Hormone verursachen Angst: Diese 4 natürlichen Heilmittel helfen

Hormone verursachen Angst: Diese 4 natürlichen Heilmittel helfen

Nicht immer sind schwere Zeiten oder labile Gemütszustände die Ursachen für Angst. Dass auch die Hormone Cortisol, Östrogen und Insulin Angstzustände verursachen können, wird in der Medizin und Psychologie noch immer weitestgehend ignoriert. Wer vermehrt, sei es durch Stress oder unerklärliche Gründe, zu diffuser Angst, eventuell begleitet mit Panikattacken, neigt, der sollte die gewaltige Wirkung seiner Hormone nicht unterschätzen.

 

So verursachen Hormone Angst

Alisa Vitti, eine US-amerikanische Ernährungswissenschaftlerin und Expertin auf dem Gebiet Hormone, unterscheidet drei hormonell bedingte Ängste:

Cortisolbedingte Angst

hormonell bedingte angst und angstzuständeCortisol ist ein Stresshormon, welches dafür sorgt, dass wir morgens aus dem Bett kommen oder innerlich unruhig und gestresst auf vermeintlich gefährliche Situationen reagieren. Während bei Depressionen häufig ein geringer Cortisolwert ausschlaggebend ist, ist das Niveau an Cortisol bei Angst stark erhöht. Kann das Cortisol nicht abgebaut werden bzw. bleibt es aufgrund von Stress und anderen Belastungen über einen längeren Zeitraum stark erhöht, ist Angst eine ganz natürliche Folge. Normalerweise steigt unser Cortisolwert zwischen 8:00 Uhr und 9:00 Uhr automatisch an, weswegen Experten dazu raten, in dieser Zeit keinen Kaffee zu trinken. Auch direkt vor dem Schlafengehen ist Cortisol in erhöhter Konzentration schlecht für unsere Schlafgewohnheiten. Ist Cortisol zu wenig vorhanden, so erleben wir Erschöpfungszustände, bis hin zu einer Nebennierenschwäche oder Burnout. Ist Cortisol nicht im Gleichgewicht, fühlen wir uns deshalb häufig ausgelaugt, ängstlich und depressiv.

Wir müssen unseren Körper also dringend dabei unterstützen, dass Cortisol abgebaut wird. Das können wir fördern, indem wir bewusste Entspannungszustände und Sport nutzen.

Insulinbedingte Angst

Über die Bedeutung und Wichtigkeit von Insulin hatte ich bereits im Artikel Sport und seine körperlichen und psychischen Auswirkungen geschrieben. Insulin regelt den Abbau von Zucker im Körper. Deshalb ist hier entscheidend, was wir essen, denn was wir essen, entscheidet darüber, wie wir uns fühlen. Nehmen wir beispielsweise zu viel Zucker zu uns bzw. Lebensmittel, die im Körper in Zucker umgewandelt werden (Weißbrot, Pasta, Kartoffeln, Süßigkeiten und Industriezucker, zuckerhaltiger Alkohol), muss unser Körper sehr viel arbeiten, um den Zucker wieder abzubauen. Eine enorme Menge an Insulin ist dafür nötig. Übertreiben wir es mit einer stark zuckerhaltigen Ernährung, kann diese Überproduktion des Insulins eine Unterzuckerung auslösen (Hypoglykämie). Dies wiederum führt zu Symptomen wie Zittern, Müdigkeit, innere Unruhe und Angst. Der vom Körper als gefährlich eingestufte geringe Blutzuckerwert verursacht ebenso einen Anstieg an Cortisol. Und dieser wiederum dramatisiert die Symptome weiter.

Östrogenbedingte Angst

Ist Östrogen auf einem optimalen Niveau, hat es einen beruhigenden Effekt auf das Gehirn. Doch ist es zu niedrig oder zu hoch (zum Beispiel während der Menstruation und Menopause) bzw. besteht ein Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron (Sexualhormon), kann es erhebliche Angstzustände auslösen.

Während bei Stress, Schlafstörungen, Ängsten, Panikattacken und depressiven Verstimmungen häufig zu Medikamenten gegriffen wird, die das Serotonin- und Dopaminniveau steuern, lassen sich auch natürliche Heilmittel verwenden. Denn Medikamente wie Antidepressiva abzusetzen, braucht Kraft. Sie können ebenfalls Beschwerden mit dem Darm auslösen und somit weitere Symptome.

 

Natürliche Heilmittel für ausgeglichene Hormone und weniger Angst

Zimtzimt hilft gegen angst

Zimt ist besonders wirksam zur Stabilisierung des Blutzuckers, da es sich auf die Verdauung nach einer Mahlzeit auswirkt. Deshalb ist es ratsam, Zimt überall in Gerichten zu verwenden (auf dem Müsli, in Marmeladen, im Kaffee) oder aber als Zusatz im Tee zu trinken. Auch als Nahrungsergänzungsmittel (Zimtextrakt) kann Zimt zu sich genommen werden.

Ashwagandha

Ashwagandha ist eine Pflanze, die auch als Schlafbeere bekannt ist. Sie kommt in Indien, Pakistan und Afghanistan vor und spielt eine besondere Rolle in der Ayurveda-Medizin. Sie ist für ihre betäubende und schlaffördernde Wirkung bekannt. Sie unterstützt das Nervensystem, sorgt für innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Bei Erschöpfungszuständen und Überforderung hilft sie Menschen wieder zu neuer Lebenskraft. Ihre betäubende Wirkung ist besonders bei Angst, Stress und Panik hilfreich: Sie verringert Angstzustände und beruhigt die Nerven bei Stress. Sie ist ebenfalls höchst wirksam bei Schwindelanfällen. Sie wirkt außerdem gegen Schlafprobleme, Impotenz, Entzündungen aller Art und als Aphrodisiakum.

Indisches BasilikumHoly Basil hilft gegen hormonell bedingte Angst

Indisches Basilikum, auch heiliges Basilikum (Holy Basil) genannt, ist ein Adaptogen, ein biologisch aktiver Pflanzenstoff. Dieser bewirkt eine ausgleichende Anpassung bei geistigen und körperlichen Stressreaktionen. Die körpereigene Fähigkeit, Stress abzuwehren, wird stabilisiert. Daher wirkt indisches Basilikum beruhigend und ausgleichend. Am besten genießt man ihn als Tee.

Haferstroh

Haferstroh ist in Deutschland weniger bekannt. Doch dieses Ergänzungsmittel stabilisiert den Cortisolwert und unterstützt den Abbau weiterer Stresshormone wie Adrenalin. Es existiert als Tinktur und in Pulverform und wird idealerweise als Zusatz in Tees zu sich genommen.

