solchen Situation – aber auch schon lange vorher – ist es absolut legitim, dir von einem Profi helfen zu lassen. Je früher du dich engagierst, desto eher wirst du einen freien Therapieplatz bekommen. In der Zwischenzeit können dir Allgemeinärzte und Betroffene weiterhelfen – mit vielen Tipps und Tricks.

20. Höre auf, dich mit anderen zu vergleichen

Einer der größten Glücksräuber überhaupt ist das Mangeldenken. Mach dir klar, dass du nicht alles haben musst, was dir dein Umfeld, Social Media oder die Werbeindustrie einflüstert. Lebe stattdessen in deinem Tempo, mit den Menschen und Dingen, die dir persönlich wichtig sind. Und genieße die Fülle. Entdecke sie neu! Doch vergleiche dich nicht mit anderen und glaube den Gedanken, sie wären besser oder hätten mehr als du, einfach nicht! Das macht nur unglücklich. Zur Not: Lass das Handy doch mal aus. Sag Goodbye zu Social Media.

21. Umgib dich mit Tieren oder sorge für sie

Neueste Studien haben gezeigt, dass es Menschen mit depressiven Verstimmungen immens half, sich um ein Tier zu kümmern. Ich selbst habe diese Erfahrung gemacht: Es war ein kleines Kätzchen, das mir aus meiner Agoraphobie und Panikattacken herausholte.

Du siehst: Ein paar SOS-Maßnahmen wirken schnell und verbessern deine Laune sofort. Andere Glücksrezepte erfordern mehr Aufwand und Selbstreflexion. Durch dauerhafte Veränderungen in deinem Denken und Tun ist das Glücksgefühl, das du wahrnimmst, dafür nachhaltiger. Alle diese Methoden haben mit deinen eigenen bewussten Handlungen und Entscheidungen zu tun – und nur wenige davon ausschließlich mit anderen Menschen. Das bedeutet: Du hast dein Glück selbst in der Hand. Du allein kannst dich bewusst ein Stück glücklicher machen!

Liebe Grüße,
Janett