Warum uns unerwiderte Gefühle zu schaffen machen & 10 Strategien

von | Aug 10, 2015 | 12 Kommentare

 

Das Schlimmste in der Liebe sind unerwiderte Gefühle: Niemandem bereitet es Freude, abgewiesen oder abgelehnt zu werden oder unglücklich verliebt zu sein. Jedem fällt es schwer, mit Gefühlen zu leben, die nicht erwidert wurden bzw. nie erwidert werden. Es verletzt uns alle zutiefst, ausgeschlossen zu werden oder sich unliebenswürdig zu fühlen. Wir bleiben allein mit unserem Schmerz zurück, über unerfüllte Bedürfnisse, leidige Missverständnisse, Fehler, die sich nicht mehr korrigieren lassen und blutende Wunden. Es ist verletzend, dass man ungewollt oder „nicht so, wie mich jemand will“ ist.

Kennst du das? Dann ist in diesem Artikel über den Umgang mit unerwiderter Liebe vielleicht ein Weg für dich.

 

Meine besten 10 Strategien gegen unerwiderte Gefühle

1. Frag dich, was du tun kannst, damit es noch mehr wehtut

Eine Technik aus dem Coaching, die du genauso anwendest, wie beschrieben. Wenn es höllisch weh tut oder du wahnsinnig wütend bist, Panikattacken oder durchweinte Nächte hast, frag dich, was du tun musst, damit es noch schlimmer wird. Dich noch mehr quälen, indem du dich abwertest? Dich noch liebloser und wertloser behandeln, damit du dich lieblos und wertlos fühlst? Noch weniger schlafen, noch mehr essen, noch weniger unter Menschen gehen, noch mehr trinken? Dein Gehirn ist ein mächtiges Organ und es wird wie immer tun, was getan werden muss, um die Funktionalität in deinem Leben zu erhalten: Es wird dich schützen und aus dem Sumpf herausziehen. Sei es durch Aha-Momente, neue Kraftimpulse, Hilfe, die du annimmst oder dir suchst usw. Der erste Schritt ist dabei, dich und den Kritiker zu beobachten.

 

2. Frag dich, was du tun kannst, wenn dich unerwiderte Gefühle belasten

warum uns unerwiderte gefühle so zu schaffen machen Was kannst du stattdessen tun, was hilfreich wäre und dich in deinem Selbstwert, deiner Selbstannahme und Selbstliebe unterstützen würde? Beim Sport alles raus zu sporteln? Denjenigen vielleicht anrufen und anbrüllen oder den Kontakt abbrechen? Einen schönen Abend mit deinen Freunden verbringen? Kleine Rituale für den Alltag einführen, wie zum Beispiel dein Lieblingsessen kochen, einen Freizeitkurs an der VHS buchen, einen neuen Ort in deiner Gegend erkunden, den nur du besuchst, an dem keine Erinnerungen hängen? Dich in Gesprächen mit lieben Menschen bestätigen, indem du sie bittest, dir alle deine guten Eigenschaften zu nennen?

 

3. Lass die „echten“ Gedanken und Gefühle raus

In der Gewaltfreien Kommunikation unterscheidet man zwischen echten und unechten Gefühlen. Echte Gefühle sind Traurigkeit, Verärgerung, Kränkung, Hilflosigkeit, Angst, Einsamkeit, Langeweile, Enttäuschung, Eifersucht, Leere. Unechte Gefühle sind „erdacht“. Sie kommen nicht aus deinem Herzen, sondern entspringen deinem Geist. Du fühlst dich, weil du so denkst, zum Beispiel

  • abgelehnt
  • ausgenutzt
  • belogen oder betrogen
  • geringgeschätzt
  • erniedrigt
  • im Stich gelassen
  • ignoriert
  • nicht beachtet
  • unbedeutend
  • vernachlässigt
  • zurückgewiesen
  • unerwünscht
  • wertlos, kurzum:
  • ungeliebt.

Mach dir am besten klar, dass du diese gedachten, unechten Gefühle gar nicht fühlst, weil sie keine Gefühle sind. Es sind deine Gedanken, deine Interpretationen. Die Quelle sind unerwiderte Gefühle und Liebe, besonders die Trauer, die sich dahinter verbirgt. Ich sage nicht, dass das einfach ist. Ich sage nicht einmal, dass ich es immer zu 100% kann. Ich sage nur: Mach dir bewusst, dass du dir diese Gefühle nur „denkst“. Diese unechten Gefühle sind deine Angst. Diese Angst wiederum schützt dich vor zu viel Traurigkeit, die dein Gehirn nicht fühlen will. Es ist ein wenig so, als würde dein Gehirn dir erlauben, eine eigene Wut oder etwas anderes, Größeres zu entwickeln, was dich dann dazu befähigt, einen neuen Weg zu gehen. Das kann für einige bedeuten, dass sie noch mehr versuchen und unternehmen, um denjenigen von ihrem Wert und ihrer Liebenswürdigkeit zu überzeugen (das kann nach hinten losgehen oder klappen, aber liegt außerhalb deiner Kontrolle). Andere wiederum entscheiden sich dazu, zu gehen und ebenfalls abzulehnen (sie kämpfen nicht, sondern nehmen die Entscheidung bzw. das Verhalten des anderes als gegeben und wohl überlegt, was es hoffentlich auch ist). Wiederum andere würden verzeihen, akzeptieren, dass die Gefühle desjenigen sind, wie sie sind und ihr Leben weiterleben, die Augen offen halten und neue Möglichkeiten ergreifen.

