Welche Beziehungsstile gibt es und wie formen sie Bindungs- und Beziehungsangst?

von | Jun 27, 2020 | 5 Kommentare

 

„Die Tugend nistet, wie der Rabe, mit Vorliebe in Ruinen“, sagte einst Anatole France.

Sigmund Freud war es, der feststellte, dass ein Jeder in seinen Bindungen Erlebnisse seiner Vergangenheit wiederholt. So entwickelte sich die Bindungstheorie, die auf Beobachtungen von Kleinkindern beruhen: wie sich ein Kind entwickelt und was geschehen muss, damit es keine Sicherheit in sich und andere Menschen oder Prozesse, um diese Sicherheit herzustellen, ausbildet. Man geht davon aus, dass Beziehungsangst auf der Basis des Bindungsstils in einem sehr frühen Alter geprägt wird. Er kann sich durchaus im Erwachsenenalter ändern, aber das bedarf einer gewissen Reflexion, Arbeit und Wille. Der Bindungsstil zeigt vor allem, wie ein Mensch bei Nähe und Distanz agiert, ob er gut mit anderen auskommt, wie er sie behandelt, ob er eifersüchtig und neidisch oder aber ein Teamplayer ist.

 

Die vier Bindungsstile und was sie über dich oder deinen Partner und seine Angst verraten (und wie seine Angst entstand)

Wie Bindungsstile zu Beziehungsangst werden

Viele Menschen, die entweder selbst bindungsängstlich sind oder aber einen Partner/eine Partnerin mit Beziehungsängsten haben, fragen sich, wie diese Ängste entstanden und was genau dahintersteckt. Sie verhalten sich entweder emotional nicht verfügbar, bevorzugen freie, offene oder nicht verbindliche Beziehungen oder sind gefangen in On-Off-Beziehungen. Viele aber wagen es auch gar nicht, eine tiefere Beziehung einzugehen – von Partnerschaft ist nicht zu reden. Allein der Gedanke an Verbindlichkeiten auf emotionaler Ebene lässt sie erschaudern.

Im Folgenden erfährst du die vier Bindungsstile und was sie genau bedeuten.

Diese vier Bindungsstile gibt es – und drei davon bilden Angst gegenüber Beziehungen und Liebe:

  • den sicheren Stil
  • den ängstlich-ambivalenten Stil
  • den gleichgültig-vermeidenden Stil
  • den ängstlich-vermeidenden Stil

Sokol und Carter machen in ihrem empfehlenswerten Buch „die 50 Prozent aller Menschen, die bindungsangstfrei sind und auf bindungsängstliche treffen“, an diesen Bindungsstilen fest:

 

Der sichere Bindungsstil

50 Prozent aller Menschen wird ein sicherer Bindungsstil nachgesagt. Es verbleiben somit 50 Prozent, die keinen sicheren Umgang mit Bindungen erlernt haben und potenziell auf bindungssichere Menschen treffen könnten. Menschen mit einem sicheren Stil haben weder große Ängste, dass sie verlassen werden könnten, noch haben sie Befürchtungen bei und wegen Liebesgefühlen. Sie besitzen grundsätzlich ein gutes Gefühl sich selbst gegenüber und haben Selbstbewusstsein. Sie wissen sich abzugrenzen, weil sie feste Grenzen gesetzt haben und sich trauen, diese notfalls zu verteidigen. Sie können lieben und sich lieben lassen.

 