In Verbindung mit einer ausgeglichenen und gesunden Ernährung, die den Wasser-, Vitamin- und Mineralhaushalt unterstützt, können solche natürlichen Heilmittel wunderbar helfen, die Hormone zu stabilisieren und so Stress und Ängste abzubauen.

Liebe Grüße,
Janett

 

Quelle:
[1] Alisa Vitti: Why hormones are at the root of your anxiety + 4 natural ways to heal. mindbodygreen, 7. September 2016. Abgerufen am 5. Juni 2017

 

Berlin, wo versteckst du Liebe? (1. Episode eines langen Sommers)

Berlin, wo versteckst du Liebe? (1. Episode eines langen Sommers)

„Wir brauchen Männer, Netti! Lass uns tanzen gehen!“ erklärte mir neulich eine meiner engsten Freundinnen in einer Sofabar am Ostkreuz.

Seit Lena wieder Single war, hatte ich mehrfach die Idee fallen lassen, dass wir ja jetzt endlich mal die alten Tage aufleben lassen könnten - mit Tanzen. Nur Tanzen. Als Berlin noch nicht so extrem mit gezwungenem Elektro und überzogener Garderobe bügelte, hatten wir einen Mordsspaß in Berlins Clubs. Damals war für Lena und mich die Welt aber noch in Ordnung, wenn wir einfach nur die ganze Nacht durchtanzen konnten, ohne uns Gedanken über die richtigen Schuhe machen zu müssen. Zeiten, in denen wir noch dachten, dass wir den einen Mann finden würden, mit dem wir bis in alle Ewigkeit zusammenblieben. Ohne „Ich muss mich finden!“ und „Es liegt nicht an dir!“-Gerede. Eine Zeit, in der ich mehr oder minder ungeniert nach 30 Minuten schweißtreibendem Tanzen meine Haare zu einem Dutt hochband - ohne mir Gedanken über Abstriche an meiner Attraktivität zu machen - und trotzdem noch Drinks ausgegeben bekam.

Also andere Zeiten als die heutigen.

In einer Stadt wie Berlin, die sich weder vor Singlebörsen, noch vor Singlepartys retten kann, ist das Suchen und Finden von wahrer Liebe mit einigen Herausforderungen verbunden. Ich selbst gehöre zur vorsicht-gebotenen Sorte: Ich bin nun schon mehrere Jahre freiwillig Single und arbeite brav meine Ex-Beziehung auf. Bislang hatte ich alle Männerversuche erfolgreich mit einem „Achtung! Hier liegen zu viele Messer rum!“ abweisen können. Der Gedanke, sich erneut ins Getümmel zu stürzen und dort was finden zu können – egal was – überforderte mich. Zwischen Männern, die nach Müttern statt Frauen suchen, solchen, die Vögeln mit Gefühl verwechseln, jenen, die zu leer sind für wolkenverhangene Tage und welchen, die im Clubnebel verheißungsvoll sind, aber plötzlich unerwartet viel zu tun haben, gucken Frauen wie Lena und ich schnell doof aus der Wäsche. Natürlich wissen wir, dass wir auch keine leichte Partie sind, aber dafür roh und direkt.

„Ich sag dir: Das ist genau das Problem!“

Mir war das Problem ziemlich schnuppe.

„Ich weiß nicht, ob ich das schon wieder kann. Können wir nicht einfach nur tanzen?“

Doch ich erinnere mich an eine Doku, in der eine Dauer-Single-Frau auf der Suche nach einem Partner begleitet wurde und schlussendlich bei einem Psychologen saß. Ganz im Sinne von Fords Zitat: „Wenn du Erfolg haben willst, musst du die Fehlerquote verdoppeln!“, führte er folgendes Gespräch mit ihr:

„Wie viele Männer lernen Sie im Jahr kennen?“

„Drei!“

„Also wenn sie pro Jahr drei Männer kennenlernen, könnten sie laut Statistik bis zu 10 Jahren brauchen, um einen geeigneten Partner zu finden.“

Denn im Schnitt wäre nur einer von Hundert passend. Er riet ihr, sich die anderen 99 anzutun und die Hoffnung nicht aufzugeben, dass irgendjemand der hundert Männer zufällig das Einhorn in seinem Garten zu stehen hatte.

„Weißt“, erklärte mir Lena trocken, „du darfst dich nur nicht zu lange mit den Falschen aufhalten!“

Ich bin ohnehin schon hoffnungslos überfordert mit Männern und Liebe. Eine Stadt wie Berlin macht es da nicht einfacher. Ich hasse sie zum Beispiel wegen dem Datingkodex. Denn nur hier lernt man, an welchen Tagen man „busy“ und „available“ sein darf und an welchen man „needy“ erscheint. Es zählt, gesund und erwachsen zu wirken, unproblematisch, locker und ohne Erwartungen. Man hat Angst, anderen Angst zu machen, weil man Gefühle hat oder sie sich zwischen einem ehrlichen Lächeln und dem erstem Café Latte entwickeln könnten. Hier muss man einfach aufpassen, nicht zu echt zu sein, außer man verwechselt Authentizität mit pinkfarbigen Strumpfhosen und billigen Turnschuhen. Man darf nicht zu viel reden, nicht zu wenig lächeln, nicht zu emotional sein, aber muss dennoch sofort anspringen, wenn einer zwinkert – sonst ist der Moment verstrichen und die Chance sitzt schneller, als man Scheiße rufen kann, zwischen eloquenten Single-Marketingfachfrauen mit Mojito an der Bar.

Kaum einer hinterfragt diesen Kodex. Für Lena und mich problematisch: Wir sind eben die Sorte Frau, die auf H&M Basics, Dutts und Sonntage auf dem Sofa stehen, wenn die Sonne nicht scheint. Wir haben ein Leben und würden darin Platz machen, wenn wir einen Mann fänden, den wir lieben könnten, ohne es gänzlich über den Haufen zu werfen. Wir hassen 24 Stunden am Tag-WhatsApp-Gespräche, Geklammere und haltlose Charaktere.

Während Lena dringend kalkfreie Armaturen und heile Klamotten braucht, um sich wohl zu fühlen, hatte ich mein Leben in den vergangenen Jahren so eingerichtet, dass kein Mann je bei mir bleiben würde. Ich bin der „dreckigere“ Typ, wenn es um Wohnungen geht, und definitiv der problematischere in Bezug zu diesem Ding namens Vertrauen. In kalten Jahreszeiten liebe ich meine Wollpullover mehr als meine Katzen. Ich will nicht heiraten, weil mir die Statistik den Wind aus meinen romantischen Segeln genommen hat. Ich mag Tiere so sehr, dass ich oft kein Fleisch esse. Ich bin laktoseintolerant, was meine Küche ziemlich regional frisch und konservierungsstofffrei macht. Für mich beginnt Treue beim Küssen und hört erst auf, wenn man getrennt ist. Ich kann falsche Kompromisse nicht ausstehen, erst recht nicht, weil man keine Lust hat, sich mit seinen Wunden zu beschäftigen, statt sie auf andere Schultern zu legen. Als waschechter Schreiberling benötige ich eine Menge Zeit für mich und das in Stille, was für den einen Mann ein Ausschlusskriterium ist und für den anderen ein Segen. Kurzum: Ich suche jemanden, der sich sehr wahrscheinlich selten in die Berliner Clubnächte stürzt.

