Empathie: Was ist ein Empath? Wie beschreiben sich Empathen?

von | Dez 26, 2016 | 15 Kommentare

Ich bin in einer Facebook Gruppe namens „An empath“. Zu Weihnachten stellte dort ein Mitglied die Frage: „Wie würdest du einen Empathen in ein bis zwei Sätzen beschreiben?“ Alle machten mit und es kamen die besten Beschreibungen der Empathie als Charaktereigenschaft und Phänomen heraus, aber auch sehr emotionale Antworten. Denn die negativen Seiten der Empathie, mit denen viele Empathen zu kämpfen haben, wurden ebenso ans Tageslicht gefördert. Mit dieser Zusammenfassung kann man Empathie gut verstehen lernen.

Ich finde die Antworten so aussagekräftig, dass ich gern einige davon teilen möchte. Wer sich mehr für Empathie interessiert und sich mitunter fragt, wieso er die Gefühle der anderen Menschen (ob nun anwesend oder nicht) fühlt, sie aufsaugt, wie ein Schwamm und wieso man als Empath besonders anfällig ist für Zweifel, Ängste und Stimmungsschwankungen, dem empfehle ich meinen langen Artikel zu diesem Thema: Empathie: Wenn du Stress & Angst von anderen aufsaugst (mit Test).

 

Was Empathie bedeutet: So beschreiben Empathen Empathie

Am prägnantesten fand ich diese Aussagen über Empathie:

„Empathen haben die sehr eigene Gabe, den dunkelsten Teil der Menschheit zu erkennen. Wenn ein Empath sein emotionales Schicksal akzeptieren lernt, ist er in der Lage, den paranormalen Teil und das physische und psychische Leid zu sehen.“ Mit paranormal sind hier keine Aliens gemeint, sondern das, was andere an Schwingungen nicht wahrnehmen würden, weil sie es nicht sehen. Gemeint ist hier die Gabe, zwischen den Zeilen zu hören und zu lesen, die starke Intuition für fremde Gefühle zu haben, ohne zu wissen, welche Ursachen sie haben.

„Empathen können in alles Lebendige hineinhören.“ Sie können Verbindung zu jedem Leben aufnehmen, sich einfühlen und in das Leben hineinspüren, sozusagen. Sie haben die Fähigkeit, nicht nur die Gefühle anderer Lebewesen zu erkennen und im bewussten Zustand auch nachfühlen zu können. Sie fühlen sie so, als wären die Emotionen ihre eigenen. Daher fällt es auch vielen Empathen schwer, sich von fremden Gefühlen oder Menschen an sich abzugrenzen. Deshalb ertragen es Empathen nur wenige Zeit, unter vielen Personen, in Menschenmassen oder in emotional aufwühlenden Situationen zu sein. Hier ist nicht nur das Negative gemeint: Wie ein anderes Mitglied schrieb, würden Empathen genauso positive Gefühle und Gedanken (!) sehr viel stärker wahrnehmen. Auch positive Gefühle wie Freude können einen auslaugen.

„Empathen sind Magneten.“ Im Internet kursieren ewig viele Artikel darüber, wieso Empathen häufig an die nicht so freundlichen Kollegen der Menschheit geraten. Es gibt Diskussionen darüber, dass es starke Anziehungsmuster gebe, zum Beispiel dieses: „Empath – Narzisst“. Tatsächlich berichten viele Empathen, dass sich Narzissten besonders zu ihnen hingezogen fühlen bzw. Empathen mind. einmal auf einen stark narzisstischen Menschen hineinfallen. (Narzissten im mittlerweile gebräuchlichen, nicht klinisch kranken Sinn, sind Menschen, die sich stark in den Mittelpunkt stellen, anderen gegenüber auffallend verletzend, rücksichtslos und manipulativ sind, sie ausnutzen und für ihre Zwecke ungeniert und gewissenlos gebrauchen. >> Mehr dazu im Artikel Narzissten & Energieräuber: Über ihre Angst und verlorene Identität). Aber Empathen sind magnetisch wegen ihrer positiven und fürsorglichen Energie, können mit dem Leid anderer Menschen sehr, sehr schwer umgehen und würden daher einiges tun, um es zu verringern. Sie sind somit auch sehr anziehend für Menschen, die sich traurig, klein, wertlos oder hilfebedürftig fühlen.