Echte Gefühle sind zum Beispiel Selbstmitgefühl und Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

 

4. Sieh in den Spiegel und erkenne dich in ihm

Wieder diese Spiegeltheorie, ja ja. Aber mir geht es nicht um diese Bücher, in denen steht, dass du bist, was du aussendest (obwohl ich das tatsächlich hin und wieder erlebe), sondern mit „Sieh in den Spiegel und erkenne dich in ihm“ meine ich: Stell dich vor einen Spiegel und sieh dich an. Sieh dich, nicht nur die Person in deinem Kopf, mit der du diskutierst oder die du vermisst oder der du hinterherjagst. Sieh in die Spiegel: Das bist du. So siehst du aus, wenn du diese Gefühle spürst oder diese Gedanken hast, die du dir gerade machst. Gefällst du dir so? Kannst du mit dir fühlen oder empfindest du eher Selbstmitleid über eine Ablehnung? Ist es Selbstverständnis oder glaubst du demjenigen, dass du nicht liebenswert seiest? Das, was der andere denkt oder nicht fühlt, ist in seinem Kopf, in seinem Herzen. Eine Entscheidung über sein Leben. Siehst du das in dem Spiegel? Oder siehst du dich, wie du bist? Siehst du so aus, wie andere dich sehen bzw. wie du gesehen werden willst oder erlaubst du dir einen ehrlichen Blick in den Spiegel, der dir zeigt, dass du Ecken und Kanten hast, die zu dir gehören? Das, was du über dich denkst und fühlst, ist deine Entscheidung. Wenn du jemand anderem erlaubst, dich über seine Werte und vielleicht sogar Unwahres über deine Person zu definieren, wirst du zu einem anderen Menschen, zu jemandem, der versucht, einen zu großen Kreis in ein zu kleines Quadrat zu quetschen. Wer bist du ohne den anderen?

warum uns unerwiderte gefühle so zu schaffen machenUnd was die Spiegeltheorie angeht: Mir ist es schon oft passiert, dass ich auf Menschen treffe, die meist noch „schlimmer“ sind als ich: noch sensibler und verletzbarer, noch kontrollierender oder manipulierbarer, weil noch ängstlicher oder noch unwilliger, noch härter, wenn es um Grenzen und Bedürfnisse geht und noch sehnsüchtiger, noch beschützender, noch verhafteter an einem Selbstbild, was modelliert wurde, um anderen zu gefallen oder wenigstens niemandem auf die Füße zu treten, um keine Konflikte oder gar Ablehnung hervorzurufen.

Was auch immer es ist: Die Wahrscheinlichkeit, dass die eisige Härte oder das aufpolierte Desinteresse der Wirklichkeit entspricht und nicht der Angst des Ablehnenden, am Ende selbst der Gelackmeierte oder Verlassene oder Verletzte zu sein, ist größer, als man manchmal denken mag. Auch du zeigst Menschen nur das, als was du gesehen werden möchtest, um nicht angreifbar zu sein oder zu werden. Umgekehrt funktioniert es genauso. Diese Erkenntnis hat mir oft dabei geholfen, zu verstehen, dass Ablehnung meist dann erfolgt, weil der andere sie am meisten fürchtet. Jemand, der dich ablehnt, fühlt sich vielleicht schon von dir abgelehnt oder aber könnte fürchten, dass du ihn in naher Zukunft ablehnen wirst, weswegen der erste, eigene Ablehnungsschritt lieber von demjenigen erfolgt. Ein Schutzmechanismus der Angstabwehr. Wir werten ab, wir bagatellisieren, wir verneinen. Ist dir das auch schon einmal passiert?

 

5. Fühle den Schmerz, den du verarbeiten willst

Ich habe mal gelesen (und kann leider die Quelle nicht mehr nennen), dass man sich den Schmerz ins Leben zurückholt, den man im Inneren am meisten loslassen möchte. Alte Wunden, alte Schmerzen über Trennungen, Verzicht, Opfer, Konflikte, Ablehnung, seitens der Mutter, des Vaters, früher Freunde, erstem Partner. Das in Verbindung mit einer Schuld, die man fühlt, die nicht zwingend die eigene sein muss, sondern auch die eines anderen, lässt uns oft verstärkt leiden. Diese Verbindung geht auf den Psychologen Chuck Spezzano zurück. Wir sind in Wahrheit wütend und traurig, aber derjenige entschuldigt sich nicht und macht seine Schuld nicht wieder gut. Stattdessen sind diese Menschen kalt, selbstherrlich, überzeugt von ihrer Meinung und ihrem Verhalten, was uns noch mehr verletzt.