Der ängstlich-ambivalente Stil

Zehn Prozent der Weltbevölkerung hätten einen ängstlich-ambivalenten Bindungsstil entwickelt. [i] Sie fürchten am meisten die Ablehnung. Obwohl sie sich eine enge Liebesbeziehung wünschen, haben sie von ihren Bezugspersonen gelernt, dass nur deren Bedürfnisse zählen. Auch emotionale Abhängigkeiten, die diese Personen aufrechterhalten wollten, stießen oft auf den Wunsch, ein eigenes Ich auszuprägen, was aber wegen der Wichtigkeit fremder Bedürfnisse untersagt worden war. Es herrschte sicher eine starke emotionale Unbeständigkeit gepaart mit Abwesenheiten oder Nichtverfügbarkeiten. Vielleicht waren die Personen zu sehr mit sich und dem eigenen Leben beschäftigt, häufig nicht von Zuhause oder abwechselnd gefühlvoll und gefühllos. Menschen mit diesem Bindungsstil lernten Bindungen als unsicher kennen. Sie hatten Mühe, Zuwendung und Aufmerksamkeit zu bekommen, was sich auch im Erwachsenenleben wiederspiegelt. Sie versuchen vielleicht durch Besonderheiten/ Auffälligkeiten im Aussehen oder ihren Eigenschaften Zuwendung von einer Person zu ergattern. Sie beweisen sich durch Leistung im Beruf oder durch Geld. Doch da sie Berg- und Talfahrten hinsichtlich Aufmerksamkeit gewöhnt sind, glauben sie nicht an anhaltende Liebe. Sie haben ihren eigenen Wert in ganzer Größe und Liebenswürdigkeit (noch) nicht entdeckt und wissen sich nur selten zu schätzen. Sie verrennen sich leicht in Beziehungen, in denen sie sich und ihren Wert beweisen und stets untermauern müssen. Es kommt ihnen unglaubwürdig vor, wenn sie einmal nichts leisten müssen, sondern wegen sich selbst geliebt werden – einfach so.

 

Die zwei schwierigsten Bindungsstile

Der gleichgültig-vermeidende Bindungsstil

welche bindungsstile haben männer, die sich nicht auf beziehungen einlassen

Der gleichgültig-vermeidende Bindungsstil soll auf 25 Prozent der Bevölkerung zutreffen. Sie haben Angst vor Nähe und viele Ausreden, wieso sie keine bräuchten und wieso auch emotionale Unterstützung und Halt für sie unwichtig sei. Ihnen ist es lieber, sich einzureden, dass sie niemanden bräuchten, sondern viel zu sehr mit ihrem Leben beschäftigt seien. Sie können besonders Menschen, die durchaus Bedürfnisse haben, schwer ertragen. Denn Bedürfnisse zu haben, wirkt in ihren Augen schwach und hinderlich. So sehen sie auch die Menschen. Nur wenn man einen Nutzen für gleichgültig-vermeidende Menschen hat, sind Bedürfnisse in Ordnung, insofern es die des Gleichgültig-vermeidenden sind. Ihnen wurden wahrscheinlich Gefühle und körperliche Nähe in ihrer Kindheit verweigert und – weil man sie nicht „braucht“ – abgesprochen. Häufig sollen Jungen betroffen sein, die nicht weinen dürfen, sondern hart sein müssen, sich durchbeißen und große Leistungen erbringen müssen, um das Idealbild eines „echten Mannes“ zu erfüllen. Hier wären auch ungesund narzisstische Menschen und Recycler anzusiedeln. [ii] Einige von ihnen zeigen deshalb keinerlei Reaktionen auf Gefühle und Empathie, sozialen und emotionalen Stress; andere wiederum erleben heftige psychosomatische Beschwerden. Als würde ihr  Herz/Geist die Verantwortung auf die körperliche Ebene weiterreichen, zeigen sie Symptome [iii] wie Hautreizungen, Nahrungsunverträglichkeiten oder Panikattacken. So verteidigt sich ein Teil von ihnen gegen jedes Gefühl und Bedürfnis, das früher unbeantwortet blieb – was sie nicht haben „sollten“ und heute deshalb besser nicht haben wollen. Sie wehren auch deine Gefühle nur aus Schutz ab.

 

