„Meine Frau schläft nicht mehr mit mir.“ In Deutschland sind rund 40 Prozent aller Frauen zwischen 30 und 45 Jahren vom Libidoverlust betroffen. Bei Frauen über 65 Jahren steigt die Prozentzahl sogar auf über 80. Seitens der Partner heißt dann oft, dass die Frauen „frigide“ seien. Andere reden sich ein, dass sie Fehler machen würden. Dass die meisten Frauen sogar stark unter ihrer Unlust auf Sex leiden (ohne es auszusprechen), wissen die wenigsten; sie zweifeln an der Entwicklung der Partnerschaft oder suchen für ihre Sexunlust verzweifelt nach den Ursachen, beispielsweise hormonelle.

Tatsächlich ist Sexunlust bei Frauen ein sehr komplexes Problem. Es kann die verschiedensten Gründe haben, wieso eine Frau keine Lust auf Sexualität hat. Als Frau möchte ich gern ein paar Worte über dieses schwierige und oft verheimlichte Thema verlieren. Ich hoffe, dass es einige Männer dazu anregen wird, ihre Partnerin und diese Hürde mit anderen Augen zu sehen.

 

Libidoverlust: Mögliche Ursachen, wieso Frauen keine Lust auf Sex haben

wieso frauen manchmal keine lust auf sex habenWenn Frauen keine Lust auf Sex haben, wenn Männer es wollen, hilft es zu verstehen, dass Frauen Sexualität anders betrachten, als Männer. Während Männer mit Sex vorwiegend Anerkennung (Akzeptanz, Bestätigung) gleichsetzen, ist eine regelmäßige und erfüllte Sexualität für Frauen (in der Mehrheit) eine emotionale Angelegenheit. Während Männer keine Emotionen oder tieferen romantischen Gefühle benötigen, um Lust zu haben, mit einer Frau zu schlafen, brauchen die meisten Frauen, die richtige Gefühlsgrundlage, um Sexualität zulassen zu können.

Selbstverständlich gibt es sehr viele Frauen, die One Nights Stands, Affären oder oberflächliche Beziehungen führen, und Sexualität ohne emotionale Verbindung genießen. Die meisten von ihnen versuchen jedoch nur, sich kurzzeitig von den Pflichten, die eine Beziehung mit sich bringen würde, abzulenken. Bei Männern sieht das wieder anders aus.

Auch wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass Sex für Männer eine andere Bedeutung hat als für Frauen. Ich möchte damit nicht das alte und vor allen Dingen ausgediente Klischee bedienen, dass Frauen so sein und Männer so. Nur ist die Motivation zu Sex in vielen Fällen (nicht allen) eine andere.

 

Grund Nr. 1 für Libidoverlust: Ihre Partnerin könnte keine Lust auf Sex haben, weil…

…sie Sex als Aufgabe, nicht als schöne Erfahrung empfindet

Für die meisten Frauen muss Sex vor allen Dingen freudvoll erfahren werden, und das beiderseits. Dient Sexualität nur einem einzigen Partner, so ist das für Frauen in den meisten Fällen genauso unbefriedigend, als hätten sie gar keinen Sex. Das heißt im Klartext: Erlauben Sie sich, die sexuellen Bedürfnisse Ihrer Frau zu befriedigen, genauso, wie Sie erlauben, dass Ihre Frau Sie befriedigt.

Nehmen Sie sich Zeit für Intimität und Lust. Lust muss man schaffen, wenn der Alltag Überhand gewonnen hat. Stresshormone spielen in vielen Fällen eine hemmende Rolle, wenn die Libido schwach geworden ist. Bauen Sie Lust auf und lassen Sie sich Zeit, wenn Sie mit Ihrer Partnerin schlafen. Der Alltag ist schon hektisch genug; Ihre Sexualität sollte nicht zum Wettrennen werden.