Dieser alte Schmerz wird jedes Mal neu aktiviert, weil er noch da ist und wie ein schlafender Hund in uns lebt, wenn jemand Ähnliches bzw. mit ähnlichen Charaktereigenschaften in unser Leben tritt. Man zieht Vergleiche, weiß, dass man „so etwas“ ja schon kennt und erlebt dasselbe wie früher, nur noch schmerzhafter. Das Ziel dahinter, ist, diesen Schmerz – solange und so oft, wie es braucht, bis wir bereit sind – zu durchleben, um ihn endgültig loslassen zu können. Auch die Schuld, die jemand nicht übernehmen wollte, die Verantwortung, die jemand nicht tragen wollte, fällt so auf uns zurück, weil wir sie nicht loslassen können, und wir übernehmen sie für denjenigen. An seiner Stelle verhalten wir uns so, wie wir es von demjenigen erwartet und erhofft hatten, wir versuchen, die fremde Schuld eigens wieder gut zu machen. Aber wir vergessen dabei, dass unsere Wut und die Traurigkeit darüber verborgen bleibt, um den Schmerz darüber nicht fühlen zu müssen. Du bist unschuldig. Der Schmerz wird solange da sein, bis man bereit ist, ihn zu fühlen und zu verarbeiten, indem er zugelassen wird.

 

6. Verzeihe dir deine Gefühle

Jemanden zu mögen oder zu lieben, der uns nicht so liebt bzw. schätzt, wie wir es uns wünschen, ist schwer. Der Verstand, meist als Vertreter die Freunde oder die Familie, sagt: Wer dich nicht liebt, der hat dich nicht verdient. Aber die Sehnsucht und die Bedürfnisse, obwohl er uns gegenüber so verletzend war, bleiben warum uns unerwiderte gefühle so zu schaffen machenoft, auch wenn man sich noch so sehr Mühe gibt, denjenigen zu vergessen oder gleichfalls abzuwerten. Da es keine Pille, kein Mittelchen gegen Liebeskummer gibt, kann man nur eines versuchen: Akzeptiere, dass du jemanden magst oder dich nach seiner Anerkennung sehnst, der deine Gefühle ablehnt und sie nicht erwidern möchte. Verzeihe dir, dass du denjenigen dennoch (weiter) magst. Erlaube dir deine Gefühle, denn niemand darf sie dir verbieten, aber realisiere ab einem bestimmten Zeitpunkt, dass du dir just diesen Menschen ausgesucht hast. Wieso ausgerechnet der- oder diejenige? Welche Verbindung besteht zu diesem Menschen? Worin ähnelt ihr euch? Was kannst du von dem- oder derjenigen lernen?

Vielleicht ist es auch jemand aus dem beruflichen Umfeld, dessen Anerkennung du möchtest, jemanden, den du dir nicht ausgesucht hast, dessen Anerkennung du aber für deinen Selbstwert glaubst zu brauchen. Brauchst du sie wirklich? Oder brauchst du die Gefühle eines anderen, um dich wohl zu fühlen? Wie sind deine eigenen Gefühle für denjenigen? Würdest du denjenigen im normalen Leben überhaupt mögen? Hätte sich die Situation anders ergeben, wärst du in der Lage gewesen, denjenigen distanziert kennenzulernen, würdest du die Situation dann anders betrachten als jetzt? Würde dich derjenige nicht ablehnen, sondern annehmen, gäbe es dann eine gute Zukunft, in der ihr beide auf eure Kosten kommt oder gibt es etwas an der Person, was du ablehnst oder irgendwann ablehnen würdest? Das kann man sich sowohl romantisch, freundschaftlich oder nachbarschaftlich, als auch beruflich stellen: Wer bist du ohne den anderen?

 

7. Verliebe dich neu – dieses Mal in dich selbst

Veit Lindau nennt das Heirate dich selbst und hat sogar ein Buch darüber geschrieben. Würdest du dich heiraten? Wärst du gern mit jemandem wie dir zusammen? Würdest du jemanden, der genau so ist wie du, lieben? Wenn nicht, dann bist du vielleicht eine bessere Variante eines Menschen geworden, den andere für liebenswert halten könnten. Aus Angst vor Ablehnung. Wenn du zum Beispiel immer die besten und teuersten Klamotten trägst, pingelig mit Gewicht und deinem Körper bist, drei Mal die Woche ins Fitnessstudio gehst, lange im Bad bist und oft vor dem Spiegel stehst (falls dir das auffällt), scheint dir dein Äußeres sehr wichtig zu sein, was prinzipiell vollkommen okay ist in einer Welt, die sich nur nach Äußerlichkeiten richtet. Für wen genau aber machst du das, wenn dich niemand sehen würde? Siehst du dann auch so aus oder siehst du nur so aus, wenn andere dich sehen (um gesehen zu werden)?

Würdest du jemanden mit deinen Eigenschaften lieben? Oder würdest du vielleicht an einem bestimmten Punkt sagen: Schatz, du siehst immer gut aus. Es ist unnötig, 5 Stunden im Bad zu stehen. Wir gehen doch nur ins Kino…. usw.