Der ängstlich-vermeidende Bindungsstil

Der letzte Bindungsstil wird ängstlich-vermeidend genannt und beträfe 15 Prozent [iv] der Bevölkerung. Diese sind angepasst, distanziert, fühlen sich verloren, wirken perfekt und brav, haben große Angst vor Nähe und dem Verlassenwerden, sind sehr misstrauisch gegenüber anderen Menschen und vor allem gegenüber ihren eigenen Liebesgefühlen. Sie haben Schwierigkeiten, positive Gefühle zu entwickeln aufrechtzuerhalten. Sie geben sich zuerst die Schuld daran. Sie fühlen sich im Prinzip als schlecht, aber erhoffen doch, dass sie jemandem genug gefallen werden, auch wenn sie den Rückzug derer fürchten. Sie sind manchmal zorniger Natur, wenn sie enttäuscht werden (und wenn es um Personen geht, die sie enttäuscht haben). Im Grunde sind sie sehr loyal, weil sie wissen, wie schmerzhaft es ist, im Stich gelassen zu werden. Sie suchen Halt und ein Ventil gegen ihre Einsamkeit und Angst, ihr geringes Selbstwertgefühl und die innere Leere. Ihnen ist Lob eher unheimlich, weil sie aus Schutz die Verantwortung für fremde Fehler übernehmen. Das ist ihre Form der Kontrolle, um niemanden zu verlieren, von dem sie sich abhängig fühlen. Sie können gleichzeitig sehr gefühlskalt sein und Mühe haben, eine echte emotionale Verbindung zu ihrem Partner aufzubauen. Sie gehören außerdem zu den „wartenden“, gefügigen und „bewusst flexiblen“ Menschen, die selten jemanden unterbrechen oder stören würden, aus Angst, anzuecken und verlassen zu werden. Sie erfüllen lieber Bedürfnisse aus dieser Angst heraus, als es nicht zu tun und sich ihrer Angst zu stellen. Auch wäre es wieder ein Nähebedürfnis, wenn sie es doch täten. In Wahrheit suchen und brauchen sie jedoch eine stabile Nähe und beständige Zuwendung. Doch sie würden es sich (und anderen) nur selten eingestehen. Sie leben in ihren eigenen Welten und wirken daher häufig abwesend. Deshalb geht man in der Psychologie davon aus, dass sie Bezugspersonen hatten, von denen sie stark vernachlässigt wurden. Auch Depressionen, andere Störungen sowie emotionaler und körperlicher Missbrauch können die Ursachen für diesen Bindungsstil sein. In jedem Fall haben sie dem Betroffenen als Kind große Angst vor Nähe und Verlust gemacht. Einige Menschen dieses Beziehungstypens sind deshalb nicht selten feindselig eingestellt oder passiv-aggressiv.

[i] (Aron, 2015)
[ii] (Aron, 2015)
[iii] (Aron, 2015)
[iv] (Aron, 2015)

Das war ein Auszug aus meinem Buch: Du liebst mich, oder doch nicht? Wie Frauen mit beziehungsängstlichen Partnern wirklich umgehen sollten. Es ist bei mir als E-Book erhältlich.

 

Wenn du wissen möchtest, wie du deinen bindungsängstlichen Partner helfen kannst, seine Angst zu mildern (auch damit du selbst zufriedener wirst), könnte mein Onlinekurs zu Beziehungsangst interessant für dich sein:

 

 

Bloggerin psychische Gesundheit

Verfasst von Janett Menzel

Autorin und Mentorin für Personen mit herausfordernden Ängsten in ihrer psychischen Gesundheit, in Liebe & Beziehung, Job & Karriere. Potenzial- und Strategieentwicklung im Bereich: Hochbegabung bei Frauen, Angstzustände/Panikattacken, Beziehungsängste - erfolgreiche Beziehungen - erfolgreiche Kommunikation, Gehirnforschung, weibliche & männliche Energien, Entspannungstechniken aus aller Welt, Identitätsbildung & spätes Self-Parenting (Selbsterziehung), Auswirkungen der Emanzipation auf das Verständnis zwischen Mann-Frau

Kommentare

5 Kommentare

  1. Hallo,
    finden sich in der angegebenen Literatur Hinweise für eine Überwindung/ein Nachreifen der genannten nicht-stabilen Bindungsstile?
    Danke für einen Tipp!
    Gruß
    Anatol

    Antworten
    • Hallo,

      meinen Sie aus der Perspektive des nicht-sicheren Partners oder als Unterstützung für den Partner des nicht-sicheren?

      Antworten
  2. Das ist ein toller Artikel. Ich war eine ganze Zeit lang, in der gleichgültig-vermeidende Ecke angesiedelt. Wenn auch in einer leicht abgeänderten Form. Bei mir war es nicht das Stark sein müssen, sondern Eltern die selbst keine Liebe weitergeben konnten. Ich hab Jahre gebraucht um das zu Verarbeiten bzw um mich einer Beziehung zu öffnen. Aber es hat sich gelohnt.
    Heute kann ich Liebe empfangen und auch weitergeben.
    Toll das es diesen Artikel gibt.
    Liebe Grüße