Es wird noch immer unterschätzt, dass Frauen genauso ungern zum Geschlechtsakt ermahnt werden wollen. „Schatz, wir haben schon seit vier Wochen nicht mehr miteinander geschlafen!“ ist ein Satz, den sie aus ihren Gesprächen streichen sollten. Druck aufzubauen, ist kontraproduktiv.

wenn sex eine leistung und ein muss ist, verlieren frauen die lust auf sexSex sollte daher nicht als Aufgabe, sondern als freudvolle Erfahrung in die Partnerschaft eingebunden werden. Sollten Sie Ihre Partnerin wieder zu mehr erfüllter Sexualität animieren wollen, so ist das der beste Ratschlag: Machen Sie Sex zur freudvollsten Erfahrung des Tages, der Woche, der Beziehung. Neben all den Pflichten und Hürden des Lebens, die Grätschen, die Frauen heutzutage versuchen, ist eine erfüllte Sexualität das wohl mit schönste Geschenk, das Sie Ihrer Partnerin machen können.

Unterstützen Sie die Lust auf Sex, Lust auf intime Momente und vor allen Dingen die Lust auf sich selbst (aus der Sicht ihrer Partnerin). Hat die Frau keine Lust auf ihren Körper, wird sie auch kein Interesse am Liebesakt haben. Welche Berührungen mag ihre Frau? Wissen Sie, welche Berührungen ihre Partnerin mag oder glauben Sie nur, dass die Berührungen, die Sie Ihrer Partnerin schenken, wirklich die sind, die Ihre Partnerin gern fühlt? Fragen Sie sie, aber erzwingen Sie die Antworten nicht. Es gibt noch immer Frauen, die über Sex bzw. ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse nur ungern sprechen. Sollte Ihnen Ihre Partnerin nicht sofort Auskunft geben können/wollen, geben Sie ihr die Zeit, die sie braucht. Sie wird von ganz allein auf Sie zukommen.

Geben Sie Ihrer Partnerin vor allem das Gefühl, dass es Sie interessiert, was sie sexuell möchte. Und vor allem: Beginnen Sie wahrhaftig, sich für die sexuellen Bedürfnisse Ihrer Partnerin zu interessieren. Wer nur auf sein eigenes Wohl, auf seine eigene Befriedigung, entgegen aller Bedürfnisse der Partnerin, aus ist, der wird immer nur eine trügerische, angeblich erfüllte Sexualität erleben, die nach wenigen Malen wieder im Sande versiegt.

Frauen und Männer erhalten beiderseits im alltäglichen Stress den Aberglauben, dass sie im Bett etwas leisten müssten. Sex ist eben nicht mehr als Beziehungsaufgabe oder mittelalterliche Pflicht zu gestalten. Es sollte ein gemeinsam erlebte, freudvolle und intime Erfahrung sein. Das ist das A und O einer erfüllten, partnerschaftlichen Sexualität.

 

Grund 2: Keine Lust auf Sex, weil sie sich nicht fallen lassen kann

Das kann daran liegen, dass sie zu viel im Kopf hat und sich nicht vom Alltag mit seinen Pflichten und Verantwortung abgrenzen kann. Wer kann schon auf Knopfdruck Entspannung einleiten? Ich kenne zu viele Frauen und Männer, die sich nicht einmal außerhalb des Bettes entspannen können. Sie trauen sich nicht, die Kontrolle über ihr Leben, das nur aus Funktionieren und Aufrechterhalten besteht, loszulassen. Auch auf Entspannung muss man sich vorbereiten.
Würden Sie Ihre Partnerin von einer neuen Entspannungstechnik wie Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation überzeugen wollen, würden Sie auch mehrere Versuche unternehmen, nicht nur einen. Dasselbe machen wir bei Kaufentscheidungen über ein neues Auto, den nächsten Urlaub oder den neuen Kühlschrank. Sie würden nicht nur sagen: „Schatz, lass uns einen neuen Fernseher kaufen!“ Sie wären nicht innerlich zertrümmert oder würden sich abgewiesen fühlen, wenn Ihre Partnerin dazu gerade keine Lust hat. Sie würden wissen, dass es sich für beide Partner richtig anfühlen muss. Sie würden mehrere Anläufe bei Kaufentscheidungen ausprobieren und Überzeugungsarbeit leisten.