„Empathische Menschen haben die Gabe, jemanden von seinem körperlichen und emotionalen Schmerz zu heilen.“ Empathie ist bekannt dafür, besonders in sozial engagierten Berufen aufzutauchen. Dort, wo sich Menschen um die Bedürfnisse anderer kümmern, tummeln sich viele empathisch Begabte, die mit ihren Fähigkeiten anderen helfen, emotional und körperlich zu heilen. Sie können sich so sehr einfühlen, dass sie deshalb das starke Bedürfnis haben, dass es anderen gutgeht. Mit ihrer Hilfe haben kranke oder hilfebedürftige Menschen jemand Kümmernden um sich, der sie wahrnimmt und so sein lässt wie sie sind. Empathen sind daher selten egoistisch. Jemanden in seinem Schmerz allein zu lassen, ist ihnen fremd. So etwas würden sie nur tun, wenn derjenige ihnen schadet oder sie Abgrenzung für ihr eigenes Wohl brauchen. Aber dafür muss es empathischen Menschen in ihrer eigenen Situation schon sehr schlecht gehen.

„Empathie bedeutet, sich so sehr in jemanden hineinversetzen zu können, dass man sein eigenes Leben vergisst zu leben.“ Empathisch zu sein bedeutet in seiner extremen Ausprägung tatsächlich, dass man sich im Leben eines Anderen verlieren kann. Man beginnt, andere Ziele zu verfolgen, fremde Werte zu verteidigen und zu leben, fremde Bedürfnisse höher zu stellen. Seine eigenen Ziele, Werte und Bedürfnisse stellt man hinten an. Es geschieht einigen, dass sie erst nach der Trennung von einem Menschen erkennen, dass sie nicht ihr Leben gelebt haben, sondern das eines anderen Menschen. Wie gesagt: Empathen haben Schwierigkeiten, sich abzugrenzen. Sie übernehmen nicht nur Gefühle, sondern auch Gedanken von Personen. Oder um es mit den Worten eines Mitglieds zu sagen:

„Ein Empath ist jemand, der hochsensitiv, verbunden, frustriert, liebevoll, fürsorglich und gebend ist…jemand, der dringend Gleichgewicht lernen muss.“

„Sie fühlen alles. Sie wissen alles.“ Ich fand den zweiten Satz sehr schön, denn er zeigt auch einen etwas gewöhnungsbedürftigen Aspekt der Empathie: Empathisch zu sein heißt leider auch, dass man den Dreck anderer Menschen erkennt und ihn spiegelt. Man sieht hinter die Fassade und spiegelt das Wahre in einem Menschen. Theorien gehen davon aus, dass dieser sogenannte empathische Spiegeleffekt nicht nur Unauthentizität in einem Gegenüber aufdeckt oder aus einem Empathen einen menschlichen Lügendetektor macht. Menschen mit der Gabe Empathie würden diese dem anderen Menschen auch zurückspiegeln. Empathen sind deshalb nicht immer die besten Freunde aller Menschen. Sehr oft können es Menschen auch so gar nicht leiden, erkannt zu werden. Sie meiden dann die Gesellschaft empathisch begabter Personen, um sich nicht in dem Licht zu sehen, das der Empath entdeckt hat. „Ein Empath zu sein, macht dich zu einem Ziel. Es macht dich zu einem Krieger“, schrieb ein anderes Mitglied.

„Empathen sind die missverstandensten Menschen von allen.“ Eben weil Empathen ihren eigenen Kampf kämpfen, um zurechtzukommen und trotzdem Mensch zu bleiben (mit eigenen Zielen), eben weil sie Schwierigkeiten haben können, die durch die Empathie verursacht werden, isolieren sie sich sehr oft. Sie sind nicht selten einsam und ernten für ihre Empathie und die Konsequenzen so manch abwertenden Blick oder Interpretation.

 

das sagen empathen über empathie wie es sich anfühlt ein empath zu sein

Wie es sich anfühlt, ein Empath zu sein

Es tauchen besonders oft sehr ambivalente Gefühlswelten in Verbindung mit Empathie auf. Einige der typischen Gefühle der empathischen Menschen möchte ich hier nennen:

  • traurig
  • folgend
  • scharfsichtig
  • tief wissend
  • lebendig
  • nach Ganzheit strebend
  • sensitiv
  • bewusst
  • intuitiv
  • menschlich
  • liebenswert
  • sanft
  • aufweckend
  • reich (innerlich)
  • schmerzlich
  • weltschmerzerfüllt
  • hingebungsvoll

Empathie ist also nicht immer ein Kinderspiel. Sie macht einen Menschen aber durchaus reicher: an Erfahrungen und an wahrer Nähe und Liebe zu anderen Menschen. Und zu sich selbst.