„Oder du suchst dir nur was für eine Nacht!“ schlug mir Lena vor ein paar Tagen vor.

Aber genauso so ein Typ war ich eben auch nicht – noch nie. Ich stehe auf die Gefühle vor dem ersten Café Latte und der Angst beim ersten Kuss und Sex. Mir gefällt der Gedanke, dass es so etwas wie wahre Liebe gibt. Ich bin mir nur unsicher, wo man sie in Berlin finden kann.

Und so ging der Beschluss, abends „mal“ in einem Club tanzen zu sagen und eventuell beim anderen Geschlecht nach so was wie Zukunft zu suchen, nicht ganz unproblematisch los.

Wir beschlossen, in der Kalkscheune bei 80er und 90er Jahre-Musik in den Mai zu tanzen. Wir tanzten uns eine Stunde vor dem Spiegel warm, um das passende Outfit zu finden, das uns weder underdressed, noch aufgetakelt wirken ließ. Ich band mir meine Haargummis für den Dutt ums Handgelenk und packte den Wollpulli für den Nachhauseweg in die Tasche.

Wir wussten, dass dieser Sommer aufregend werden würde – denn wir wollten nicht eher aufhören nach der Liebe in Berlin zu suchen, bis sie uns fand oder wir sie. Also legten wir das Enddatum der Suche fest: 30. September 2017. Klar, es würde nicht leicht werden, aber dafür witzig und beizeiten sicher kopfschüttelnd desillusionierend.

Irgendwo zwischen dem Schlimmsten und vielleicht Schönstem entschieden wir, Berlins Singleattitüden und Regulatoren abzusagen und uns treu zu bleiben – trotz Angst, den Geistern alter Beziehungen und metaphorischen Messerblöcken. Der Dutt würde bleiben und kommen, wann er will. Lena würde weiterhin so direkt sein wie sonst, auch wenn es dem einen oder anderen Muffensausen bereitete. Wir würden beide dem Datingkodex unsere Mittelfinger zeigen und weglaufen, wenn nötig. Und wir machten ein Codewort für die schweren Fälle aus: Bratwurst. Denn als meine Freundinnen und ich das letzte Mal auf einer Singleparty waren, versuchte ich schon kurzer Zeit, die Enttäuschung und Genervtheit des Abends zu kompensieren: eben mit Bratwurst, ein ungesunder, aber damals höchst befriedigenderer Kompromiss. Seither sind Clubs, in denen es im Außenbereich Gegrilltes mit Senf und Ketchup gibt, für mich ein sehr sicherer Hafen.

Ob wir diese Sicherheit brauchen werden?

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Burnout: Bist du emotional erschöpft & ausgebrannt? (mit Test)

Burnout: Bist du emotional erschöpft & ausgebrannt? (mit Test)

Burnout ist eine besondere Sache. Es gibt keine einheitliche Definition, was ein Burnout ist, wie er entsteht, welche Symptome ihn signalisieren. Manche Wissenschaftler bestreiten sogar, dass es ihn gibt. Viele Ärzte verstehen unter der Diagnose jedoch einen Zustand physischer und seelischer Erschöpfung. Er entsteht durch lange Zeit anhaltende, negative Gefühle, die sich in der Berufstätigkeit, im Privatleben und im Selbstbild des Menschen entwickeln. Man ist im wahrsten Sinne des Wortes: ausgebrannt.

 

Burnout: Wie es zum Ausgebranntsein kommen kann

Einige Wissenschaftler verstehen unter dem Burnout eher einen Sinn-Verlust und einen Mangel an positiven Emotionen. Der kann entstehen, wenn sich der eigene Anspruch nicht mit den realen Möglichkeiten oder Ressourcen deckt.

eher Männer in beruflichen Situationen bei BurnoutDas zeigt sich ihrer nach Meinung darin, dass häufig Symptome eines Burnout bei Personen auftreten, die in pflegenden oder helfenden Berufen arbeiten und damit emotional überfordert sind. Doch dieses Muster beschränkt sich nicht auf den Beruf: Auch Menschen, die gern helfen oder glauben, helfen zu müssen, um fremden Ansprüchen gerecht zu werden, leiden verhältnismäßig oft unter emotionaler Erschöpfung. Ihnen wird dann alles zu viel.

Ein Burnout bezieht sich nicht nur auf berufliche, sondern auch auf private Situationen, die auslaugend erlebt werden. Es trifft einfach „nur“ viel öfter die engagierten und leidenschaftlichen Menschen. Frauen sind dabei überdurchschnittlich oft von privaten Situationen überfordert, wohingegen sich bei Männern der klassische Berufsbezug eher zeigt.

Doch, ob Frau oder Mann: Ein Burnout trifft vermehrt zwei Persönlichkeitstypen.

Zum einen sind es Personen mit einem eher schwach ausgebildeten Selbstbewusstsein, die sich angepasst und passiv wohler fühlen. Der andere Typ ist sehr dynamisch, zielstrebig und ehrgeizig. Er verfügt über viel Energie und Idealismus und zeigt ein überdurchschnittliches Engagement bei der Arbeit oder bei gesellschaftlichen Aufgaben. Beide Typen sind sehr unterschiedlich.

Ihre Gemeinsamkeit liegt in ihrer Schwierigkeit, a) Gefühle auszudrücken und b) in dem Wunsch nach Anerkennung.

Für eine dritte Gruppe von Wissenschaftlern ist nicht die Persönlichkeit oder der Beruf ausschlaggebend. Vielmehr sind die Umstände, die die Person vorfindet, ursächlich für den Burnout:

  • Schlechte Arbeitsbedingungen,
  • wenig eigene Gestaltungsmöglichkeiten,
  • kaum Unterstützung und Lob
  • kaum emotionaler Rückhalt,
  • zu viele und zu schwere Aufgaben,
  • ungenügende Ausbildung (Aufgaben nicht erfüllen können),
  • und ungesunder Stress, der sich auch körperlich zeigte, aber ignoriert wurde,

wären demnach die Hauptauslöser eines Burnout.

