Die nachfolgenden Worte stammen von Oriah Mountain Dreamer, einer bekannten indianischen Weisen, eine sogenannte Älteste. Ihre Worte spiegeln Tiefe und Einsicht, Mut und Gewissheit, Quintessenz und die Weite des menschlichen Daseins wieder. Vor allem zeigen sie, dass Schein nur trügt und das Wahrhafte – wie immer – das einzig Wahre ist.

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Die Einladung

Es interessiert mich nicht, womit du deinen Lebensunterhalt verdienst. Ich möchte wissen, wonach du dich verzehrst und ob du zu träumen wagst, der Sehnsucht des Herzens zu begegnen.

Es interessiert mich nicht, wie alt du bist. Ich möchte wissen, ob du riskieren wirst, wie ein Narr dazustehen, für die Liebe, für deine Träume, für das Abenteuer, lebendig zu sein.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu deinem Mond stehen. Ich möchte wissen, ob du im Zentrum deines Kummers warst, ob du geöffnet wurdest durch die Enttäuschungen des Lebens oder ob die Angst vor weiterem Schmerz dich zusammenzog und verschloss!

Ich möchte wissen, ob du Schmerz erträgst, meinen oder deinen eigenen – ohne etwas zu unternehmen, um ihn zu verstecken, ihn abzuschwächen oder zu verändern.

Ich möchte wissen, ob du Freude aushältst, meine oder deine eigene, ob du mit der Wildheit tanzen kannst, dich von der Ekstase bis in die Finger – und Zehenspitzen erfüllen lassen kannst – ohne uns an Vorsicht zu gemahnen, uns zur Vernunft aufzurufen und an die Begrenzung des Menschseins zu erinnern.

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die du mir erzählst, wahr ist. Ich möchte wissen, ob du jemanden enttäuschen kannst, um dir selbst treu zu bleiben, ob du den Vorwurf des Verrats aushalten kannst und deine eigene Seele nicht verrätst.

Ich möchte wissen, ob du treu sein und deshalb vertrauenswürdig sein kannst.

Ich möchte wissen, ob du Schönheit sehen kannst, auch wenn sie nicht immer hübsch ist und ob du dein Leben aus der Quelle der Gegenwart Gottes speisen kannst.

Ich möchte wissen, ob du mit Versagen leben kannst, deinem und meinem, und dennoch am Ufer eines Sees stehen und dem silbernen Vollmond zurufen „JA!“

Es interessiert mich nicht, zu wissen, wo du wohnst oder wie viel Geld du hast. Ich möchte wissen, ob du nach der Nacht der Trauer und Verzweiflung, matt und erschlagen bis auf die Knochen, aufstehen kannst, um das Notwendige für die Kinder zu tun.

Es interessiert mich nicht, wer du bist und wie du hierher kamst. Ich möchte wissen, ob du mit mir mitten im Feuer stehen wirst, ohne zurückzuweichen.

Es interessiert mich nicht, wo oder bei wem du studiert hast. Ich möchte wissen, was dir von innen heraus Kraft gibt, wenn alles andere abfällt.

Ich möchte wissen, ob du mit dir allein sein kannst und wie du die Gesellschaft, die du in den leeren Momenten leistest, wirklich findest.

Quelle: Der-innere-Weg.de

 

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