So schwer es auch fallen mag: Entfernen Sie sich davon, dass Momente, in denen Ihre Partnerin keine Lust auf Sexualität hat, etwas mit Ihnen zu tun hätte. Wenn Ihre Partnerin keine Lust hat, bedeutet das nicht, dass sie Sie weniger attraktiv findet oder aber keinen Sex im Allgemeinen möchte. Es bedeutet nur, dass sie durch den Tumult des Lebens, jetzt gerade, keine freien Ressourcen hat, um auf Knopfdruck Entspannung und Freude einzuleiten. Es bedeutet, dass andere körperliche und/oder emotionale Bedürfnisse Vorrang haben. Ihre Frau oder Partnerin in solchen Momenten liebevoll zu streichen, zärtlich mit ihr zu reden, ihr die emotionale Sicherheit zu geben, den sie braucht, dient als solche Vorbereitungsphase, um wieder eine erfüllte Sexualität aufleben lassen zu können.

Übrigens: Viele Frauen bekommen mehr Lust auf Sex vom Streicheln oder aber, wenn sie glauben, keinen Sex haben zu können, sondern eben nur das Streicheln. Ein ausgedehntes und schönes Vorspiel kann bei Stress oder eingefahrenen Mustern Wunder bewirken.

 

Grund 3: Keine Lust auf Sex, weil sie keine Nähe möchte

konsequenzen einer heimlichen affäreWenn eine Beziehung belastet ist, es zu wenig Freiheit, Unabhängigkeit und emotionale Sicherheit gibt, sondern das Leben nur noch aus Pflichten und Trott besteht, lässt häufig die Lust auf Sexualität nach. Eine Beziehung hält man eben nicht aufrecht, indem man regelmäßig mit einander schläft.

Für mich ist Sexualität Ausdruck einer erfüllenden Verbindung, die man zu seinem Partner hat. Wenn irgendetwas an der Verbindung nicht stimmt, wird es zu eng. Das Herz wird zu eng und der Kopf wird zu voll.

Partner entfernen sich zuerst emotional voneinander. Sie drücken ihre Gefühle nicht mehr aus, weder die guten noch die bösen. Unlust entsteht durch solche unterdrückten Gefühle. Das führt zu Misstrauen, das sich in Abwehr zeigt. Der Partner ist emotional nicht mehr erreichbar. Sollte Ihre Beziehung an diesem Punkt sein, ist es wichtig, dass Sie Gespräche anregen.

  • Wie kann man die Beziehung wiederaufleben lassen?
  • Wie kann man sie wieder zufrieden und erfüllt gestalten?
  • Was hat man früher gemacht, was man heute nicht mehr macht?
  • Woran hatten sie beide Freude, was sie heute nicht mehr tun?

Wer glaubt, dass die Partnerin keine Nähe mehr zulassen möchte, der sollte ihr wieder Lust auf mehr machen.

Nähe und Distanz

Nähe und Distanz sind immer gegenseitige und doch zusammengehörende Elemente. Sie können sehr nützlich sein oder sehr schädlich. Wer immer aufeinander hockt, könnte etwas Distanz, sei es voneinander oder durch eine Veränderung, profitieren. Unternehmen Sie etwas Neues, verreisen Sie an ein Ort, der Sie beide verbindet, entfernen Sie sich von dem Leben, dass Sie beide führen, schaffen Sie Distanz zu den, was Sie beide distanziert hat. Erinnern Sie Ihre Partnerin daran, wie schön die damalige Nähe war und was sie einander hat nahe fühlen lassen.

Sollten Sie trotz vieler Versuche scheitern, könnte sich Ihre Partnerin bereits zu sehr von Ihnen und der Beziehung distanziert haben. In solchen Momenten schlägt dann alles fehl. Wenn Sie Interesse an ihr zeigen, fühlt sie sich bedrängt. Wenn Sie kein Interesse an ihr zeigen, fühlt sie sich missachtet oder merkt vielleicht gar nichts. Alles sieht so aus, als würde Ihre Partnerin nur ihre Ruhe haben wollen. Es scheint, als wäre kein Rankommen mehr.