 

8. Erkenne, dass du bekommst, was du bekommen willst, um etwas zu lernen

Zu einer Zeit, in der es mir partnerschaftlich sehr schlecht ging, war, fand ich ein Buch mit dem Titel Jeder bekommt den Partner, den er verdient – ob er will oder nicht, von Hermann Meyer. Ich war schockiert über seine Aussagen und konnte nicht glauben, was der Autor als Argumente lieferte. Sollte ich wirklich daran „schuld“ sein, dass es mit diesen Partner so schlecht lief? War meine Partnerwahl unbewusst? Hatte ich mir absichtlich einen Menschen ausgesucht, der hoffnung trotz unerwiderte gefühleliederlich mit mir (und sich selbst) umging? Ja. Ich wollte ja den. Ich ignorierte alle Anzeichen und bin mir heute sicher, dass das pure Absicht war und vor allem, eine Erkenntnis, die ich erlangen wollte. Aber bis zum Schluss – wie Annette Zinkant polarisierend in ihrem Buch „Mr. Unentschieden“ schreibt – glaubte ich felsenfest, dass es eines Tages die wunderbarste Beziehung meines Lebens würde, mit niedlichen Kindern und Glück und Haus und Hund und Hof, am Rande einer Gänseblümchenwiese. Heute weiß ich es besser.

Ganz oft erhalten wir, was wir geben und bekommen das, was wir glauben, „verdient“ zu haben, obwohl es den momentanen Möglichkeiten unseres Selbst in vollem Umfang entspricht (unbewusst). Verdienen wir uns die Liebe eines Menschen, wenn wir ihm hinterherrennen, immer abrufbar bereit stehen, alles erdulden und mit uns machen lassen, was der andere will? Glaubst du, so wie ich vor den vielen Jahren, du müsstest richtig viel leisten, um dir im wahrsten Sinne des Wortes, Liebe zu verdienen? Sicher würdest du, wenn du ein Freund dieser Person wärst, nur den Kopf schütteln und der Person ins Gewissen reden, oder? Wer bist du als Partner? Was glaubst du, verdient zu haben? Was ist das Schlimmste, was dir je suggeriert wurde und was hast du in dem Moment getan? Noch mehr gegeben, geschwiegen, versucht, gelitten? Dann scheinst du zu glauben, dieses Verhalten, so einen Partner, verdient zu haben. Oder bist du kopfschüttelnd gegangen und hast jemanden gefunden, der dich besser behandelt und dich so akzeptiert, wie du bist? Dann glaubst du, dass du etwas Besseres verdient hast. Weswegen genau das eintrat/eintreten wird. Wie im Innern, so im Außen.

Was meinen damaligen Partner anging, und ich gebe es ungern zu, war es genauso: Ich dachte, ich müsste mir Liebe verdienen. Es ging gar nicht um ihn. Es ging um meine Einstellung, um meinen Wert, den ich zum damaligen Zeitpunkt, gerade aus einer anderen Beziehung raus und gleich den Neuen kennengelernt, so gefühlt hatte. Ich war einsam, war traurig, hatte Selbstzweifel, kaum eigene Orientierung und Ziele. Und da war er: mein Gegenstück, mit genau denselben Gefühlen, nur schlimmer. Ich habe jahrelang versucht ihm klarzumachen, wie liebenswert er ist und dass er sich nicht (erst recht nicht vor mir) verstecken braucht, welche Fehler er in seinem steten Streben um Fremdliebe sich und mir gegenüber macht, er sich nichts verdienen muss, weil er trotz aller Schwächen gut ist, wie er ist, er keine Millionen braucht, ich ihn so liebe, wie er ist, aber erst vor einigen Monaten verstand ich, dass ich das lernen musste, anstatt es ihm beizubringen. Außerdem: Es war an der Zeit, dass ich wesentliche Lektionen im Sinne von Fähigkeiten erlerne. Mein damaliger Partner war die übertriebene Variante dessen, was ich selbst zu lernen hatte.

 

9. Nimm deinen Schatten und geh

warum uns unerwiderte gefühle so zu schaffen machenGanz oft, wenn wir abgelehnt werden, finden wir uns in der Mecker-Opfer-Position wieder und denken oder sagen Sätze wie: „Wie konntest du mich nur so verletzen?“ „Wieso hast du das gemacht?“ „Ich hätte nie… Ich würde nie… Ich habe dich nie…“ „Jahrelang habe ich dieses und jenes gemacht und so dankst du mir?“ „Ich habe dich geliebt und du?“

Dieses Verhalten ist zweischneidig. Auf der einen Seite übertragen wir dem Beschuldigten alle Veranwortung und lenken von unserer Eigenverantwortung und Teilhabe ab. Wir schieben es auf jemand anderen, bei dem wiederum nur Rückzug, Abschottung, Querstellen und Selbstzweifel als Optionen „ankommen“ können. Zu echten Kompromissen kann es so nicht kommen, im Gegenteil. Man baut Fronten auf.