 

Die Phasen eines Burnouts

Phasen des BurnoutsBurnout ist ein schleichender Prozess, der lange und in mehreren Phasen der Erschöpfung verläuft. (Weiter unten im Artikel findest du den Bezug zu nicht-beruflichen Situationen, de sich besonders häufig bei Frauen zeigt.) Die Entwicklung und Symptomatik erkläre ich am „gestandenen“ Modell, der beruflichen Überforderung.

Die trifft überdurchschnittlich viele Männer, aber auch Frauen, die Karriere machen wollen bzw. für ihren Beruf (und seinen Sinn) leben (oft Weltverbesserer). Bei ihnen ist aufgrund der Belastung die Stress-Hormon-Achse aus dem Gleichgewicht geraten; ein handfestes Erschöpfungssyndrom hat sich entwickelt. Es fehlt vorwiegend das Stresshormon Cortisol, was die Müdigkeit und Mattheit erzeugt, und die Glückshormone Serotonin und Dopamin.

Häufig spüren die Betroffenen zuerst ein Gefühl der Unlust ihrer beruflichen Tätigkeit gegenüber, die sie früher nicht kannten. Sie gehen nicht mehr gern zur Arbeit, haben immer häufiger das Gefühl, ihre Aufgaben gar nicht mehr erfüllen zu können. Am Anfang versuchen sie, die Defizite, die sie spüren, mit noch mehr Einsatz, mit der Verleugnung eigener Bedürfnisse und Interessen, mit der Verdrängung von Misserfolgen zu kompensieren und Probleme auszublenden.

Später kommt es zu einem Mangel an Energie (fehlendes Stresshormon Cortisol), zu Ratlosigkeit, zu Fehlern bei der Arbeit, zu Stress, zu Schlaflosigkeit und zur Anfälligkeit für verschiedene Krankheiten wie zum Beispiel chronische Kopfschmerzen, Migräne und Magenbeschwerden. Auch Infektionen und Allergien treten auf. In dieser Phase schwindet der Idealismus, den gerade Burnout empfindliche Personen haben, völlig. Die Betroffenen fühlen sich ungerecht behandelt, zu wenig wertgeschätzt und unterdrückt. Klassisch tritt hier die Montags- und Sonntagabend-Demotivation auf, also die latente, innere Abwehr bei dem Gedanken an die Arbeit bzw. Situation.

Manche geben daran allen anderen die Schuld, andere eher sich selbst. Mangelnde Motivation, innere Unruhe, das Gefühl, keine Zeit und keinen Raum für sich zu haben, sich gefangen fühlen, Kraftlosigkeit allein beim Gedanken an bestimmte Aufgaben: All diese Symptome deuten auf einen Erschöpfungszustand hin.

Im ersten Fall kommt es zur Aggression (andere sind schuld), im zweiten zur Depression (ich bin schuld). In beiden Fällen folgt der emotionale Rückzug, und zur Aufgabe von Hobbys. Aber auch körperliche Symptome treten jetzt vermehrt auf. Sie finden nicht mehr ausreichend Schlaf, leiden unter hohem Blutdruck und Herzbeschwerden. Auch Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, sexuelle Störungen, Muskelverspannungen und erhöhter Alkohol-, Nikotin- oder Tabletten-Konsum können auftreten.

Im letzten Burnout-Stadium haben die Betroffenen das Gefühl von Hoffnungslosigkeit und geraten sehr häufig in eine Depression.

 

Weitere Risikofaktoren für einen Burnout

  • chronische Zweifel am Sinn der eigenen Tätigkeit/SituationRückzug aus dem Freundeskreis bei Burnout
  • zu hoch gesteckte Ziele
  • Schwierigkeiten, Kritik auszuhalten
  • Schwierigkeiten, konstruktive Kritik als Hilfestellung zu erkennen
  • Schwierigkeiten, um Hilfe zu bitten
  • Schwierigkeiten, Problematische offen anzusprechen
  • Schwierigkeiten, Forderungen zu stellen
  • Schwierigkeiten in der Definition und Gewichtung von „Gut“ und „Böse“ (Wenn ich x tue, geschieht y. X ist zwar besser für mich, aber könnte andere dazu verleiten, dass sie mich nicht mehr mögen oder ich schlechter dastehe als vorher. Deshalb vermeide ich x und finde Gründe, wieso es besser ist, x nicht zu tun. Stattdessen dulde ich meine Unzufriedenheit.)
  • emotionale Abhängigkeit von einer ganz bestimmten, selbst gewählten Rolle, die mit der Realität oft nicht übereinstimmt
  • ein hoher Gerechtigkeitssinn
  • fehlende Autonomie/Mitgestaltungsrecht (in der ausbrennenden Situation)
  • zu hohe Anforderungen (starker Druck und Leistungsforderungen durch andere, z. B. Vorgesetzte, Familienmitglieder, Kunden, Mitarbeiter, Hilfebedürftige, Welt- und Sinndruck)
  • ungenügende Belohnung
  • fehlende immaterielle Anerkennung
  • bürokratische Hemmnisse
  • fehlende soziale Unterstützung durch Familie und Freunde

 

Die Symptome eines Burnouts

Auch wenn sich die Wissenschaft schwertut, klare Symptome zu benennen, möchte ich gern die wesentlichen Muster auflisten. An dieser Stelle teile ich deshalb ein kurzes Video von Dr. Wilfried Bieger, das ich sehr informativ und auf den Punkt gebracht finde:

 

Burnout Symptome im Überblick

  • keine psychischen, mentalen Kapazitäten mehr
  • mangelnde Motivation, Konzentration sowie Interesse
  • (chronische) Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kraftlosigkeit (dumpfes Gefühl, wie taub)
  • keine Verantwortung mehr tragen können
  • keine „Lust“ mehr
  • innere Unruhe, leichte Reizbarkeit
  • Gefühl von Sinnlosigkeit, Hoffnungslosigkeit
  • starke Selbstzweifel
  • Versagensängste bei Fremdansprüchen
  • hilflose Gefühle (Macht- und Wehrlosigkeit), vermeintlich fehlende Eigenwirksamkeit: keine Chance zur Veränderung sehen
  • schlechte Gedächtnisleistung
  • Ärger und innere Aggressionen (bei Forderungen anderer, richtet sich vorwiegend gegen einen selbst)
  • Schlafstörungen (beim Einschlafen und Durchschlafen)
  • Depressionen
  • Panikattacken
  • Angstzustände
  • starke Stimmungsschwankungen
  • Muskelverspannungen (meist im Bereich des Kopfes, der Schultern, des Nackens und Rückens)
  • Magen-Darm-Beschwerden (Durchfall, plötzliche Nahrungsunverträglichkeiten)
  • Schwindelgefühle
  • Herz-Kreislauf-Probleme (Herzrasen, Blutdruckprobleme)
  • Anfälligkeit für Infekte aller Art
  • Verschlimmerung von Allergien
  • Tinnitus und Hörsturz
  • frei gewählte Isolation und Rückzug von vormals freudvollen Aktivitäten
  • u. v. m.