Machen Sie Ihrer Partnerin verlockende Angebote

Nehmen Sie ihr lästige Pflichten ab. Ermöglichen Sie ihr den Spielraum, den sie braucht, um sich in ihrem Leben wieder entfalten zu können und neu zu spüren. Sie können es ihr vorleben, indem Sie wieder etwas Neues in Ihrem Leben finden oder aufleben lassen. Zeigen Sie ihr, dass es möglich ist, sich selbst trotz allem nahe zu sein. Eine Beziehung ist mehr als Zweisamkeit. Man darf getrennt voneinander leben und lachen. Das macht wieder Lust auf Nähe zu dem Partner, den man sich gewählt hat. Denn man gehört ja trotzdem zusammen.

 

Grund 4: Keine Lust auf Sex, weil sie sich beim Sex schämt oder schuldig fühlt

nehmen sie ihrer partnerin die scham und angst beim sexScham heißt, zu glauben, man sei falsch oder nicht genug. Schuld wiederum bedeutet, dass man glaubt, etwas Falsches getan zu haben (stets zu wiederholen oder es falsch machen zu können).

Scham kann beim Sex auftreten, weil man seinen Körper oder einzelne Körperstellen nicht mag oder Angst vor Orgasmen verspürt. Man hat in allen Fällen Angst vor Ablehnung, davor, etwas falsch zu machen und die Ansprüche des Partners nicht zu erfüllen, falsch zu sein oder einfach nicht genug, um geliebt zu werden.

Scham wegen seines Körpers

Wer sich für seinen Körper schämt, der zeigt ihn ungern und hat vor allem Schwierigkeiten, sich an seinem Körper zu erfreuen. Sollten Sie glauben, dass Ihre Partnerin ihren Körper unattraktiv findet, bestätigen Sie sie darin, dass ihr Körper gut und schön ist, genauso, wie er ist. Zeigen Sie es ihr. Lieben Sie die Körperstellen, die Ihre Partnerin besonders unattraktiv findet, am meisten. Schenken Sie ihr Zuwendung und Bestätigung in den Momenten, in denen sie Angst hat, ihre Scham könnte berechtigt sein.

Scham und Angst, sich fallen zu lassen

Einen Orgasmus zuzulassen, bedeutet, die Kontrolle loszulassen. Man öffnet sich seinem Partner zu 100 Prozent, kann nichts mehr kaschieren. Das ist normalerweise das Schöne am Akt. Nichts zu müssen und alles fühlen zu können. Aber für viele bedeutet ein Orgasmus auch, dass man sich so zeigt, wie man ist: bewusst emotional, tief und vollkommen unkontrolliert (ohne Blockaden bzw. Hemmungen). Viele setzen das mit Schwäche gleich oder mit dem Gedanken, sie dürften sich nicht in den Mittelpunkt stellen.

Wer Angst davor hat, einen Orgasmus zu haben und ihn zu zeigen, der fürchtet, dass er für sein Verhalten Ablehnung erfahren wird. Beim Orgasmus zu laut zu sein oder gar keinen zu bekommen, ihn zu genießen und sich dieses Gefühl zu erlauben, obwohl man sich Lust (eigene Bedürfnisse und Gefühle) verboten hat: All das sind Befürchtungen, die bei Frauen kurz vor dem Höhepunkt einen Schalter umlegen. Weniger Gefühle ermöglichen manchmal mehr Nähe.

Ich kenne viele Frauen, die eher bei Männern, denen sie weniger emotional nahestehen, einen Orgasmus bekommen, als bei ihren Partnern oder welchen, die sie wirklich sehr mögen. Emotionen scheinen beim Sex, der beiderseits offen und lustgewinnend erfahren wird, auch Frauen im Weg zu stehen. Es kann sein, dass dieses Problem wieder mit dem Gedanken, etwas leisten zu müssen bzw. nicht alles richtig zu machen, verbunden ist. Bei jemandem, den man liebt, hat man erst Recht Angst, etwas falsch zu machen. Nehmen Sie Ihrer Partnerin ihre Angst und vor allem ihre Scham. Sie ist gut, so, wie sie ist. Genauso wollten Sie sie. Genauso lieben Sie sie. Machen Sie das deutlich, leisten Sie Überzeugungsarbeit. Kleinere Unbeholfenheit kann man ausgleichen, indem man die Partnerin führt oder sich von der Partnerin führen lässt.