 

Bloggerin psychische Gesundheit

Verfasst von Janett Menzel

Autorin und Mentorin für Personen mit herausfordernden Ängsten in ihrer psychischen Gesundheit, in Liebe & Beziehung, Job & Karriere. Potenzial- und Strategieentwicklung im Bereich: Hochbegabung bei Frauen, Angstzustände/Panikattacken, Beziehungsängste - erfolgreiche Beziehungen - erfolgreiche Kommunikation, Gehirnforschung, weibliche & männliche Energien, Entspannungstechniken aus aller Welt, Identitätsbildung & spätes Self-Parenting (Selbsterziehung), Auswirkungen der Emanzipation auf das Verständnis zwischen Mann-Frau

Kommentare

15 Kommentare

  1. Was kann ich dagegen tun? Ich leide darunter. Ich bin Sternzeichen Krebs. Leider lerne ich dadurch immer die falschen Männer kennen.

    Antworten
    • Liebe Monika,

      weniger geben, mehr einfordern, dir deiner Bedürfnisse bewusstwerden – das waren meine Schritte. Natürlich sind stark egoistische Menschen oder solche mit ungesunden Beziehungsmustern gern in deiner Nähe, denn da erhalten sie, was sie sich wünschen. Aber das hat ja nichts mit dir zu tun. Erkenne im Vorfeld die Zeichen und unterbrich den Kontakt, wenn du sie siehst. Ganz abstellen kannst du das nicht oder wie ein Freund von mir mal sagte: „Man kann sich ja auch nicht aussuchen, wen man kennenlernt.“ Aber du kannst dich energetisch auf die Ebene bringen, die bereits ausstrahlt, dass dir niemand die Butter vom Brot nimmt noch deinen Wert infragestellt oder dich ausnutzt.

      Alles Gute für dich!
      Janett

      Antworten
    • hallo Johanna,

      Das was Du hier berichtest deckt sich eins zu eins mit meinem Erleben. unverstanden. bekämpft ausgegrenzt, Einsamkeit!
      Und doch bin ich stolz darauf diese Gabe bekommen zu haben, denn es gibt auch immer wieder Begegnungen die für mein Gegenüber) so heilsam sind nur dadurch das ich verstehe und weiß!

      Ich möchte Dir Mut machen. Nimm es voll und ganz an. Die Welt braucht dich!

      Antworten
    • Hallo agnes,alex hier. Hab grad einen Kommentar für alle geschrieben. Hab keine angst und ja ich würde mich sich gerne austauschen. Hast du eine Website. .du sprachst von einem Verein? Wie heisst er? Vl könnte man ja zusammen was aufsetzen? Die Welt braucht Wesen wie uns. Sei lieb gegrüßt.alex

      Antworten
  2. Ich bin erst seit kurzem darauf gekommen dass ich mehr als nur hochsensibel bin. Ich habe einen sozialen Verein gegründet. Mich aus der Personenbezogenen Arbeit aber völlig zurückgezogen. Man wollte mir vielerlei andichten. Doch meine Diagnose steht von ärztlicher Seite fest: Empathin. Das was ich fühle, und weiß wollen viele nicht wahrhaben. Es macht mich ärgerlich! Denn es ist obwohl sie um den Wahrheitsgehalt meiner Aussagen wissen. Ich wirke scheinbar durch meine offene Art bedrohlich und es wird versucht mich klein zu machen, in Frage zu stellen, und mundtot zu machen. Wie es mit dem Verein weitergehen soll weiß ich konkret nicht. Ich will ein Leben für mich, welches gut ist und friedvoll. All der Lärm, die Hektik und die Verlogenheit machen mich unrund und ärgerlich. Ich bin noch ganz am Anfang meines Bewusstseins des Empathen, weiß aber dass da viel Potential in mir ist. Vielleicht kann ich mich ja mit Gleichgesinnten austauschen? Doch wo und wie finden? Glg Agnes