Die Symptome eines Burnouts sind von denen einer Depression nur sehr schwer zu unterscheiden.

 

Wie lässt sich ein Burnout Syndrom behandeln?

Ist die Diagnose zweifelsfrei bestätigt (z. B. wie mit im Video erwähnten Speicheltest der Stress-Hormon-Achse oder die Messung der Neurotransmitter im Urin), kann es an die Behandlung gehen. Vor allem sollte der Gedanke, wie Robert Betz es ausdrückt, „immer nur leisten, damit andere zufrieden sind“, hinterfragt und geändert werden. Man muss lernen, wieder das Leben zu genießen und nährende Auszeiten zu schaffen.

was gegen burnout tun behandlung und wieder glücklich werdenDie deutliche Veränderung im bisherigen Leben ist zwar die schwerste, aber beste Behandlung. Wie Dr. Bieger im Video erklärt, ist es essentiell wichtig, „die Lebensbedingungen zu überprüfen und die Rahmenbedingungen, aus denen der Burnout entstand, zu verändern“. Eine berufliche Neuorientierung, ein Arbeitsplatzwechsel, ein neues Hobby, ein funktionierendes soziales Netz, Unterstützung durch Partner, Eltern, Kinder und Freunde sowie mehr Ruhe können den Prozess oft noch stoppen.

Eine Therapie hilft, Strategien für die Verarbeitung von Stress, seelischer Belastung und zu hohen Anforderungen zu entwickeln, unter anderem mit dem Beginn von:

  • Meditation
  • Sport
  • Bewegung
  • Yoga
  • Hobbys und Leidenschaften ausüben

Haben sich schon Depressionen ausgeprägt, braucht der Betroffene umfassendere Hilfe, ggf. durch Medikamente, Psychotherapie und andere Behandlungsformen. Auch die Zufuhr von Aminosäuren kann helfen, um das fehlende Serotonin wieder zu stabilisieren.

Fest steht, dass nicht wenige Menschen in ihrem Leben mindestens einmal eine völlige körperliche und emotionale Erschöpfung erleiden. Die Frage, „Habe ich tatsächlich einen Burnout?“ ist dabei nur individuell zu beantworten.

Unter Zuhilfenahme meines Burnout Test können Betroffene versuchen, ihre Symptome zu ordnen und sich so etwas mehr Klarheit zu verschaffen. Wenn sich der Verdacht auf die Diagnose erhärtet, sollte unbedingt ein (Fach)Arzt die Behandlung übernehmen.

 

Burnout Test: Prüfe deine Gefährdung und Beschwerden

Der nachfolgende Selbsttest ist nur ein Anhaltspunkt und stellt keine Diagnose dar. Er ist angelehnt an wissenschaftlich erprobte Tests, um die Burnout-Gefährdung herauszufinden.

Wird dir oft alles zu viel?

Leidest du unter Schlafschwierigkeiten, Verdauungsstörungen, allergischen Reaktionen und häufigen Infekten?

Bist du gereizt, aggressiv, innerlich unruhig und schreckhaft?

Hast du Freude bei der Arbeit?

Bist du aktiv in deiner Freizeit?

Fühlst du dich hilflos und machtlos?

Erscheint dir viel bis alles sinnlos?

Greifst du häufiger zu Alkohol, Zigaretten und Medikamenten wie Beruhigungsmittel?

Gibt es mindestens zwei, drei Menschen, bei denen du dich wohlfühlst und bei denen du Halt und emotionale Unterstützung spürst?

Hast du Ängste, die du nur schwer kontrolliert bekommst?

Erlaubst du dir Pausen, Auszeiten, Urlaube und "Nichts-tun-Momente"?

Ziehst du dich von deinen Freunden, deiner Familie und anderen sozialen Kontakten zurück?

 

Entspannt statt ausgebrannt - Im Gespräch mit Robert Betz

Das Expertengespräch mit Robert Betz ist sehr interessant. In dem Video liefert er wertvolle Hinweise und Handlungsimpulse, wie man in ausgebrannten Zeiten etwas für sich und seine Gesundheit tun kann:

 

 

Die besten Bücher & Kurse gegen Stress, Panik, Angst, Sorgen & Energielosigkeit

Die besten Bücher & Kurse gegen Stress, Panik, Angst, Sorgen & Energielosigkeit

Wie viele Menschen, die durch harte Zeiten gingen, sich heute im Licht (statt unter dem Scheffel) präsentieren, kann man aufgrund der Fülle des Internets gar nicht erfassen. In meiner gesamten Zeit des Blogs habe ich Dutzende wunderbarer Menschen kennengelernt, die sich mit Herz und Seele für die psychische und physische Gesundung der Gesellschaft einsetzen. Mit ihren Erkenntnissen begleiten sie bereits viele Menschen in ganz Europa, um ihnen dabei zu helfen, wieder auf den richtigen, nämlich eigenen Weg, zu kommen. Sie bloggen, schreiben Bücher, erstellen Onlinekurse, Online Konferenzen, Audios mit Meditationen und anderen Entspannungstechniken, Programme und so vieles mehr. Leider versacken alle diese Seelenprojekte entweder in den Googleergebnissen oder irgendwo bei Facebook.

Deshalb möchte ich die in meinen Augen besten Kurse, Programme und Bücher zum Thema Selbsthilfe und Selbstheilung auf einer Seite präsentieren - und freue mich, auf die einzigartige Arbeit meiner Kollegen und Kolleginnen aufmerksam machen zu dürfen.

Die besten Bücher über Angst, Panik, Stress, Depression, Krankheit - Gesundheit, Selbstheilung, Energieheilung, Selbstbestimmung und Selbstfindung

Mit ihrem einzigartigen Buch „Antidepressiva absetzen“ haben die Autoren Melanie Müller (Der achtsame Weg) und Mischa Miltenberger (Adios Angst, Bonjour Leben) ein kleines Meisterwerk über ein großes, kritisches Thema geschaffen. In ihrem eBook erzählen die ehemaligen Betroffenen über ihre Krankheitsjahre und wie sie Antidepressiva letzten Endes erfolgreich absetzen konnten. Sie greifen einige sehr ambivalente Betrachtungen der Schulmedizin auf und stellen sie infrage - nicht allein, sondern mithilfe einiger Experten auf dem Gebiet.