    Antworten
  3. Liebe Janett Menzel,
    Ich habe mir Ihr Buch gekauft „Du liebst mich oder doch nicht?“. Erstmal vielen Dank für dieses tolle Buch! Die einzelnen Übungen sind sehr interessant und hilfreich. Ich bin mit einem wundervollen Mann seit etwas über einem Jahr zusammen. Wir leben nicht zusammen, auch wenn er es sich vorstellen könnte mit mir zusammen zu leben. Wir verstehen uns sehr gut und es läuft alles sehr harmonisch und liebevoll zwischen uns. Ich komme aus einer Familie, wo offen über alles gesprochen wird, viel Liebe ist, gerne gegeben wird und viel gelacht wird. Wir streiten auch aber danach ist wieder alles in Ordnung, Probleme werden geklärt. Mein Schatz kommt seiner Meinung aus einer eher lieblosen Familie, jedenfalls hat er sich nicht geliebt/gewollt gefühlt. Er hat mich im Oktober seiner Familie und Verwandtschaft vorgestellt. Ich wurde wahnsinnig herzlich aufgenommen und habe auch seitdem ein sehr gutes herzliches Verhältnis mit allen. Anscheinend wurde bisher noch niemand so herzlich auch von seinen Eltern aufgenommen 😊 Ich muss sagen, ich mochte seine Eltern sofort und habe mich so unglaublich wohl gefühlt.

    Mein Schatz konnte die ersten Monate recht offen über seine Ängste sprechen. Er hat Angst eigene Kinder zu haben, weil er Angst hat ihnen nicht genug Liebe geben zu können (wie seine Eltern). Obwohl wir seit über 9 Monaten nicht mehr verhüten, ich messe nur täglich meine Temperatur. Er hat auch Angst seine Freiheit zu verlieren um zu reisen, weil er wenn er Kinder hätte oder ein Haustier, alles für ihr Wohlbefinden machen würde. Er hat auch Angst mit der Zeit mir nicht mehr so viel Nähe geben zu können und sich abzuschotten.

    Leider haben wir jetzt genau den letzten Punkt.

    Seit einer Weile nimmt er mich kaum noch im Arm, sehr wenig Zärtlichkeiten obwohl ich sehe und merke, das wir uns beide sehr begehren. Wir reden sehr viel, jedoch wechselt er bei Beziehungsthemen, Zukunft, zusammenziehen das Thema.

    Jetzt am Wochenende hat er mir mitgeteilt, dass er wieder Wohnungen besichtigt hat (für eine Geldanlage). Und dabei war die Wohnung, wo er mit seiner Ex-Freundin gelebt hat (Trennung vor über zwei Jahren). Es ist ihre Eigentumswohnung und sie war natürlich da mit ihren neuen Partner. Sie tat als wenn mein Freund Ihre Wohnung nie besichtigt hat.

    Ich habe ihm gesagt, dass für sie die Beziehung Vergangenheit ist und sie vermutlich deshalb nichts zu ihrem neuen Partner gesagt hat und sich deshalb so verhalten hat.
    Ich habe ihn gefragt, wie er sich gefühlt hat.

    Er hat sich eigenartig gefühlt und konnte die Nacht danach nicht schlafen. Die Beziehung war aus seiner Sicht gut, sie wollte nur unbedingt sofort nach einem Jahr Kinder haben und er war nicht bereit dazu. Deshalb hat er, nach seinen Worten, die Beziehung beendet.

    Er hat mich gefragt, ob mich seine Kühle nicht langsam ankotzt/ abschreckt. Er hat noch nie gesagt, das er mich liebt und geht, wie bereits gesagt emotional auf Abstand in letzter Zeit.
    Ich habe ihm gesagt, das mir Taten wichtiger sind als Worte auch wenn ich es gerne irgendwann mal hören würde, dass er mich liebt. Und das es mich solange nicht stört, da er viel mit liebe macht und für mich macht ohne das ich irgendwas sage. Er hat mir dann gesagt, dass ich perfekt bin, er es liebt mit mir Zeit zu verbringen, ich so viel Liebe habe und glücklich bin und es einfach nichts negatives gibt, dass sogar seine Familie mich sofort herzlich aufgenommen hat.