    Antworten
    • Liebe Agnes,
      Dein Kommentar liegt zwar schon eine Weile zurück, aber vielleicht hilft es Dir ja, wenn ich Dir von meinen Erfahrungen berichte. Auch ich bin eine Empathin und weiß, wie schwer es ist, mit all den äußeren Eindrücken klarzukommen. Deshalb ist es für mich sehr wichtig, dass ich einen Rückzugsort habe, an dem ich mich voll und ganz wohl fühle. Da man nicht die ganze Welt nach seinen eigenen Belangen gestalten kann, um sich wohl zu fühlen, ist es wichtig, wenigstens das eigene Zuhause so einzurichten, dass es der sichere Hafen ist, wenn all das da draußen wieder einmal zu viel wird. Musik, die man mag, angenehme Gerüche und Dinge die man gerne tut, spielen dabei eine große Rolle. All das, was einem ein gutes Gefühl und innere Ruhe gibt. Auch das musste ich feststellen: Ruhe finde ich in mir selbst, sobald das Umfeld stimmt. Dazu musste ich aber erstmal (und muss es auch immer noch, weil es wohl ein fortlaufender Prozess ist) in mich gehen. Wer bin ich? Was mag ich wirklich und wo will ich eigentlich hin? Nur wenn du mit Dir selbst im Einklang bist, kannst Du Dein Potential auch wirklich nutzen. Du kennst Dich selbst am besten! Bezüglich des Umgangs mit anderen Menschen habe ich gelernt, nicht immer allzu offen mit meinen Gefühlen zu sein oder Jemanden auf Zwang von meinem Wissen zu überzeugen. Ganz nach dem Motto: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Hilf, wenn Jemand Hilfe braucht, denke aber immer daran, dass Du nur dann eine Hilfe sein kannst, wenn es Dir gut geht. Also gönne Dir regelmäßig Ruhe und denke auch an Dein eigenes Wohl! Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut mit Deiner Gabe umzugehen, auch wenn es wirklich nicht immer einfach ist! Alles Gute und liebe Grüße! Melissa

      Antworten
  3. Hallo Ihr Lieben.
    Ich lebe nun schon mein ganzes Leben mit dieser Tatsache eine Empathin zu sein. Nicht wirklich einfach. Alles musste ich mir mühsam erarbeiten was anderen viel leichter fällt. Freunde? Nicht wirklich. Ich bin den meisten zu komisch. Kinder? Ja, habe ich, aber auch die wollen keinen Kontakt zu einer Mutter die man nicht ohne Ende melken kann. Nun bin ich im letzten Drittel meines Lebens, habe immer noch nicht das erreicht was ich gerne möchte. Habe nie das Geld dazu zusammen bekommen. Werde immer einsamer, weil ich gelernt habe, den Mund zu halten. Und wenn ich die meisten Menschen reden höre, graust es mich. Keine Liebe, keine Sprache und jeder ist ein Held. Man wird als Empath geboren und das ist das Problem. Man muss damit leben und das ist nicht einfach.ich musste leider die Erfahrung machen, dass mich die Menschen die ich mochte meist abgelehnt haben und entweder kein Kontakt oder nur noch sehr selten war. Womit man auch leben lernen muss, mit diesen Lügen klar zu kommen die immer über einen erzählt werden, obwohl ich meist die Menschen nicht einmal kenne und die mich auch nicht. Habe jahrelang nach eine netten Frau gesucht die gerne auf dem lande leben möchte, hier bei mir, dachte an eine Mutter mit größerer Tochter, aber keine ist wirklich geblieben. Glaubt mir es ist kein Zuckerschlecken als Empath geboren zu sein

    Antworten
  4. hallo Johanna,

    Das was Du hier berichtest deckt sich eins zu eins mit meinem Erleben. unverstanden. bekämpft ausgegrenzt, Einsamkeit!
    Und doch bin ich stolz darauf diese Gabe bekommen zu haben, denn es gibt auch immer wieder Begegnungen die für mein Gegenüber) so heilsam sind nur dadurch das ich verstehe und weiß!

    Ich möchte Dir Mut machen. Nimm es voll und ganz an. Die Welt braucht dich!