Neben zahlreichen Interviews abseits jeder Pharmaheuchelei, zeigen sie allen Menschen, die Antidepressiva einnehmen, aber absetzen wollen, wie es gelingen kann. Dazu gibt es viele wertvolle und motivierende Impulse, Wochenpläne, drei exklusive Video-Interviews und der gewohnte, ehrliche und liebenswerte Charme der beiden Autoren. Zum Buch >>

Sebastian D. Kraemer betreibt mit psog.de eine der großen Websites zur Bekämpfung von Angstzuständen und Panikattacken. Er litt jahrelang an genereller Angst mit Panikattacken und Hypochondrie. Sein Buch „Ex-Freundin Angst - Wie ich die Panik in die Wüste schickte“ beschreibt seinen Weg daraus. Es ist teils Autobiografie und teils Ratgeber und nährt den Leser/die Leserin mit Denkimpulsen, Lösungsmöglichkeiten und Tipps direkt aus der Selbstheilung.

Das Buch gibt es als Taschenbuch und e-Book. Mit hinzu bekommen die Leser eine Videoschulung zu den 5 folgenschweren Fehler bei Panikattacken und Zugang zu weiteren, exklusiven Inhalten. Denn neben diesem Buch hat Sebastian auch seine eigene Anti-Angst Akademie gegründet (mehr dazu unter Kurse). Zum Buch >>

Ich erinnere mich gern an die Zeiten zurück, in denen plötzlich Stefan Hiene überall als Speaker bei den Online Konferenzen auftauchte. Ich saß mit offenem Mund da und dachte nur: „Na endlich noch so einer wie Mischa und ich.“ Wer gesellschaftliche Scheuklappen behalten will, sollte sich auf einiges gefasst machen. Wer sich aber denkt: „So sollte das mit meinem Leben nicht laufen!“, der ist gut beraten, sich Stefan „anzutun“. Sein Buch „49 Wunder“ beschreibt auf außergewöhnlich ehrliche, offene und einfühlsame Weise, was Menschen eigentlich sein sollten - in den unterschiedlichsten Lebensbereichen: nämlich sie selbst, entgegen allen „Regeln“. Aber es geht nicht um die Gesellschaft, sondern um dich und das Erkennen deines wunderbaren Wertes. Stefan zeigt dir, dass du ein Wunder bist, egal, was andere dir eingetrichtert haben. Eigentlich müsste das Buch „50 Wunder“ heißen, denn dieses Buch ist selbst eines. Lesen! Zum Buch >>

Die besten Onlinekurse und Konferenzen über Angstfreiheit, Stressbewältigung, Überwindung von Depression, Gesundheit, Selbstheilung, Selbstbestimmung und Selbstfindung

Sebastian D. Kraemer hat neben seinem Buch auch seine eigene Anti-Angst Akademie gegründet.

Es ist eine reine Online Plattform, die aufgrund ihrer Anonymität europaweit Menschen mit Angstzuständen und Panikattacken dabei hilft, sie zu überwinden.

Er gibt alle seine Erkenntnisse aus eigener Therapie- und Gesundungszeit weiter und zeigt, wie man mit einfachen Übungen psychisch stabiler wird. Außerdem haben Interessierte die Möglichkeit, sich direkt von Sebastian coachen zu lassen.

Wie seine Akademie funktioniert, aber auch, was es Wissenswertes zu Angst und Panik gibt, erklärt er regelmäßig in kostenfreien Webinaren. Zur Anti-Angst Akademie >>

Der ganzheitliche Frauen-Gesundheits-Kongress wurde von Antje und Ronny Düwel veranstaltet. Er widmet sich den Themen Leichtigkeit, Liebe, Lebendigkeit und Erfolg.

Der Kongress besteht aus 34 tiefgründigen Video-Interviews, Audios zu den Interviews und Videos mit den wichtigsten Inhalten, einem Handbuch und Bonus-Material wie u. a. Rezepten für eine glückliche roh-vegane Gesundheit und dem e-Book „Einfach anfangen, zu strahlen“.

Als Speaker sind dabei:  Maria Sanchez, Prof. Dr. Ingrid Gerhard, Dr. Rüdiger Dahlke, Silke Leopold, Florian Sauer, Stefan Kutter, Dr. Jordi Campos, Anne Heintze, Anna Trökes, Dr. John Switzer, Barbara Miller, Katharina Tempel, Heike Bauer, Nikolaj Günter, Mojo Di u. v. m. Zum Kongress >>

 

Die besten Entspannungs-Audios gegen Angst, Panik, Stress und Krankheit - hin zu Gesundheit, Selbstheilung, Selbstbestimmung und -findung

Christine Hofmann hat mit ihrer QUANTUM-WAVE-Musik als mp3 zum Download eine wunderbare Alternative zu den üblichen Entspannungstechniken im Audioformat geschaffen. Sie wird in vielen Therapie- und Coachingumgebungen angewandt, denn sie wirkt nachweislich beruhigend: Sie löst den inneren Stress und negative Emotionen nachhaltig auf. Wie? Der 2-Klang-Effekt unterstützt die Ausdauer und das Wohlgefühl auf der Gedanken- und Emotionsebene. Dadurch werden negative Emotionen ausgeglichen und sogar Lernen und Arbeiten wird entspannter. Die links-rechts-Töne (sog. Quantum-Wave) bewirken, dass sich Stress im Gehirn reduziert. Dadurch kannst du deine Ängste auf ein Minimum reduzieren, ruhiger und gelassener werden, Erleichterung erleben - Stress und Wut, Trauer und innerer Druck wird einfach losgelassen. Als großer Fan von Musik- und Klangtherapie kann ich Christines Produkt nur empfehlen! Zu QUANTUM-WAVE >>

Kannst du deine große Liebe nicht vergessen? Wie Loslassen gelingt

Kannst du deine große Liebe nicht vergessen? Wie Loslassen gelingt

Spinat und alte Liebe sollte man nicht aufwärmen. Das jedenfalls sagt ein Sprichwort. Dabei denkt jeder zweite Deutsche noch immer an seine erste große Liebe oder an eine alte Liebe. Gedanken an die gemeinsame Zeit, die intensiven Gefühle und gemeinsame Erfahrungen wirken selbst Jahrzehnte später immer noch genauso warm und geborgen, als wäre es erst gestern gewesen. Unser Geist schweift ständig zu dieser einen Person und der Liebe, die wir nicht vergessen können. Wie sie sich anfühlte, welches Gefühl sie in uns hinterließ, das erste Treffen, der erste Kuss.

Auch Menschen, die heimlich verliebt waren, denken selbst bis ins hohe Alter an diese eine verpasste Chance zurück. In beiden Fällen erleben wir Gefühle wie Traurigkeit, Sehnsucht, Einsamkeit, Reue und eine Hilflosigkeit über die Dinge, die wir nicht mehr ändern können.