    Wir haben eigentlich eine sehr schöne Beziehung. Wir lachen viel, reden viel, verbringen viel Zeit miteinander, geben uns auch Zeit für uns selber, machen regelmäßig liebe, haben viele gemeinsame Hobbys, unternehmen viel (so wie es möglich ist mit Covid) und er kümmert sich auch perfekt um meine Katze.

    Er hat mir am Sonntag auch gesagt, dass er sich verloren vorkommt und nicht weiß was er machen soll.
    Irgendwie habe ich ihm die Frage gestellt, ob er mit mir noch zusammen sein möchte…
    Er konnte diese Frage nicht beantworten.
    Er weiß es nicht, er hat Angst.

    Wir haben sehr offen und liebevoll miteinander geredet.
    Ich habe ihm gesagt, das ich weiß, was ich will, das ich ihn liebe und mit ihm zusammen sein und auch leben möchte. Das ich aber mit jemanden zusammen sein möchte, der das auch möchte. Jemand der auch etwas mit mir zusammen aufbauen möchte, mich liebt und ich weniger nicht akzeptieren kann und möchte.

    Das ich möchte, das wir eine Pause machen, ich ihm die Zeit gebe, die er braucht um für sich zu entscheiden, was er möchte.
    Wir haben beide viel geweint und er hat gesagt, dass er mich nicht verlieren möchte und mich nie verletzen wollte.
    Ich habe ihm mehrmals ruhig gesagt, dass ich ihm die Zeit gebe, die er braucht, er seine Ängste nicht alleine überstehen muss, dass ich da bin. Er jedoch für sich entscheiden muss, ob er seine Angst, sein Leben bestimmen lassen möchte oder über sein Leben selber entscheiden möchte. Er muss entscheiden, ob er sein Herz für mich öffnen möchte, dass ich mein Herz für ihn geöffnet habe. Das Ängste zum Leben dazugehören und es nicht schlimm ist.

    Seit Sonntag Abend ist Funkstille. Keine Nachrichten. Ansonsten schreibt er mir täglich.

    Soll ich auf eine Nachricht von ihm warten? Ich will ihm wirklich Zeit geben. Er fehlt mir sehr aber mir geht es gut. Ich sage mir, wenn er zu mir zurückkommt, wir eine Chance haben und wenn nicht, dann sollte es nicht sein. Er hat mit Absicht viele seiner Sachen bei mir gelassen.

    Ich weiß nicht genau, was ich machen soll. Wie ist eine Beziehungspause für Menschen mit großen Bindungsängsten?

    Ich habe ihm auch eindeutig gesagt, dass ich unsere Beziehung nicht beenden möchte, ich ihm einfach nur Zeit geben möchte. Auch wenn er mir unter Tränen geantwortet hat, es könnte lange dauern. Was für mich nicht schlimm ist. Ich habe ihm auch gesagt, wenn er mich sehen möchte, kann er es, nur intim kann ich nicht mehr mit ihm sein.

    Ich kann und möchte mit niemanden intim sein, der nicht weiß, ob er mit mir eine Beziehung möchte. Wir sind seit über einem Jahr zusammen. Es hat mich verletzt und macht mich traurig, aber ich verschließe mein Herz nicht. Ich weiß, dass er mir nie wehtuen wollte und sein Verhalten ist sehr liebevoll und emotional.

    Soll ich warten oder nach zwei/drei/… Wochen mich bei ihm melden und fragen, wie es ihm geht?

    Ich wäre über einen Rat sehr dankbar!!!

    Antworten
    • Liebe Katja,

      tut mir leid für meine späte Antwort. Hat sich bereits etwas getan?
      Zu deiner Frage: Ich würde in diesem Fall auf ihn warten, nicht von mir aus schreiben. Jeder Kontakt – und sei es auch nur eine Frage wie „Wie geht es dir?“ – kann sich aktuell einengend oder erwartungsvoll anfühlen. Versteh mich nicht falsch: Ich möchte nichts gutheißen oder Augenwischerei betreiben, sondern nur ausdrücken, dass wenn du keine klaren Vorgaben zu deinen Bedürfnissen machen möchtest, du auch auf seine Nachricht warten kannst. Viele können das nicht, aber du scheinst die Kraft zu besitzen. Unter anderen Umständen hätte ich zu einem anderen Vorgehen geraten.

      Liebe Grüße
      Janett

      Antworten

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