    Antworten
  5. Ein Name zu haben, für das was ich bin, hat fast 47 Jahre lang gedauert. Paar Tage vor mein Geburtstag. Endlich!!! Freu mich umbeschreiblich sehr. .. 🙂 damit ohne zu wissen das man ein Empat ist.. Die Intuition der Gabe lässt sich nicht zu vermeiden… Und damit gut zu leben. Und Heute ist nicht der erster Tag, dass die Gabe ein Namen hat,) natürlich neben empath noch viel andere Seiten, wo man noch nicht blickt..
    Danke auch an alle die mir hier ein Stück aus der eigenen Erfahrungen. Liebe Grüsse

    Antworten
    • Hallo ihr besonderen Menschen!
      Emphatie ist keine Krankheit, es ist was es ist. Auch ich habe 49 Jahre gebraucht um durch’s
      Internet und einem Test bei dem ich 97 Punkte erreichte, herraus zu finden was meine merkwürdigen Wahrnehmungen bedeuten.
      Zudem bin ich auch noch Hellsichtig, was ich lieber nicht näher ausführen möchte. Ist schon crazy genug.
      Auch ich finde meine Gabe anstrengend, aber gleichzeitig sehen wir mehr als andere. Das ist auch schon sehr oft sehr hilfreich gewesen. Es gibt für Menschen wie wir Schutztechniken die man auch im Internet finden kann , mir hilft es irgendwie wenn ich Grund habe sie anzuwenden.
      Ebenso gibt es Bücher darüber. Ich habe gelernt mich damit zu arrangieren.
      Als Kind war es schon sehr verwirrend und ich wusste nichts damit anzufangen. Heute bin ich froh darüber weil ich Dinge, Situationen oder Menschen im Vorfeld besser Einschätzen und somit für mich Entscheiden kann wie ich drauf reagiere oder damit umgehe.

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  6. Liebe Empathen,

    ihr macht mir simultan Mut und Angst.

    Dass ich ein Empath bin, weiß ich schon lange aber ich habe mich bis gestern nie damit auseinandergesetzt. Jetzt lese ich diese vielen Artikel und bin erschrocken wie sehr ich mich darin wiederfinde. Ich fühle mich „durchleuchtet“ und begreife gerade wie es meinen Mitmenschen mit mir gehen muss. Mein Umfeld ist da sehr gespalten. Ich habe mich immer sehr gewundert, warum ich von so vielen „Patienten“ umgeben bin. Ich fühle mich in den meisten Fällen sehr geschätzt und begehrt. Es gibt aber auch das andere Extrem, indem ich gemieden oder missverstanden werde.
    Insgesamt erhalte ich oft Lob und Bewunderung für meine „emotionale Intelligenz“ und erschrecke mich selbst immer wieder wenn ich Recht habe. Ich kann bspw. Lügen „riechen“. Das klingt fast selbst verherrlichend als würde ich mich für einen Superhelden halten. Ich möchte das alles nicht. Ich habe das Gefühl, dass ich Andere weiterbringe (und auch Gefallen daran habe) und selbst auf der Strecke bleibe.

    Ich will kein Empath sein. Ich will „normal“ sein. Kann ich mir das abtrainieren? Vermutlich nicht. Man kann sich ja auch nicht abtrainieren musikalisch zu sein zum Beispiel. Sind Empathen selten? Sollten wir lieber unter uns bleiben? Ich fühle mich wie das letzte Einhorn.
    Trifft es eher Frauen wie Männer? Gibt es dazu wissenschaftliches? Wäre Psychotherapeut nicht der perfekte Beruf für uns? Ist es eine Störung oder eine Gabe? Muss ich lernen es zu unterdrücken und den Mund zu halten? Oder reicht es, wenn ich meine Kommunikation anpasse? Ich habe so viele Fragen und weiß nicht wohin damit…

    Ich habe eure Berichte gelesen und bin etwas überfordert damit. Ich bin wie ihr. Ihr seid wie ich.

    Antworten
    • Meine lieben Empathen!!! Habt keine angst!ich bin auch eine von euch . Ich dachte eine zeitlang mit mir stimmt was nicht und ich bin auch sehr allein damit. Das alles was ihr schreibt kenn ich auch. Viel Traurigkeit und Alleinsein. .Schmerz der welt und alles fühlen. Vieles spiegeln und trotz liebevoller Absicht unverstanden und ausgegrenzt werden. Das alles und noch viel mehr. Es nicht sein wollen funktioniert nicht. Man ist so geboren und das hat auch einen Sinn. Sich nicht darin verlieren sondern erkennen ist der Weg. Sich abgeben ist schwer aber ist eine lernaufgabe. Grad in der heutigen Zeit in der Welt der Digitalisierung und der Roboter ist Empathie wichtig. Empathie sind wichtig und werden gebraucht. Darum glaubt an euch!!!! Und vl würde es gut sein wenn man sich hier oder woanders trifft und sich austauscht! Damit man nicht allein ist damit und sich austauschen kann. Ich hoffe ich finde den einen oder anderen von euch wieder. Nehmt eure Gabe an. Ich schick euch viele liebevolle herzensgrüsse,eure alex