 

Grund 5: Keine Lust auf Sex, weil die Hormone verrücktspielen

Falls mit der Sexunlust auch Symptome wie Müdigkeit, unterschwellige Traurigkeit, Abgeschlagenheit und Antriebsarmut einhergehen, könnten die Hormone die Ursache sein. Besonders wenn der Libidoverlust bereits sehr lang anhält oder abrupt eintrat, könnten medizinische Gründe vorliegen. Die gute Nachricht ist: Die Unlust kann dann schulmedizinisch behandelt werden.

Die folgenden hormonellen Ursachen können zu einer sogenannten Libidostörung führen:

Androgenmangellibidoverlust kann hormonelle ursachen haben

Ein Androgenmangel tritt auf, wenn die Frau zu wenige männliche Sexualhormone im Blut aufweist. Das kann vorwiegend in den Wechseljahren vorkommen oder aber durch die Anti-Baby-Pille verursacht werden. Im ersten Fall produzieren die Eierstöcke nur noch sehr geringe Mengen an Testosteron. Im Fall der Pille wiederum bindet das ausgeschüttete Östrogen, die weiblichen Sexualhormone, durch die Bildung von SHBG (Sexual Hormon Binding Globuline) Testosteron. Das führt zu weniger Lust auf Sex.

Operationen, Krankheiten und Medikamente

Frauen, denen die Eierstöcke entfernt wurden, beklagen ebenfalls häufig Sexunlust. Das liegt daran, dass nun nur noch die Nebennierenrinde Testosteron produziert, was in vielen Fällen zu gering ist, um Lust zu empfinden.

Aber auch Operationen am Darm und Störungen des Darms an sich, Bandscheiben-OPs und Medikamente können die Libido negativ beeinflussen. Krankheitsbilder wie zum Beispiel Diabetes, Arteriosklerose, Schilddrüsenunterfunktionen und Bluthochdruck können ebenfalls ursächlich sein.

Psychische Belastungen

Nicht zuletzt sind psychisch schwere Zeiten, die Angststörungen, Panikattacken, Depressionen oder depressive Verstimmungen, Neurosen und andere Krankheitsbilder hervorrufen, eine mögliche Ursache. Die Nerven sind in dieser Zeit derart stark belastet, dass Freude kaum mehr Platz im Leben hat. Alles erscheint mühevoll und sinnentleert. Werden zudem noch starke Psychopharmaka und Schlafmittel eingenommen, kann die Lust auf Sex nur geringer werden.

 

Weitere Ratschläge

Mal was Neues

Sehr häufig aber ist sich das Sexleben eines Paares einfach nur eingefahren. Das Alte erscheint lau und interessant, langweilt schon im Vorfeld und macht wenig Lust auf mehr. Probieren Sie etwas Neues! Erzählen Sie sich ihre geheimen Wünsche und Fantasien (oder schreiben Sie sie auf). Finden Sie heraus, was Ihnen beiden Spaß und Lust machen würde. Oder regen Sie die Fantasie Ihrer Partnerin an: Achten Sie darauf, welche Sachen, Orte, sinnlich anregenden Tätigkeiten ihre Stimmung hebt. Lassen Sie sie in das Vorspiel einfließen. Oder probieren Sie das Gegenteil vom üblichen Akt. Übernehmen Sie mehr Führung als sonst oder geben Sie sie aus der Hand. Kehren Sie das Normale um und bereichern Sie Ihr Sexualleben durch den neuen, kreativen Schwung.

Testen, was „funktioniert“: Vaginaler und klitoraler Orgasmus

70 bis 80 Prozent Frauen können vaginal (also ohne Stimulierung der Klitoris) keinen Orgasmus erleben. Ist die Sexstellung aber darauf ausgerichtet, erlebt die Frau logischerweise keinen Höhepunkt. Praktizieren Sie also eine Stellung, in der die Frau auch klitoral stimuliert wird oder sich selbst stimulieren kann.

Sexualtherapie

Auch eine Sexualtherapie kann in Fällen psychosomatischer Ursachen wahre Wunder bewirken. Ich möchte an dieser Stelle gern einen Freund und Kollegen aus Berlin empfehlen: Jojo Weiß. Auf den Seiten seiner Hypnose Praxis hat er umfangreiche Informationen zur Sexualtherapie mit Hypnose zusammengestellt.

 

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