Doch was machen wir, wenn wir die Vergangenheit nicht zurückdrehen können und trotzdem im Hier und Jetzt mit dem, was war, und dem, was nicht wahr, zurecht kommen müssen? Was machen wir, wenn wir mit einem neuen Partner zusammen sind und trotzdem unsere große Liebe nicht vergessen können? Wie können wir mit dem Verdruss über alles, was war oder hätte sein können, umgehen?

 

Ich kann meine erste große Liebe nicht vergessen!“ – Wieso es uns so schwerfällt

Manchmal verlieren wir in unseren Gedanken an die Vergangenheit die Gegenwart vollkommen aus dem Blick. Die meisten Menschen sehnen sich nach ihrer großen Liebe und wollen sie zurück, wenn das aktuelle Leben gerade nicht so rosig ist, meint: unsicher und emotional unstabil. Viele beginnen ihre Suche nach einer Person aus der Vergangenheit auch nach einer Trennung oder schweren Veränderung. Besonders in diesen Zeiten können sie ihre große Liebe nicht vergessen.

Andere suchen selbst dann, wenn sie Familie und Ehepartner/-in haben. Vereinen tut sie die intensive Erinnerung an damalige emotionale Momente und wie sie sich dabei fühlten: sicher und geborgen. Sie vermissen die alte wohlige Wärme oder die Akzeptanz, Verbundenheit und seelische Nähe, die stundenlangen Gespräche und ersten oder intensiven sexuellen Erlebnisse. Sie vermissen die Hochs der Hormone.

Und genau an dieser Stelle kommt der zweite, interessante Fakt ins Spiel: Verantwortlich für die heftigen Gefühle sind die damals schwankenden Hormone des Teenagers. Die wurden nämlich im Gehirn abgespeichert. Denken wir also an jemanden von damals zurück, dann rufen wir diese intensiven emotionalen Erinnerungen wieder ab, vergleichen sie mit unseren heutigen Gefühlen und meinen dann oft, dass damals alles besser gewesen wäre.

 

Du brauchst deine große Liebe nicht vergessen, nur dankbar für die Erfahrung sein

Niemand muss die Vergangenheit mit ihren schönen, kostbaren Momenten aus dem Gedächtnis streichen. Du kannst deine erste große Liebe nicht vergessen. Das sollst du auch gar nicht. Sie hat uns genährt, geformt und nachhaltig beeinflusst. Sie war gut, unbezahlbar und leichtherzig. Wir haben neue Gefühle und Seiten an uns entdeckt, haben Glück und Trauer kennengelernt, Angst und Verbundenheit. Mit der heutigen Realität hatte die alte Liebe wahrscheinlich wenig zu tun. Deshalb hilft es, sich die nachfolgenden Aspekte anzusehen und in sich hinein zu hören.

 

Alles geschah zu deinem Besten!

Manchmal sind wichtige Lernerfahrungen mit großen Gefühlen verbunden, die uns auch in unsere Zukunft begleiten (sollen). Aus einer Jugendliebe oder alten großen Liebe haben wir auch Unbequemes lernen müssen und können. Wenn man also stets an eine Person von früher denken muss, kann es auch ein Zeichen sein, das Damalige und Heutige einmal anders zu verknüpfen.

Alte Verhaltensmuster, Barrieren, die damals vorhanden waren, Fehler, die man trotz bestem Wissen machte: All diese Aspekte erneut zu überdenken oder schriftlich festzuhalten, kann einen wichtigen Grundstein für deine zukünftige Zufriedenheit in Sachen Liebe und Beziehung legen. Erinnere dich ruhig an die schlechten oder weniger guten Momente, denn sie bergen ein großes Entwicklungspotenzial.

Wie kam es zur Trennung?

Was würdest du heute anders machen, als damals?

Oft sind wir auch mit einer alten Schuld, Schamgefühlen und Ängsten, vor allem Selbstwertproblemen konfrontiert. Vielleicht animieren uns diese Gefühle dazu, uns als Verlierer zu sehen oder gar die Schuld am Nichtgelingen der Beziehung zu geben. Wir fühlen uns hilflos, machtlos, wehrlos, klein oder schlecht, nicht gut genug oder abhängig. Wir glauben, nie wieder so eine tiefe und intensive, beglückende und allumfassend wundervolle Beziehung und Liebe zu einem Menschen zu finden. Eine weitere Angst ist auch die, dass wir nie wieder so von einem Menschen wie diesem geliebt würden oder uns geliebt fühlen würden.

Dahinter verbirgt sich eine noch immer aktive und nicht verarbeitete Verlusterfahrung. Sie ist mit den alten Gefühlen und deinen Interpretationen, wie es zu dem Verlust kommen konnte, verbunden. Sie machen ein neues Kapitel auf, in dem es heißt, dass danach alles nur noch schlecht war oder immer so ungut bleiben würde. Als hätte man seine Chance endgültig verpasst und verspielt.

Welche Emotionen auch hochkommen mögen, wenn du an deine alte Liebe denkst: Vergiss nie, dass alles zu deinem Besten geschieht und auch damals geschehen ist. Auch, wenn die vergangene Erfahrung letzten Endes nur eine Lehre ist, die umgesetzt werden soll - für eine bessere, mühelosere, liebevollere und authentischere Liebesbeziehung auf Augenhöhe. In solchen Fällen hilft es immer, wenn du dich fragst:

Was muss geschehen, sich ändern, welche Verhaltensmuster müssen über Bord geworfen werden, welche Ängste müssen ertragen und welche Gefühle leitend werden, damit ich in Zukunft …. ?

Höre auf die Stimme in dir! Deine Intuition wird dir zeigen, welche Barriere zwischen dir und deinem Ziel steht.

 

Sollte man die Vergangenheit wieder zurückholen?

So sehr man es sich auch wünschen mag: Jetzt ist jetzt und früher ist vergangen. Ein Sprichwort sagt, manche Feigheit könne auch Klugheit sein, was sinngemäß heißt: Nicht alles, was nicht war, sollte sein. Aus welchen Gründen es auch zum Bruch kam: Es könnte immer sein, dass es gut für dich oder deine alte Liebe war und noch Besseres brachte oder bringen wird.

Im Hier und Jetzt zu leben macht es außerdem möglich, dass man sich von unerwünschten Gefühlen fernhält, sowohl von denen, die du sonst ohne deine Gedanken empfinden würdest, als auch von denen, die du dir machen solltest.

 

Schwelge in Erinnerungen an deine große Liebe, aber denke noch mehr an deine Zukunft

Denke an dein jetziges Leben. Räume auf, was es aufzuräumen gibt, im übertragenen Sinne. Unser Geist lenkt gern mit wohligen Gedanken und Träumen ein, wenn wir Schutz vor der Kälte unseres jetzigen Lebens brauchen. Also trägt er uns in die schönen Zeiten zurück.