      Antworten
  7. Hallöchen🙋🏻‍♀️

    Ich habe all die Jahre gedacht, ich sei unnormal. Ich habe immer die Krankheiten meiner engsten Vertrauten übernommen, wenn zbs. mein Kind krank wurde, habe ich es einen Tag später und meine Kinder wurden gesund. Ich bin Nachts aufgewacht, weil ich gespürt habe, das mein Kind friert und als ich gucken gegangen bin, lag meine zwei jährige Tochter ohne Schlafzeug und Decke im Bett. Das muss sie sich ausgezogen haben und alles raus geschmissen haben. Ich träume Dinge, die am nächsten Morgen in den Nachrichten kamen. Ich könnte ewig weiter erzählen. Ich wurde immer als Hexe bezeichnet und fand das alles sehr merkwürdig. Menschen die ich nicht kenne, erzählen mir emotionale Dinge, weinen auch und ich bekomme immer den gleichen Spruch zu hören „wieso erzähle ich dir das alles, ich kenn dich noch nicht einmal“. Ich habe mich immer gut gefühlt, wenn ich anderen helfen konnte. Seit 7 Jahren wohnen wir nun in der Stadt,seit dem geht es mir körperlich sehr schlecht, ich konnte mir das nie erklären, dachte es sei die Wohnung. Ich habe mich mittlerweile komplett zurück gezogen, ich bin müde, depressiv und mir fehlt jeglicher Ansporn. Dann hab ich angefangen zu revanchieren und ich habe lange gebraucht um zu verstehen, wer und was ich bin. Seit ungefähr 5 Wochen fühle ich es irgendwie ganz genau, ich weiß einfach genau das ich eine Gabe habe. Ich weiß jetzt, das es meine Aufgabe hier auf Erden ist, anderen zu helfen. Ich habe aber trotzdem Angst, denn ich kann mich noch nicht so gut schützen. Es gibt Tage da klappt es, aber die sind selten. Mir geht es körperlich schlecht, mein Magen macht nur Theater und emotional fühle ich mich meistens so traurig und einsam. Wie finde ich einen erfahrenen Empathen, der mir vielleicht hilft? Ich habe keine Fragen, irgendwie beantworten die sich von selbst, wenn ich sie im Kopf stelle. Ich würde nur gerne wissen, wie ich Anhaftungen los werde, wie ich lernen kann, was mir gehört und was den anderen. Ich habe keine Kraft mehr, noch mehr negative Energie aufzunehmen.

    Liebe Grüße

    Simone

    Antworten
  8. Hi
    Ich habe vor 13 Jahre geträumt dass ich eine Seherin bin, ich habe lange geheult weil ich Angst hatte.
    Seid dem gebe ich Körpertherapie in Form von verschiedenen Thechniken am Körper und schaffe es sehr gut die Klienten komplett auszugleichen und dabei sehe ich eine Menge: von Kurzen Situationen die geschehen sind, Ängste, Abtreibungen einfach immer was das Tema ist und nachdem ich nachfragte stimmte es immer.
    Dafür komme ich überhaupt nicht klar mit mir und Freunden oder Bekanten. Ich bombos schnell überfordert, erschöpft und aus meiner Mitte. Am liebsten bin ich alleine.

    Ich finde es nur so schade, dass ich soooo schnell meine Mitte verliere:(

    Ich mache schon zweimal am Tag Yoga…

    Antworten
    • Hey Susanna,
      du bist zu „voll“ mit anderen und zu leer, was dich selbst angeht, scheint mir.
      Seine Lebensaufgabe im Einklang mit sich selbst und seinen eigenen Wünschen für sich zu leben, ist eine ordentliche Herausforderung. Das weiß ich von mir selbst. Ich kam nicht drumherum. Wünsche dir viel Kraft für deinen Weg!

      Antworten

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