Auf der anderen Seite: Sollen die Anschuldigungen, Vorwürfe, emotionale Erpressungen, die beim anderen Schuld und Selbstzweifel auslösen, bei demjenigen bewirken, es sich anders zu überlegen und dich doch zu sehen, ernster zu nehmen und zu lieben? Eines habe ich, so qualvoll und schwer es auch war, gelernt: Wenn du dir jemanden erkämpfst, kann es passieren, dass du jedes einzelne Mal wieder kämpfen musst, jeden Morgen, jeden Abend, solange, bis du eines morgens auf dem Weg zur Arbeit, während du dich in Sicherheit wähnst, verlierst. Ohne es zu merken.

 

10. Nimm das Schlechteste und mach es zum Besten

Wenn das dein Weg sein soll, dann sieh ihn. Sieh ihn genau an und erkenne alle Konturen. Wenn du verlassen worden bist, sieh, dass du verlassen wurdest. Erkenne, dass derjenige nicht mehr mit dir zusammen sein will. Erkenne die Gründe (es sich außenstehende Gründe, die jemand anderes hat, welche, die nichts mit dir zu tun haben, sondern mit der Interpretation einen anderes Menschen).

Was kann dir dieser Weg jetzt bringen?

Du bist plötzlich wieder allein, fühlst dich schrecklich, verlassen, ausgenutzt, ausgeschlossen, ungeliebt und verletzt. Du fragst dich, was du getan hast, dass dich derjenige verlassen hat, das dir das geschieht, wofür du das verdient hast, was an dir so „schlecht“ ist, dass du für diesen einen Menschen nicht (mehr) liebenswert bist. Aber das sind nicht die Konturen, das ist das Monster namens „Ablehnung“. Die Konturen sind wie eine Apfelschale: Dort stecken die meisten Vitamine drin. Dieses Monster aber ist wie die Made in dem Apfel. Sie frisst das Süße und Beste im Inneren, was dir Zufriedenheit und Sicherheit gibt, und ruiniert nicht nur den Anblick der Frucht, sondern auch den Genuss. Du wirst ihn nicht mehr essen können. Er sah so schön aus, der Apfel, aber nun ist er ungenießbar. Wäre der Mensch, der dich abgelehnt hat, wie dieser Apfel mit der Made darin, würdest du ihn doch auch wegschmeißen, oder? Würdest du ihn noch ein paar Tage länger liegen lassen? Würdest du der Made sagen, dass sie gefälligst aus dem Apfel kriechen soll und sich all die braunen Kotspuren darin bitte in Luft auflösen mögen? Sicher nicht. Aber das versucht man, wenn man sich über die Ablehnung eines Menschen ärgert oder unter Liebeskummer wegen unerwiderter Gefühle leidet. Man redet mit einer Made und ist enttäuscht, weil der schöne Apfel dahin ist. Schneide die guten Seiten des Apfels ab und schau, ob da die Made schon durchgekrochen ist, wirf den restlichen Apfel in den Müll, trag den Beutel nach draußen in die Tonne und lass die Made da sein, wo sie hingehört. In den Abfall, zum restlichen Müll. Und dann mach das Beste daraus.

Liebe Grüße, Janett

Janett

 

 

P. S.: Den Frauen unter uns möchte ich ein Buch empfehlen, was man nicht nur lesen kann, wenn man sich mit depressiven Episoden konfrontiert sieht. Ich selbst gehöre nicht dazu, und schätze den Lesewert dieses Buches dennoch sehr hoch ein. Es handelt sich dabei um Ursula Nubers Buch Wer bin ich ohne dich?: Warum Frauen depressiv werden – und wie sie zu sich selbst finden.

Bloggerin psychische Gesundheit

Verfasst von Janett Menzel

Autorin und Mentorin für Personen mit herausfordernden Ängsten in ihrer psychischen Gesundheit, in Liebe & Beziehung, Job & Karriere. Potenzial- und Strategieentwicklung im Bereich: Hochbegabung bei Frauen, Angstzustände/Panikattacken, Beziehungsängste - erfolgreiche Beziehungen - erfolgreiche Kommunikation, Gehirnforschung, weibliche & männliche Energien, Entspannungstechniken aus aller Welt, Identitätsbildung & spätes Self-Parenting (Selbsterziehung), Auswirkungen der Emanzipation auf das Verständnis zwischen Mann-Frau

Kommentare

12 Kommentare

  1. Genau…
    abgelehnt, ausgenutzt, belogen oder betrogen, gering-geschätzt, erniedrigt, im Stich gelassen, ignoriert, nicht beachtet, vernachlässigt, zurückgewiesen, wertlos, kurzum: ungeliebt…
    All das fühle ich, und nicht ohne Grund. Freundinnen sagen seit geraumer Zeit: Trennung!
    Alle unterstützten mich, gaben mir Zuspruch, Hilfe, Mut.
    Jetzt habe ich ein Wochenende für uns arrangiert, ihn vor die Wahl gestellt:
    Miteinander, aufmerksam, wertgeschätzt, etc. oder Trennung. Seither bemüht er sich merklich. Trennung hat sich also erledigt. Ich fühle mich trotzdem nicht besser! Warum?
    Noch dazu verweigert man mir jetzt jede fremde Meinung dazu.
    „Du willst es so, dann mach es so“ heißt es. Oder: „…was willst du glauben und was fühlst du?“
    Liegt das an mir?