Was muss geschehen, damit deine Gegenwart wieder erfüllt erlebt werden kann?  Was kannst du jetzt, ohne Angst und Traurigkeit über die Vergangenheit, tun, damit deine Zukunft besser wird, als die vergangenen, gedanken- und trauerüberladenden Momente?

Konzentriere dich auf das, was du noch tun kannst, statt auf all das, was nicht mehr umkehrbar ist. Das nimmt dir alle machtlosen und hilflosen Gefühle und schenkt dir stattdessen Zuversicht für dich und Stolz auf alle Handlungen, die noch kommen. Handele für dich und deine Zukunft. Die kannst du noch ändern.

Nicht jede, damals noch so große, Liebe ist etwas Festes und Funktionierendes für heute. Im Netz finden sich etliche Berichte darüber, dass die Jugendliebe bzw. eine alte große Liebe leicht jetzige Beziehungen und Ehen auf die harte Probe stellen - bis zur Trennung. Die ersten Liebesgefühle waren eben weit entfernt von Realität. Sie bestanden hauptsächlich aus Sehnsucht, die erfüllt wurde, wahr gewordene Liebe, nach der wir uns alle so sehr sehnten. Doch damals waren die meisten Beziehungen eben nicht mit Alltag, Finanzen, gesundheitlichen Problemen, Arbeitsstress, Familienschwierigkeiten, Karriereplanungen usw. konfrontiert. Die wenigsten alten Liebe kennen diese völlig normalen, erwachsenen Probleme.

Eine Studie aus den Staaten, durchgeführt von der Psychologin und Autorin Dr. Nancy Kalish von der California State University, stellte fest, dass eine Wiederaufnahme der alten Liebe und Beziehung zwar sehr stabilisierend wirken könne. Dafür müssten aber bestimmte Rahmenbedingungen gegeben sein:

Wenn man 17 Jahre oder jünger war und sich wegen äußerer Umstände trennte, könnte eine Wiedervereinigung ganz gut funktionieren. Auch müssten die beiden Liebenden zum Zeitpunkt des Wiedertreffens Single sein. Ist das gegeben, so bestehe bei rund 80 Prozent eine Beziehungsdauer von wenigstens 10 Jahren. Mindestens. Ihre Erkenntnisse beschreibt sie in ihren Büchern „Lost & Found Lovers“ und „The Lost Love Chronicles„.

 

Rekindling: Wege, um die große Liebe oder erste große Liebe wiederzufinden

wenn wir merken dass auch der neue partner wieder derselbe Typ istUnd wenn nun alle Stricke reißen und du deine alte Liebe unbedingt wiederfinden und wiedertreffen musst? Dann gibt es einige Möglichkeiten. Dank des Internets und vieler Menschen, denen es genauso ergeht wie dir, haben sich einige Websites etabliert, die bei der Suche nach der einst großen Liebe helfen möchten. Diese Bewegung ist so global geworden, dass die Staaten dem bereits einen eigenen Namen gegeben haben: Rekindling (dt. „Wiederaufflammen“).

Auf einigen extra dafür geschaffenen Portalen (siehe unten) ist es möglich, seine Daten zu hinterlegen, um gefunden zu werden, falls die alte Liebe einen ebenfalls sucht.

Doch die Psychologin Kalish warnt: Zwei Drittel der Suchenden seien leider verheiratet. Ihre Nachforschungen ergaben zudem, dass 62 Prozent eine Affäre miteinander beginnen - und auch so enden. Affären können ein Chaos für dein Leben bedeuten, wenn eine alte Liebe in das jetzige Leben hineinplatzt.

Dennoch, der Vollständigkeit halber, findest du im Folgenden Websites und Portale, die dir bei der Suche helfen können:

 

Portale und Websites für die Suche nach der alten Liebe

  1. Wie man seine erste große Liebe wiederfindet PersonensucheZu Beginn den Namen und damaligen Geburtstort oder aber die Schule, Institution, Verein usw., über den man sich kannte, zu googeln, ist der erstbeste Schritt. Sollte dabei nichts herauskommen, kann man auch gemeinsame Freunde googeln, die eventuell noch Kontakt zu der gesuchten Person haben.
  2. Außerdem ist www.stayfriends.de, die größte Plattform in Deutschland, auf der man seine alte Schule, Klasse und Klassenkameraden, aber auch andere Klassenstufen und Schulen findet, nützlich.
  3. Facebook, Instagram, Twitter, Google+ & Co eignen sich ebenfalls, falls derjenige sich dort mit seinem echten Namen angemeldet hat bzw. etwas auf soziale Netzwerke hält.
  4. Da das nicht in allen Fällen so ist, empfiehlt sich auch ein Blick in die beruflichen Netzwerke wie LinkedIn und Xing.
  5. Die Website www.wobistdu.de hilft dabei, Menschen wieder zusammen zu bringen. Man kann sich dort nach kostenloser Anmeldung umsehen, wer sich bereits eingetragen hat und auch selbst Suchaufträge aufgeben. Menschen jeden Alters sind dort, aber es scheint mir noch eine sehr junge Website zu sein (mit noch nicht so vielen Einträgen). Nichtsdestotrotz hat man das gesamte Netzwerk, das einem weiterhelfen könnte.
  6. Gesetzlich ist es gestattet, sich bei Einwohnermeldeämtern eine Auskunft zu holen. Entweder man sucht sie selbst auf oder beauftragt einen entsprechenden Such-Service. Gegen kleines Geld kann man via Dritte eine solche deutschlandweite Meldeauskunft beantragen, u. a. bei www.melderegister24.info, www.adressermittlung.de, www.suche-nach-personen.de.
  7. Etwas mehr Geld gegen Anzahlung und Honorar bei Erfolg nehmen Personensuchanbieter wie „Wieder­sehen macht Freude“ (www.wiedersehenmachtfreude.de) und „Die Such-Nanny“ (www.suchnanny.de). Sie arbeiten teilweise auch interna­tional und das selbst bei schwierigen Suchen. Sie durchsuchen dabei u. a. Einwohnermeldeämter, Standesämter, Umzugsdatenbanken und Sterberegister.
  8. Wenn all diese Wege scheitern, bleiben noch immer Detekteien, die sich darauf spezialisiert haben, geliebte Menschen wiederzufinden. Wenn man Jugendliebe wiederfinden Detektei googelt, findet man u. a. www.detectivecondor.de und www.diedetektei.eu. Die kosten zwar etwas mehr Geld, aber zumindest kann es durch professionelle Dienstleister wesentlich leichter zu einem Ergebnis führen.

Viel Erfolg bei der Suche oder beim Dankbarsein und Loslassen wünsche ich dir,
Deine Janett

 

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