    LG

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    • Liebe Sandra,
      mir klingt es so (aber nur meine Ansicht aus dem Beschriebenen und der Ferne), dass du viele negative Erfahrungen gemacht hast. Deinem Umfeld ist das klar. Bis zu einem bestimmten Punkt kann man zusehen, wie sich jemand verletzten lässt und hoffen, dass im richtigen Moment die Klarheit und Kraft, die derjenige benötigt, vorhanden ist, um gesund und zukunftsorientiert zu handeln. Klar versuchen deine Freunde, dich vor einer erneuten schmerzvollen Enttäuschung zu schützen. Und natürlich sind sie in der offensiven Haltung und raten dir eher, nicht erneut ein Risiko einzugehen, was du nun mit dem Ultimatum eingehst. Wenn du mit dem eventuell negativen Ergebnis (dass es nach kurzer oder gewisser Zeit wieder bergab geht) gesund umgehen kannst und dich an deinen ursprünglichen Plan erinnerst, falls die Beziehung wieder schädlich für dich wird, könnte dein Umfeld etwas beruhigter sein. Ich tippe, sie wollen dich nur vor einer naiven Hoffnung, die auf Sand gebaut ist, schützen. Aber man sagt ja auch, dass sich all das, was wir abwehren, im Außen bei anderen (und durch andere) dennoch zeigt. Sieh es einfach als Teil deiner Selbst, der Unglaube, dass es dieses Mal funktionieren würde, und erlaube, dass das Risiko da ist. Aber sei bereit, wenn du bereit sein musst. Bis dahin geh deinen geplanten Weg.
      Dass du dich trotz seiner Bemühungen nicht besser fühlst, liegt vielleicht an eben diesen Befürchtungen, die dir dein Umfeld ja bereits spiegelt.
      Sich die Frage zu stellen „Wie viel kann und will ich noch ertragen?“, ist immer hilfreich, wenn man schon viel geduldet hat. Wir können uns immer aussuchen, für wen und in welchem Ausmaß wir freiwillig leiden und ob das Leid ein zu hoher Preis oder ein wertvolles Gut ist.
      Ich wünsche dir viel Kraft bei all diesen Entscheidungen und vor allem, dass du Verständnis für dich und dein Umfeld (bzw. ihre Angst davor, dass du verletzt wirst) findest.

      Ich möchte noch abschließend sagen, dass ich diese Situation sehr gut aus meinem eigenen Leben kenne. Wer kennt sie nicht? Ungewissheit, Angst, das Gefühl der Wert- und Hilflosigkeit. Jeder musste bzw. muss für sich in seinen eigens gewählten Szenarien lernen, mit Ablehnung und vor allem nötiger Abgrenzung, Definition seines Selbstwerts und „Angriffen“ umzugehen. Mir hat die Erfahrung gezeigt, dass es immer – IMMER! – hilft, sich zu entscheiden. Wer seinen Weg kennt, braucht um das Ziel nicht zu fürchten. Wenn wir jedoch in Starre und Warteprozessen verweilen, in denen vorrangig jemand anderes das Steuer in den Händen hält, sind wir immer auch mit eventueller Abhängigkeit und drohenden Verlusten konfrontiert. Entweder wir können uns in solchen Zeiten entspannt und vertrauensvoll zurücklehnen und den Weg genießen, weil wir vertrauen (nämlich auf uns und dass es für jedes Problem im richtigen Moment eine Lösung geben wird –> die Lösung bist immer DU) oder wir lernen es daran. Aber so oder so: Wir lernen. Lernprozesse sind leichter, wenn wir wissen, was wir können und vor allem, was wir nicht können und nicht können wollen…
      …weil wir es uns wert sind.

      Alles Liebe wünsche ich dir,
      Janett Menzel

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      • Hallo Janett, wenn ich so deinen Text durchgelesen habe, stellt sich bei mir gerade die Frage, ob es nicht die Ablehnung der Frau gewesen ist, die mich abgelehnt hat, weil sie selbst in ihrer Liebe zu einem Mann abgelehnt wurde und mich darum so verletzend hat abblitzen lassen, nachdem sie mir auch noch wenige Tage zuvor gesagt hat, wie sehr sie mich liebe?

        Habe ich das da so von dir richtig verstanden? Lehnt sie mich ab, weil sie selbst von jemandem abgelehnt wurde und das immer noch in ihr selbst arbeitet?

        Liebe Grüße von Jens

        Antworten
        • Hallo Jens,
          das höre ich immer wieder, weshalb es grundsätzlich ein Gedanke wert ist. Ob es nun bei dieser Frau tatsächlich der Fall ist, kann ich nur schwer beantworten. Aber viele sind doch bereits durch Erfahrungswerte innerlich angehalten, selbst im Vorfeld abzulehnen, um sich ihrer Angst, abgelehnt zu werden, nicht stellen zu müssen.

          LG Janett

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  2. Liebe Janett,
    ich bin auf der Suche nach Heilung auf Deinen Artikel gestoßen. Ich suchte Heilung für mein gebrochenes Herz. Ich habe im vergangenen Jahr einen Mann kennen gelernt von dem ich dachte, er sei der Richtige für mich. Wir trafen uns, telefonierten, schrieben, liebten. Ich genoss die gemeinsame Zeit in vollen Zügen, ich fühlte eine starke Anziehung und Verbundenheit. Kurzum, ich schenkte ihm mein Herz. Eigentlich war der Plan, ein loses Verhältnis mit „Vergnügen“ einzugehen, wir wollten uns nicht aneinander binden. Doch ich verliebte mich und ich hatte das Gefühl, dass er es auch tat. Ich erkannte Signale und nahm sie in mein Herz. Doch eines Tages, stand ein Wagen einer anderen Frau vor seinem Haus. Sie blieb das ganze Wochenende und ich blieb allein zurück. Verletzt und gebrochen. Für 2 Wochen brach in den Kontakt ab, sehnte mich aber nach ihm, der gemeinsamen Zeit und seiner von mir angenommenen Liebe. Wir sahen uns wieder, redeten, schrieben, aber der Schmerz in mir blieb, genau wie meine Liebe und Sehnsucht. Er sagte mir, er will mir nicht wehtun und darum würde er mich nicht mehr berühren wollen. Aber ab und zu tat er es, er wusste ganz genau, welche Knöpfe bei mir funktionieren. Immer wieder versuchte ich danach den Kontakt abzubrechen, mir einzureden, dass ich es schaffe, ohne ihn und mit erhobenem Haupt. Doch ich wurde innerlich aufgefressen, von Monstern namens Liebeskummer und Sehnsucht nach seiner Liebe. Er wiederum konnte nicht akzeptieren, dass ich immer wieder den Versuch startete, ihn aus meinem Leben zu schieben, weil ich merkte, dass ich schwächer werde. Er wollte mich behalten, ich kann nicht einmal sagen warum. Vor einem Monat lernte er dann „sie“ kennen. Er sagte mir, dass da etwas ist, was er selbst nicht geglaubt hätte. Und sie blieb, ist immer noch bei ihm. Ich habe gesagt, dass mir unser Kontakt nicht gut täte und ich endlich Abstand will! Seine Antwort war, dass er es nicht gut findet, und ich mich zurückziehe, weil er eine Partnerin hat. Er fände es „gemein“ von mir und könnte es nicht nachvollziehen. Er glaubte, wir hätten eine Basis gefunden, die ich aber nicht sehe. Es herrscht ein Ungleichgewicht. Ich erfüllt von Liebe und Schmerz, er, der mich zur guten Freundin haben möchte, ohne Einsicht, dass ich nicht so handeln kann. Er hat nie verstanden, dass er mich mit seinem Verhalten gedemütigt hat. Seit einer Woche, ist nun Funkstille. Ich habe es geschafft, den Kontakt abgebrochen… Und aus einer Woche werden zwei, dann drei, …
    Was ich mit meiner Geschichte sagen möchte ist, dass ich mehr Wert bin, als das Hinterherlaufen nach einem Mann, der mich und mein Herz nicht zu schätzen weiß. Dass ich mein Selbstwertgefühl und mein Ego nicht zu schätzen wusste. Dass ich mich selbst krank gemacht habe, dass tut mir für mich leid. Alles liebe.

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    • Dankeschön! Das wünsche ich dir auch!
      Wie ich merke, bist du auf dem völlig richtigen Weg. Viel Kraft und Erfolg weiterhin!

      Liebe Grüße,
      Janett

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    • Liebe Henriette, auch ich habe im April dieses Jahres eine Beziehung zu einem Mann beendet, von dem ich sagte, er sei „der Mann“ meines Lebens. Er hat mich gebeten in Freundschaft zu ihm zu bleiben, seither versuche ich die Loslösung, ohne Kontaktabbruch. es ist schwer, ich komme voran, doch falle ich auch hin und wieder zurück, schreibe ihm mehr als richtig,…. Die Loslösung ist ein langer Prozess, auf dem ich oft das Gefühl habe, zwei Schritte nach vorn und 11/2 wieder zurück zu gehen. Dann schäme ich mich, wieder rückfällig geworden zu sein. Ich würde mich gerne mit jemandem austauschen, der gerade ähnliches vor sich hat. Lieber Gruß Renate

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  3. Zu Hernriette:

    An Deiner Stelle hätte ich den Mann verpügeln lassen… Auch wenn es Dir nichts bringt… Er hat Dein Herz verletzt, also kann er wenigstens körperlich verletzt werden. Sowas macht man nicht mit Menschen!!!
    Man weiß ab einem gewissen Punkt, ob man sich verlieben kann, jemanden vermisst etc.
    Was dieser Mann gemacht hat, ist Warmhaltetaktik. Wahrscheinlich bist Du ihm sehr sympathisch gewesen aber dann kam eine augenscheinlich „attraktivere“ um die Ecke. Es ist bitter hart aber es ist so.
    Ich hätte diesen Mann verprügeln lassen…und ignoriert. Gar nicht mehr geschrieben. NICHTS. IGNORANZ UND EINE ORDENTLICHE TRACHT PRÜGEL. Daran erinnert er sich das Leben lang.
    Jemanden so dermaßen zu verletzen. Du hättest Ihn auch anzeigen können. Sicherlich warst Du arbeitsunfähig und musstest vielleicht sogar einen Psychologen aufsuchen.

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  4. Noch eine Anmerkung:
    Du bist kein kleines schwächelndes Kücken. Mach Dir über so einen Mann keine Platte. Die Verliebtheit ist ein Konstrukt. Irgendwann vergeht das Vermissen. Witwen müssen auch damit klarkommen, dass Ihr Mann nie wieder zurück kommst. Ob Du Ihn nun verlierst wegen einer anderen Frau oder weil er tot ist… Gehe lieber joggen, tue was für Dich und das nächste mal, lässt Du nicht so schnell Gefühle zu. Du wirst den Mann, der Dir gefällt behalten, solange Du bloß nicht anhänglich wirst und Dein eigenes Leben so erfüllt ist, dass der Mann eine ganze Zeit lang eine Nebenrolle spielt.
    Wenn Du eine langjährige Partnerschaft willst, musst Du emotional „über“ dem Mann stehen. Alles andere können Männer nicht gebrauchen.
    Schreibe diesen Mann ab und lass ihn nochmal verpügeln…

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  5. Hallo Jannett,
    Ich bin ein Mann,
    Und in meinem Fall bin ICH verlassen worden.
    Drei Wochen alleine ohne mich auf dem Jakobsweg reichen aus, um eine Beziehung zu beenden und die alte mit dem Ex wieder anzufangen. Anscheinend weil ich ihr zu ähnlich bin und sie nicht mit jemandem zusammenleben will, der die gleichen Mängel hat wie sie.
    Verstehe das mal jemand. Sie mag sich selber nicht. Ich liebe und akzeptiere sie mit allen Mängeln. Aber sie mich nicht. Stattdessen wirft sie mir vor ich würde zu lange brauchen, um meine erkannten Prozesse umzusetzen. Es geht ihr also nicht schnell genug.
    Bei mir war sie so entspannt wie nie. Ich habe ihr so gut getan. Und mich hat sie verlassen und ist zu jemanden zurück, der sie schlecht behandelt.

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  6. Wie lang muss ich meine verletzten Gefühle noch fühlen und wann wird welche Transformation mit ihnen geschehen?
    In Bezug auf Frauen kenne ich fast nur das Gefühl der unerwiderten Gefühle. Is normal so. Aber es geht nicht um Partner.
    Es geht um was Tieferes.

    3. finde ich gut. Erinnert mich an Achtsamkeitsübungen.

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  7. Hallo Janett,

    Danke für Deinen hilf- und aufschlussreichen Text. An sehr vielen Stellen hatte ich „Aha“ Effekte und habe mich in vielem wieder gefunden. Ich stecke gerade auch in Enttäuschung, Wut und Verzweiflung fest und das Ganze zerfrisst mich regelrecht innerlich. Die Frau, in die ich mich verliebt hatte, hat mich mit ihrem Verhalten zu Tiefst verletzt. Vor allem hat mich ihre demonstrative Ablehung, die sie mir bei jeder Gelegenheit zeigen musste, sehr verletzt. Ich hatte immer wieder den Eindruck, dass sie auf mich herabsieht. Wir reden schon lange nicht mehr miteinander und sie will absolut nichts mit mir zu tun haben. Nach meinem Liebesgeständnis war alles vorbei. Jede Begegnung war nur noch schmerzhaft, weil sie mir immer wieder gezeigt hat, wie wenig sie von mir als Mensch zu halten scheint. Das ist sehr schmerzhaft, obwohl ich mir von ihr nichts mehr erhofft habe, als Wertschätzung und Respekt. Damals, als ich ihr sehr offen meine Gefühle geschildert habe, konnte sie damit überhaupt nicht umgehen und hat panisch reagiert. Ich versuche bis heute zu verstehen, warum sie so drastisch reagieren musste, warum sie jeglichen Kontakt mit mir abbrechen musste und noch nicht mal meine Gegenwart erträgt. Sie war nicht in der Lage, mir ins Gesicht zu sagen, was sie stört. Ich habe es nur durch dritte erfahren und das finde ich bitter. Ich frage mich, bin ich ihr noch nicht mal ein Gespräch wert. Ich hatte sie um ein klärendes Gespräch gebeten. Sie hat abgelehnt. Sie lehnt alles ab, was mit mir zu tun hat. Das ist sehr schmerzhaft für mich und ich versuche momentan mehr schlecht als recht damit umzugehen. Ich bedaure, dass alles so zwischen uns gekommen ist, aber es ist nicht mehr rückgängig zu machen. Ich bin sehr verletzt und auch wütend auf sie und ich frage mich, wie ich mit dieser Wut, die ich auf sie habe, umgehen soll. Es tut weh.

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